FDP und der ständige Kampf gegen die Solidarität
Immer wieder bezeichnet sich die FDP als liberale Partei. Das ist natürlich ein reiner Etikettenschwindel. Im allgemeinen Sprachgebrauch steht der Begriff liberal für eine freiheitliche Gesinnung und ist in sich schon problematisch genug wie die beiden nachfolgenden Begriffsbestimmungen zeigen:
Negative Freiheit (Freiheit von etwas) bezeichnet einen Zustand, in dem keine von anderen Menschen ausgehenden Zwänge ein Verhalten erschweren oder verhindern.
Positive Freiheit (Freiheit zu etwas) bezeichnet einen Zustand, in dem die Möglichkeit der passiven Freiheit auch tatsächlich genutzt werden kann oder nach noch weitergehender Auffassung einen Zustand, in dem die Möglichkeit tatsächlich genutzt wird.
Ein Beispiel für negative Freiheit ist, wenn jemand seine Meinung frei äußern darf, ohne dass die entsprechende Person von anderen z. B. durch Zensur gehindert wird. Positive Freiheit würde in diesem Beispiel bedeuten, dass auch die Kommunikationsmittel und der Zugang zu den Medien zur Verfügung stehen oder nach weitergehender Auffassung, dass die jeweilige Meinung auch tatsächlich geäußert wird.
Mit dieser Art von Freiheit, die ja eine Freiheit für alle in Gleichberechtigung wäre, hat die FDP nichts zu tun und will auch nichts damit zu tun haben. Ihr liberaler Grundstock ist der Wirtschaftsliberalismus den man sehr verkürzt aber treffend mit folgendem Zielanspruch beschreiben kann:
Grundlage des Wirtschaftsliberalismus sind Privateigentum und Vertragsfreiheit. Daraus ableitend folgt die Befürwortung der freien Marktwirtschaft und des Freihandels.
Im Grunde genommen geht es also nicht um Freiheit sondern um einen reinen Raubtierkapitalismus, bei dem der Stärkere alles gewinnt und die Verlierer alles und am Ende auch ihr Leben verlieren. Natürlich kann man mit einer solchen Haltung nicht offiziell in einer Gesellschaft auftreten und deshalb wurde der Begriff Neoliberalismus als demagogische Propagandalüge erfunden. Diese angeblichen Abart des Liberalismus will die sogenannten Leistungsträger schützen.
Dabei sind die Leistungsträger nichts anderes als die Abzocker, die im Raubtierkapitalismus die meiste Beute gemacht haben, weil sie ohne Rücksicht, gelogen, gestohlen und betrogen haben, was das Zeug hielt. Das Ziel der FDP ist also die Stärkung der Räuber. Ähnlich wie Wild, das in Wildgattern gehalten, den jeweiligen Machthabern, Fürsten, Kaisern, Industriellen und Parteibonzen vor die Knarre getrieben wurde, will die FDP die Menschen als Beute vor gierigen Mäuler der Abzocker treiben.
Man muss allerdings sagen, dass es nicht die FDP alleine ist, die die Menschen derart vernichten will. Die SPD, die CDU, die CSU und auch die Grünen sind ebenfalls sehr breit von den neoliberalen Wirtschaftsfaschisten durchsetzt und die generelle politische Entwicklung geht nur noch dahin die Menschen auszubeuten und die Ausbeutung durch Gesetze leichter zu machen.
Allerdings gibt es dagegen noch ein Bollwerk. Die Solidarität:
Solidarität (abgeleitet vom lateinischen solidus für gediegen, echt oder fest; Adjektiv: solidarisch) bezeichnet eine, zumeist in einem ethisch-politischen Zusammenhang benannte Haltung der Verbundenheit mit – und Unterstützung von – Ideen, Aktivitäten und Zielen anderer. Sie drückt ferner den Zusammenhalt zwischen gleichgesinnten oder gleichgestellten Individuen und Gruppen und den Einsatz für gemeinsame Werte aus (vgl. auch Solidargemeinschaft).
