Wie dpa meldet, hat die
deutsche Wirtschaft im Frühjahr trotz der fulminanten Exporte geschwächelt. Das berichtete das Statistische Bundesamt. Zwar schiebe der Exportboom die Konjunktur an und werde Deutschland voraussichtlich auch dieses Jahr wieder zum Exportweltmeister machen.
Wir wissen ja das die Auswertung des Statistisches Bundesamtes immer so gestaltet werden, das sie den Wünschen der Politik entsprechen. Deshalb hängen einige Verlautbarungen immer so seltsam in der Luft und wirken wie Dreiräder denen ein hinteres Rad fehlt. Man kann damit fahren aber, das Richtige ist es nicht.
Deshalb muss man dieser Meldung eben ihr drittes Rad zurückgeben, das vielleicht arglistig verschwiegen wurde.
Die Binnenkonjunktur lahmt, weil die Menschen in Deutschland viel zu wenig verdienen. Es wurde jahrzehntelang dem bösen Willen der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten nachgegeben und Lohndrückerei in größtem Ausmaß betrieben. Gleichzeitig wurden auch die Renten und die Transferleistungen erheblich gekürzt. All diese gekürzten Mittel sind in die Taschen des Großkapitals geflossen, wurden bei Spekulationen verbrannt oder bilden Blasen bei Hypotheken und Aktien.
Leuten die schon mehr Geld haben, als sie jemals vernünftig verwenden können, immer neue Geschenke zu machen, ist unsinnig, weil dieses Geld eben nicht in Konsum fließt, sondern im Ausland verschwindet. Die Münchner Rück wird im zweiten Halbjahr 2007 vermutlich 400 Millionen alleine durch Steuersenkungen verdienen. Da kauft die aber keine Brötchen von, und finanziert auch keine Arbeitsplätze in Deutschland.
Die 100 Millionen die sie schon jetzt zugeben, die sie in der amerikanischen Hypothekenblase verzockt haben, die werden sie hier von ihren Steuern abziehen und von den Bürgern bezahlen lassen. Damit sind schon 500 Millionen alleine in dieser Quelle verschwunden. Daimler wird Chrysler abschreiben und Hinz den Kunz. Es geht um etliche Milliarden, die aus der deutschen Produktivität und der Arbeitsleistung der Menschen hier gepresst werden, um sie in Las Vegas oder an der Wallstreet auf die Spieltische zu werfen.
Sieht man dazu noch das Urteil des Nürnberger Arbeitsgerichtes das streiken verbietet, wenn es dem Gegner weh tut, dann ist die nächste Runde der Lohnkürzungen wohl schon eingeleitet, ohne das sich jemand noch wehren könnte. Wäre unser Statistisches Bundesamt auch nur für Sekunden ehrlich, müsste es zugeben, das wir mit den niedrigen Löhnen und ohne Mindestlohn unserer Konjunktur erheblich schaden.
Sie müssten zugeben, das die niedrigen Steuern auf das Kapital die durch die vielen Schlupflöcher entstehen, den Staat in seiner Handlungsfähigkeit beschränken und einen schnellen Schuldenabbau unmöglichmachen.
Aber Statistik ist ja die älteste Lüger der Menschheit und anders als das älteste Gewerbe der Welt, auch zu nichts zu gebrauchen, außer um zu lügen.



















