Im Moment geht der Kampf der Kampf der Korinthenkacker um die Höhe von 2,90 Meter auf der Google fotografiert, während die Leute aus Mainz nur 1,90 zulassen wollen, da ein Fußgänger auch nicht höher fotografieren könne. Wer nicht in Mainz oder Passau lebt, wo die Leute wohl besonders Licht- und Fotoscheu sind, sondern in einer Metropole, der hat ständig irgendwelche Doppestockbusse vor Augen die ihm auch direkt ins Fenster fotografieren. Dazu werden Millionen von Touristen ausgeladen um überall und alles mögliche zu knipsen.
Viele dieser Bilder landen dann über Fotogemeinschaften oder soziale Netzwerke im Netz und sind praktisch für jeden abrufbar. Davor kann es keinen Schutz geben, will man nicht den Verkauf von Kameras verbieten. Ein weiteres Thema ist das Widerspruchsrecht. Da geht es angeblich um Fristen die länger sein müssten. Wer mal mit Google zu tun hatte, der weiß, dass die lesende Menschen beschäftigten und Mails auch intern weiterleiten. Jedes vernünftige Anliegen findet, wenn auch oft erst nach Wochen und Monaten eine Antwort.
Was allerdings nicht zu verstehen ist, ist die allgemeine Aufregung. Hätten die Leute sich mal so aufgeregt, als das Europaparlament das SWIFT Abkommen mit den USA unterzeichnete. Da geht es nämlich um wirklich wichtige Interessen. Aber dem CIA die Kontodaten und die Überweisungsdaten Europas praktisch offen zur Verfügung zu stellen, ist scheinbar ungefährlicher.
Ein Haus in einer Straße kann bis auf sehr bekannte Gebäude kaum einem Besitzer zugeordnet werden. Die Kontobewegungen eines Menschen sind da viel interessanter. Es ist nämlich ein neues Überwachungsnetz, mit dem die USA sehr schnell praktisch den gesamten Hintergrund einer Person oder Familie vollautomatisch ermitteln können. Selbst verständlich ist damit zu rechnen, dass interessante Daten auch an amerikanische Firmen zur Auswertung gehen.
Noch schlimmer aber wird es im Bereich der Firmenkonten. Wer zum Beispiel im Auslandsgeschäft oft nur einen Artikel pro Rechnung verschickt, der kann sich sicher sein, dass dieser Preis schon morgen seinem Wettbewerber in den USA bekannt ist. Im Grunde genommen könnte man die CIA auch direkt in die Computer der europäischen Unternehmen lassen.
Aber wichtiger ist, dass das Haus des Dorfdeppen in Kleinsiehstemichnicht nicht bei Google Street View erscheint. Welch ein Haufen voller Narren.
Mit dem System ECHELON spionieren die USA sowieso schon viele Jahre in der Welt.
Die Überlassung der SWIFT Daten würde ich als Effizienzsteigerung betrachten.
Mit der Eintrittsgebühr und den VISAanträgen kopieren sie das DDR System immer besser.
Das Ergebnis wird aber das gleiche sein.
Auch Oncle SAM wird auf dem Misthaufen der Geschichte landen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Echelon
Bitte kuenftig nur noch über Sachverhalte, von denen Sie etwas verstehen und die Sie selbst (nach)recherchiert haben, schreiben
v.A.
Danke Jochen. Jetzt geht's mir besser.
Der Ärger verblasst aber schnell vor dem Hintergrund, dass die deutsche Hausfrau es möglicherweise nicht mehr geschafft haben könnte, die Gardinen zu waschen bevor das Google-Auto zum Knipsen vorbei kam. Man stelle sich vor die ganze Welt könnte dann sehen, das oben rechts in der 54 offenbar eine schlechte Hausfrau wohnt. Nicht auszudenken.
Wenn es die Unternehmerverbände versäumt haben, wo war denn die verantwortliche Bundesregierung als SWIFT beschlossen wurde? Es wäre ein leichtes gewesen ein Veto einzulegen.
Der Aufstand der Kleinbürger gegen Street View ist wirklich rührend. Sie haben doch nichts zu verbergen, hieß es, als es um die Vorratsdatenspeicherung ging. Aus Angst vor Kleinkriminellen und angeblichen Terroristen haben sie längst die digitalen Hosen heruntergelassen.
Da ist Google eine willkommene Ablenkung von den anderen Datensammlern. Deren Daten erlauben tiefere Einblicke als nur die Fassaden von Häusern.