Reale Gefahren für Atomkraftwerke in Deutschland
Natürlich soll jetzt in Deutschland kein Atomwahlkampf geführt werden, solange in Japan stündlich noch weitere Menschen verstrahlt werden. Vermutlich würden in Japan wohl weniger Menschen verstrahlt, wenn hier kein Atomwahlkampf geführt würde. Das ist natürlich Blödsinn. Gerade wegen dem, was in Japan passiert ist und gerade passiert, muss ein Wahlkampf geführt werden bei dem die Kernkraft eines der wichtigen Themen sein muss. Deshalb hier zunächst mal ein paar Grundlagen.
Natürlich gibt es in Deutschland nur wenige und dann meist schwache Erdbeben. Dazu kommt, dass nur sehr starke Erdbeben in den Köpfen und Geschichten der Bevölkerung verankert sind und gerade lokale Beben immer wieder schnell vergessen werden, so stark sie auch gewesen sein mögen. Weiterhin ist es so, dass man früher nur die gefühlte Intensität des Bebens beschreiben konnte aber nicht seine Magnitude, die wir heute als Maßstab nehmen.
Das stärkste heute noch bekannte Erdbeben ist das Basler Erdbeben vom 18.Oktober 1356 das mit einer Intensität von 10 bewertet wird:
Danach wurden soweit man weiß, nur noch Beben mit der Intensität von 6-7 oder allerhöchstens 8 berichtet. Genau aber darin liegt das Problem. In kleinen Bauerndörfern rund um den Rheingraben könnten sich regionale starke Beben ereignet haben, die nur nie berichtet wurden.
Der zweite Punkt der völlig unklar ist, beschäftigt sich mit Vulkanen. Dabei geht es um die Aktivität der Vulkaneifel. 2007 promotete der Geologe Ulrich Schreiber von der Universität Duisburg seine Fantasy Geschichte "Die Flucht der Ameisen" im ehemaligen Nachrichtenmagazin dadurch, dass er ganz ernsthaft einen Vulkanausbruch in der Eifel für möglich hielt:
Klar, der Mann wollte sein Buch verkaufen. Komischerweise widersprach ihm aber auch kein anderer Experte und von Jägern, Holzfällern und Bauern in der Eifel kann man immer mal wieder davon hören, das sich irgendwo Spalten aufgetan haben und ein wenig Dampf entweicht. Nichts bedrohliches, aber einige behaupten es sei in den letzten Jahrzehnten mehr geworden. Minimal mehr, aber eben mehr.
Die Vulkane der Eifel sind für die Menschen von heute nur noch die Maare und das Material der Vulkanfelsen, das sich gut verkaufen lässt. Geschäft eben.
Ja natürlich ist es unwahrscheinlich, das morgen ein Vulkan in der Eifel ausbricht oder gar ein Erdbeben in einem Bereich zuschlägt für das die deutschen Atomkraftwerke nicht ausgelegt sind. Genau so unwahrscheinlich, war ja auch das Unglück in Japan. Niemand hatte dort ein Erdbeben der Stärke 8,9 auf der Liste der Vorsichtsmaßnahmen und schon gar nicht zusammen mit einem Tsunami. Das war ja alles so unwahrscheinlich.
Wer allerdings eine Höchstrisikotechnologie betreiben will, der muss die unwahrscheinlichsten Störfälle auf seiner Liste haben. Hat eigentlich mal jemand nachgefragt, wie viele Gentechnik-Unternehmen in Japan betroffen sind? Wieviele wären es im deutschen Rheingraben? Nein, das möchte man alles gar nicht wissen. Damit versaut man sich nur den ganzen Tag.
Aber man muss wissen, dass die Atommanager in Japan gelogen haben und das es die in Deutschland auch tun. Egal ob in Philippsburg wo sich die badenwürttembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) selbst in den Hals lügt, oder in Neckarwestheim wo der notorische Lügner Mappus schon vor Jahren brüchigen Kalkstein zum festen Fels umdeklariert hatte.
Es gibt eben keine sichere Kernkraft, weil Wirtschaftsinteressen und gewissenlose Politiker es völlig unmöglich gemacht haben ein verlässliches Regelwerk aufzustellen. Was für die Kernkraft gilt, gilt aber auch für die Gentechnik. Beides dürfte tödlich enden.

