So langsam muß man anfangen, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Heute ist landesweiter Streik in Frankreich, morgen Generalstreik in Italien, kommenden Dienstag in Griechenland. "Entweder sie oder wir" nennt Heike Schrader ihren aktuellen Bericht aus Athen in Junge Welt und zitiert Alexandra Balou: "'Entweder sie oder wir, entweder das Volk oder die Monopole, entweder die Profite der wenigen oder der Wohlstand des Volkes.' Es gebe weder einen Mittelweg noch den Weg zurück, erklärte die PAME-Gewerkschafterin." (Hier ein paar aktuelle Fotos aus Piräus.)
Während wir uns mit Fußball befassen (sollen) und die beiden Großdemos in Berlin und Stuttgart mit Nachrichten, wie der von der Splitterbombe die keine war, schlecht geredet werden, müssen wir uns behelfen, so gut es geht. Wie eine richtige Großdemo geht, mit 100.000 Leuten, zeigt uns das kleine Griechenland.
Ich finde es langsam demütigend, wie wir Deutschen unser Verhältnis zur Regierung "gestalten". Was ist mit uns los? Hat die Generation "Erben" immer noch alles unter Kontrolle, oder was? Reicht das Geld noch für die kleinen Statussymbole, die uns Zugehörigkeit zur besseren Gesellschaft vorspiegeln? Fährt man wieder zum Tauchen nach Ägypten, wo es diesmal Ölschwaden zu sehen gibt. Mal was anderes als immer nur Fische. Und wir folgen ja gewohnsheitsmäßig neuen Trends aus USA. - Nee, ist nicht lustig!
Hier, zum Üben sozusagen, ein Video einer mächtigen Demonstration in Athen, zu der die KKE am 15.5.10 aufgerufen hatte. So geht das.
#1
manne strautmann
am
06/24/10 um 11:59
[Antwort]
Die systematische "entpolitisierung" der Menschen durch SPD/Grüne (bloß keine volksentscheide; lieber runde tische) und die besetzung der industrie-gewerkschaften-chef-etagen durch die SPD z.b. Schneider in NRW, der gerne mit Bertelsmann-stiftung kuschelt, oder Huber, ig-metall, der gerne mit frau merkel seinen geburtstag feiert), all das löscht ab, bremst aus und verhindert den sozialen protest. .
Gegenfage:
Wieso lassen es eigentlich die BasisgewerkschaftlerInnen zu, dass ihre von ihnen selbst gewählten FunktionärInnen stets gegen die Interessen der eigenen Mitgliedschaft handeln. Ein Tarifvertrag (zum Beispiel) den ein Gewerkschaftsfuntionär in Ostdeutschland zu einem Stundenlohn von 3,50 Euro unterzeichnet ist zwar sittenwidrig, doch das interessiert die Gewerkschaftsbasis scheinbar gar nicht. Vielleicht sollten wir nach dem positiven Urteil des Berliner Landgerichtes im Falle 'FAU' (beim Kino Babylon in Berlin) dafür sorgen, dass es zukünftig eine Gewerkschaft gibt, die sich von jeglichen politischen Verbändelungen befreit und sich auf ihren eigentlichen Auftrag konzentriert: die Vertretung und Durchsetzung der Interessen der ArbeitnehmerInnen !
wieso lassen es die Gewerkschaftler zu, daß ihre Bosse mitden Arbeitgebern durch die Bordelle ziehen und dort die Arbeitnehmer verraten?
Eine Gewerkschaft, die solches hinnimmt, ist nichts anders als eine ansammlung von Hampelmännern - tut mir leid!
Die traurige Wahrheit ist: die heutige Generation ist politisch tot!
Die Ursache finden sie in den Mordorgien der Jahre 1956 bis 1950, der antideutschen Propaganda und der erfolgreichen Morgenthau-Politik.
Mit diesem toten Fleisch kann alles gemacht werden !
mfg zdago
#2
pauli balcerowiak
am
06/24/10 um 12:39
[Antwort]
Wenn Heike Schrader sagt" Entweder sie oder wir, entweder das Volk oder die Monopole", dann würde sie von Herrn Gabriel als "Sektiererin, Spinnerin, oder Alt-Stalinistin" bezeichnet werden. so ist das eben bei uns.
