von Gert Flegelskamp
Argumente gegen die politische und auch rechtliche Sicht auf das System der gesetzlichen Rentenversicherung.
Argumente zur Rente
1. Demographie
Begründet werden alle Einschnitte in das gesetzliche Rentensystem mit der so genannten Alterspyramide, gerne auch als demographischer Faktor bezeichnet. Obwohl diese Argumentation bereits bei der Einführung von den Professoren Schreiber und Höpfner, auf deren Ausarbeitung zur Umstellung des Rentensystems auf eine durch Umlagen finanzierte Rentenzahlung basiert, das Problem der Demographie angeschnitten haben, wurde es erst durch die von Kanzler Schröder eingesetzte Rentenkommission unter Leitung des damaligen Wirtschaftsweisen Prof. Bert Rürup in die öffentliche Diskussion gebracht.
Diese Kommission, bestehend aus 26 Mitgliedern, war mehrheitlich von Vertretern der Wirtschaft, der Banken, der Versicherungswirtschaft und der Wirtschaft nahestehenden Wirtschaftswissenschaftlern besetzt sowie Vertretern des ebenfalls der Wirtschaft nahestehenden Think Tanks INSM (Initiative Neue soziale Marktwirtschaft), dessen Methoden der Desinformation bereits mehrfach die deutsche Presse beschäftigten. Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass keines der Mitglieder dieser selbst von Einschnitten in das Rentensystem wirklich tangiert sein würde, auch nicht die beiden Gewerkschaftsmitglieder in führenden Positionen Engelen Kefer oder Wiesenhügel, noch der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der BMW-AG Schoch.
Der Einsatz dieser Kommission war wohl den in Brüssel abgeschlossenen Verträgen mit den Anforderungen von GATS der WTO bei ihren "Erkenntnissen" zugeneigt, nach denen es vor allem darum ging, die vom Staat betriebenen sozialen Systeme weitgehend zu privatisieren, indem eine private und nur durch die Arbeitnehmer zu zahlende Versicherung als bevorzugtes Modell der Rentenversicherung herausgestellt wurde.
Wie sich später herausstellte, standen vor allem der Leiter der Kommission Prof. Bert Rürup und der INSM-Botschafter Bernd Raffelhüschen in mehr als enger Verbindung zur privaten Versicherungswirtschaft. Vor allem Bernd Raffelhüschen übte sich in den folgenden Jahren darin, Rentner und das Rentensystem insgesamt zu diskreditieren und in übler Weise zu verunglimpfen
(siehe bspw. Artikel in der Ostfriesen-Zeitung "Schneeball wächst zur Lawine" im Mai 2011)
Es lohnt, diese "demographische Katastrophe" einmal näher zu betrachten. Die Kernaussagen sind der Rückgang der Geburtenziffern und die Alterung der Gesellschaft. Unbestreitbar ist, dass seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts die Fertilitätsrate in Deutschland rückläufig ist, was allgemein dank intensiver Werbung der Politik und der Versicherungswirtschaft und auch der Politik als Katastrophe angesehen wird. Doch angesichts einer rapide wachsenden Weltbevölkerung sollte dieser Umstand als eine Vorreiterrolle betrachtet werden. Hinzu kommt der durch die Industrialisierung und Computerisierung mit immer ausgefeilteren Techniken Ersatz menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen und Computer. Man braucht nicht mehr die Menge an menschlichen Arbeitskräften, wie das noch Mitte des 20. Jahrhunderts der Standard war. Das ist sowohl der Wirtschaft wie auch der Politik durchaus bekannt, wird aber immer gezielt ausgeblendet, um erst gar nicht die Idee wachsen zu lassen, dass es Aufgabe der Wirtschaft und der Politik wäre, die arbeitende Bevölkerung, die den herrschenden Wohlstand erst ermöglichte, auch an den Erfolgen partizipieren zu lassen.
Die weitere Argumentation ist die Alterung der Gesellschaft. Dabei bleiben 3 Aspekte völlig außerhalb der offiziellen Betrachtung:
1. Die längere Lebenserwartung der Modellrechnungen im Vergleich zur Vergangenheit ist vor allem den heute besseren Standards in der Medizin und in der Verkehrs- und Arbeitsplatzsicherheit zu suchen. Dabei bleibt stets unberücksichtigt, dass dieser Umstand auch dazu beiträgt, dass die heutigen Arbeitskräfte damit den Arbeitsprozessen länger erhalten bleiben, weil sie das ursprüngliche Renteneintrittsalter von 65 Jahren auch erreichen. Der Wirtschaft scheint dieser Umstand weniger zu gefallen, denn sie gibt sich schon lange Zeit alle Mühe, ältere Arbeitnehmer möglichst früh aus dem Arbeitsprozess auszugliedern und wurde dazu von der Politik intensiv unterstützt, wie die Frühverrentungsmodelle der Vergangenheit deutlich machen. Das stets verwendete Argument, dass die älteren Arbeitnehmer nicht mehr so leistungsfähig und unflexibler seien, ist weitab der Wirklichkeit angesiedelt. Die Realität ist, dass die nachrückenden jungen Arbeitskräfte erheblich billiger und heute durch die hohe Arbeitslosigkeit auch leichter unter Druck sind, sich mit niedrigen Löhnen abzufinden.
2. Die statistischen Rechenmodelle der zunehmenden Alterung beziehen sich stets auf die gesamte Gesellschaft. Es gibt keine öffentlich bekannte Statistik, die ausschließlich die Lebensdauer des Personenkreises darstellt, um den es in der Rentendiskussion wirklich geht, die Arbeitnehmer der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Der Bevölkerungsanteil dieser Gruppe beträgt aber lt. Statistik des stat. Bundesamtes (Heft März 2011 Wirtschaft und Statistik auf Seite X, Abschnitt Tabellen) mit Stand 30.06. 2010 nur 27,710 Millionen Erwerbspersonen, davon 5,389 Millionen in Teilzeitbeschäftigungen. Zählt man nun noch die 16,490 Millionen Rentner der GRV (Stand Nov. 2010) hinzu, kommt man auf die Zahl von 44,2 Millionen Versicherte der GRV insgesamt, das macht ca. 54% der Bevölkerung aus. Der Rest ist entweder anderweitig in der Altersvorsorge versichert, wobei versichert ein zu weit gefasstes Argument ist, da ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung keinerlei Versicherungsbeiträge für die Altersvorsorge aufbringen muss, sondern aus staatlichen Mitteln "alimentiert" wird (Beamte und Politiker). Weil aber gerade bei den GRV-Versicherten der wohl größte Teil der Bevölkerung in eher einfacheren Verhältnissen lebt und sich deshalb auch nur die normale von der staatlichen (und beitragsfinanzierten) Gesundheitsvorsorge bezahlten medizinischen Versorgung leisten kann, dazu noch oft in Berufen tätig ist, deren verschleiß- und Gefährdungspotential erheblich höher ist, als das alimentierter oder in ständischen Versicherungen organisierten Personen der Fall ist, könnte nur eine spezifische Sterbetabelle, bezogen auf ausschließlich GRV-Versicherte, Aufschluss darüber geben, wie hoch die Lebenserwartung dieses Personenkreises real ist.
3. Stets vernachlässigt wird der andere Teil der demographischen Betrachtung, also Kinder und Jugendliche, die, wie das Mackenroth Theorem beweist, ebenfalls von dem aktiven Bevölkerungsteil zwischen ca. 20 und 65 Jahren finanziert werden muss. Das zu diesem Beginn der Demographie auch die Personen zählen, die sich später dem Solidarsystem GRV verweigern und eine berufliche Laufbahn außerhalb der GRV-Versicherten einschlagen, dabei nicht selten sogar wesentlich länger als bis zum 20. Lebensjahr von der staatlichen Fürsorge wegen Studiums partizipieren, ist ein Umstand, der in der demographischen Debatte konsequent unterschlagen wird.
