< Aufgelesen und kommentiert 2010-08-09 | Der politische Abenteurer Westerwelle kritisiert Abenteuerurlauber >
Es gibt keinen ehrlichen Reichtum
Eine der ältesten Propagandalügen ist die Lüge von der hohen Steuerlast der Reichen. Da es überall auf der Welt einen verstärkten Druck aus der Bevölkerung gibt, die Reichen für das was sie der Weltwirtschaft und dem Finanzsystem in ihrer wilden und wahnsinnigen Gier angetan haben zu bestrafen, haben sich ein paar Milliardäre in den USA schon bereit erklärt große Teile ihres Vermögens zu spenden. Allerdings haben sie nicht gesagt wohin. Wahrscheinlich frönen sie mit dieser Art von Mäzenatentum wieder nur ihre eigenen Interessen.
In Deutschland sieht man die bösen Auswirkungen solcher Stiftungen ja jederzeit an der Bertelsmannstiftung, die nur dazu dient die Reichen noch reicher zu machen und die Armen, aber auch die ganz normalen Bürger von Bildung und Teilhabe auszuschließen und letztendlich die Demokratie zu zerstören. Solche gemeinnützigen Stiftungen hat Deutschland in einer großer Anzahl. Alle sind nur gemeine und unnütze Steuersparmodelle für Superreiche. Den Menschen bringen sie nichts, außer neuer Bedrängniss.
Aber noch einmal zurück zur Steuerlüge. Die Bildzeitung aus der Springerhetzpresse behauptete:
Ja, das ist die bekannte alte Lüge. Die Nachdenkseiten haben diese altbekannte Propagandalüge heute noch einmal eindrucksvoll widerlegt. Aber das geschah schon hunderte von Malen, nützt jedoch nichts, weil die gleichgeschaltete Systempresse und die nur zu Propagandazwecken genutzen öffentlich Unrechten, sie einfach immer wiederholen.
Wahr ist, dass. das oberste Zehntel der Einkommensbezieher 54,4 Prozent der Einkommensteuer bezahlt. Noch gemeiner ist nur die Sektsteuer, bei der die Sekttrinker 100 Prozent der Steuer ganz alleine bezahlen müssen. Denn nur wer Sekt trinkt, bezahlt die Steuer dafür.
Genauso ist es mit der Einkommenssteuer. Sie setzt Einkommen voraus. Die oberen 10 Prozent der Einkommensteuerpflichtigen haben einen Anteil von 37,9 Prozent am Einkommen und 61,1 Prozent am Deutschen Gesamtvermögen. Tatsächlich zahlen sie auch nicht einmal einen kleinen Teil ihrer eigentlichen Steuerpflicht, da Millionen von Ausnahmetatbeständen es ihnen und ihren Steuerberatern erlauben sich von der Steuerlast zu befreien.
Übrigends beträgt der Anteil der veranschlagten Einkommensteuer am Steueraufkommen mal gerade 4,7 Prozent, während die Lohnsteuer 24,5 Prozent des Steueraufkommens ausmacht. Die größte Steuerlast tragen die Arbeitnehmer, die kleinen Selbständigen und die Kleinunternehmen. Die Reichen leben nur als Parasiten vom Staat und das haben sie immer getan.
Reichtum gibt es nur durch Kriminalität und Betrug. In Deutschland gibt es nur wenige Unternehmer die ihr Geld mit anständiger Arbeit und anständigem Verhalten gemacht haben. Meist wurden sie aber bald vom alten Geld ruiniert. Wer wirklich durch Arbeit reich geworden ist, dem sei sein Vermögen mehr als gegönnt. Ihm selbst, aber nicht seinen Erben, die ja nichts dazu beigetragen haben.
Es geht auch nicht um das angebliche Vermögen, das in inhabergeführten Unternehmen steckt, oder Omas Häuschen. Es geht um das alte Geld. Das stammt zum Teil nämlich noch aus der Rechtlosigkeit. Als die deutschen Fürsten und Fürstbischöfe das Volk bis aufs Blut auspressten. Daher kommt das Geld all dieser von Ungerecht und zu Betrug.
