Christoph Ahlhaus: Der Mann, der Ole von Beust ersetzen soll
Hamburger GRÜNE müssten nun klar Schiff machen
Köln korrupt: "Alles zum Wohle anonymer Investoren"
Privatisierte Autobahn A1: Deutschlands gefährlichste Straße
Finanzheuschrecken zocken mit Kakao
Stiftung Warentest: Bankberatung ist noch viel schlimmer geworden, als vor der Finanzkrise
AKW-Deal kommt Konzerne teuer zu stehen
NRW: SPD-Finanzminister Walter-Borjans will Bettensteuer zur Gegenfinanzierung der Hotelsteuersenkung
Rheinland-Pfalz: SPD-Ministerpräsident Kurt Beck liebäugelt mit der FDP
Rundfunkgebühren bezahlen, damit durch Rundfunkgebühren erstellte Inhalte gelöscht werden
Überschrift 1: Die Welt am 14. Juli 2010: Ostdeutsche Wirtschaft holt auf
Überschrift 2: Frankfurter Rundschau 15. Juli 2010: Osten fällt wieder zurück
Volkswirte beruhigen uns mal wieder - das ist irgendwie beunruhigend
Trotz leerer Staatskasse: 1,25 Milliarden Euro für Krieg in Afghanistan
Der 20. Juli 1944 - Deutschlands Helden
Weltweit 22.400 weitere BP-Öllecks entdeckt
Aufgelesen und kommentiert 2010-07-20
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Christoph Ahlhaus: Der Mann, der Ole von Beust ersetzen soll
"Ein unbeschriebenes Blatt", meint dazu der FOCUS und lobt den 40-jährigen Juristen als "geschickten Strippenzieher". Aber wie man weiss, kommt man in der CDU traditionell eher selten nach ganz oben, wenn man vorher nicht wenigstens durch persönliche Bereicherung aufgefallen ist. Also seine Skrupellosigkeit unter Beweis gestellt hat.
Und wie überraschend
Christoph Ahlhaus ist bereits mit einer Dienstwagenaffäre unangenehm aufgefallen. Ausserdem liess er seine Privatvilla auf Staatskosten umbauen. Satte 650.000 Euro hat er dabei allein für modernere Fenster und Türen in seinem denkmalgeschützten Altbau verplant. Insgesamt soll über eine Million Euro in die Sanierung seiner Privatvilla versenkt worden sein.
"Ein Mann der Wirtschaft", nennt unsere Premiumpresse solcheHalunken bodenständigen Politiker übrigens, solange sie (ganz wichtig) von der CDU sind. Und ich wäre ja mal gespannt, mit welchem Vokabular dieselben Qualitätsjournalisten einen Politiker der LINKEN überziehen würden, sollte dieser seine Privatvilla vom Steuerdeppen für eine Million Euro sanieren lassen und seine Ehefrau auf Staatskosten rumjuckeln lassen. Bei Oskar Lafontaine wurde ja allein schon die Existenz (!) einer angeblichen (!) Luxusvilla zum Gegenstand eines gossenjournalistischen Amoklaufes.
Hamburger GRÜNE müssten nun klar Schiff machen
Da haut der regierende CDU-Bürgermeister Ole von Beust von heute auf morgen einfach ab, hinterlässt eine bankrotte Hansestadt mitsamt einer Elbphilharmonie als überteuertes Protzobjekt, wartet beim Hinschmeissen noch nicht einmal das offizielle Ergebnis der Schulreform-Abstimmung ab... und trotzdem ist in unseren Premiumzeitungen kaum ein Wort der Kritik zu lesen.
Kann sich jemand vorstellen, was wohl in denselben Kampagnenmagazinen los wäre, wenn ein Ministerpräsident der LINKEN zuerst eine Stadt so richtig in den Bankrott reitet - und sich dann einfach seine satte Staatspension zusammengreift und in sein Ferienhaus auf Sylt verpisst? Die Kampagnenprese hätte sofort Paparazzis losgeschickt, um ein Urlaubsfoto zu ergattern und mit der Schlagzeile: "So fröhlich verjuxt dieser Hinschmeisser unser Steuergeld" auszuschmücken. Und ich weiss gar nicht, ob man derart grosse Seiten noch bedrucken kann, damit die gesamte Empörung der Journaille draufgepasst hätte?