2. Fremdlasten (versicherungsfremde, nicht durch Beiträge abgedeckte gesamtgesellschaftliche Aufgaben)
In der politischen und justiziellen Diskussion werden die der GRV aufgebürdeten Fremdlasten stets weitgehend unterschlagen. Als Argumentation dient vor allem der Justiz der Hinweis, dass es sich bei der GRV um ein Solidarsystem handle. Diese im Prinzip richtige Aussage wird aber politisch und justiziell dahingehend persifliert, dass die "Solidareigenschaft" auf die gesamte Bevölkerung ausgedehnt wird. Ein Solidarsystem ist aber in sich stets ein geschlossener Kreis, kann also nicht auf einen Personenkreis ausgedehnt werden, der sich dieser Solidargemeinschaft entzieht und damit auch von Einschränkungen, die dieser Solidargemeinschaft aufgebürdet werden, nicht betroffen sind.
Das Rentensystem ist ein grundgesetzlich geschütztes Versicherungssystem und die dem System aufgebürdeten Fremdlasten sind ausschließlich versicherungsfremde Leistungen , die als gesamtgesellschaftliche Aufgaben nicht aus den Rentenbeiträgen der Versicherten, sondern aus Steuermitteln zu tragen wären. Die Universität Gießen hat als Fremdlasten
Kriegsfolgelasten (Kriegerwitwen-, Kriegswaisen-, Kriegsversehrtenrenten)
Anrechnungszeiten, z. B. für Ausbildung, wegen Arbeitslosigkeit oder wegen Krankheit
Kindererziehungsleistungszeiten (KLG)
Kindererziehungszeiten (wobei hierfür mittlerweile vom Bund Pflichtbeitragsleistungen aufgrund eines Urteils des BVerfG erbracht werden)
Rentenberechnung nach Mindesteinkommen
Absicherung des Arbeitsmarktrisikos durch Rentenzahlung
Bestandsschutz für Renten in den neuen Bundesländern
Renten für Aussiedler
Ausgleich von NS-Unrecht
Ausgleich von SED-Unrecht.
definiert. Der immer wieder von Politik und Justiz angeführte "Bundeszuschuss" ist kein Zuschuss, sondern ein unzureichender Ausgleich für eben diese gesamtgesellschaftlichen Verpflichtungen, die von der Politik von Beginn an, also schon seit Beginn der Umlagenfinanzierung, einseitig den GRV-Versicherten aufgebürdet wurden. Mit der Betonung auf diesen Bundeszuschuss hausiert die Politik in der öffentlichen Diskussion über die mit den vielen Rentenreformen und zusätzlichen Belastungen der Rentner einschließlich der Nullrunden als "alternativlose" Maßnahmen. Dass sie dabei von den eher als Versicherungsvertreter anzusehenden Wirtschaftsprofessoren wie z. B. Rürup, Raffelhüschen, Miegel, Biedenkopf u. a. massiv unterstützt werden, liegt in der Natur der Sache, schließlich ist es das erklärte Ziel, der privaten Versicherungswirtschaft Aufträge in Form von Riester- oder Rürup-Renten zuzuschustern. Selbst in der Presse und im Fernsehen wurden dabei diese privaten Verträge zur Riester- oder Rürup-Rente schon häufig als wenig effiziente und wegen der Finanzkrise ausgesprochen unsichere Anlagen zur Altersvorsorge angeprangert und zu Recht behauptet, dass davon lediglich die Versicherungskonzerne profitieren.
Mit ihren Aussagen über die GRV und die Rentner wird dabei ganz massiv versucht, die Gesellschaft zu spalten und einen Keil zwischen die Generationen zu treiben. Keine Statistik offenbart dabei, mit wie vielen Milliarden die Politik diese privaten Versicherungsverträge subventioniert. Dass sie sich dabei auch mit den so genannten Riesterfaktor aus den Renten der Versicherten bedient, ist ein weiterer unhaltbarer Bestandteil dieser Kampagne. Die politische Aussage, dass es darum ginge, die Rentenbeiträge auf einem stabilen Niveau zu halten, ist eine weitere Verdummungsstrategie, weil der Riester-Rentenanwärter ja zusätzlich 4% seines Einkommens als Beitragsleistung aufbringen muss, wenn er in den Genuss der Riester-Förderung kommen will. Vorteile davon hat nur die Wirtschaft, deren anteilige Beitragsleistung damit eingefroren wird.
3. Abwägung der Vorteile der GRV gegenüber der privaten Versicherungswirtschaft
Das Prinzip der Umlagenfinanzierung weist gegenüber der privaten Versicherung eindeutige Vorteile aus.
Es kommt mit wesentlich geringeren Verwaltungskosten aus
Es fallen keine Kosten durch Gewinnausschüttungen an Aktionäre an
Es ist ökonomischer und politisch vorteilhafter. Ökonomischer deshalb,
weil es dem Mackenroth-Theorem gerecht wird, das besagt, dass eine Generation nicht für eine künftige Generation ansparen kann, sondern immer aus seinen Wirtschaftsleistungen sowohl die junge, wie auch die alte Generation finanzieren muss. Die aus den aktuellen Beiträgen aktuell finanzierten Renten fließen fast zu 100% sofort zurück in die Wirtschaft und zwar hauptsächlich in die Binnenwirtschaft in Form von Lebensmitteln, Mieten, Energiekosten usw. Aus diesen Ausgaben werden unmittelbar wieder Steuern in Form von Umsatzsteuern und den indirekten Steuern an den Fiskus generiert. Die Einnahmen aus den Beiträgen fließen somit sofort wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf und stärken so die Binnenwirtschaft, sichern Arbeitsplätze und bringen Steuereinnahmen.
Es ist weitaus anpassungsfähiger an währungspolitische Schwankungen, als jedes private Rentensystem und es fließt kein Kapital an von der Bevölkerung unerwünschte Industriebeteiligungen wie z. B. die kürzlich aufgedeckte Beteiligung privater Rentenfonts an die Waffenproduktion, dazu zum Teil geächteter Waffensysteme. Die von der privaten Versicherungswirtschaft danach erfolgten Beteuerungen, man wolle dort künftig nicht mehr investieren, sind eher unglaubwürdig, weil die dort eigehenden Beitragsleistungen in jedem Fall Gewinne erzielen müssen, um den deutlich höheren Kostenaufwand für Verwaltung, Aktionärsrendite und als letztes eine evtl. Überschussbeteiligung für die Anleger zu erwirtschaften.
4. Generationengerechtigkeit
Generationengerechtigkeit ist ein politisches Schlagwort, das benutzt wird, um die Generationen gegeneinander auszuspielen, während man das genaue Gegenteil von einer Generationengerechtigkeit praktiziert. Jede Absenkung des Rentenstandards, der durch eigene Beitragsleistungen von der Rentnergeneration in 40 bis 50 Jahren Erwerbstätigkeit mit Lohnverzicht (denn die Sozialsysteme werden mit Lohnverzicht finanziert) finanziert wurde, ist eine schreiende Ungerechtigkeit den Menschen gegenüber, die dieses Land nach der Katastrophe von WK II erst wieder aufgebaut haben, ohne die Annehmlichkeiten der heutigen Zeit, die erst wesentlich später verwirklicht wurden. und sie hatte ganz sicher auch keine Mitverantwortung für diesen Krieg, denn die, die noch an diesem Krieg in jungen Jahren teilgenommen haben, sind heute alle über 90 Jahre alt. Und 19 bis 20-Jährigen kann man wohl keine Mitverantwortung anlasten. Sie wurden zwangsrekrutiert oder waren durch die jahrelange Gehirnwäsche dieses Systems vielleicht auch verblendet genug, sich freiwillig zu melden. Die wirkliche Verantwortung aber lag bei der so genannten Elite, die wie heute die Lebensgrundlagen der Bevölkerung in der Weimarer Republik zerstört haben und damit erst den Nazis den Weg bahnten. Und es waren die liberalen und die christlichen Parteien, die dem Ermächtigungsgesetz zu Beginn der Naziherrschaft zugestimmt haben, durch dass sich Hitler erst zum Alleinherrscher aufschwingen konnte. Es waren die Mächtigen der damaligen Zeit, die diese Partei finanziert haben und nicht nur deutsche Finanziers wie Krupp, Thyssen, Bosch, Siemens und die IG-Farben, sondern auch Finanziers aus Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und den USA.
