Weltwirtschaftskrise - Der Segen der Inflation
Der geneigte Leser mag sich fragen, wie eine Geldentwertung, denn nichts anderes ist eine Inflation ein Segen sein kann. Geldentwertung bedeutet, dass die Schuldenlasten weniger hart drücken und ist der schnellste Weg um Schulden abzubauen. Auch wenn die Notenbanken immer so tun, als ob ihr höchstes Augenmerk auf den stabilen Wert des Geldes gerichtet wäre, ist dem natürlich nicht so.
Ohne eine kontinuierliche Geldentwertung wäre das Zinseszinssystem schon längst vor die Wand gefahren und wir hätten schon ein paar Währungsreformen mehr gesehen, als wir tatsächlich hatten.
Eine Währungsreform ist das rabiateste Mittel der Geldentwertung und schon deshalb sehr unbeliebt weil die Regierenden sich damit das denkbar schlechteste Zeugnis ausstellen. Da ist eine ständige Inflation ein viel sicheres und weniger durchschaubares Mittel:
Offiziell gemessen wird die Inflation über den sogenannten Warenkorb:
Die Gewichtung der einzelnen Güter in diesem Korb wird von der Politik bestimmt. Dementsprechend ist er auch so repräsentativ wie die Aussagen der Politiker im Wahlkampf wahr sind. Mit allerlei Tricks wird dafür gesorgt, dass die Inflationsrate, also der Prozentsatz der Geldentwertung immer kleiner als die Wirklichkeit für die Menschen ist.
Es ist müßig sich länger mit den Tricksereien bei der Berechnung der Inflationsrate zu beschäftigen. Ernstzunehmende Kritiker gehen davon aus die Rate in Wirklichkeit zwischen dem 1,5 und dem 2 fachen des angegeben Wertes liegt. In der Sache ist die absolute Höhe nicht das Problem sondern die allgemeinen Folgen der Inflation. Lohnzuwächse aus Tarifverhandlungen richten sich nach der vom Staat angegebenen Inflationsrate und hängen damit immer hinter der Lebens- und Preiswirklichkeit zurück. Die Lüge um die Inflationsrate dient also dazu die Löhne zu drücken und Arbeit immer wertloser zu machen.
Die Politik behauptet immer gerne, dass Inflation ja alle gleichermaßen träfe. Das ist natürlich Unsinn. Die Inflation trifft nur die Konsumenten. Je höher also der Anteil des Einkommens ist, der direkt in den Konsum geht, desto härter wird man getroffen. Ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland besitzt 20 Prozent des gesamten Vermögens in Deutschland und damit mehr als die unteren 80 Prozent aller Deutschen zusammen.
Die 20 Prozent der reichsten Bundesbürger besitzen zusammen 60 Prozent des Vermögens.
Dazu muss immer wieder klar gesagt werden, dass es keinen anständigen oder gar ehrlichen Reichtum gibt. Da die Reichen, nur einen Bruchteil ihres Einkommens für den Konsum verwenden müssen, trifft sie auch die Inflation nicht wirklich.
Natürlich wird immer damit argumentiert das ja auch das Geldvermögen der Reichen schwindet. Das ist in Wirklichkeit ein mehr als abenteuerlicher Gedanke. Immobilien, Grund und Boden, Aktien, Rohstoffe und Metalle, sowie alle Warenbestände schützen das in ihnen investierte Vermögen vor der Inflation. Sie werden teurer, weil das Geld ja an Wert verliert. Deshalb haben die großen Vermögen überall auf der Welt ja auch jede Währungsreform überlebt. Sie sind einfach nicht betroffen.
