
Will der Opa nicht nach Europa, dann muss eben ein anderes Endlager gefunden werden. Angela Merkel jätet gründlich. Mit Peter Müller hat sie den letzten ernstzunehmenden
Andenpaktler endgültig entsorgt. Nein, jeder Bettvorleger ist für die Mutti gefährlicher als Volker Bouffier. Der begeht eher Selbstmord als sich an die Merkel zu trauen.
Interessant ist der Endlagerort den sie für Peter Müller gewählt hat. Das Bundesverfassungsgericht. Da muss man erst einmal drauf kommen. Natürlich ist auch das Bundesverfassungsgericht wie die gesamte deutsche Justiz nicht in erster Linie dem Recht sondern den Interessen des Kapitals verpflichtet und selbst wenn es einmal einschreitet, dann ändert das nichts, weil sich niemand daran stören muss, was Karlsruhe entscheidet. Aber den Müller dort abzukippen ist schon ein starkes Stück und Merkel signalisiert damit einmal mehr, wie sehr ihr Recht und Gesetz am Arsch vorbeigehen und das ist etwas was man sich einfach merken muss.
Für Peter Müller ist das Ganze ein schöner Übergang in den Ruhestand. 12.503 Euro im Monat plus Familienzuschläge sind auch nicht zu verachten. Dazu kommt noch, dass er sicherlich wichtige Reden gegen gutes Geld halten kann und vermutlich wird er auch beratend tätig sein, da die Lobbyisten natürlich auch an den Gerichten wirken. Als Parteipolitiker ist er ja schon seit langem in das feste Lobbyistenschema eingebunden und kann sicherlich die wichtigsten und lukrativsten Kontakte übernehmen. Er ist also gut versorgt.
Natürlich hat der Bundesrat seiner Berufung zugestimmt. Bei den aktuellen politischen Verhältnissen müssen demnächst (Bundestagswahl 2013) ja noch jede Menge Politiker entsorgt werden und es sieht nicht so aus, als könne man die alle nach Europa schicken. Deshalb müssen neue Müllkippen eröffnet werden. Die Wirtschaft kann es sich nicht leisten alle diese Nichtskönner zu übernehmen. Herr Koch bildet hier eine Ausnahme, weil er sich seinen Platz am Futtertrog mit dem Frankfurter Flughafen wirklich redlich verdient hat.
Im Grunde genommen ist also gar nichts schlimmes passiert. Wer braucht schon ein Verfassungsgericht, wenn die Verfassung selbst durch Herrn Schäuble mal eben so geändert wurde, dass sie den Vorstellungen der Verfassungsväter total entgegengesetzt ist. Das deutsche Volk durfte nie in Freiheit über seine Verfassung abstimmen, da ist es doch auch in Ordnung wenn das Bundesverfassungsgericht die Müllhalde von Frau Merkel für Altpolitiker ist. Den Pfeifen aus der SPD die da fröhlich mitspielen um ab 2013 Merkels Juniorpartner werden zu können, kann man nur wünschen, dass sie bis dahin an ihrer Gier erstickt sind.
Für Deutschland war gestern ein trauriger Tag. Aber mit den Politikern die dieses Land zur Verfügung hat, gibt es nur noch traurige Tage für Deutschland. Vielleicht sollten die Bürger das Recht endlich in die eigene Hand nehmen und es nicht diesem Staat überlassen.
Die realen Dinge scheinen einfach nicht in die Köpfe zu gelangen und es ist scheinbar nicht möglich, die Bürger zu erreichen, die nur noch abnicken - weil blind und verbohrt. Oder warten wir alle auf den Untergang?