Immer dann wenn Menschen erkennen, dass sie vor Problemen stehen, die sie mit anderen teilen entsteht zwangsläufig Solidarität. Deshalb ist es für die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten und vor allem die FDP unheimlich wichtig, die Menschen in immer kleinere und damit immer unbedeutendere Gruppen aufzuteilen. Der Arbeiter wird vom Angestellten und vom Hilfsarbeiter getrennt. Die Arbeiter in Facharbeiter, Vorarbeiter, Gruppenleiter und andere Unterteilungen differenziert. Die Angestellten lösen sich auf in unteres Management, mittleres Management und oberstes Management und die diversen Hilfsarbeiter dazu.
Stets wird darauf hingewiesen was teilt und nie auf das was verbindet, nämlich die gemeinsame Abhängigkeit vom Arbeitgeber und damit vom Kapital. Selbstverständlich werden auch die einzelnen Gruppen gegeneinander gehetzt, die einen können nur deshalb nicht mehr Lohn bekommen, weil die anderen zuviel verbrauchen und zu wenig arbeiten. Sozial Schwache werden dauerhaft ausgrenzt, wie es mit den chronisch Kranken und den Hartz IV Opfern passiert. Sie bekommen alle Schuld zugewiesen.
Natürlich machen dabei die Systemmedien gerne mit. Sie sind entweder abhängig von den neoliberalen Wirtschaftsfaschisten in der Politik, die wie beim öffentlich unrechten Rundfunk und Fernsehen bis tief in die Redaktionen hereinreden oder wie die privaten Medien von den Anzeigen mit denen sie ihr Geschäftsmodell finanzieren.
Diese gesamte Hetzerei und Demagogie zeigt gerade in ihren unglaublichen Ausmaßen wie sehr sich die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten vor den Massen fürchten. Es ist ihnen durchaus klar, dass sie nur wenige sind und niemals einer wehrhaften Bürgerschaft standhalten könnten. Deshalb kämpfen sie so verzweifelt gegen jede aufkommende Solidarität. Sie wissen das sie zu schwach sind und ihnen auch Springer und Bertelsmann nicht mehr helfen können, wenn die Masse ins Rennen kommt.
Deshalb muss der FDP Minister Rösler die solidarische Kranken- und Pflegeversicherung zerstören, weil sie ja Sicherheit bietet. Deshalb muss Ursula von der Leyen zusammen mit Wolfgang Schäuble die gesetzliche Rentenversicherung schädigen wo sie nur kann. Wenn die Menschen ihre Versicherungen nur bei den privaten Versicherern haben können, dann sind sie chancenlos. Dann gibt es kein Geld sondern nur Prozesse bis zum Tod. Jeder Dritte Privatversicherte bereut heute schon den Schritt in dieses Versicherungssystem. Das sind zumeist die wirklichen Kranken für die das System ja auch nicht gedacht war. Es soll ja nur die jungen Gesunden verwalten.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Unterstützung der Großindustrie und da vor allem in der Energiewirtschaft. Zentralität bedeutet Macht. Dezentralität bedeutet Freiheit und wenn die Bürger merken, dass sie sehr gut in der Lage sind kommunale Energieversorgung, Heizsysteme, Wasser- und Abwasseranlagen in Selbstverwaltung zu betreiben, dann bricht das die Macht der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten. Das gleiche gilt für den strikten Kauf von Lebensmitteln aus regionaler Herkunft.
Der hessische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier hat das gerade sehr deutlich gemacht und legt damit seine tiefsten Ängste offen:
Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, wir könnten uns von der Kernkraft verabschieden und künftig unseren Strombedarf decken, weil jeder hinterm Haus so einen kleinen Kühlschrank stehen hat und dann in Kraft-Wärme-Kopplung machen kann. Das ist absurd
Nein, das ist natürlich nicht absurd. Wenn jeder Kraft-Wärme Kopplung, Energierückgewinnung, Solarenergie auf seinem Grundstück macht, so weit es sinnvoll ist und zudem noch in Energiesparen investiert, dann reicht das sicher noch nicht für eine völlige Autarkie. Rechnet man dann aber Windenergie, Wasserkraft und Solargroßanlagen, sowie Biogas, Meerwasserkraftwerke und normale Gaskraftwerke hinzu, dann kommt man sehr schnell dazu auf Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke verzichten zu können. Allerdings gibt es dann kein Oligopol der Energiemafia mehr, sondern Vielfalt und Preiswahrheit.
