Das Leben als Blogger!
Nein, ausnahmsweise geht es mal nicht um Jochen Hoff oder Duckhome. Es geht um eine stinknormale Bloggerin mit Hausfrauencontent. Um das was so leicht als Katzencontent abgetan wird, in Wirklichkeit aber mindestens genauso viel Herzblut erfordert, wie die täglichen Artikel der Profiblogger. Selbst im Long Tail ist man heute nicht mehr geschützt und Meinungsfreiheit gibt es nirgendwo mehr. Lest euch den Bericht der Bloggerin durch. Es ist nicht sicher ob ihr Morgen auf dem eigenen Klo noch eure Meinung sagen dürft.
Das Leben als Blogger!
Seit ca. 3,5 Jahre blogge ich. Ich schreibe einfach meine Erlebnisse, meine Gedanken und oft genug auch Sachen die mich ärgern.
Da ich eigentlich genauso lange schon auf der Suche nach einer besseren Arbeit bin, ärgert mich verdammt viel in der heutigen Arbeitswelt. Dumpinglöhne sind zur Regel geworden. Menschen über 40 Jahre sind zu alt, die Leiharbeitsunternehmen hängen wie fiese Spinnen zwischen jedes reguläre Arbeitsverhältnis und wenn man dann das Glück hat, mal ein Arbeitsangebot ohne Zuhälter zu finden, trifft man es auch nicht besser.
Es ärgert mich extrem und lässt mich zumindest in den Fingerspitzen aggressiv werden. Dann blogge ich nämlich wieder! Dann schreibe ich mir meinen Frust von der Seele!
Es war irgendwann im Mai, als ich mal wieder auf den Seiten des Arbeitsamtes gewesen bin um dort nach offenen Arbeitsangeboten zu suchen. Ich fand tatsächlich noch mal was, wo der Zuhälter nicht dazwischen geschaltet wurde. Aber was kam dann?
Eine Unverschämtheit getarnt als Arbeitsangebot auch noch über die Seiten des Arbeitsamtes! Der Ausbeuter darf das jetzt ganz offiziell über staatliche Internetseiten posten! Ich habe mich furchtbar aufgeregt und es eben gebloggt. Ich habe die komplette Stellenanzeige mit copy und paste auf meine Seite gestellt und meine Kommentare dazu abgegeben. Die waren natürlich deftig. Die waren vielleicht auch beleidigend, die waren auch unverschämt, aber weniger unverschämt, als die Stellenanzeige.
3 Tage später war dieser Eintrag im Internet verschwunden. Er hatte aber schon ein Ranking bei google auf Seite 1, wenn man den Namen des Hotels, das ich kritisierte, eingab.
Mein Hoster hatte eine Abmahnung erhalten und den Eintrag auf inaktiv gesetzt!
So, und jetzt mal der Eintrag im Blog, im Originaleintrag habe ich die Namen und Adressen auch genannt.
Weil doch soviel darüber geredet wird, dass es immer weniger Arbeitslose gibt und doch jeder, der Arbeit will auch welche bekommt! Klar kriegt man die Arbeit, aber dann fragt man sich warum? Warum soll man dafür morgens aufstehen? Warum soll man dafür auch an Feiertagen oder an Wochenenden arbeiten?
Damit sich Einer doof und dusselig verdient? Bestimmt nicht die Person, die diesen Job annimmt. Die darf dann anschließend noch H4 beantragen um irgendwie über die Runden zu kommen. Darf aber dafür überall rumerzählen, ich bin Assistent/in im einem Hotel! Klasse, davon wird der Kühlschrank auch nicht voll.
Was soll das? Das ist keine Stellenanzeige, das ist eine Unverschämtheit und ich kann nur hoffen, da wird sich keiner drauf bewerben. Und dann? Dann heißt es wieder, wir suchen schon seit Monaten nach einer Kraft, bei uns meldet sich keiner!!! Die wollen ja alle gar nicht arbeiten!!!
Was für eine verlogene verschissene Arbeitsmarktsituation.
So, das macht einen Stundenlohn von 7,40 Euro pro Stunde, bei Arbeit auch am Wochenende und an Feiertagen. Dann bleiben für einen Sklaven (denn die suchen doch wohl keine Arbeitnehmer, sondern verzweifelte Idioten) 932,32 Euro im Monat netto übrig. Dafür soll die Person noch einen PKW haben und finanzieren können. Eigene Wohnung? Geht schon nicht mehr, Ausgehen auch nicht, aber dafür hat man sowieso keine Zeit mehr. Ach ja, befristet ist das ganze auch noch! Wenn der Idiot sich richtig gut anstellt, dann darf er bleiben! Ich rechne nicht weiter, Familienmenschen, oder Alleinerziehende stehen sich mit H4 garantiert besser.
