DIE PILLE
Dieser Kurztext von Ines Fritz aus/in Madgeburg/Elbe, einer im Selbstverständnis streitbaren linken Autorin anarchafeministischer Richtung, erinnert in dichter Beschreibung in doppelter Weise an öffentlich Verdrängtes: Sowohl aus den späten DDR-Jahren als auch aus einem Segment der versteckten Gesellschaft. Was Sexualität im Schüler- und Studentenmilieu (West) zwischen den Mitten der 1950er und der 1960er Jahre vor der sich im Lebensalltag durchsetzenden „Pille“ als historisch neuem Oralkonzeptivum bedeutete hat die Autorin Mechthild Curtius in ihrem wichtigen Zeitroman JELÄNGERJELIEBER (Benzinger 1983, 221 p.) erzählt. Und inzwischen gilt auch als wissenschaftlich aufgearbeitet was „die Pille“ als generativ verstandener Erfahrungszusammenhang von Frauen in den anderthalb Jahrzehnten ihrer gesellschaftlich-allgemeinen Anwendung in der Alt-BRD bedeutete (Eva-Maria Silies, Liebe, Lust und Last […], Wallstein 2010, 484 p.).
Ines Fritz´ Textmignette mag in einer Hinsicht auch besondere historische Forschung anregen: Immer dann, wenn es keine anderen wesentlichen Quellen gibt, können auch "fiktionalliterarische Werke, Märchen und ähnliche Schriften" von zunächst geringe(re)m Quellenwert wichtig(er) werden und "von großem Wert" sein, "um uns mit den Gefühlen vertraut zu machen; und manchmal ist ein indirektes Zeugnis in dieser Form wichtiger als ein direktes Zeugnis [...] und vermittelt uns eine bessere synthetische Vorstellung als direkte, vielfältige und verwirrende Zeitzeugnisse." (Vilfredo Pareto, Tarattato di sociologia generale, vol. I, ²1923: § 545). Und mehr noch: Auch diese (Gast-) Autorin kämpft, um einen akademischen Lehrer, Wolf(gang) Abendroth (1906-1985), zu zitieren, gegen die "Enthistorisierung des menschlichen Bewußstseins".
Als unabhängiger plebejischer Link(sintellektuell)er widerspreche ich der kürzlich von Prof. Georg Fülberth (junge Welt 24. November 2010) vertretenen doppelt falschen Ja-Nein-Vorstellung von „Erinnerung“ mit klarem Jein und Jaber: Ein Korn ist ein Korn ist ein Korn, Körner sind Körner und keine Haufen - Es gibt sowohl Drittes als auch Viertes - Erinnerungen und Vorstellungen vergangener Zeiten und ihrer alltäglichen Lebensweisen sowohl als künstlerische Bilder als auch als wissenschaftliche Begriffe. Eines dieser vergangenen Bilder scheint als Bild einer Vergangenheit in Ines Fritz´ Kurztext DIE PILLE spurenhaft auf und verweist zugleich auch darauf, daß - vielleicht schon im nächstens beginnenden nächsten Jahrzehnt - Literatur in Ganzdeutschland nicht wie gegenwärtig eine delectarisch so spannungslose wie prodessisch so dumpfe "gediegene Mittelstandsparty" (Ursula März: Die Zeit 7. Oktober 2010) bleiben muß … auch wenn, zugegeben und weder als richtungsweisend noch als ermutigend zu bewerten, die Steigerung von literarischem Müll 2009 sogar für nobelpreiswürdig erklärt wurde. Freilich gilt auch hier: Das letzte, was Du verlierst, ist immer die Hoffnung: La esperanza es lo último que se pierde ... und daß Du, wenn Du den letzten Weg gehst, nie sagen sollst: No digas nunca que esta senda es la final [ra]
Die Pille und andere Enthemmer
Ines Fritz
Bevor ich richtigen Sex hatte, nahm ich schon die Pille. Meine Mutti erklärte mir, dass die auch gegen Pickel hilft und gegen Regelschmerzen. Außerdem kostet sie nichts. Vati kennt sich mit Frauenfragen nicht aus. Dass es nichts kostet, fand er gut. Während unserer Mutter-Tochter-Gespräche, zeigte sie mir „Einlagen“, die aussahen wie „Surfbretter“ und wo die Yvett Intim Waschlotion steht. Vati war da bestimmt im Garten oder Abwaschen. Aber Mutti hatte Ahnung, und ihre Frauenärztin war dann auch meine. Eine kräftige Frau mit zupackenden Händen. Ihre Praxis hatte sie in einer Parterre-Wohnung im Nachbarblock.
