Immer wenn auf Duckhome der Schluss gezogen wird, dass es einer Revolution bedarf, um die Dinge in Deutschland zu ändern, kommt sofort der Hinweis, das Revolutionen heute und vor allem in Deutschland nicht mehr möglich seien. Es wird auf gleichgeschaltete Medien und die Tendenz der Deutschen verwiesen doch lieber Lampen zu putzen als zu revoluzzen.
Das mag alles richtig sein und auch der Witz, dass der deutsche Revolutionär erst eine Bahnsteigkarte kauft, bevor er den Bahnsteig betritt um zu protestieren. Andererseits gibt es genügend Beispiele für gelungene Revolutionen. Auch in Deutschland. Das Ende der DDR war ein revolutionärer Prozess.
Natürlich gibt es bei allen Revolutionen der Neuzeit auch starke Einflüsse von außen. Der CIA vertritt die Interessen der USA, die FDP Stiftung, wie beim Umsturz in Honduras geschehen, die Interessen der Unterdrücker aus dem Großkapital. Aber das war eigentlich schon immer so. Eine solche Unterstützung von der falschen Seite lässt sich nicht verhindern und ist auch nicht tragisch, solange die Idee der Revolution ihren reinen Geist bewahrt. Wie es gehen könnte und was zu beachten ist versucht die folgende Videoreihe zu zeigen. Immerhin ein Ansatz.
Revolutionen - Eine Gebrauchsanleitung 1/6
Revolutionen - Eine Gebrauchsanleitung 2/6
Revolutionen - Eine Gebrauchsanleitung 3/6
Revolutionen - Eine Gebrauchsanleitung 4/6
Revolutionen - Eine Gebrauchsanleitung 5/6
Revolutionen - Eine Gebrauchsanleitung 6/6
Natürlich werden die Ängstlichen und Feigen jetzt wieder sagen, dass sei doch alles nicht auf das heutige Deutschland zu übertragen. Sicherlich ist es nicht 1:1 übertragbar. Das ist immer so. Aber es wird gezeigt, das Revolution heute noch machbar ist. Es sei aber auch gesagt, dass die Ergebnisse nicht immer überzeugen, was aber meist daran liegt, dass sich kleine Gruppen und Einzelpersonen nach dem Sieg allzu leicht kaufen lassen.
Eine deutsche Revolution müssen sich die Deutschen selbst erarbeiten und auch eine feste und harte Kontrolle ihrer neuen Regierung. So weiter zu machen wie bisher, geht auf gar keinen Fall.
In einem muß ich widersprechen (und es gibt über den ersten (40-jährigen) Versuch auf deutschem Boden (DDR), die Macht des Kapitals zu zerschlagen wahrlich viel defizitäres zu diskutieren, aber die Vorgänge 1989, übrigens im gesamten Warschauer Pakt, waren kein revolutionärer, sondern ein konterrevolutionärer Prozess.
#1.1
Konterrevoluzzer
am
09/01/10 um 11:59
[Antwort]
Wenn Konterrevolution eine Revolution gegen Diktatur, Mord, Fremdenfeindlichkeit und Menschenverachtung ist, dann ein dreifach HOCH der Konterrevolution !!!
@ Herrn Hoff,
es reicht nicht wenn man feststellt was geht, wenn man nicht gleichzeitig erkennt, warum es zur Zeit eben nicht geht.
Die Menschen kennen ihre Situation, sie haben sich mit ihr arrangiert oder auch nicht. Der hauptsächliche Unterschied zur Situation in der DDR ist der, dass die Leute damals ein Ziel hatten und einen ihrer Meinung nach gangbaren Weg dorthin vor Augen. Dieses Ziel und der Weg fehlen derzeit augenscheinlich.
Darum sind dieser Blog und die darin verarbeiteten Themen, mit Verlaub auch nicht dazu geeignet, irgendetwas zu ändern.
Ich hatte vergeblich seit dem Aufschrei der Sozilaverbände auf ein passendes Signal gehofft. Nein, dieses Land ist so gut wie im Märchenschlaf.
Eine Revolution wird es nur im Traum geben, auch wenn ich dafür jetzt ne rote Karte bekomme. Realistisch sollte der Mensch sein und bleiben.
