Selbstverständlich ist die Steigerung von Feind der Parteifreund. Aber bei der FDP geht es um mehr. Der drohende Untergang in die Bedeutungslosigkeit soll verhindert werden. Klar ist, dass die CDU die FDP nicht mehr braucht. Sie kann ohne weiteres mit den Grünen koalieren, die ihren Weg nach rechts noch lange nicht beendet haben und sicherlich auch bald Atomkraftwerke tolerieren werden, wie sie als ehemalige Pazifisten auch längst kräftig beim Führen von Kriegen dabei sind.
Es sind gerade die Grünen, die weite Teile der liberaleren Anhänger FDP absorbieren können, während die rechten Anhänger der FDP sich in der CDU sehr wohl fühlen. Es gibt einfach keinen sinnvollen Platz mehr für die FDP in der politischen Landschaft Deutschlands. Sie ist eigentlich überflüssig. Natürlich hat Westerwelle nur Mist gebaut, seit die FDP mit der CDU/CSU in der Hornissenkoalition regiert. Und selbst da, wo er wie bei dem Mehrwertsteuergeschenk für die Hoteliers eigentlich seine Pflicht getan hat, bekam er nur Häme, weil sehr schnell klar wurde, das es einen Zusammenhang zwischen dieser Mehrwertsteuerermäßigung und Parteispenden gab.
Während es die Wirtschaftsbosse und das Großkapital bisher nur wenig interessierte, wer ihre Befehle in der FDP durchsetzte, sehen jetzt auch viele Manager ihre Interessen durch den "Westerwilli" stark gefährdet. So stimmten bei einer Umfrage unter mehr als 500 Top-Entscheidern durch die Zeitschrift "Capital" 64 Prozent für einen Rücktritt Westerwelles und wünschten sich Brüderle als neuen Parteichef. Das nennt man dann wohl die Pest mit Cholera bekämpfen.
Tatsächlich ist die gesamte FDP-Führungsriege dem Wahlvolk nicht mehr zu verkaufen. Brüderle der von einem Aufschwung quatscht der bei den Menschen nicht ankommt und der in Wirklichkeit gar nicht existiert, Niebel der das Entwicklungshilfeministerium abschaffen wollte und nun als dessen Chef daraus ein Versorgungswerk für alte FDP-Chargen macht oder Rösler der zugunsten der privaten Versicherungswirtschaft dem solidarischen Versicherungswesen den Todesstoß versetzt sind einfach nicht mehr vermittelbar. Neoliberal und käuflich zu sein reicht eben nicht mehr.
Im Moment scheint es sicher zu sein, dass sie Westerwelle als Parteichef zurücktreten werden. Aber als Außenminister und Vizekanzler ist er dann auch nicht mehr zu halten. Ein Vizekanzler der nicht einmal an den Koalitionsrunden teilnehmen darf, ist einfach nur eine lächerliche Figur. Ein Rücktritt Westerwelles bringt der FDP also gar nichts. Es müsste einen großen Umbau in der Koalition geben und die FDP braucht ein neues Parteiprogramm in dem erreichbare Ziele definiert sind. Dafür ist es aber bereits zu spät.
Der FDP-Generalsekretär Christian Lindner plant ein neues Parteiprogramm erst für 2012 und hat dafür als Mitarbeiter so Leute wie Wolfgang Clement und Richard David Precht gewonnen, die nur für ein weiter so auf dem falschen Weg stehen. Die FDP hat all ihre Chancen verpasst und kann sich nun selbst beim Untergang zusehen. Und das ist wirklich gut so.
viel ist nicht geblieben an ihm, selbst der Spass ist fort. Wenn er geht, geht ein peinliches Übel der deutschen Aussenpolitik und der Politik insgesamt, aber was bleibt? Der Rest der FDP ist gänzlich unbrauchbar, alles Restewelles. Und tatsächlich die FDP scheint lautlos zu implodieren. Heute hat jemand auf eBay ein kleines Kunstwerk eingestellt und es “Westerwelle schmilzt wie ein Schneehaufen” genannt: http://cgi.ebay.de/120660873554 - nun, ich wette spätestens im Frühjahr ist er weg.
der Bonner Advokatensohn mit dem Freund an der Spitze der F.D.P. paßt doch in diese ganzdeutsch-Berliner "Republik der Büroleiter", die Guido WeWe zunehmend zur Kenntlichkeit bringt. Das 18-Prozent-"Projekt" war weiland Jürgen WM´s Hauptding, JWM absprang zuletzt 2003. Sein 18-Prozent-Ding ist im Grunde subkutan wirksam: CDU/CSU, SPD, Bündnisgrüne und PDL bewegen sich auf Bundesebene unaufhaltsam auf 18 Prozent zu und wenns so weiter geht wird aus dieser F:D.P. wie in Hamburg bald der Fast-Drei-Prozent-Rest, ob mit dem Herrn aus Obermoschel oder ohne diesen "Brüderle in seinem Suff / Schafft´s grad noch in den nächsten Puff". Der Rest scheint ´ne Neuauflage der historisch bekannten "Panik im Mittelstand" (Theodor Geiger 1930) zu sein. Also im Westen, rechts, nix Neues
Die verschlissenen CDU- Koalitionsvasallen sind für die Grünen zur Besichtigung freigegeben.
In der Pathologie.
Da liegt sie nun also, die "Freiheitsstatue dieser Republik", gemeuchelt von der Dschungelideologie, die sie selbst predigte. Bravo!
Lebten wir allerdings nicht in einer Bananenrepublik, müssten wir auch nicht auf derartige "Selbstreinigungskräfte des Marktes" hoffen, sondern Verfassungsschutz und Staatsanwaltschaft hätten die kriminelle Vereinigung FDP längst aus dem Verkehr gezogen.
Das mit WeWes Abtritt verbundene Problem ist klar:
Dann wird Guido WeWe wie Genschman, nur Jahrzehnte länger als der, durch sämtliche TV-Quatschschauen ziehn, evtl. richtense dem nach dem Michel-Friedman-Muster sogar nächstens ´ne eigne TV-Talkshow ein.
Das heißt: wieder mal nur die Wahl zwischen der F.D.P.-Pest und der WeWe-Cholera,-) ... nur diesmal, liebe Leut, diesmal o h n e mich