Wenn man überhaupt anfangen will über Klaus Ernst zu reden, dann muss man sich mit seinem beruflichen Hintergrund beschäftigen. Als junger Facharbeiter hat er schon voll auf die Gewerkschaftskarte und die SPD gesetzt. Das war in den siebziger und Anfang der achtziger Jahre durchaus nicht ehrenrührig.
Allerdings haben sich die Zeiten geändert. Es gibt die Brandt SPD, eigentlich die ganze alte SPD nicht mehr und die Gewerkschaften sind längst Handlanger des Großkapitals geworden, bei denen es nur noch darum geht die Funktionäre gut zu versorgen. Die Interessen der Arbeitnehmer oder gar der Arbeitslosen finden in den Gewerkschaften keine Vertreter mehr.
Von der SPD konnte Ernst sich wie so viele andere lösen. Von den Gewerkschaften gelang ihm dies nie und so muss er heute damit leben, dass er als trojanisches Pferd der Gewerkschaften in der LINKE betrachtet wird. Alle Parteimitglieder der LINKEN die den Gewerkschaften misstrauisch oder gar ablehnend gegenüber stehen, können sich also mit Ernst als Parteivorsitzendem nicht anfreunden.
Dazu kommen aber auch noch viele andere, die das Nominierungsverfahren von ihm und Gesine Lötzsch als undemokratisch und Mauschelei empfanden. Gesine Lötzsch verkörpert im Gegensatz zu Ernst aber weit aus mehr inneres Gefühl der Linken. Ernst ist ein erfahrener Taktiker der Macht, was wiederum viele Leute abstößt. Und selbst wenn Ernst mal die Stimmung der Partei trifft, wirkt das Ganze seltsam aufgesetzt.
Es geht nicht um Bezüge, Karteileichen oder gar den alten Porsche. In der Causa Ernst geht es einfach darum, dass sehr viele mit ihm nicht warm werden können und wollen. Natürlich greifen die Medien jeden Streit innerhalb der Linken gerne auf. Für den Focus darf das "Meinungsforschungsinstitut" tns-Emnid darüber fabulieren, dass 62 Prozent der Deutschen Ernst als Parteichef für untragbar halten und selbst bei den Linke-Wählern sollen 37 Prozent für eine Ablösung sein.
Es erübrigt sich über tns-Emnid und Herrn Klaus-Peter Schöppner zu diskutieren. Die liefern die gewünschten Ergebnisse, das ist vollständig klar. Selbstverständlich sind auch solche gewichteten Umfragen reiner Blödsinn und können, ja dürfen nicht Grundlage für eine Entscheidung sein. Aber auch ohne den medialen Druck der Systempresse gegen die Linke im allgemeinen und Ernst im besonderen, darf man nicht vergessen, dass Ernst innerparteilich sehr viel Gegenwind entgegen weht.
Er entwickelt sich langsam aber sicher zum Franz Müntefering der LINKEN und das ist genau das, was die Partei nicht brauchen kann. Natürlich wird er nicht freiwillig gehen und ein Kampfparteitag zum jetzigen Zeitpunkt würde vermutlich, die ohnehin im wesentlichen nur vom äußeren Druck zusammengehaltene Partei zerreißen.
Es macht auch kaum Sinn, Ernst dazu aufzufordern seine Haltung zu überdenken. Weder werden die Gewerkschaften ihren Trojaner aufgeben lassen, noch jene Linke die eigentlich eine andere SPD wollen. Ernst ist wirtschaftlich darauf angewiesen an seinem Posten zu kleben, weil die Gewerkschaften ihn nicht als Funktionär zurückhaben wollen und er keine andere Perspektive hat.
Im Ergebniss wird die Causa Ernst die LINKE schädigen und vielleicht sogar zerstören. Aber andererseits zeigt sich ja bei den Regierungsbeteiligungen der LINKEN, dass sie sich vollständig dem Koalitionspartner unterwirft und dann gerne Politik gegen die Menschen macht. Es geht dann nur noch darum die Pöstchen zu behalten. Berlin ist das Negativbeispiel schlechthin.
Es wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als sich langsam von der LINKEN zu verabschieden, zumal ja auch hinter Ernst und Lötzsch kein neuer Kopf zu sehen ist, der die LINKE zu Wahlsiegen führen und Mitglieder wie Wähler begeistern könnte. Mittelmaß ohne Ende. Natürlich zeigen viele aus dem Mittelmaß einen enormen Arbeitsfleiß und finden auch immer wieder die wunden Punkte des Regierungshandelns. Aber das reicht nicht.
