Immer wenn von Revolution gesprochen wird, kommt sofort der Einwand, dass eine Revolution heute nicht mehr möglich sei. Das wird dann auch immer sorgfältig begründet und im Zweifelsfall werden erfolgreiche Revolutionen dadurch diffamiert, dass sie angeblich von Hintermännern mit der falschen Absicht finanziert wurden.
n Portugal kam 1926 eine Militärjunta unter General Carmona durch einen Putsch an die Macht. Mehr als Spanien bemühte sich Portugal besonders ab 1932 unter Carmonas Nachfolger Salazar um eine Distanzierung vom italienischen Faschismus und vom deutschen Nationalsozialismus. 1933 baute Salazar seine Macht durch eine neue Verfassung und die Abschaffung des Parlamentarismus aus. Portugal verbündete sich im Zweiten Weltkrieg mit Spanien zum Bloco Ibérico. Das autoritäre Regime des Estado Novo blieb von den Alliierten unangetastet und bestand fort.
1949 wurde Portugal Gründungsmitglied der NATO. Damit unterstrich Portugal seine Haltung gegen den Kommunismus.
1968 wurde Salazar von Marcello Caetano abgelöst. Am Charakter der Diktatur änderte dies nur wenig. Sie ähnelte der in Spanien unter Franco, trotz einer leichten Verbesserung unter Caetano. So gab es keine freien Gewerkschaften, sondern nur nach Berufsständen organisierte Scheingewerkschaften.
Begleitet von Instrumenten wie Pressezensur und Folter versuchte Salazar ein System zu verwirklichen, das als Quinta (ein gegen äußere Einflüsse abgeschlossenes Landgut) bezeichnet wurde. Innerhalb dieser statisch-geschlossenen Gesellschaft sollte nur die Elite herrschen (daher der Schlachtruf „O povo é quem mais ordena“ (dt. etwa: „Das Volk regiert/ befiehlt“) aus dem Lied „Grândola, Vila Morena“). Aus dieser Geisteshaltung wird die Abwehr gegen moderne Entwicklungen wie Industrialisierung, Tourismus und Bildung verständlich. Die vierjährige Grundschule für das Volk verstand er als Zugeständnis. So hielt das Regime, der sogenannte „Estado Novo“ (Neuer Staat), das Volk bewusst in Armut und Unwissenheit; über ein Drittel des Volkes waren unter Salazar Analphabeten. Intellektuellen blieb nur die äußere oder innere Emigration.
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Im Februar 1974 veröffentlichte General António de Spínola sein Buch Portugal e o Futuro (Portugal und die Zukunft), das besonders in militärischen Kreisen Furore machte. Spínola analysierte darin Portugals „systemimmanente Diskrepanz“ gegenüber den anderen westeuropäischen Staaten, die es in eine wirtschaftliche und politische Isolation gebracht hätte. Die Zukunft Portugals hänge vor allem vom Ausgang des Kolonialkriegs ab, der zu viele Menschenleben kostete und bis zu 50 % des Staatshaushaltes verschlang, militärisch aber nicht zu gewinnen sei. Spínola schlug eine „neue nationale Strategie“ vor, in der die Teilnahme des Volkes am politischen Willensbildungprozesses und das Recht der Kolonien auf Selbstbestimmung gewährleistet sein sollten.
Für die „Bewegung der Streitkräfte“ („Movimento das Forças Armadas“ kurz: MFA) war dieses Buch das Signal zum Aufbruch. Es war eine schallende Ohrfeige für die Kolonialpolitik des Caetano-Regimes durch den zweiten Mann der Militärhierarchie. Erst dadurch erhielt das MFA größeren Zulauf im Volk.
Am 24. April 1974 um 22:50 Uhr spielte der portugiesische Rundfunk das Liebeslied E depois do adeus (Nach dem Abschied) von Paulo de Carvalho. Dies war das verabredete Signal an die aufständischen Truppen.