Es gibt zur Zeit einen Streit darüber ob die Anteile der Löhne am Bruttosozialprodukt etwas über die Teilhaberschaft am Vermögenszuwachs aussagen und die Politik möchte eine andere Berechnung einführen um die Bürger zu täuschen und den Reichtum der Reichen und vor allem dessen Zuwachs zu sichern. Die Nachdenkseiten bringen dazu eine interessante Aufstellung:
Es ist absehbar das die Quote heute bereits unter 60 Prozent liegen dürfte und weiter absinkt. Schön aber unwahr sind auch die tollen Erfolgsmitteilungen des Bundesamtes für Statistik, auch Bundesamt für Lügen genannt. So sind die Tariflöhne und -gehälter sind 2010 im Durchschnitt um 1,8 Prozent gestiegen. Dummerweise betrug nahm Inflation bei Lebensmitteln im gleichen Zeitraum im Dezember 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent zu. Über das Jahr gesehen, soll sie aber nur bei 1,6 Prozent gelegen haben. Tatsächlich wird es wohl keine Reallohnerhöhung gegeben haben. Die Reallöhne werden wahrscheinlich sogar gesunken sein. Im Zusammenhang mit der allgegenwärtigen Inflation verschärft sich die Lage noch zusätzlich. Die Erzeugerpreise sind im Dezember 2010 um 5,3 Prozent gestiegen:
Anton Börner, der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, erwartet, dass die Inflation in Deutschland in den kommenden Jahren auf vier bis sechs Prozent steigen wird:
Selbstverständlich wird es offiziell nicht zu zweistelligen Inflationsraten kommen. Dafür wird die Politik schon sorgen. Tatsächlich dürften 10 - 12 Prozent an Inflation in der Eurozone aber die einzige Möglichkeit sein, schnell von dem immensen Schulden herunter zu kommen. Eine starke Inflation würde es auch ermöglichen die Staatsanleihen von Griechenland, Portugal, Irland oder Spanien durch die EU oder mit Mitteln der EU aufzukaufen. Das würde helfen, da Griechenland zur Zeit eine Rendite von über elf Prozent zahlen muss, die Anleihen aber nur mit 72 Prozent des Nennwerts gehandelt werden, würde es Sinn machen diese Anleihen in einer konzertierten Aktion für 75 oder 80 Prozent des Nennwertes zurückzukaufen, was ein wirklich gutes Geschäft wäre.
Natürlich müssten die anderen Euro-Länder, also deren Steuerzahler, in Wirklichkeit also die Arbeitnehmer sowohl diese Last, als auch die Last für neue Kredite an Griechenland schultern. Das wird die EU-Kommision und vor allem den EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn nicht weiter stören. Der hatte ja schon die erste Hilfswelle für Griechenland durch seine Mitarbeiter davon abhängig gemacht, dass die die Mindestlöhne und die Pensionen gekürzt würden und die Arbeitsmärkte flexibler also zum Nachteil der Arbeitnehmer gestaltet würden. Der gleiche Mensch hat bisher nichts gegen die Bankster unternommen, als deren Helfer er wohl ohne weiteres betrachtet werden kann.
Im Moment scheint es in Europa noch erträglich zu sein, wenn man bedenkt, dass in Asien bereits viel schlimmere Zustände herrschen:
Natürlich trifft es die Ärmsten der Welt immer als erste und mit der vollen Härte. Aber es wird auch die Armen in der Eurozone treffen und dazu gehören ständig mehr Menschen. Es gibt in Deutschland schon fast keinen Mittelstand mehr. Es gibt nur noch die Abzocker und die Abgezockten. Noch kann die Situation geändert werden. Aber es muss schnell gehandelt werden und es ist vor allem eine moralische Frage wie die Nachdenkseiten feststellen:
Selbstverständlich muss der Spekulation ein Riegel vorgeschoben werden und das geht am leichtesten durch hohe Steuern und Transaktionskosten zugunsten des Staates. Gleichzeitig müssen die Vermögen stark besteuert werden um den Vermögenszuwachs auf gesellschaftsverträgliche Größen zu begrenzen und die Fehlentwicklung der Vergangenheit zu korrigieren. Das kann und darf durchaus bedeuten, dass die großen Vermögen, für die nächsten 10 Jahre sogar Verluste hinnehmen müssen. Sie sind dazu in der Lage und das was ihnen jetzt genommen wird, ist weniger als das, was sie dem Land vorenthalten haben.
Es ist besser, dass Frau Klatten, Frau Mohn, und Frau Springer ein wenig traurig sind, wenn sie es überhaupt bemerken, als das Mütter und Väter in Deutschland schon ab der Hälfte des Monats am Ende des Geldes sind. Das Glück der Reichen kann nicht die Aufgabe der Politik sein. Allerdings ist das mit diesen Politikern wohl nicht zu ändern. Aber dazu demnächst mehr.

Eine Währungsreform ist das rabiateste Mittel der Geldentwertung und schon deshalb sehr unbeliebt weil die Regierenden sich damit das denkbar schlechteste Zeugnis ausstellen. Da ist eine ständige Inflation ein viel sicheres und weniger durchschaubares Mittel:
Inflation (von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Aufschwellen“) bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre einen andauernden, „signifikanten“ Anstieg des Preisniveaus. Es verändert sich also das Austauschverhältnis von Geldmenge zu „Gütermenge“ – pro Gütereinheit existieren nun mehr Geldeinheiten. Als Folge muss für die Güter nun mehr Geld gezahlt werden, das heißt sie werden teurer. Daher versteht man unter Inflation allgemein auch eine Geldentwertung.
