Mit den Bomben der Amerikaner und der Nato, ein paar von der CIA aufgehetzten Blindgängern, sowie dem Ausschuss des Gaddafi Administration und viel Geld wurde in Libyen ein Aufstand erschaffen, der sogar erfolgreich scheint. Um den übergroßen Sieg zu genießen, reisten gestern die beiden Hauptsieger, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Großbritanniens Premierminister David Cameron nach Tripolis um sich dort mit ihren Freunden den Rebellenführern zu treffen und gemeinsam zu feiern.Natürlich geht es für die beiden vor allem darum, sich ihren Anteil am libyschen Öl zu sichern. Plötzlich sind die Kleinsten die Größten und die Probleme mit den englischen und französischen Banken, Griechenland und den Aufständen im eigenen Land vergessen, man ist Sieger.
Gut, nicht alle finden diesen Sieg so fürchterlich toll.
Lizzie Phelan von PressTV die wirklich vor Ort war und nicht wie die Jubelperser der öffentlich Rechtlichen in Deutschland aus Tausend Kilometer Entfernung das Morden feierte, übt harte Kritik am Vorgehen der sogenannten Rebellen, die sich in Wahrheit als hemmungslose rassistische Massenmörder zeigten.
Die stolzen jungen schwarzen Libyer, die die Sicherheit der von ihnen bewohnten Stadtviertel besorgten, sind verschwunden. Wir sollten sie später wiedersehen, in die Enge getrieben, als Gefangene auf den Pick-up Ladeflächen, wie auf jenen Bildern, die aus Benghasi und Misrata der vorigen Monate stammten. Sie waren Opfer der Gerüchte, Gaddafi hätte sie als Söldner in den Sub Sahara Ländern angeheuert, eine Behauptung, die durch Menschenrechts-Organisationen schon weitgehend zurückgewiesen wurde, da sie komplett an Beweisen mangelte. Aber in dem Neuen Libyen befinden sich die Schwarzen mit den wichtigsten Stammesmitgliedern, wie jene der Warfallah, Washafana, Zlitane und Tarhouna, unter der Bevölkerung, welche die Rebellen verdächtigen, Muamar Gaddafi Beistand zu leisten, ein Verbrechen, das sie mit Todesstrafe vergelten, wenn nicht noch mit Ärgerem.
Aber was kann man erwarten wenn eine angebliche Demokratie durch die überlegenen Kräfte der Nato herbeigebombt werden soll. Ein solcher Versuch ist immer zum scheitern verurteilt, weil er nur den Abschaum nach oben spült. Afghanistan aber auch der Irak sind gute Beispiele.
Ad Sinistram berichtet übrigens darüber, dass auch die Lieblingshenkerin von Gaddafi, Huda Ben Amir, verhaftet wurde und fragt sich warum die deutschen Feministinnen - oder doch zumindest die Truppe um Alice Schwarzer, die das Morden in Afghanistan und sicher auch in Libyen, als ganz tolles Morden für die Rechte der Frau empfinden, hier nicht aufschreien:
Verwunderlich also, dass die EMMA nicht Partei für die toughe Huda Ben Amir ergreift, die in dieser Männerwelt ihre Frau stand. Wo die Lobeshymnen auf eine Frau, die Familie und Arbeit unter ein Kopftuch brachte? Es fehlt ein publiziertes Denkmal für diese Heldin des Feminismus. Unbeirrt ging sie ihren Weg und ließ die ihr Überstellten wiederum ihren letzten Weg gehen. Wahrlich, eine starke Frau!
Vergessen wir einmal den Emma Teil des deutschen Feminismus, der sich ja längst selbst für obsolet erklärt hat, dann bleibt die Tatsache, das unter dem "
DIKTATOR" Gaddafi Frauen praktisch jeden Beruf wählen konnten, sogar den der Henkerin. Als Erfolg der Natobomben sind nicht nur die Häuser und Leben von Hundertausenden Zivilisten zerstört, sondern auch die Rolle der Frau wird neu bestimmt. Es wird die traditionellste Rolle sein die im Islam nur möglich ist. Sie wird auf Haus und Hof beschränkt und ihr werden alle Freiheiten genommen.