Es ist eine Unverschämtheit.
Da gibt es auch keinen Willen dem Angestellten mal irgendwann etwas Gutes zu tun, das dürfte auch klar sein, denn so wenig Gehalt und dann noch einen PKW zu verlangen, grenzt schon an Realitätsverlust.
Jobs sponsored by Mama, anders kann man das nicht nennen.
Manchmal denke ich wirklich, dass Gewalt die einzige Sprache ist, die diese Arschgeigen vielleicht noch verstehen könnten!
Irgendwie doch verständlich, dass man als Arbeitssuchender dort sauer wird, oder? Warum habe ich all die Qualifikationen und noch mehr, und würde so was sogar gerne machen, aber werde dann mit einem Hungerlohn abgespeist und soll dann auch noch ein Auto haben? Spinnen die eigentlich?
Meine Wortwahl war nicht passend. Das weiß ich. Das hätte man auch alles anders formulieren könne, aber ich war sauer.
Jedenfalls bekam ich ca. 3 Wochen später Post von der Kripo! Eine Vorladung, weil man mich wegen übler Nachrede angeklagt hatte. Natürlich zu einer Zeit, wo ich arbeiten muss. Ich kann nicht immer Urlaub nehmen und vor allem nicht für so einen Mist! Zudem wurde mir in dem Schreiben nicht mitgeteilt um was es sich geht. Gut, so viele böse Einträge über irgendwelche Firmen schreibe ich nicht, mir war schon klar um was es geht.
Wir fanden einen Termin und ich fuhr zur Kripo. Schon ein Schritt der wehtat, denn ich fühlte mich schrecklich. Was hatte ich gemacht? Ich habe meine Meinung zu einem unseriösen Angebot geschrieben und wurde dort wie ein Krimineller vorgeladen. Gerade ich! Ich habe mir noch nie was zu Schulden kommen lassen. Ich versuche nur mich und meine Kinder irgendwie über die Runden zu kriegen. Nie habe ich staatliche Hilfe in Anspruch genommen, nie bin irgendwo negativ aufgefallen, ich arbeite von morgens bis abends, aber jetzt werde ich aufgrund so einer Sache wie ein Ladendieb vorbestellt.
Der Kripobeamte war sehr nett und erzählte mir wohl auch mehr, als er durfte. Die Hotelmanagerin fühlte sich aufgrund meines Blogeintrages wohl sogar bedroht! Ich machte meine Aussage, ich sagte, dass ich meinen Blog als Art Tagebuch sehe und dort nur einfach meine Gedanken und Erlebnisse und auch Bilder poste. Ein Hausfrauentagebuch eben! Da ich die neue deutsche Arbeitswelt aber kenne und am eigenen Leibe dieses neue Ausbeutertum immer wieder erlebe, rege ich mich natürlich auf. Mir ging es in diesem Eintrag nicht um genau dieses Hotel, sondern um Billiglohnangebote im Allgemeinen.
Der Beamte konnte das zwar verstehen, aber nicht nachvollziehen, wieso auch? Er hat seinen Tariflohn, mit regelmäßigen Erhöhungen, er hat seine Altersvorsorge, er weiß gar nicht, wie das ist, wenn man zu solchen Bedingungen arbeiten muss. Das gab er sogar zu! Er konnte mich aber verstehen und hat mir wohl auch geglaubt.
Am Ende meinte er, ich soll mich nicht allzu viele Gedanken machen. Für ihn hätte das nichts mit Bedrohung zu tun. Das wäre Frustablassen gewesen, sicherlich würde die Staatsanwaltschaft dort kein öffentliches Interesse sehen und das würde nicht weiter verfolgt werden.
Aber wir leben im neuen Deutschland! Das Deutschland, wo es nur noch auf Kohle ankommt. Erstmal versuchen, ob man da nicht jemanden abzocken kann.
Diese Woche bekam ich Post von der Fachstelle für den Täter-Opfer-Ausgleich. Ich soll am Donnerstag dort nachmittags zu einem Gesprächstermin erscheinen, weil man von der Staatsanwaltschaft die Mitteilung bekommen hätte, dass gegen mich wegen übler Nachrede ein Verfahren anhängig ist.
Ich habe noch 5 Tage gewartet, von der Staatsanwaltschaft habe ich bisher keine Post erhalten.