Von Sigmar Gabriel kann man nur eines erwarten. Er ist das klassische Beispiel für ein Wechselbalg. Einerseits wettert er gegen Die LINKE; im Hintergrund tritt er gemeinsam mit Ihnen bei Veranstaltungen auf - mit autorisierter Vorankündigung in LINKEN Rundbriefen. Damit es sich nicht ganz so medienwirksam gestaltet spielt er das vorzugsweise in der Kreisliga aus. Erst am Mittwoch trat er zusammen mit Klaus Ernst in WOB auf. Im Letter der LINKEN stand Ernst, nach Gabriel, an Zweiter Stelle der Ankündigung.
- Soviel dazu -
Herrn Gabriel kann niemand einschätzen außer er selbst.
solange die menschen in diesem land nicht einsehen, daß die z zt existierenden spitzen der vereine, parteien, gewerkschaften, verbände und kirchen ihre feinde sind, weil sie von diesem system ja so schön profitieren, und sie deshalb selbst die veränderung der gesellschaft vornehmen müssen, wird es für 80% der bevölkerung immer weiter bergab gehen.
Wie ich oben sagte: konzentrieren wir uns auf das Wesentliche! - Pöbeln gehört nicht dazu.
#4.2
Lutz Hausstein
am
06/24/10 um 02:13
[Antwort]
Es ist ein Gemisch von vielen Ursachen. Allerdings wohl so ziemlich zu allerletzt, dass es ihnen "immer noch zu gut ginge".
Es ist Angst vor Stigmatisierung, wenn man sich öffentlich dazu bekennt, zu den Ausgestoßenen dieser Gesellschaft zu gehören. Es ist Resignation, die aus ihren vielfältigen (vergeblichen) Bemühungen der vergangenen Jahre resultiert, auf die Mißstände öffentlich aufmerksam zu machen, aufzurütteln, zu mobilisieren und zu ändern. Es sind schlichte ökonomische Unmöglichkeiten, die verhindern, dass ein Nicht-Berliner oder Nicht-Stuttgarter an Protestkundgebungen in eben diesen Städten teilnimmt.
Ein Großteil der Betroffenen ist durch die Protagonisten dieses Sytems in den vergangenen Jahren psychisch hingerichtet oder zumindest psychisch verstümmelt worden. Und jetzt kommen die Nächsten an und werfen den Opfern ein weiteres Mal etwas vor? Wieder einmal sind diese "selbst dran schuld"? Wie schon bei ihrer "selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit"? Nicht im Ernst, oder?
Wie wäre es, wenn man sich auch einmal selbstkritisch eingesteht, die Not und den Aufschrei dieser Menschen in den letzten Jahren bewusst oder unbewusst ignoriert zu haben? So, wie es noch heute große Teile dieses Landes tun.
Erst dann, wenn auch die Noch-Nicht-Betroffenen begreifen, dass auch sie nicht nur für ihre eigenen Interessen einstehen müssen, sondern auch für die grundlegenden Rechte Aller, erst dann gibt es wirklich Aussicht auf Erfolg. Wie sollen denn z.B. Arbeitslose streiken? Streik gegen die Aufnahme in die Kartei "arbeitslos" beim Amt? Streik gegen die Auszahlung des Arbeitslosengeldes? Arbeitslose haben keine Druckmittel. Selbst Suizide von Arbeitslosen, die ja eigentlich auch den Letzten hätten aufrütteln müssen, "verpufften" ohne Widerhall der Öffentlichkeit. Was kann denn aber ein Mensch mehr einsetzen als sein Leben? Wenn dieses "Pfand" schon nicht ausreicht, um aufzurütteln, was dann?
Also. Nicht mit dem Finger auf Andere zeigen. Auf die, die von diesem System schon zerstört wurden. An die eigene Nase fassen. Und den eigenen A... vom Sofa hochreissen.
Ist nicht bös´ gemeint. Nur ein deutlicher Hinweis.
Es geht den HartzIVlern eben NICHT zu gut. Hast du vielleicht schon mal mitgekriegt, zu welchem Terror und zu welchen Einschüchterungen so eine Arge fähig sein kann?