Aber auch für die junge Generation wird mit den Maßnahmen zur Rentenkürzung keine Rentenkürzung hergestellt. Ganz im Gegenteil, denn jede Kürzung heute setzt sich für die junge und die kommende Generation fort, wird aber noch verschärft, weil die Erwerbsvita der jetzigen und der kommenden Generation wesentlich lückenhafter sein wird, als die der heutigen Rentner. Damit erfahren auch diese Generationen keine Gerechtigkeit. Sie werden schlichtweg politisch veralbert und das von Leuten, die mehrheitlich selbst von solchen Beschlüssen gar nicht oder nur minimal betroffen sind. Es sind die Leute, die selbst keinen Beitrag zu ihrer Altersvorsorge leisten, aber im Alter wesentlich besser dastehen, als es Rentner der GRV jemals vergönnt sein wird.
Gert Flegelskamp
Im Jahre 1975 zB. sind 220.000 Mehr gestorben als geboren! Und so geht das nun seit fast 40 Jahren ähnlich weiter, wie sonst sollen sich die Alten abbauen? Wir hatten 1939 wesentlich weniger Menschen als heute.
Diese Grafik des Statistischem Bundesamtes zeigt deutlich, dass die demografische Entwicklung kein Horrorszenario ist:

Begründet werden alle Einschnitte in das gesetzliche Rentensystem mit der so genannten Alterspyramide, gerne auch als demographischer Faktor bezeichnet. Obwohl diese Argumentation bereits bei der Einführung von den Professoren Schreiber und Höpfner, auf deren Ausarbeitung zur Umstellung des Rentensystems auf eine durch Umlagen finanzierte Rentenzahlung basiert, das Problem der Demographie angeschnitten haben, wurde es erst durch die von Kanzler Schröder eingesetzte Rentenkommission unter Leitung des damaligen Wirtschaftsweisen Prof. Bert Rürup in die öffentliche Diskussion gebracht.
Diese Kommission, bestehend aus 26 Mitgliedern, war mehrheitlich von Vertretern der Wirtschaft, der Banken, der Versicherungswirtschaft und der Wirtschaft nahestehenden Wirtschaftswissenschaftlern besetzt sowie Vertretern des ebenfalls der Wirtschaft nahestehenden Think Tanks INSM (Initiative Neue soziale Marktwirtschaft), dessen Methoden der Desinformation bereits mehrfach die deutsche Presse beschäftigten. Man kann wohl mit Fug und Recht behaupten, dass keines der Mitglieder dieser selbst von Einschnitten in das Rentensystem wirklich tangiert sein würde, auch nicht die beiden Gewerkschaftsmitglieder in führenden Positionen Engelen Kefer oder Wiesenhügel, noch der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der BMW-AG Schoch.
Der Einsatz dieser Kommission war wohl den in Brüssel abgeschlossenen Verträgen mit den Anforderungen von GATS der WTO bei ihren "Erkenntnissen" zugeneigt, nach denen es vor allem darum ging, die vom Staat betriebenen sozialen Systeme weitgehend zu privatisieren, indem eine private und nur durch die Arbeitnehmer zu zahlende Versicherung als bevorzugtes Modell der Rentenversicherung herausgestellt wurde.
Wie sich später herausstellte, standen vor allem der Leiter der Kommission Prof. Bert Rürup und der INSM-Botschafter Bernd Raffelhüschen in mehr als enger Verbindung zur privaten Versicherungswirtschaft. Vor allem Bernd Raffelhüschen übte sich in den folgenden Jahren darin, Rentner und das Rentensystem insgesamt zu diskreditieren und in übler Weise zu verunglimpfen
(siehe bspw. Artikel in der Ostfriesen-Zeitung "Schneeball wächst zur Lawine" im Mai 2011)
Es lohnt, diese "demographische Katastrophe" einmal näher zu betrachten. Die Kernaussagen sind der Rückgang der Geburtenziffern und die Alterung der Gesellschaft. Unbestreitbar ist, dass seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts die Fertilitätsrate in Deutschland rückläufig ist, was allgemein dank intensiver Werbung der Politik und der Versicherungswirtschaft und auch der Politik als Katastrophe angesehen wird. Doch angesichts einer rapide wachsenden Weltbevölkerung sollte dieser Umstand als eine Vorreiterrolle betrachtet werden. Hinzu kommt der durch die Industrialisierung und Computerisierung mit immer ausgefeilteren Techniken Ersatz menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen und Computer. Man braucht nicht mehr die Menge an menschlichen Arbeitskräften, wie das noch Mitte des 20. Jahrhunderts der Standard war. Das ist sowohl der Wirtschaft wie auch der Politik durchaus bekannt, wird aber immer gezielt ausgeblendet, um erst gar nicht die Idee wachsen zu lassen, dass es Aufgabe der Wirtschaft und der Politik wäre, die arbeitende Bevölkerung, die den herrschenden Wohlstand erst ermöglichte, auch an den Erfolgen partizipieren zu lassen.
Die weitere Argumentation ist die Alterung der Gesellschaft. Dabei bleiben 3 Aspekte völlig außerhalb der offiziellen Betrachtung:
1. Die längere Lebenserwartung der Modellrechnungen im Vergleich zur Vergangenheit ist vor allem den heute besseren Standards in der Medizin und in der Verkehrs- und Arbeitsplatzsicherheit zu suchen. Dabei bleibt stets unberücksichtigt, dass dieser Umstand auch dazu beiträgt, dass die heutigen Arbeitskräfte damit den Arbeitsprozessen länger erhalten bleiben, weil sie das ursprüngliche Renteneintrittsalter von 65 Jahren auch erreichen. Der Wirtschaft scheint dieser Umstand weniger zu gefallen, denn sie gibt sich schon lange Zeit alle Mühe, ältere Arbeitnehmer möglichst früh aus dem Arbeitsprozess auszugliedern und wurde dazu von der Politik intensiv unterstützt, wie die Frühverrentungsmodelle der Vergangenheit deutlich machen. Das stets verwendete Argument, dass die älteren Arbeitnehmer nicht mehr so leistungsfähig und unflexibler seien, ist weitab der Wirklichkeit angesiedelt. Die Realität ist, dass die nachrückenden jungen Arbeitskräfte erheblich billiger und heute durch die hohe Arbeitslosigkeit auch leichter unter Druck sind, sich mit niedrigen Löhnen abzufinden.