Es stammt aus den Kriegsgewinnen für die Deutschland zweimal einen Weltkrieg und viele Einzelkriege geführt hat. Die Waffenhändler und Lieferanten von schlechter Nahrung haben aus dem Blut von Millionen ihre Milliarden gemacht. Dem einfachen Volk wurde alles genommen.
Das Geld kommt aus den Gewinnen der Arisierung, aus Diebstahl in besetzten Ländern und auch noch aus Deutschland Kolonialzeit. Ja selbst aus den Währungsreformen haben sie ihre Gewinne gemacht. Es ist schmutziges und blutiges Geld. Es stammt aber auch aus den Willkürentscheidungen der Allierten, die, um auch weiterhin Varta-Batterien zu bekommen, Leute wie Quandt nicht enteigneten sondern entnazifizierten. Das Geld des Kriegsverbrechers Quandt das Susanne Klatten erbte, hat dazu geführt, das Frau Klatten große Teile an BMW und praktisch den Gesamtkonzern Altana besitzt.
Dieser Reichtum ist ein ein Reichtum aus Diebstahl und Mord. Durch nichts zu rechtfertigen. Genau wie der Reichtum von Liz Mohn und Friede Springer. Diese Namensliste lässt sich beliebig verlängern. Das schlimmste aber ist, das bis heute dieser illegale Reichtum ständig anwächst, weil diese Erben zwar das Land und die Infrastruktur nützen, aber sich nicht an deren Kosten beteiligen.
Die einzigen echten Kosten die da entstehen, sind die Kosten für gekaufte Politiker. Bertelsmann liefert da schöne Beispiele, bei anderen ist nur wenig bekannt, was aber auch nichts bedeutet, da man die Auswirkungen solcher Bestechungen sehen kann.
Um das teilweise Jahrhunderte alte Unrecht zumindest ansatzweise wieder gut zu machen ist es also erforderlich über eine hohe Vermögenssteuer diese unrechten Reichtümer abzuschmelzen. Selbstverständlich ist eine 50 prozentige Erbschaftssteuer notwendig, die sich auf alle Erbschaften erstreckt. Je Erbberechtigten kann eine Schutzgrenze von 500.000 Euro für Gerechtigkeit sorgen.
Am wichtigsten aber ist es die Kosten der Arbeit zu entlasten. Deshalb müssen auch die Superreichen an den Kosten der von ihnen verursachten Arbeitslosigkeit und der Krankheiten beteiligt werden. Deshalb ist es sinnvoll, das alle natürlichen und juristischen Personen sowohl in die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung mit prozentual gleichen Beiträgen einzahlen müssen, dafür aber die Arbeitgeberbeiträge entfallen.
Wer sagt, das juristische Personen keinen Nutzen aus dieser Regelung ziehen würden und sie deshalb ungerecht sei, der verkennt, dass gerade die juristischen Personen, also die Firmen zwar die Bereitstellung von gesunden und gut ausgebildeten Arbeitnehmern verlangen, aber nichts dazu beitragen wollen.
Die Staatschulden könnten bei gerechter Besteuerung der Reichen zurückgeführt werden und der Binnenkonsum ließe sich ankurbeln, da die Arbeitnehmer wirklich mehr Geld in der Tasche hätten.
Aber noch einmal zurück zur Steuerlüge. Die Bildzeitung aus der Springerhetzpresse behauptete:
REICHE ZAHLEN: Weil die Steuerbelastung in Deutschland mit steigendem Einkommen stark zunimmt, finanzieren die Reichen bei uns den Sozialstaat über Steuern und Abgaben. Das oberste Zehntel der Einkommensbezieher zahlt 55 % des gesamten Steueraufkommens, das letzte Prozent der Superreichen finanziert alleine 22,2 %.
Ja, das ist die bekannte alte Lüge. Die Nachdenkseiten haben diese altbekannte Propagandalüge heute noch einmal eindrucksvoll widerlegt. Aber das geschah schon hunderte von Malen, nützt jedoch nichts, weil die gleichgeschaltete Systempresse und die nur zu Propagandazwecken genutzen öffentlich Unrechten, sie einfach immer wiederholen.
