Ausbeutung im Altersheim: Pflegekräfte packen aus
Privatisierte Rhön-Klinikkette: Ärzte-Fehler häufen sich
Wirtschaftsverband: Arbeitnehmer sollten sich im Urlaub fortbilden, statt zu reisen
Ingenieure in Leiharbeit - Ein Erlebnisbericht
Arbeitslose leiden überdurchschnittlich an psychischen Problemen
Urteil: Sechs Jahre Haft wegen Hungerlöhnen
Guido Westerwelle (FDP): Arbeitsmarktentwicklung ist Verdienst der Regierung
Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) will Begrüßungsgeld für ausländische Fachkräfte
Trotz 600 Mio Verlust: Ermittlungen gegen WestLB-Vorstände eingestellt
Nach Loveparade-Tragödie: Adolf kämpft jetzt um seine Pension
Schäubles halbherzige Streichung von Ökosteuer-Privilegien - und der Sturm der Konzernlobby
Hans-Werner Sinn: Rettet die Stromkonzerne, kämpft gegen Windmühlen
24 Jahre nach Tschernobyl: Bund zahlte auch 2009 knapp halbe Million wegen Folgeschäden
Ihre Karriere bei der Bundeswehr: Traumatisiert, vergessen und in Hartz4 abgeschoben
Hoffentlich Allianz versichert: Wie Versicherungen an Waffen und Streubomben verdienen
Falls die Gewerkschaften auch was vom Aufschwung haben wollen...
Aufgelesen und kommentiert 2010-07-31
--
Download dieser Linksammlung hier (*.doc/*.odt) zum Weiterverteilen per eMail.
--
Ausbeutung im Altersheim: Pflegekräfte packen aus
Na na na.... solche Geschichten liest unsere Regierung aber gar nicht gerne. Ihr Kostentreiber des Gesundheitssystems haltet mal bitte fein eure Fresse, denn sonst hetzt euch Arbeitsdienstministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch mehr Ein-Euro-Jobber auf den Hals. Und nein, nicht zur Unterstützung eurer minderwertigen Arbeit
Tja, Leute: Tarifverträge? Betriebsrat? Oder gar drastische Strafen gegen die Pflegeheim-Betreiber wegen Verstosses gegen Gesetze und Menschenwürde? Selten so gelacht. Wir leben schliesslich nicht in einem Unrechtsstaat, sondern freuen uns sogar über den Facettenreichtum des real existierenden Kapitalismus. Der Pöbel gerät zwar immer mehr unter die Räder, aber immerhin die obersten 10 Prozent können sich dank ihrer Interessenvertreter in der Politik die Taschen stopfen. "Freie Märkte regeln sich eben selbst am besten." Deshalb fördern wir sogar noch die Deregulierung und Privatisierung. Das bringt schliesslich mehr Wohlstand
Und während möglichst steuerfreie und unlimitierte Managergehälter natürlich unbedingt nötig sind, weil diese ansonsten ins Ausland gehen und Deutschland zusammenbricht, muss man menschenwürdige Bedingungen und Entlohnungen bei Pflegekräften natürlich verhindern. Stattdessen gibt es dann ja den Bürgerarbeitsdient, für 900 Euro brutto im Monat, wo man hervorragend Langzeitarbeitslose hineinprügelt. Das bisschen Abfüttern und Abkärchern des ausrangierten Althumankapitals kann schliesslich jeder, so der Hintergedanke christdemokratischer Politik. Und solche Gesetze benennt unsere Premiumpresse dann als Beispiele für eine sozialdemokratisierte CDU. Manchmal frage ich mich, ob es eine Grundbedingung ist, als "Qualitätsjournalist" eine Gehirnentkernung vorweisen zu können.