Die LINKE schafft es einfach nicht in eine breitere Öffentlichkeit zu argumentieren. Das liegt natürlich an den Systemmedien, aber nicht nur. Der LINKEN fehlen die Vermarkter ihrer Arbeit im Bundestag. Tue Gutes und rede darüber.
Wie bereits des öfteren bemerkt, "Die LiNKE." ist, betrachtet man ihr Handeln objektiv, eine überflüssige und mit den demokratischen Spielregeln überforderte Partei. Worte und Taten stimmen nicht überein und der "gute" alte Ausspruch: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?" ist zum Leitmotiv dessen mutiert, was hier Politik genannt wird.
Statt eigene Visionen und Konzepte zu erarbeiten, publik zu machen und für deren Umsetzung zu streiten, was normal wäre, arbeiten man sich lieber an "Den Anderen" und hier besonders gern an der SPD ab.
Nun war es eine in der DDR gern benutzte Floskel: "Westberlin ist nicht Bestandteil der BRD und darf nicht von ihr regiert werden", die sich die SED-Nachfolger ins nicht vorhandenen Gedächtnis rufen sollten denn: "Die SPD ist nicht Bestandteil der "LiNKE." (auch wenn die gern so tuen, als ob es bald wieder eine Zwangesvereinigung geben würde) und darf (eben weil die SPD eine EIGENSTÄNDIGE Partei ist) nicht von ihr regiert werden.
Ob es "LiNKE." und deren Wahlwerber irgendwann Mal begreifen(?), "die Anderen" sind nur partiell wichtig, wichtig ist, was trage ich selbst bei?
das problem derlinken ist, daß es in der partei einfach zuviele spd ler und gewerkschafter gibt. und wer soll diesen funktionären, die jahrzehntelang in der spd und den gewerkschaften gegen die interessen der arbeitnehmer gehandelt haben, den willen zum ändern der verhältnisse denn glauben, zumal ja auch immer wieder in worten und werken ihre alte denke zur schau gestellt wird.
die menschen merken das - und wer lässt sich schon gerne verarschen.
#3
Kritiker des Bösen
am
08/23/10 um 11:40
[Antwort]
So so sich von den Linken "verabschieden".Weil
Ernst "zunehmend ein stärkerer Wind aus seiner
eigenen Partei entgegenweht". Und weil er nicht
gleich umfällt, wird ihm " an seinem Posten
klebend angeheftet, obwohl der Mann ganz regulär
erst vor kurzem als Vorsitzender gewählt wurde!
Ich bin normalerweise ein Fan ihrer klaren und
teils sehr provozierenden, aber nichts desdo trotz meist wahren Artikel. Der obige ist aber
schlicht Blödsinn!
Wenn ich die Linke wegnehme ( mit allen Schwächen und Fehlern die diese Partei hat oder
vermeindlich haben mag) wer bleibt dann? Alles
andere ist schlicht nicht wählbar. Ich wundere
mich sowieso wie es ausgerechnet die Linken
immer wieder schaffen in die Systemmedien zu
kommen, wo doch die anderen "Parteien" genug
Stoff für alle Schauspiele dieser Welt liefern?
Wer ist denn für den ganzen Scheiß in diesem
Lande in der letzten Dekade verantwortlich?
Die Linke? Das ist ja wohl die Höhe. Da wird
dieses Land vor aller Augen von unseren "Eliten" aus Wirtschaft und Politik in den
Abgrund gewirtschaftet und man arbeitet sich an
den Linken ab! Hahaha..wie blöd ist das denn?
Davon ab: In der Linken ist wenigstens noch Leben! Da wird diskutiert wie es in den anderen Sekten doch schon längst nicht mehr möglich ist.Wirklich gelebte Demokratie innerhalb von Parteien MUß immer Streit und Diskussion um den richtigen Kurs beinhalten!
Tut mir leid alles andere als die Linke ist für mich nicht akzeptabel. Wer permanent Politik GEGEN die MEHRHEIT des Volkes macht wie alle anderen es tun, wird von mir nicht akzeptiert. Um zu dieser Einsicht zu kommen muß man übrigens nicht arm sein!
zum SPD-Grundproblem wurde hier vorn paar Tagen Grundlegendes ausgeführt, Hoff möge verlinken oder´s lassen ...
