Es geht den deutschen Flughäfen glänzend. Umsatz und Gewinne steigen in fantastischer Art und Weise. Schöner kann es für die Anleger aus dem internationalen Großkapital nicht mehr sein, die ja diese Flughäfen besitzen. Der Besitz von Flughäfen ist eine wahre Goldgrube wie die
Daten des Betreibers des Frankfurter Flughafens Fraport beweisen:
Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Wie das Unternehmen mitteilte, stiegen die Umsatzerlöse verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um rund elf Prozent von 1,015 Milliarden Euro auf 1,126 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) im Konzern legte um 17,7 Prozent von 304,6 Millionen Euro auf 358,4 Millionen Euro zu. Mehr als verdoppelt hat sich das Konzernergebnis: Während es in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres bei 52 Millionen Euro lag, waren es jetzt 105,2 Millionen Euro.
Der Personalaufwand hat sich im Berichtszeitraum um gut drei Prozent oder 14,5 Millionen Euro auf 462,9 Millionen Euro erhöht.
Während sich die Gewinne verdoppelten und das EBITDA um 17,7 Prozent stieg, erhöhten sich die Personalkosten nur um drei Prozent. Die Gewinne wurden also vor allem deshalb erwirtschaftet, weil der Produktionsfaktor Arbeit, also die Arbeitnehmer um ihren Anteil betrogen wurden. Das Geld was man den Arbeitnehmern gestohlen hat, bekamen die Geldsäcke als Zusatzprofit. Also die Leute, die außer ihrem Geld, nichts leisten und nur als Parasiten von den Arbeitnehmern leben.
Gleichzeitig fordern die Fluglotsen schon seit längerem eine Gehaltserhöhung um 6,5 Prozent und mehr Mitspracherechte beim Flugbetrieb um diesen sicherer zu machen. Fluglotsen sind die Leute, die mit ihrer extrem harten und nervenaufreibenden Arbeit, den Flugverkehr sicher machen und ihn überhaupt erst ermöglichen. Genau diese Fluglotsen hatten nun einen Streik beschlossen. Als Gegenmaßnahme liefen die Helferlein der Abzocker vom Großkapital zum Arbeitsgericht in Frankfurt, das
wegen angeblich rechtswidriger Tarifforderungen den Streik einfach verboten hat.
Das kenne wir bereits von der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft. Immer öfter verbieten Arbeitsgerichte einfach Streiks um dem Großkapital dienlich zu sein. Aber in einem Land
in dem jemand wie Volker Rieble der sich selbst als Rechtsgenosse Roland Freislers sieht und damit deutlich macht, dass sein gesamtes Denken nur darauf zielt, andere Menschen zu diffamieren und nieder zu machen, als Professor Arbeitsrecht lehren und damit Arbeitsrichter ausbilden darf, kann dies niemand mehr wirklich verwundern. Man muss sich einfach darüber klar sein, dass die furchtbaren Juristen der Nazizeit nach 1945 eben nicht aus den Gerichten und Universitäten flogen, sondern ihr Denken kontinuierlich bis heute weiter verbreiten durften.
Deshalb verbieten Arbeitsgerichte Streiks und genehmigen Kündigungen wegen Lapalien, aber sind nie bereit etwas für die Arbeitnehmer zu entscheiden, egal wie groß das Unrecht ist. Wenn es nach den Arbeitsrichtern und der gesamten Justiz geht, dann gibt es kein Streikrecht, keine Meinungsfreiheit und natürlich keine Demokratie mehr. Deshalb ist es wichtig, diese Juristen einfach nicht mehr Ernst zu nehmen und trotzdem zu streiken. Aber dafür müssen die Arbeitnehmer untereinander solidarisch sein. Wenn ein Frankfurter Arbeitsgericht den Fluglotsen einen berechtigen Streik verbietet, warum dann nicht mit einem Generalstreik diesen Juristen klar machen, wohin sie sich ihr seltsames Recht schieben können?
Beim nächsten Mal könnten dann die Fluglotsen mit einer Streikdrohung aus Solidarität etwas für die Flugbegleiter oder das Sicherheitspersonal an Flughäfen, aber auch für die Schreibkräfte in der Justiz tun. Das Justiz und Politik gegen jedes Recht mit dem Großkapital und den Abzockern zusammenarbeiten ist doch klar. Warum tun sich die Arbeitnehmer nur so schwer sich auch zu solidarisieren. Natürlich geht das nur ohne den Deutschen Gewerkschaftsbund der ja eher eine Zweigniederlassung der Arbeitgeberverbände als eine Gewerkschaft ist und es geht auch nicht mit deutschen Politikern.
Jetzt bekommen die Fluglotsen eine Schlichtung und vielleicht 2 Prozent mehr Gehalt, aber kein Mitspracherecht, wenn durch die Gewinnsucht der Flughafenbesitzer die Sicherheit der Flughäfen gefährdet wird. Der Schlichter wird ein ähnlicher Typ wie Heiner Geißler sein, der schon bei Stuttgart 21 geholfen hat, die Interessen der Bürger und die Wirtschaftlichkeit zu verraten. Damit wird im Flugverkehr die Sicherheit aller gefährdet und man kann nur hoffen, dass wenn es zu einem Unglück kommt, wenigsten die Richter des Frankfurter Arbeitsgerichtes und ähnliche Vögel in der Maschine sitzen. Aber vermutlich wird es nur Unschuldige treffen und die Frankfurter Richter werden jede Verantwortung weit von sich weisen und dafür mithelfen Arbeitnehmer zu entlassen, die ihr Handy am Arbeitsplatz aufgeladen haben, weil sie heute ständig und überall für ihre Arbeitgeber erreichbar sein müssen.
Ach ja bevor wieder dumme Kommentare kommen. Den Fluglotsen geht es besser als anderen Arbeitnehmern. Ja und? Sie werden trotzdem nicht leistungsgerecht bezahlt und so wie den Fluglotsen ein gerechter Lohn zu gönnen ist, ist er auch der letzten Putzfrau und allen anderen Arbeitnehmern zu gönnen.
Ob die Bahnschaffner, die Lockführer oder die Fluglotsen gerade streiken, eines haben sie alle gemeinsam. Keiner von denen streikt für mehr Demokratie, die Bewahrung der Menschen- und Bürgerrechte in diesem Land oder einen gesetzlich geregelten Mindestlohn. Die streiken immer nur für ein paar Prozent mehr Lohn und scheren sich einen Dreck um unterernährte Rentner, Kinder und Leisungsbezieher in diesem unserem Lande. Sollen sie doch.
Ich befürchte jedoch konkret, daß Kritiken "mit gelesen" werden.
Meine Gesundheit ist mir lieber als plötzlich von Herren in dunklen Anzügen besucht zu werden.
Die Leibeigenschaft ist nicht vorbei -es haben nur die Besitzer gewechselt und die Gerichtsbarkeit wurde erfolgreich outgesourced.
der beitrag war gut. ich wünschte mir auch neben lohnforderungen eine kürzere arbeitszeit(also mehr personal)zu fordern, weniger übesrstunden und mehr solidarität. ein generalstreik ist doch schon überfällig!
Das mediale Gejammer das die Fluglotsen nicht Streiken sollten weil gerade Ferien sind, geht wie immer meilenweit an der Realität vorbei. Mit den Ferienfliegern fliegen außerhalb der Ferienzeit Geschäftsreisende und sind deshalb das das ganze Jahr im Einsatz. Geflogen wird immer. Einen passenden Zeitpunkt für das den Fluglotsen zustehende Streikrecht zu finden der dem Gericht und den Systemmedien genehm wäre dürfte schwer fallen.