Aber erneut ein schönes Beispiel dafür, wie sich angeblich soziale Parteien wie CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE nach Kräften für die Hochfinanz einsetzen und jederzeit Milliarden um sich schmeissen, während bei den Menschen und Pflegebedürftigen jeder Cent "gespart" werden muss. Aber wer will es ihnen verdenken? Der elitäre Zirkel, von denen sich die schwarzgelbrotgrünen Politmarionetten aushalten lassen, sind allesamt gut abgesichert. Unser Bundespräsident dritter Wahl, Christian Wulff lässt sich vom Ex-AWD-Finanzchef Maschmeyer seinen Urlaub vergünstigen (eine bescheidene kleine Hütte (Foto) übrigens) und verdeutlicht mit der Erklärung "Man kennt sich halt schon lange" letztlich nur, dass man sich schon über Jahre ausschliesslich im Netzwerkorganisierter Kriminalität elitärer Kreise bewegt.
Kreise, deren viel viel grössere Sorge die Einführung sozialgerechter Steuern wäre. Denn schliesslich hätte man ja so gerne noch ein Zweitcabrio.... "Hallo Frau Merkel, könnten sie nicht vielleicht beim Elterngeld noch etwas nach oben umverteilen....?"
Privatisierte Rhön-Klinikkette: Ärzte-Fehler häufen sich
Seitdem die CDU-Landesregierung der Rhön-Aktiengesellschaft vor vier Jahren 90 Prozent der Anteile des Universitätsklinikums Marburg-Gießen verkaufte, hat sich die Qualität der Versorgung massiv verschlechtert. Zeitmangel und hohe Personalfluktuation - die erfahrenen Ärzte verlassen das Rhön-Uniklinikum rasch, da die Arbeitsbedingungen so schlecht sind. Ärztliche Gespräche und körperliche Untersuchungen kämen zu kurz, die Fehlerquote nehme drastisch zu, schreibt die Frankfurter Rundschau.
Aber hey: Wer halt in einem Krankenhaus sogar noch Gewinne zugunsten der Aktionäre und des Vorstandes erwirtschaften will, muss eben an anderen Stellen "optimieren"
Selbstverständlich ist die Privatisierungspolitik natürlich fortzuführen. Schliesslich kann man als Unternehmensberater, Politiker und Banker an solchen Privatisierungsdeals viel viel Geld abkassieren. Darauf kommt es ja schliesslich an. Und nur Linksextremisten, die sich auch nicht durch windige Deals kaufen lassen, würden Privatisierungen von Infrastruktur, Daseinsvorsorge und Sozialsysteme kritisieren.
Wirtschaftsverband: Arbeitnehmer sollten sich im Urlaub fortbilden, statt zu reisen
Dass die Arbeitgeber selber für die Fortbildung ihrer eigenen Mitarbeiter sorgen, ist ja auch sooooowas von aus der Mode...
Ingenieure in Leiharbeit - Ein Erlebnisbericht
Falls immer noch jemand dachte, dass ja Leiharbeiterausbeutung ohnehin nur den Unterschichtenpöbel trifft, für den hat das Nachrichtenportal des VDI möglicherweise Nachdenkliches parat: Geringe Einkommen, kein Kündigungsschutz, mangelnde Fortbildungen und Knebelverträge sind nur einige der Vorwürfe, die Zeitarbeitsunternehmen zur Last gelegt werden. Monika Peters - sie möchte anonym bleiben - wurde nach Abschluss der Ausbildung als Elektronikerin eine Arbeit bei einem Elektrokonzern angeboten. Ihr Arbeitgeber ist allerdings eine Leiharbeitsfirma. In dem Konzern, an den sie ausgeliehen wurde, montiert sie hochwertige Schaltanlagen. Der Stundenlohn beträgt 9,60 Euro, mit Fahrgeld kommt sie netto auf 1150 Euro im Monat - halb so viel wie ihre fest angestellten Kollegen, von denen die meisten angelernt sind. Nicht mehr das Abfangen von Auftragsspitzen oder der Ausgleich kurzfristiger Ausfälle bei Mitarbeitern stehe im Mittelpunkt, sondern die Senkung von Lohnkosten und die Umgehung von Festanstellungen.