Das Rechtssystem unter Gaddafi ist sicherlich nicht das Beste aller Rechtssystem gewesen. Die CIA-Rebellen im Auftrag der Ölindustrie wollen aber jetzt die Scharia einführen und sprechen noch von einem moderaten Islam. Die sogenannten Rebellen verbindet aber schon untereinander nur wenig und im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung Libyens sind sie bestenfalls Splittergruppen. Sie können ihre Macht nur als religiöse Macht halten und brauchen eine Religionsdiktatur. Diese werden sie auch schnellstens einführen.
Unnötig zu sagen, dass Merkels und Röslers Deutschland schon bereitsteht um diese Diktatur mit deutschen Polizisten und Soldaten als Ausbilder fest im Sattel zu verankern. Natürlich werden dabei Polizisten und Soldaten sterben. Nutzlos sterben wie in Afghanistan. Obwohl so ganz nutzlos sind diese Tode ja nicht. Sie verhelfen dem Großkapital zu netten Gewinnen und darum geht es ja letztendlich.
Wie lange die Bürgerkriegsähnlichen Zustände in Libyen anhalten werden, vermag noch keiner zu sagen. Aber es dürfte sich wohl noch um jahrzehntelange Auseinandersetzungen handeln die alle bisherigen Errungenschaften dieses Landes vernichten werden. Durch Preiskontrollen und Subventionen auf die Grundbedürfnisse der Menschen, aber auch durch Importverbote hatte Libyen das
geringste Wohlstandsgefälle Afrikas und einen kostenlosen Pflichtschulbesuch für Jungen und Mädchen vom 6. bis zum 15. Lebensjahr.
Gaddafi mag nicht gut für Libyen gewesen sein und war sicherlich ein korrupter Diktator. Das was jetzt kommt, ist mit Sicherheit viel schlechter für die Libyer und schafft einen neuen Unruheherd, der für lange Zeit auf seine ganze Umgebung ausstrahlen wird. So sieht eben das typische Ende eines imperialen Raubzuges aus.
Freiheit und Demokratie erfolgreich in Libyen eingeführt
nicht unbedingt zur Veröffentlichung - eher für Euch intern:
Die Köpfe der Menschen sind genug verdreht, da macht es keinen Sinn die Lügen der Kriegstreiber auch noch zu promoten.
Nicht mal ein Normal-Konsument fühlt sich von so einer Überschrift angezogen.
Und dann noch nervige Schreibfehler:
sowie dem Ausschuss des Gaddafi Administration
???
... ja sie haben gerade ihre Claims (Rechtstitel Grundbesitz) abgesteckt, der Tommy und der Franz-Mann.
Und, je unruhiger dieses Land aus diesem Chaos herauskommt, desto besser lässt es sich plündern...
Es ist immer wieder das Gleiche!
Daher gilt: JEDE Politik ist ein riesengroßer Scheißhaufen, es sitzen immer nur andere Fliegen darauf.
Mit spätrömisch-dekadenten Hegemonie-Erkennungsgrüßen ...
LIBYA- NATO- rebels: ethnic cleansing of the town of Tawerga with 10,000 inhabitans !
Look how intelligently the newspaper manipulates ethnic cleansing in the title !
telegraph. co. uk/news/worldnews/africaandindianocean/libya/8754375/Gaddafis-ghost-town-after-the-loyalists-retreat.html
officer of the rebels: "We said if they didn't go, they would be conquered and imprisoned. Every single one of them has left, and we will
never allow them to come back."
Ach nee, richtig -"Befreiungskrieg" war das Wort. Mit jeder Bombardierung durch die NATO wuchs sichtbar die Begeisterung im Volk und die Liebe zu den Befreiern und einige können schlicht nicht genug bekommen und liefern sich heute noch Gefechte mit den Rebellen.
Jetzt ist es aber Zeit, an morgen zu denken und die Beute zu verteilen. Wenn die Claims in den Ölfeldern abgesteckt sind, kann das Land sich auf den verheißungsvollen Weg des "Nationbuildings" machen und wie im Irak zu sehen, wird das ganz toll und funktioniert prächtig.
Libyen ist erfolgreich geköpft und der Torso darf jetzt herumtorkeln. Helfende Hände sind genug da -wenn auch nicht unbedingt libysche.
War dieses Gemetzel notwendig um an das Öl zu gelangen?