Wie sehr sich viele ihrer Abhängigkeit schämen, weil man sie öffentlich als Schmarotzer darstellt, und sich deshalb nicht mehr vor die Tür trauen?
Zu ihren "Pflichten" gehört übrigens im Fall der Arbeitslosen, sich JEDERZEIT zur Verfügung der Behörde zu halten. So hat man es auch mir gesagt. Und das heißt: Bleib daheim und warte auf unsere Befehle - und wehe dir, wenn du dann nicht da bist.
Den Deutschen geht es zu gut? Da frage ich mal ganz frech: Welche Deutsche meinst du denn?
Die, denen man permanent mit Entlassung, Sparpaketen, HartzIV, Klimawandel, bösen Onkels und Tanten auf der Linken und vorzeitigem Rausflug bei der Fußball-WM einschüchtert?
Oder die, die auf Staatskosten von der "spätrömischen Dekadenz" der Unterschicht faseln?
Oder geht's dir selbst noch zu gut?
Es geht all jenen zu gut die einfach hinnehmen was ihnen vorgesetzt wird. Ich hatte heute eine Telefonat mit einer Freundin. Sie ist Diplom Volskwirtin und findet dennoch das Sparpaket gut und notwendig. Selbst diejenigen die es besser wissen sollten sind geblendet von den Medien. Es wird nicht nach Ursachen gefragt, so lange man selber seinen Beruf nachgehen kann und nicht abrutscht.
Dieses Paradebeispiel zieht sich durch die Gesellschaft. Viele die keine Arbeit hatten und eine bekommen wechseln sehr schnell den Wahrnehmungshorizont. So lange das so ist, dass die fade Hoffnung besteht wird sich nicht viel ändern. Das System wird als Gott gegeben angesehen und nicht von Menschen geschaffen. Diesen Aspekt müssen viele erst einmal erkennen und dann können sie fragen.
Liebe Leute,
citizenking weist oben völlig zurecht auf das Versagen der Gewerkschaften hin. Da geht´s lang!
Schönen Gruß übrigens :-)
Sowohl in Frankreich als auch in Griechenland sind es vorneweg die Gewerkschaften, die zu Steiks aufrufen und organisieren. In Deutschland braucht es ein kompliziertes Bündnis außerparlamentarischer Gruppen, manchmal unterstützt von einer linken Partei (!), um wenigstens mal eine halbwegs große Demo hinzukriegen. Ansonsten ist man in Deutschland in den großen Verbänden zu Tode organisiert, wie mir scheint. Außer Spesen nichts gewesen ...
Ja, die Gewerkschaften in Frankreich und Griechenland sind die Speerspitze und der Motor - unser deutscher 'Gewerkschaftsmotor' läuft eben nicht wie geschmiert - er wird 'geschmiert' von öligen LobbyistInnen und oktanverseuchten PolitikerInnen. Eigentlich müsste jedes Gewerkschaftsmitglied was ein Parteibuch der SPD, CDU, CSU, FDP und Grünen in der Jackentasche hat wegen 'organisationsschädigendem Verhalten' aus der Gewerkschaft per Basisbeschluß ausgeschlossen werden ! Das dies aber nicht geschieht zeigt es, dass in Deutschland nicht die Gewerkschaftsbasis bestimmt, sondern nur eine handvoll FunktionärInnen - im Gegensatz zu Frankreich und Griechenland. Wir sollten vielleicht aufhören uns der Medienhetze gegen die Griechen (Verschuldung / Rettungspaket) anzuschließen und stattdessen deren kämpferischen Einsatz für die Freiheit des Volkes bewundern und unterstützen. Wie auch in Frankreich haben die Griechen eine Mentalität, von der wir Deutschen uns eine gehörige Scheibe abschneiden sollten...
