Ubuntu 11.04 Natty Narwhal - eine herbe Entäuschung
Ich bin, oder besser ich war bis gestern Abend bekennender Ubuntu-Fan. Ich habe mich wirklich und ehrlich auf das neue Ubuntu gefreut und auch auf die Oberfläche Unity, weil es an der Zeit ist etwas für eine leichtere Bedienung zu tun, wie es auch Gnome mit Gnome 3 versucht hat. Ja, ich wusste das Unity noch nicht fertig ist und genau wie Gnome 3 eher noch hinkt. Aber die Dinge entwickeln sich nur, wenn man sie so früh wie möglich ausprobiert und begleitet.
Also habe ich Ubuntu 11.04 als Upgrade installiert. Auf meinem Netbook, dem Samsung NC10. Die Installation verlief problemlos wie immer. Schließlich ist das Ubuntu und dann startete der schicke Narwal zum ersten mal. Alles funktionierte auf den ersten Blick, sogar mein Hintergrundbild hatte überlebt. Schön. Unten fehlte die alte Schaltleiste mit dem Fenstermanager und einigen wichtigen Programmen, aber das war egal. Das konnte man ja neu bauen.
Dafür gibt es an der linken Bildschirmseite eine Reihe von Icons, die viel zu groß sind und viel zu viel Bildschirm klauen. Gut ich bin ein Extremuser. Ich habe nicht selten bis zu 60 Instanzen des Firefox auf insgesamt 18 Fenstern am laufen, dazu TweetDeck, Chrome für bestimmte Anwendungen, manchmal auch noch Opera, wenn ich für Leser oder andere etwas einpflege. Dazu ein paar Textverarbeitungen, diverse Hilfsprogramme und und und. Ich bin ein User ohne Platz. Und den Platz auf dem Bildschirm brauche ich. Den kann ich nicht an ein Bildchenmenue verschenken.
Aber nun gut. Vielleicht bringen diese Bildchen ja irgendetwas. Ich fahre mit Trackpad mal rauf und runter. Kotz! Das dauert gefühlte Jahre und die Bilder sagen mir noch nichts, aber es gibt Texte dazu. Schick ist irgendwie anders. Also teste ich die Icons. Das oberste ist mein persönlicher Ordner. Wie bitte. Ich habe mindestens 6 Ordner auf meinem Rechner die ich ständig brauche und noch mindestens 3 auf anderen Rechnern, dazu kommen die Clouds.
Als zweites Icon kommt der Firexfox. Ah. Da haben sie mir die Tabs wieder eingebaut, die ich wie die Pest hasse. Ich brauche neue Fenster die ich auf Bildschirmfenster je nach Thema verteilen kann und keine Tabs. Auf die Schnelle lassen sich die Tabs auch nicht wegsperren. Dafür fehlt die Leiste mit der Chronik und den Extras, die sich auf die schnelle auch nicht installieren lässt. Also viel Arbeit bis dieser Fuchs feurig und zu gebrauchen ist.
Dafür verschwinden die Menueicons wenn der Fuchs arbeitet. Erinnert an Windows 386. Ein Prozess zur gleichen Zeit. Steinzeit. Dann folgt dreimal LibreOffice. Braucht zum Laden genau die gleiche Ewigkeit die jede andere dieser Office-Versionen brauchte und ist ebenso unbrauchbar. Dafür gibt es am Fenster keinen Knopf mehr, mit dem man den Dreck zumachen kann. Man muss über File und ein langes Auswahlmenue nach ganz unten auf Exit scrollen. Das ist ein echter Fortschritt. Aber zum Glück kriegt man den Mist schnell aus dem Starter wie sich das ulkige Menue nennt gelöscht.
Das Ubuntu One ein eigenes Icon hat ist wohl mehr als übertrieben, aber dafür wird die Verbindung zur Dropbox nicht mehr angezeigt. Dabei war das nützlich. Zumindest ist durch das Löchen von LibreOffice der Fensterumschalter in Klickreichweite gekommen. Oh wie produktiv 4 magere Fensterchen. Mit Rechtsklick keine Einstellmöglichkeiten. Aber dafür zeigt er mir die gerahmten Fensterchen. Langsam werde ich böse.