Zum "Linke"-Problem möcht ich hier und heute nicht ausführen, zu Herrn Vizepräsidenten Ernst MdB auch nichts, ich anmerke lediglich zu Nr. 1 Paul, so griffig seine Formel (SPD ist kein Bestandteil der pol. Linken) auch ist:
Das ist pauschalistisch was Sie schreiben. Es gibt auch in der pol. Partei, die sich "Linke" nennt, sozialistische Strömungen und Politiker, etwa in Hessen (Gehrke MdB) und in NS (Dr. Dehm MdB, Dr. Sohn MdL), in "meinem" Bundesland NRW gibt´s leider sowas nicht ... aber was nicht ist hat einen Vorteil;-) - kann ja noch werden ...
Hallo Jochen! Seh das alles doch nicht so schwarz. Wer hat denn schließlich Oskar auf den Schild gehoben? Die Mitglieder der Offenbacher IG-Metall und Werner Dreybus. Im Großen und Ganzen stimme ich dem Foristen #3(Kritiker des Bösen) zu. Für mich gibt es auch keine andere Partei als die Linke.
Trotz alledem!
Die Linke ist eine junge Partei.
Junge Parteien sind natürlich Formierungsprozessen ausgeliefert.
Der Vorteil und wirklich einzigartige Stand in Deutschland ist, daß alle linken Strömungen in dieser Partei, miteinander diskutieren und gegen Mißstände kämpfen könen.
Diese Partei stellt damit eine wirklich demokratische Blattform, die linken Kräften eine Mehrheitsbildung erlaubt. Ob die in Richtung SPD oder DKP (nur, um mal die Lager zu nennen)ausschlägt, ist einzig dem Wirken der Mitglieder zu schulden. Kommunisten, die jetzt diese Partei nicht mehr unterstützen, riskieren damit den Verlust einer wirklichen Machtposition. Vor allem aber, und das ist sicher deren Gegnern gewiß, riskieren sie die Zusammenarbeit in diesem breiten Bündnis.
Diese Partei wird eine neue Republik formen.
Wenn eine Partei auch noch im 62sten (!!!) Jahr nach ihrer Gründung als "neu" zu bezeichnen ist, dann ist die Rente mit 67 (welch junge Hüpfer) dann ja auch bald kein Problem mehr.
Zum Thema innerparteiliche Demokratie war hier ja vor Kurzem erst das Beispiel Spandau (Berlin) und die Aussperrung des Bezirksverbandes aus den Räumlichkeiten der Partei thematisiert worden.
Objektivität scheint nicht unbedingt die Stärke linker Politik zu sein.
Die Linke gibt es schon über 60 Jahre? Wow! Kannst du mir da auch irgendwie ein Beweis bringen, dass Die Linke vor über 60 Jahren gegründet wurde?
Also jetzt Die Linke. Ich meine nur Die Linke.
Das Problem der Lnken sind die Linken selbst. leider.
Zwar sind sich alle eingig, dass man ein bestimmtes Ziel erreichen muss. Nur wollen die einen schnell gehen und die anderen laufen. An dem Unterschied innerhalb der Terminologie beisst man sich dann die Zähne aus und verliert das Ziel aus den Augen.
Gut dass es derzeit so wenige Themen gibt, mit der die Linke sich beschäftigen könnte, anstatt sich selbst zu zerfleischen. Atomkraft, Brennelementesteuer, Zensursulas Chipkarte, Wehpflicht - ach was! Lieber persönliche Fehden austragen ...
Tut mir leid, aber da werden in der Presse und leider auch in einigen Blogs wieder Probleme bei der LINKEn herbeigeschrieben, die es so überhaupt nicht gibt.
Klaus Ernst wurde von 2 Kreisverbänden im B.-W. zum Rücktirtt aufgefordert. Der Antrag wurde von 46 anderen Kreisverbänden verworfen. Gegangen sind jetzt zwei Kreisvorstände, die schon immer in der "linken Ecke" der LINKEn standen.
DIE LINKE im "Westen" ist als WASG nun einmal aus den Gewerkschaften entstanden, und dementsprechend ist auch der Einfluß der Gewerkschaften etwas überproportional.