2. Die statistischen Rechenmodelle der zunehmenden Alterung beziehen sich stets auf die gesamte Gesellschaft. Es gibt keine öffentlich bekannte Statistik, die ausschließlich die Lebensdauer des Personenkreises darstellt, um den es in der Rentendiskussion wirklich geht, die Arbeitnehmer der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV). Der Bevölkerungsanteil dieser Gruppe beträgt aber lt. Statistik des stat. Bundesamtes (Heft März 2011 Wirtschaft und Statistik auf Seite X, Abschnitt Tabellen) mit Stand 30.06. 2010 nur 27,710 Millionen Erwerbspersonen, davon 5,389 Millionen in Teilzeitbeschäftigungen. Zählt man nun noch die 16,490 Millionen Rentner der GRV (Stand Nov. 2010) hinzu, kommt man auf die Zahl von 44,2 Millionen Versicherte der GRV insgesamt, das macht ca. 54% der Bevölkerung aus. Der Rest ist entweder anderweitig in der Altersvorsorge versichert, wobei versichert ein zu weit gefasstes Argument ist, da ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung keinerlei Versicherungsbeiträge für die Altersvorsorge aufbringen muss, sondern aus staatlichen Mitteln "alimentiert" wird (Beamte und Politiker). Weil aber gerade bei den GRV-Versicherten der wohl größte Teil der Bevölkerung in eher einfacheren Verhältnissen lebt und sich deshalb auch nur die normale von der staatlichen (und beitragsfinanzierten) Gesundheitsvorsorge bezahlten medizinischen Versorgung leisten kann, dazu noch oft in Berufen tätig ist, deren verschleiß- und Gefährdungspotential erheblich höher ist, als das alimentierter oder in ständischen Versicherungen organisierten Personen der Fall ist, könnte nur eine spezifische Sterbetabelle, bezogen auf ausschließlich GRV-Versicherte, Aufschluss darüber geben, wie hoch die Lebenserwartung dieses Personenkreises real ist.
3. Stets vernachlässigt wird der andere Teil der demographischen Betrachtung, also Kinder und Jugendliche, die, wie das Mackenroth Theorem beweist, ebenfalls von dem aktiven Bevölkerungsteil zwischen ca. 20 und 65 Jahren finanziert werden muss. Das zu diesem Beginn der Demographie auch die Personen zählen, die sich später dem Solidarsystem GRV verweigern und eine berufliche Laufbahn außerhalb der GRV-Versicherten einschlagen, dabei nicht selten sogar wesentlich länger als bis zum 20. Lebensjahr von der staatlichen Fürsorge wegen Studiums partizipieren, ist ein Umstand, der in der demographischen Debatte konsequent unterschlagen wird.
2. Fremdlasten (versicherungsfremde, nicht durch Beiträge abgedeckte gesamtgesellschaftliche Aufgaben)
In der politischen und justiziellen Diskussion werden die der GRV aufgebürdeten Fremdlasten stets weitgehend unterschlagen. Als Argumentation dient vor allem der Justiz der Hinweis, dass es sich bei der GRV um ein Solidarsystem handle. Diese im Prinzip richtige Aussage wird aber politisch und justiziell dahingehend persifliert, dass die "Solidareigenschaft" auf die gesamte Bevölkerung ausgedehnt wird. Ein Solidarsystem ist aber in sich stets ein geschlossener Kreis, kann also nicht auf einen Personenkreis ausgedehnt werden, der sich dieser Solidargemeinschaft entzieht und damit auch von Einschränkungen, die dieser Solidargemeinschaft aufgebürdet werden, nicht betroffen sind.
Das Rentensystem ist ein grundgesetzlich geschütztes Versicherungssystem und die dem System aufgebürdeten Fremdlasten sind ausschließlich versicherungsfremde Leistungen , die als gesamtgesellschaftliche Aufgaben nicht aus den Rentenbeiträgen der Versicherten, sondern aus Steuermitteln zu tragen wären. Die Universität Gießen hat als Fremdlasten
Kriegsfolgelasten (Kriegerwitwen-, Kriegswaisen-, Kriegsversehrtenrenten)
Anrechnungszeiten, z. B. für Ausbildung, wegen Arbeitslosigkeit oder wegen Krankheit
Kindererziehungsleistungszeiten (KLG)
Kindererziehungszeiten (wobei hierfür mittlerweile vom Bund Pflichtbeitragsleistungen aufgrund eines Urteils des BVerfG erbracht werden)
Rentenberechnung nach Mindesteinkommen
Absicherung des Arbeitsmarktrisikos durch Rentenzahlung
Bestandsschutz für Renten in den neuen Bundesländern
Renten für Aussiedler
Ausgleich von NS-Unrecht
Ausgleich von SED-Unrecht.
definiert. Der immer wieder von Politik und Justiz angeführte "Bundeszuschuss" ist kein Zuschuss, sondern ein unzureichender Ausgleich für eben diese gesamtgesellschaftlichen Verpflichtungen, die von der Politik von Beginn an, also schon seit Beginn der Umlagenfinanzierung, einseitig den GRV-Versicherten aufgebürdet wurden. Mit der Betonung auf diesen Bundeszuschuss hausiert die Politik in der öffentlichen Diskussion über die mit den vielen Rentenreformen und zusätzlichen Belastungen der Rentner einschließlich der Nullrunden als "alternativlose" Maßnahmen. Dass sie dabei von den eher als Versicherungsvertreter anzusehenden Wirtschaftsprofessoren wie z. B. Rürup, Raffelhüschen, Miegel, Biedenkopf u. a. massiv unterstützt werden, liegt in der Natur der Sache, schließlich ist es das erklärte Ziel, der privaten Versicherungswirtschaft Aufträge in Form von Riester- oder Rürup-Renten zuzuschustern. Selbst in der Presse und im Fernsehen wurden dabei diese privaten Verträge zur Riester- oder Rürup-Rente schon häufig als wenig effiziente und wegen der Finanzkrise ausgesprochen unsichere Anlagen zur Altersvorsorge angeprangert und zu Recht behauptet, dass davon lediglich die Versicherungskonzerne profitieren.
Mit ihren Aussagen über die GRV und die Rentner wird dabei ganz massiv versucht, die Gesellschaft zu spalten und einen Keil zwischen die Generationen zu treiben. Keine Statistik offenbart dabei, mit wie vielen Milliarden die Politik diese privaten Versicherungsverträge subventioniert. Dass sie sich dabei auch mit den so genannten Riesterfaktor aus den Renten der Versicherten bedient, ist ein weiterer unhaltbarer Bestandteil dieser Kampagne. Die politische Aussage, dass es darum ginge, die Rentenbeiträge auf einem stabilen Niveau zu halten, ist eine weitere Verdummungsstrategie, weil der Riester-Rentenanwärter ja zusätzlich 4% seines Einkommens als Beitragsleistung aufbringen muss, wenn er in den Genuss der Riester-Förderung kommen will. Vorteile davon hat nur die Wirtschaft, deren anteilige Beitragsleistung damit eingefroren wird.
3. Abwägung der Vorteile der GRV gegenüber der privaten Versicherungswirtschaft
Das Prinzip der Umlagenfinanzierung weist gegenüber der privaten Versicherung eindeutige Vorteile aus.
Es kommt mit wesentlich geringeren Verwaltungskosten aus
Es fallen keine Kosten durch Gewinnausschüttungen an Aktionäre an
Es ist ökonomischer und politisch vorteilhafter. Ökonomischer deshalb,
weil es dem Mackenroth-Theorem gerecht wird, das besagt, dass eine Generation nicht für eine künftige Generation ansparen kann, sondern immer aus seinen Wirtschaftsleistungen sowohl die junge, wie auch die alte Generation finanzieren muss. Die aus den aktuellen Beiträgen aktuell finanzierten Renten fließen fast zu 100% sofort zurück in die Wirtschaft und zwar hauptsächlich in die Binnenwirtschaft in Form von Lebensmitteln, Mieten, Energiekosten usw. Aus diesen Ausgaben werden unmittelbar wieder Steuern in Form von Umsatzsteuern und den indirekten Steuern an den Fiskus generiert. Die Einnahmen aus den Beiträgen fließen somit sofort wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf und stärken so die Binnenwirtschaft, sichern Arbeitsplätze und bringen Steuereinnahmen.
