Wie blöd muss man eigentlich sein, um eine solche Geschichte zu glauben und als Beweis dafür zu nehmen, dass es den Migranten bei uns in Deutschland doch viel zu gut geht, und das es für brave Rassisten wie Sarrazin sogenannte "No Go Areas" in Berlin gibt. Ein herrlicher Füller für das Sommerloch. Neben Frau beißt Hund, dem Krokodil im Baggersee und den üblichen Schnappschildkröten haben wir nun also den armen verfolgten Rassisten in Kreuzberg.
Seltsamerweise ist völlig in Ordnung wenn Sarrazin alle Muslime beschimpft und türkische oder arabische Mitbürger in Bausch und Bogen verurteilt, aber es nicht in Ordnung wenn sich jemand gegen diese Diskriminierung wehrt und selbst zurückkeift. Natürlich nützt es nicht, einem so selbstgefälligen Menschen wie Sarrazin mit der Wahrheit zu konfrontieren. Der würde ja auch nie durch Kreuzberg wandern, ohne das ein Kamerateam dabei ist, weil er viel zu viel Angst hat, dass sich die Beleidigten ihn verhauen könnten.
Klar ist auch, wer sich aufregt. Ganz vorne dran ist
Heinz Buschkowsky, der sich laut
Morgenpost wie folgt geäußert hat:
Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky hat die Beschimpfungen von Demonstranten gegen seinen Parteifreund Thilo Sarrazin (beide SPD) in Kreuzberg scharf kritisiert. Das Skandieren von Sprechchören wie „Nazi“ oder „Rassist“ sei kein „Beweis politischer Reife der Kreuzberger Zivilgesellschaft“, sondern der „Triumph von Psychoterror und der Macht des Straßenmobs“, schrieb Buschkowsky in der „Bild“-Zeitung.
Nun ist Buschkowsky wahrlich ein Parteifreund von Sarrazin, ja mehr noch er ist ein Gesinnungsgenosse. Aber auch die
Integrationsbeauftragte der Bunderegierung, Maria Böhmer (CDU), möchte ihr Scherflein beitragen und sagt:
Sich der Diskussion zu verweigern sei der falsche Weg, so Böhmer: „Nur im gegenseitigen Austausch, notfalls auch im Streit, lassen sich Hürden überwinden und Vorurteile abbauen.
Mit Sarrazin diskutieren. Mit einem derartig rechthaberischen und selbstverliebtem Mann, kann niemand diskutieren. Er ist überhaupt nicht in der Lage eigene Positionen in Frage zu stellen, ja notfalls lügt er sich die Daten zur Untermauerung seiner Thesen einfach zusammen. Außerdem suchte Sarrazin nicht das Gespräch sondern wollte provozieren.
Warum ZDF-Reporterin Güner Balci sich für die Sendung Aspekte überhaupt mit Sarrazin zusammengetan hat ist unbegreiflich. Aber vielleicht wollte auch sie mitten im Sommerloch ein wenig Aufmerksamkeit. Schlimm ist nur, dass der Gebührenzahler wieder einmal der Dumme ist, der für derartige Propaganda bezahlen muss.
Falls die Gegenrufer in dem Filmchen, nicht bezahlte Provokateure waren, haben sie übrigens richtig gehandelt. Man muss Leuten wie Sarrazin klar machen, dass sie unter normalen, arbeitsamen und fleißigen Menschen nicht geduldet werden. Es muss deutlich sein, dass auch wenn ein verkommenes Rechtssystem deren offenen Rassismus schützt, sie in der Bevölkerung keinen Platz mehr haben.
Das gleiche gilt übrigens für die Mehrheit der Politiker und die sogenannten Manager die doch nur Abzocker sind. Es muss deutlich werden, dass sie eben nicht mehr Bestandteil des Volkes, sondern dessen schlimmste Feinde sind. Es kann sich nur dann etwas ändern, wenn solche Leute keine Bühnen mehr haben, auf denen sie auftreten können.
So und nun husch zurück ins Sommerloch mit Thilo und seiner Frau. Oder droht da gar ein neues Buch?
Ich habe das Buch von Sarrazin nicht gelesen und möchte ihm daher nicht unterstellen, daß er "gezielt" provoziert.
Sein kürzlicher Auftritt in einem türkischen Restaurant kann aber sehr wohl als öffentliche Provokation gewertet werden.
Er kam ja nicht als "normaler" Restaurantbesucher, sondern tauchte mit einem ZDF-Kamerateam auf.
Es ist allzu naheliegend, daß gefilmt werden sollte daß man ihm nach all den unterstellenden Schmähkritiken in seinem Buch nicht auch noch den roten Teppich ausrollt.
So ein Filmchen bietet sich dann grade zu an um für Hetze verwendet zu werden.
Ein Politiker sollte eigentlich besonnener handeln und nicht noch Öl ins Feuer gießen.
Da muss man Buschkowsky teilweise widersprechen. Ein Nazi ist er vielleicht nicht, ein Rassist schon. Wer über Genetik die Dummheit bestimmter Volksgruppen mit Hilfe von mehr als fragwürdigen Quellen erklären möchte ist in meinen Augen nichts anderes. Somit zeugen die Sprechchöre vielleicht nicht von politischer Reife, aber sie schreien wenigstens die offensichtliche Wahrheit heraus. Sarrazin hat mit dem Feuer gespielt und sich verbrannt.
Zustimmung! Buschkowsky übertreibt mit unbewiesenen Behauptungen. Hier ist kein Sprechchor zu hören, schon gar nicht mit den Wörtern "Nazi" oder "Rassist".
http://www.youtube.com/watch?v=S86S5D9Ry10
In einem anderen Video ruft eine kleine
Gruppe "Sarrazin muß weg aus Kreuzberg" (Meinungsäußerung).Fünf bis 10 Rufer sind keine "Sprechchöre". Der Ruf "hau ab" ist eine Willensbekundung.
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ZQOu4Ljbl10
Ich sehe Sarrazin als billigen Provokateur.
Oder will er nun auch ein Buch schreiben und Millionen scheffeln?
Es sollte nun deutlich werden, das man die SPD, so lange diese Politiker drin sind, nicht mehr wählen kann. Ich jedenfalls nicht mehr. Da sind mir die Linken langsam lieber. Die Grünen halten sich wieder mal aus allem raus, wenn es nicht um Energie geht. Es sei denn, sie lassen Herrn Mutlu sprechen. Aber ich finde es besser, wenn sich die Deutschen äußern. Äussert sich ein Türke, dann wird ihm wieder beleidigt und betroffen sein unterstellt. Der Türke kann hier einfach nichts richtig machen. Die Deutschen müssen in erster Linie gegen den immer mehr salonfähigen Rassismus, besonders in Berlin, ankämpfen.