Mario Ohoven bezeichnet sich selbst auf seiner
Website als "
...streitbar, ehrlich, unermüdlich!". Vergessen hat er dabei, wohl die Worte
verantwortungslos, gierig, unersättlich und unanständig. Aber vermutlich sieht er sich ja selbst als "deutsche Leitungselite" und da sind solche Eigenschaften ja die Vorbedingung für die Aufnahme.
Auf seiner Website erfährt man auch, das Ohoven nicht schuld an den Prospekten ist, mit denen er und sein Vertrieb, seine Anleger übertölpelte. Er hat gar keine Verantwortung, dass hat ihm sogar der Bundesgerichtshof bestätigt. Und das ist auch gut so. Ansonsten würden die Finanzhaie in Deutschland ja aussterben. Wenn der Lebensmittelladen an der Ecke verdorbenes Fleisch verkauft, ist der im Handumdrehen zu, aber in der Finanzbranche ist niemand verantwortlich.
Mario Ohoven ist übrigens Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) und nach eigener Angabe Spezialist für die Entwicklung steueroptimierter Investitionen. Mit anderen Worten sorgt er dafür, dass die Reichen über miese Tricks weniger Steuern bezahlen müssen, was gleichzeitig bedeutet, dass die Armen noch mehr Lasten aufgeschultert bekommen. Das ist natürlich kein Steuerbetrug.
Politisch taucht er immer mal wieder mit blöden Forderungen gegen die Arbeitnehmer auf, deren Begründungen er aber schneller
wechselt als andere Leute ihre Unterwäsche:
Von Unternehmern Logik zu verlangen, ist so, als wollte man Karnickeln Enthaltsamkeit predigen: " ... Ein Musterbeispiel dafür ist BVMW-Präsident Mario Ohoven. „Bild“ sagte er: „Der Mittelstand hat jetzt wieder volle Auftragsbücher, da wird jeder gebraucht.“ Vor einem Jahr hatte Ohoven die Arbeitnehmer ebenfalls aufgefordert, auf Urlaub zu verzichten – damals der Krise wegen. Da fragt man sich, unter welchen Bedingungen ein Arbeitnehmer dann mehr Urlaub verlangen kann. ..."
Man kann Ohoven, als aufgeblasenen Spinner abtun und wenn man die öffentliche Selbstdarstellung von ihm und seiner Familie betrachtet, dann spricht auch einiges dafür. Allerdings braucht man die Ohovens, damit andere auf den Zug den aufspringen können, den sie losgetreten haben.
Da kommen dann schnell solche Leute wie die Vorstandsvorsitzende und Hauptgeschäftsführerin des Unternehmerverbands mittelständische Wirtschaft (UMW), Ursula Frerichs die dann fröhlich in der Blödzeitung verkündet, dass 6 Wochen Urlaub zu viel seien und 4 Wochen völlig ausreichen würden. Mal ganz davon abgesehen, das 30 Tage Urlaub für viele Arbeitnehmer in Deutschland ein Traum sind, will diese Dame einfach nur die Löhne drücken und dafür ist ihr jedes Mittel recht.
Da die Blödzeitung das Thema aufgegriffen hat, dürfte die verkommene Springerpresse jetzt solange medial an dem Thema bleiben, bis die Gewerkschaften anfangen mitzuspielen und in Tarifverhandlungen auch noch den Urlaub verkaufen. Das Ziel ist, die Situation der Arbeitnehmer, also der echten Leistungsträger in der Gesellschaft auf jede Art zu verschlechtern. Ehrliche Arbeit darf sich nicht lohnen, nur die Abzocker sollen belohnt werden.
Es ist auch nicht wichtig, dass durch solche Maßnahmen noch mehr Arbeitslose produziert werden, weil ja der wegfallende Urlaub Millionen von Arbeitsstunden freisetzt, die zudem kostenlos sind. Aber es findet sich niemand, der da einschreitet. Es gibt keine Stimme für die Menschen mehr in diesem Land.
Dabei vermeldet selbst die Springerpresse, dass die Unternehmens- und Vermögenseinkommen bis 2014 im Jahresdurchschnitt auch schon so um 4,5 Prozent steigen werden, während für die Zeit bis 2014 bei den Arbeitnehmern insgesamt nur mit einer Steigerung von 2 Prozent gerechnet wird.