Es ist weitaus anpassungsfähiger an währungspolitische Schwankungen, als jedes private Rentensystem und es fließt kein Kapital an von der Bevölkerung unerwünschte Industriebeteiligungen wie z. B. die kürzlich aufgedeckte Beteiligung privater Rentenfonts an die Waffenproduktion, dazu zum Teil geächteter Waffensysteme. Die von der privaten Versicherungswirtschaft danach erfolgten Beteuerungen, man wolle dort künftig nicht mehr investieren, sind eher unglaubwürdig, weil die dort eigehenden Beitragsleistungen in jedem Fall Gewinne erzielen müssen, um den deutlich höheren Kostenaufwand für Verwaltung, Aktionärsrendite und als letztes eine evtl. Überschussbeteiligung für die Anleger zu erwirtschaften.
4. Generationengerechtigkeit
Generationengerechtigkeit ist ein politisches Schlagwort, das benutzt wird, um die Generationen gegeneinander auszuspielen, während man das genaue Gegenteil von einer Generationengerechtigkeit praktiziert. Jede Absenkung des Rentenstandards, der durch eigene Beitragsleistungen von der Rentnergeneration in 40 bis 50 Jahren Erwerbstätigkeit mit Lohnverzicht (denn die Sozialsysteme werden mit Lohnverzicht finanziert) finanziert wurde, ist eine schreiende Ungerechtigkeit den Menschen gegenüber, die dieses Land nach der Katastrophe von WK II erst wieder aufgebaut haben, ohne die Annehmlichkeiten der heutigen Zeit, die erst wesentlich später verwirklicht wurden. und sie hatte ganz sicher auch keine Mitverantwortung für diesen Krieg, denn die, die noch an diesem Krieg in jungen Jahren teilgenommen haben, sind heute alle über 90 Jahre alt. Und 19 bis 20-Jährigen kann man wohl keine Mitverantwortung anlasten. Sie wurden zwangsrekrutiert oder waren durch die jahrelange Gehirnwäsche dieses Systems vielleicht auch verblendet genug, sich freiwillig zu melden. Die wirkliche Verantwortung aber lag bei der so genannten Elite, die wie heute die Lebensgrundlagen der Bevölkerung in der Weimarer Republik zerstört haben und damit erst den Nazis den Weg bahnten. Und es waren die liberalen und die christlichen Parteien, die dem Ermächtigungsgesetz zu Beginn der Naziherrschaft zugestimmt haben, durch dass sich Hitler erst zum Alleinherrscher aufschwingen konnte. Es waren die Mächtigen der damaligen Zeit, die diese Partei finanziert haben und nicht nur deutsche Finanziers wie Krupp, Thyssen, Bosch, Siemens und die IG-Farben, sondern auch Finanziers aus Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und den USA.
Aber auch für die junge Generation wird mit den Maßnahmen zur Rentenkürzung keine Rentenkürzung hergestellt. Ganz im Gegenteil, denn jede Kürzung heute setzt sich für die junge und die kommende Generation fort, wird aber noch verschärft, weil die Erwerbsvita der jetzigen und der kommenden Generation wesentlich lückenhafter sein wird, als die der heutigen Rentner. Damit erfahren auch diese Generationen keine Gerechtigkeit. Sie werden schlichtweg politisch veralbert und das von Leuten, die mehrheitlich selbst von solchen Beschlüssen gar nicht oder nur minimal betroffen sind. Es sind die Leute, die selbst keinen Beitrag zu ihrer Altersvorsorge leisten, aber im Alter wesentlich besser dastehen, als es Rentner der GRV jemals vergönnt sein wird.
Gert Flegelskamp
Im Jahre 1975 zB. sind 220.000 Mehr gestorben als geboren! Und so geht das nun seit fast 40 Jahren ähnlich weiter, wie sonst sollen sich die Alten abbauen? Wir hatten 1939 wesentlich weniger Menschen als heute.
Diese Grafik des Statistischem Bundesamtes zeigt deutlich, dass die demografische Entwicklung kein Horrorszenario ist:

Tags für diesen Artikel: bundeszuschuss, demografie, generationengerechtigkeit, rente, rentenversicherung, statistik, versicherungsfremde leistungen
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http://endlessgoodnews.blogspot.com/2011/11/was-wird-in-den-demographiedebatten.html
Der Weg zu einem gerechteren Generationenvertrag müsste über eine ehrliche Aufarbeitung des jetzigen Systems hin zu einer für alle Bürgerinnen und Bürger geltenden Altersabsicherung führen. Um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass einige oft hochqualifizierte und gutverdienende Deutsche durch Auswanderung sich aus ihrer Verantwortung stehlen und Unternehmen ihre Produktion aus Gründen der Gewinnmaximierung ins Ausland verlagern, macht eine teilweise Kapitaldeckung in der GRV durchaus Sinn. Diese Gelder müssten dann aber überwiegend im Ausland investiert werden, da sonst (Mackenroth) die Belastung der jüngeren Generation doppelt ausfallen würde.
P.S.: Einkommen besteht aus Arbeitseinkommen (im Alter schwieriger zu erzielen) und Vermögenseinkommen.
Etwas Geschichtsunterricht finden sich u.a. in den Zeitreihen der Deutschen Rentenversicherung und hier:
http://www.rentenreform-alternative.de/index2.htm
http://www.flegel-g.de/index-statistik-rente.html
http://www.houseofobjects.de/FotoPage/beitragszahler-rentner.jsp
Die umlagenfinanzierte Altersabsicherung ist trotzdem weitestgehend gerechter als die kapitalgedeckte Altersvorsorge. Es müssten nur mehr Gerechtigkeit dahingehend hergestellt werden, dass diejenigen, die dafür Sorgen, dass es überhaupt eine nächste Generation gibt, auch diejenigen sind, die Ansprüche aus der GFV erhalten. Ich kann heute soviel Beiträge zahlen, wie ich will. Wenn es keine nächste Generation gibt (oder diese zahlenmäßig sehr klein ist), gibt es auch keine umlagenfinanzierte Rente.
Da die Kosten der Heranbildung einer neuen Generation nicht nur von den Eltern getragen werden, sondern auch zu einem großen Teil über die öffenltichen Haushalte, ist eine Altersabsicherung von Kinderlosen gerechtfertigt. Mich stören nur zwei Dinge:
1. Die Erziehungskosten der Familien werden nur im Mikrobereich berücksichtigt.
2. Das System muss auf alle in Deutschland lebende (und Einkommen beziehende) Menschen ausgedehnt werden.
http://karlweiss.twoday.net/stories/2851571/
http://karlweiss.twoday.net/stories/2851597/
http://www.bohrwurm.net/055.Demographie-Schwindeltabelle.pdf
Ja, die Umstellung zu einer Bürgerversicherung, die alle Einkommen berücksichtigt, muss begonnen werden.
Allerdings zahlen Kinderlose auch mehr Steuern, und setzen keine nächsten Rentner in die Welt, die dann von den jeweilig Arbeitenden versorgt werden müssen.
Allein mehr Kinder löst kein einziges Problem, denn mehr anständig bezahlte und versicherungsflichtige Arbeitsplätze wird es nicht geben. Mehr Kinder, mehr Alte, oder sollen die ab einem bestimmten Alter alle sozialverträglich zum Frühableben gebracht werden?
Einfach mal die Linkverweise studieren.
Haben Sie mit Ihren Großeltern einen Generationenenvertrag unterschrieben?
Haben Ihre Kinder mit Ihren Eltern einen solchen Vertrag unterzeichnet?
Nein, es gibt keinen Generationenvertrag. Das ist eine Erfindung derer, die die gesetzliche Rente zerstören.
Versicherung?