Wahr ist, dass. das oberste Zehntel der Einkommensbezieher 54,4 Prozent der Einkommensteuer bezahlt. Noch gemeiner ist nur die Sektsteuer, bei der die Sekttrinker 100 Prozent der Steuer ganz alleine bezahlen müssen. Denn nur wer Sekt trinkt, bezahlt die Steuer dafür.
Genauso ist es mit der Einkommenssteuer. Sie setzt Einkommen voraus. Die oberen 10 Prozent der Einkommensteuerpflichtigen haben einen Anteil von 37,9 Prozent am Einkommen und 61,1 Prozent am Deutschen Gesamtvermögen. Tatsächlich zahlen sie auch nicht einmal einen kleinen Teil ihrer eigentlichen Steuerpflicht, da Millionen von Ausnahmetatbeständen es ihnen und ihren Steuerberatern erlauben sich von der Steuerlast zu befreien.
Übrigends beträgt der Anteil der veranschlagten Einkommensteuer am Steueraufkommen mal gerade 4,7 Prozent, während die Lohnsteuer 24,5 Prozent des Steueraufkommens ausmacht. Die größte Steuerlast tragen die Arbeitnehmer, die kleinen Selbständigen und die Kleinunternehmen. Die Reichen leben nur als Parasiten vom Staat und das haben sie immer getan.
Reichtum gibt es nur durch Kriminalität und Betrug. In Deutschland gibt es nur wenige Unternehmer die ihr Geld mit anständiger Arbeit und anständigem Verhalten gemacht haben. Meist wurden sie aber bald vom alten Geld ruiniert. Wer wirklich durch Arbeit reich geworden ist, dem sei sein Vermögen mehr als gegönnt. Ihm selbst, aber nicht seinen Erben, die ja nichts dazu beigetragen haben.
Es geht auch nicht um das angebliche Vermögen, das in inhabergeführten Unternehmen steckt, oder Omas Häuschen. Es geht um das alte Geld. Das stammt zum Teil nämlich noch aus der Rechtlosigkeit. Als die deutschen Fürsten und Fürstbischöfe das Volk bis aufs Blut auspressten. Daher kommt das Geld all dieser von Ungerecht und zu Betrug.
Es stammt aus den Kriegsgewinnen für die Deutschland zweimal einen Weltkrieg und viele Einzelkriege geführt hat. Die Waffenhändler und Lieferanten von schlechter Nahrung haben aus dem Blut von Millionen ihre Milliarden gemacht. Dem einfachen Volk wurde alles genommen.
Das Geld kommt aus den Gewinnen der Arisierung, aus Diebstahl in besetzten Ländern und auch noch aus Deutschland Kolonialzeit. Ja selbst aus den Währungsreformen haben sie ihre Gewinne gemacht. Es ist schmutziges und blutiges Geld. Es stammt aber auch aus den Willkürentscheidungen der Allierten, die, um auch weiterhin Varta-Batterien zu bekommen, Leute wie Quandt nicht enteigneten sondern entnazifizierten. Das Geld des Kriegsverbrechers Quandt das Susanne Klatten erbte, hat dazu geführt, das Frau Klatten große Teile an BMW und praktisch den Gesamtkonzern Altana besitzt.
Dieser Reichtum ist ein ein Reichtum aus Diebstahl und Mord. Durch nichts zu rechtfertigen. Genau wie der Reichtum von Liz Mohn und Friede Springer. Diese Namensliste lässt sich beliebig verlängern. Das schlimmste aber ist, das bis heute dieser illegale Reichtum ständig anwächst, weil diese Erben zwar das Land und die Infrastruktur nützen, aber sich nicht an deren Kosten beteiligen.
Die einzigen echten Kosten die da entstehen, sind die Kosten für gekaufte Politiker. Bertelsmann liefert da schöne Beispiele, bei anderen ist nur wenig bekannt, was aber auch nichts bedeutet, da man die Auswirkungen solcher Bestechungen sehen kann.
