Weltwirtschaftskrise - Ein kleiner Rundblick
Natürlich ist die Weltwirtschaftskrise vorbei. Alle die sich noch mit diesem Thema beschäftigen sind doch nur Miesmacher und Schwarzseher. Alles wird gut. Es ist doch immer noch alles gut gegangen.
Nachdem im letzten Monat die Zahl der Lebensmittelkartenbezieher in den USA bereits auf Rekordhoch gemeldet wurde, hat sich diese Zahl noch einmal vergrößert. Ein Rekordhoch jagt das andere und wenn 40,4 Millionen Menschen von Lebensmittelkarten leben müssen dann ist das trotz anderer Deutung noch lange kein Allzeithoch, sondern wird nächsten Monat leicht wieder übertrumpft.
Zur Zeit bekommen 13,1 Prozent der Amerikaner diese Hilfe von rund 133 Dollar, aber da jetzt auch die staatliche Nothilfe für die Arbeitslosen ausläuft, dürfte sich die Zahl sehr schnell erhöhen. Begründet wird das Ganze natürlich damit, dass Arbeitslosengeld die Menschen an der Aufnahme von Arbeit hindert, wie das die neoliberalen Verbrecher in Deutschland ja auch behaupten.
Das durch die Rezession 7,4 Millionen Arbeitsplätze verloren gegangen sind und somit fast 6% aller für eine Beschäftigung zur Verfügung stehenden Amerikaner gar keine Chance auf einen Job haben, wird natürlich dort wie hier nicht akzeptiert. Das ist eben das Problem der arbeitenden Klasse während es den Spekulanten und Abzockern sehr gut geht. Das sieht man auch an den Zulassungszahlen der amerikanischen Autoindustrie, die bereits wieder gegenüber dem Vormonat zurückfallen.
Die amerikanische Autoindustrie warnt bereits davor, dass sich dieser Trend im zweiten Halbjahr 2010 verstärken könnte. Dagegen haben die Hersteller deutscher Luxusautos nichts zu befürchten. Ihre Klientel gehört ja zu den Gewinnern, zu den Abzockern und kann es sich leisten weiterhin teure Luxusautos zu kaufen.
Dafür droht den kommunalen Anleihen in den USA das vorläufige Aus. Die Stadt Harrisburg überlegt sehr qualitfiziert und deutlich positiv in den Konkurs zu gehen. Sie möchte wie das in den 90er Jahren Orange County vorgemacht hat, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Diesmal könnte Harrisburg allerdings zum Signal für andere werden. Wenn sich Los Angeles, Detroit oder New York dem Trend anschließen dürften die Banken und Versicherungen einen ganz großen Haufen Mist in ihren Depots haben, was neben den Gewerbeimmobilien wohl für viele das endgültige Ende bedeuten dürfte.
Aber all das ficht die Deutsche Bank nicht an. Sie zwangsversteigert ohne Sinn und Verstand nur um ihre irrsinnige Wut auf die Schuldner abzureagieren und zerstört dabei sehr bewusst ganze Viertel und Stadtteile.
Dann wurde die kleine Frau mit der dunklen Wuschelfrisur und den Vorfahren aus Deutschland konkret. Keine Bank [außer der Deutschen Bank] besitze in Milwaukee, einer Stadt von der Größe Frankfurts, mehr Immobilien, die von Zwangsvollstreckung betroffen seien. Viele der Häuser seien zu Drogenumschlagsplätzen verkommen, andere nach Brandstiftungen ausgebrannt, weil sich niemand mehr um sie kümmere.
Auch die Nachbarn solcher Immobilien, so die Vertreterin der Bürgerinitiative Common Ground, müssten deutliche Werteinbußen hinnehmen. "Außerdem werden die zwangsvollstreckten Häuser beträchtlich unter dem aktuellen Wert von Häusern im selben Viertel an Spekulanten verkauft", sagte Giaimo. Die hätten an der einzelnen Immobilie ebenfalls kein Interesse und würden allenfalls auf Wertsteigerungen in der Zukunft wetten.
Vielleicht sollte man einige Vorstandsmitglieder der Deutschen Bank auf ihre geistige Gesundheit untersuchen lassen, aber die werden stets darauf verweisen, dass ja andere zuständig seien. Als wenn Tochtergesellschaften eigene Entscheidungen treffen dürften. Aber es gibt auch andere Banken.
First Guaranty Mortgage, aus McLean, Virginia, schickt ihren Schuldnern neue Handys bei deren Inbetriebnahme automatisch die Bank angerufen wird, die den Schuldnern niedrige Raten anbietet um wenigstens die Substanz und den Vertrag zu retten. Aber jede Form der Solidarität oder gar der Vernunft wäre für die Deutsche Bank und den schweizer Obristen Josef Ackermann wohl ein Sakrileg. Die geben kein Pardon, auch wenn sie es für ihre eigenen krummen Touren ständig einfordern.
Aber auch in Irland haben die neoliberalen Irren und Verbrecher die Oberhand gewonnen. Die Geschichte von Ann Moore und ihrer Familie ist typisch für das, was den arbeitenden Menschen überall droht, während gleichzeitig dem Großkapital von IWF, Weltbank und den örtlichen Politverbrechern das Geld mit Kohlenschaufeln in den Rachen geworfen wird.
Als Ann Moore nach ihrer zwölfstündigen Nachtschicht in einem Pflegeheim nach Hause kam, um mit ihrer Familie zu frühstücken, standen Bereitschaftspolizei und Gerichtsvollzieher vor dem Haus, in dem sie die vergangenen 16 Jahre gelebt hatte: Zusammen mit ihrem Mann Christy und den drei Kinder wurde Ann zwangsgeräumt. Sie war mit ihren Nerven am Ende und versuchte verzweifelt, den Rauswurf zu verhindern, indem sie über eine Leiter aufs Dach kletterte.