Klicken wir doch mal auf Anwendungen. Oh wie schick. Er zeigt mir die am häufigsten genutzten Anwendungen, dazu die installierten und auch welche die ich jetzt herunterladen kann. Ick werd irre. Aber halt da oben rechts am Rand gibt es unter Alle Anwendungen ein Menue wie wir es bisher kannten. Wieder ein Volkswandertrag mit Touchpad. Juchu. Das sieht einigermaßen brauchbar aus. Gehen wir doch mal auf System.
Da gibt es die Aktualisierungsverwaltung und die Konfiguration des Anmeldebildschirms und man darf Benutzer und Gruppen verwalten und selbstverständlich neue Software installieren. Ich hab sicherlich ein paar hundert Menschen Ubuntu empfohlen und es auch sicher hundertmal für andere installiert. Wie erklär ich den Omas nun, dass sie nichts installieren sollen. Ha, da sehe ich, das noch weitere 13 Ergebnisse angezeigt werden können. Ah. Da sind die restlichen Systemprogramme.
Eine Frage an die Entwickler dieses Irrsinns. Habt ihr wirklich schon mal mit einem Computer gearbeitet? Ubuntu ist ein Produktionssystem. Jeder weitere Klick, jeder zusätzliche Mausweg hindert die Leute daran produktiv zu sein. Habt ihr sie noch alle?
Dieses Unity ist absolut unbenutzbar. Es macht Arbeit, verführt zu leichtfertigen Programminstallationen und einem Riesenaufwand an Mausschubserei. Es ist unbrauchbar und eine Schande für die Ubuntu-Entwickler. Oh sicher man kann einiges umbauen, es etwas produktiver hinbekommen, aber viel bringen wird das nicht. Wie damals bei KDE 4 hat man sich einfach zu viel vorgenommen und vollständig versagt.
Natürlich werden jetzt wieder die Schreihälse kommen die mir sagen aber du musst Unity doch nicht benutzen. Bleib doch einfach beim alten Gnome-Standard. Das ist eine tolle Empfehlung. In einem halben Jahr kommt eine neue Version und dann gibt es vermutlich gar kein Gnome mehr. Ich kann also eine Entscheidung nur vertagen. Vielleicht sogar um zwei Jahre bis es keine Updates mehr gibt für den miesen Narwal.
Aber das ist Quatsch. Wenn ich eine Distribution nutze, ist es sinnvoll vorne mit dabei zu sein, um sie auch mit meinen begrenzten Möglichkeiten nach vorne zu bringen. Das geht am besten bei der täglichen Arbeit. Da kann man sich auch ein paar Workarounds leisten, aber die grundsätzliche Möglichkeit des produktiven Arbeitens muss gegeben sein. Das ist mit Ubuntu und Unity nicht mehr der Fall.
Ja, es ist einfach über Anwendunge->System->Anmeldebildschirm wieder zurück auf UbuntuClassics also die alte Gnome Variante umzuschalten. Aber es ist auch ein Anfang vom Ende der Zusammenarbeit mit Ubuntu. Man wird sich die verschiedenen Gnome Varianten anderer Distributionen ansehen müssen, was wurde aus KDE und der absolut tödlichen Libnepomurx, die jede professionelle Arbeit unmöglich machte? Vielleicht erklärt sich ja auch Ubuntu noch einmal und verspricht Besserung. Es bleibt ein Schwebezustand und ein verdammt unglückliches Gefühl.

Dafür gibt es an der linken Bildschirmseite eine Reihe von Icons, die viel zu groß sind und viel zu viel Bildschirm klauen. Gut ich bin ein Extremuser. Ich habe nicht selten bis zu 60 Instanzen des Firefox auf insgesamt 18 Fenstern am laufen, dazu TweetDeck, Chrome für bestimmte Anwendungen, manchmal auch noch Opera, wenn ich für Leser oder andere etwas einpflege. Dazu ein paar Textverarbeitungen, diverse Hilfsprogramme und und und. Ich bin ein User ohne Platz. Und den Platz auf dem Bildschirm brauche ich. Den kann ich nicht an ein Bildchenmenue verschenken.