Offiziell gemessen wird die Inflation über den sogenannten Warenkorb:
Ein repräsentativer Warenkorb ist die Zusammenstellung einer möglichst repräsentativen Anzahl verschiedener Güter zur Ermittlung des Preisindex und der Inflation. Die Preisentwicklung der enthaltenen Güter wird dabei über eine bestimmte Zeit (z. B. vier Jahre) mit konstanter Gewichtung der einzelnen Positionen ermittelt.
Üblicherweise versteht man unter dem Warenkorb den, der für die Berechnung des Verbraucherpreisindex (VPI) verwendet wird. Dieser berücksichtigt die anteiligen Ausgaben der privaten Haushalte für die entsprechenden Güterkategorien.
Die Gewichtung der einzelnen Güter in diesem Korb wird von der Politik bestimmt. Dementsprechend ist er auch so repräsentativ wie die Aussagen der Politiker im Wahlkampf wahr sind. Mit allerlei Tricks wird dafür gesorgt, dass die Inflationsrate, also der Prozentsatz der Geldentwertung immer kleiner als die Wirklichkeit für die Menschen ist.
Seit Juli 2002 wendet das Statistische Bundesamt die sogenannte „Hedonische Preisbereinigung“ zur Berechnung der Inflation für manche Warengruppen an. Diese Methode wird überwiegend für IT-Produkte verwendet, die einem raschen Wandel unterliegen und die nicht über einen längeren Zeitraum in identischer Form beobachtet werden können. Die Einführung der hedonischen Preisbereinigung führt zu deutlich geringeren Inflationsraten. Kritiker bemängeln, dass die hedonische Preisbereinigung nicht Produktverschlechterungen (zum Beispiel billigere Bauweise, kürzere Lebensdauer) berücksichtige.
Es ist müßig sich länger mit den Tricksereien bei der Berechnung der Inflationsrate zu beschäftigen. Ernstzunehmende Kritiker gehen davon aus die Rate in Wirklichkeit zwischen dem 1,5 und dem 2 fachen des angegeben Wertes liegt. In der Sache ist die absolute Höhe nicht das Problem sondern die allgemeinen Folgen der Inflation. Lohnzuwächse aus Tarifverhandlungen richten sich nach der vom Staat angegebenen Inflationsrate und hängen damit immer hinter der Lebens- und Preiswirklichkeit zurück. Die Lüge um die Inflationsrate dient also dazu die Löhne zu drücken und Arbeit immer wertloser zu machen.
Die Politik behauptet immer gerne, dass Inflation ja alle gleichermaßen träfe. Das ist natürlich Unsinn. Die Inflation trifft nur die Konsumenten. Je höher also der Anteil des Einkommens ist, der direkt in den Konsum geht, desto härter wird man getroffen. Ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland besitzt 20 Prozent des gesamten Vermögens in Deutschland und damit mehr als die unteren 80 Prozent aller Deutschen zusammen.
Die 20 Prozent der reichsten Bundesbürger besitzen zusammen 60 Prozent des Vermögens.
Dazu muss immer wieder klar gesagt werden, dass es keinen anständigen oder gar ehrlichen Reichtum gibt. Da die Reichen, nur einen Bruchteil ihres Einkommens für den Konsum verwenden müssen, trifft sie auch die Inflation nicht wirklich.
Natürlich wird immer damit argumentiert das ja auch das Geldvermögen der Reichen schwindet. Das ist in Wirklichkeit ein mehr als abenteuerlicher Gedanke. Immobilien, Grund und Boden, Aktien, Rohstoffe und Metalle, sowie alle Warenbestände schützen das in ihnen investierte Vermögen vor der Inflation. Sie werden teurer, weil das Geld ja an Wert verliert. Deshalb haben die großen Vermögen überall auf der Welt ja auch jede Währungsreform überlebt. Sie sind einfach nicht betroffen.