Der Deutsche an sich (ja ja Klischee^^) ist in erster Linie obrigkeitshörig und in zweiter Linie darauf bedacht den Ruf zu wahren. Geht es ihm nicht gut, so geht es ihm dennoch gut, nach aussen und am besten fühlt er sich, wenn er glaubt von den Eliten als ihresgleichen anerkannt zu werden (Gewerkschaftsbosse/Politiker). Er schaut weiterhin auf die herunter, dessen Level er selber jedoch schon längst erreicht hat. Das mediale Feuer tut sein übriges um auch weiterhin Deutschland in einem Tiefschlaf zu halten und den Glauben zu stärken, die da oben würden schon zum allergrößten Teil das Richtige entscheiden, zum wohle des Volkes. Zudem sieht man ja immer, dass auf Dämonstrationen nur linke Gewalttäter herumlaufen und die sind schuld, dass man selber nicht auf eine Demo gehen kann, ohne sich dem Risiko einer körperlichen Verletzung - auch durch die Polizei, die ja auch nur Menschen sind und dementsprechen Fehler begehen können - auszusetzen. Zudem ist ein politischer Generalstreik verboten und ein guter Deutscher....usw. usf.
#7
pauli balcerowiak
am
06/25/10 um 12:00
[Antwort]
liebe luise, geh mal ins netz und vergleiche einfach mal aussehen und körpersprache von cgt-chef thibault und etwa dgb-chef sommer, oder guntram schneider von nrw. dann weisst du alles.
Wieso lassen es eigentlich die BasisgewerkschaftlerInnen zu, dass ihre von ihnen selbst gewählten FunktionärInnen stets gegen die Interessen der eigenen Mitgliedschaft handeln. Ein Tarifvertrag (zum Beispiel) den ein Gewerkschaftsfuntionär in Ostdeutschland zu einem Stundenlohn von 3,50 Euro unterzeichnet ist zwar sittenwidrig, doch das interessiert die Gewerkschaftsbasis scheinbar gar nicht. Vielleicht sollten wir nach dem positiven Urteil des Berliner Landgerichtes im Falle 'FAU' (beim Kino Babylon in Berlin) dafür sorgen, dass es zukünftig eine Gewerkschaft gibt, die sich von jeglichen politischen Verbändelungen befreit und sich auf ihren eigentlichen Auftrag konzentriert: die Vertretung und Durchsetzung der Interessen der ArbeitnehmerInnen !
-CK-
wieso lassen es die Gewerkschaftler zu, daß ihre Bosse mitden Arbeitgebern durch die Bordelle ziehen und dort die Arbeitnehmer verraten?
Eine Gewerkschaft, die solches hinnimmt, ist nichts anders als eine ansammlung von Hampelmännern - tut mir leid!
Die traurige Wahrheit ist: die heutige Generation ist politisch tot!
Die Ursache finden sie in den Mordorgien der Jahre 1956 bis 1950, der antideutschen Propaganda und der erfolgreichen Morgenthau-Politik.
Mit diesem toten Fleisch kann alles gemacht werden !
mfg zdago
- Soviel dazu -
Herrn Gabriel kann niemand einschätzen außer er selbst.
Es ist Angst vor Stigmatisierung, wenn man sich öffentlich dazu bekennt, zu den Ausgestoßenen dieser Gesellschaft zu gehören. Es ist Resignation, die aus ihren vielfältigen (vergeblichen) Bemühungen der vergangenen Jahre resultiert, auf die Mißstände öffentlich aufmerksam zu machen, aufzurütteln, zu mobilisieren und zu ändern. Es sind schlichte ökonomische Unmöglichkeiten, die verhindern, dass ein Nicht-Berliner oder Nicht-Stuttgarter an Protestkundgebungen in eben diesen Städten teilnimmt.
Ein Großteil der Betroffenen ist durch die Protagonisten dieses Sytems in den vergangenen Jahren psychisch hingerichtet oder zumindest psychisch verstümmelt worden. Und jetzt kommen die Nächsten an und werfen den Opfern ein weiteres Mal etwas vor? Wieder einmal sind diese "selbst dran schuld"? Wie schon bei ihrer "selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit"? Nicht im Ernst, oder?
Wie wäre es, wenn man sich auch einmal selbstkritisch eingesteht, die Not und den Aufschrei dieser Menschen in den letzten Jahren bewusst oder unbewusst ignoriert zu haben? So, wie es noch heute große Teile dieses Landes tun.