Überhaupt sei die Pille gut, schadet nicht und nütze nur, so hieß es. Mein Freund sagte das auch. Er war schon in der 10., sah im Halbdunkeln aus wie Pierre Cosso in „Cinderella ´80“ und hatte eine blau und gelb lackierte ETZ 125, sehr schick, sehr auffällig und sie röhrte dazu. Manchmal fuhren wir einfach in den Sonnenuntergang, aber häufiger verbrannte ich mir beim Absteigen am verchromten Auspuff den nackten Unterschenkel. Stolz führte ich dann meine Brandwunden in den Hofpausen vor und erklärte ausführlich deren Herkunft. Während des Unterrichts lernten wir auch wie man Kinder macht und – sehr wichtig – zu verhüten. Wir lernten auch, wie man sich selbstverwirklicht, nach sozialistischen Werten. Die Darstellungen zur Anatomie der Geschlechtsorgane eines normgerechten DDR-Bürgers waren simpel, die Texte eingängig und das Wissen überschaubar, wie alles ]in der DDR. Man sagte im öffentlichen Sprachgebrauch Scheide und Penis und im Privaten Muschi und Pullermann und kannte alles in Natura und aus nächster Nähe, eben vom FKK, aus der Umkleide, der Funzel und aus dem Magazin. Scham war selten, Nacktheit und Zoten alltäglich, wir waren eben aufgeklärt. Aber von der Liebe wusste ich nichts, auch nicht um deren Fehlschläge. Vor dem Probieren in der Liebe hatte aber auch ich keine Angst. Der Pille und dem Kinderbuch Verlag Berlin haben wir Schlüsselkinder die sexuelle Freiheit zu verdanken. Auch wusste ich, dass man es immer jemandem sagen kann, wenn einem etwas Schlimmes passiert, den Eltern, dem ABV, dem Pionierleiter oder dem FDJ-Sekretär. Aber eigentlich dachte ich, die wüssten sowieso alles und würden es schon irgendwie verhindern.
So wirklich schlimme Sachen gab es bei uns auch nicht. Weder zuhause noch in der Schule. Einmal munkelte man, eine aus der 10ten wäre schwanger, aber sie war es dann irgendwie doch nicht. Später erfuhr ich, dass es Abtreibungen auch umsonst gab. Darüber redete aber niemand gern. Meine Eltern nie. Beide arbeiteten in Schichten. Meine Mutter im staatlichen Wochenheim, mein Vater im Schwermaschinenbau, dem Thälmannwerk. Die Hausarbeit teilten sich beide, Vater das Grobe, Mutter die Feinheiten. Vater lebte und arbeitete mit einem weißen Unterhemd, Mutti im pastellfarbenen Baumwollkittel, manchmal auch aus geblümten Dederon. Tanzabende und Theater gab es für sie selten, ich war ein verwöhntes Kind. Aber zwischen Vatis Aufbruch in die Spätschicht und Muttis Ende der Frühschicht, lagen fast genau zwei Stunden Langeweile. In denen stöberte ich am liebsten in Schränken. Auch im Schlafzimmerschrank, ganz oben und ganz hinten. Kein Weihnachtsgeschenk war vor mir sicher. Und kein Buch öde genug, um nicht durchblättert zu werden. Trotzdem glaubte ich jedem „Geheimtip“ unter Pickelgesichtigen und schmierte mir auch mal Perlodont auf die Stirn und fönte die weißen Schicht trocken. Erfolglos.