Erst nach sechs Stunden gelang es der Polizei, sie unbeschadet herunter zu holen und in ein Krankenhaus zu bringen. Während das passierte, waren an ihrem Haus – es liegt im Süden von Dublin – bereits Fenster und Türen vernagelt worden.
Die Moores stehen bei der Stadtverwaltung mit 10.000 Euro in der Kreide. Chris arbeitete während der Boom-Jahre auf dem Bau – heute bezieht er Sozialhilfe. Auch zwei der drei Kinder sind arbeitslos. Acht Monate lang hatte Ann zusätzlich zu den wöchentlichen 100 Euro Miete 50 Euro der angehäuften Schulden abbezahlt.
Es nützte nichts. Obwohl in Irland gegenwärtig 300.000 Wohnungen leer stehen, glaubte das County Council bei den Moores ein Exempel statuieren und sie auf die Straße setzen zu müssen. Dass Politiker, Banker und Baufirmen für deren prekäre Lage mit verantwortlich sind, focht die Behörde nicht an.
Aber wenigstens wissen wir, warum es den Menschen in Schwarzafrika so schlecht geht. Das liegt nicht daran, dass die Verbrecher des Großkapitals die Menschen und Bodenschätze gewissenlos ausbeuten , sondern an den Kindern. Das hat zumindest die Allianz herausgefunden und das sollte vielleicht ein Grund sein, die Versicherungen bei der Allianz zu kündigen.
München (dts Nachrichtenagentur) - Je mehr Kinder pro Frau in einem afrikanischen Land geboren werden, umso schlechter entwickelt sich die Wirtschaftskraft. Das ergab eine Demografie-Studie der Allianz, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" meldet. Niger war 2009 mit einem Bruttoinlandsprodukt von 375 US-Dollar je Einwohner besonders arm. Gleichzeitig wächst die Bevölkerung laut der Analyse in den nächsten 40 Jahren um 266 Prozent, da jede Frau im Durchschnitt 7,15 Kinder bekommt. Südafrika weist eine vergleichsweise gute Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung von 5635 US-Dollar aus und eine Geburtenquote von 2,55 Kindern. Dieser Wert ähnelt US-Statistiken: Dort kommen 2,09 Kinder pro Frau zur Welt. In Deutschland sind es nur 1,32 Kinder. Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise sagte "Focus": "Die afrikanischen Staaten haben die Chance, ihre Armut zu überwinden", vor allem durch bessere Bildung für Frauen. Sie bekämen bei einem höheren Bildungsniveau weniger Kinder und könnten besser für sie sorgen.
Nun gut Allianz und Focus. Ein festes Bündnis mit dem Strick und eine neoliberale Propagandakloake. Was will man da erwarten. Zumindest keine Vernunft und keine Wahrheit. Aber das Signal ist ja auch für Deutschland gedacht. Macht keine Kinder mehr, damit diese Kinder uns heute kein Geld kosten. Wer dann morgen eure Renten bezahlt und euch pflegt ist Allianz und Focus völlig egal.
Aber ansonsten ist wenigstens in Deutschland alle gut. Die Löhne steigen sogar wieder. Sie sind im ersten Quartal 2010 um stolze 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen. Welch ein Kaufkraftgewinn. Dummerweise stieg die Inflation, also die Verbraucherpreise im Juni um 2010 um 0,9 Prozent. Da sind sie wieder weg die Lohnzuwächse. Aber man hatte wenigstens für ein paar Tage eine gute Schlagzeile, konnte das Wachstum praktisch hören.
Aber oh Ach und Weh, die Umsätze im Einzelhandel schrumpften im Mai um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Da schwingt wohl etwas ab, als auf. Den Leuten fehlt eben das Geld für Konsum, das die Bankster und Politiker ihnen gestohlen haben, auf das die Gewerkschaften bei den Lohnforderungen so leicht verzichtet haben.
Dafür reißt die Kluft zwischen arm und reich immer weiter aus. Erträglich wird das nur wenn man so frei wie in seinen Definition ist wie das Bundesamt für Lügen und Statistik. Die argumentieren nämlich damit, das arm sei, wer wenigerals 70 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat und rechnet da mal eben schnell das geringe Kindergeld mit ein. Bei den Reichen, die ja ihr Kindergeld über die Steuer abfeiern dürfen, gilt diese Rechnung natürlich nicht, weil ja sonst offenbar würde, wie sehr hier betrogen wird.
Es sind also deutlich mehr Menschen in Deutschland arm, als die Statistik wahr sein lässt. Alles ist nur eine Frage der Definition. Genau wie bei den Zahlen zur Arbeitslosigkeit. Die sinkt auch ständig. Wer in Minijobs, Sklavenarbeit oder als Ein-Euro-Sklave verkauft wurde ist nicht arbeitslos und deshalb sinkt die Quote programmgemäß, aber eben nicht in Wahrheit.
Es ist auch kein Geheimnis, dass in Deutschland von Verbrechern wie Dieter Müller vom Motel One und anderen, die sich fälschlicherweise Unternehmer nennen, die Mindestlöhne ständig unterlaufen werden. Diese Gauner werden aber von der Finanzkontrolle Schwarzarbeit nur mit läppischen Bußgeldern bedacht, während der kleine Schwarzabeiter die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommt. Es ist an der Zeit die Bußgelder bei diesen Straftaten zu verhundertfachen und bei ständigen Wiederholungstätern auch ein Berufsverbot auf Lebenszeit und Gefängnis zu verordnen.
Soweit ist in Deutschland also alles in Ordnung. Der Aufschwung schwingt. Fragt sich nur wo.




















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