Und dann war da noch Kai Thiele
Kai Thiele der Inhaber von World of Staff Personaldienstleistungen in München bepressemitteilt die Welt mit seinen Ansichten über "Equal Pay". Dabei ist natürlich von Anfang an klar, dass er gegen gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit ist. Sklavenhalter sind ja auch meistens nicht gegen Sklaverei.
Equal Pay - Die linke Tür in die Arbeitslosigkeit
Koalition plant massive Eingriffe in die Tarifautonomie
München (ots) - Die Forderungen werden immer lauter: Der Zeitarbeitnehmer, der am Band beim Autobauer die linke Tür einsetzt, soll genau das Gleiche verdienen wie der Festangestellte, der die rechte Tür einbaut. Viele setzen dieses sog. "Equal Pay" mit den elementarsten Regeln der sozialen Gerechtigkeit gleich.
Was passiert aber, wenn der Zeitarbeitnehmer dadurch seinen Job verliert? Ist das dann noch sozial gerecht? Sozial ist, was Arbeitsplätze schafft. Die Einführung von "Equal Pay" ist aber geeignet, zehntausende von Arbeitsplätzen zu vernichten.
Kai Thiele von World of Staff Personaldienstleistungen in München: ""Equal Pay" macht die Zeitarbeit deutlich teurer und bürokratischer. Für viele Kundenunternehmen würde sie schlichtweg unrentabel sein. Kunden würden uns ihre internen Gehaltsstrukturen nicht offenbaren. Die Folge wären Entlassungen intern und extern".
Ist er nicht ein Herzchen? Welch ein besorgter Gutmensch. Die Lebenswirklichkeit sieht natürlich ganz anders aus. Kai Thiele lebt davon dass er Menschen an Unternehmen verleiht. Umgangssprachlich ist er ein Sklavenvermittler. Das schöne daran ist für ihn, dass er den Menschen nur einen niedrigen Lohn zahlen muss und von den Unternehmen einen hohen Lohn erhält, der oft sogar über dem liegt, was ein Festangestellter im Unternehmen verdient. Diese Differenz ist der Verdienst von Kai Thiele.
Eigentlich hätte es aufgrund des Gleichstellungsgrundsatzes im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz nie dazu kommen dürfen, das Leute wie Thiele überhaupt ein Geschäftsmodell haben, zumindest aber hätten sie nicht die hohen, durch nichts gerechtfertigten Gewinne.
§ 3 Abs. 1 Nr. 3 S. 2 sowie § 9 Nr. 2 AÜG normieren den sog. Gleichstellungsgrundsatz. Danach muss das Zeitarbeitunternehmen dem Arbeitnehmer für die Zeit der Überlassung die im Betrieb des Kunden geltenden wesentlichen Arbeits- und Entgeltbedingungen gewähren. Diese Verpflichtung wird auch als Anspruch auf „Equal-Pay“ oder „Equal-Treatment“ bezeichnet. Der Begriff Equal-Pay hat sich in der Praxis durchgesetzt, obwohl Equal-Treatment genauer ist. Denn der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer nicht nur das Gehalt des Kundenbetiebs, sondern sämtliche der dortigen Arbeitsbedingungen zu gewähren. Kann der Arbeitnehmer nicht überlassen werden, so darf ihm das Zeitarbeitunternehmen für diese Zeiten eine geringere Vergütung zahlen.
Nach der Gesetzesbegründung gehören zu den „wesentlichen“ Arbeitsbedingungen i.S.d. § 9 Nr. 2 AÜG alle üblicherweise im deutschen Arbeitsrecht vereinbarten Bedingungen wie z. B.
- Arbeitsentgelt,
- Urlaub,
- Arbeitszeit,
- Nutzung sozialer Einrichtungen etc.
Natürlich haben die Lobbyisten der Sklavenhalter eine Menge an Auswegtatbeständen mit in das Gesetz gebracht, die den Gleichstellungsgrundsatz konterkariert. Einige neoliberale Dumpfbacken haben kräftig die Propagandamühle benutzt um fälschlicher- ja sogar betrügerrischerweise zu behaupten, dass Leih- oder Sklavenarbeit in der Festanstellung mündet. Dafür gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis. Es gilt vielmehr, das die Existenz von Leiharbeit dazu führt, dass Unternehmen Arbeitnehmer entlassen und selbst Sklavenhalterbuden gründen um Lohnkosten einzusparen.