Bisher ist es sich noch nicht einmal um die Sache gegangen. Ist dieses Stellenangebot wirklich seriös, oder habe ich nicht doch mit meiner Kritik Recht? Sicherlich wäre ich bereit, mich für meine deftige Wortwahl schriftlich zu entschuldigen (ich nehme aber keine Urlaub mehr für so was, ich habe nur 24 Tage im Jahr und einen dieser Tage musste ich schon für die Kripo opfern), aber geht es sich darum? Will man mir nicht doch nur eine Geldstrafe aufdrücken, Geld für den Staat? Würde es wirklich zu einer Anklage kommen? Ich bin nicht bereit zu zahlen für meine freie Meinungsäußerung in meinem privaten Blog, der vielleicht am Tag von 10 Leuten gelesen wird, falls überhaupt.
Wie ist das überhaupt mit der freien Meinungsäußerung in dieser Republik? Was gilt eine Kritik, wenn ich nicht Ross und Reiter beim Namen nennen darf? Warum hat bisher noch niemand untersucht, ob dieses Arbeitsangebot wirklich seriös ist? Ist es ok, wenn man für 7,40 Euro die Stunde arbeitet? Der Tariflohn liegt ja wohl bedeutend höher.
Es geht sich wohl um was ganz anderes. Klar wollte mich die Hoteldirektion erstmal diese „Bewertung“ aus dem Netz haben. Negative Berichte werden nicht gerne gesehen, dann kann man ja mal schnell behaupten, die hätten Angst vor mir. Sie haben ja ihr Ziel erreicht. Der Eintrag wird bei Google nicht mehr gefunden.
Trotzdem hat sie Anzeige erstellt. Jetzt ist es ihr aus der Hand genommen, jetzt entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob die Sache verfolgt wird oder nicht. Und die Staatsanwaltschaft ist anscheinend der Meinung, dass ich eine Gefahr für die Allgemeinheit bin und dafür Strafe zahlen muss.
Und jetzt sage ich NEIN! Worum geht es sich wirklich? Geht es sich darum die Allgmeinheit vor einem Blogger zu schützen, der meint, dass solche Arbeitsangebote unseriös sind und diese deftig kritisiert? Oder geht es sich darum einen Blogger mundtot zu machen und noch ein wenig Geld abzukassieren, das Spiel mit der Angst. Gerade ich würde ja bestimmt Angst bekommen, ich stehe in einem Arbeitsverhältnis, ich bin noch nie aufgefallen, ich war immer ein „guter“ Staatsbürger, ich muss doch Angst bekommen und schnell mal ein paar Hundert Euro abdrücken und natürlich für die Zukunft lernen, dass man besser ruhig ist und nichts kritisiert, außer das Wetter und vielleicht noch die hohen Preise in der Reinigung.
Man hat bei mir das Gegenteil erwirkt. Klar habe ich Angst, aber ich will nicht einfach den Rückzieher machen, mich entschuldigen, Strafe zahlen und so was nie wieder machen.
Ich weiß nicht, was auf mich zu kommt, aber ich hoffe auf Unterstützung. Ich hoffe darauf, dass andere Blogger meinen Beitrag lesen und ihn auf Ihrem Blog weiterposten, dass so viele Menschen wie möglich das lesen. Ich hoffe darauf, von andern Bloggern Ratschläge zu bekommen, wie ich am besten vorgehe, ich hoffe darauf, dass man mir Gerichtsurteile nennt, wo ähnliche Vorfälle behandelt wurden.
Falls es wirklich zu einem Prozess kommen sollte, werde ich mich um Prozesskostenbeihilfe kümmern und einen Rechtsanwalt nehmen.
Aber auf keinen Fall werde ich jetzt vorab mal eben Strafe zahlen, nur weil ich meine Meinung in meinem Blog gesagt habe. Gilt in Deutschland nicht freie Meinungsäußerung? Oder gilt das nicht für jeden? Wie kann man mir üble Nachrede vorwerfen, mich auffordern Geld zu zahlen, mich zu entschuldigen und vergessen, ohne einmal darüber zu reden, ob ich wirklich üble Nachrede betrieben habe, oder ob ich nicht sogar Recht habe?
Ich danke Jochen, dass er mir die Möglichkeit gibt hier zu posten und auch schon für die guten Tipps die er mir gegeben hat. Ich hoffe, dass ich mehr Menschen anspreche, die sich für diese Sache interessieren und bereit sind, mir zu helfen.
Es geht nämlich eigentlich jeden Blogger an.