Aber keine Sorge, denn Schwarz/Gelb hat schon Änderungen versprochen. Zukünftig sollen sogar befristete Arbeitsverträge unbegrenzt laufen dürfen. Das schafft schliesslich Wohlstand für alle
Arbeitslose leiden überdurchschnittlich an psychischen Problemen
Das Diagramm mit der Entwicklung nach Einführung von Hartz4 sagt alles.
Urteil: Sechs Jahre Haft wegen Hungerlöhnen
Und NEIN - verurteilt wurde natürlich NICHT wegen den Hungerlöhnen von drei Euro die Stunde, sondern (Zitat): Weil er den Staat und die Sozialkassen um mindestens sechs Millionen Euro an Steuern und Abgaben geschädigt habe, muss der frühere Geschäftsführer des Unternehmens (45) für sechs Jahre ins Gefängnis. Seht ihr... hätte er also seine Beute mit dem Staat geteilt und ordnungsgemäss einige Cent Sozialabgaben abgeführt, wäre dem Chef GAR NICHTS passiert! Sieht man ja auch an den Ein-Euro-Jobbern, die man dank sozial- wie christdemokratischer Arbeitsmarktreformen sogar ganz legal ausbeuten darf. Nur die offiziellen Papiere sollte man vorher schon ausfüllen - danach hat dann aber (abgesehen von wenigen Linksextremisten) niemand etwas gegen die industrielle Verwertung des Pöbels einzuwenden.
Und wo die Gewinner solcher Volksverarmungspolitik zu finden sind, steht auch im Bericht. Denn selbstverständlich nagten die Herren Geschäftsführer nicht am Hungertuch, sondern (Zitat): "Sich selbst hatten die Angeklagten monatlich hohe Gehälter genehmigt, die zwischen 9000 und 20 000 Euro lagen."
Ach ja: Ab wann nochmal genau spricht man von einem Unrechtsstaat?
Guido Westerwelle (FDP): Arbeitsmarktentwicklung ist Verdienst der Regierung
Und da hat er sogar Recht. Die Zustände am Arbeitsmarkt sind in der Tat die (wenn auch traurigen) Verdienste der Regierung. Denn dass man nun verstärkt Leiharbeiterausbeutung betreibt (in Thüringen sind z.B. 7.000 der 8.500 neuen Arbeitsstellen reine Leiharbeitsstellen) und diese Beschäftigten für nicht einmal den halben Lohn eines Festangestellten herumscheucht, ist durchaus ein Verdienst dieser Regierung, die "Gleiches Geld für gleiche Arbeit" mit allen Kräften verhindert. Dass der FDP-Vorsitzende darüber stolz und glücklich ist, bedarf keines weiteren Kommentars, oder?
Und ob sich Hetzerwelle auch die anderen Schlagzeilen der letzten Wochen so stolz um den Hals hängen mag...?
Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) will Begrüßungsgeld für ausländische Fachkräfte
Na na na, welch ein obszöner Eingriff in den freien Markt, Herr Brüderle
Lassen sie doch einfach mal "die Wirtschaft machen".... vielleicht ja auch mal über anständige Löhne für Fachkräfte, so wie es in einer Marktwirtschaft eben üblich wäre. Dann kommen entweder deutsche oder auch ausländische Fachkräfte von ganz alleine. Und es bedarf wahrlich keiner staatlichen Subvention, die man dann ohnehin beim Pöbel wieder "sparen" muss. Aber sehr schön, wie die (Ta)Liberalen mal wieder ihre eigene Philosophie maximalstfreier Märkte zur Karikatur werden lassen, wenns der parteispenden-abladenden Wirtschaft nicht in den Kram passt. "Höhere Löhne für Fachkräfte?? Zu Hilfe, Herr Brüderle... tun sie gefälligst etwas dafür, dass wir Millionen an Parteispenden bei ihrer FDP abladen!!" 