Aber Ole von Beust ist schliesslich von der CDU. Das sind IMMER die Guten. "Sein Abgang verdient keinen Applaus, aber Respekt", meint die BILD. Na dann ist ja alles in Ordnung
Köln korrupt: "Alles zum Wohle anonymer Investoren"
Wer lesen möchte, wie Schwarz/Gelb die Stadt Köln heruntergewirtschaftet hat (und letztlich für zwei tote Menschen sorgte), findet hier (leicht polemischen) Lesespass
Privatisierte Autobahn A1: Deutschlands gefährlichste Straße
Endlose Baustellen, viele Tote... so die zweifelhaften Erfolge der privatisierten Autobahn zwischen Bremen und Hamburg. Eingefädelt von Politikern, die dafür sicherlich auch die Hand aufgemacht haben. Und wer kritisch nachfragt, vielleicht sogar im Auftrag seiner Wähler die Arbeit der Regierung kontrollieren will, wird (Zitat) behandelt wie ein lästiger Bittsteller, der seine Nase nicht in alles hineinstecken soll. Und die freiwillige Feuerwehr z.B. in Sittensen (Mitte zwischen Bremen und Hamburg) muss wegen Unfällen so oft ausrücken, dass (Zitat) manche schon in ihren regulären Jobs von Entlassung bedroht sind; ihre Chefs wollen es nicht länger hinnehmen, dass die freiwilligen Helfer ständig am Arbeitsplatz fehlen, weil sie zu Unfällen gerufen werden.
Wäre der Staat noch Bauherr, würde er die Autofahrer weiträumig um die Baustelle umzu leiten. Da diese Autobahn privatisiert ist und der Betreiber natürlich jede Mauteinnahme kassieren will, wird natürlich nicht umgeleitet und auch nur billigste Baustellenabsicherungen aufgestellt. Was natürlich das Unfallrisiko drastisch steigen lässt und zugunsten des schnellen Profits auch Unfalltote in Kauf nimmt.
Aber hey: Privatisierung ist halt eben "moderne" Politik, die nachhaltig und zukunftsorientiert ist. Deswegen laufen solche "Verträge" ja auch immer gleich 30 Jahre und länger
"Privat kann immer besser als der Staat", so das Credo unserer schwarzgelbrotgrünen Alleskönner mit Sympathie für entsprechende Gegenleistungen in die eigene Tasche. Und für diese Wohlstandsgewinne der "neuen" sozialen Marktwirtschaft muss man auch mal ein paar wenig bedeutende Nachteile (grössere Armut, kaputte Infrastruktur, zerstörte Staatshaushalte, bankrottes Finanzsystem und ähnlich unwichtiger Klimbim) in Kauf nehmen.
Deshalb (ganz wichtig): Niemals "linke Chaoten" aus dem Bereich von Gewerkschaften, Sozialverbänden und nichtgekauften Ökonomen wählen, die an diesem "Erfolgsmodell" rütteln!
Finanzheuschrecken zocken mit Kakao
Innerhalb von zwei Jahren haben die Heuschrecken den Preis für Kakao um 150 Prozent in die Höhe gezockt. Also demzufolge auch 150 Prozent Rendite gescheffelt. Allein nur, indem sie Kakaovorräte in riesigen Mengen (über 240.000 Tonnen von 270.000 Tonnen gesamter Jahresproduktion) aufkaufen und dann letztlich einen 150-prozentigen Aufschlag beim Wiederverkauf verlangen. Soviel zum Thema, dass uns das weltweite Rohstoffgezocke doch Wohlstand bringt und (ganz wichtig) in die Championsleague der Finanzwirtschaft.
