Manchmal sind die Totholzmedien doch eine gute Quelle. So findet sich in den Leserbriefseiten der
Mainpost ein Leserbrief von Roland Vogt. Leider war es nicht möglich, Herrn Vogt um Zustimmung zur kompletten Veröffentlichung auf Duckhome zu befragen, so dass unbedingt zu empfehlen ist, dass sich die Leser private Kopien des Textes anlegen, bevor er verschwindet.
Roland Vogt führt eine scharfe Klinge:
Die Rentengarantie ist gar nicht von Nöten. Sobald der Staat die seit 53 Jahren geübte zweckfremde Verwendung von Rentenbeiträgen für Steuer relevante Kosten in Höhe von 652 Milliarden Euro zuzüglich möglicher Kapitalertrag von 971 Milliarden Euro erschließt ein Schuldpaket des Staates zu der Rentenkasse in Höhe von 1 Billion 623 Milliarden 583 Millionen Euro Stand 31.12.2008. Dem gegenüber steht eine magere Sicherheitsreserve von 16,2 MIA. EUR für angegebenen monatlichen Auszahlungsbedarf. Die Rentnergemeinschaft kann damit leben, dass jährlich mögliche 5 Prozent Kapitalertrag, nach unten abgerundet 81 Milliarden Euro, an die Rentenkasse abgeführt wird. Immerhin behaupteten unsere Mitarbeiter hier Bundestagsabgeordnete wie Herr Gabriel SPD, Herr Schiewerling CDU, Frau Bundeskanzlerin Merkel wissentlich wahrheitswidrig für 2007 78 MIA. EUR für 2008 80 MIA. EUR und für 2009 81 MIA. EUR aus dem Steuersäckel in die Rentenkasse eingezahlt werden mussten, damit die Renten ausgezahlt werden konnten. Dabei hatten die gesetzlich zwangsversicherten Erwerbstätigen ihren Vertrag "soviel Beitragszahlungen zu erwirtschaften resp. an die Rentenkasse abzuführen, dass der Auszahlungsbedarf für Rentnerinnen und Rentner gedeckt ist" mehr als erfüllt. Die Beitragszahlungen lt. Medienberichten waren für 2007 3,6 MIA. EUR – für 2008 15,4 und für 2009 200,2 MIO. EUR höher als die jeweiligen Auszahlungsbedarfe.
Duckhome kann die genannten Zahlen nicht nachvollziehen. Aber angesichts der ständigen Umlastung von Kosten der Gemeinschaft, auf Kosten der Arbeitnehmer, scheinen die Zahlen eher untertrieben. So zahlen alleine die Arbeitnehmer die Rentenkosten der Wiedervereinigung . Die Herrschaften vom Kapital die den Gewinn hatten, beteiligen sich wie immer nicht an den Kosten.
*Kleine Berichtigung*: Die Arbeitnehmer haben in der aktiven Zeit damit nichts zu tun.
Der Rentnenbeitrag ist seit Jahren eine feste Größe, aber die Renten wurden je nach politischer Willkür zur variablen Größe.
Seit der Wiedervereinigung gab es immerhin schon 10 Nullrunden. Natürlich ist jede Null- oder Minirunde, eine Kürzung der späteren Renten für die jetzigen Arbeitnehmer.
Darum sollten sich die heutigen Beitragszahler aus Eigennutz unbedingt mit den Rentnern solidarisch erklären*.
Auch der Gleichbehandlungsgrundsatz befindet sich in einer riskanten Schieflage. Die Pensionen werden mit den Besoldungen 1:1 angehoben, während die Renten sich dem Existenzminimum nähern, obwohl ausreichend Beiträge eingenommen werden.
Die beitragsfremden Entnahmen belasten die Rentenversicherung.
Fragen wir doch mal Frau Merkel, aus welchem Topf die Millionenspenden kommen, die z.B. im Moment für Pakistanhilfe gedacht ist? Wenn die Regierung behauptet, dass der Haushalt keine Rentenerhöhung zulässt, dann kann der Haushalt schon gar keine Spenden zulassen. Nicht für Abwrackprämien, nicht für Stützungsfonds, natürlich auch nicht für Banken und schon überhaupt nicht für andere Länder, solange in Deutschland große Bevölkerungsteile in Armut leben und der Lohn für Arbeit nicht mal mehr die Lebenshaltungkosten decken.