Es gibt zur Zeit einen Streit darüber ob die Anteile der Löhne am Bruttosozialprodukt etwas über die Teilhaberschaft am Vermögenszuwachs aussagen und die Politik möchte eine andere Berechnung einführen um die Bürger zu täuschen und den Reichtum der Reichen und vor allem dessen Zuwachs zu sichern. Die Nachdenkseiten bringen dazu eine interessante Aufstellung:
Lohnquote:
(bereinigte Lohnquote Westdeutschland = Anteil der Arbeitnehmereinkommen am BIP)
zu Beginn der Regierung Brandt: 66,9 Prozent
am Ende der Regierung Brandt: 71,4 Prozent
am Ende der Regierung Schmidt: 69,8 Prozent
am Ende der Regierung Kohl: 65 Prozent
am Ende der Regierung Schröder: 63,5 Prozent
Regierung Angela Merkel 2007: 62,3 Prozent
Es ist absehbar das die Quote heute bereits unter 60 Prozent liegen dürfte und weiter absinkt. Schön aber unwahr sind auch die tollen Erfolgsmitteilungen des Bundesamtes für Statistik, auch Bundesamt für Lügen genannt. So sind die Tariflöhne und -gehälter sind 2010 im Durchschnitt um 1,8 Prozent gestiegen. Dummerweise betrug nahm Inflation bei Lebensmitteln im gleichen Zeitraum im Dezember 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent zu. Über das Jahr gesehen, soll sie aber nur bei 1,6 Prozent gelegen haben. Tatsächlich wird es wohl keine Reallohnerhöhung gegeben haben. Die Reallöhne werden wahrscheinlich sogar gesunken sein. Im Zusammenhang mit der allgegenwärtigen Inflation verschärft sich die Lage noch zusätzlich. Die Erzeugerpreise sind im Dezember 2010 um 5,3 Prozent gestiegen:
Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate hatten die Preissteigerungen für Energie. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Energiepreise um 9,2 Prozent zu, gegenüber November 2010 erhöhten sie sich um 1,5 Prozent. Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise im Dezember 2010 nur um 3,6 Prozent höher als im Dezember 2009.
Anton Börner, der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, erwartet, dass die Inflation in Deutschland in den kommenden Jahren auf vier bis sechs Prozent steigen wird:
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Möglich sei sogar eine zweistellige Inflationsrate: "Ich denke, wir müssen in den kommenden Jahren mit vier bis sechs Prozent Inflation rechnen. Ich hoffe, dass wir nicht sogar zweistellige Inflationsraten bekommen", sagte Börner im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). Börner erwartet, dass vor allem die steigenden Rohstoffpreise die Inflation treiben werden: "Wir werden die Inflation vor allem über die höheren Rohstoffpreise importieren. Die Preise werden lange hoch bleiben, weil China und Indien noch Jahrzehnte weiter wachsen müssen, um ihre Bevölkerungen zu Wohlstand zu bringen. Und beide Volkswirtschaften haben einen gewaltigen Hunger nach Rohstoffen", sagte Börner. Auch das Geld, dass die Zentralbanken weltweit in den Finanzsektor gepumpt haben, treibe die Rohstoffpreise: "Die professionellen Investoren legen viel Geld in Rohstoffen an, weil es an Alternativen fehlt. Das schmeißt noch einmal richtig den Turbo an und diese Entwicklung wird 2011 ungebremst weitergehen. Das sieht man besonders gut beim Öl", sagte Börner der Zeitung. Anders als viele Ökonomen von Banken und Instituten glaubt Börner nicht, dass die Verbraucher in diesem Jahr für ein starkes Wirtschaftswachstum sorgen werden: "Dass die Deutschen mehr einkaufen, wird ein frommer Wunsch bleiben", sagte Börner.
Selbstverständlich wird es offiziell nicht zu zweistelligen Inflationsraten kommen. Dafür wird die Politik schon sorgen. Tatsächlich dürften 10 - 12 Prozent an Inflation in der Eurozone aber die einzige Möglichkeit sein, schnell von dem immensen Schulden herunter zu kommen. Eine starke Inflation würde es auch ermöglichen die Staatsanleihen von Griechenland, Portugal, Irland oder Spanien durch die EU oder mit Mitteln der EU aufzukaufen. Das würde helfen, da Griechenland zur Zeit eine Rendite von über elf Prozent zahlen muss, die Anleihen aber nur mit 72 Prozent des Nennwerts gehandelt werden, würde es Sinn machen diese Anleihen in einer konzertierten Aktion für 75 oder 80 Prozent des Nennwertes zurückzukaufen, was ein wirklich gutes Geschäft wäre.
Natürlich müssten die anderen Euro-Länder, also deren Steuerzahler, in Wirklichkeit also die Arbeitnehmer sowohl diese Last, als auch die Last für neue Kredite an Griechenland schultern. Das wird die EU-Kommision und vor allem den EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn nicht weiter stören. Der hatte ja schon die erste Hilfswelle für Griechenland durch seine Mitarbeiter davon abhängig gemacht, dass die die Mindestlöhne und die Pensionen gekürzt würden und die Arbeitsmärkte flexibler also zum Nachteil der Arbeitnehmer gestaltet würden. Der gleiche Mensch hat bisher nichts gegen die Bankster unternommen, als deren Helfer er wohl ohne weiteres betrachtet werden kann.