----------------------
Das sehe ich genauso. Ich verurteile übrigens auch den Hoster, der sich sofort unterwarf. Es kann nicht angehen, das jeder sich über die faulen Arbeitslosen und Hartz IV Empfänger mokieren darf, wie es Ulrich Marseille tat und dann hoffen, dass nicht darüber berichtet wird. Gerade das Nennen von Ross und Reiter ist wichtig, damit andere gewarnt werden. Selbstverständlich müssen die Firmen und Personen genannt werden die so arbeiten. In jeder Branche. Nicht nur im Hotelbereich. Ich erinnere da gerne noch mal an die Geschichten rund ums Motel One. Den Laden gibt es zwar immer noch, aber zumindest das Reinigungsunternehmen ist pleite.
1,99 Euro pro Zimmer sind genug
Dieter Müller Hotelier des Jahres 2009 ein Abzocker?
Motel One, Dieter Müller und Heinz-Josef Portz - Ein Zwischenupdate
Seit ca. 3,5 Jahre blogge ich. Ich schreibe einfach meine Erlebnisse, meine Gedanken und oft genug auch Sachen die mich ärgern.
Da ich eigentlich genauso lange schon auf der Suche nach einer besseren Arbeit bin, ärgert mich verdammt viel in der heutigen Arbeitswelt. Dumpinglöhne sind zur Regel geworden. Menschen über 40 Jahre sind zu alt, die Leiharbeitsunternehmen hängen wie fiese Spinnen zwischen jedes reguläre Arbeitsverhältnis und wenn man dann das Glück hat, mal ein Arbeitsangebot ohne Zuhälter zu finden, trifft man es auch nicht besser.
Es ärgert mich extrem und lässt mich zumindest in den Fingerspitzen aggressiv werden. Dann blogge ich nämlich wieder! Dann schreibe ich mir meinen Frust von der Seele!
Es war irgendwann im Mai, als ich mal wieder auf den Seiten des Arbeitsamtes gewesen bin um dort nach offenen Arbeitsangeboten zu suchen. Ich fand tatsächlich noch mal was, wo der Zuhälter nicht dazwischen geschaltet wurde. Aber was kam dann?
Eine Unverschämtheit getarnt als Arbeitsangebot auch noch über die Seiten des Arbeitsamtes! Der Ausbeuter darf das jetzt ganz offiziell über staatliche Internetseiten posten! Ich habe mich furchtbar aufgeregt und es eben gebloggt. Ich habe die komplette Stellenanzeige mit copy und paste auf meine Seite gestellt und meine Kommentare dazu abgegeben. Die waren natürlich deftig. Die waren vielleicht auch beleidigend, die waren auch unverschämt, aber weniger unverschämt, als die Stellenanzeige.
3 Tage später war dieser Eintrag im Internet verschwunden. Er hatte aber schon ein Ranking bei google auf Seite 1, wenn man den Namen des Hotels, das ich kritisierte, eingab.
Mein Hoster hatte eine Abmahnung erhalten und den Eintrag auf inaktiv gesetzt!
So, und jetzt mal der Eintrag im Blog, im Originaleintrag habe ich die Namen und Adressen auch genannt.
Weil doch soviel darüber geredet wird, dass es immer weniger Arbeitslose gibt und doch jeder, der Arbeit will auch welche bekommt! Klar kriegt man die Arbeit, aber dann fragt man sich warum? Warum soll man dafür morgens aufstehen? Warum soll man dafür auch an Feiertagen oder an Wochenenden arbeiten?
Damit sich Einer doof und dusselig verdient? Bestimmt nicht die Person, die diesen Job annimmt. Die darf dann anschließend noch H4 beantragen um irgendwie über die Runden zu kommen. Darf aber dafür überall rumerzählen, ich bin Assistent/in im einem Hotel! Klasse, davon wird der Kühlschrank auch nicht voll.
Was soll das? Das ist keine Stellenanzeige, das ist eine Unverschämtheit und ich kann nur hoffen, da wird sich keiner drauf bewerben. Und dann? Dann heißt es wieder, wir suchen schon seit Monaten nach einer Kraft, bei uns meldet sich keiner!!! Die wollen ja alle gar nicht arbeiten!!!
Was für eine verlogene verschissene Arbeitsmarktsituation.