Fehlt noch was? Ach ja: Hier eine passende Karikatur. Ansonsten fällt mir zu den ständigen verbalen Anusfrüchten der FDP auch nichts mehr ein.
Trotz 600 Mio Verlust: Ermittlungen gegen WestLB-Vorstände eingestellt
Nein wie überraschend
Nach Loveparade-Tragödie: Adolf kämpft jetzt um seine Pension
Gemeint ist der Adolf der CDU, nämlich der Duisburger Bürgermeister Adolf Sauerland. Und der kämpft nun für seinen ganz persönlichen, anstrengungslosenWohlstand Ruhestand, hart erarbeitet dank 21 getöteter Menschen, könnte man sagen. "Lassen Sie es sich schmecken, Herr Sauerland..."
Schäubles halbherzige Streichung von Ökosteuer-Privilegien - und der Sturm der Konzernlobby
Schöne Ausarbeitung von DIE ZEIT, die hinter die Kulissen schaute.
Hans-Werner Sinn: Rettet die Stromkonzerne, kämpft gegen Windmühlen
Die Zukunftsaussichten für die Atomenergie sind durchweg trostlos: Uralt-Meiler, die immer häufiger havarieren, eine sprichwörtlich kollabierte Endlagerung, vorgestrige Technik, die nicht auf Bedarfsschwankungen reagieren kann, gigantische Gesamtkosten erzeugt und über zehntausende Jahre nachgesorgt werden muss.... und auf der anderen Seite eine saubere und flexibler einsetzbare Konkurrenz mit deutlich geringeren, ja sogar kalkulierbaren Folgekosten.
Aber all das ist vollkommen egal, denn es lässt sich bestimmt noch einIdeologe Idiot finden, der für teures Geld nochmal die bereits mehrfach widerlegten Thesen der "billigen und brückenbauenden" Atomenergie herunterbetet. Nur wen sollte man da nehmen? Vielleicht Leute mit Sinn, weil Verstand hier nur stören würde? Leute mit Sinn für ein üppiges anstrengungsloses Zusatzeinkommen? Einen Hans-Werner Sinn, den neoliberalen Münzlautsprecher und Phrasenautomaten? Weiterlesen...
24 Jahre nach Tschernobyl: Bund zahlte auch 2009 knapp halbe Million wegen Folgeschäden
Das sind übrigens auch so lustige Nebensummen, die natürlich auf keiner Kostenrechnung der angeblich so "sauberen und preiswerten" Atomkraft auftauchen.
Ihre Karriere bei der Bundeswehr: Traumatisiert, vergessen und in Hartz4 abgeschoben
Ich denke mal, der Einleitungstext der linkspazifistischen
FAZ reicht schon als Appetitanreger: Ein Elitesoldat wird in Afghanistan verletzt und als "vorübergehend dienstunfähig" aus der Bundeswehr entlassen. Inzwischen lebt er von Hartz IV und manchmal auch im Wald. Wen kümmerts?
Hoffentlich Allianz versichert: Wie Versicherungen an Waffen und Streubomben verdienen
In der neuen UN-Konvention wird nicht nur "Herstellung, Lagerung und Anwendung" von Streubomben geächtet, sondern auch Investition und Beihilfe. In Deutschland ist das ein Verstoß gegen den Paragraph 20a des Kriegswaffenkontrollgesetzes und kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Doch die Allianz-Versicherung, Deutsche Bank, Commerzbank, die West LB oder auch die Bayerische Landesbank möchten sich profitable Geschäfte im Portfolio nicht entgehen lassen. Weiterlesen...
Und zu guter Letzt:
Falls die Gewerkschaften auch was vom Aufschwung haben wollen...

Download dieser Linksammlung hier (*.doc/*.odt) zum Weiterverteilen per eMail.
