Martin Kannegießer ist ein mächtiger Mann. Er ist nicht nur Chef von Gesamtmetall, dem Arbeitgeberverband der Metall und Elektroindustrie, er hat auch mit seiner gemeinen und verlogenen "Initiative Neue Soziale Marktwirtchaft" (INSM), alles was in Deutschland mal sozial und gerecht war ins totale Gegenteil verkehrt. Er kann nur leben und Spaß haben, wenn er andere um ihren gerechten Lohn und jede Hoffnung auf ein vernünftiges Leben bringen kann. Wo er agieren kann, gibt es keine Möglichkeit für ein friedliches Zusammenleben von Kapital und Arbeit.
Jetzt geht es wieder einmal darum, zu verhindern, das Menschen in feste Jobs kommen und da setzt er bei der
Berufsausbildung an, weil die Gewerkschaften bei den kommenden Tarifrunden über eine unbefristete Übernahme aller Auszubildenden reden wollen.
"Die Forderung der IG Metall kostet Ausbildungsplätze, sie schafft eine neue Einstellungsbarriere. Einem Schulabgänger sieht man nicht an, ob er später ein Dauermitarbeiter werden kann. Viele Unternehmen werden sich dann zweimal überlegen, ob sie einen jungen Menschen einstellen", sagte Kannegiesser den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Dienstagausgabe).
Nein, das kann man einem jungen Menschen wirklich nicht ansehen. Aber Leute wie Herr Kannegiesser genießen es Lehrlinge als billige Arbeitskräfte zu beschäftigen und dann, sobald sie einen anständigen Lohn bekommen müssten zu entlassen. Diese Möglichkeit der Ausbeutung sehen sie bei Menschen jeden Alters und nehmen sie auch gerne wahr. Die Folgen sind klar:
"Es ist nicht hinnehmbar, dass jeder dritte junge Mensch unter 35 noch nie in einer festen Beschäftigung arbeiten konnte. Generation Prekär - das ist ein Zustand, den dürfen und können wir uns nicht erlauben", begründete Oliver Burkhard, IG-Metall-Chef in NRW.
Kannegießer, sein Arbeitgeberverband und seine INSM haben den arbeitenden Menschen den sozialen Frieden aufgekündigt. Sie wollen nur Sklaven die in ständiger Angst vor dem Verlust des Jobs leben und am liebsten sind ihnen billigste Tagelöhner. Für die neoliberalen Raubtierkapitalisten und Abzocker wie Kannegiesser ist so eine Welt in Ordnung. Tatsächlich aber zerbricht die Gesellschaft an diesem Verhalten.
Wenn Deutschland als Land überleben will, dann müssen Typen wie Kannegiesser auf die härteste Art und Weise die möglich ist, gebremst werden. Am leichtesten ginge dies mit einer Ausbildungssteuer auf das
EBITDA in Höhe von 10 Prozent. Firmen die ausbilden und weiterbeschäftigen können ihre Kosten für die Ausbildung mit dieser Steuer verrechnen, alle andere schaffen mit dieser Steuer das Geld für nichtbetriebliche Ausbildungsplätze und bessere Schulen.
Nur wenn man dem Kapital die Gewinne wegnimmt, die es sich illegal beschafft, erreicht man ein Umdenken. Steuern sind eine Waffe, die richtig eingesetzt auch Raubtierkapitalisten und Wirtschaftsfaschisten wie Kannegiesser in Schach halten können.
die es sich illegal beschafft,
Dank der R/G Koalition ist das alles gewollt und gesetzlich geregelt. Also: legal!
_Es ist nicht hinnehmbar... blablabla.
Oliver Burkhard, IG-Metall-Chef in NRW._
Herr Burkhards Chefs haben es, zusammen mit den Schecks aus den AR-Sitzungen hingenommen.
“Am 09.11.1989 haben wir mit der Maueröffnung auch die Abrissbirne gegen den Sozialstaat in Position gebracht. Hartz V bis Vlll werden demnächst folgen. Es ist Klassenkampf und es ist gut so, dass der Gegner auf der anderen Seite kaum wahrzunehmen ist.”
Michael Rogowski (von 2001 bis 2004 Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie) am 16.12.2004 auf PHOENIX zum Sozialstaat
Solange das Pack nicht vertrieben oder eingeknastet ist, wird das nicht mehr besser. Aber auf Letzteres warten wir wohl vergeblich, denn die Bekämpfung organisierter, kapitalistischer Kriminalität steht -wie an den zahllosen Bankenrettungsplänen unschwer erkennbar- definitiv nicht auf der Agenda von Rot,Schwarz,Gelb oder Grün.
Ex-Kanzler Schröder preist auf dem Weltwirtschaftsforum 2005 in Davos
sein Kind: "Wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. ... Der Niedriglohn-Sektor in Deutschland wuchs so rasch wie in kaum einem anderen Land . . .“
Und Ex-BUKA Sch. ab morgen, 5. Okt. 2011, gleich mit.