Überblick über das Stellenangebot
Referenznummer
10000-XXXXXXX-S
Titel des Stellenangebots
Hotelmanagement Assistent(in) (Assistent/in - Hotelmanagement)
Alternativberufe
Empfangsmitarbeiter/in (Hotel)
Helfer/in - Hotel
Stellenangebotsart
Arbeitsplatz (sozialversicherungspflichtig)
Arbeitgeber
XXXXXXXXXXXXXXX Hotelmanagement GmbH
Branche: Hotels (ohne Hotels garnis), Betriebsgröße: weniger als 6
Stellenbeschreibung
Wir suchen für das XXXXXXXXXX in XXXXXXXXX ab 01.07.2011 in Vollzeit
eine(n) Hotelmanagement Assistent(in)
Zu den Aufgaben gehört unter anderem:
- die Annahme und Bearbeitung von Reservierungen
- Telefondienst
- Postbearbeitung
- CheckIn
- Gästebetreuung
- Warenbestellung und Annahme
- Frühstücksdienst
- kleinere Reinigungsarbeiten
Die Arbeitszeit richtet sich nach den Erfordernissen des Geschäftsbetriebes.
Als Bewerber/in verfügen Sie über:
1. erste Berufserfahrung in den verschiedenen Bereichen eines Hotels
2. gute Kenntnisse im Empfangsdienst
3. einen Führerschein und ein Fahrzeug, da das Hotel nicht durchgängig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist
4. Organisationsfähigkeit, Zuverlässigkeit, eine selbständige Arbeitsweise und Freude am Umgang mit Menschen.
5. gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift
6. die Bereitschaft zu Wochenend und Feiertagsarbeit
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung.
Führungsverantwortung
Keine Führungsverantwortung
Arbeitsorte
XXXXXXXXXstr. 27, XXXXX XXXXXXXX, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Beginn der Tätigkeit
Ab 01.07.2011
Anzahl offener Stellen
1 Stelle
Vormerken
Konditionen des Stellenangebots
Arbeitszeit
Vollzeit, Vollzeit, 169 Monatsstunden, Flexibel nach Absprache, branchenüblich
Vergütung und Zusatzleistungen
1.250 € / Brutto
Befristung
Unbefristetes Arbeitsverhältnis
Anforderungen an den Bewerber
Schulbildung
Geforderter Bildungsabschluss: Qualifizierender / erweiterter Hauptschulabschluss
Berufserfahrung
Berufseinsteiger
Sprachkenntnisse
Zwingend erforderlich
Deutsch
Erweiterte Kenntnisse
Englisch
Persönliche Stärken
Selbständiges Arbeiten, Zuverlässigkeit, Kundenorientierung, Auffassungsfähigkeit/-gabe, Flexibilität
Führerscheine
Wünschenswert
Fahrlehrerlaubnis Klasse BE (alt Kl.3, Grundlehrerlaubnis)
Erforderliche Fahrzeuge
Kraftrad, PKW
Weitere Anforderungen
Grundwehr- oder Ersatzdienst absolviert oder befreit
Kontaktdaten
Rückfragen und Bewerbungen an
XXXXXXXXX GmbH (XXXXXXXX Hotel)
Frau XXXX XXXXXXX
Geschäftsführung
XXXXXXXXXX. 27
XXXXXXXXX
XXXXX XXXXXXXX
Nordrhein-Westfalen
Deutschland
Telekommunikation
Telefonnummer: +49 XXXXXXXXXXXX
Über JOBBÖRSE, per E-Mail, schriftlich
Bewerbungszeitraum
Seit 02.06.2011
Angaben zur Bewerbung
Geforderte Anlagen: Lebenslauf mit Lichtbild, Zeugnisse
So, das macht einen Stundenlohn von 7,40 Euro pro Stunde, bei Arbeit auch am Wochenende und an Feiertagen. Dann bleiben für einen Sklaven (denn die suchen doch wohl keine Arbeitnehmer, sondern verzweifelte Idioten) 932,32 Euro im Monat netto übrig. Dafür soll die Person noch einen PKW haben und finanzieren können. Eigene Wohnung? Geht schon nicht mehr, Ausgehen auch nicht, aber dafür hat man sowieso keine Zeit mehr. Ach ja, befristet ist das ganze auch noch! Wenn der Idiot sich richtig gut anstellt, dann darf er bleiben! Ich rechne nicht weiter, Familienmenschen, oder Alleinerziehende stehen sich mit H4 garantiert besser.
Es ist eine Unverschämtheit.
Da gibt es auch keinen Willen dem Angestellten mal irgendwann etwas Gutes zu tun, das dürfte auch klar sein, denn so wenig Gehalt und dann noch einen PKW zu verlangen, grenzt schon an Realitätsverlust.
Jobs sponsored by Mama, anders kann man das nicht nennen.
Manchmal denke ich wirklich, dass Gewalt die einzige Sprache ist, die diese Arschgeigen vielleicht noch verstehen könnten!