Nun zu dem Leserbrief von Herrn Vogt: Seine Angaben und Zahlen sind belegbar und stimmen. Dazu können Sie alle unter www.bohrwurm.net, www.rentenreform-alternative.de und info@adg-ev.de die Angaben bestätigt bekommen. Außerdem werden noch viele weitere Rentenirrtümer aufgedeckt.
"Von der Demografie ist unsere Altersversorgung kaum bedroht, von der Politik dagegen sehr wohl"* von Welzk in Cicero 8/2010
Fakt ist das seit 1960 die Renten durchgängig im derzeitigen Umlageverfahren 20% niedriger hätten liegen müssen.
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_45396/DRV/de/Navigation/Deutsche__RV/Finanzen/Kennzahlen__Rechengroe_C3_9Fen/entwicklung__bundeszuschuss__node.html__nnn=true
Fehler des Umlageverfahrens:
Beamte, Politiker, Selbstständige, HIV zahlen eben nicht ein
Grund der Schieflage: WIR LEBEN UNTER UNSEREN VERHÄLTNISSEN löhne rauf scheiss auf den export
Irgenwo gibt es auch einen öffentlichen Finanzbericht der DRV.
Das Argument mit den "versicherungsfremden Ostrenten" kann es auch nicht sein da für die "teuren" Ostrentner nach dem Umlageverfahren die "billigen" Ostarbeiter (losen) hinzugekommen sind. Die DRV ist keine Versicherung in der man anspart, daher ist die Okkupation des Ostens kostenneutral gewesen.
Es wäre also erforderlich gewesen der Rentenkasse einen jährlichen Zuschuss zu zahlen, der diesen Fehler ausgleicht. Das geschah eben nicht. So haben die westdeutschen Arbeitnehmer und Renter wie auch die ostdeutschen Arbeitnehmer die noch Arbeit fanden die Wiedervereinigung bezahlt.
Ich verstehe nicht, dass diese Unterscheidung immer noch präsent ist. Sämtliche Statistiken kehren diesen Unterschied immer wieder heraus. Fast täglich in irgendwelchen Medienberichten taucht die Unterscheidung immer wieder auf. Es ist zum Haareraufen. Ich glaube, dass dieses gegeneinander aufhetzen politisch gewollt ist. So verbünden sich eben nicht alle Rentner, alle Raucher und Nichtraucher, sowie alle Dicken und alle Dünnen miteinander. Es wird bewusst ein Keil dazwischen getrieben. Aber nicht nur bei Ost und West, sondern bei Arbeitnehmern und Beamten und bei Jungen und den Alten, bei Kindern und Eltern, bei Schülern und Lehrern usw. usw. wird die Hetze zur Schwächung der Gemeinschaft eingesetzt. Lasst Euch nicht für diese schäbige Politik missbrauchen.
Das Schlimmste was einer Regierung wiederfährt, ist ein Volk, dass gemeinsam gegen deren Politik antritt. Darüber sollte jeder nachdenken, bevor er sich über die andere Gruppe aufregt.
ganz recht - seit 1957 gibt´s keinen "Juliusturm" mehr; es ging schon vor der ganzfalsch "Wiedervereinigung" genannten deutschdeutschen Staats"vereinigung" in den 1980er los mit der Hereinholung von inzwishen ca. 4 Millionen "Volksdeutschen" aus Polen, der UdSSS/Kasachstan etc., welche im Gegensatz zu "den Ossies", die wenn auch nur indirekt & wenig, keinen Pfennig in irgendein Sozialversicherungssytem einzahlten.
Mal ´ne Zahl zur Verdeutlichung: "Eckrentner" West heuer = etwa 1.070 Euro brutto monatlich.
Das war Kohl/Blüm´sche Politik unterm Leitspruch Blüm (1986): DIE RENTEN SIND SICHER
Wie anders als als Lüge, Betrug, Verdummung ist das bitte zu bezeichnen?
Du sagst es!
Du hast es auf den Punkt gebracht.
