Dieser Satz stammt aus einem
Interview mit Jutta Ditfurth in der taz. "Wär schön, wenn sie sagen: Ich will keinen Staat, ich will nicht regiert werden. Ich will nicht, dass das Kapital für den Profit meine Kreativität, meine sozialen Fähigkeiten aus mir saugt." Gemeint sind die jungen Menschen in diesem Land. Mein persönliches diffuses Gemisch aus Erfahrungen, Lebensgefühl und Selbstbewußtsein als Bürgerin mündet langsam aber sicher in genau dieser Aussage: Ich will nicht mehr regiert werden.
Ich finde dieses Land rückständig und reaktionär. Aber der Zustand ist bunt maskiert. Die äußerlichen Freiheiten - Konsum, ein paar sexuelle Freiheiten -, die hast du, aber die Grundfreiheiten hast du nicht. Du darfst nicht ernsthaft systemkritisch sein. Politisch arbeite ich eher mit Jüngeren. Die wollen sich organisieren. Dann kommt die Polizei oder eine autonome Lesereihe wird verboten - da schlägt das System zu. Aber das ist insgesamt viel raffinierter geworden, jedes soziale Milieu kriegt seine eigene Repressionsmethode.
Jutta Ditfurth hat ein neues Buch geschrieben. "Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun. Die Grünen" Rotbuch Verlag, Preis 14,95 Euro.
Was soll denn bitte diese Diskriminierung von älteren Mitbürgern jetzt?
Ich bin zwar nicht mehr ganz so jung, ABER "Ich will keinen Staat, ich will nicht regiert werden. Ich will nicht, dass das Kapital für den Profit meine Kreativität, meine sozialen Fähigkeiten aus mir saugt."
2.Korinther 3,17Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
Von wegen Diskriminierung. Ich beziehe mich auch auf den Satz und gehöre nicht mehr zur Jugend in diesem Land. - Man muss ja nicht alles auf Biegen und Brechen falsch verstehen ...
Ich bin vielleicht ein wenig blöd, doch wer mit diesem Satz oben "gemeint" ist, steht nun mal eindeutig da.
Von Brücken bauen steht im Artikel oben erst einmal nichts. Es hat schließlich nicht jeder Zeit oder Interesse, ganze Interviews zu lesen, auf die in einem Internetartikel verwiesen wird.
Da Sie auch zur etwas älteren Generation gehören, ist Ihnen sicher auch bekannt, dass vor allem von der Jugend in der Regel der Wunsch nach Veränderung der gegeben Strukturen kommt, vor allem dann, wenn diese Strukturen morbide oder verknöchert erscheinen. Das Brücken bauen von der Jugend zur älteren Generation funktionierte aus meiner Erfahrung bisher aber nur immer in dem Hinblick, dass die Jugend infolge Manipulation und Unterdrückung zum Schluss in ihre Schranken verwiesen wurde. Denn die fetten Säcke mit ihren fetten Ärschen in ihren Designersesseln, die lassen eben nicht so gerne eine Veränderung zu, und vor allem dann nicht, wenn nichts für sie dabei heraus springt.
Übrigens, als Guttenberg vor kurzem die Wehrpflicht und die Musterung aussetzte, das sollte man nicht als "von oben" gewünschte Veränderung ansehen. Dafür weiß ich viel zu viel davon, was dabei im Hintergrund passiert ist und was ein positives Beispiel für einen Brückenschlag von der älteren zur jüngeren Generation und auch anders herum ist. Was aber jetzt vom lieben Guttenberg und Co. alles so schön unter den Tisch des Schweigens gekehrt werden konnte, damit nur ja nicht allzu viel davon an die Öffentlichkeit dringt, dass kann man nachlesen im Buch: Musterung - Staatlich Legitimierte Perversion. Und das hätte die ganze Ärzteschaft noch in Verruf bringen können, kann es immer noch und Staat und Militär sowieso.
Stimmt, es muss nicht alles auf Biegen und Brechen falsch verstanden werden, aber manchmal muss auch mal ein Brecheisen angesetzt werden, um eine positive Veränderung zu bewirken. Diskriminiert wurde vor allem unsere Freiheit lange genug. Viel zu lange schon lassen wir uns alles gefallen, die Jugend und auch die ältere Generation.
Unerwünschte Kommentare abzublocken, ist auch eine Art von Diskriminierung!