Irgendwie doch verständlich, dass man als Arbeitssuchender dort sauer wird, oder? Warum habe ich all die Qualifikationen und noch mehr, und würde so was sogar gerne machen, aber werde dann mit einem Hungerlohn abgespeist und soll dann auch noch ein Auto haben? Spinnen die eigentlich?
Meine Wortwahl war nicht passend. Das weiß ich. Das hätte man auch alles anders formulieren könne, aber ich war sauer.
Jedenfalls bekam ich ca. 3 Wochen später Post von der Kripo! Eine Vorladung, weil man mich wegen übler Nachrede angeklagt hatte. Natürlich zu einer Zeit, wo ich arbeiten muss. Ich kann nicht immer Urlaub nehmen und vor allem nicht für so einen Mist! Zudem wurde mir in dem Schreiben nicht mitgeteilt um was es sich geht. Gut, so viele böse Einträge über irgendwelche Firmen schreibe ich nicht, mir war schon klar um was es geht.
Wir fanden einen Termin und ich fuhr zur Kripo. Schon ein Schritt der wehtat, denn ich fühlte mich schrecklich. Was hatte ich gemacht? Ich habe meine Meinung zu einem unseriösen Angebot geschrieben und wurde dort wie ein Krimineller vorgeladen. Gerade ich! Ich habe mir noch nie was zu Schulden kommen lassen. Ich versuche nur mich und meine Kinder irgendwie über die Runden zu kriegen. Nie habe ich staatliche Hilfe in Anspruch genommen, nie bin irgendwo negativ aufgefallen, ich arbeite von morgens bis abends, aber jetzt werde ich aufgrund so einer Sache wie ein Ladendieb vorbestellt.
Der Kripobeamte war sehr nett und erzählte mir wohl auch mehr, als er durfte. Die Hotelmanagerin fühlte sich aufgrund meines Blogeintrages wohl sogar bedroht! Ich machte meine Aussage, ich sagte, dass ich meinen Blog als Art Tagebuch sehe und dort nur einfach meine Gedanken und Erlebnisse und auch Bilder poste. Ein Hausfrauentagebuch eben! Da ich die neue deutsche Arbeitswelt aber kenne und am eigenen Leibe dieses neue Ausbeutertum immer wieder erlebe, rege ich mich natürlich auf. Mir ging es in diesem Eintrag nicht um genau dieses Hotel, sondern um Billiglohnangebote im Allgemeinen.
Der Beamte konnte das zwar verstehen, aber nicht nachvollziehen, wieso auch? Er hat seinen Tariflohn, mit regelmäßigen Erhöhungen, er hat seine Altersvorsorge, er weiß gar nicht, wie das ist, wenn man zu solchen Bedingungen arbeiten muss. Das gab er sogar zu! Er konnte mich aber verstehen und hat mir wohl auch geglaubt.
Am Ende meinte er, ich soll mich nicht allzu viele Gedanken machen. Für ihn hätte das nichts mit Bedrohung zu tun. Das wäre Frustablassen gewesen, sicherlich würde die Staatsanwaltschaft dort kein öffentliches Interesse sehen und das würde nicht weiter verfolgt werden.
Aber wir leben im neuen Deutschland! Das Deutschland, wo es nur noch auf Kohle ankommt. Erstmal versuchen, ob man da nicht jemanden abzocken kann.
Diese Woche bekam ich Post von der Fachstelle für den Täter-Opfer-Ausgleich. Ich soll am Donnerstag dort nachmittags zu einem Gesprächstermin erscheinen, weil man von der Staatsanwaltschaft die Mitteilung bekommen hätte, dass gegen mich wegen übler Nachrede ein Verfahren anhängig ist.
Ich habe noch 5 Tage gewartet, von der Staatsanwaltschaft habe ich bisher keine Post erhalten.
Bisher ist es sich noch nicht einmal um die Sache gegangen. Ist dieses Stellenangebot wirklich seriös, oder habe ich nicht doch mit meiner Kritik Recht? Sicherlich wäre ich bereit, mich für meine deftige Wortwahl schriftlich zu entschuldigen (ich nehme aber keine Urlaub mehr für so was, ich habe nur 24 Tage im Jahr und einen dieser Tage musste ich schon für die Kripo opfern), aber geht es sich darum? Will man mir nicht doch nur eine Geldstrafe aufdrücken, Geld für den Staat? Würde es wirklich zu einer Anklage kommen? Ich bin nicht bereit zu zahlen für meine freie Meinungsäußerung in meinem privaten Blog, der vielleicht am Tag von 10 Leuten gelesen wird, falls überhaupt.