Aber die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten wollen weder ehrliche Preise noch Wahrheit oder Klarheit in irgendeiner Form. Sie wollen die Ausbeutung, die Unfreiheit und das Ende aller Bürgerrechte. Führend ist dabei die FDP und sie scheut im Rahmen des Dahrendorf Kreises auch nicht die schmutzigste aller Lügen und spricht von einem "mitfühlenden Liberalismus". Es gibt in der FDP kein Mitgefühl, es gibt dort überhaupt gar kein "Mit" sonder nur ein "Miet". Käuflichkeit ohne noch eigene Inhalte zu vertreten und die ständige Aussaat von Hass und Streit.
Jetzt ist es an der Zeit die FDP die zu vernichten. Sie ist schwach und bekommt ihren Neuanfang nicht auf die Reihe, weil Typen wie Niebel, Westerwelle und vor allem Brüderle an ihren Posten kleben und zu viel wissen, als dass man sie vor die Tür setzen könnte. Je solidarischer man sich gegen die FDP stellt, desto leichter wird sie untergehen und das schwächt auch die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten in den anderen Parteien. Es ist Jagdzeit.

Tags für diesen Artikel: bestechung, brüderle, fdp, guido westerwelle, kopfpauschale, niebel, rösler, solidarische versicherungssysteme, solidarität
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Der Blüm, der die Rente als sicher hielt, ging ab wie ein Zäpchen. Gar Unrecht hatte er aber nicht - und bezeichnete die Zeitarbeitsmacher als ... Dann saß da noch so ein ach so toller Arbeitgebervertreter-Jurist auf der Couch, der alles versucht um die AN fertig zu machen. Weiterhin war eine Journalisten zu gegen, welche sich klar für "hire and fire" ausgesprochen hat. Dann noch einer seit 15 Jahren in Zeitarbeit Betroffener Arbeiter. Der hatt nach 15 Jahren Sklavenarbeit immer noch keinen festen Job. Ist ja logisch, da man in Zeitarbeit weniger zahlen muß, obwohl die gleiche Leistung erbracht wird, die der eines Facharbeiters in Vollzeit. Und nicht zuletzt die Dame von ver.di, die gegen den Jurist mit recht wettert. Diese Sendung sollte man sich ansehen.
Achja, und weil wir hier von der FDP sprechen. Die feine VIZE-Dame im EU-Parlament wird derzeit unter die Lupe genommen. Sie soll ja auch einwenig abgeschrieben haben.
Das diese Dame aber auch etwas von Schulden versteht müssen wir uns hier ansehen :-).
Unglaublich!!! - DÜMMER GEHT´S N(I)ÜMMER!
http://www.youtube.com/watch?v=Pt8zp3AKPac
Wir brauchen eigentlich niemanden von den etablierten Parteien, sie sind doch eh bloß Steigbügelhalter des Kapitals nur müsste die Masse auch endlich mal in Bewegung kommen und erkennen was diese Verbrecher in Wirklichkeit darstellen, sie sind allesamt Feinde des gemeinen Volkes!
Wie sieht es mit der Arbeitslosenkasse und wie mit der Pflegekasse aus? Wir sind in allen Kassen Zwangsmitglieder. Wir ärgern uns höchstens solidarisch über die Abzockerei und mehr passiert nicht.
Und was ist mit den Sozialverbänden und den Gewerkschaften? Da sind die Menschen freiwillige Mitglieder und werden ebenso abgezockt. Wollen es die Mitglieder nicht merken oder sind sie einfach zu blöd?
Und dann die vielen, die ein Parteibuch besitzen, sind die nicht auch freiwillig dabei? Für die satten Beiträge bekommen sie herzlich wenig Solidarität. Da machen die Vorstände auch was sie wollen und reden das auch noch schön.
Sie passen bestens in die Welt der FDP, und der heutigen CDU, SPD und Grünen.
Ein echtes Kind des 21.Jahrhunderts.
"Im Grunde genommen geht es also nicht um Freiheit sondern um einen reinen Raubtierkapitalismus, bei dem der Stärkere alles gewinnt und die Verlierer alles...." die Sache im Kern trifft!
In der Tat meint der gepriesene "Liberalismus" der FDP nichts anderes als die Freiheit, zu "wirtschaften" wie man will. Für mich Augenwischerei.
Mir hat ja richtig gefallen, daß er Leiharbeit als Zuhälterei, was sie ja auch sachlich ist, so benannt hat. Was solls, war halt mal eine seltene Perle in der ARD.