Die Eurobonds wären vor drei bis vier Jahren ein toller Schritt gewesen um Europa nach vorne zu bringen. Heute sind sie nichts anderes als ein weiteres Pflaster auf einem zerfallenden Körper. Bisher ging es bei den Schulden in Europa vor allem darum das internationale Großkapital mit guten Gewinnen zu bedienen. Griechenland musste Waren in Deutschland kaufen, die angeblich notwendig für die Verteidigung, die Verbesserung der Infrastruktur oder irgendein anderes edles Ziel waren, in Wirklichkeit aber nur dazu dienten der deutschen Exportwirtschaft zu tollen Gewinnen zu verhelfen. Die Griechen wurden nie gefragt, ob sie all diese Errungenschaften auch haben wollten. Wozu auch. Ein stetiges und unbegrenztes Schuldenwachstum weltweit sollte es doch ermöglichen ständig neue und höhere Schulden zu machen und die Altschulden in der Inflation verschwinden zu lassen.
Dabei kamen auch noch die Banken und die sogenannten institutionellen Anleger ins Spiel, die Schuldbriefe der Griechen, von griechischen Banken, dem griechischen Staat und griechischen Unternehmen gegen schon damals hohe Zinsen übernahmen und sich am Elend der Griechen nochmals eine goldene Nase verdienten. Es galt eine Doktrin des unbegrenzten Wachstums. Diese Doktrin war zumindest in der Weltwirtschaftskrise die der Subprimekrise mit amerikanischen aber auch weltweiten Pleitehypotheken folgte, eigentlich widerlegt. Da aber nicht sein kann, was nicht sein darf, wurden diverse Rettungsschirme aufgespannt.
Bei solch einem Rettungschirm, garantieren die anderen Eurostaaten die Kredite des Großkapitals und lassen dafür ihre Steuerzahler büßen. Das Ganze nennt sich dann Marktwirtschaft und deren wichtigstes Ziel, ist das die Gläubiger eben nicht dran glauben müssen, sondern die Unschuldigen bestraft werden. Die Unschuldigen wie die Steuerzahler in Deutschland und die Arbeitnehmer in Griechenland. Nur die fetten Bankster und Leute wie Frau von Klatten bleiben unberührt.
Aber jetzt gibt es die Eurobonds und die werden noch einen Schritt weitergehen. Wieder geht es nur darum das Großkapital vor Verlusten zu bewahren und dafür alle Länder im Euroraum noch weiter zu verschulden. Aber gleichzeitig geht es um
Kolonialismus 2.0. Sarkozy und Merkel werden sich darauf einigen, dass die Staaten die sich über Eurobonds refinanzieren müssen, ihre Hoheitsrechte verlieren, wie es
der Menschenfreund und Urdemokrat Wolfgang Schäuble ja schon seit langem fordert:
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble fordert einschneidende Sanktionen gegen Problemländer im Euro-Raum im Gegenzug zu Hilfen der Partner. "Die Integration muss fortschreiten, und ein Staat mit Problemen, dem geholfen wird, muss im Gegenzug einen Teil seiner Hoheitsrechte an die EU abgeben", forderte der CDU-Politiker in einem Interview des Magazins "Stern".
Wie das funktioniert zeigt ja schon das Beispiel Griechenland. Alles was wertvoll ist oder wertvoll werden könnte muss billigst an das internationale Großkapital verkauft werden. Die Erlöse fließen nur in den Schuldendienst, also auch wieder an das internationale Großkapital. Gleichzeitig werden Renten und Löhne gekürzt, die Infrastruktur wird zum Zerfall freigegeben und alle sozialen Leistungen weitgehend eingestellt. Das ist nicht erforderlich um Geld zu sparen, sondern soll die Bevökerung bestrafen, die zwar nichts für die Schulden kann, aber deren Qualen den Leuten vom Großkapital viel Spass machen. Gleichzeitig wird auf diesem Wege das Land langfristig wirtschaftlich ruiniert und die Menschen können solange weiter gequält werden, bis sie sich erheben, oder sich eine Regierung wählen, die nicht mehr mitspielt und den Quälern den Krieg erklärt.