Wie ist das überhaupt mit der freien Meinungsäußerung in dieser Republik? Was gilt eine Kritik, wenn ich nicht Ross und Reiter beim Namen nennen darf? Warum hat bisher noch niemand untersucht, ob dieses Arbeitsangebot wirklich seriös ist? Ist es ok, wenn man für 7,40 Euro die Stunde arbeitet? Der Tariflohn liegt ja wohl bedeutend höher.
Es geht sich wohl um was ganz anderes. Klar wollte mich die Hoteldirektion erstmal diese „Bewertung“ aus dem Netz haben. Negative Berichte werden nicht gerne gesehen, dann kann man ja mal schnell behaupten, die hätten Angst vor mir. Sie haben ja ihr Ziel erreicht. Der Eintrag wird bei Google nicht mehr gefunden.
Trotzdem hat sie Anzeige erstellt. Jetzt ist es ihr aus der Hand genommen, jetzt entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob die Sache verfolgt wird oder nicht. Und die Staatsanwaltschaft ist anscheinend der Meinung, dass ich eine Gefahr für die Allgemeinheit bin und dafür Strafe zahlen muss.
Und jetzt sage ich NEIN! Worum geht es sich wirklich? Geht es sich darum die Allgmeinheit vor einem Blogger zu schützen, der meint, dass solche Arbeitsangebote unseriös sind und diese deftig kritisiert? Oder geht es sich darum einen Blogger mundtot zu machen und noch ein wenig Geld abzukassieren, das Spiel mit der Angst. Gerade ich würde ja bestimmt Angst bekommen, ich stehe in einem Arbeitsverhältnis, ich bin noch nie aufgefallen, ich war immer ein „guter“ Staatsbürger, ich muss doch Angst bekommen und schnell mal ein paar Hundert Euro abdrücken und natürlich für die Zukunft lernen, dass man besser ruhig ist und nichts kritisiert, außer das Wetter und vielleicht noch die hohen Preise in der Reinigung.
Man hat bei mir das Gegenteil erwirkt. Klar habe ich Angst, aber ich will nicht einfach den Rückzieher machen, mich entschuldigen, Strafe zahlen und so was nie wieder machen.
Ich weiß nicht, was auf mich zu kommt, aber ich hoffe auf Unterstützung. Ich hoffe darauf, dass andere Blogger meinen Beitrag lesen und ihn auf Ihrem Blog weiterposten, dass so viele Menschen wie möglich das lesen. Ich hoffe darauf, von andern Bloggern Ratschläge zu bekommen, wie ich am besten vorgehe, ich hoffe darauf, dass man mir Gerichtsurteile nennt, wo ähnliche Vorfälle behandelt wurden.
Falls es wirklich zu einem Prozess kommen sollte, werde ich mich um Prozesskostenbeihilfe kümmern und einen Rechtsanwalt nehmen.
Aber auf keinen Fall werde ich jetzt vorab mal eben Strafe zahlen, nur weil ich meine Meinung in meinem Blog gesagt habe. Gilt in Deutschland nicht freie Meinungsäußerung? Oder gilt das nicht für jeden? Wie kann man mir üble Nachrede vorwerfen, mich auffordern Geld zu zahlen, mich zu entschuldigen und vergessen, ohne einmal darüber zu reden, ob ich wirklich üble Nachrede betrieben habe, oder ob ich nicht sogar Recht habe?
Ich danke Jochen, dass er mir die Möglichkeit gibt hier zu posten und auch schon für die guten Tipps die er mir gegeben hat. Ich hoffe, dass ich mehr Menschen anspreche, die sich für diese Sache interessieren und bereit sind, mir zu helfen.
Es geht nämlich eigentlich jeden Blogger an.
----------------------
Das sehe ich genauso. Ich verurteile übrigens auch den Hoster, der sich sofort unterwarf. Es kann nicht angehen, das jeder sich über die faulen Arbeitslosen und Hartz IV Empfänger mokieren darf, wie es Ulrich Marseille tat und dann hoffen, dass nicht darüber berichtet wird. Gerade das Nennen von Ross und Reiter ist wichtig, damit andere gewarnt werden. Selbstverständlich müssen die Firmen und Personen genannt werden die so arbeiten. In jeder Branche. Nicht nur im Hotelbereich. Ich erinnere da gerne noch mal an die Geschichten rund ums Motel One. Den Laden gibt es zwar immer noch, aber zumindest das Reinigungsunternehmen ist pleite.
1,99 Euro pro Zimmer sind genug
Dieter Müller Hotelier des Jahres 2009 ein Abzocker?