Aber nun gut. Vielleicht bringen diese Bildchen ja irgendetwas. Ich fahre mit Trackpad mal rauf und runter. Kotz! Das dauert gefühlte Jahre und die Bilder sagen mir noch nichts, aber es gibt Texte dazu. Schick ist irgendwie anders. Also teste ich die Icons. Das oberste ist mein persönlicher Ordner. Wie bitte. Ich habe mindestens 6 Ordner auf meinem Rechner die ich ständig brauche und noch mindestens 3 auf anderen Rechnern, dazu kommen die Clouds.
Als zweites Icon kommt der Firexfox. Ah. Da haben sie mir die Tabs wieder eingebaut, die ich wie die Pest hasse. Ich brauche neue Fenster die ich auf Bildschirmfenster je nach Thema verteilen kann und keine Tabs. Auf die Schnelle lassen sich die Tabs auch nicht wegsperren. Dafür fehlt die Leiste mit der Chronik und den Extras, die sich auf die schnelle auch nicht installieren lässt. Also viel Arbeit bis dieser Fuchs feurig und zu gebrauchen ist.
Dafür verschwinden die Menueicons wenn der Fuchs arbeitet. Erinnert an Windows 386. Ein Prozess zur gleichen Zeit. Steinzeit. Dann folgt dreimal LibreOffice. Braucht zum Laden genau die gleiche Ewigkeit die jede andere dieser Office-Versionen brauchte und ist ebenso unbrauchbar. Dafür gibt es am Fenster keinen Knopf mehr, mit dem man den Dreck zumachen kann. Man muss über File und ein langes Auswahlmenue nach ganz unten auf Exit scrollen. Das ist ein echter Fortschritt. Aber zum Glück kriegt man den Mist schnell aus dem Starter wie sich das ulkige Menue nennt gelöscht.
Das Ubuntu One ein eigenes Icon hat ist wohl mehr als übertrieben, aber dafür wird die Verbindung zur Dropbox nicht mehr angezeigt. Dabei war das nützlich. Zumindest ist durch das Löchen von LibreOffice der Fensterumschalter in Klickreichweite gekommen. Oh wie produktiv 4 magere Fensterchen. Mit Rechtsklick keine Einstellmöglichkeiten. Aber dafür zeigt er mir die gerahmten Fensterchen. Langsam werde ich böse.
Klicken wir doch mal auf Anwendungen. Oh wie schick. Er zeigt mir die am häufigsten genutzten Anwendungen, dazu die installierten und auch welche die ich jetzt herunterladen kann. Ick werd irre. Aber halt da oben rechts am Rand gibt es unter Alle Anwendungen ein Menue wie wir es bisher kannten. Wieder ein Volkswandertrag mit Touchpad. Juchu. Das sieht einigermaßen brauchbar aus. Gehen wir doch mal auf System.
Da gibt es die Aktualisierungsverwaltung und die Konfiguration des Anmeldebildschirms und man darf Benutzer und Gruppen verwalten und selbstverständlich neue Software installieren. Ich hab sicherlich ein paar hundert Menschen Ubuntu empfohlen und es auch sicher hundertmal für andere installiert. Wie erklär ich den Omas nun, dass sie nichts installieren sollen. Ha, da sehe ich, das noch weitere 13 Ergebnisse angezeigt werden können. Ah. Da sind die restlichen Systemprogramme.
Eine Frage an die Entwickler dieses Irrsinns. Habt ihr wirklich schon mal mit einem Computer gearbeitet? Ubuntu ist ein Produktionssystem. Jeder weitere Klick, jeder zusätzliche Mausweg hindert die Leute daran produktiv zu sein. Habt ihr sie noch alle?
