Meine ganze Generation wuchs mit der Anti-Atomkraft-Bewegung auf, ob man sich dazuzählte oder nicht. Wir wussten immer um die unheimliche Gefahr der atomaren Verstrahlung. Und spätestens seit Tschernobyl konnte es jeder wissen. Alles andere ist unglaubwürdig.
Ich glaube, nicht mal ganz am Anfang der Entwicklung der Atomtechnik war Platz für Naivität bezüglich der Gefahr, die diese Technik birgt. Atombombenversuche, ja sogar gezielte Abwürfe (!) hatten ja sogar das Ziel, die Zerstörungskraft zu demonstrieren bzw. zu nutzen. Mit diesem Wissen stapfte man in die sogenannte friedliche Nutzung der Atomkraft hinein.
In diesem Zusammenhang steht auch die Vertuschung der vielen Störfälle unserer ach so sicheren AKW. Hätte man das alles brav veröffentlicht, wäre der Angstpegel der Menschen ordentlich angestiegen. Und Angst kann in Wut umschlagen und sogar in politische Aktivität! Wenn ein Windrad im Meer umfällt, ist das Windrad kaputt und vielleicht hätte es ein paar Fische erwischt, kein Grund also zu großer Heimlichtuerei. Abgesehen von dem Aspekt, dass man das umgekippte Windrad sehen kann, eine erhöhte Strahlung rund um ein AKW aber nicht.
So weit ich das beurteilen kann, dürfte den Energieriesen auch "das demokratische" an den modernen Solar- oder Windtechniken beispielsweise widerstreben, weil man sie nicht so leicht monopolisieren kann. Nicht jeder kann sich ein kleines AKW bauen, aber jeder Häuslebesitzer kann seine Module aufs Dach schrauben, und ehemalige Bauern nutzen noch dazu ihre Scheunen- und Stalldächer. Ich kenne solche "Hof"erben, zu denen ich gerne mal sage, sie seien heute wohl viel mehr Kraftwerksbetreiber als Bauern. Aber das ist nur der kleine Maßstab eigener Beobachtung.
Greenpeace sagt, ein Ausstieg aus der Atomkraft ist bis 2015 möglich. Ich bin dafür. Ohne Wenn und Aber. Und meinetwegen dürfte es gern noch schneller gehen.
Für mich steht an erster Stelle Stromsparen. Ich werde als nächstes meinen Haushalt durchforsten nach Geräten, die Strom verschwenden, und genauso werde ich mein Verhalten überprüfen. Und das meines Nerds natürlich mit dazu! Ich wäre auch bereit, das eine oder andere Gerät abzuschaffen, wenn es der guten Sache dienen würde. Wir hatten schon Auto-freie Sonntage, warum also nicht Strom-freie Stunden? Wohlwissend, dass man im kommerziellen und öffentlichen Bereich wesentlich größere Einsparpotentiale realisieren könnte, wenn man den Willen dazu hätte.
Und dann können wir uns um den nächsten großen Gefahrenbereich kümmern: die verfluchte Gentechnik im Lebensmittelbereich. Das hat
Jochen in seinem heutigen Posting treffend beim Namen genannt. Denn worauf sollen wir warten: dass die Gentechnik zerstört, was von der Gefahr der atomaren Verstrahlung verschont bleibt? Was für eine verrückte Zeit.
Zum Schluß noch eins: da kann ich unsere französichen Nachbarn übrigens nicht verstehen: in Bezug auf die Versorgung mit guten Lebensmitteln haben sie ein hohes Bewußtsein und gleichzeitig riskieren sie es, sich zu 80 % von Atomstrom abhängig zu machen, mitsamt der großen Gefahr?
Na ja demnächst wohl doch.