Zu groß ist die Angst der Menschen vor weiteren "Strafen" durch den Staat. Deshalb wird der Großteil weiterhin abnicken und sich dem Schicksal ergeben. Kaum Interessen an dem Kollonialkrieg im Irak, Afghanistan, demnächst auch in Pakistan und dann dem Iran. Nächste Krise, Bürger zahlt - grummelnd aber er zahlt.
So was wie eine kleine Revolution sehen wir bei Stuttgart 21. Das Interessante daran ist, dass fast alle Bevölkerungsgruppen daran teilnehmen und bereit sind auch aktiv zu kämpfen, indem z.B. der Verkehr lahmgelegt wird. Das geht schon über eine reine Demonstration hinaus. Erinnert fast an Wackersdorf.
Sicher ist das keine große Revolution, wie es sich manche vorstellen mögen.
Es zeigt aber, dass eine Mobilisation der "Massen" eben auch heute noch möglich ist.
Es stellt sich dann die Frage, welche Ereignisse und Bedingungen dies bewerkstelligen können.
Die von Sinn angedachte Maut auf alle Straßen könnte so ein Auslöser sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Vermutlich wird aber auch hier der Frosch nur langsam gekocht.
Es ist also schwierig vorherzusagen, welche Bedingungen letzlich zu einer Revolution führen können. Es ist auch sehr schwierig, den Staus Quo zu ermittlen. Pauschal de Mehrheit als ängstliche Schlafschafe zu titulieren, wird der tatsächlichen Situation nicht gerecht.
Äußerst interessant ist z.B. auch, dass Piesper, Barwasser, Schramm und Priol allwöchentlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die Revolution auf der Bühne verkünden und schon mal die Laternenmasten zählen.
Ich gehe davon aus, dass hier bewusst ein Ventil geschaffen worden ist. Ungeachtet dessen, spiegelt sich darin aber die "Volkesseele" irgendwie wider.
Wann und wodurch der Siedepunkt erreicht wird, lässt sich aber beim betsen Willen nicht sagen.
Deutschland läßt sich auch nicht mit der Ukraine vergleichen. Deutschland ist immer noch einer der reichsten Länder weltweit und solange das Leben für die Majorität hier noch bequem ist und primäre und sekundäre Bedürfnisse par excellenz befridigt werden können, gibt es wenig triftigen Grund Sicherheit gegen Freieit zu tauschen.
Die vorangegeangen "Revolutionen2 in Deutschland hatten gänzlich andere Ausgangsbedingungen. Die Triebfeder waren die abgrundiefe Armut und das nackte Überleben.
In eine Phase der Prosperität und dort sind wir eben immer noch, ist es sehr schwierig eine Revolution zu begründen.
Ich lege jetzt noch ein Kaffepad in die Senseo-Maschine.
Ich finde schon hier sollten mal so langsam einige den Hintern von Sofa nehmen auf der Straße ist der richtige Platz, eine Revolution ist überall machbar....habe mal auf deinen Bericht verlinkt!
Ein Systemwechsel ist nötig, ist unbestritten. Dafür die sogenannten Blumenrevolutionen als Beispielhaft heranzuziehen halte ich für naiv wenn nicht sogar für kontraproduktiv. Revolutionen die als Marketingaktionen daherkommen werden von demjenigen gesteuert der das Geld gibt. Der bestimmt die Strategie, die Ziele und wer letztendlich die Macht übernimmt. Das wird der sein, der den Zielen der Geldgeber am besten entspricht. Ein Regimewechsel zum Guten, ist unter diesen Voraussetzungen fraglich.
Im dritten Teil wird kurz angerissen wer die Geldgeber dieser „Revolutionen“ waren. Da ist die Rede von Privatspenden, Unternehmen, Botschaften und Stiftungen. Wer steckt dahinter? Bei einem Namen fiel mir fast der Kaffee aus der Hand. Es ist Bruce Jackson.