Ach ja: Bei Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Mais und Reis geht es auch schon los, weil die Ernte dieses Jahr aufgrund der Hitzewelle deutlich geringer ausfallen soll. Preissteigerungen von aktuell 30 Prozent sind laut Financial Times schon auf dieses systemrelevante Heuschreckengezocke zurückzuführen.
Stiftung Warentest: Bankberatung ist noch viel schlimmer geworden, als vor der Finanzkrise
"In mehr als der Hälfte der Fälle hätten Testkunden kein Beratungsprotokoll bekommen, obwohl dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Schlimmer noch: Die Kunden hatten sogar explizit nach diesem Protokoll gefragt und es nicht erhalten", schreibt die Süddeutsche Zeitung. Und insofern haben die Banken immerhin dazugelernt. Denn ohne Protokoll kann man nachher auch keine Schadenersatzansprüche anmelden
Auch ein sehr schönes Zitat: "Schon damals drohte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) den Banken schärfere Kontrollen und weitere Gesetze an, sofern sie ihre Leistungen nicht verbesserten." Und diese "DRohung"
war sicherlich VOR der Wahl. Jetzt nach der Wahl interessiert das keine Sau mehr. Genauso wie Ursula von der Leyens (CDU) Dummschwatz, sich die schleckernde Leiharbeiterausbeutung doch mal "genauer ansehen" zu wollen. "Ich rechne da nicht in Monaten, sondern eher in Wochen", dröhnte unsere Super-Uschi im März 2010 in die Mikros - und passiert ist bis heute nichts.
AKW-Deal kommt Konzerne teuer zu stehen
Mal ein Beispiel dafür, wie Journalisten ihre Leser veräppeln wollen. Neben der Brennelementesteuer soll noch eine Abgabe zum Ausbau der erneuerbaren Energien hinzukommen. "Beide Instrumente zusammen könnten die Branche mit vier bis fünf Milliarden Euro pro Jahr belasten", nennt das dann die Süddeutsche Zeitung. Es darf gelacht werden, denn bei der "knallharten Konkurrenz" im Strombereich
werden diese 5 Milliarden natürlich 1:1 an die Endkunden weiter gegeben.
Und weil ich ja so gerne rechne: Wenn dank der Industrielobby sicherlich 4 der insgesamt 5 Milliarden Euro Zusatzbelastung auf den Pöbel abgewälzt werden, heisst das für die rund 40 Millionen Haushalte einen netten Aufschlag von 100 Euro im Jahr. Ja richtig: 100 Euro Zusatzkosten (!) für den Pöbel, damit die Atomkraftwerke länger laufen.
Aber das sind sicherlich die "Entlastungen der Mittelschicht", mit denen CDU/CSU und FDP uns vor der Wahl vollgedröhnt haben
NRW: SPD-Finanzminister Walter-Borjans will Bettensteuer zur Gegenfinanzierung der Hotelsteuersenkung
Für solche Pointen sitzen Kabarettisten oft wochenlang am Schreibtisch.
Rheinland-Pfalz: SPD-Ministerpräsident Kurt Beck liebäugelt mit der FDP
"Es wäre für die Republik gut, wenn es wieder zu der einen oder anderen sozialliberalen Koalition kommt", wird der alleinregierende SPD-Ministerpräsident zitiert. Worüber man sich aber eigentlich auch gar nicht wundern muss, wenn man in den vergangenen 11 Jahren unter der Politik der SPD zu leiden hatte. Der SPD macht es schliesslich genauso viel Spass den Pöbel abzukochen, wie der FDP. Und beiden macht es diebischen Spass, sich der persönlichen Bereicherung zu widmen und die obersten 10 Prozent zu mästen, statt sich einer nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Politik zu widmen. Von daher nur folgerichtig, dass SPD und FDP eigentlich ganz gut zueinander passen.