Die Deutsche Welle schreibt:
Das meiste libysche Öl, nämlich 85 Prozent, fließt nach Europa. Davon etwa 22 Prozent nach Italien und rund 8 Prozent nach Deutschland. Damit importierte Deutschland im vergangenen Jahr aus Libyen Rohöl und Erdgas im Wert von drei Milliarden Euro. Daneben gab Deutschland noch etwa eine weitere Milliarde für libysche Produkte aus. Aber der Wüstenstaat ist auch als Exportmarkt nicht völlig unbedeutend für Deutschland, wurden doch dorthin Waren im Wert von einer Milliarde Euro verkauft. Vor allem Maschinen für den Bau, die Landwirtschaft und die chemische Industrie sowie Autos und andere Fahrzeuge wurden exportiert. Aber auch Nahrungsmittel und Produkte aus der Pharmazie und der chemischen Industrie wurden in Gaddafis Land geliefert.
http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6449619,00.html
Warum halten sich die USA so zurück?
Sie sind doch sonst die Ersten die irgendwo eine Tür eintreten?
Könnte es sein, dass die englischen und französichen Banken viel mehr unter Druck stehen
als wir ahnen?
Die SZ schreibt unter dem Titel
Die Gaddafi AG
Demnach verwalteten allein die Großbanken HSBC und Goldman Sachs im Juni 2010 für die Libyer 335 Millionen Dollar. *Eine Milliarde Dollar' soll in Derivaten der französischen Großbank Société Générale angelegt gewesen sein.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/libyens-staatsfonds-spur-nach-deutschland-1.1101798
Deutsche Mittelstandsbank schreibt:
Die Schuldenkrise schwappt nun auch auf Frankreich über – im speziellen die Banken des Landes. Nach Auskunft der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich sind es 65 Milliarden Euro, die französische Banken aus Geschäften mit Griechenland in ihren Büchern stehen haben.
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/09/24683/
Stellt euch vor, der Diktator hätte die Absicht gehabt, das Konto zu wechseln!
Libyen hatte das höchste Lebensniveau in Afrika.
Das war denen(Die Peacemaker) natürlich ein Dorn im Auge.
Ergänzung:
Gaddafi hat genau drei Fehler gemacht
1. Er wollte ein unabhängiges Afrika.
2. Er wollte Investitionen nur dann zulassen, wenn sie relativ unpoltisch sind und Versklavung ausschließen.(z.B. China, Rußland)
3. Er stützt den Iran.
Das waren auch die drei Kriegsgründe.
Wer immer noch glaubt, das diese miese Aktion gegen Gaddafi bzw. Lybien etwas mit Frieden zu tun hatte, sollte diesen Beitrag mal lesen.
Das Beste aller Rechtssysteme...
Wo soll es das geben?
In der BRD z.B. bekomst du Recht, wenn du genügend Geld hast.
Ohne Geld kein Recht.
Von Gerechtigkeit will ich gar nicht reden...
(BRD steht hier stellvertretend für die westliche Zivilisation)
#6 Hannes - stimmt, auch die Reihenfolge.
#1 edgar
"Ich schwäre, dass ich moine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, meinen Nutzen mehren, Schanden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.
AUCH RECHTSCHREIBFEHLER ändern nichts an Fakten - MEINEID.
Hallo Jochen,
manchmal wünsche ich mir, daß die Menschen in Arabien und Afrika erkennen wer hinter den West-Mächten steht. Manchmal wünsche ich mir einen Aufstand und Sieg dieser Völker. Manchmal wünsche ich mir eine Scharia für die westliche Welt. Manchmal wünsche ich mir daß es kein Land mehr gibt in das die Bushs, Clintons, Murdochs, Rockefellers, Rothschilds, usw. unerkannt flüchten können und für Ihre Verbrechen büßen müßen. Unter büßen versteh ich arbeiten - mit den Händen, unter Schmerzen, verhöhnt und verarscht, und unter Beobachtung - ohne irgendwelche Rechte - so wie wir "Sklaven" gehalten werden.
Leider glauben immer noch die Menschen an Geld, Macht und Ansehen. Sie warten auf einen gütigen Gott der alles in die richtigen Bahnen lenkt und hoffen gleichzeitig ein ordentliches Pöstchen zu bekommen. Alle Tiere gehen anständiger untereiander, miteinander um. Selbst ein Raubtier hat mehr Anstand, wenn es ein anderes Tier als Futter tötet, wie dieses Pack.
So nu geb ich meinem Kunden eine letzte Chance ans Telefon zu gehen - und ich reparier im seine Kiste - ansonsten mach ich mir einen gemütlichen Sonntag und versuch das Elend und die Dummeheit der Massen für ein paar Stunden zu vergessen.
Wünsche Dir weiterhin viel Kraft und Biss für Deine Berichte.