Wie menschenverachtend die deutschen Banker wirklich sind, kann man leicht an
Michael Kemmer, dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken ablesen, der keinerlei Scham aufweist:
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Eine Bank kann nicht einfach auf Forderungen verzichten und damit letztlich das Geld der Sparer und Eigentümer aufs Spiel setzen", sagte Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe).
Ach, kann sie nicht. Aber die Versammlung der Bankster und Versicherungen Deutschlands konnte sich seelenruhig vom deutschen Steuerzahler retten lassen und damit die Staatsverschuldung noch weiter nach oben treiben. Es ist dieses typische neoliberale Gehabe, dass die Menschen so wütend macht. Ackermann und Konsorten haben schon seit Jahren um die Gefahren bei den Hypothekenbanken gewusst, die eigentlich schon lange vor der Subprimekrise pleite waren. Die Allianz hat dem deutschen Steuerzahler dei Dresdner Bank aufgedrückt und Kemmer will uns einreden, dass die Banken ja gar nicht helfen könne. Nun gut dann soll Griechenland doch pleite gehen. Dann sterben die Banken eben auch. Denn wer wirklich betroffen ist, pfeifen die
Spatzen von den Dächern:
Zunächst einmal sind es natürlich die griechischen Häuser, die Sovereigns ihrer eigenen Regierung halten. Und das nicht zu knapp, jeweils zwischen 80 und 300 Prozent des Tier-1-Kapitals – diese Banken sind also allesamt weg vom Fenster, falls in Griechenland schuldentechnisch was anbrennt.
Aber danach sind es primär die französischen Banken, die ihr Geld nach Athen getragen haben, allen voran die BNP Paribas und die belgisch-französische Dexia. Letztere machte nach eigenen Angaben groß in “Public Sector Funding”, dürfte also auch in anderen Krisengegenden gut engagiert sein, Sarkozy sollte also schon mal ein paar Euro für sie zur Seite legen.
Und dann erblicken wir da auch noch die Commerzbank, da schau her, welch glückliche Fügung, dass man eh schon teilverstaatlicht ist.
Übrigens ist die Commerzbank, wenn man die weiteren Krisenstaaten im Euroraum betrachtet noch viel stärker engagiert und es ist jetzt schon absehbar, wann da neues Geld gebraucht wird. Ein möglicher Zusammenbruch von BNP Paribas, Dexa und Commerzbank, würde aber wiederum die anderen Banken und vermutlich auch die Deutsche Bank aus der Bahn werfen. Es läge also im eigenen Interesse Griechenland langfristig zu retten.
Das hat Sarkozy begriffen und er versucht die französischen Banken dazu zu zwingen, 70 Prozent des Geldes das sie bisher in Griechenland investiert haben, bei deren Auslaufen in neue Anleihen zu investieren die dann aber 30 Jahre statt 5 Jahre Laufzeit haben sollen. Früher hätte man das, auf die lange Bank schieben genannt, aber heute ist es eine kurze Bank, da ja bei diesem Modell schon kurzfristig weniger Geld zu Verfügung steht, als Griechenland zum rollieren seiner Schulden braucht. Die Banker in Frankreich werden also nur so tun als ob.
Wenn überhaupt, wollen die deutschen Banken aber lieber nur um fünf Jahre verlängern um die lange Bank noch kürzer zu machen, dafür aber 90 Prozent der Gelder reinvestieren. Damit wäre Griechenland dann nicht im Herbst 2011 sondern erst wieder im Sommer 2012 pleite. Alle diese Vorschläge sind natürlich vollständig untauglich um Griechenland langfristig zu helfen. Das geht nicht ohne Schuldenschnitt.
Leider haben die angeblichen Sozialisten von der Pasok, den neoliberalen Erpressern, aus EZB, IWF, EU und Weltbank nachgegeben und ihr Land zum vollständigen Ausverkauf freigegeben. Das haben ja ohne Not auch schon die deutschen Sozialdemokraten getan, die jeden Schutz der Menschen abbauten um ihre Herren aus dem Großkapital zu befriedigen. Noch wehren sich die Griechen, aber bald werden die Aufstände niedergeschlagen sein und die Griechen werden in Scharen ihre Heimat verlassen müssen, um überleben zu können.
Sofern Griechenland im Euroraum überhaupt eine Chance hatte sich wirtschaftlich zu entwickeln, ist diese nun endgültig vertan. Griechenland wird vom Tourismus leben müssen, wobei aber wohl internationale Konzerne die Gewinne aus diesem Bereich direkt in ihre Heimatländer abführen werden und Griechenland selbst kaum etwas behalten darf. Die restliche Wirtschaft von Flughäfen, Häfen, Bahnen und sonstiger Infrastruktur wird billigst verramscht und die Griechen müssen dann die Gewinne der neuen Herren mit höchsten Gebühren bezahlen.