Und soviel dann auch wieder einmal zum vielzitierten "SPD-Neuanfang"
Pöbelverarschend schimpft man an allen Orten über die FDP, dieser marktradikalen Partei der sozialen Kälte - aber hintenrum bietet man Schwarz/Gelb ein "Bündnis der Vernunft" an, damit sie ihr "Sparpaket" durchbekommen. Und danach juxt man sich gemeinsam einen und freut sich, mit welche substanzlosen Wahlkampf-Sprechblasen man den Pöbel doch wieder mal (!) verarschen konnte.
Auf den weiteren Dummschwatz des SPD-Heinis muss man dann auch gar nicht mehr weiter eingehen. Denn wer den LINKEN dann auch noch vorwirft, dass sie Gauck nicht mitgewählt - und somit als neuen Bundespräsidenten verhindert haben, sollte zuallererst mal Kopfrechnen üben. Denn im dritten Wahlgang, als die LINKE sich (zurecht) enthielt, hätte Wulff trotzdem die Mehrheit gehabt.
Rundfunkgebühren bezahlen, damit durch Rundfunkgebühren erstellte Inhalte gelöscht werden
Schöne neue Welt des "modernisierten" Rundfunkstaatsvertrages. Immerhin zeigen ARD und ZDF auch mal Krallen und meinen: Unsere Sachen sehen nicht aus wie Zeitungen, also bleiben sie online."
Und auch schön: Notfalls stellen wir unser Backup bei Wikileaks ein 
Überschrift 1: Die Welt am 14. Juli 2010: Ostdeutsche Wirtschaft holt auf
Überschrift 2: Frankfurter Rundschau 15. Juli 2010: Osten fällt wieder zurück
Der tägliche Spass mit unseren hochbezahlten Wirtschaftsexperten
(via)
Dazu passt:
Volkswirte beruhigen uns mal wieder - das ist irgendwie beunruhigend
Auch die Financial Times macht sich über unsere "Wirtschaftsexperten" lustig.
Trotz leerer Staatskasse: 1,25 Milliarden Euro für Krieg in Afghanistan
Wohlgemerkt: Nur für den Kriegseinsatz! Alles weitere (z.B. die Betreuung Verwundeter, usw.) kommt noch obendrauf.
Der 20. Juli 1944 - Deutschlands Helden
Inzwischen feiert man hierzulande sogar den 20. Juli. Der Tag, an dem per Bombenanschlag der damals ranghöchsten Politiker Deutschlands mitsamt seiner durchgeknallten Regierungsmannschaft "aufgelöst" werden sollte. Und um auch die aussichtslosen Auslandskriege Deutschlands zu beenden. Wenn man das auf die heutige Zeit überträgt, kommt man ja schon fast auf interessante Gedanken
Aber Spass beiseite, denn der eigentliche Bericht ist eher ein schöner Rückblick für all diejenigen die glauben, Stauffenberg wäre ein Held.
Und zu guter Letzt:
Weltweit 22.400 weitere BP-Öllecks entdeckt

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Christoph Ahlhaus: Der Mann, der Ole von Beust ersetzen soll
"Ein unbeschriebenes Blatt", meint dazu der FOCUS und lobt den 40-jährigen Juristen als "geschickten Strippenzieher". Aber wie man weiss, kommt man in der CDU traditionell eher selten nach ganz oben, wenn man vorher nicht wenigstens durch persönliche Bereicherung aufgefallen ist. Also seine Skrupellosigkeit unter Beweis gestellt hat.
Und wie überraschend
Christoph Ahlhaus ist bereits mit einer Dienstwagenaffäre unangenehm aufgefallen. Ausserdem liess er seine Privatvilla auf Staatskosten umbauen. Satte 650.000 Euro hat er dabei allein für modernere Fenster und Türen in seinem denkmalgeschützten Altbau verplant. Insgesamt soll über eine Million Euro in die Sanierung seiner Privatvilla versenkt worden sein."Ein Mann der Wirtschaft", nennt unsere Premiumpresse solche
Hamburger GRÜNE müssten nun klar Schiff machen
Da haut der regierende CDU-Bürgermeister Ole von Beust von heute auf morgen einfach ab, hinterlässt eine bankrotte Hansestadt mitsamt einer Elbphilharmonie als überteuertes Protzobjekt, wartet beim Hinschmeissen noch nicht einmal das offizielle Ergebnis der Schulreform-Abstimmung ab... und trotzdem ist in unseren Premiumzeitungen kaum ein Wort der Kritik zu lesen.
