Die Firma Geohumus meldet, dass sich innerhalb eines Jahres die Zahl seiner Verkaufsstellen verzehnfacht hat. Das ist die gute Nachricht. Dieser Geohumus könnte nämlich eine nützliche Sache für die Menschheit sein. Im Grunde genommen handelt es sich bei dem Produkt um eine Superabsorber wie er auch in
Babywindeln als Feuchtigkeitsspeicher verwendet wird.
Im Gegensatz zu dem in den Babywindeln eingesetztem Stoff geht es aber hier darum den Stoff in den Boden einzubringen. Dort speichert Geohumus die Feuchtigkeit und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Dies ist insbesondere auf sandigen Böden und im Gartenbau eine wichtige Funktion, weil meist mehr als 40 Prozent des Gießwassers verdunsten.
Auch in Sachen Umweltverträglichkeit gibt es eine lange Reihe positiver
Gutachten. Allerdings soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass der Einsatz von Superabsorbern in Tampons zu einem menstruationsbedingten Toxischen Schocksyndrom (TSS) führen kann.
Dies dürfte aber für Geohumus nicht zum Problem werden, da, nach Angaben des Herstellers, die mineralischen Inhaltstoffe aus Vulkangesteinsmehl, Tonmineralien und Silikaten mit dem Superabsorber untrennbar verbunden sind und das poröse, schwammartige, erdähnliche Granulat eine neue Materialklasse bildet.
Der Gießener Professor Hans-Georg Frede berichtete unlängst im Fernsehen von seinen Erfolgen mit Geohumus in ägytischen Mangoplantagen. Mit weniger Bewässerung konnte deutlich bessere Erträge geschaffen werden und auch die Bodenqualität verbesserte sich in Punkto Wärmeerhaltung erheblich, was frühere Fruchtstände und ebenfalls bessere Erträge bedeutet.
Alles in allem scheint sich Geohumus zu einer Erfolgsstory zu entwickeln, wenn da nicht ein bitterer Beigeschmack wäre. Vor einem Jahr hat sich die Milliardärin Susanne Klatten, die namhafte Anteile an BMW, dem Windradbauer Nordex, dem Spezialwerkstoffe-Hersteller SGL Carbon hält und die bald die letzen Aktionäre aus dem Chemieriesen Altana drückt, an Geohumus beteiligt. Das brachte frisches Geld in die Kassen.
Aber kann man sich wirklich noch über die Verfolge von Altana freuen, wenn man genau weiß, dass das Geld von Frau Klatten in wesentlichen Teilen
aus Verbrechen während der Nazizeit und Kriegsgewinnen stammt und damit Blutgeld ist:
Ihre heutige Bedeutung verdankt die Familie dem Textilunternehmer Günther Quandt (1881–1954), der die Aktivitäten der von ihm kontrollierten Unternehmen im Ersten Weltkrieg und in der Zwischenkriegszeit in der Produktion von Rüstungs- und Industriegütern ausbaute. In der Zeit des Nationalsozialismus vermehrte und vergrößerte Quandt den Familienbesitz teils auf Kosten unrechtmäßig enteigneter Konkurrenten und wurde zu einem der größten Rüstungsproduzenten des Dritten Reichs. Die von Quandt und seinen Söhnen geführten Unternehmen beuteten dabei im Zweiten Weltkrieg in enger Zusammenarbeit mit dem Machtapparat des NS-Regimes systematisch die Arbeitskraft von Zwangsarbeitern aus, von denen viele aufgrund der schlechten Behandlung starben. Einer Anklage bei den Nürnberger Prozessen konnten sich die Verantwortlichen aus der Familie entziehen und Teile ihrer Firmen und ihres Vermögens über das Ende der Naziherrschaft hinaus retten. Das heutige Vermögen der Familie wird auf 20 Milliarden Euro geschätzt.
In Wirklichkeit dürfte dieses unrechte Vermögen viel höher liegen und es vermehrt sich effizient. Geohumus ist eine wirklich gute Idee. Aber die Verquickung mit Susanne Klatten, die die Tochter von Herbert Quandt ist, macht es unmöglich sich wirklich darüber zu freuen. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass aus solchem Geld jemals wieder etwas Gutes erwachsen kann. Das unrechte Geld beschädigt das Produkt.
Deshalb gibt es auch ausdrücklich keine Kaufempfehlung für Geohumus. Dazu hat die Familie Quandt den Menschen zuviel angetan. Bei BMW gibt es genügend bessere Alternativen und auch in anderen Fällen kann man Frau Klatten umgehen. Bei Geohumus ginge es vielleicht mit
Soil Moist für das aber zumindest in Deutschland kaum Informationen vorliegen.
Vielleicht kann eine Gruppe von Chemikern diese Verfahren aber einfach im Rahmen von Open Source veröffentlichen und damit dem gesamten Kapital ein Schnippchen schlagen. Das würde vor allem in der dritten Welt vielen Menschen helfen.
Der Menschheit kann mit dem Produkt ARPOLITH, ohne schlechtes Gewissen, geholfen werden. Siehe Einzelheiten unter www.arpolith.de
Mfg
GFG-Gesellschaft für Grün mbH
Rolf Karasek