Wieder einmal hat das Großkapital gewonnen, aber es ist nur ein Scheinsieg. Die Probleme sind nicht gelöst und die Entwicklung der nächsten Monate in Spanien, Italien, Portugal, Irland, Belgien aber auch Frankreich werden zeigen, dass das kapitalistische System einfach nicht funktioniert. Natürlich leiden darunter vor allem die einfachen Menschen. Aber am Ende des Tunnels ist Licht in Sicht. Nein, das ist keine entgegen kommende Lokomotive, dass ist das Ende des Raubtierkapitalismus wie er die letzten 30 Jahre geprägt hat.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,771443,00.html
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Hallo Jochen, schimmert da Hoffnung durch?
Um Europa wirtschaftlich platt machen zu können, wurde als letzes Mittel der Zerstörung der Euro eingeführt.
An Griechenland wird uns heute vorgeführt, was die anderen Staaten morgen erwartet. Wir sind da gewiss nicht ausgenommen.
Privatisieren, soziale Systeme zerschlagen, Löhne drücken, Renten abwerten und dann den Bürgern erzählen, sie hätten über ihre Verhältnisse gelebt. UNFASSBAR, wir Bürger erkennen die Schieflagen, aber die Politiker nicht?
Ich kann leider das Licht am Ende des Tunnels nicht ausmachen.
Eine Idee, welche ich in den letzten Tagen häufiger hier in Köln gehört habe, welche eventuell eine Hebelverschiebung einleiten könnte, ist die zugegebenermaßen zur Zeit noch schwierig umzusetzende Abkehr von Nationen als territoriale Gebiete hin zu Nationen als soziale Gefüge. Als Mittel dazu dient eine regelmäßig stattfindende direktdemokratische Wahl auf Gemeindeebene, bei der die Einwohner der Gemeinde entscheiden, ob sie ihre Nationalität wechseln wollen und welche Nationalität sie zukünftig tragen möchten.
Außerdem bietet sich gerade die Möglichkeit, auch dem letzten Träumer die Flausen, wonach die Wirtschaft eines Landes den Bedürfnissen der Menschen dienen soll und nicht umgekehrt, endgültig auszutreiben.
Dieses Missverständnis zu beseitigen wäre doch schon mal ein großer Fortschritt. Die Menschen müssten sich dann nur noch für oder gegen die Sklaverei entscheiden.
Ich fand diesen Artikel: http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:bankenpleite-daenemark-laesst-glaeubiger-bluten/60070367.html
Der Euro hat fertig, die ReGIERungen haben fertig, Obama hat fertig, die Dr.'s haben fertig und der Bürger hat eigentlich auch fertig - weil nicht kapiert, das uns diese EU-Kunstwährung in den Abgrund treibt und die Zukunftschancen dieser und nachfolgender Generationen zunichte gemacht wird.
Wer noch glaubt, das alles sein nur eine Kurzweil Geschichte, der irrt. Die Elitären verdienen weithin mehr, als vor der Krise und sorgen jeden Tag dafür, das europäische Bürger dies weiterhin nicht wahrhaben wollen.
04.07.2011, 8:43 Uhr | dpa-AFX, dapd, oca
Experte: Griechenland-Rettung wird für Deutschland folgen haben. Der Chef des Ifo-Instituts Hans Werner Sinn befürchtet, dass die Griechenland-Rettung die Deutschen teuer zu stehen kommt. Die Rentner würden dabei "zu den ersten Opfern" der Rettungspakete gehören, sagte Sinn der "Bild"-Zeitung. Deutschland muss rund 22 Milliarden Euro in den neuen Rettungsschirm der EU einzahlen. Die Beteiligungen treiben die Schulden Deutschlands in die Höhe. Zudem fallen zusätzliche Zinsen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro an.
Um in Treptonis Worten zu sprechen: "Die Rentner haben zuerst fertig
Da wird heute schon Sinn/Bild-Stimmung gemacht, um im nächsten Jahr die Renten real weiter zu kürzen.
Die Taktik kennen wir bereits. Heute das große Drama vorhersagen und im nächsten Jahr abschwächen.
Dann glaubt der Deutsche Michel, "Da haben wir aber Glück gehabt, es ist nur eine Nullrunde geworden".
Es reicht jetzt.
Hoffentlich kann Herr Schachtschneider mit seiner Interessengruppe etwas für uns Deutsche erreichen.