Aber wenn ich zurück blicke, und mir vergegenwärtige, wie oft der Untergang der LINKEn - zumindest vor jedem Parteitag - prophezeit wurde, erfreut sie sich immer noch bester Gesundheit.
Damit die Partei, die wir als DIE LINKE benannt haben, auch die Linke für alle Linken wird, müssen wir die alten Betonköpfe der DGB Gewerkschaften los werden. Gern dürfen diese beratend in der 4ten Reihe bei der Entwicklung der Partei mithelfen. Erfahrungen haben sie ja reichlich, die sie nun allerdings zum Verhindern des "Nachwuchses" verwenden. Sie betrügen uns in ihrer Frustration, an unserer Zukunft.
Die Partei soll eine Heimat für alle linken Kräfte sein, so war es gedacht. Doch nun machen diese DGB Funktionäre einen Wahlverein aus der Partei, der nebenbei den Protest gegen Hartz IV und den Neoliberalismus abgreift. Das ist System stützend und Verrat!
"Die wichtigste Aufgabe einer linken Partei ist die Überwindung des Kapitalismus. Ein Gedanke an eine Zähmung oder Veränderung korrumpiert bereits und muss deshalb als Tabu gelten."
Diese Aufgabe gilt allen Linken. Jede Gruppe kann sich daneben eigene Aufgaben und Ziele finden. So kommt man sich nicht in die Wege und stolpert nicht. Doch muss der Drang an die "Fleischtöpfe" in Ämtern und Parlamenten jeder selbst beherrschen lernen. In erster Linie ist Links die "Opposition zum Kapitalismus".
Statt eigene Visionen und Konzepte zu erarbeiten, publik zu machen und für deren Umsetzung zu streiten, was normal wäre, arbeiten man sich lieber an "Den Anderen" und hier besonders gern an der SPD ab.
Nun war es eine in der DDR gern benutzte Floskel: "Westberlin ist nicht Bestandteil der BRD und darf nicht von ihr regiert werden", die sich die SED-Nachfolger ins nicht vorhandenen Gedächtnis rufen sollten denn: "Die SPD ist nicht Bestandteil der "LiNKE." (auch wenn die gern so tuen, als ob es bald wieder eine Zwangesvereinigung geben würde) und darf (eben weil die SPD eine EIGENSTÄNDIGE Partei ist) nicht von ihr regiert werden.
Ob es "LiNKE." und deren Wahlwerber irgendwann Mal begreifen(?), "die Anderen" sind nur partiell wichtig, wichtig ist, was trage ich selbst bei?
die menschen merken das - und wer lässt sich schon gerne verarschen.
Ernst "zunehmend ein stärkerer Wind aus seiner
eigenen Partei entgegenweht". Und weil er nicht
gleich umfällt, wird ihm " an seinem Posten
klebend angeheftet, obwohl der Mann ganz regulär
erst vor kurzem als Vorsitzender gewählt wurde!
Ich bin normalerweise ein Fan ihrer klaren und
teils sehr provozierenden, aber nichts desdo trotz meist wahren Artikel. Der obige ist aber
schlicht Blödsinn!
Wenn ich die Linke wegnehme ( mit allen Schwächen und Fehlern die diese Partei hat oder
vermeindlich haben mag) wer bleibt dann? Alles
andere ist schlicht nicht wählbar. Ich wundere
mich sowieso wie es ausgerechnet die Linken
immer wieder schaffen in die Systemmedien zu
kommen, wo doch die anderen "Parteien" genug
Stoff für alle Schauspiele dieser Welt liefern?
Wer ist denn für den ganzen Scheiß in diesem
Lande in der letzten Dekade verantwortlich?
Die Linke? Das ist ja wohl die Höhe. Da wird
dieses Land vor aller Augen von unseren "Eliten" aus Wirtschaft und Politik in den
Abgrund gewirtschaftet und man arbeitet sich an
den Linken ab! Hahaha..wie blöd ist das denn?
Davon ab: In der Linken ist wenigstens noch Leben! Da wird diskutiert wie es in den anderen Sekten doch schon längst nicht mehr möglich ist.Wirklich gelebte Demokratie innerhalb von Parteien MUß immer Streit und Diskussion um den richtigen Kurs beinhalten!