Hier die sicher unvollständige, aber trotzdem beindruckende Liste was dieser Mann so treibt:
Diente im Geheimdienst US Military Intelligence (1979-90)
Diente am Office of the Secretary of Defense (1986 -1990)
Mitglied des International Institute for Strategic Studies
Beirat der New Atlantic Initiative
Vize Präsident für Strategie und Planung der Waffen-Division bei Lockheed Martin (1993-2002)
Vorsitzender der Projektleitung für die New American Century ((PNAC)
„des Projekts für das neue amerikanische Jahrhundert“)
Vorsitzender des Komitees für die Befreiung des Iraks (CLI)
Mitglied des Council on Foreign Relations (CFR)
Leitender Berater unter Donald Rumsfeld
Gründung der Stiftung zur „Förderung der Demokratie in einem vereinten Europa“ mit dem Ziel der NATO-Erweiterung
Unter seinem Betreiben erfolgt die Erklärung der Außenminister der" Vilnius Ten ", die in den Beitritt von 10 osteuropäischen Staaten zur NATO mündet.
Der Mann arbeitet für eine neue neoliberale Weltordnung. Auf sein betreiben werden progressive Kräfte kanalisiert und für Ziele missbraucht die wir eigentlich überwinden wollen.
Revolution ist möglich, ist aber ohne konkrete Ziele zum Scheitern verurteilt.
"So weiter zu machen wie bisher, geht auf gar keinen Fall."
Aber leider wird es so weitergehen. Gar nichts wird sich groß ändern. Die Obrigkeitshörigkeit, die Gleichgültigkeit und die Anpassung(sbereitschaft) der Bevölkerung an den Schund der in unserem Land auf politischer Ebene läuft, ist einfach zu enorm.
Sicherlich bin auch ich der Meinung eine friedliche Revolution ist unerlässlich. Sie wird allerdings von wenig Erfolg gekrönt sein, wenn man einige Erfahrungen der letzten Jahrzehnte nicht beachtet. Die Gründe der Unzufriedenheit unserer Bewohner sind nicht alleine im politischen Alltag zu suchen, sondern auch in unser allem Verhalten.
Zum Beispiel wird oft vom Jammern gesprochen..
dazu habe ich einige Ideen gelesen:
Wer jammert, braucht nicht zu handeln.
Wer jammert, will nicht akzeptieren, dass alles seinen Preis hat.
Wer jammert, kann sich als Opfer fühlen.
Wer jammert, erspart sich das Fühlen.
Wer jammert, kann als kritisch gelten.
Wer lange jammert, hat etwas Leidvolles nicht verarbeitet.
Wer jammert, kann nichts tun, findet aber schnell Kontakt.
Ein Grund mehr über unser eigenes Verhalten nachzudenken und konstruktive Vorschläge zu machen. Das jammern war gestern, heute ist der Wille einer echten Demokratie in die Tat umzusetzen.
> Die meisten Leute befinden sich in einem langen Tunnel, aber sie sehen das Licht am Ende nicht.
Offenbar sogar flächendeckend die Belegschaft hier in den Comments - Trauriges Deutschland...
Ach, ich vergaß - sind ja die Anderen grad' wieder schuld. Tschuldigung.
@v. Altheimer sen.: Vielen Dank für Ihre motivierenden Worte, da weiß man wieder, wofür man morgens aufsteht und anpackt. Für die Lutscher, die keine Ziele haben, sich mitten in der Prosperität befinden, denen Revolution nur im Traum erscheint, die betont "realistisch" sind und vor allem wissen, was alles nicht geht, mit Sicherheit nicht. Aber die haben oft genug auch noch mit dem PC-Bild, was sie auf Nachbarn/Chefs/Mitarbeiter/Kunden/Freunde/Geschäftspartner abgeben, zu kämpfen; da ist vorläufig Nachsicht angebracht.
all die bunten revolutionen und auch die "ddr-revolution" wären ohne massive finanzielle mittel und professionelle vorbereitung nicht möglich gewesen. und die beteiligung des cia und ähnlichen organisationen sind ja bewiesen und nicht nur gerüchte. wenn man sich dann noch die "bürgerrechtler" der exddr und ihr revolutionärers domizil - die kirche - betrachtet, die beide als reaktionär angesehen werden dürften,liegt eine einflussnahme von aussen doch ziemlich nahe.
und zum unterschied zu den ddr oberen: die brd eliten dürften hemmungslos von der schusswaffe gebrauch machen lassen oder unsere amerikanischen freunde um hilfe bitten.
und ob der revolutionäre atem auch angesichts von 100ten oder gar 1000den toten ausreicht, wage ich zu bezweifeln. vor allem auch, weil sich die 60% nochwähler ja anscheinend immer noch in einer demokratie wähnen und wohl noch relativ zufrieden sind.
leider müssen wir @Gulli-ex DDR Recht geben.