Das stärkste heute noch bekannte Erdbeben ist das Basler Erdbeben vom 18.Oktober 1356 das mit einer Intensität von 10 bewertet wird:
Das Erdbeben begann etwa um vier Uhr nachmittags mit einem ersten Stoss. Viele Häuser und der Chor des Basler Münsters stürzten ein. Von Panik ergriffen flüchteten die Bewohner der Stadt aufs offene Feld. Abends von zehn Uhr bis Mitternacht folgten weitere, schwerere Stösse. Schäden wurden bis in 50 Kilometer Entfernung festgestellt. Die Stadt geriet in Brand; was das Beben nicht in Trümmer gelegt hatte, wurde ein Raub der Flammen. Das Dach des Münsters stürzte ins Kirchenschiff und zerstörte die Altäre, die Orgel und die Bilder. Acht Tage lang habe das Feuer gewütet, bis es schliesslich keine Nahrung mehr fand. Fast alle Kirchen der Stadt und vierzig Burgen im Umkreis wurden beschädigt.
Der Mittelpunkt des Erdbebens lag unter dem Dorf Reinach, einige Kilometer südlich der Stadt Basel. Dort verläuft ein tiefer Riss in der Erdkruste und reicht von Aesch aus in zwei Armen weit nach Norden. Entlang dieses Risses sank vor vielen Millionen Jahren die Birs- und Rheinebene in die Tiefe.
Danach wurden soweit man weiß, nur noch Beben mit der Intensität von 6-7 oder allerhöchstens 8 berichtet. Genau aber darin liegt das Problem. In kleinen Bauerndörfern rund um den Rheingraben könnten sich regionale starke Beben ereignet haben, die nur nie berichtet wurden.
Der zweite Punkt der völlig unklar ist, beschäftigt sich mit Vulkanen. Dabei geht es um die Aktivität der Vulkaneifel. 2007 promotete der Geologe Ulrich Schreiber von der Universität Duisburg seine Fantasy Geschichte "Die Flucht der Ameisen" im ehemaligen Nachrichtenmagazin dadurch, dass er ganz ernsthaft einen Vulkanausbruch in der Eifel für möglich hielt:
Droht in der Eifel ein Vulkanausbruch? Die Fachwelt vertritt erstmals offensiv die These, dass es binnen Monaten zu einer solchen Katastrophe kommen könnte. Überwacht werden die Vulkane im Rheinland nicht. Ein Experte schlägt vor, Ameisen als Frühwarnsystem einzusetzen.
Ein gewaltiger Knall lässt von Frankfurt am Main bis nach Köln Scheiben und Türen erzittern. In Bonn und Koblenz erblicken die Bewohner die Ursache des Lärms: Am Horizont steigt eine tiefrote Wolke auf, die Hügel der Eifel scheinen zu glühen. Dann prasseln Asche und Steine vom Himmel.
Während Feuerwehr und Krisenstäbe hektisch und hilflos debattieren, wie sie reagieren sollen, schießen Glutströme zu Tal. Die Lava walzt Ortschaften nieder und sammelt sich im Rhein. Wasser staut sich bis in die Nebenflüsse und überschwemmt den Oberrheingraben. Von Straßburg über Mannheim bis nach Frankfurt werden Atomkraftwerke, Chemiefabriken und Flughäfen geflutet.
Klar, der Mann wollte sein Buch verkaufen. Komischerweise widersprach ihm aber auch kein anderer Experte und von Jägern, Holzfällern und Bauern in der Eifel kann man immer mal wieder davon hören, das sich irgendwo Spalten aufgetan haben und ein wenig Dampf entweicht. Nichts bedrohliches, aber einige behaupten es sei in den letzten Jahrzehnten mehr geworden. Minimal mehr, aber eben mehr.
Die Vulkane der Eifel sind für die Menschen von heute nur noch die Maare und das Material der Vulkanfelsen, das sich gut verkaufen lässt. Geschäft eben.
Vermutlich stehe die Eifel am Beginn einer neuen Aktivitätsphase, meint der Vulkanologe Hans-Ulrich Schmincke vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel, der die Eifelvulkane jahrelang erforscht hat.
Die letzte Ruhephase endete abrupt: Vor 12.900 Jahren kam es zu einer gigantischen Eruption in der Eifel. "Damals herrschte vermutlich ähnliche Gelassenheit wie heute", meint Schmincke. "Die Ur-Rheinländer rechneten sicher nicht mit einem Vulkanausbruch, schließlich lag der letzte rund 100.000 Jahre zurück." Doch eines Tages war aufquellendes Magma mit Grundwasser in Berührung gekommen. Die Druckwelle der dann folgenden Explosion knickte sämtliche Bäume in der Umgebung um wie Streichhölzer. Asche schoss 30 Kilometer hoch und gelangte mit dem Südwestwind bis nach Schweden. Westdeutschland versank in grauem Ascheregen.