Natürlich haben wir eine ges. R E N T E N V E R S I C H E R U N G ! Was soll es Ihrer Meinung nach sonst sein? Eine Sondersteuer, die nur eine abhängige Gruppe zu entrichten hat, ohne Gegenleistungsanspruche??? Na, na ..
Was sollen Vermögenseinkünfte bei der Diskussion um Rente? Die einen sparen, die anderen verprassen ihr Geld. Sie denken wie die Politiker, den Sparsamen das bitter erarbeitete Geld abluchsen? Hat jemand geerbt oder Glück im Spiel gehabt, ist es ihm zu gönnen. Gier und Neid scheinen dicht beieinander zu wohnen.
Wenn allerdings andere Gruppen über alle Maße Geld anhäufen, ist es oft nicht ehrlich erworben. Manchmal wurde durch extra geschaffene Gesetzeslücken das Geld gerade noch legal erwirtschaftet, aber mit Gerechtigkeit hat das nichts mehr zu tun. Da stimme ich zu, bei diesen Anhäufungen reden wir nicht mehr von Neid. Da muss Gerechtigkeit erstritten werden. Bald, sehr bald!
Zu Ihrem ersten Post:
Die 1889 von Bismark eingeführte Rentenversicherung war von Beginn an ausschließlich auf Basis der Beitragszahlung und ausschließlich für Arbeiter aufgebaut. Nur wer Beiträge bezahlt hatte, bekam aus dieser Versicherung eine Rente. Das Renteneinstiegsalter hatte Bismark auf 70 Jahre festgelegt. Anhand der Sterbetafeln für die folgenden Jahre ist leicht zu kontrollieren, dass nur ein relativ geringer Prozentsatz dieses Alter erreichte. Die Beitragszahlung war von Beginn an so aufgeteilt, dass 50% der Arbeitgeber zu tragen hatte, die anderen 50% der Arbeitnehmer. Die auf dem gleichen Prinzip beruhende Rentenversicherung für Angestellte (und andere Gruppen wie Künstler, Landwirtschaft)
Versicherungsträger waren öffentlich-rechtliche Körperschaften, die nach dem Prinzip der Selbstverwaltung existierten. Sie bestanden aus Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber, die ihre Posten ehrenamtlich und unter staatlicher Aufsicht bezogen.
Die GRV war bis 1957 eine kapitalgedeckte Versicherung, wobei allerdings der Kapitalstock offizielle nicht angerührt werden durfte (was heimlich dennoch getan und vor allem unter Hitler betrieben wurde. Es waren die Herren Schreiber und Höpfner, Die das Konzept der Umlagenversicherung erschufen, weil seit Beginn der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts relativ hohe Inflationsraten die durch die starre Kapitaldeckung zu einer zunehmenden Altersarmut führten. 1957 Führte Adenauer dieses Prinzip ein, allerdings unvollständig, weil für ihn dieses Rentenprinzip vor allem ein Wahlargument war und sein Wahlargument war nicht der „Generationenvertrag“, obwohl Schreiber diesen Terminus verwendet hat, sondern Adenauers Wahlargumentation war die „dynamisierte Rente“, weil ihre Höhe an die Einkommensentwicklung angepasst wurde.
Soweit der geschichtliche Hintergrund.
Wieso Sie meinen, eine teilweise Kapitaldeckung sei angebracht, aber diese Gelder müssten im Ausland investiert werden und Sie dabei das Mackenroth-Theorem anführen, erschließt sich mir nicht, denn die in einem solchen Falle getätigte Investition im Inland würde das Gegenteil einer zusätzlichen Belastung für die arbeitende Generation bedeuten. So könnte in diesem theoretischen Fall z. B. der Staat dieses angesparte Kapital als Kredit für die jährliche Neuverschuldung verwenden, dabei einen günstigeren Zinssatz erwirken als bei den Banken. Und theoretisch hatte der Staat die Mittel für eine Kapitaldeckung bereits, weil er die noch vorhandenen Kapitaltöpfe der alten RV hatte, die erst in den 60er Jahren endgültig verbraten waren. Das ist der eigentliche Grund, warum die Schuldenaufnahme des Staates bis Mitte der 60er Jahre verhältnismäßig gering war. Hätte man das also gemacht, gäbe es für Deutschland keinerlei Probleme, Kredite zu bekommen, weil der Kreditgeber die GRV wäre. Aber es wurde nicht so gemacht und entgegen dem Rat von Schreiber wurde auch keine Rentenversicherung für alle nach dem Modell der Schweizer gemacht, was sinnvoll gewesen wäre. Aber Sinnvolles ist politisch nur selten erwünscht.
In Ihrem 2. Post argumentieren sie ähnlich wie die Familienpartei. Wer Kinder hat, soll mehr bekommen. Eine unsinnige Forderung. Wer Kinder bekommt, bekommt schon mehr, denn er bekommt Ansprüche an die GRV (Kindererziehungszeiten), obwohl niemand sagen kann, dass diese Kinder jemals einer pflichtversicherten Arbeit nachgehen werden. Das ist auch der Widerspruch zu der Aussage, weil man Kinder großzieht, die später die Renten der Kinderlosen zahlen müssen. Es ist einfach unsinnig, denn die müssen nicht die Renten der Alten bezahlen, selbst wenn sie tatsächlich einen Arbeitsplatz bekommen, der der Versicherungspflicht unterliegt. Sie sollten dafür mal einen Blick auf die Arbeitslosenstatistik und dort auf die Jugendarbeitslosigkeit im Besonderen richten. Eltern, deren Kinder nicht Beamte, Anwälte, Ärzte usw. werden, also wirklich in die GRV einsteigen müssen, zahlen nicht wegen der Sicherung der Alten, sondern damit sie später Ansprüche auf eine eigene Rente haben. Eine Familie mit 3 Kindern hat 3 potentielle Rentner in die Welt gesetzt und deren spätere Rente wird nach dem gleichen Muster gezahlt, wie heute. Dass das Umlagenprinzip durch die direkte Auszahlung an die Rentner ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor ist, habe ich schon oft angeführt. Das Geld wird umgehend wieder dem Wirtschaftskreislauf zugefügt, es sichert Arbeitsplätze vor allem da, wo Verdienste nicht besonders üppig sind und beschert dem Fiskus sofort wieder Steuereinnahmen. Bei einem Volumen von knapp 20 Milliarden jeden Monat ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor.
Es ist einfach Quatsch, dass Problem auf die zu wenig Geborenen zu schieben. Zum einen nivelliert sich das bereits ab 2030 und bereits seit 1972 sterben mehr Alte, als Junge geboren werden. Wir nehmen es also schon seit 4 Jahrzehnten ernst, den Jungen Platz zu machen. Zum anderen ist das wirkliche Problem, dass der technischen Entwicklung nicht Rechnung getragen wurde, die den Faktor menschlicher Arbeit kontinuierlich verringert, aber die Allgemeinheit an diesem Fortschritt nicht teilhaben lässt.
Das hat mit Jugendarbeitslosigkeit überhaupt NICHTS zu tun.
Haben die Glaskugelgucker wieder zugeschlagen?
Eine gleichbleibend niedrige Geburtenrate ist in jeder Hinsicht gut.
Immer weniger Menschen erwirtschaften immer mehr, es ist eine Frage der Verteilung des Erwirtschafteten.
Auch eine Kapitalgdeckte Altersversorgung muss zum Zeitpunkt der Auszahlung aus den Einzahlungen geleistet werden nichts anderes wie ein Umlagesystem, nur viel teurer und unsicherer.
Warum sollte denn im Ausland investiertes Geld sicherer sein? Hat das Herr Maschmeyer erzählt?
Die Linkverweise haben schon ihren Sinn, man muss sie nur lesen.