Das war ein erfolgreicher Aufstand eines Teils der deutschen Bevölkerung ! Alle Achtung und Ehrfurcht!!!
Und es war gleichzeitig die Kapitulation der DDR-Bourgeoisie gegenüber dem westdeutschem und anglo-amerikanischem Kapital und die völlige Unterwerfung unter dieses !!!
Und der Verrat an der Bevölkerung der DDR und der Verkauf und die Vernichtung des Eigentums des Volkes der DDR.
Wenn @Konterrevoluzzer behauptet, es ginge es uns jetzt besser, dann sollte er uns im Westen und die drüben im Osten mal selbst zu Worte kommen lassen.
Mit ´ner Demokratie in der ich als Ossie mir nichts mehr kaufen kann und wie ein Sklave behandelt werde, hatte ich nicht gerechnet.
Von ´ner Demokratie in der ich als Wessie nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wie ein Sklave behandelt werde, das übertrifft selbst meine kühnsten westlichen Träume.
Die Alpträume sind wahr geworden !
Ein wenig Hoffnung geben uns die Geschehnisse in Stuttgart, hier begehrt endlich das Volk wieder einmal auf gegen diesen Wahnsinn.
Viva Fidel ! Viva Chavez !
Eviva la revolucion !!!
Es lebe das deutsche Volk !!!
#12.1
Konterrevoluzzer
am
09/02/10 um 10:53
[Antwort]
@ Schutenkalli,
um Deiner Verwirrung Mal ein wenig Abhilfe zu verschaffen:
1. "Und der Verrat an der Bevölkerung der DDR und der Verkauf und die Vernichtung des Eigentums des Volkes der DDR."
Irrtum, dass hat die SED schon im Vorfeld übernommen, der Rest ist Makulatur und "logische Konsequenz" dessen, der nur zweiter Sieger (hinter der DDR- Bevölkerung) geworden ist.
2. "Wenn @Konterrevoluzzer behauptet, es ginge es uns jetzt besser, dann sollte er uns im Westen und die drüben im Osten mal selbst zu Worte kommen lassen."
Hat er das? Wo?
3. "Mit ´ner Demokratie in der ich als Ossie mir nichts mehr kaufen kann und wie ein Sklave behandelt werde, hatte ich nicht gerechnet."
Nun, 1. ist Mathe :) halt nicht jedermanns Stärke, 2. war die Warendecke im Osten eher dünn (von wegen kaufen können) und 3. gab es Ausbeutung schon im Osten. Da durften auch schon wenige Arbeiter für den sinnfrei aufgeblasenen Wasserkopf schuften.
4. "Von ´ner Demokratie in der ich als Wessie nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wie ein Sklave behandelt werde, das übertrifft selbst meine kühnsten westlichen Träume."
Sklaven müssen (!!!) arbeiten ...
Fazit:
1. "Wer bei der Analyse nur darauf bedacht ist, seine eigenen Worte von gestern nicht in Mißkredit zu bringen, der kann die Kraft zum radikalen Durchdenken nicht aufbringen."
Helmut Schmidt
2. „Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen.“
Meinen Sie auch, daß es zur Erledigung eines rechten Politprovokateurs wie des junge Herrchens Nr. 11 # oben einer MP (vermutlich gemeint Maschenpistole) bedarf? Meiner Erfahrung nach reicht für diese Type paar Maulschellen und dazu reicht
(m)eine linke Hand ...
Die DDR-Revolution wäre ohne sovjetischer Erlaubnis nicht möglich gewesen. Schließlich wäre niemals die Polizei in der Lage gewesen, das Regime zu verteidigen. Ebenso wenig die Stasi. Man vergißt - oder ignoriert - dass Werkzeuge, egal welcher Art, in einer Diktatur nach Kriterien ausgewählt werden, die mit Intelligenz möglichst wenig zu tun haben. Die Werkzeuge sind das Kanonenfutter. Die eigentliche Angst kam von den russischen Panzern.
Was die Revolution in DE angeht: Sie findet doch schon längst stat!! Nur ist man meistens geneigt eine Revolution als etwas machtvolles zu betrachten, das von unten kommt und oben alles wegfegt.