Ich glaube, meine Eltern wussten von meinen Hobbys, also mindestens von einem, dem Lesen der Bücher aus der elterlichen Minibibliothek. Irgendwann – und ich glaube, es war kein Zufall - fand ich ein buntes, schmales Buch: Denkst du schon Liebe?. Ich stöberte prompt und nun war die Liebe kein Geheimnis mehr, dachte ich. Mit der Pille war ich auf der sicheren Seite und mit Mondos konnte er umgehen, hoffte ich. Wahrscheinlich würde es bluten und mir ein bisschen wehtun, aber später wird es dann auch für mich richtig schön, hoffte auch mein Freund. Ich begriff noch nicht, dass es dabei auch irgendwie um mich gehen wird. Wir machten es dann im Schlafsack beim Lagerfeuer am Baggersee. Und nun müsse ich auch bei ihm bleiben, weil er mich entjungfert hatte. Ich fand das damals sehr romantisch. Den ersten Mann vergisst keine Frau, aber ich wusste da leider noch nicht, dass ich nun auch eine war. Von sozialer Bedingtheit sexueller Beglückung wusste mein Freund leider nichts. Und mir war die „die vollzogene Gleichberechtigung von Mann und Frau in unserer sozialistischen Gesellschaft“ immer noch ein Rätsel: An der Werkbank: ja- aber im Bett?
Ich schlief mit ihm, da war ich noch ein Thälmannpionier. Aber eben dank DDR-Aufklärungslektüre nicht, weil er so wollte, sondern um ihm meine Liebe zu beweisen. Und es konnte ja auch nichts passieren. Pickel waren die schrecklichsten Angstgegner meiner Pubertät und Zahnpasta der Sieger. Geliebt zu werden war auch in der Polytechnischen Oberschule Herman Danz das Wichtigste für Mädchen und Sex eben die Lösung. Gegen alle sonstigen Risiken gab es ja die Pille. Verhindern konnten meine sexuellen Experimente weder die FDJ noch meine Eltern, aber niemand musste sich mehr Sorgen machen, von denen ich noch nicht wusste, dass es sie überhaupt gab.
[Erstdruck im von Franziska Kleiner herausgegeben Sammelband „Leben in der DDR“. Berlin: Eulenspiegel Verlag, 2009, 304 p.; ISBN 978-3-359-02209-1 -> http://www.eulenspiegel-verlag.de/programm-1/titel/4-Leben_in_der_DDR.html; für diese Netzveröffentlichung von der Autorin geringst erweitert ©Autorin (2010)]
Ines Fritz´ Textmignette mag in einer Hinsicht auch besondere historische Forschung anregen: Immer dann, wenn es keine anderen wesentlichen Quellen gibt, können auch "fiktionalliterarische Werke, Märchen und ähnliche Schriften" von zunächst geringe(re)m Quellenwert wichtig(er) werden und "von großem Wert" sein, "um uns mit den Gefühlen vertraut zu machen; und manchmal ist ein indirektes Zeugnis in dieser Form wichtiger als ein direktes Zeugnis [...] und vermittelt uns eine bessere synthetische Vorstellung als direkte, vielfältige und verwirrende Zeitzeugnisse." (Vilfredo Pareto, Tarattato di sociologia generale, vol. I, ²1923: § 545). Und mehr noch: Auch diese (Gast-) Autorin kämpft, um einen akademischen Lehrer, Wolf(gang) Abendroth (1906-1985), zu zitieren, gegen die "Enthistorisierung des menschlichen Bewußstseins".