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=4374
http://www.reichtumsuhr.de/
Wer hier das Sagen hat, sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben, die Senioren sind es nicht, die denken nämlich in erster Linie an ihre Kinder und Enkel.
In den Ländern, die ihre Altersvorsorge auf private Finanzdienstleister aufgebaut haben, gehen die Leute nicht in Rente sondern wieder arbeiten, deren Geld ist verzockt, in andere Taschen gewandert.
Ich empfehle das Buch von Naomi Klein, Die Schockstrategie, besser kann man es nicht erklären, wer warum wo das Sagen hat.
Ich war in den 70iger Jahren in Süd- und Leiteinamerika, und kann das nur bestätigen, und genau das Gleiche spielt sich nun bei uns ab.
Und leider scheint bei einigen die Saat der Raffelhüschens, Sinns, Miegels u.s.w. aufzugehen.
Zwangsanleihen z.B. durch Adenauer, der damit u.a. die Bundeswehr finanzierte.
Der Staat entnimmt der GRV regelmäßig Jahr für Jahr Milliarden für gesamtgesellschaftliche Aufgaben für nicht beitragsgedeckte, versicherungsfremde Leistungen. Er müsste diese auch ersetzen, denn die Gelder gehören den Beitragszahlern-Anspruchsberechtigten.
Zurückgezahlt wurde aber immer nur etwas zwei Drittel, auf dem Rest blieb die GRV sitzen, etwa rund 700 Mrd. bis heute,
der Staat müsste also der GRV Zinsen zahlen, siehe Teufeltabelle:
http://www.adg-ev.de/Dokumente/Infos/vfL10Januar.pdf
Die gesetzlichen Rentenversicherung ist nicht staatlich, der Staat zahlt keine Renten.
Die GRV ist selbstverwaltetes Eigentum der Beitragszahler, eine Körperschaft öffentlichen Rechts.
Die in die GRV eingezahlten Gelder kommen aus den Löhnen der Versicherten. Der Arbeitgeber kann seinen Anteil betriebsbedingt absetzen, und von wegen Lohnnebenkosten, wie das zu verstehen ist, ist oft genug dargelegt.
Woher der Staat die Gelder nimmt, kann nicht Aufagbe der GRV sein. Am Zweck der GRV hat sich seit Bismarck nicht viel geändert, Renten, Invaliden und Hinterbliebene.
hier ist eine Grafik, die das darstellt:
http://www.rentenreform-alternative.de/versichfremd.htm
http://vilogo.tv/videos/rente1
Grüße!
Hier wird es gut dargestellt:
http://vimeo.com/6326230
Da ist es schon bemerkenswert, wenn AntjeS mit dem Argument "wir hören doch nicht auf Kinder in die Welt zu setzen, wieso gibt es keine nächste Generation mehr?" ankommt. So hat damals Kanzler Adenauer den Generationenvertrag in eine "Versicherung" umgedeutet, damit er das Ganze besser verkaufen konnte (immer schön an die dummen Wähler denken). Er hatte wohl Angst, dass die Solidarität unter den Bundesbürgern nicht so ein guter Aufhänger gewesen wäre. Und es hat ja auch funktioniert!
Heute glauben tatsächlich die meisten Bundesbürger, dass sie mit der Beitragszahlung in die GRV einen Anspruch erwerben. Zum Totlachen!!! Es ist ein Mittel zur Umverteilung zwischen den Generationen. Und dieses System hat meine volle Unterstützung!!!
Das Video "Doku Rentenangst" ist der reinste Mist. Die Macher haben ihre vorgefertigte Meinung und probieren mit seltsamen Begründungen und Halbwahrheiten diese verquere Meinung zu begründen. Beispiel aus dem Video: Durch Produktivitätssteigerung konnte das System von 7 zu 1 auf 3 zu 1 (Erwerbstätige zu Rentnern) seine Leistungskraft beibehalten. So ein Schwachsinn!!! Das System konnte nur durch massive Beitragssteigerungen, Steuerzuschüsse ("Tanken für die Rente") und Verringerung der Leistungen (weniger Rente, Abschaffung der Berufsunfähigkeitsrente) am Leben gehalten werden. Die Produktivität wird halt nicht von den Rentenempfängern erarbeitet, sondern mehrheitlich von den Arbeitnehmern und Selbständigen. Um es umverteilen zu können, müssten die Beiträge in den kommenden 20 Jahren verdoppelt werden! (oder längere Lebensarbeitszeit, noch weniger Rente, Abschaffung anderer Leistungen wie Erwerbsunfähigkeitsrente usw.).
Auch wenn der Spruch von Adenauer reine Wahlpropaganda war, er hat die gut gefüllte GRV widerrechtlich zweckentfremdet.
Trotzdem werden wir nicht aussterben sondern eine Verringerung der Bevölkerung ist mehr als von Vorteil, aus weniger Kinder können unmöglich noch mehr Alte werden.
In die GRV wird kein Cent Steuergeld zusätzlich gezahlt, die Ökosteuer ist für alles, nur nicht für die Rente.
Die GRV wird seit 1978 systematisch runiert zugunsten der Maschmeyers & Co,
schon 2000 war das gut zu lesen
http://www.zeit.de/2000/26/200026.private_rente_.xml
der sogenannte Bundeszuschuss ist kein Zuschuss, sondern Ersatzleistungen des Bundes, die seit 1958 noch nie ausgereicht haben um die aus der GRV entnommenen Sumen zu erstatten, nicht die GRV bekommt Geld sondern der Staat bedient sich:
http://www.mein-herz-schlaegt-links.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2767:ueber-das-zwei-klassenrecht-zur-zwei-klassengesellschaft&catid=1:aktuelle-nachrichten&Itemid=50
Das spricht für sich selbst
Die Teufeltabelle:
http://www.adg-ev.de/Dokumente/Infos/vfL10Januar.pdf
http://www.adg-ev.de/Dokumente/Infos/Schwarzbuch%20RV.pdf
Grundkurs Demografie:
http://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=185:
http://www.ak-sozialpolitik.de/doku/01_aktuell/info-grafik/12_info_grafik.html
http://www.ak-sozialpolitik.de/
Natürlich finde ich deinen Beitrag super - danke.
PS: Mein Schwiegervater hat wie ein Tier gearbeitet, ein sattes - halbes Jahrhundert!
Seine Rente ist mehr als beschissen - und er war sogut wie nie krank.
S* Deutschland. Ich erwähne aber noch, dass demnächst ein Bericht auf Duckhome erscheinen wird, der das ganze Deutschland - hinsichtlich Arbeitssuche in ein völlig anderes Licht richtet. Jochen weis darüber schon Bescheid. Es dauert aber noch. Soviel aber vorweg: 600 Bewerbungen und kein Ende. Wie Menschen in Deutschland durch das Arbeitsamt abgespeißt werden, ist eine Dimension. Da sitzen immer noch Beamtenärsche, welche nichts tun.
Achso, der wohl beschissene Weihnachtsbaum in Berlin, zeugt davon, dass auch völlig sinfreie Künstler leben müssen. Natülich ist auch hier ein gesetzliches Budget vorgeschrieben. Jeder Scheiß hat eben seinen Platz.
Na, dann noch die Loosung heute, durch unsere Regierung. Der Aufschwung ist da.
Trotzdem sollen wir uns auf das Fest der Besinnung freuen.
Besinnlichkeit, hinschtlich unserer Regierung ist (sieht) anders aus.
In die Kriche zu Heiligabend muß wohl keiner gehen. Da könnte man doch wieder einen K*F Predigen hören. In unserer Gemeinde sind derzeit - in den letzten 4 Monaten 500 Menschen aus der Kirche ausgetreten. Mit Eingemeindung haben wir ~ 9000 Menschen, davon 500, welche ausgetreten sind, ist schon mehr als bedenklich.