Als Revolutionslied berühmt wurde aber ein anderes Lied: Grândola, Vila Morena (Grândola, braungebrannte Stadt). Gegen 0:30 Uhr am 25. April las der Sprecher des katholischen Rundfunks Rádio Renascença die erste Strophe des von der Diktatur verbotenen Liedes, danach erklang das Lied selbst, gesungen von dem antifaschistischen Protestsänger Zeca Afonso.
Für alle militärischen Einheiten, die sich zur „Bewegung der Streitkräfte“ bekannten, waren die Verse das vereinbarte Zeichen zum bewaffneten Aufstand. Knapp 18 Stunden später hatte die „Bewegung der Streitkräfte“ Europas älteste Diktatur gestürzt.
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Die Nelkenrevolution (portugiesisch: Revolução dos Cravos?/i oder einfach 25 de Abril) bezeichnet den linksgerichteten Aufstand großer Teile der Armee in Portugal am 25. April 1974 gegen die autoritäre Diktatur des sogenannten Estado Novo. Sie verdankt ihren Namen den Nelken, die den aufständischen Soldaten – im Rahmen des allgemeinen Volksfestes und der Freude angesichts der Ereignisse – in die Gewehrläufe gesteckt wurden. Sie verlief beinahe unblutig – es gab vier Tote, als verbleibende regimetreue Truppen vor dem Sitz der portugiesischen Geheimpolizei auf unbewaffnete Demonstranten feuerten – und eröffnete den Weg zur demokratischen Dritten Republik.
Die Nelkenrevolution markiert aus heutiger Sicht den Anfang vom Ende des ursprünglichen Nachkriegseuropas.
..sag mal, was für einen Staat genau wünschst Du Dir, lieber Jochen ?
Wie soll der aussehen. Das ist das, was ich nicht kapiere.
Gibt es da ein >Vorbildstaat, damit sich das in meinem Vorstellungsvermögen etwas konkretisiert ohne mir irgendwelche Beleidigungen anhören zu müssen ?
Keine Angst, bin kein FDP`ler , die Du so gerne hast, bin aber auch kein Linker.
Nein. Es gibt keinen Vorbildstaat. Mein Idealstaat verfügt über eine direkte Demokratie mit Abwahlrecht und ohne Parteien und Fraktionen. Da der Mensch auf Wettbewerb aus ist, bleibt er auch ein kapitalistischer Staat, indem aber der Raubgier des Menschen sehr starke Grenzen gesetzt werden.
Als Steuerprinzip gilt, dass der, der den meisten Ertrag hat, auch die meisten Lasten tragen muss und zwar in der Realität, nicht nur akademisch.
Patente gäbe es nur sehr kurzfristig, ein Missbrauch von Patenten um Entwicklungen anderer zu verhindern würde den sofortigen Entzug bedeuten.
Bildung und vor allem Weiterbildung währen verpflichtend, würden aber auch entsprechend entlohnt. ...
Vieles ist in Einzelartikeln hier beschrieben, und es ist mir unmöglich dir jetzt umfassend zu antworten, aber als Richtung müsste es genügen.
Wie soll der aussehen. Das ist das, was ich nicht kapiere.
Gibt es da ein >Vorbildstaat, damit sich das in meinem Vorstellungsvermögen etwas konkretisiert ohne mir irgendwelche Beleidigungen anhören zu müssen ?
Keine Angst, bin kein FDP`ler , die Du so gerne hast, bin aber auch kein Linker.
Als Steuerprinzip gilt, dass der, der den meisten Ertrag hat, auch die meisten Lasten tragen muss und zwar in der Realität, nicht nur akademisch.
Patente gäbe es nur sehr kurzfristig, ein Missbrauch von Patenten um Entwicklungen anderer zu verhindern würde den sofortigen Entzug bedeuten.
Bildung und vor allem Weiterbildung währen verpflichtend, würden aber auch entsprechend entlohnt. ...
Vieles ist in Einzelartikeln hier beschrieben, und es ist mir unmöglich dir jetzt umfassend zu antworten, aber als Richtung müsste es genügen.