Lava staute den Rhein bei Andernach, die Region des heutigen Koblenz stand metertief unter Wasser. Tage später brach der Lava-Damm. Eine Flutwelle schoss bis in die Niederlande, meterhohe Schlammströme und Wassermassen begruben das Rheintal. Prähistorische Werkzeuge und Skelette in den Geröllschichten zeigen, dass die Ur-Rheinländer von der Katastrophe überrascht wurden. Nachdem sich das Magma-Reservoir am Ort der Eruption geleert hatte, stürzte der Boden ein – die Kuhle füllt heute der Laacher See.
..
Experten, die die vulkanischen Ablagerungen untersucht haben, verwundert die inzwischen 11.000 Jahre lange Pause. Denn die Eruption des Laacher-See-Vulkans vor 12.900 Jahren war die erste seit gut 100.000 Jahren. Vieles spricht dafür, dass sie der Auftakt für eine lange Eruptionsserie gewesen ist, die bis heute anhält. Denn die drei vorigen Ausbruchsphasen in den letzten 450.000 Jahren dauerten jeweils einige Zehntausend Jahre, wie Forscher um Hans-Ulrich Schmincke herausgefunden haben.
Weltweit folgen Vulkane analogen Zyklen. Verliefe es in der Eifel ähnlich, seien "in der allernächsten geologischen Zukunft" zahlreiche Eruptionen zu erwarten, schrieb der Geophysiker Gerhard Jentzsch von der Universität Jena bereits vor sechs Jahren in einem Gutachten für die Bundesregierung.
Ja natürlich ist es unwahrscheinlich, das morgen ein Vulkan in der Eifel ausbricht oder gar ein Erdbeben in einem Bereich zuschlägt für das die deutschen Atomkraftwerke nicht ausgelegt sind. Genau so unwahrscheinlich, war ja auch das Unglück in Japan. Niemand hatte dort ein Erdbeben der Stärke 8,9 auf der Liste der Vorsichtsmaßnahmen und schon gar nicht zusammen mit einem Tsunami. Das war ja alles so unwahrscheinlich.
Wer allerdings eine Höchstrisikotechnologie betreiben will, der muss die unwahrscheinlichsten Störfälle auf seiner Liste haben. Hat eigentlich mal jemand nachgefragt, wie viele Gentechnik-Unternehmen in Japan betroffen sind? Wieviele wären es im deutschen Rheingraben? Nein, das möchte man alles gar nicht wissen. Damit versaut man sich nur den ganzen Tag.
Aber man muss wissen, dass die Atommanager in Japan gelogen haben und das es die in Deutschland auch tun. Egal ob in Philippsburg wo sich die badenwürttembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) selbst in den Hals lügt, oder in Neckarwestheim wo der notorische Lügner Mappus schon vor Jahren brüchigen Kalkstein zum festen Fels umdeklariert hatte.
Es gibt eben keine sichere Kernkraft, weil Wirtschaftsinteressen und gewissenlose Politiker es völlig unmöglich gemacht haben ein verlässliches Regelwerk aufzustellen. Was für die Kernkraft gilt, gilt aber auch für die Gentechnik. Beides dürfte tödlich enden.

Trackbacks
Anonym am
03/17/11 um 12:07
Ausstieg!
Meine ganze Generation wuchs mit der Anti-Atomkraft-Bewegung auf, ob man sich dazuzählte oder nicht. Wir wussten immer um die unheimliche Gefahr der atomaren Verstrahlung. Und spätestens seit Tschernobyl konnte es jeder wissen. Alles andere ist unglaubwür ...
Meine ganze Generation wuchs mit der Anti-Atomkraft-Bewegung auf, ob man sich dazuzählte oder nicht. Wir wussten immer um die unheimliche Gefahr der atomaren Verstrahlung. Und spätestens seit Tschernobyl konnte es jeder wissen. Alles andere ist unglaubwür ...
Anonym am
03/21/11 um 09:28
Die Atomlügen der CDU
Machen wir es uns ganz einfach. Es lohnt sich nicht die Helden der FDP zu betrachten, die selbstverständlich immer für all das sind, was den Menschen in diesem Land den größtmöglichen Schaden zufügt und den Reichen, also den Her ...
Machen wir es uns ganz einfach. Es lohnt sich nicht die Helden der FDP zu betrachten, die selbstverständlich immer für all das sind, was den Menschen in diesem Land den größtmöglichen Schaden zufügt und den Reichen, also den Her ...



















Sicherheitsrisiken haben aber meist ganz banale Ursachen.
Da sind die Mitarbeiter, die vor 20 oder gar 25 Jahren mit den Problemen in den AKW`s und Aufgaben, gewachsen sind, heute in Rente.
Die nachfolgenden Mitarbeiter können deren Wissen und Erfahrungen nicht haben und stehen bei einem Störfall vor den Schalttafeln, wie der Ochs vorm Berg. Panik lähmt ihr Denken und Handeln. Und dann passieren tötliche Fehler.