Um das teilweise Jahrhunderte alte Unrecht zumindest ansatzweise wieder gut zu machen ist es also erforderlich über eine hohe Vermögenssteuer diese unrechten Reichtümer abzuschmelzen. Selbstverständlich ist eine 50 prozentige Erbschaftssteuer notwendig, die sich auf alle Erbschaften erstreckt. Je Erbberechtigten kann eine Schutzgrenze von 500.000 Euro für Gerechtigkeit sorgen.
Am wichtigsten aber ist es die Kosten der Arbeit zu entlasten. Deshalb müssen auch die Superreichen an den Kosten der von ihnen verursachten Arbeitslosigkeit und der Krankheiten beteiligt werden. Deshalb ist es sinnvoll, das alle natürlichen und juristischen Personen sowohl in die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung mit prozentual gleichen Beiträgen einzahlen müssen, dafür aber die Arbeitgeberbeiträge entfallen.
Wer sagt, das juristische Personen keinen Nutzen aus dieser Regelung ziehen würden und sie deshalb ungerecht sei, der verkennt, dass gerade die juristischen Personen, also die Firmen zwar die Bereitstellung von gesunden und gut ausgebildeten Arbeitnehmern verlangen, aber nichts dazu beitragen wollen.
Die Staatschulden könnten bei gerechter Besteuerung der Reichen zurückgeführt werden und der Binnenkonsum ließe sich ankurbeln, da die Arbeitnehmer wirklich mehr Geld in der Tasche hätten.
Tags für diesen Artikel: neoliberale, propaganda, reiche, springer-konzern, steuergerechtigkeit, steuern
Artikel mit ähnlichen Themen:
Trackbacks
Anonym am
08/18/10 um 10:44
Die deutschen Arbeiten sich arm
Der Aufschwung nimmt kein Ende. Das Bundesamt für Lügen und Statistik meldet die Zunahme der Erwerbstätigen im 2. Quartal 2010, schweigt sich aber gleichzeitig fein darüber aus, was das für Arbeit ist. Erwerbstätig sein, ohn ...
Der Aufschwung nimmt kein Ende. Das Bundesamt für Lügen und Statistik meldet die Zunahme der Erwerbstätigen im 2. Quartal 2010, schweigt sich aber gleichzeitig fein darüber aus, was das für Arbeit ist. Erwerbstätig sein, ohn ...
Anonym am
09/02/10 um 12:01
Mit festem rechtem Schritt ins neue Reich
Es geht seltsames vor in Deutschland. CDU-Ministerpräsidenten im besten Bestechungsalter verlassen ihre Posten. Ihre Nachfolger sind bestenfalls schlechte Kopien ihrer Vorgänger. Gleichzeitig lässt die Familie Mohn über den Bertelsma ...
Es geht seltsames vor in Deutschland. CDU-Ministerpräsidenten im besten Bestechungsalter verlassen ihre Posten. Ihre Nachfolger sind bestenfalls schlechte Kopien ihrer Vorgänger. Gleichzeitig lässt die Familie Mohn über den Bertelsma ...



















gesib
es bereitet mir magenbeschwerden wenn ich ich lese , das b.gates w.buffet und rockefeller - also wieder mal die üblichen verdächtigen - geld spenden, wenn die eben genannten sich am "tresor des grauens" (wer spass hat kann das googeln oder auch ixquicken)und sich an eugenikprogrammen beteiligen....
http://208.64.123.254/~infokrie/wordpress/?p=705
in diesem sinne
Sie sprechen mir und sicher auch vielen anderen aus dem Herzen und dem Verstand.
Wie aber kann man die von Ihnen kritisierte Ideologie, die in den Köpfen des (nicht nur des 'einfachen') Volkes einbetoniert wurde, wegsprengen ?
Unter den 'Intellektuellen' (sofern sie nicht selbst zu den 'Reichen' gehören oder diese schmarotzen) besteht ja weitgehende Einigkeit zu der von Ihnen erörterten Frage.