Kann sich jemand vorstellen, was wohl in denselben Kampagnenmagazinen los wäre, wenn ein Ministerpräsident der LINKEN zuerst eine Stadt so richtig in den Bankrott reitet - und sich dann einfach seine satte Staatspension zusammengreift und in sein Ferienhaus auf Sylt verpisst? Die Kampagnenprese hätte sofort Paparazzis losgeschickt, um ein Urlaubsfoto zu ergattern und mit der Schlagzeile: "So fröhlich verjuxt dieser Hinschmeisser unser Steuergeld" auszuschmücken. Und ich weiss gar nicht, ob man derart grosse Seiten noch bedrucken kann, damit die gesamte Empörung der Journaille draufgepasst hätte?
Aber Ole von Beust ist schliesslich von der CDU. Das sind IMMER die Guten. "Sein Abgang verdient keinen Applaus, aber Respekt", meint die BILD. Na dann ist ja alles in Ordnung

Köln korrupt: "Alles zum Wohle anonymer Investoren"
Wer lesen möchte, wie Schwarz/Gelb die Stadt Köln heruntergewirtschaftet hat (und letztlich für zwei tote Menschen sorgte), findet hier (leicht polemischen) Lesespass

Privatisierte Autobahn A1: Deutschlands gefährlichste Straße
Endlose Baustellen, viele Tote... so die zweifelhaften Erfolge der privatisierten Autobahn zwischen Bremen und Hamburg. Eingefädelt von Politikern, die dafür sicherlich auch die Hand aufgemacht haben. Und wer kritisch nachfragt, vielleicht sogar im Auftrag seiner Wähler die Arbeit der Regierung kontrollieren will, wird (Zitat) behandelt wie ein lästiger Bittsteller, der seine Nase nicht in alles hineinstecken soll. Und die freiwillige Feuerwehr z.B. in Sittensen (Mitte zwischen Bremen und Hamburg) muss wegen Unfällen so oft ausrücken, dass (Zitat) manche schon in ihren regulären Jobs von Entlassung bedroht sind; ihre Chefs wollen es nicht länger hinnehmen, dass die freiwilligen Helfer ständig am Arbeitsplatz fehlen, weil sie zu Unfällen gerufen werden.
Wäre der Staat noch Bauherr, würde er die Autofahrer weiträumig um die Baustelle umzu leiten. Da diese Autobahn privatisiert ist und der Betreiber natürlich jede Mauteinnahme kassieren will, wird natürlich nicht umgeleitet und auch nur billigste Baustellenabsicherungen aufgestellt. Was natürlich das Unfallrisiko drastisch steigen lässt und zugunsten des schnellen Profits auch Unfalltote in Kauf nimmt.
Aber hey: Privatisierung ist halt eben "moderne" Politik, die nachhaltig und zukunftsorientiert ist. Deswegen laufen solche "Verträge" ja auch immer gleich 30 Jahre und länger
"Privat kann immer besser als der Staat", so das Credo unserer schwarzgelbrotgrünen Alleskönner mit Sympathie für entsprechende Gegenleistungen in die eigene Tasche. Und für diese Wohlstandsgewinne der "neuen" sozialen Marktwirtschaft muss man auch mal ein paar wenig bedeutende Nachteile (grössere Armut, kaputte Infrastruktur, zerstörte Staatshaushalte, bankrottes Finanzsystem und ähnlich unwichtiger Klimbim) in Kauf nehmen.Deshalb (ganz wichtig): Niemals "linke Chaoten" aus dem Bereich von Gewerkschaften, Sozialverbänden und nichtgekauften Ökonomen wählen, die an diesem "Erfolgsmodell" rütteln!