Eine Maus? Wie sicher sind die alten Kabel, die die Stromversorgung gewährleisten sollen?
Wer sich auskennt, der weiß wie schwerfällig Dieselgeneratoren anspringen. Sind diese weit aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich installiert?
Kleine Erdstöße können die Wasserleitungen beschädigen.
Einmal ein falscher Knopf gedrückt und dann vertuscht, was ja auch noch menschlich ist, reicht für eine Atomkatastrophe aus.
Die Liste der kleinen Fehler kann man unendlich verlängern. So viele Vorsichtsmaßnahmen kann keiner bereithalten.
Was ist, wenn die Menschen, einschließlich die Mitarbeiter, von einer Massenerkrankung befallen wird?
Von Kriegen will ich hier gar nicht sprechen, aber auch das Risiko ist in den nächsten Jahrzehnten nie auszuschließen.
Keine Technik und kein menschliches Handeln ist sicher.
Für die Bürger, siehe jetzt Japan, sind die wirtschaftlichen Verluste restlos egal. Es geht um das nackte Leben und Überleben.
Dann muss man hier die Frage stellen, wer übernimmt 40-60 Jahre die Wartung nach der Abschaltung?
Und dann das alte Problem: Wohin mit dem ganzen Atomabfall.
Warum wird die Energieversorgung nicht wieder in staatliche Hände gelegt? Das Privatisieren war der Urfehler!
Außer, auch nachlesbar in Walter Schenkers „Eifel. Roman“ (1982), hat´s in Weinland-Pfalz Maare und Vulkane. Und immer noch überirdisch den höchstgefährlichen Fliegerhorst Büchel und unterirdisch Ex-US-Sprengköpfe und dazu Minen aussm letzten Großen Krieg. Und im Norden des Bundeslandes, reingezwängt ins Ahrtal wenn Du von Effelsberg runterkommst nach´m Sahrbachtal hinter Kreuzberg und Maischoß und vor Ahrweiler war der (weiland verdammpt geheime;-)) Ex-Regierungsbunker bei Dernau links hoch (oder mit der Ahrtalbahn ab Remagen fahren bis Dernau ...).
Sollte sich die politische Entsorgungsfrage (wohin mit dem sich als ganzdeutsche „Elite“ wähnenden „arroganten, nichtsnutzigen Pack“: Thomas Steinfeld, SZ 7.1.2004) noch jemals stellen, dann könnte dieses Eckchen in Weinland-Pfalz oberhalb der B 267 ...
Richard Albrecht, 170311
http://ricalb.files.wordpress.com/2010/12/cv1.pdf
Ich will wirklich gar nicht wissen, wie leicht es wohl für entsprechend motivierte Terroristen sein könnte, da alles wegzusprengen...
(Man könnte es auch für einen Beleg halten, dass die Führung durch V-Männer des Verfassungsschutzes ;-) gut zu funktionieren scheint, weil so ein Szenario noch nicht verwirklicht wurde)
Einen darüber hinaus gehenden Gesichtspunkt nannte der Marburger Physiker Dr. Ulrich Brosa http://bloegi.wordpress.com/2011/03/15/die-kettenreaktionen-in-fukuschima-gehen-weiter/#comment-3111
Es gab nach der polizeilichen Zerschlagung der linksmilitanten Studiebewegung der Zengakuren k e i n e masssenwirksame Anti-Atom/AKW-Bewegung
Richard Albrecht, 180311
http://ricalb.files.wordpress.com/2010/12/cv1.pdf
*Zitat des Tages*
„Ich hoffe, daß wir die als sicher erkannten Meiler nach der Denkphase wieder anschalten.“
CDU/CSU-Fraktionsvize Michael Fuchs im Interview mit der Leipziger Volkszeitung
Deshalb nenne ich hier eine weitere Gefahrenquelle, die bisher noch nicht als so bedrohlich hingestellt wurde.
Ein Bürgermeister schlägt Alarm:
Die Nähe des Atomkraftwerkes Emsland und des Zwischenlagers in Lingen zum Luft-Boden-Schießplatz Nordhorn-Range mit einer möglichen Gefahr eines abstürzenden Kampfflugzeuges veranlasst aktuell immer mehr Menschen dazu, ihrer Angst Luft zu machen und sich an die Stadt Nordhorn mit der Bitte um Unterstützung zu wenden.
Ich teile die Sorgen der Bevölkerung und habe dies in einem Schreiben an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Ängste der Menschen aufgrund der seit vielen Jahren bestehenden Gefahren sind von der Bundesregierung bisher ignoriert worden.
Das schrieb der Nordhorner Bürgermeister Meinhard Hüsemann!
Quelle: Notgemeinschaft Nordhorn-Range e.V.