Gegen die 'Medienmacht des Kapitals' und dessen politische Hilfstruppen kann man aber das 'einfache Volk' (zahlenmäßig wohl die Mehrheit der Bevölkerung) nicht 'aufklären', ohne von eben diesen 'gesteinigt' zu werden (mit Hilfestellung der Volks-BILDungs-Zeitung).
Wohltuende wechselseitige Selbstbestätigung in Internetforen kann es nicht sein, denn das erreicht 'die Öffentlichkeit' nicht und ändert nichts, ja führt nicht einmal zu einer 'Organisation', ohne die in der Massendemokratie nichts bewegt werden kann.
Die Frage ist also:
Was kann man praktisch tun, wenn man etwas erreichen will ?
tatsächlich tun wir ja bereits etwas. Natürlich sieht unsere Arbeit in Blogs und in Gesprächen hoffnungslos aus wenn man die geballte Macht der Systemmedien dagegen betrachtet.
Allerdings ist es der stete Tropfen der den Stein höhlt und die Wirklichkeit und deren Druck bringt immer mehr Leute zum nachdenken. Aufstieg und Fall der Blödzeitung könnten in gleicher Geschwindigkeit erfolgen.
Im Übrigen ist die Zeit reif für eine Revolution. Mal sehen was die Deutschen diesmal daraus machen.
Aber ich wollte eigentlich etwas zum Artikel anfügen. Es gibt z.B. auch keine Arbeit der Welt die ein mehrfaches Millionengehalt rechtfertigt. So viel Wert kann einfach nicht durch die Arbeit einer einziegen Person geschaffen werden. Das heißt zwangsläufig, dass dieses Geld anderen Menschen weggenommen werden muss. Und das sind natürlich in erster Linie die einfachen Angestellten in so einer Firma.
Deshalb sollte das Maximalgehalt an die niedrigsten Gehälter gekoppelt werden. Dadurch ist nämlich auch ein Anreiz da seine Mitarbeiter ehrlich zu bezahlen und nicht über den Tisch zu ziehen.
ich bewundere Ihre Ausdauer. Seit Jahrtausenden gibt es vergleichbare Strukturen wie wir sie heute sehen.
Die Reichen, High Net Worth Individuals (HNWIs) and Ultra High Net Worth Individuals (UHNWIs)- kurs Betreiber des Systems Meudalismus - werden auch in Zukunft die Möglichkeit haben, über offene oder verdeckte Eingriffe (bis hin zu "strategien der Spannung" vgl. GLADIO, Aufkauf von AGM/S, Operation Condor...) Kollektivhalluzinationen auszulösen und so die Dinge in Ihrem Sinne zu restabilisieren.
Was in Legitimationsprobleme des Spätkapitalismus, von J. Habermas, 1974 S. 132 zu lesen ist, hat daher höchstens eine vorübergehende Bedeutung, wie auch die Werke von Marx und Co.
"Alle Klassengesellschaften müssen, weil ihre Reproduktion auf der privilegierten Aneignung des gesellschaftlich produzierten Reichtums beruht, das Problem lösen: das soziale Mehrprodukt ungleich und doch legitim zu verteilen. Sie lösen es durch strukturelle Gewalt, also dadurch, daß die asymmetrische Verteilung von legitimen Chancen der Bedürfnisbefriedigung in einem Normensystem festgeschrieben wird, welches Nachachtung findet. Die faktische Anerkennung eines solchen Normensystems beruht gewiß nicht allein auf dem Legitimationsglauben der Betroffenen, sondern auch auf Furcht vor und Unterwerfung unter indirekt angedrohte Sanktionen. Sowie auf bloßer Duldung ... angesichts der perzipierten eigenen Ohnmacht und fehlender Alternativen ... Sobald jedoch der Glaube an die Legitimität einer bestehenden Ordnung schwindet, wird die ins Institutionensystem eingelassene latente Gewalt freigesetzt - entweder als manifeste Gewalt von oben ... oder in Form einer Erweiterung der Partizipationsspielräume ..."
Partizipationsspielräume werden erweitert, ja - aber nur so lange, bis ein zurückrollen ein eindämmen gefahrlos angegangen werden kann. Sie können es in unserer Gesellschaft beobachten.