23. März 2010 ... Microsoft-Gründer Gates: Sauberer Strom aus Mini-AKW? Microsoft-Gründer Bill Gates treibt seinen Traum von effizienter und sauberer Energie ...
www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,685289,00.html
oder
http://www.stromtip.de/News/21580/100-schon-bestellt-Mini-Atomkraftwerk-fuer-jedermann.html
Deshalb fordert ja auch die Kinke, daß ein Verbot dieser Kraftwerke in die Verfassung muß.
was von Anbeginn an in den vier japanischen Atomwerksblöcken stattfand war denn wohl stets so hochriskant wie „Experten“ seit Jahren bekannt: http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/schrottreaktor-im-erdbebengebiet/
Einen darüber hinaus gehenden Gesichtspunkt nannte der Marburger Physiker Dr. Ulrich Brosa http://bloegi.wordpress.com/2011/03/15/die-kettenreaktionen-in-fukuschima-gehen-weiter/#comment-3111
Es gab nach der polizeilichen Zerschlagung der linksmilitanten Studiebewegung der Zengakuren k e i n e masssenwirksame Anti-Atom/AKW-Bewegung
Freundliche Grüße
Richard Albrecht, 180311
http://ricalb.files.wordpress.com/2010/12/cv1.pdf
Es gab in den 70gern (1970!) einen Mann mit Namen Robert Jungk*,Publizist, Journalist, Zukunftsforscher.
Er hatte diese Bezeichnung wirklich verdient!
http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Jungk
Nach dem ich seine Bücher "Der Atomstaat" und "Strahlen aus der Asche" gelesen hatte, war die
Naivität in Sachen Atomenergie schlagartig von mir abgefallen.
Hier einige Auszüge aus einer Buchbesprechung "der Atomstaat" im Spiegel durch Klaus Traube aus dem Jahre 1977!
Auszüge:
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Mit der technischen Nutzbarmachung der Kernspaltung wurde der Sprung in eine ganz neue Dimension der Gewalt gewagt. Zuerst richtete sie sich nur gegen militärische Gegner. Heute gefährdet sie die eigenen Bürger. Denn "Atome für den Frieden" unterscheiden sieh prinzipiell nicht von "Atomen für den Krieg."*
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Es ist verbreitert hauptsächlich um die Schilderung von *Konditionierungen und Repressionen*, die Robert Jungk schon als Konsequenz der friedlichen Nutzung der Kernenergie sieht; *Konditionierung der Menschen in der Atomindustrie*, deren Unzulänglichkeiten die Sicherheit der Atom-Anlagen gefährden könnten, *Repressionen gegen die Kritiker in und außerhalb der Atomindustrie*.
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An anderer Stelle reiht er "Atomterrorismus" ein in einen "ganzen Horrorkatalog von Sabotagemöglichkeiten", die neue Technologien eröffnen. Im allgemeinen aber gehen solche Zwischentöne unter, werden alle Übel direkt oder unterschwellig der Atomtechnik angelastet.
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Und nun der Hammer!!!
Als hätte er den Mappus, den Koch, die Merkel etc gekannt.
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So etwa, wenn vom Leidensweg einer jungen Schweizerin in einer psychiatrischen Klinik die Rede ist, in die sie von der Polizei, wegen "bizarren Verhaltens" im Anschluß an eine
* Bei einer Protestkundgebung auf dem Marktplatz in Kalkar.
*Atomdemonstration festgenommen, eingeliefert wird*.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40680215.html
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Und wenn ihr jetzt noch wissen wollt, weshalb Lammert bei Merkel die Einhaltung des Dienstweges einfordert, bei der illegitimen Abschaffung der BW ruhig schwieg, der lese:
http://www.sh.gruene-fraktion.de/cms/klima/dokbin/298/298036.der_sumpf.pdf
Der Sumpf.
Die Verflechtung zwischen Energiekonzernen,
Politik sowie öffentlicher Verwaltung
Dass neben Klaus Brandner, wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischer Sprecher der
SPD Bundestagsfraktion, und Gerald Weiß, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe
der CDU/CSU Bundestagsfraktion und Ingrid Matthäus-Maier auch der am 18.10.