Versuchen wir uns allerdings ein wenig vorzustellen, wir gehören der Kaste der oberen zehntausend an, könnte es sein, dass wir uns als Gewinner betrachten könnten.
Das widerspricht der Definition einer Revollution? Mag sein. Aber das was wir (er)leben ist auch nicht unbedingt eine Demokratie, sondern eher ein Novum. Wer sagt also, wie - und in welche Richtung - eine Revolution auszusehen/zu zielen hat?
Letztendlich stellt eine Revollution zwei Mächte gegenüber. Zum Schluß gewinnt eine davon. Sie hat (schon fast) gewonnen. Ist jedenfalls an einem Hebel, der immer länger wird.
@ Herrn Hoff,
es reicht nicht wenn man feststellt was geht, wenn man nicht gleichzeitig erkennt, warum es zur Zeit eben nicht geht.
Die Menschen kennen ihre Situation, sie haben sich mit ihr arrangiert oder auch nicht. Der hauptsächliche Unterschied zur Situation in der DDR ist der, dass die Leute damals ein Ziel hatten und einen ihrer Meinung nach gangbaren Weg dorthin vor Augen. Dieses Ziel und der Weg fehlen derzeit augenscheinlich.
Darum sind dieser Blog und die darin verarbeiteten Themen, mit Verlaub auch nicht dazu geeignet, irgendetwas zu ändern.
begünstigt durch den gekauften Verräter Gorbatschow.
mit so Suppenkasperln-Oldies wie mir. Und da wird Ihnen, jg. Mann, in der Tat das Lachen bald vergehn ...
v. Altheimer sen., Bonn, 1. September 2010
Eine Revolution wird es nur im Traum geben, auch wenn ich dafür jetzt ne rote Karte bekomme. Realistisch sollte der Mensch sein und bleiben.
Zu groß ist die Angst der Menschen vor weiteren "Strafen" durch den Staat. Deshalb wird der Großteil weiterhin abnicken und sich dem Schicksal ergeben. Kaum Interessen an dem Kollonialkrieg im Irak, Afghanistan, demnächst auch in Pakistan und dann dem Iran. Nächste Krise, Bürger zahlt - grummelnd aber er zahlt.
Sicher ist das keine große Revolution, wie es sich manche vorstellen mögen.
Es zeigt aber, dass eine Mobilisation der "Massen" eben auch heute noch möglich ist.
Es stellt sich dann die Frage, welche Ereignisse und Bedingungen dies bewerkstelligen können.
Die von Sinn angedachte Maut auf alle Straßen könnte so ein Auslöser sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Vermutlich wird aber auch hier der Frosch nur langsam gekocht.
Es ist also schwierig vorherzusagen, welche Bedingungen letzlich zu einer Revolution führen können. Es ist auch sehr schwierig, den Staus Quo zu ermittlen. Pauschal de Mehrheit als ängstliche Schlafschafe zu titulieren, wird der tatsächlichen Situation nicht gerecht.
Äußerst interessant ist z.B. auch, dass Piesper, Barwasser, Schramm und Priol allwöchentlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen die Revolution auf der Bühne verkünden und schon mal die Laternenmasten zählen.
Ich gehe davon aus, dass hier bewusst ein Ventil geschaffen worden ist. Ungeachtet dessen, spiegelt sich darin aber die "Volkesseele" irgendwie wider.
Wann und wodurch der Siedepunkt erreicht wird, lässt sich aber beim betsen Willen nicht sagen.
Deutschland läßt sich auch nicht mit der Ukraine vergleichen. Deutschland ist immer noch einer der reichsten Länder weltweit und solange das Leben für die Majorität hier noch bequem ist und primäre und sekundäre Bedürfnisse par excellenz befridigt werden können, gibt es wenig triftigen Grund Sicherheit gegen Freieit zu tauschen.
Die vorangegeangen "Revolutionen2 in Deutschland hatten gänzlich andere Ausgangsbedingungen. Die Triebfeder waren die abgrundiefe Armut und das nackte Überleben.
In eine Phase der Prosperität und dort sind wir eben immer noch, ist es sehr schwierig eine Revolution zu begründen.
Ich lege jetzt noch ein Kaffepad in die Senseo-Maschine.