Die Leute bei Springer geben schamhaft zu, dass damit die Unternehmens- und Vermögenseinkommen doppelt so schnell steigen, als die Arbeitnehmerlöhne. Aber entweder kann dort niemand rechnen, oder es handelt sich um einen bewussten Betrug. Geht man von 2009 als Basisjahr aus stiegen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen bis 2014 um 19,25 Prozent, also um das 9,6 fache der Arbeitnehmerlöhne, bei 2010 als Basisjahr beträgt die Steigerung für Unternehmens- und Vermögenseinkommen bis 2014 14,12 Prozent also das 7 fache der Arbeitnehmerlöhne.
Bei einer solchen Entwicklung, deren Daten aus dem Bundesfinanzministerium kommen, wird sofort klar, dass die Löhne nach oben müssen und zwar um jährlich mindestens 3 Prozent bis 2014. Gleichzeitig muss, um neue Stellen zu schaffen, die Arbeitszeit auf 35 Stunden begrenzt werden und Mehrarbeit so teuer gemacht werden, dass sie sich nicht mehr lohnt.
Da die Unternehmens- und Vermögenseinkommen schon seit Jahrzehnten viel schneller wachsen als die Arbeitnehmerlöhne ist es auch sinnvoll diese Einkommen an den Kosten des deutschen Gemeinlebens zu beteiligen. Am einfachsten wäre das zu erreichen, wenn auch diese Einkommen ohne Bemessungsgrenze an den Kosten für die Kranken- und Pflegeversicherung beteiligt würden und in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen müssten.
Denn diese Einkommen profitieren schamlos davon, das Deutschland eine tolle Infrastruktur und in weiten Teilen eine noch rettenswerte soziale Infrastruktur hat, die verhindert, dass die Menschen auf die Barrikaden gehen und Leute wie Ohoven und seine Sippe fluchtartig das Land verlassen müssten.
Gerade bei den Reichen sollte gelten, dass sie auch nicht essen dürfen, wenn sie sich nicht nach ihren Kräften am sozialen Zusammenhalt beteiligen.
Wenn er und seinesgleichen so weitermachen, werden sie doch noch den Unterschied zwischen G3 und G8 am eigenen Leib kennenlernen.
Ja, und wenn ich dadurch Millionär dann werde ? War das dann redlich verdient ? Das widerspricht sich hier alles.
Entweder oder ,,,oder will der Verfasser dieser Page gut Geld verdienen ?
Lach, schmeiss mich weg.
Die Ohoven Sippe gibt das vermutlich für Schuheputzen mehrfach am Tage aus.
..was soll eigentlich das Kapitalistengehetze Ohoven und darüber über dem Artikel die Werbung mit 200 Euro mach 1000 Euro im Devisenhandel ?
Neidisch? Ist doch clever, oder? Schade, dass einige Duckhome immer noch nicht verstanden haben.
Beiträge sind immer wieder geil. Einwandfrei. Weiter so lieber Jochen.
http://jakester-express.blogspot.com/2009/08/diese-typische-denkerposen-fresse.html
Daraufhin haben mich dann 'Einheimische darueber aufgeklaert und mich umgehendst davon ueberzeugt, dass der Hohlofen samt seiner abgefahrenen Familie doch wohl eher psychologischer Aufmerksamkeit beduerfen.
Wenn auch noch so bitter, war es dennoch belustigend. (Humor sehe ich als wesentlich wichtiger denn Hoffnung)
Letztendlich hat es mir nur meine Allgemeinung zum generel'desolaten Zustand Deutschland bestaetigt.
Und ich sehe keinerlei Licht am Ende dieses Tunnels.
Wobei ich mich, was Hoffnung angeht, Woody Allen anschliesse “I felt a lot better once I gave up hope”.
Das schuetzt vor Enttaueschungen, wozu mir mal ein weiser Scheich sagte, 'Realismus traegt das Echo eines pessimistischen Liedes' .... und zuguterletzt noch mein Opa, der uns Kinder mit einigen solchen, als auch wesentlich ueppigeren Anektoden verzueckte: "Ich sitze auf dem Klo und stecke mir den Finger in den Arsch! ... reimen tuts nicht, aber dichten tuts."
Diesen Spruch beziehe ich auf Das was man heute Politik&CO nennt.
Und dieser Duennschiss leckt.
Waere, unter so vielem Anderen, dieses Wachstum der letzten Jahrzehnte 'ausgeglichen', muesste/wuerde es Duckhome/Andere gar nicht geben/muessen.
Utopische Tagtraueme!? :-)