Tut mir leid alles andere als die Linke ist für mich nicht akzeptabel. Wer permanent Politik GEGEN die MEHRHEIT des Volkes macht wie alle anderen es tun, wird von mir nicht akzeptiert. Um zu dieser Einsicht zu kommen muß man übrigens nicht arm sein!
zum SPD-Grundproblem wurde hier vorn paar Tagen Grundlegendes ausgeführt, Hoff möge verlinken oder´s lassen ...
Zum "Linke"-Problem möcht ich hier und heute nicht ausführen, zu Herrn Vizepräsidenten Ernst MdB auch nichts, ich anmerke lediglich zu Nr. 1 Paul, so griffig seine Formel (SPD ist kein Bestandteil der pol. Linken) auch ist:
Das ist pauschalistisch was Sie schreiben. Es gibt auch in der pol. Partei, die sich "Linke" nennt, sozialistische Strömungen und Politiker, etwa in Hessen (Gehrke MdB) und in NS (Dr. Dehm MdB, Dr. Sohn MdL), in "meinem" Bundesland NRW gibt´s leider sowas nicht ... aber was nicht ist hat einen Vorteil;-) - kann ja noch werden ...
Gruß
v.A.
Trotz alledem!
Junge Parteien sind natürlich Formierungsprozessen ausgeliefert.
Der Vorteil und wirklich einzigartige Stand in Deutschland ist, daß alle linken Strömungen in dieser Partei, miteinander diskutieren und gegen Mißstände kämpfen könen.
Diese Partei stellt damit eine wirklich demokratische Blattform, die linken Kräften eine Mehrheitsbildung erlaubt. Ob die in Richtung SPD oder DKP (nur, um mal die Lager zu nennen)ausschlägt, ist einzig dem Wirken der Mitglieder zu schulden. Kommunisten, die jetzt diese Partei nicht mehr unterstützen, riskieren damit den Verlust einer wirklichen Machtposition. Vor allem aber, und das ist sicher deren Gegnern gewiß, riskieren sie die Zusammenarbeit in diesem breiten Bündnis.
Diese Partei wird eine neue Republik formen.
be
Zum Thema innerparteiliche Demokratie war hier ja vor Kurzem erst das Beispiel Spandau (Berlin) und die Aussperrung des Bezirksverbandes aus den Räumlichkeiten der Partei thematisiert worden.
Objektivität scheint nicht unbedingt die Stärke linker Politik zu sein.
Also jetzt Die Linke. Ich meine nur Die Linke.
Zwar sind sich alle eingig, dass man ein bestimmtes Ziel erreichen muss. Nur wollen die einen schnell gehen und die anderen laufen. An dem Unterschied innerhalb der Terminologie beisst man sich dann die Zähne aus und verliert das Ziel aus den Augen.
Ein leichtes Spiel für die Gegner......
Klaus Ernst wurde von 2 Kreisverbänden im B.-W. zum Rücktirtt aufgefordert. Der Antrag wurde von 46 anderen Kreisverbänden verworfen. Gegangen sind jetzt zwei Kreisvorstände, die schon immer in der "linken Ecke" der LINKEn standen.
DIE LINKE im "Westen" ist als WASG nun einmal aus den Gewerkschaften entstanden, und dementsprechend ist auch der Einfluß der Gewerkschaften etwas überproportional.
Aber wenn ich zurück blicke, und mir vergegenwärtige, wie oft der Untergang der LINKEn - zumindest vor jedem Parteitag - prophezeit wurde, erfreut sie sich immer noch bester Gesundheit.
Die Partei soll eine Heimat für alle linken Kräfte sein, so war es gedacht. Doch nun machen diese DGB Funktionäre einen Wahlverein aus der Partei, der nebenbei den Protest gegen Hartz IV und den Neoliberalismus abgreift. Das ist System stützend und Verrat!
"Die wichtigste Aufgabe einer linken Partei ist die Überwindung des Kapitalismus. Ein Gedanke an eine Zähmung oder Veränderung korrumpiert bereits und muss deshalb als Tabu gelten."
Diese Aufgabe gilt allen Linken. Jede Gruppe kann sich daneben eigene Aufgaben und Ziele finden. So kommt man sich nicht in die Wege und stolpert nicht. Doch muss der Drang an die "Fleischtöpfe" in Ämtern und Parlamenten jeder selbst beherrschen lernen. In erster Linie ist Links die "Opposition zum Kapitalismus".
Die Linke wird werden.