Im dritten Teil wird kurz angerissen wer die Geldgeber dieser „Revolutionen“ waren. Da ist die Rede von Privatspenden, Unternehmen, Botschaften und Stiftungen. Wer steckt dahinter? Bei einem Namen fiel mir fast der Kaffee aus der Hand. Es ist Bruce Jackson.
Hier die sicher unvollständige, aber trotzdem beindruckende Liste was dieser Mann so treibt:
Diente im Geheimdienst US Military Intelligence (1979-90)
Diente am Office of the Secretary of Defense (1986 -1990)
Mitglied des International Institute for Strategic Studies
Beirat der New Atlantic Initiative
Vize Präsident für Strategie und Planung der Waffen-Division bei Lockheed Martin (1993-2002)
Vorsitzender der Projektleitung für die New American Century ((PNAC)
„des Projekts für das neue amerikanische Jahrhundert“)
Vorsitzender des Komitees für die Befreiung des Iraks (CLI)
Mitglied des Council on Foreign Relations (CFR)
Leitender Berater unter Donald Rumsfeld
Gründung der Stiftung zur „Förderung der Demokratie in einem vereinten Europa“ mit dem Ziel der NATO-Erweiterung
Unter seinem Betreiben erfolgt die Erklärung der Außenminister der" Vilnius Ten ", die in den Beitritt von 10 osteuropäischen Staaten zur NATO mündet.
Der Mann arbeitet für eine neue neoliberale Weltordnung. Auf sein betreiben werden progressive Kräfte kanalisiert und für Ziele missbraucht die wir eigentlich überwinden wollen.
Revolution ist möglich, ist aber ohne konkrete Ziele zum Scheitern verurteilt.
Aber leider wird es so weitergehen. Gar nichts wird sich groß ändern. Die Obrigkeitshörigkeit, die Gleichgültigkeit und die Anpassung(sbereitschaft) der Bevölkerung an den Schund der in unserem Land auf politischer Ebene läuft, ist einfach zu enorm.
http://mywakenews.wordpress.com/2010/09/01/sklaverei-und-die-8-vorhange/
Die meisten Leute befinden sich in einem langen Tunnel, aber sie sehen das Licht am Ende nicht.
Zum Beispiel wird oft vom Jammern gesprochen..
dazu habe ich einige Ideen gelesen:
Wer jammert, braucht nicht zu handeln.
Wer jammert, will nicht akzeptieren, dass alles seinen Preis hat.
Wer jammert, kann sich als Opfer fühlen.
Wer jammert, erspart sich das Fühlen.
Wer jammert, kann als kritisch gelten.
Wer lange jammert, hat etwas Leidvolles nicht verarbeitet.
Wer jammert, kann nichts tun, findet aber schnell Kontakt.
Ein Grund mehr über unser eigenes Verhalten nachzudenken und konstruktive Vorschläge zu machen. Das jammern war gestern, heute ist der Wille einer echten Demokratie in die Tat umzusetzen.
Offenbar sogar flächendeckend die Belegschaft hier in den Comments - Trauriges Deutschland...
Ach, ich vergaß - sind ja die Anderen grad' wieder schuld. Tschuldigung.
@v. Altheimer sen.: Vielen Dank für Ihre motivierenden Worte, da weiß man wieder, wofür man morgens aufsteht und anpackt. Für die Lutscher, die keine Ziele haben, sich mitten in der Prosperität befinden, denen Revolution nur im Traum erscheint, die betont "realistisch" sind und vor allem wissen, was alles nicht geht, mit Sicherheit nicht. Aber die haben oft genug auch noch mit dem PC-Bild, was sie auf Nachbarn/Chefs/Mitarbeiter/Kunden/Freunde/Geschäftspartner abgeben, zu kämpfen; da ist vorläufig Nachsicht angebracht.
scnr
hata mari grüßt alle Hamsterradmotoren.
und zum unterschied zu den ddr oberen: die brd eliten dürften hemmungslos von der schusswaffe gebrauch machen lassen oder unsere amerikanischen freunde um hilfe bitten.
und ob der revolutionäre atem auch angesichts von 100ten oder gar 1000den toten ausreicht, wage ich zu bezweifeln. vor allem auch, weil sich die 60% nochwähler ja anscheinend immer noch in einer demokratie wähnen und wohl noch relativ zufrieden sind.
......lach...von Alsheimer.....weisst doch bestimmt nicht mal, wie man eine MP bedient.....
leider müssen wir @Gulli-ex DDR Recht geben.