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Tags für diesen Artikel: abzocker, arbeit, betrug, bezahlung, bloggen, informationspflicht, justiz, meinungsfreiheit, niedriglohn
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Und das die Katharina Z. aus Würselen, jetzt sauer ist, dass sie öffentlich als Sklavenhalterin gebrandmarkt wurde, ist doch klar. Nein diese Leute müssen beim Namen genannt werden, hier muss dringend der Streisand-Effekt eintreten. Gerade das jetzt versucht wird, bei der Bloggerin, die Meinungsfreiheit einzuschränken, muss dem Hotel richtig auf die Füsse fallen.
Ich glaube nur die breite Öffentlichkeit gegen dieses Hotel, kann die Bloggerin schützen. Viele Blogs sollten darüber berichten!!! Mit Namen und Adresse !!!
Nein du bist nicht naiv, du bist ein Heiliger.
Wo ist hier die "üble Nachrede" rechtlich zu sehen...?? Darin das ein Blogger schreibt was viele andere denken, wenn sie derartige Stellenanzeigen im Netz finden. Blogger die durchaus bei Sinnen sind und klar aussprechen was sie von derartigen Anzeigen halten.
Arbeitslose darf man als Schmarotzer beschimpfen, man darf sie nieder machen bis zum geht nicht mehr und keiner macht dagegen etwas. Keiner stellt einen Strafantrag, weil eben die, die Macht und Geld haben nicht belangt werden können.
Derjenige der aber mittellos oder aber nur von einem solchen Einkommen leben muss, dem stehen solche Wege nicht offen. Rechtsanwälte kosten Geld und das nicht wenig. Und somit steht der Blogger alleine da.
Das Recht der Meinungsfreiheit in der BRD ist schon lange eingeschränkt. Dieses Recht haben andere Personen. In jedem Fall kein Arbeitsloser, Rentner oder Kranker. Die haben gefälligst zu nehmen was sie kriegen können und gefälligst solche Arbeitsangebote für gut zu befinden.
http://warheitundwiderstand.blogspot.com/
Es ist auch nur ein kleiner Blog aber ich habe meine Freude daran. Vielleicht bin auch ich bald der nächste der eine Anzeige erhält.... man kann heute nie wissen.
Wenn ihr Verdienst so gering ist, daß sie sich einen Anwalt nicht leisten kann, kann sie sich einen Rechtsberatungsschein holen. Den gibt's bei der Rechtsantragsstelle des nächsten Amtsgerichts. Personalausweis, Einkommensbescheinigungen und die wichtigsten Unterlagen in der Sache mitnehmen. Sprechzeiten sind, wie bei Behörden üblich, halt meistens nur vormittags.
Falls sie nicht weiß, wohin, kann ich einen Anwalt empfehlen, möchte das aber nicht hier öffentlich tun. Mail genügt.
Gruß, Frosch
es ist eine frechheit einen deratig niedrigen lohn anzugeben. ich habe als putzfrau in einem hotel 8,- euro stundenlohn bekommen. das ist in der gebäudereinigung der tariflohn. entweder zahlen die in dem hotel keinen tariflohn an ihr putzpersonal, wie es dann dort aussieht kann ich mir lebhaft vorstellen. oder dieser job ist unter dem einer putzfrau gewertet, wobei die meistens zimmerfrauen keine schichten arbeiten müssen. es ist wirklich zum aufregen! vielleicht sollten sie freunde um sich scharren, damit die öffentlichkeit aufmerksam wird. das mag das hotel dann sicher sehr!
ich werde ihren artikel ebenfalls in meinem blog veröffentlichen.
Weiter so Herr Hoff, denn wer schweigt und mitmacht, der ist nicht anders.
Ich selber habe mich oft gewehrt und deshalb viele Probleme, Arbeit zu bekommen, weil ich halt nicht immer ja sagen will. Ein Hungerlohn ist ein Hungerlohn. Deshalb sollte sowas auch öffentlich gemacht werden.
( Kann vielleicht der Anwalt brauchen, wenn er es nicht weiss)
http://www.news.de/gesellschaft/855227207/900-euro-job-ist-sittenwidrig/1/
Mir hat man vorige Woche ähnliches angeboten.
Arbeit= Sozialversicherungspflichtig
30 Stunden Woche
8 Euro Brutto
befristet bis 31.12.2011
Ich hätte mit Fahrtkosten 135 weniger gehabt,als meinen H4-Satz. Ich habe abgelehnt und bin mal gespannt, ob da noch was nach kommt.
Das sind alles Folgen von Hartz IV und der Politik der letzten Jahre. Ausbeutung pur.
Gibt es denn nur noch Schweine ?
Man muss sich wehren und diese Dinge öffentlich machen.
Viel Glück allen, die kämpfen.