Genau das aber soll mit dem Entzug der Hoheitsrechte verhindert werden. Auch wenn es zur Zeit noch niemand wirklich laut ausspricht, soll die jeweilige Regierung im Amt gehalten werden, zumindest solange sie den Forderungen des Großkapitals nachkommt. Wahlen werden verschoben oder doch zumindest so sehr manipuliert, dass sie an den Machtverhältnissen nichts mehr ändern. Die
Souveränität des Schuldenstaates wird formal zwar an eine supranationale Behörde der EU übergeben, aber in Wirklichkeit landet sie direkt beim Großkapital.
Dadurch ist es möglich einen Sozialabbau bis in die Nähe von Null zu betreiben und das Ganze wird scheinbar auch Erfolg haben, da ja mit Förderung durch die EU, Unternehmen z.B, aus Deutschland in solche Länder abwandern um dort die billigen Lohnkosten und die fehlenden Sozialkosten dazu zu benutzen um noch mehr Gewinne zu erwirtschaften. So wird der deutsche Arbeitnehmer dafür bezahlen müssen, dass Arbeitsplätze aus Deutschland nach Italien oder Spanieren gehen und gleichzeitig auch noch seinen Arbeitsplatz verlieren. Im Endeffekt bedeutet das Niedriglohn und Sozialabbau für die gesamte Eurozone. Gut ist das alles nur für das Kapital.
Wer übrigens glaubt dies sei ein Plan der CDU/CSU und der FDP, der irrt sich. Rösler hat noch nicht einmal mitgekriegt welcher Zug zur Abfahrt am Gleis 9 3/4 bereitsteht. Er sprach sich am Sonntag noch gegen die längst beschlossenen Eurobonds aus. Die FDP wurde mal wieder nicht informiert, was angesichts der gut drei Prozent die ihr von den Demoskopen noch gegeben wird, auch nicht weiter verwunderlich ist. Dafür steht aber neue Juniorpartner der CDU/CSU, die SPD schon in Startglöchern. Herr Gabriel kann sich selbstverständlich Eurobonds gegen harte Auflagen vorstellen.
Damit umschifft Herr Gabriel auch elegant die Kanzlerkandidatenfrage der SPD.Egal wer Kandidat war, am Ende bleibt Gabriel der sich ja schon früh mit der CDU/CSU zusammengetan hat. Verlierer werden die Arbeitnehmer in Europa sein, aber mit Arbeitnehmern hat die SPD ja schon lange nichts mehr zu tun. Im Endeffekt bleibt eine Eurodiktatur, in der sich sicherlich immer ein warmes Plätzchen für die Demokratieverräter von heute finden lassen wird.
Was Europa braucht ist nicht nur ein Aufstand der Anständigen, sondern ein anständiger Aufstand der diesen Dreck aus der Politik fehlt. Statt dessen schauen alle zu wie Sarkozy und Merkel Küsschen tauschen und sich über die Bürger Europas vor Lachen ausschütteln.
Die USA lasen grüßen: Fast 50 Millionen in der Armenspeisung und etwa genauso viel ohne Krankenversicherung.
Willkommen in der Kolonie Europa.
Deutschland soll aus der Eurozone austreten und die DM wieder einführen. Mit dem Austritt des Hauptfinanzier der EU und der Eurozone wäre der Euro von einer Sekunde auf die andere erledigt.
Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien (also die PIIGS) führen umgehend ebenfalls ihre alten Währungen wieder ein und werten diese sofort um 20-30% ab. Fertig!
Eurobonds werden nur neben den ohnehin schon durch die EU-Subventionen bestehenden Transferleistungen eine weitere Transferleistung (wie viele denn noch?) für die jetzigen und alle zukünftigen Schweinestaaten einführen. Diese werden sich im Gegenzug kurzzeitig Kapital zu sehr viel günstigeren Konditionen als momentan an den Kapitalmärkten beschaffen können und genau da weiter machen, wo sie noch gar nicht so richtig aufgehört haben: angebliche Wirtschaftswunder auf Kredit zu finanzieren. Das geht dann noch ein paar Jahre, aber dann ist auch das ausgeschöpft.
