und ich bitte euch dringend: Nicht schimpfen! Denkt an Eure eigene Jugend und womit Ihr täglich beschäftigt war. Seid ehrlich und legt Eure eigenen Zeugnisse, - ja auch die mit den bescheidenen Noten - raus. Habt Verständnis für die vielen Sorgen und Kümmernisse Eurer Sprösslinge, und noch mehr, wenn auch noch verpatzte Zensuren dazukommen. Knuddeln und trösten ist angesagt!
Ein bayerischer Junge hat gerade mit 14 Abitur gemacht, und zwar mit Gesamtnote 1,1. Lesen wir mal, was er für Tipps zu geben hat:
Wie sehen deine Lernstrategien aus?
Zunächst lese ich alles. Damit merke ich mir schon einmal 80 Prozent des Stoffes. Dann kommt der zeitaufwendige Teil: Ich schreibe das Lernskript. Dazu gehe ich den ganzen Stoff durch und überlege mir stichpunktartige Musterlösungen zu zu erwartenden Fragestellungen - aus der Sicht des Lehrers. Das kostet mich meist ein bis zwei Tage. Das Ganze zu lernen dauert nochmals einen halben Tag.
Im Grunde habe ich mir selbst auch mehr beigebracht als die Lehrer. Die Schule ist mir nie komplett gerecht geworden. Im bin ein wissbegieriger Junge, der selbst bestimmen möchte, wann, wo und was er lernt. In der Schule sagt aber der Lehrer was zu lernen ist, obwohl man sich gerade für etwas anderes interessiert. Man weiß alles, aber bringt nicht die Fachbegriffe, die im Erwartungshorizont des Lehrers stehen oder schreibt an der Frage vorbei, weil die Frage einfach zu schwammig gestellt ist. Prompt hat man fünf Punkte. Im Grunde geht es nur darum, Wissen so darzulegen, dass der Lehrer es prüfen kann. Man soll nicht am meisten zu wissen, sondern es in die beste Form bringen.
So schaut´s aus, Ihr lieben Eltern. Eure Kinder sind nicht zu doof und nicht zu faul. Sie haben sich wahrscheinlich nur nicht ausreichend mit dem Erwartungshorizont des Lehrers auseinandergesetzt! Darauf muß man seine Lernstrategie ausrichten - dann ist der Rest eher easy. Naja, für Nikolaus zumindest, der einen IQ von 147 hat. Das ganze Interview gibt es bei
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