Wenn allerdings die Einwände von Jochen berücksichtigt würden, dann ginge es den Rentnern entsprechend ihrer Lebensarbeitsleistung sehr gut und es wäre auch noch eine reichliche Reserve aufgebaut worden, die den nachrückenden Arbeitnehmern (spätere Rentner) eine angemessene Rente gesichert hätte.
Das alles haben unsere sogen. Volksvertreter mit Unterstützung der Versicherungslobby zertreten. Sie haben unsere Renten verscherbelt. Daran ist nun wirklich nichts schön zu reden.
Eckrentner ist die plakative Bezeichnung für eine Person mit einer für statistische Vergleichszwecke angenommenen modellhaften Rentenbiografie. Der Eckrentner hat die Regelaltersgrenze erreicht und 45 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung jeweils in Höhe des Beitrags für ein Durchschnittsentgelt gezahlt.
Die Eckrente oder auch Standardrente ist die Altersrente, die der Eckrentner mit dieser Beitragsleistung erworben hat. Die Eckrente wird zur Ermittlung des sogenannten ‚Rentenniveaus‘ herangezogen, indem die Eckrente mit dem Einkommen eines Durchschnittsverdieners in Beziehung gesetzt wird. Auf diese Weise wird angegeben, wie viel Prozent des Durchschnittseinkommens aller Versicherten dem Eckrentner als Rente zur Verfügung stehen.
Vielfach wird der Eckrentner fälschlich als Durchschnittsrentner dargestellt. Die Durchschnittsrente ist niedriger als die Eckrente. Während die Netto-Eckrente in der allgemeinen Rentenversicherung vor Steuern im Jahr 2008 in Deutschland insgesamt bei 1.071 Euro lag, betrug der durchschnittliche Zahlbetrag der Altersrenten in Westdeutschland 697 Euro (Männer 970 Euro, Frauen 473 Euro), in den neuen Bundesländern 826 Euro (1.044 Euro für Männer bzw. 676 Euro für Frauen). [Wobei von diesen "Netto"renten noch Pflichtbeiträge zu Kranken/Pflegeversicherung der Rentner abgezogen werden.]
(Das ist´n Sachinfo und damit das Gegenteil zahlreicher auch hier nur rasch rausgekotzter Meinungen, die meist eh nur Vorurteile sind ...)
AK 8.8.2010
Solange die GRV als Selbstbedienungsladen für Politik und Wirstchaft mit Billigung des BVG,
missbraucht werden kann und die Beiträge und deren Verwendung keiner glasklaren Buchhaltung unterliegen, wird sich nichts ändern und die Zerstörung der GRV wird zu Gunsten der Versicherungs- und Finanzdiesntleister weiter demontiert.
die Aktion Demokratische Gemeinschaft aus München hat dazu die Fakten seit 1957 gesammelt und dokumentiert.
Die Beiträge der GRV haben immer Begehrlichkeiten der Politik und Wirtschaft geweckt, die gnadenlos zu Lasten der Einzahler und Rentner durchgesetzt wurden.
die Daten der DRV sind mit Vorsicht zu genießen, da sie nur einen Teil, den offiziellen darstellen.
Eine transparente, nachvollziehbare Buchhaltung über Einnahmen und vor allem Ausgaben, die den Beitragszahlern geschuldet sind, findet nicht statt.
Wer noch alte, gesammelte Werke, Zahlen von der DRV hat, wird sich wundern, wie sich die öffentliche Darstellung geändert hat.
Aber wie Anna schon bemerkt, diese Seiten hier geben weiter Aufschluss:
www.adg-ev.de/buchempfehlungParent.htm
www.forum-renten.de/
www.altersdiskriminierung.de/magazin/artikel.php?id=3460
www.rentenreform-alternative.de/index2.htm
Auch im Spiegel-Forum gibt es eine sehr rege, kontroverse Diskussion ab Seite 112:
forum.spiegel.de/showthread.php?t=9544&page=212
Herr Lange:
schon 900 Millarden ? eher 700?
hier ist doch eine grafische Darstellung:
DGB-unterstuetzt-Propaganda-fuer-den-Riesterrentenbetrug