
Ach ja, die lieben Menschen von der FDP. Sie sind doch ein ständiger Grund zur stillen oder auch etwas lauteren Freude.
Gudrun Kopp, deren Vorname im schwedischen soviel wie die das Geheimnis der Götter kennende bedeutet, lässt uns an ihrem göttlichen Geheimwissen teilhaben und fordert die
Abschaffung der Sommerzeit:
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In einem Gastbeitrag für "Bild am Sonntag" schreibt Kopp: "Durch den technischen und bürokratischen Aufwand verursacht die Zeitumstellung volkswirtschaftliche Belastungen. Auch die erhoffte Energieeinsparung wurde nicht erreicht." Zudem sei die Umstellung nach Kopps Worten gesundheitsbelastend: "Jeder zweite Deutsche leidet dadurch unter Schlafproblemen. Sensible Menschen spüren den Eingriff in ihren Biorhythmus; so kann zum Beispiel ein ‚Mini-Jetlag‘ entstehen, wodurch die Gefahr von Verkehrsunfällen steigt. Wir sollten die Kraft finden, Regeln, die nachteilig wirken, zu streichen."
Mit ihrem letzten Satz scheint übrigens die deutsche Bevölkerung sehr einverstanden zu sein. Sie streicht gerade die ganze FDP. Es ist schon erstaunlich. In einer Zeit wo durch eine aktive Entwicklungshilfepolitik zumindest das, was in Deutschland so gerne als Demokratie bezeichnet wird, in Teilen von Nordafrika und anderswo auf der Welt gestärkt werden könnte, beschäftigt sich die liebe Gudrun, mit der Sommerzeit. Klassisch, das Thema verfehlt, würde man sagen. Aber die Dame ist ja eh der Vergangenheit verhaftet. Als die FDP sogar in Lemgo einen
Neuanfang plante, da wollte sie nicht dabei sein und trat lieber zurück:
Mit großer Mehrheit beschlossen die Delegierten den Antrag, Kopp stimmte dagegen - und gab ihren Rücktritt bekannt. "Das ist eine Linie, die ich für falsch halte. Sie würde uns noch tiefer in die Krise führen." Sie hält die neuen Ziele für utopisch. "Es gibt schließlich einen bestehenden Koalitionsvertrag mit Ressortverteilung." Ein solcher Neustart würde zudem den designierten Bundesvorsitzenden in eine "nicht gerade komfortable" Lage bringen. "Ich hätte mir für Philipp Rösler die volle Unterstützung gewünscht", sagt Kopp.
Nun ja. Eine Anpassung der FDP an die Realitäten hält sie nicht für notwendig und dass ist gut so, weil Leute wie sie, sich damit selbst aus dem Rennen werfen. Es dürfte auch nicht die Sommerzeit sein, die ihr und ihresgleichen Schlafstörungen verschafft. Diese Schlafstörungen kommen eher daher, dass die FDP und der neoliberale Wirtschaftfaschismus am Ende sind. Es sind die vielen Lügen und Verdrehungen der Vergangenheit die jetzt die Nächte der Akteure mit Schrecken versetzen. Es ist die Angst vor der Wahrheit.
Man kann sicherlich darüber streiten ob Deutschland eine Sommerzeit braucht, wie man über fast alles streiten kann. Unstrittig aber ist, das Deutschland keine FDP und keine Frau Kopp braucht. 2013 wird sie sich natürlich keinen Job mehr suchen müssen. Die Klientel die der FDP ihre Aufträge verpasst, wird schon dafür sorgen, dass sie nach dem Verschwinden der FDP aus dem Bundestag ordentlich subventioniert wird und im Zweifelsfall zahlt der Steuerzahler. Bis dahin wäre es schön, wenn die Dame Deutschland mit ihrem Geschwätz verschonen würde.
Heute mal was Positives: die Dame wenns denn die hier http://www.nw-news.de/owl/4395759_Heisse_Debatte_um_FDP-Neustart.html links ist und keine Doublette dieser;-) -
dann hat sich Frau Kopp F.D.P. Lemgo doch gut gehalten ganz im Gegensatz zum Anzugclown rechts der heuer den F.D.P.-Bundesvorsitzenden gibt und der vermutlich zweing Jahre lang brauchen wird eh er so alt ist wie er heute schon ausschaut;-) ...
Chapeau also für diese Kopp´sche Fotogenität, die freilich der F.D.P. nix nützen dürfte und auch deshalb hier positiv erwähnt wird;-)
gut, dass wir uns schon länger kennen, ich mich an ähnliche Debatten in der Öffentlichkeit und deine bis heute konsequente Haltung dazu erinnere. Das Thema Sommerzeit weg wurde m.E. zuletzt am Abend der letzten BT-Wahl vom spätrömischen Guido aufgegriffen, der, anscheinend in grenzenloser Verachtung des Wahlvolkes in Hinblick auf auch aus den eigenen Reihen angekündigte Steuersenkungsversprechen anführte, aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation könne man erst mal höchstens die Umstellung 2x / Anno streichen, doch kaum ernsthaft dran gedacht hat, jemand werde sich Jahre später daran erinnern. Jedenfalls sagtest du mal, die Kosten für die Umstellerei gäbs so nicht, da alles algorithmenbasiert ablaufe etc. pp., der gestörte Schlafrhythmus sei meist eingebildet. OK, Schichtarbeiter haben damit wohl die geringsten Sorgen. Als vernunftbegabter Mensch will ich es glauben. Ein bißchen wirkt mir die FDP als kleine Schwester der NPD, nur ohne die ganzen depperten Anstifter, V-Leute aus den Geheimdienstkreisen, die Depperten, die mit schlecht überlegten Aussagen den eigenen Karren in den Dreck setzen, sind in der FDP scheints einfach so mit dabei.
Was wäre, wenn Westerwelle damals heraus gefunden hätte, dass die Abschaffung der Umstellung einstimmig oder wenigstens von einer Mehrheit der EU-(Kern)länder beschlossen werden müsste, bloß kein parteiinternes Memo dazu verschickt hat?
Was wäre, wenn man sich 1980 einvernehmlich auf die Einführung geeinigt und vorgebeugt hätte, dass jemand daher kommt und sagt, ich will nicht mehr, allein schon, um nicht ständig darüber reden zu müssen, wenn einem oder wenigen danach ist? Immerhin wäre das nicht die erste oder einzige EU-Direktive, die nationale Parlamente von lästigen Souveränitäten befreite, und so zu einem Zusammenwachsen Europas führte...
Ich hab nich mal nen Wecker, das es Armbanduhren gibt ist mir bekannt. Brauch ich seit 20 Jahren nicht mehr, es funktioniert.
Sollt ich das evtl. der 1,8 % Partei vorschlagen? Vielleicht ham die dann noch ne Chance auf 2,8 %?