--
Ausbeutung im Altersheim: Pflegekräfte packen aus
Na na na.... solche Geschichten liest unsere Regierung aber gar nicht gerne. Ihr Kostentreiber des Gesundheitssystems haltet mal bitte fein eure Fresse, denn sonst hetzt euch Arbeitsdienstministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch mehr Ein-Euro-Jobber auf den Hals. Und nein, nicht zur Unterstützung eurer minderwertigen Arbeit

Tja, Leute: Tarifverträge? Betriebsrat? Oder gar drastische Strafen gegen die Pflegeheim-Betreiber wegen Verstosses gegen Gesetze und Menschenwürde? Selten so gelacht. Wir leben schliesslich nicht in einem Unrechtsstaat, sondern freuen uns sogar über den Facettenreichtum des real existierenden Kapitalismus. Der Pöbel gerät zwar immer mehr unter die Räder, aber immerhin die obersten 10 Prozent können sich dank ihrer Interessenvertreter in der Politik die Taschen stopfen. "Freie Märkte regeln sich eben selbst am besten." Deshalb fördern wir sogar noch die Deregulierung und Privatisierung. Das bringt schliesslich mehr Wohlstand

Und während möglichst steuerfreie und unlimitierte Managergehälter natürlich unbedingt nötig sind, weil diese ansonsten ins Ausland gehen und Deutschland zusammenbricht, muss man menschenwürdige Bedingungen und Entlohnungen bei Pflegekräften natürlich verhindern. Stattdessen gibt es dann ja den Bürgerarbeitsdient, für 900 Euro brutto im Monat, wo man hervorragend Langzeitarbeitslose hineinprügelt. Das bisschen Abfüttern und Abkärchern des ausrangierten Althumankapitals kann schliesslich jeder, so der Hintergedanke christdemokratischer Politik. Und solche Gesetze benennt unsere Premiumpresse dann als Beispiele für eine sozialdemokratisierte CDU. Manchmal frage ich mich, ob es eine Grundbedingung ist, als "Qualitätsjournalist" eine Gehirnentkernung vorweisen zu können.
Aber erneut ein schönes Beispiel dafür, wie sich angeblich soziale Parteien wie CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE nach Kräften für die Hochfinanz einsetzen und jederzeit Milliarden um sich schmeissen, während bei den Menschen und Pflegebedürftigen jeder Cent "gespart" werden muss. Aber wer will es ihnen verdenken? Der elitäre Zirkel, von denen sich die schwarzgelbrotgrünen Politmarionetten aushalten lassen, sind allesamt gut abgesichert. Unser Bundespräsident dritter Wahl, Christian Wulff lässt sich vom Ex-AWD-Finanzchef Maschmeyer seinen Urlaub vergünstigen (eine bescheidene kleine Hütte (Foto) übrigens) und verdeutlicht mit der Erklärung "Man kennt sich halt schon lange" letztlich nur, dass man sich schon über Jahre ausschliesslich im Netzwerk
Kreise, deren viel viel grössere Sorge die Einführung sozialgerechter Steuern wäre. Denn schliesslich hätte man ja so gerne noch ein Zweitcabrio.... "Hallo Frau Merkel, könnten sie nicht vielleicht beim Elterngeld noch etwas nach oben umverteilen....?"
Privatisierte Rhön-Klinikkette: Ärzte-Fehler häufen sich
Seitdem die CDU-Landesregierung der Rhön-Aktiengesellschaft vor vier Jahren 90 Prozent der Anteile des Universitätsklinikums Marburg-Gießen verkaufte, hat sich die Qualität der Versorgung massiv verschlechtert. Zeitmangel und hohe Personalfluktuation - die erfahrenen Ärzte verlassen das Rhön-Uniklinikum rasch, da die Arbeitsbedingungen so schlecht sind. Ärztliche Gespräche und körperliche Untersuchungen kämen zu kurz, die Fehlerquote nehme drastisch zu, schreibt die Frankfurter Rundschau.
