Die reine
Theorie der Geldschöpfung ist obsolet geworden, weil die Notenbanken eben auch nicht notenbankfähige Anlagen als Sicherheit für Kredite gegenüber Ländern und Banken annehmen und diese zudem noch viel zu hoch bewerten. Das wurde erforderlich weil sich die Banken und institutionellen Anleger untereinander Kredite gewährt haben, für die es keinen wirtschaftlichen Hintergrund gab und die durch ebenso windige
Credit Default Swap (CDS) als Kreditversicherung abgesichert wurden.
Um es ganz simpel zu formulieren. Es wurden für Hypotheken für Barracken vergeben die eigentlich hätten abgerissen werden müssen und diese wurden dann teilweise sogar noch mit 200.000 Dollar bewertet und zu hundert oder gar hundertfünfzig Prozent beliehen. Das gleiche passierte mit vielen anderen Anlageformen und noch heute sind die Bilanzen von Banken eher eine Hoffnungsliste als Realität.
Anstatt dieses fehlerhaft geschöpfte Geld durch Konkurse aus dem Markt zu nehmen, wurde von den Notenbank noch mehr wertloses Geld geschaffen, dem keine Ware oder Dienstleistung entgegenstand. Die Folge ist klar. Es entstand eine
gigantische Inflation:
Im Januar 2000 lag der höchste Goldkurs bei 293,65 Euro und bei 288,10 Dollar je Unze. Heute gegen 10 Uhr liegt der Goldkurs bei 1.050,01 Euro und bei 1.535,83 Dollar je Unze. Die Preissteigerung des Goldes betrug beim Euro also 357,57 Prozent und beim Dollar sogar 533,09 Prozent. Theoretisch beträgt die Inflation bei Gold also in Europa gegenüber dem Euro 357 Prozent und gegenüber dem Dollar sogar über 533 Prozent. Demnach hätte der Dollar also beim Gold eine um 175,52 Prozent höhere Inflation als der Euro
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Im Januar 2000 lag der höchste Silberkurs bei 5,78 Euro und bei 5,45 Dollar je Feinunze. Heute gegen 10 Uhr liegt der Silberkurs bei 25,28 Euro und bei 36,90 Dollar je Feinunze. Die Preissteigerung des Silbers betrug beim Euro also bei 437,37 Prozent und beim Dollar bei 677,06 Prozent. Demnach hätte der Dollar beim Silber also eine um 239,69 Prozent höhere Inflation als der Euro.
Aber selbst diese gigantische Inflation reichte nicht aus, um den wahren Wertverlust von Dollar, Euro und Co. wirklich abzubilden. Deshalb sind Dollar und Euro ja auch weiterhin stark gefährdet und es ist eben kein Witz wenn die die Bad Homburger Feri EuroRating Services AG erste Ratingagentur die Bonität der USA von "Aaa" auf "Aa" herabstuft. Denn kurze Zeit später folgte die chinesische Ratingagentur Dagong Global Credit Rating, die die gleichen Warnungen aussprach.
China ist der größte Gläubiger der USA und hat ca. 2 Billionen Dollar gebunkert, die natürlich von der Inflation aufgefressen werden. Chinas Drohungen sind natürlich ein Witz. Das Land kann sich nicht vom Dollar trennen ohne durch die dabei entstehenden Verluste selbst in eine tiefe Depression gestürzt zu werden, die die politische Führung mit Sicherheit nicht überleben würde und die vermutlich auch das Land zerfetzen würde.
In Anbetracht der Schulden der USA ist der Fall Griechenland, das gerade von Standard & Poor`s (S&P) auf CCC um drei Stufen heruntergerated wurde, geradezu ein Witz. Es ist schwierig die Schuldenquote der USA wirklich zu berechnen, da zwischen den offiziellen Angaben und tatsächlichen Lasten eine riesige Differenz besteht. Viele der offiziellen Leistungszusagen, wie Medicare, Medicaid und diverse Pensionsverpflichtungen tauchen überhaupt nicht in den Berechnungen auf. Offiziell wird die Schuldenquote der USA mit 100 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) angegeben, tatsächlich dürfte sie aber eher bei 410 Prozent des BIP liegen. Griechenland liegt gerade mal bei 140 Prozent des BIP und Deutschland bei 80 Prozent des BIP.
Da durch einen Systemfehler die Geldschöpfung in erster Linie bei den Banken und beim Großkapital liegt, muss Griechenland für seine Schulden schon bis zu 25 Prozent Zinsen zahlen, während die USA als Leitwährung noch relativ ungeschoren davonkommen, was natürlich auch daran liegt, dass die amerikanischen Ratingagenturen gegenüber dem eigenen Land und dessen Fehler natürlich vollständig blind sind.
Die Überschuldung Griechenlands, Irlands, Spaniens, Portugals und Italien ist von den Euroländern mit etwas Vernunft sehr leicht zu schultern, auch ohne die Wirtschaft in diesen Ländern abzuwürgen, wie es zur Zeit in Griechenland geschieht. Ein Länderfinanzausgleich über die gesamte Eurozone und strengere Regeln könnten dieses Problem lösen. Die USA hingegen sind nicht mehr zu retten. Je länger der Dollar dahin vegetiert, desto größer wird der Schaden für die Weltwirtschaft. Hier könnte nur ein Währungsschnitt, eine Währungsreform helfen, die aber einen Schnitt auf höchsten 25 - 30 Prozent des heutigen Wertes bedeuten dürfte. Aber auch der Euro ist nicht zu retten, da es keine europäische Solidarität geben wird.
Tatsächlich sind der Internationale Währungsfond (IWF), die Weltbank und viele Länder seit langem in der Diskussion, wie die Bedeutung des Dollars heruntergefahren werden kann. Bereits seit 1969 gibt es die künstliche
Ersatzwährung Sonderziehungsrechte (SZR) die zur Zeit zwar nicht offiziell gehandelt wird, aber heute schon die Basis für einige Geschäfte bildet.
Da die SZR auf einer festen Basis aus Dollar, Euro, Yen und britischem Pfund beruhen, stellen sie natürlich keine wirklich neue Währung da, sondern nur den Versuch, einen Währungskorb zu bilden, der die alten Währungen etwas gerechter in ihren Schwächen bewertet. Man kann allerdings auch sagen, dass dieser Versuch gescheitert ist. Verschwörungstheoretiker gehen übrigens davon aus, dass die Affäre Strauss-Kahn einen Teil ihrer Wurzeln, in dessen positiver Haltung zu einer Schwächung des Dollar hat.
Die Chinesen würden gerne ihren Renminbi in diesen Währungskorb einbringen, aber es gibt bedeutende Wirtschaftswissenschaftler die den chinesischen Aufschwung vor allem durch die miserablen Arbeitsbedingungen und Löhne, sowie der Zerstörung der Umwelt finanziert werden und deshalb davon ausgehen, dass dieser Aufschwung eben nicht von Dauer sein wird. Auf jeden Fall ist der Renminbi eine der typischen Währungen der Vergangenheit mit all ihren Fehlern.
Morgen geht es weiter mit lokalen Währungen, Bitcoin und anderen Alternativen.
Geld war, ist und bleibt ein Abhängigkeiten schaffendes Machtmittel.
Nicht ganz unwichtig in diesem Zusammenhang, die
Wirtschaft - was ist das überhaupt, wer ist gemeint?
Kapitalismus kaputt, Geld kaputt, Lohnsklaverei
überwinden, am besten gleich ohne Geld, es funktioniert.