2005 neugewählte Präsident des Deutschen Bundestages *Dr. Norbert Lammert im
Aufsichtsrat der RAG sitzt*, sei hier nur am Rande erwähnt.
Personelle und wirtschaftliche Verflechtung in der Energiewirtschaft Matthiessen 7.7.2007
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aktualisiert 2009
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war es in den sechs Atomkraftblöcken eine Mixtur aus Vertuschchen krimineller Akte und stümperhaften Versuch-und-Irttum-Maßnahmen?
konkret so:
"Erst Schlamperei, dann Vertuschen, dann noch mehr Schlamperei und noch mehr Vertuschen. Natürlich kann man das kriminell nennen. Andererseits ist es das gewöhnliche Produkt der menschlichen Natur.
Ich würde als kriminell bezeichnen:
1) Die Anlage Fukuschima Dai-Itschi war wider besseres Wissen unzureichend gegen Erdbeben und gar nicht gegen Tsunamis gesichert.
2) Der Reaktor 3 hätte nicht mit MOX befeuert werden dürfen.
3) Die Brennstäbe des Reaktors 4 wurden zu dicht im Abklingbecken gelagert.
4) Vorgeschriebene und vorhandene Sicherheitssysteme wurden schon vor dem Erdbeben durch Schlamperei außer Betrieb gesetzt. Siehe z.B. http://thausherr.blogspot.com/2011/03/greenpeace-entdeckt-kompetenz.html"
und ergänzte aktuell:
"Aus der Anlage wurde bisher schon so viel Radioaktivität abgeblasen, dass man eigentlich nicht mehr schreiben kann, man warte noch auf den Super-GAU. Nur wurde die meiste Radioaktivität auf den Stillen Ozean geweht. Das ändert sich jetzt. Der Wind dreht und es beginnt zu regnen: http://www.wetteronline.de/wotexte/redaktion/topthemen/2011/03/0319_jp_Radioaktiver-Regen.htm"
Quelle: http://bloegi.wordpress.com/2011/03/15/die-kettenreaktionen-in-fukuschima-gehen-weiter/
Dies meine ich, nachdem inzwischen
-erstens die F.-Havariebewertung von 5 auf 7 bei der Risikoskala raufgesetzt wurde
-zweitens absehbar ist, daß das gesamte F.-AKW nur noch ähnlich wie damals vor 25 Jahren in Tschernobyl ummantelnd eingesargt werden kann (Sakophargisierung)
-drittens absehbar ist, daß Verstrahlung und Kontaminierung über Generationen anhalten und unmittelbar mehrere zehntausend tote Menschen (sowie Generationenschäden für Mensch und Natur zu Land, Luft und Wasser) produzieren werden:
AUCH IN UND UM GANZDEUTSCHLAND DROHEN WEIL ATOMKRAFT WEDER FRIEDLICH ZU NUTZEN NOCH TECHNISCH BEHERRSCHBAR IST VERSTRAHLTE LANDSCHAFTEN.
Nach Fukushima Mitte März 2011 halte ich diese Handlungsmaxime für aktueller denn je:
BESSER HEUTE RATIOAKTIV ALS MORGEN RADIOAKTIV
Richard Albrecht, 190411
http://gegen-den-strom.org
In dem YouTube-Video: Freie Energie-der Wettlauf zum Nullpunkt wird gesagt, dass das Militär zugegeben hat, dass es die Flügelenden seiner B2 Bomber mit abgebrannten Uranstäben auflädt.
Also deshalb werden die Dinger nicht abgeschlatet, weil sie nämlich auch bei friedlicher Nutzung für militärische Zwecke eingesetzt werden. In Brasilien finanziert Deutschland gerade ein AKW, das genauso aufgebaut ist, wie das in Fukushima. Und Nicola Teslas Wardencliffeprojekt ist immer noch nicht umgesetzt, weil der amerikanische Geheimdienst damals alle Unterlagen GEKLAUT hat.