Aber hey: Wer halt in einem Krankenhaus sogar noch Gewinne zugunsten der Aktionäre und des Vorstandes erwirtschaften will, muss eben an anderen Stellen "optimieren"

Selbstverständlich ist die Privatisierungspolitik natürlich fortzuführen. Schliesslich kann man als Unternehmensberater, Politiker und Banker an solchen Privatisierungsdeals viel viel Geld abkassieren. Darauf kommt es ja schliesslich an. Und nur Linksextremisten, die sich auch nicht durch windige Deals kaufen lassen, würden Privatisierungen von Infrastruktur, Daseinsvorsorge und Sozialsysteme kritisieren.
Wirtschaftsverband: Arbeitnehmer sollten sich im Urlaub fortbilden, statt zu reisen
Dass die Arbeitgeber selber für die Fortbildung ihrer eigenen Mitarbeiter sorgen, ist ja auch sooooowas von aus der Mode...
Ingenieure in Leiharbeit - Ein Erlebnisbericht
Falls immer noch jemand dachte, dass ja Leiharbeiterausbeutung ohnehin nur den Unterschichtenpöbel trifft, für den hat das Nachrichtenportal des VDI möglicherweise Nachdenkliches parat: Geringe Einkommen, kein Kündigungsschutz, mangelnde Fortbildungen und Knebelverträge sind nur einige der Vorwürfe, die Zeitarbeitsunternehmen zur Last gelegt werden. Monika Peters - sie möchte anonym bleiben - wurde nach Abschluss der Ausbildung als Elektronikerin eine Arbeit bei einem Elektrokonzern angeboten. Ihr Arbeitgeber ist allerdings eine Leiharbeitsfirma. In dem Konzern, an den sie ausgeliehen wurde, montiert sie hochwertige Schaltanlagen. Der Stundenlohn beträgt 9,60 Euro, mit Fahrgeld kommt sie netto auf 1150 Euro im Monat - halb so viel wie ihre fest angestellten Kollegen, von denen die meisten angelernt sind. Nicht mehr das Abfangen von Auftragsspitzen oder der Ausgleich kurzfristiger Ausfälle bei Mitarbeitern stehe im Mittelpunkt, sondern die Senkung von Lohnkosten und die Umgehung von Festanstellungen.
Aber keine Sorge, denn Schwarz/Gelb hat schon Änderungen versprochen. Zukünftig sollen sogar befristete Arbeitsverträge unbegrenzt laufen dürfen. Das schafft schliesslich Wohlstand für alle

Arbeitslose leiden überdurchschnittlich an psychischen Problemen
Das Diagramm mit der Entwicklung nach Einführung von Hartz4 sagt alles.
Urteil: Sechs Jahre Haft wegen Hungerlöhnen
Und NEIN - verurteilt wurde natürlich NICHT wegen den Hungerlöhnen von drei Euro die Stunde, sondern (Zitat): Weil er den Staat und die Sozialkassen um mindestens sechs Millionen Euro an Steuern und Abgaben geschädigt habe, muss der frühere Geschäftsführer des Unternehmens (45) für sechs Jahre ins Gefängnis. Seht ihr... hätte er also seine Beute mit dem Staat geteilt und ordnungsgemäss einige Cent Sozialabgaben abgeführt, wäre dem Chef GAR NICHTS passiert! Sieht man ja auch an den Ein-Euro-Jobbern, die man dank sozial- wie christdemokratischer Arbeitsmarktreformen sogar ganz legal ausbeuten darf. Nur die offiziellen Papiere sollte man vorher schon ausfüllen - danach hat dann aber (abgesehen von wenigen Linksextremisten) niemand etwas gegen die industrielle Verwertung des Pöbels einzuwenden.