Erst dann, wenn auch die Noch-Nicht-Betroffenen begreifen, dass auch sie nicht nur für ihre eigenen Interessen einstehen müssen, sondern auch für die grundlegenden Rechte Aller, erst dann gibt es wirklich Aussicht auf Erfolg. Wie sollen denn z.B. Arbeitslose streiken? Streik gegen die Aufnahme in die Kartei "arbeitslos" beim Amt? Streik gegen die Auszahlung des Arbeitslosengeldes? Arbeitslose haben keine Druckmittel. Selbst Suizide von Arbeitslosen, die ja eigentlich auch den Letzten hätten aufrütteln müssen, "verpufften" ohne Widerhall der Öffentlichkeit. Was kann denn aber ein Mensch mehr einsetzen als sein Leben? Wenn dieses "Pfand" schon nicht ausreicht, um aufzurütteln, was dann?
Also. Nicht mit dem Finger auf Andere zeigen. Auf die, die von diesem System schon zerstört wurden. An die eigene Nase fassen. Und den eigenen A... vom Sofa hochreissen.
Ist nicht bös´ gemeint. Nur ein deutlicher Hinweis.
Wie sehr sich viele ihrer Abhängigkeit schämen, weil man sie öffentlich als Schmarotzer darstellt, und sich deshalb nicht mehr vor die Tür trauen?
Zu ihren "Pflichten" gehört übrigens im Fall der Arbeitslosen, sich JEDERZEIT zur Verfügung der Behörde zu halten. So hat man es auch mir gesagt. Und das heißt: Bleib daheim und warte auf unsere Befehle - und wehe dir, wenn du dann nicht da bist.
Den Deutschen geht es zu gut? Da frage ich mal ganz frech: Welche Deutsche meinst du denn?
Die, denen man permanent mit Entlassung, Sparpaketen, HartzIV, Klimawandel, bösen Onkels und Tanten auf der Linken und vorzeitigem Rausflug bei der Fußball-WM einschüchtert?
Oder die, die auf Staatskosten von der "spätrömischen Dekadenz" der Unterschicht faseln?
Oder geht's dir selbst noch zu gut?
Dieses Paradebeispiel zieht sich durch die Gesellschaft. Viele die keine Arbeit hatten und eine bekommen wechseln sehr schnell den Wahrnehmungshorizont. So lange das so ist, dass die fade Hoffnung besteht wird sich nicht viel ändern. Das System wird als Gott gegeben angesehen und nicht von Menschen geschaffen. Diesen Aspekt müssen viele erst einmal erkennen und dann können sie fragen.
citizenking weist oben völlig zurecht auf das Versagen der Gewerkschaften hin. Da geht´s lang!
Schönen Gruß übrigens :-)
Sowohl in Frankreich als auch in Griechenland sind es vorneweg die Gewerkschaften, die zu Steiks aufrufen und organisieren. In Deutschland braucht es ein kompliziertes Bündnis außerparlamentarischer Gruppen, manchmal unterstützt von einer linken Partei (!), um wenigstens mal eine halbwegs große Demo hinzukriegen. Ansonsten ist man in Deutschland in den großen Verbänden zu Tode organisiert, wie mir scheint. Außer Spesen nichts gewesen ...
Ja, die Gewerkschaften in Frankreich und Griechenland sind die Speerspitze und der Motor - unser deutscher 'Gewerkschaftsmotor' läuft eben nicht wie geschmiert - er wird 'geschmiert' von öligen LobbyistInnen und oktanverseuchten PolitikerInnen. Eigentlich müsste jedes Gewerkschaftsmitglied was ein Parteibuch der SPD, CDU, CSU, FDP und Grünen in der Jackentasche hat wegen 'organisationsschädigendem Verhalten' aus der Gewerkschaft per Basisbeschluß ausgeschlossen werden ! Das dies aber nicht geschieht zeigt es, dass in Deutschland nicht die Gewerkschaftsbasis bestimmt, sondern nur eine handvoll FunktionärInnen - im Gegensatz zu Frankreich und Griechenland. Wir sollten vielleicht aufhören uns der Medienhetze gegen die Griechen (Verschuldung / Rettungspaket) anzuschließen und stattdessen deren kämpferischen Einsatz für die Freiheit des Volkes bewundern und unterstützen. Wie auch in Frankreich haben die Griechen eine Mentalität, von der wir Deutschen uns eine gehörige Scheibe abschneiden sollten...
-CK-