Dieses Unity ist absolut unbenutzbar. Es macht Arbeit, verführt zu leichtfertigen Programminstallationen und einem Riesenaufwand an Mausschubserei. Es ist unbrauchbar und eine Schande für die Ubuntu-Entwickler. Oh sicher man kann einiges umbauen, es etwas produktiver hinbekommen, aber viel bringen wird das nicht. Wie damals bei KDE 4 hat man sich einfach zu viel vorgenommen und vollständig versagt.
Natürlich werden jetzt wieder die Schreihälse kommen die mir sagen aber du musst Unity doch nicht benutzen. Bleib doch einfach beim alten Gnome-Standard. Das ist eine tolle Empfehlung. In einem halben Jahr kommt eine neue Version und dann gibt es vermutlich gar kein Gnome mehr. Ich kann also eine Entscheidung nur vertagen. Vielleicht sogar um zwei Jahre bis es keine Updates mehr gibt für den miesen Narwal.
Aber das ist Quatsch. Wenn ich eine Distribution nutze, ist es sinnvoll vorne mit dabei zu sein, um sie auch mit meinen begrenzten Möglichkeiten nach vorne zu bringen. Das geht am besten bei der täglichen Arbeit. Da kann man sich auch ein paar Workarounds leisten, aber die grundsätzliche Möglichkeit des produktiven Arbeitens muss gegeben sein. Das ist mit Ubuntu und Unity nicht mehr der Fall.
Ja, es ist einfach über Anwendunge->System->Anmeldebildschirm wieder zurück auf UbuntuClassics also die alte Gnome Variante umzuschalten. Aber es ist auch ein Anfang vom Ende der Zusammenarbeit mit Ubuntu. Man wird sich die verschiedenen Gnome Varianten anderer Distributionen ansehen müssen, was wurde aus KDE und der absolut tödlichen Libnepomurx, die jede professionelle Arbeit unmöglich machte? Vielleicht erklärt sich ja auch Ubuntu noch einmal und verspricht Besserung. Es bleibt ein Schwebezustand und ein verdammt unglückliches Gefühl.

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Ich mag Unity überhaupt nicht und lässt mich auch darüber Nachdenken ob ich vielleicht zu Linux Mint wechseln soll.
Allerdings gibt es eine Möglichkeit Ubuntu 11.04 in einen Zustand zu versetzen, der es einem erlaubt weiter so arbeiten zu können wie man es bisher von Ubuntu gewohnt war.
Gnome-Remix heißt das Zauberwort.
http://ugr.teampr0xy.net/install
[/Zitat]
Sach aml, bist du der Sohn von Luise? :)
"Ich habe mindestens 6 Ordner auf meinem Rechner die ich ständig brauche und noch mindestens 3 auf anderen Rechnern, dazu kommen die Clouds."
Der Launcher ist anpassbar und ausschließlich für Programmfavoriten gedacht.
"Oh wie produktiv 4 magere Fensterchen."
Hatte Ubuntu schon immer, ist aber ebenfalls anpasssbar.
"Jeder weitere Klick, jeder zusätzliche Mausweg..."
Das Dash ist auf Suchen statt Browsen ausgerichtet. Deswegen gibts auch so ne schöne Suchleiste.
"Da haben sie mir die Tabs wieder eingebaut, die ich wie die Pest hasse."
Das ist halt Firefox. Nicht Ubuntus Schuld.
"Dafür verschwinden die Menueicons wenn der Fuchs arbeitet."
Das nennt sich Autohide. Abstellbar.
"Auf die Schnelle lassen sich die Tabs auch nicht wegsperren."
Nennt sich globales Menu. Tipp: fahr mal über die Titelleiste. ->Einstellungen->Tabs anzeigen Haken weg fertig.
Ok, vieles andere stimmt und ist ein echtes defizit. Diese Probleme sind jedoch bekannt und werden innerhalb des nächsten Releasezyklus verbessert.