Und wo die Gewinner solcher Volksverarmungspolitik zu finden sind, steht auch im Bericht. Denn selbstverständlich nagten die Herren Geschäftsführer nicht am Hungertuch, sondern (Zitat): "Sich selbst hatten die Angeklagten monatlich hohe Gehälter genehmigt, die zwischen 9000 und 20 000 Euro lagen."
Ach ja: Ab wann nochmal genau spricht man von einem Unrechtsstaat?
Guido Westerwelle (FDP): Arbeitsmarktentwicklung ist Verdienst der Regierung
Und da hat er sogar Recht. Die Zustände am Arbeitsmarkt sind in der Tat die (wenn auch traurigen) Verdienste der Regierung. Denn dass man nun verstärkt Leiharbeiterausbeutung betreibt (in Thüringen sind z.B. 7.000 der 8.500 neuen Arbeitsstellen reine Leiharbeitsstellen) und diese Beschäftigten für nicht einmal den halben Lohn eines Festangestellten herumscheucht, ist durchaus ein Verdienst dieser Regierung, die "Gleiches Geld für gleiche Arbeit" mit allen Kräften verhindert. Dass der FDP-Vorsitzende darüber stolz und glücklich ist, bedarf keines weiteren Kommentars, oder?
Und ob sich Hetzerwelle auch die anderen Schlagzeilen der letzten Wochen so stolz um den Hals hängen mag...?
Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) will Begrüßungsgeld für ausländische Fachkräfte
Na na na, welch ein obszöner Eingriff in den freien Markt, Herr Brüderle
Lassen sie doch einfach mal "die Wirtschaft machen".... vielleicht ja auch mal über anständige Löhne für Fachkräfte, so wie es in einer Marktwirtschaft eben üblich wäre. Dann kommen entweder deutsche oder auch ausländische Fachkräfte von ganz alleine. Und es bedarf wahrlich keiner staatlichen Subvention, die man dann ohnehin beim Pöbel wieder "sparen" muss. Aber sehr schön, wie die (Ta)Liberalen mal wieder ihre eigene Philosophie maximalstfreier Märkte zur Karikatur werden lassen, wenns der parteispenden-abladenden Wirtschaft nicht in den Kram passt. "Höhere Löhne für Fachkräfte?? Zu Hilfe, Herr Brüderle... tun sie gefälligst etwas dafür, dass wir Millionen an Parteispenden bei ihrer FDP abladen!!" 
Fehlt noch was? Ach ja: Hier eine passende Karikatur. Ansonsten fällt mir zu den ständigen verbalen Anusfrüchten der FDP auch nichts mehr ein.
Trotz 600 Mio Verlust: Ermittlungen gegen WestLB-Vorstände eingestellt
Nein wie überraschend

Nach Loveparade-Tragödie: Adolf kämpft jetzt um seine Pension
Gemeint ist der Adolf der CDU, nämlich der Duisburger Bürgermeister Adolf Sauerland. Und der kämpft nun für seinen ganz persönlichen, anstrengungslosen
Schäubles halbherzige Streichung von Ökosteuer-Privilegien - und der Sturm der Konzernlobby
Schöne Ausarbeitung von DIE ZEIT, die hinter die Kulissen schaute.
Hans-Werner Sinn: Rettet die Stromkonzerne, kämpft gegen Windmühlen
Die Zukunftsaussichten für die Atomenergie sind durchweg trostlos: Uralt-Meiler, die immer häufiger havarieren, eine sprichwörtlich kollabierte Endlagerung, vorgestrige Technik, die nicht auf Bedarfsschwankungen reagieren kann, gigantische Gesamtkosten erzeugt und über zehntausende Jahre nachgesorgt werden muss.... und auf der anderen Seite eine saubere und flexibler einsetzbare Konkurrenz mit deutlich geringeren, ja sogar kalkulierbaren Folgekosten.
Aber all das ist vollkommen egal, denn es lässt sich bestimmt noch ein
24 Jahre nach Tschernobyl: Bund zahlte auch 2009 knapp halbe Million wegen Folgeschäden
Das sind übrigens auch so lustige Nebensummen, die natürlich auf keiner Kostenrechnung der angeblich so "sauberen und preiswerten" Atomkraft auftauchen.
