Erinnern sie sich noch an Oliver Kahn. Ja den Bayern Torhüter der auch bei Nationalelf wütete. Genau der, der wie ein Neandertaler auf gegnerische Spieler losraste und dem dank seltsamer und stets für Bayern pfeifender Schiedsrichter niemals wirklich Schranken aufgezeigt wurden. Dieser Kahn wird nun alt und von Tag zu Tag bedeutungsloser. Das tut weh, aber ist normalerweise das Schicksal des Alters. Nur der gute Oliver kann ähnlich wie der Loddar mit dieser Entwicklung nicht leben. Deshalb treiben sie dauernd neue Säue durchs Dorf. Kahns neueste Wildsau ist der angebliche Mangel an Führungsspielern.
Natürlich hält sich Kahn für einen Führer. Würden sie bitte aufhören zu lachen. Der Mann meint das Ernst und gnadenlose Selbstüberschätzung ist nicht strafbar. Aber bitte. Der Kahn hat zumindest immer wieder große Schnauze bewiesen. Das kann man, zumindest in Bayern und anderen unzivilisierten Gegenden natürlich auch als Führung empfinden. In der Vergangenheit war das vielleicht auch genug um im Zusammenhang mit unterwürfigen Schiedsrichtern und einem DFB der nur die Interessen der Bayern vertrat, ständig Meisterschaften zu gewinnen.
Aber die Dinge beginnen sich zu wandeln. Aus den elf Freunden wurden der Trainer und seine drei Lieblinge, die als "Führungsspieler" die Macht hatten, den Rest der Mannschaft zu unterdrücken, aber schon lange geht der moderne Trend dahin, die Mannschaft als das Ziel zu sehen, in der zwar immer noch herausragende Spieler gebraucht werden, aber in der viele Leistungsträger die gemeinsam auf einen Sieg hinarbeiten, letztendlich erfolgreich sind. Das findet Kahn falsch und fordert mehr Diven, wie er selbst eine war. Alles soll sich darauf konzentrieren diese Diven zu hofieren und ihnen die Bälle in günstige Schusspositionen zu tragen. So kann man Fußball spielen, aber es ist ziemlich altmodisch und auf Dauer kaum noch erfolgreich.
Allerdings leben reiche Vereine wie der FC Bayern davon, dass sie ihren Gegnern die besten Spieler wegkaufen und somit immer wieder den Aufbau einer Mannschaft und damit eines Gegners verhindern. Es ist übrigens ihre einzige Chance erfolgreich zu sein. Natürlich schließt sich DFB-Sportdirektor Matthias Sammer Kahns Forderung zu 100 Prozent an. Zwar war Sammer als Spieler nie ein Führungsspieler und als Trainer wohl eher dritte Wahl, aber er ist natürlich für Führungsspieler. Das wird auch von anderen Trainern und Managern genau so unterstützt.
Nun aber passiert etwas schreckliches. Der Kapitän der Bayern und der Nationalelf Philipp Lahm schreibt ein Buch und setzt sich mit den verflossenen Trainern auseinander. Die kommen dabei schlecht weg, aber nicht schlechter als sie das in den Medien vorher auch taten. Ein Führungsspieler wurde geboren. Oh Nein. Sofort hagelt es von allen Fußballgrößen die nicht mehr selbst einen Ball bewegen müssen und auch von den Medien hellste Empörung. Wie kann er nur der Nestbeschmutzer. Trainer dürfen nicht kristisiert werden. Der falsche Fuffziger vom DFB palavert
mehr als scheinheilig über die Frage wie man weiteren Schaden von der Nationalmannschaft abwenden kann.
Es schadet also der Nationalmannschaft wenn ein Bayern-Spieler die Trainer kritisiert die sein Verein wegen Unfähigkeit entlassen hat. Führungsspieler bedeutet also nicht zu führen, sondern dem Trainer nach dem Mund zu reden und vor allem den DFB und die eigenen Vereinfsführung ganz toll zu finden. Natürlich sind Profis Leute die ihre Fähigkeit Fußball spielen zu können, gegen Höchstgebot verkaufen, ob das aber auch die geistige Sklaverei bedeutet, darf man zumindest in Frage stellen. Aber der DFB und vor allem Oliver Bierhoff sind großzügig. Lahm darf in der Nationalmannschaft bleiben. Welch ein Glück. Für die Nationalmannschaft!