Finanzheuschrecken zocken mit Kakao
Innerhalb von zwei Jahren haben die Heuschrecken den Preis für Kakao um 150 Prozent in die Höhe gezockt. Also demzufolge auch 150 Prozent Rendite gescheffelt. Allein nur, indem sie Kakaovorräte in riesigen Mengen (über 240.000 Tonnen von 270.000 Tonnen gesamter Jahresproduktion) aufkaufen und dann letztlich einen 150-prozentigen Aufschlag beim Wiederverkauf verlangen. Soviel zum Thema, dass uns das weltweite Rohstoffgezocke doch Wohlstand bringt und (ganz wichtig) in die Championsleague der Finanzwirtschaft.
Ach ja: Bei Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Mais und Reis geht es auch schon los, weil die Ernte dieses Jahr aufgrund der Hitzewelle deutlich geringer ausfallen soll. Preissteigerungen von aktuell 30 Prozent sind laut Financial Times schon auf dieses systemrelevante Heuschreckengezocke zurückzuführen.
Stiftung Warentest: Bankberatung ist noch viel schlimmer geworden, als vor der Finanzkrise
"In mehr als der Hälfte der Fälle hätten Testkunden kein Beratungsprotokoll bekommen, obwohl dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Schlimmer noch: Die Kunden hatten sogar explizit nach diesem Protokoll gefragt und es nicht erhalten", schreibt die Süddeutsche Zeitung. Und insofern haben die Banken immerhin dazugelernt. Denn ohne Protokoll kann man nachher auch keine Schadenersatzansprüche anmelden

Auch ein sehr schönes Zitat: "Schon damals drohte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) den Banken schärfere Kontrollen und weitere Gesetze an, sofern sie ihre Leistungen nicht verbesserten." Und diese "DRohung"
war sicherlich VOR der Wahl. Jetzt nach der Wahl interessiert das keine Sau mehr. Genauso wie Ursula von der Leyens (CDU) Dummschwatz, sich die schleckernde Leiharbeiterausbeutung doch mal "genauer ansehen" zu wollen. "Ich rechne da nicht in Monaten, sondern eher in Wochen", dröhnte unsere Super-Uschi im März 2010 in die Mikros - und passiert ist bis heute nichts.AKW-Deal kommt Konzerne teuer zu stehen
Mal ein Beispiel dafür, wie Journalisten ihre Leser veräppeln wollen. Neben der Brennelementesteuer soll noch eine Abgabe zum Ausbau der erneuerbaren Energien hinzukommen. "Beide Instrumente zusammen könnten die Branche mit vier bis fünf Milliarden Euro pro Jahr belasten", nennt das dann die Süddeutsche Zeitung. Es darf gelacht werden, denn bei der "knallharten Konkurrenz" im Strombereich
werden diese 5 Milliarden natürlich 1:1 an die Endkunden weiter gegeben.Und weil ich ja so gerne rechne: Wenn dank der Industrielobby sicherlich 4 der insgesamt 5 Milliarden Euro Zusatzbelastung auf den Pöbel abgewälzt werden, heisst das für die rund 40 Millionen Haushalte einen netten Aufschlag von 100 Euro im Jahr. Ja richtig: 100 Euro Zusatzkosten (!) für den Pöbel, damit die Atomkraftwerke länger laufen.
Aber das sind sicherlich die "Entlastungen der Mittelschicht", mit denen CDU/CSU und FDP uns vor der Wahl vollgedröhnt haben

NRW: SPD-Finanzminister Walter-Borjans will Bettensteuer zur Gegenfinanzierung der Hotelsteuersenkung
Für solche Pointen sitzen Kabarettisten oft wochenlang am Schreibtisch.