Ihre Karriere bei der Bundeswehr: Traumatisiert, vergessen und in Hartz4 abgeschoben
Ich denke mal, der Einleitungstext der linkspazifistischen
FAZ reicht schon als Appetitanreger: Ein Elitesoldat wird in Afghanistan verletzt und als "vorübergehend dienstunfähig" aus der Bundeswehr entlassen. Inzwischen lebt er von Hartz IV und manchmal auch im Wald. Wen kümmerts?Hoffentlich Allianz versichert: Wie Versicherungen an Waffen und Streubomben verdienen
In der neuen UN-Konvention wird nicht nur "Herstellung, Lagerung und Anwendung" von Streubomben geächtet, sondern auch Investition und Beihilfe. In Deutschland ist das ein Verstoß gegen den Paragraph 20a des Kriegswaffenkontrollgesetzes und kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden. Doch die Allianz-Versicherung, Deutsche Bank, Commerzbank, die West LB oder auch die Bayerische Landesbank möchten sich profitable Geschäfte im Portfolio nicht entgehen lassen. Weiterlesen...
Und zu guter Letzt:
Falls die Gewerkschaften auch was vom Aufschwung haben wollen...

Tags für diesen Artikel: adolf sauerland, allianz, altersheim, atomausstieg, ausbeutung, brüderle, bundeswehr, gewerkschaften, guido westerwelle, hans-werner sinn, hungerlohn, ingenieure, leiharbeit, loveparade, ökosteuer, pflege, pflegeheim, privatisierung, rhön, satire, streumunition, traumatisierte soldaten, tschernobyl, weiterbildung, west-lb, wirtschaftslobby, wolfgang schäuble, zeitarbeit
Artikel mit ähnlichen Themen:
Trackbacks
Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram. am
08/10/10 um 09:17
Gewinnmaximierung im Krankenhaus- auf dem Rücken der Pflegekräfte.
Natürlich müssen auch Kliniken wirtschaften und haushalten in diesen unrosigen Tagen. Die meisten Kliniken dürfen allerdings keinen richtigen Gewinn erzielen- wenn sie gemeinnützig sind. Daneben... ...
Natürlich müssen auch Kliniken wirtschaften und haushalten in diesen unrosigen Tagen. Die meisten Kliniken dürfen allerdings keinen richtigen Gewinn erzielen- wenn sie gemeinnützig sind. Daneben... ...



















Aus dem Schweizerischen Arbeitsrecht:
"Ferien und Feiertage: Ferienarbeit verboten
Erholung obligatorisch
Mit dem Recht auf Ferien hat der Gesetzgeber auch die Pflicht zur Erholung verordnet. (...)
Ferien dürfen auch nicht dazu dienen, das Einkommen aufzustocken und in der Erholungszeit einen Job anzunehmen. Erfährt der Arbeitgeber von solcher Schwarzarbeit, kann er - unter Umständen - das Gehalt für die entsprechende Zeit zurückfordern und allenfalls sogar eine fristlose Kündigung aussprechen."
http://syndikat.ch/navi8/detail265/
Wie praktisch für die Arbeitgeber: Es es soll also eine Pflicht zur Pflichtverletzung gegenüber dem Arbeitgeber bestehen: Pflicht zu anstrengender Fortbildung im Sinne von marktwertsteigernder, also den Arbeitgeber tendenziell betrügenden Arbeit an sich selbst im Widerspruch zur gleichzeitig gegebenen Pflicht auf Erholung?
Wie praktisch für die Arbeitgeber, dann braucht ja der Lohn während des Urlaubs grundsätzlich nicht mehr ausbezahlt zu werden, und fristlose Kündigungen können als Regelfall jederzeit ausgesprochen werden...