Klar, wieder böse Worte von mir. Aber so geht dass alles nicht mehr lange gut.
Ganz Recht, der Prof. Raff., zu dem ich dies hier vor Wochen postete:
"Das andre Problem ist der Bereich: Genehmigungspflichtigkeit a l l e r Nebentätigkeiten des Prof. Raff. durch den Dienstherrn, hier´s die neue Landes(fach)ministerin Frau Theresia Bauer (*1965) von Bündnis 90/Grüne als Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst "zuständig", sie könnte ihren Referatsleiter anweisen, die diversen bezahlten „Nebentätigkeiten“ von Prof. Raff. auch mit Blick auf Widerruf evtl. erteilter Genehmigungen (falls vorhanden, falls n i c h t sind für jeden "Fall" per legem und von Amts wegen Disziplinarmaßnahmen einzuleiten) sich anzuschaun, denn w e n n der Herr wirklich so aktiv ist wie er selbst behauptet - etwa zehn Beraterjobs, etwa ebensoviel Fachzeitschriftengutachtereien, dazu drei Aufsichträte -> http://www.vwl.uni-freiburg.de/fakultaet/fiwiI/raffelhueschen/lebenslauf.html#Wissenschaftliche_Beratungstaetigkeit - dann ist zu fragen, warum & wozu Prof. Raff. sein W-2-Prof.-Gehalt, ohne Zulagen an 4.000 € netto monatlich, überwiesen kriegt (auch das aufzuklären „vergaßen“ die Nachdenkseitenleute leider)."
Aber wie es scheint sind die Leute hier und andernorts moralisch schon so stumpf daß sie sich nicht mal mehr empören können ... sollte es anders sein, dann umso besser.
Hier links oben ist der ganze Raffelrüpel gut dargestellt:
http://www.houseofobjects.de/FotoPage/beitragszahler-rentner.jsp
http://lh3.ggpht.com/-d3BIc9C7OJU/Tf78XwjpZII/AAAAAAAAAGw/3YINsshd2nc/s1600-h/image%25255B12%25255D.png
http://demografie-und-finanzmaerkte.blogspot.com/2011/06/demografie-begunstigt-entlastung-der.html
wie auch oben die Statistik.
Aber bis 2029 in die Zukunft sehen zu können, das ist schon ein dolles Ding.
Wenn man das 1911 gemacht hätte . . .
wo sogar die heutigen Wahrsager der Nation vorgeben das bis 2060 zu können, man hätte 2 Weltkriege unterschlagen, und und und.
Sicher ist, das nichts sicher ist.
Und noch ein gelogenes Argument des Raff. & Co.
Es ist eine Lüge, dass der Durchschnitt der Bürger in der westlichen Welt und entsprechend auch in Deutschland immer älter wird. Im Gegenteil! Und das verriet selbst der Raff. in seinen berühmt berüchtigten Reden. Die Leute werden kränker (aus Profitgründen so gewollt), dafür sorgt die Pharma über ihre gekauften Ärzte. Es wird mit wenigen Ausnahmen früher gestorben.
Denkt mal an die großen Volkskrankheiten. Die treffen immer mehr jüngere Menschen. Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Seit gut 50 Jahren forscht man angeblich, ein wirksames Mittel gegen Krebs zu finden und wie sieht es tatsächlich aus? Die Krebsrate hat sich in den Jahren fast verdoppelt. Krebskranke, die der teuren Chemotherapie unterzogen werden, sterben durchschnittlich nach 3 1/2 Jahren.
Ähnlich schlechte Ergebnisse gibt es bei Herzinfarkt und Schlaganfall.
Gehen Sie mal ein paar Wochen die Todesanzeigen in den Tageszeitungen durch oder rufen die entsprechende Statistik des Bundesamtes auf, dann werden Sie eines Anderen belehrt und verbreiten nicht mehr die Raffellügen.
1. Bei der Demographie muss man noch berücksichtigen, dass sich durch Zuwanderung, trotz eines Sterbeüberschusses und hoher Abwanderungszahlen, die Zahl der Menschen, die in der Bundesrepublik wohnen, von 1990 bis heute, um etwa sieben Millionen erhöht hat (1990: 60 Mio. in BRD, 16 Mio. in DDR, heute ca. 83 Mio. gesamt).
Die Rentenversicherung hat nicht nur wegen der immer geringer werdenden Zahl von Beitragszahlern ein Problem, sondern auch wegen des anscheinend weiter sinkenden Durchschnittseinkommens (Leiharbeiter, Arbeitnehmerüberlassung, Freizügigkeit).
2. Zu den Artikeln von Karl Weiss bezüglich den Ursachen der höheren Lebenserwartung :
Ich vermute mal, dass eine hohe Säuglingssterblichkeit (heute noch vor allem in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern) mit einer nicht allzu hohen Lebenserwartung korreliert. Außerdem sind Säuglinge genauso Menschen wie Leute über 20, müssen also auch in der Lebenserwartungsstatistik (tolles Wort) berücksichtigt werden, sonst wäre das keine richtige Statistik.
Am wichtigsten ist vermutlich sauberes Trinkeswasser, gesundes Essen, warme und trockene Wohnung, wenig Umweltgifte (Blei im Trinkwasser, Smog (ineffizientes Heizen mit Kohle und Holz vor allem um die Mitte des letzten Jahrhunderts), Gifte im Essen).
Zitat aus "Dossier Demographie, Renten und Alter, Teil 1":
Das ist ein Argument der Pharmaindustrie. Siehe:
Der SPIEGEL und das Thema Impfen: noch kein hinreichend neutraler Zugang
06. März 2009, von T. Engelbrecht
...
SPIEGEL Online: „Die Impfungen waren in der Vergangenheit häufig so effektiv“, so Friedrich Hoffman, Vorsitzender der ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts (RKI).
Dazu SPIEGELblog: Der Satz bildet den Schluss des Artikels, doch es gäbe genügend Gründe, die Behauptung, Impfungen seien “häufig so effektiv”, nicht unkommentiert an so prominenter Stelle stehen zu lassen. So waren viele Krankheiten, gegen die geimpft wird, bereits drastisch zurückgegangen, bevor die Impfungen eingeführt wurden (siehe Grafiken zu Masern, Keuchhusten und Diptherie als Beispiele).
http://www.spiegelblog.net/der-spiegel-und-das-thema-impfen-noch-kein-hinreichend-neutraler-zugang.html
Durch zu geringe Löhne, Mini-Leih-Zeit und sonstige mieserable Arbeitsplätze wird jedes System ausgehungert.
Damit wären alle bisher nach dem 2. WK, aus guten Gründen erreichten sozialen Errungenschaften, wieder da wo wir schon einmal waren, wie im Ständestaat des 19. Jahrhunderts.
Bei der GRV wird gleich verteilt was demzufolge morgen nicht geklaut werden kann. Und kommt auch sofort wieder dem Wirtschaftskreislauf zugute.
In der Rückschau haben Prognosen noch nie gestimmt, es nützt also nichts, die Glaskugel zu bemühen. Wir wissen aber, wie man was vermeidet- die Erfahrungen sind da, aber mangelndes Geschichtswissen, derer die sich wehren müssten, befördert die Gaukler der Nation noch.
Die Vorgaben, was über die EU durchgesetzt werden soll, ist hier gut von Gert Flegelskamp beschrieben:
http://www.flegel-g.de/2011-07-27-supranationale-Organisationen.html
Gute Informationen findet man hier:
http://duckhome.de/tb/archives/9378-Der-Riesterbeschiss.html
http://www.gerechterente.net/de/aktuelles/
Beste Hintergrundinformationen:
http://www.nachdenkseiten.de/?cat=40