"weil es an der Zeit ist etwas für eine leichtere Bedienung zu tun" ... und es wird auch getan, aber nicht von heute auf morgen.
Wie soll Oma das machen oder wieviel Zeit muss ich aufbringen um das rauszufinden und dann anzupassen. Dieses Release ist auf jeden Fall ein Fehler und auf die Zukunft vertrösten lassen kann ich mich auch bei Apple oder Miniweich.
Das war mal Ubuntu, das beste System der Welt und nun ist es ein Scheißdreck.
Du vermischt da einfach Ebenen miteinander. Du kannst doch nicht ne Kritik an nem Browser oder nem Office-Paket mit der eines Systems vermischen. Ja, ist schon unglaublich beschissen von Ubuntu, dass sie Firefox auf Version 4.0 update...Die Schweine!
Du machst in deinem Artikel einen auf Linux Superheld und bekommst es nicht auf die Kette, mit drei Klicks die verkackte Lesezeichenleiste bei Firefox wieder einzublenden??? Und seit wann sind denn Menschen dazu verpflichtet, dir Ubuntu in den Comments deines Artikels zu erklären? Wenn du Probleme oder Fragen hast poste was in ein Forum und fertig.
Das Kritik an Unity absolut legitim ist, finde ich auch. Aber zum einen ist das wie schon geschrieben wurde die erste Version und wird sich natürlich noch weiter entwickeln und zu anderen wenns dir nicht passt, wechsel halt die Distribution - das ist ja das tolle an Linux - du hast die Auswahl...Linux Mint, Fedora, Debian. Und weil du ja scheinbar jemand bist, der das System nach exakten Vorstellungen haben möchte vielleicht auch einfach Linux Arch. Du hast durch das rolling release keine groszen Überraschungen und du baust dein System von vorne nach deinen Vorstellungen auf! Da kannste dann auch LXDE, Fluxbox und sämtliche andere Obenflächen ausprobieren und vielleicht stellt Linux dann auch wieder einen EXTREMUSER wie dich zufrieden!?
Ich dachte der offizielle Release ist am 28. ?
Ich nutze Ubuntu seit Hardy Heron, was glaube ich 8.04 war.
Mich hätte bis 10.10 niemand an eine andere Distribution bringen können. Dann kam 11.04, welches mich zum ersten Mal mit dem Gedanken spielen ließ Linus Mint zu Installieren.
Meiner Meinung nach ist Unity nicht brauchbar. Ubuntu steht für Nutzerfreundlichkeit und eine große Barrierefreiheit..
Unity hingegen macht es so manchem User nicht wirklich leichter. Klar, es sind auch nur ein paar Klicks mehr die man ab und zu machen muss, aber wenn ich an 10.10 denke, vermisse ich echt die Unkomplizierte Nutzung.
All die, welche sich denken ich solle dann doch bitte die Normale Gnome2 Oberfläche nutzen, sollen mir dann bitte auch direkt erklären, aus welchem Grund ich dann noch von 10.10 zu 11.04 Wechseln soll?!
Am Ende bleibt es die Entscheidung jedes einzelnen Nutzers, ob er nun Ubuntu 11.04 Installiert, oder nicht.
Ich für meinen Teil, bin erstmal raus aus der Ubuntuwelt, und finde gerade gefallen am zur Zeit Installierten Linux Mint 10!
Lange Zeit habe ich mich dann mit dem nutzlosen Briefumschlag in der Benachrichtigungsanzeige abgefunden. Dann testete ich Mint 10 Julia und war sehr angetan. Bis ich beim Firefox diese merkwürdigen völlig unbrauchbaren Google-Ergebnisseiten entdeckt habe, die (oh Wunder!) nicht abschaltbar sind.
Dann habe ich KDE als Desktop getestet und schnell wieder gelöscht.
Nun ziert wieder der Briefumschlag (10.10) mein Gnomepanel aber ich werde auch den Narwal testen. Ja, auch Unity werde ich mir ansehen, ich glaube nur nicht daß mich diese Oberfläche bei meiner Art zu Arbeiten unterstützen kann. Wenn ich schon lese daß es keine richtige Fensterdeko mehr geben soll, na mal sehen..