Als unabhängiger plebejischer Link(sintellektuell)er widerspreche ich der kürzlich von Prof. Georg Fülberth (junge Welt 24. November 2010) vertretenen doppelt falschen Ja-Nein-Vorstellung von „Erinnerung“ mit klarem Jein und Jaber: Ein Korn ist ein Korn ist ein Korn, Körner sind Körner und keine Haufen - Es gibt sowohl Drittes als auch Viertes - Erinnerungen und Vorstellungen vergangener Zeiten und ihrer alltäglichen Lebensweisen sowohl als künstlerische Bilder als auch als wissenschaftliche Begriffe. Eines dieser vergangenen Bilder scheint als Bild einer Vergangenheit in Ines Fritz´ Kurztext DIE PILLE spurenhaft auf und verweist zugleich auch darauf, daß - vielleicht schon im nächstens beginnenden nächsten Jahrzehnt - Literatur in Ganzdeutschland nicht wie gegenwärtig eine delectarisch so spannungslose wie prodessisch so dumpfe "gediegene Mittelstandsparty" (Ursula März: Die Zeit 7. Oktober 2010) bleiben muß … auch wenn, zugegeben und weder als richtungsweisend noch als ermutigend zu bewerten, die Steigerung von literarischem Müll 2009 sogar für nobelpreiswürdig erklärt wurde. Freilich gilt auch hier: Das letzte, was Du verlierst, ist immer die Hoffnung: La esperanza es lo último que se pierde ... und daß Du, wenn Du den letzten Weg gehst, nie sagen sollst: No digas nunca que esta senda es la final [ra]
Die Pille und andere Enthemmer
Ines Fritz
Bevor ich richtigen Sex hatte, nahm ich schon die Pille. Meine Mutti erklärte mir, dass die auch gegen Pickel hilft und gegen Regelschmerzen. Außerdem kostet sie nichts. Vati kennt sich mit Frauenfragen nicht aus. Dass es nichts kostet, fand er gut. Während unserer Mutter-Tochter-Gespräche, zeigte sie mir „Einlagen“, die aussahen wie „Surfbretter“ und wo die Yvett Intim Waschlotion steht. Vati war da bestimmt im Garten oder Abwaschen. Aber Mutti hatte Ahnung, und ihre Frauenärztin war dann auch meine. Eine kräftige Frau mit zupackenden Händen. Ihre Praxis hatte sie in einer Parterre-Wohnung im Nachbarblock.
Überhaupt sei die Pille gut, schadet nicht und nütze nur, so hieß es. Mein Freund sagte das auch. Er war schon in der 10., sah im Halbdunkeln aus wie Pierre Cosso in „Cinderella ´80“ und hatte eine blau und gelb lackierte ETZ 125, sehr schick, sehr auffällig und sie röhrte dazu. Manchmal fuhren wir einfach in den Sonnenuntergang, aber häufiger verbrannte ich mir beim Absteigen am verchromten Auspuff den nackten Unterschenkel. Stolz führte ich dann meine Brandwunden in den Hofpausen vor und erklärte ausführlich deren Herkunft. Während des Unterrichts lernten wir auch wie man Kinder macht und – sehr wichtig – zu verhüten. Wir lernten auch, wie man sich selbstverwirklicht, nach sozialistischen Werten. Die Darstellungen zur Anatomie der Geschlechtsorgane eines normgerechten DDR-Bürgers waren simpel, die Texte eingängig und das Wissen überschaubar, wie alles ]in der DDR. Man sagte im öffentlichen Sprachgebrauch Scheide und Penis und im Privaten Muschi und Pullermann und kannte alles in Natura und aus nächster Nähe, eben vom FKK, aus der Umkleide, der Funzel und aus dem Magazin. Scham war selten, Nacktheit und Zoten alltäglich, wir waren eben aufgeklärt. Aber von der Liebe wusste ich nichts, auch nicht um deren Fehlschläge. Vor dem Probieren in der Liebe hatte aber auch ich keine Angst. Der Pille und dem Kinderbuch Verlag Berlin haben wir Schlüsselkinder die sexuelle Freiheit zu verdanken. Auch wusste ich, dass man es immer jemandem sagen kann, wenn einem etwas Schlimmes passiert, den Eltern, dem ABV, dem Pionierleiter oder dem FDJ-Sekretär. Aber eigentlich dachte ich, die wüssten sowieso alles und würden es schon irgendwie verhindern.
