Der amerikanische Heimatschutzminister Michael Chertoff ist schon so ein echtes Herzchen. Ich mag ihn wirklich. Er ist so dreist, wie man sich einen amerikanischen Imperialisten in seinen schönsten Träumen nicht vorstellen könnte. Nun will er die
Passagierlisten bei internationalen Flügen spätestens 30 Minuten vor Abflug haben, damit er die Feinde von Bush schon am Heimatflughafen entfernen lassen kann.
Mir kann das völlig egal sein. Ich bereise die USA nicht mehr, wie ich auch Bayern nicht mehr bereise. Aber während ich durch Bayern immer noch mal durchfahre, notgedrungen, meide ich die USA komplett. Nicht wegen der Menschen. Bush und seine Verbrecher sind dort genauso eine Minderheit, wie die CSU-Obermannen in Bayern. Nein, ich will mich nicht gefährden. Wer die USA bereist, ob als Deutscher oder sonstiger Ausländer ist gefährdet. Dort gelten weder Recht noch Gesetz und es wird auch nicht viel weniger auf Touristen geschossen, als in Afghanistan. Im Iran ist man übrigens deutlich sicherer als in den USA. Sogar mit meiner großen Schnauze.
Das unsere europäischen Politiker allen Ansprüchen der imperialen US-Hegemonie gegenüber Europa nachgeben, wundert mich nicht. Aus einem nicht vorhandenen Arsch, kann auch kein Furz kommen. Was mich aber ärgert, ist das all der Wahnsinn, nur einseitig gilt. Wann lassen wir die CIA-Agenten, Entführer und Kriegstreiber nicht mehr in unser Europa. Wann bringen wir die Kriegsverbrecher aus den USA, gleich nach Den Haag vor den internationalen Gerichtshof. Wann müssen die Amerikaner Ausweise mit Chip und biometrischen Daten vorlegen. Wann können wir die evangelikalischen Taliban endlich zurückweisen.
Die Antwort ist nie. Das ärgert mich. Meinen Namen werden die unter einer Bush Regierung nie auf ihren Listen haben, aber ich möchte, bestimmte Amerikaner auch nicht in Deutschland oder Europa haben. Vor allem nicht die Taliban vom Aspen Institut. Die sollen doch bitte zu Hause bleiben und dort die Menschen terrorisieren. Das ist den Menschen in den USA gegenüber zwar nicht fair, aber es sind schließlich ihre Leute, die sollen die mal selbst verwahren, oder am besten wegsperren.