Irgendwo habe ich mal gelesen daß bei Linux 'alles Datei' ist. Warum wird (wie bei Apple) versucht, so viel wie möglich davon vor dem User zu verbergen? Es gibt keine Startmeldungen mehr, was ist so schlimm an Startmeldungen? Zu sehen wie das System funktioniert, oder sofort zu sehen wo es klemmt? Mein Linux-Start glänzt nun 3/4 der Startzeit mit einem schwarzen Bildschirm. Toll.
Wie oben schon geschrieben: Es gibt immer Dinge die ich bei den neuen Versionen nicht verstehe... ich möchts ja gern verstehen aber es ist so unlogisch. Vielleicht sollte man sich bei Canonical wieder des berühmten Designer-Grundsatzes erinnern: 'Die Form folgt der Funktion.' und sich mehr der Entwicklung der Funktion widmen, anstatt ständig an der Form zu basteln. Frommer Wunsch, ich weiß. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.
Darum ist jeder, der sagt, Ubuntu sei das beste System der Welt ja auch ein Vollidiot, der keine Ahnung von Linux hat. Für einen technischen Analphabeten mag es kaum ein besseres System geben, für andere User gibt andere, bessere Systeme, das ist eine Frage der Zielgruppe, nicht der Qualität an sich.
Jemand, der von einem Linux das verlangt, was Gentoo, Arch et al. bieten, wird sich natürlich über die lahme Krücke Ubuntu aufregen, erst recht vllt über Unity (dazu kann ich rein gar nichts sagen), dennoch ist es müßig, einem sturen Hund genau das zu erklären.
Das hat auch rein gar nichts mit dem dummdreisten "Geh doch in den Osten" zu tun, sondern damit, dass man sich aus einem Angebot das raussuchen sollte, was am besten zu einem passt, und nicht etwas, dass an eine völlig andere Zielgruppe gerichtet ist, um sich dann darüber zu beklagen, dass es nicht so ist, wie man es haben will.
Und zu dem Einwurf "nicht kritisieren, sondern weggehen": Kritik ist wichtig, Ubuntu ist aber wie gesagt ein Anfängersystem und das wird es immer bleiben, egal zu welchem Nerd du dich derweil entwickelst - wenn du dich aus der Zielgruppe herausentwickelt hast, dann solltest du dem Rechnung tragen und dich einem "besseren" System widmen.
Und weil wir hier schon so schön beisammen sind: Ich habe den Einstieg in Linux über SuSE und später Ubuntu (ab 5.04) gemacht, habe nebenbei immer wieder andere Distributionen ausprobiert, um etwas zu finden, dass besser zu mir passt, ohne wirklich von Ubuntu wegzukommen. Ende letzen Jahres bin ich bei Arch angelandet und habe Ubuntu, zum ersten Mal seit etwa 7 Jahren, nicht mehr auf der Platte - es hat meinen Ansprüchen eben nicht mehr genügt; und statt dafür Shuttleworth ein paar Schläger auf den Hals zu schicken, um Ubuntu mehr wie Arch zu machen, bin ich glücklich damit, Arch zu benutzen und gönne jedem, der glücklich damit ist, sein Ubuntu.
Ach übrigen, ich habe mit Unix angefangen, dann lange SCO-Unix benutzt und dann SuSE.Das lange Ende meiner Freundschaft mit Suse habe ich auch hier auf dem Blog beschrieben. Heute geben mir viele Recht, die damals gemeckert haben.
http://duckhome.de/tb/archives/13-SuSE-Trauriges-Ende-einer-langen-Freundschaft.html
http://duckhome.de/tb/archives/484-Konsequentes-Handeln.html
Ich habe mit 10.10 angefangen und bin damit an sich ganz gut klargekommen.
Was nun aber mit 11.04 überhaupt nicht mehr hin haut.
Ich finde das man damit in die falsche Richtung geht.
