Die wenigsten Menschen können wirklich begründen warum sich Münchhausen eben nicht an den eigenen Haaren aus dem Sumpf befreien kann und auch bei denen hört sich die Begründung noch sehr schwammig an. Trotzdem würde niemand versuchen so aus dem Sumpf zu entkommen. Auf der philosophischen Ebene geht es in diesem Zusammenhang sogar noch konfuser zu, wie das
Münchhausen-Trilemma zeigt. Letztendlich endet das Problem entweder bei einem Dogma oder scheitert an den Naturgesetzen.
Aber scheinbar geht es doch auch anders. Die FED hat in 2010 einen Gewinn von 80 Milliarden Dollar gemacht. Ganz einfach indem sie US-Schatzbriefe kaufte und deren Marktwert so stützte und nach oben verschob. Das sieht doch genau so aus, wie sich selbst an den Haaren aus dem Sumpf ziehen. Tatsächlich ist es aber nicht so gewesen. Die FED schafft Geld aus dem Nichts und kauft damit Schatzwechsel die reale Schulden sind.
Das gleiche tun auch die Chinesen. Sie kaufen die Schatzbriefe, weil sie ihr Geld, dass sie doch Tiefstlöhne und schlechte Umstände für ihre Menschen im Export verdient haben, ja irgendwie anlegen müssen. Aus dem gleichen Grunde kaufen sie jetzt ja auch Anleihen aus Griechenland und Irland. Selbstverständlich werden sie auch weiterkaufen. Auch die hochverschuldeten und von jahrzehntelangen Krisen geplagten Japaner wollen den Euro retten. Vielleicht hoffen sie ja mit frischgedrucktem Geld den Euro so stark zu machen, dass der Yen wieder atmen kann.
Dabei ist doch schon längst klar, dass die Schulden der Nationalstaaten nicht mehr zurück gezahlt werden können. Selbst die Befürworter der aktuellen Politik müssen zugeben, dass einzelne Blasen, aber vielleicht auch das ganze System platzen werden. Gleichzeitig wird die Inflation steigen, selbst wenn die aktuelle Blase an den Rohstoffmärkten schnell platzt.
Die Nullzinspolitik der USA und der europäischen Zentralbank haben soviel Geld in den Markt gespült, dass zwar kurzfristig die Aktienmärkte und auch die reinen Spekulationen angetrieben hat, aber angesichts der normalen Konjunkturzyklen ist bereits 2011 mit einem Abschwung zu rechnen. Dieser Abschwung wird noch dadurch gestützt, dass überall zu Sparmaßnahmen aufgerufen wird. Der amerikanische Finanzminister Timothy Geithner hat den Kongress schon gewarnt, dass eine Staatspleite droht, wenn nicht bis Mitte März die Obergrenze für Schulden erhöht wird.
In Europa wird jetzt Portugal unter den Hilfsschirm gezwungen und damit dem Land ein harter Sparkurs auferlegt, der die letzten Konjunkturhoffnungen erstickt. Aber auch in den anderen europäischen Ländern soll das bisschen Aufschwung zu Tode gespart werden. Der für Wirtschaft und Währung zuständige EU-Kommissar Olli Rehn will dass die Länder in den nächsten 20 Jahren, jährlich ein Prozent ihres Bruttosozialproduktes dazu verwenden um Schulden abzubauen. Damit wäre dann der letzte Handlungsspielraum verloren.
Einen besseren Plan haben die Grünen. Sie wollen nach der Bundestagswahl eine auf zehn Jahre befristete Vermögensabgabe für Millionäre einführen, die rund 115 Milliarden Euro einbringen soll, was zumindest dem Betrag entspricht, der laut IWF vom Steuerzahler für die Bewältigung der Weltwirtschaftskrise aufzubringen ist. Natürlich werden sie sich nach der Wahl nicht mehr an dieses Thema erinnern und lieber zusammen mit der CDU die Renten, das Arbeitslosgeld, Hartz IV und die Kosten für ärztliche Versorgung und Pflege kürzen.
Ach ja die Geschichten des Barons Münchhausen hatten wenigsten Flair. Das Geschwafel der Experten, Politiker und Notenbanker ermüdet nur noch. Mal sehen wie lange sie sich noch über Wasser halten.
Das ist nicht der Grund. Die Chinesen kaufen deshalb europäische Anleihen, weil sie den Euro stützen wollen.
Das ist auch ein bissel komisch, weil wir uns vom Kommunismus retten lassen... :>>
Nur zur Erinnerung:
Das größte Geschenk aller Zeiten
"Die Bundesregierung feierte ihre Unternehmensteuerreform – bis die Konzerne aufhörten, Steuern zu bezahlen"
"Per saldo mussten die Finanzämter sogar fast eine halbe Milliarde Euro an die Firmen auszahlen – das hatte es noch nie gegeben."
Das schrieb die "ZEIT" im Jahre 2005 über rot-GRÜN.
http://www.zeit.de/2005/37/Steuern
Über die Nachdenkseiten gelangt man zu
Lorenz Jarass: Die Unternehmenssteuerreform 2008 kostet nicht 5 Mrd. €, sondern über 10 Mrd. € pro Jahr
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2376
Bürger wehrt Euch! Keine Stimme dieser Neoliberalen Bewegung.
Diese grünen Männchen haben wir noch in allerbester Erinnerung.
Ah, ich will mich nicht aufregen. Macht eure Keller, Vorratskammern oä voll. Dieses Jahr wird ein Schicksalsjahr für uns alle.
Ha! Vielleicht die gerade auf die Welt gekommenen Bürger werden was sehen...:)