So wirklich schlimme Sachen gab es bei uns auch nicht. Weder zuhause noch in der Schule. Einmal munkelte man, eine aus der 10ten wäre schwanger, aber sie war es dann irgendwie doch nicht. Später erfuhr ich, dass es Abtreibungen auch umsonst gab. Darüber redete aber niemand gern. Meine Eltern nie. Beide arbeiteten in Schichten. Meine Mutter im staatlichen Wochenheim, mein Vater im Schwermaschinenbau, dem Thälmannwerk. Die Hausarbeit teilten sich beide, Vater das Grobe, Mutter die Feinheiten. Vater lebte und arbeitete mit einem weißen Unterhemd, Mutti im pastellfarbenen Baumwollkittel, manchmal auch aus geblümten Dederon. Tanzabende und Theater gab es für sie selten, ich war ein verwöhntes Kind. Aber zwischen Vatis Aufbruch in die Spätschicht und Muttis Ende der Frühschicht, lagen fast genau zwei Stunden Langeweile. In denen stöberte ich am liebsten in Schränken. Auch im Schlafzimmerschrank, ganz oben und ganz hinten. Kein Weihnachtsgeschenk war vor mir sicher. Und kein Buch öde genug, um nicht durchblättert zu werden. Trotzdem glaubte ich jedem „Geheimtip“ unter Pickelgesichtigen und schmierte mir auch mal Perlodont auf die Stirn und fönte die weißen Schicht trocken. Erfolglos.
Ich glaube, meine Eltern wussten von meinen Hobbys, also mindestens von einem, dem Lesen der Bücher aus der elterlichen Minibibliothek. Irgendwann – und ich glaube, es war kein Zufall - fand ich ein buntes, schmales Buch: Denkst du schon Liebe?. Ich stöberte prompt und nun war die Liebe kein Geheimnis mehr, dachte ich. Mit der Pille war ich auf der sicheren Seite und mit Mondos konnte er umgehen, hoffte ich. Wahrscheinlich würde es bluten und mir ein bisschen wehtun, aber später wird es dann auch für mich richtig schön, hoffte auch mein Freund. Ich begriff noch nicht, dass es dabei auch irgendwie um mich gehen wird. Wir machten es dann im Schlafsack beim Lagerfeuer am Baggersee. Und nun müsse ich auch bei ihm bleiben, weil er mich entjungfert hatte. Ich fand das damals sehr romantisch. Den ersten Mann vergisst keine Frau, aber ich wusste da leider noch nicht, dass ich nun auch eine war. Von sozialer Bedingtheit sexueller Beglückung wusste mein Freund leider nichts. Und mir war die „die vollzogene Gleichberechtigung von Mann und Frau in unserer sozialistischen Gesellschaft“ immer noch ein Rätsel: An der Werkbank: ja- aber im Bett?
Ich schlief mit ihm, da war ich noch ein Thälmannpionier. Aber eben dank DDR-Aufklärungslektüre nicht, weil er so wollte, sondern um ihm meine Liebe zu beweisen. Und es konnte ja auch nichts passieren. Pickel waren die schrecklichsten Angstgegner meiner Pubertät und Zahnpasta der Sieger. Geliebt zu werden war auch in der Polytechnischen Oberschule Herman Danz das Wichtigste für Mädchen und Sex eben die Lösung. Gegen alle sonstigen Risiken gab es ja die Pille. Verhindern konnten meine sexuellen Experimente weder die FDJ noch meine Eltern, aber niemand musste sich mehr Sorgen machen, von denen ich noch nicht wusste, dass es sie überhaupt gab.
[Erstdruck im von Franziska Kleiner herausgegeben Sammelband „Leben in der DDR“. Berlin: Eulenspiegel Verlag, 2009, 304 p.; ISBN 978-3-359-02209-1 -> http://www.eulenspiegel-verlag.de/programm-1/titel/4-Leben_in_der_DDR.html; für diese Netzveröffentlichung von der Autorin geringst erweitert ©Autorin (2010)]
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