Allein schon das Fenster in die obere Steuer-/Status-/wieauchimmer-Leiste integriert werden nervt extrem.
Hatte ich mit doch die Ansicht ausgewählt das ich Fenster, so wie es mir gefällt, rechts oben schließen, minimieren oder verkleinern kann.
Sei es auch das man es irgendwie umstellen kann.
Ich habe diese Möglichkeit bis jetzt nicht gefunden, was nicht für Einsteigerfreundlichkeit sprechen kann.
Ok es ist grad der erste Tag mit der neuen Version aber bis jetzt finde ich 10.10 besser und komfortabler.
Ich kann Jochen auf jeden Fall nur zustimmen und verstehe seinen Unmut.
Ich benutze maximal vier Programme und zu fast 90% nur Firefox und das in Zukunft auf ein Replacment Notebook!
Mir gefällt Unity absolut, allerdings braucht man ein paar Tage um das Nenutzerinterface anzunehmen!
Alternativ kannst du unter system setting -> login die Standard-Session-Art festlegen, so dass Leute Unity niemals zu Gesicht bekommen müssen.
Ich persönlich hasse das Zeug auch. Für Netbooks macht es Sinn. Für alles andere ist es einfach eine extreme Verkomplizierung.
Wie kann man das Zeug nur als Standard für nen Desktop-OS ausliefern? Grauenhaft.
Nun kann man endlich wieder "arbeiten".
Würde mal gerne ein offizielles Statement zu der geschichte lesen....
3x reboot in 10 min. musste dafür das kabel ziehen, Kiste total zu.
VLC stürzt ab, externes USB 2.= Laufwerk wird nicht richtig erkannt(kein löschen von Dateien möglich, uvm.
Mehr Abstürze in einer Stunde als mit Windows in 15 Jahren.
Das schlimmste OS seit, ZX 81, ich computere.
Da war Vista tol dagegen.
Nein bin kein Windows-Mensch, benutze Ubuntu seit 6 Jahren
Klar, noch kann man auf "classic" umschalten, aber Unity zeigt, wohin die Reise geht und die Richtung gefällt mir ebenso wenig wie Gnome 3.0.
Warum kann man eine gute Benutzeroberfläche nicht einfach lassen, wie sie ist? Sogar mein 60jähriger Vater kam ohne große Einarbeitung sofort mit 10.10 zurecht und ist Begeistert. Bei Unity eird man vor lauter Fensterwechseln ganz wirr. Davon, dass diese Leiste ästhetisch aussieht als wäre sie von Playmobil mal ganz zu schweigen!
Ich hoffe sehr, dass man bei Canonical noch zur Besinnung kommt und diesen Unity Quatsch in die Tonne tritt oder als optionale Oberfläche anbietet. Standard wird das hoffentlich nicht. Und wenn doch, muss ich wohl den long time support von 10.10 bis 2013 auskosten und mir danach ein neues OS suchen. Vielleicht Debian oder MINT mit Gnome...
Natty läuft im Gegensatz zu Maverick nicht sauber und wirkt unausgereift.
Auf der Hardware, auf welcher Maverick out of the box bestens lief, mußte ich bei Natty rumbasteln um teilweise elementare Funktionen zu erhalten (Sound, USB, Grafik,...)
Ich werde also Natty besser überspringen.
Natty zu überspringen macht keinen Sinn. Du musst die Fehler melden, sonst wird das nie was.
Ich werde vermutlich auf eine andere Distribution mit Gnome 3 umsteigen.
Da muss man sich nicht mit Firlefanz rumschlagen, es gibt IMHO kein besseres interface!
http://www.kubuntu.org/
Anders ausgedrückt, hoffe ich, dass die nächste (übernächste gemessen an 10.10) Version, besser sein wird. Bei M$ hat es mit Vista auch funktioniert. (Nein, ich bin kein Sonntagslinuxer, aber Kunden sind nicht immer so leicht zum Umsteigen zu überzeugen wie die fortschrittliche Oma vom Jochen Hoff...