Im Moment scheint es in Europa noch erträglich zu sein, wenn man bedenkt, dass in Asien bereits viel schlimmere Zustände herrschen:
In Deutschland werden Lebensmittel immer teurer, doch das ist nichts im Vergleich zu Asien: In Indien kosten manche Produkte dreimal so viel wie vor einem Jahr, in Bangladesch können sich die Ärmsten nicht mal mehr Milch leisten. Die Uno warnt vor einer Hungerkatastrophe - und Gewaltexzessen.
..
In weiten Teilen Asiens grassiert eine Inflation, die Lebensmittel fast unbezahlbar macht. Zwar sind die Preise für Nahrungsmittel weltweit auf Rekordniveau geklettert - höher als bei der Lebensmittelkrise im Frühjahr 2008 -, aber so starke Steigerungen wie in Bangladesch, Indien und Pakistan sind kaum woanders zu verzeichnen. Wie Moshikur Hasan müssen die meisten Menschen in diesen Ländern 80 Prozent und mehr ihres Einkommens für Nahrungsmittel aufwenden. Zum Vergleich: In Deutschland, wo das Statistische Bundesamt gerade einen Preisschub bei Lebensmitteln bekanntgab, sind es gerade einmal zehn Prozent.
Die Mehrheit in Asien lebt ohnehin in Armut, entsprechend hart trifft die Teuerung die Menschen. In Indien, wo nach Uno-Schätzungen etwa 40 Prozent der rund 1,2 Milliarden Einwohner mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen müssen, haben die Kosten für Lebensmittel im Vergleich zum Vorjahr fast 20 Prozent zugenommen. Gemüse verteuerte sich sogar noch stärker
Natürlich trifft es die Ärmsten der Welt immer als erste und mit der vollen Härte. Aber es wird auch die Armen in der Eurozone treffen und dazu gehören ständig mehr Menschen. Es gibt in Deutschland schon fast keinen Mittelstand mehr. Es gibt nur noch die Abzocker und die Abgezockten. Noch kann die Situation geändert werden. Aber es muss schnell gehandelt werden und es ist vor allem eine moralische Frage wie die Nachdenkseiten feststellen:
Spekulanten sind top, Spekulation wird als etwas nicht-anstößiges betrachtet, das Finanzcasino als eine Selbstverständlichkeit.
Wie sehr sich dies geändert hat, kann man beispielhaft daran ermessen, dass es noch zu Beginn der siebziger Jahre selbstverständlich war, dass ein Großteil der politisch meinungsführenden Zeitgenossen gegen Bodenspekulationen angingen und dafür Programme entwarfen, wie etwa eine Wertzuwachssteuer. Heute ist in den herrschenden Kreisen die Bewunderung für Spekulationsgewinne üblich. Sendungen zur besten Sendezeit gelten der Förderung der Aktienspekulation. – Die Entwicklung des DAX im Zeitablauf ist symptomatisch für den Wandel der Haltung zur Spekulation: bis ungefähr 1980 keine starke spekulative Bewegung, dann Bewegungen auf das Vierfache und zurück und wieder auf das Vierfache.
Selbstverständlich muss der Spekulation ein Riegel vorgeschoben werden und das geht am leichtesten durch hohe Steuern und Transaktionskosten zugunsten des Staates. Gleichzeitig müssen die Vermögen stark besteuert werden um den Vermögenszuwachs auf gesellschaftsverträgliche Größen zu begrenzen und die Fehlentwicklung der Vergangenheit zu korrigieren. Das kann und darf durchaus bedeuten, dass die großen Vermögen, für die nächsten 10 Jahre sogar Verluste hinnehmen müssen. Sie sind dazu in der Lage und das was ihnen jetzt genommen wird, ist weniger als das, was sie dem Land vorenthalten haben.
Es ist besser, dass Frau Klatten, Frau Mohn, und Frau Springer ein wenig traurig sind, wenn sie es überhaupt bemerken, als das Mütter und Väter in Deutschland schon ab der Hälfte des Monats am Ende des Geldes sind. Das Glück der Reichen kann nicht die Aufgabe der Politik sein. Allerdings ist das mit diesen Politikern wohl nicht zu ändern. Aber dazu demnächst mehr.

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