Rheinland-Pfalz: SPD-Ministerpräsident Kurt Beck liebäugelt mit der FDP
"Es wäre für die Republik gut, wenn es wieder zu der einen oder anderen sozialliberalen Koalition kommt", wird der alleinregierende SPD-Ministerpräsident zitiert. Worüber man sich aber eigentlich auch gar nicht wundern muss, wenn man in den vergangenen 11 Jahren unter der Politik der SPD zu leiden hatte. Der SPD macht es schliesslich genauso viel Spass den Pöbel abzukochen, wie der FDP. Und beiden macht es diebischen Spass, sich der persönlichen Bereicherung zu widmen und die obersten 10 Prozent zu mästen, statt sich einer nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Politik zu widmen. Von daher nur folgerichtig, dass SPD und FDP eigentlich ganz gut zueinander passen.
Und soviel dann auch wieder einmal zum vielzitierten "SPD-Neuanfang"
Pöbelverarschend schimpft man an allen Orten über die FDP, dieser marktradikalen Partei der sozialen Kälte - aber hintenrum bietet man Schwarz/Gelb ein "Bündnis der Vernunft" an, damit sie ihr "Sparpaket" durchbekommen. Und danach juxt man sich gemeinsam einen und freut sich, mit welche substanzlosen Wahlkampf-Sprechblasen man den Pöbel doch wieder mal (!) verarschen konnte.Auf den weiteren Dummschwatz des SPD-Heinis muss man dann auch gar nicht mehr weiter eingehen. Denn wer den LINKEN dann auch noch vorwirft, dass sie Gauck nicht mitgewählt - und somit als neuen Bundespräsidenten verhindert haben, sollte zuallererst mal Kopfrechnen üben. Denn im dritten Wahlgang, als die LINKE sich (zurecht) enthielt, hätte Wulff trotzdem die Mehrheit gehabt.
Rundfunkgebühren bezahlen, damit durch Rundfunkgebühren erstellte Inhalte gelöscht werden
Schöne neue Welt des "modernisierten" Rundfunkstaatsvertrages. Immerhin zeigen ARD und ZDF auch mal Krallen und meinen: Unsere Sachen sehen nicht aus wie Zeitungen, also bleiben sie online."
Und auch schön: Notfalls stellen wir unser Backup bei Wikileaks ein 
Überschrift 1: Die Welt am 14. Juli 2010: Ostdeutsche Wirtschaft holt auf
Überschrift 2: Frankfurter Rundschau 15. Juli 2010: Osten fällt wieder zurück
Der tägliche Spass mit unseren hochbezahlten Wirtschaftsexperten
(via)Dazu passt:
Volkswirte beruhigen uns mal wieder - das ist irgendwie beunruhigend
Auch die Financial Times macht sich über unsere "Wirtschaftsexperten" lustig.
Trotz leerer Staatskasse: 1,25 Milliarden Euro für Krieg in Afghanistan
Wohlgemerkt: Nur für den Kriegseinsatz! Alles weitere (z.B. die Betreuung Verwundeter, usw.) kommt noch obendrauf.
Der 20. Juli 1944 - Deutschlands Helden
Inzwischen feiert man hierzulande sogar den 20. Juli. Der Tag, an dem per Bombenanschlag der damals ranghöchsten Politiker Deutschlands mitsamt seiner durchgeknallten Regierungsmannschaft "aufgelöst" werden sollte. Und um auch die aussichtslosen Auslandskriege Deutschlands zu beenden. Wenn man das auf die heutige Zeit überträgt, kommt man ja schon fast auf interessante Gedanken
Aber Spass beiseite, denn der eigentliche Bericht ist eher ein schöner Rückblick für all diejenigen die glauben, Stauffenberg wäre ein Held.Und zu guter Letzt:
Weltweit 22.400 weitere BP-Öllecks entdeckt

Tags für diesen Artikel: 20. juli 1944, afghanistan, atomkraftwerke, autobahn, bankberatung, bettensteuer, BP, christoph ahlhaus, hamburg, heuschrecken, hotel, köln, korruption, kurt beck, nahrungsmittelspekulation, ole von beust, ostdeutschland, privatisierung, rheinland pfalz, rundfunk-staatsvertrag, rundfunkgebühren, satire, stauffenberg, stiftung warentest, walter-borjans, wirtschaftsjournalismus
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