Manche Menschen haben mit der Begrifflichkeit von „Führung“ im Sinne von Kräften und Spielern ihre Schwierigkeiten. Als Kind sagte ich einmal zu einem Lehrer, wieso Führung, einen Führer brauchen wir nach der Geschichte wohl nicht mehr. Trotzdem bleibt der Gedanke der kraftvollen Führung bis heute unberührt.
Wie auch immer man zum Fußball steht, ob Spiel der Millionäre, irgendwie zeigt dieses Spiel parallel zur Gesellschaftsentwicklung immer auch Auswirkungen. Beispielsweise wenn sich (zumeist männliche) Moderatoren euphorisch über die Jugendlichkeit im Fußball aussprechen. Erst 17 Jahre bla bla. Es scheint als wäre Alter ein Menetekel im Fußball geworden. Auch im Spiel kann Alter sprich Erfahrung vorteilhaft sein. Da trifft sich die gesellschaftliche Entwicklung wieder mit dem schnöden Ballspiel.
Nun da Lahm bleiben darf, werden „Nestbeschmutzer“ (sprich Kritiker) vielleicht gerade modern…
Dieser W* hat alles preisgegeben. Das wäre so, als würde Duchkhome alles preisgeben, was persönlich an Jochen Hoff gesendet wurde.
Dieser Knabe ist gerade einmal, ein 22 Jahre junger TYP - UND ABROTZEN WILL!
Also: wir sind soweit, dass ein toller Fussballer, mit gerade einmal 22 Jahre - ÜBER ERFAHRUNGEN SCHREIBEN KANN.
BEMERKENNSWERT: Das ist wie "wichsen". NICHTS GELEISTET UND ABGESP* Dieser Herr ist ein Verräter, ganz besonderer Art.
Und Jochen, der TYP ist ein ganz MIIII???ER Der spricht nicht ehrlich, der will nur weiterkommen, auf Teufel komm raus.
Ich verstehe nicht wieso Sie jetzt so argumentieren.
Also, Verrat ist eine Argumentation, der man so recht nicht folgen kann. Was ist denn daran Verrat, wenn jemand etwas ausspricht, dass die Spatzen bereits vorausgepfiffen haben? Man regt sich auch nicht über den Inhalt auf, sondern über die Art und Weise. Und wissen Sie was Otto, nach meiner eigenen Erfahrung, würde ich auch niemanden mehr direkt meine Meinung ins Gesicht sagen, sondern schön hinten rum. Das ist die sicherste Methode, ansonsten droht die eigene Vernichtung. Und Lahm macht es sehr geschickt. Ist doch gut zu wissen, dass sogenannte "Führung" oder Vorbild sich heute Zeit lassen, 1. Wann Sie etwas zu einem Thema sagen und 2. Dass sie überhaupt etwas sagen. In unserer sprachlosen Gesellschaft freut man sich doch, wenn irgend jemand noch die Klappe aufmacht. Die meisten verziehen sich und dann warten sie darauf, dass irgendjemand etwas macht. Der Weihnachtsmann kommt aber nicht.
So gesehen, kann man das auch schreiben. Dann hätte aber Lahm schon gleich am Anfang etwas sagen sollen. All die Leute die Ihn unterstützt haben, werden jetzt von ihm kritisiert. Vorher hat er das Maul nicht aufbekommen. Ich finde diese Art überhaupt nicht tragbar.
Gerne kann man etwas sagen, aber nicht hinterher, nachdem man ihn den Hintern gepudert hat.
Und danke Ihnen für diesen wertvollen Hinweis! So gesehen ist die Art und Weise vielleicht doch nicht so gut, deshalb lieber einen anderen Weg der Kritik wählen nur wie? Hätte Lahm (hier vielleicht stellvertretend für Kritiker im Allgemeinen) bei Beginn vielleicht seinen Unmut geäußert, wäre er weg vom Fenster gewesen. Irgendwie muss man in Deutschland erst eine VIP sein, bevor man kritisieren darf????
"gnadenlose Selbstüberschätzung ist nicht strafbar". Das ist richtig.
Aber auch das ist richtig: unter sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen (F 60.8) fällt die NPS (Narzistische Persönlichkeitsstörung), in deren Mittelpunkt *Grandiosität" steht.