Umgekehrt wird die Kapitalbeschaffung für Deutschland (das dann ja endgültig und offiziell gesamtschuldnerisch für die gesamte Eurozone mit haftet) sprunghaft teurer werden (womit wir indirekt dann neben EU-Subventionen und Transferleistungen für die Eurozone ein drittes Mal zur Kasse gebeten werden.
Das Ganze wird so lange weiter gehen, bis die Vermögen der ehemals reicheren Eurostaaten auf alle umverteilt sind und nicht mehr bei uns zu holen ist.
Dann wird den PIIGS vielleicht einfallen, dass der Euro doch nicht so toll war, sie werden aussteigen und Deutschland mit einem noch größeren Berg an Staatsverschuldung sitzen lassen.
Denn eines ist mal sicher:
von allen, die jetzt Solidarität von Deutschland einfordern, haben wir im Falle eines Falles absolut nichts zu erwarten. Und wenn es nur aus dem Grund ist, weil dann schon alles verballert ist.
Ich schreibe seit rund 2 Jahren das ALLE in Europa einen Bailout bekommen, und danach alle pleite sind.
Das macht nichts, denn bis dahin hat jeder seine Souveranität verloren und mit einer neuen Währung geht es weiter.
ABER
das ist erst der Erste Schritt!
Danach geht es natürlich weiter.
Die Welt wird immmer mehr von multinationalen Firmen bzw. Banken regiert.
Was macht eine Firma mit Arbeitern die sie nicht mehr braucht?
Glaubt irgend das man diese unnützen Esser über Jahre mitziehen wird?
Unqualifizierte Menschen werden immer weniger gebraucht weil durch die Automatisierung immer mehr Arbeitsplätze fort fallen.
Was passiert mit Menschen die nicht mehr gebraucht werden?
Natürlich wissen die Regierenden das es einen Aufstand geben wird wenn man diesen "unnützen Essern" nicht mehr Geld gibt.
Darum wird man dafür eine Lösung finden.
Wenn Europa dann zentral regiert wird, wird es keine Barmherzigkeit mehr geben.
Das ist ein Punkt der jeden Menschen betrifft.
Darauf steuern wir zu. Darauf steuert die Welt zu.
Wen haben die Menschen noch als Hilfe?
Die Kirche, der Glaube wird zerstört.
Der Familienzusammenhalt wird zerstört.
Die Deutschen sind egoistisch geworden und helfen sich nicht mehr gegenseitig wie es die Ausländer z.B Türken tun.
(Ausnahmen bestätigen die Regel!)
Dies alles führt dann am Schluss zu einer Katatrophe.
Was sagen die "Guidestones von Georgia"?
Das Grundübel ist die Gier welche alles vernichtet!!!
Freundliche Grüße aus Phnom Penh
David
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Anders als bei Doktorarbeiten kommt man hier aber mit Copy & Paste durchaus zum Ziel ;-).
Ich bin ( und war immer ) gegen die EU. Ich bin auch gegen die Globalisierung. Mir scheint es so, als dass alles, egal was es ist, nur immer noch schlimmer wird. Für alle Menschen.
Kriegerisch gesehen (stümperhaft gesagt) hätte man ja auf EU Ebene einen Konsens schaffen können, aber geldlich? Nein! Diese EU Bestimmungen schaffen in meinen Augen Einheitssklaven vom Band und ich hab den Eindruck dass wir irgendwann ein Zentralstaat werden. EU-Recht geht vor Länderrecht, aber werden wir auf Dauer überhaupt noch ein "eigenes" Recht haben? Bleiben die Bürgerrechte und Menschenrechte komplett auf der Strecke.
Ich hoffe auf kluge Köpfe, weil die Hoffnung zuletzt stirbt. Alles andere ist schon tot bei mir.
Ich habe jedenfalls Angst. Nicht meinetwegen, aber wegen "unserer" Kinder und Enkel.