Müsste Kai Thiele einen anständigen Lohn im Sinne des Gesetzesgrundtenors zur Gleichstellung bezahlen, wäre sein schönes Geschäftsmodell geplatzt. Seine Gewinne würden zurückgehen und im schlimmsten Fall müsste er sich eine ehrliche Arbeit suchen. Das wäre sicherlich hart für ihn und seine Mitarbeiter und deshalb ist es auch sein gutes Recht für seine unredlichen Gewinne zu streiten. Er muss allerdings auch damit leben, dass er Contra bekommt.
Ohne Zeit-, Leih- oder Sklavenarbeit würde es keinen Arbeitslosen mehr geben, wenn gleichzeitig die Überstunden endlich vernünftig gedeckelt würden. Niemand brauch die Zeitarbeit außer den den Abzockern die von ihr leben.

Trackbacks
Anonym am
01/28/11 um 03:58
Aufgelesen und kommentiert 2011-01-27
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Anonym am
02/06/11 um 02:20
Die Unbarmherzigkeit der Ursula von der Leyen und ihrer Kumpane
Heute verhandeln sie mal wieder über die Hartz IV Erhöhung, die zwar keine wirkliche Erhöhung aber dafür eine ausgeprägte Gemeinheit und Beleidigung ist. Dafür verhandeln sie aber auch nicht ernsthaft. Sie sind ja alle gar nicht an ...
Heute verhandeln sie mal wieder über die Hartz IV Erhöhung, die zwar keine wirkliche Erhöhung aber dafür eine ausgeprägte Gemeinheit und Beleidigung ist. Dafür verhandeln sie aber auch nicht ernsthaft. Sie sind ja alle gar nicht an ...
Anonym am
02/06/11 um 02:23
Die Unbarmherzigkeit der Ursula von der Leyen und ihrer Kumpane
Heute verhandeln sie mal wieder über die Hartz IV Erhöhung, die zwar keine wirkliche Erhöhung aber dafür eine ausgeprägte Gemeinheit und Beleidigung ist. Dafür verhandeln sie aber auch nicht ernsthaft. Sie sind ja alle gar nicht an ...
Heute verhandeln sie mal wieder über die Hartz IV Erhöhung, die zwar keine wirkliche Erhöhung aber dafür eine ausgeprägte Gemeinheit und Beleidigung ist. Dafür verhandeln sie aber auch nicht ernsthaft. Sie sind ja alle gar nicht an ...
Anonym am
02/08/11 um 09:57
Die Freunde der Sklavenarbeit formieren sich
Ja sicher, sie nennen es freundlicher. Sie nennen es Leih- oder noch freundlicher Zeitarbeit. Aber das ist nur eine Propagandlüge um zu bemänteln welchen Schindluder sie mit Menschen treiben. Ihr wichtigstes Ziel ist es, zu verhindern, dass für gleich ...
Ja sicher, sie nennen es freundlicher. Sie nennen es Leih- oder noch freundlicher Zeitarbeit. Aber das ist nur eine Propagandlüge um zu bemänteln welchen Schindluder sie mit Menschen treiben. Ihr wichtigstes Ziel ist es, zu verhindern, dass für gleich ...



















Zitat:"Was passiert aber, wenn der Zeitarbeitnehmer dadurch seinen Job verliert? Ist das dann noch sozial gerecht?"
Und wer macht dann die Arbeit des gefeuerten Zeitarbeiters? Etwa ein Festangestellter? Dann ja, das war sozial gerecht, Herr Thiele.
Das sich solche Leute nicht schämen, von der Arbeitskraft anderer parasitär zu profitieren.
Mensch, man muß lernen wie solche Leute denken, dann weiß man auch das da nix kommt. Die sind derart abgerichtet auf das eigene Vorankommen mit allen Mitteln, das scheint sogar genetisch verankert zu sein. Gabs da nicht mal so eine schöne Studie? Ach, scheiß drauf dafür brauch ich keine Studie um zu wissen das es genetisch bedingt Arschlöcher gibt, die mit Gemeinwohl nix anfangen können. Und so wie es aussieht breitet sich das epidemieähnlich ja auf einmal aus.
Meines Erachtens ist diese Katastrophe nicht mehr aufzuhalten. Was kommt, das kommt, aber wehe mir läuft dann einer von dieses Typen über den Weg.