Das war ein erfolgreicher Aufstand eines Teils der deutschen Bevölkerung ! Alle Achtung und Ehrfurcht!!!
Und es war gleichzeitig die Kapitulation der DDR-Bourgeoisie gegenüber dem westdeutschem und anglo-amerikanischem Kapital und die völlige Unterwerfung unter dieses !!!
Und der Verrat an der Bevölkerung der DDR und der Verkauf und die Vernichtung des Eigentums des Volkes der DDR.
Wenn @Konterrevoluzzer behauptet, es ginge es uns jetzt besser, dann sollte er uns im Westen und die drüben im Osten mal selbst zu Worte kommen lassen.
Mit ´ner Demokratie in der ich als Ossie mir nichts mehr kaufen kann und wie ein Sklave behandelt werde, hatte ich nicht gerechnet.
Von ´ner Demokratie in der ich als Wessie nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wie ein Sklave behandelt werde, das übertrifft selbst meine kühnsten westlichen Träume.
Die Alpträume sind wahr geworden !
Ein wenig Hoffnung geben uns die Geschehnisse in Stuttgart, hier begehrt endlich das Volk wieder einmal auf gegen diesen Wahnsinn.
Viva Fidel ! Viva Chavez !
Eviva la revolucion !!!
Es lebe das deutsche Volk !!!
um Deiner Verwirrung Mal ein wenig Abhilfe zu verschaffen:
1. "Und der Verrat an der Bevölkerung der DDR und der Verkauf und die Vernichtung des Eigentums des Volkes der DDR."
Irrtum, dass hat die SED schon im Vorfeld übernommen, der Rest ist Makulatur und "logische Konsequenz" dessen, der nur zweiter Sieger (hinter der DDR- Bevölkerung) geworden ist.
2. "Wenn @Konterrevoluzzer behauptet, es ginge es uns jetzt besser, dann sollte er uns im Westen und die drüben im Osten mal selbst zu Worte kommen lassen."
Hat er das? Wo?
3. "Mit ´ner Demokratie in der ich als Ossie mir nichts mehr kaufen kann und wie ein Sklave behandelt werde, hatte ich nicht gerechnet."
Nun, 1. ist Mathe :) halt nicht jedermanns Stärke, 2. war die Warendecke im Osten eher dünn (von wegen kaufen können) und 3. gab es Ausbeutung schon im Osten. Da durften auch schon wenige Arbeiter für den sinnfrei aufgeblasenen Wasserkopf schuften.
4. "Von ´ner Demokratie in der ich als Wessie nach einem Jahr Arbeitslosigkeit wie ein Sklave behandelt werde, das übertrifft selbst meine kühnsten westlichen Träume."
Sklaven müssen (!!!) arbeiten ...
Fazit:
1. "Wer bei der Analyse nur darauf bedacht ist, seine eigenen Worte von gestern nicht in Mißkredit zu bringen, der kann die Kraft zum radikalen Durchdenken nicht aufbringen."
Helmut Schmidt
2. „Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen.“
Karl Marx
Meinen Sie auch, daß es zur Erledigung eines rechten Politprovokateurs wie des junge Herrchens Nr. 11 # oben einer MP (vermutlich gemeint Maschenpistole) bedarf? Meiner Erfahrung nach reicht für diese Type paar Maulschellen und dazu reicht
(m)eine linke Hand ...
v.A.
Was die Revolution in DE angeht: Sie findet doch schon längst stat!! Nur ist man meistens geneigt eine Revolution als etwas machtvolles zu betrachten, das von unten kommt und oben alles wegfegt.
Versuchen wir uns allerdings ein wenig vorzustellen, wir gehören der Kaste der oberen zehntausend an, könnte es sein, dass wir uns als Gewinner betrachten könnten.
Das widerspricht der Definition einer Revollution? Mag sein. Aber das was wir (er)leben ist auch nicht unbedingt eine Demokratie, sondern eher ein Novum. Wer sagt also, wie - und in welche Richtung - eine Revolution auszusehen/zu zielen hat?
Letztendlich stellt eine Revollution zwei Mächte gegenüber. Zum Schluß gewinnt eine davon. Sie hat (schon fast) gewonnen. Ist jedenfalls an einem Hebel, der immer länger wird.