Das Glück mit dem Euro und die gemeinen Ratingagenturen
Ratingagenturen (englisch Credit rating agency, CRA) sind private, gewinnorientierte Unternehmen, die gewerbsmäßig die Kreditwürdigkeit (Bonität) von Unternehmen aller Branchen sowie von Staaten und deren untergeordneten Gebietskörperschaften bewerten.
Seit 1936 sind bei Banken in den USA nur noch die Übernahmen von Forderungen und Emissionen möglich, die ein gewisses Mindestrating vorweisen. Damit wurde ein Rating in den USA zur Pflicht. Ein blühender Geschäftszweig war geboren, der sich stets durch Betrügereien, interne Abhängigkeiten von Finanzinteressen und natürlich auch von politischen Vorgaben auszeichnete. Intransparenz und die Förderung von Zyklen ist dabei noch der kleinste Vorwurf. Tatsächlich geht es darum über ein Rating die Märkte zu beeinflussen. Wer frühzeitig weiß, wie ein Rating aussehen wird kann sich mit entsprechenden Geschäften schnell ein Riesenvermögen erschleichen oder einen lästigen Konkurrenten ausschalten.
Die USA hat zur Zeit ein starkes Interesse daran, von ihren Schuldenproblemen abzulenken und die durch die weltweite Rettung der Banken und des Großkapitals freigewordenen Billiarden an überflüssigem Geld brauchen Geschäftsideen. Da macht es Sinn, den Euro herunterzuspekulieren und damit sowohl den Blick von den USA abzulenken als auch neue Milliarden zu verdienen. Rating hat nichts mit raten oder bewerten zu tun. Es geht im wesentlichen nur darum betrügerische Geschäfte zu ermöglichen.
Tatsächlich aber ist der Normalbürger von diesen Geschäften und Betrügereien kaum betroffen. Ob seine Steuergelder dank eines schlechteren Ratings für höhere Zinsen an die Banken und das Großkapital fließen, oder ob diese Steuergelder direkt an die Banken und das Großkapital im Rahmen einer Eurorettung gehen ist wirklich egal. Weg sind die Gelder auf jeden Fall und bekommen tun sie immer die gleichen. miesen Typen. Überhaupt der Euro.
Wenn man als Deutscher heute eine Resümee über den Euro ziehen müsste, käme schnell heraus, das außer der Ersparnis der Währungsumrechnerei bei Aufenthalten in anderen Euroländern oder Einkäufen dort, der Euro den arbeitenden Menschen in Deutschland nichts gutes gebracht hat. Dafür aber gab es immense Preissteigerungen und hohe Kaufkraftverluste:
Das Ifo-Institut verglich für "Focus" auch die Kaufkraftentwicklung der ersten zehn Euro-Jahre mit den letzten zehn Jahren der D-Mark. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer hatte demzufolge nach den zehn letzten Jahren D-Mark monatlich 170 Euro mehr Kaufkraft zur Verfügung, nach zehn Euro-Jahren hingegen 21 Euro weniger.
Alleine seit 2006 sind die Mieten teilweise um bis zu 21,6 Prozent gestiegen und wer sich die Preise für Arznei- oder Lebensmittel ansieht, der weiß, dass der Euro wirklich Teuro heißen müsste. Natürlich kommen da jetzt auch noch die diversen Rettungsschirme, Rettungshebel und die anderen Subventionen für die Superreichen hinzu, während die arbeitenden Menschen immer weniger übrig behalten und auch entsprechend weniger ausgeben können.
Den Binnenmarkt zugunsten des Exports auszutrocknen war zwar für das Großkapital profitabel, rächt sich aber nun, da weltweit eine starke Rezession im anrollen ist. Die UBS rechnet für die Schweiz mit einer Rezession ab Anfang 2012 und spricht von einem schnellen Abschwung. Das gleiche gilt für die gesamte Weltwirtschaft und auch der asiatische Raum kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen.
Gleichzeitig wird die Schuldenproblematik immer unhaltbarer. Die britische Regierung ist mit ihrem dümmlichen Sparversuch gegen die arbeitenden Menschen bereits gescheitert und die USA, aber auch Deutschland, werden ebenfalls scheitern.
Die Börse in Frankfurt versucht sich laut pfeifend im dunklen Wald selbst Mut zuzusprechen, in dem sie gebetsmühlenartig wiederholt, dass der Glaube der Märkte an den Euro überwiege. 'Dagegen sprechen andere offen davon, dass bei der jetzigen Art und Weise wie die Regierungen agierfen, der Euro in drei bis sechs Monaten endgültig am Ende ist. Die Brüssler Beschlüsse der vergangenen Nacht zeigen allzu deutlich, dass sich die Politik nicht ändern wird. Die einzige Möglichkeit, die Banken von der Geldschöpfung auszuschließen und die EZB alleine damit zu beauftragen wurde nicht einmal angedacht, genau so wenig wie ein wirklicher drastischer Schuldenschnitt.
Wie sehr Deutschland bereits am Ende ist, zeigt das Beispiel Oberhausen, welches beweist, das mit Sparsamkeit und Niedriglöhnen keine Kommune aber auch kein Staat zu machen ist. Gleichzeitig wettern aber sogenannte Wirtschaftsweise wie der Vorsitzende des Sachverständigenrats für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Wolfgang Franz massiv gegen anständige Mindestlöhne, so das man sich fragen muss, ob diese Herrschaften wirklich so unfähig sind und die Tatsachen nicht erkennen, oder ob sie einfach vom Großkapital gekauft wurden und nur noch Handlanger der Ausbeuter sind.
Deutschland und Europa muss sich gegen das Großkapital entscheiden und das Geld das von denen gestohlen wurde über harte Steuern zurückholen. Dann sind die Schulden kein Problem mehr und mit anständigen Löhnen können auch die Menschen sich wieder etwas leisten und die Wirtschaft kommt wieder in gang. Aber eben nur die reale Wirtschaft. Die Bankster und Finanzakrobaten braucht niemand. Sie könnten es ja zusammen mit den Leuten vom Großkapital ja mal mit Arbeit versuchen.

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Ratingagenturen? Toll beschrieben. Geldmachmaschinen wie der CO2-Handel oder diverse Derivate.
Was in der EU läuft erinnert mich stark an (mich) kleine Jungs die verzweifelt versuchen Ihren Fahrradreifen bei einem kleinen Loch aufzupumpen oder mit einem Klebestreifen über den Mantel zu dichten. Es geht nicht. Die Abstände werden immer kürzer, bis er platt ist. Irendwann kommt dann ein Älterer und erklärt und zeigt wie man den Schlauch flickt.
Sind unser Politiker noch nie klein gewesen, und haben das versucht? Sind sie nie groß geworden? Hatten sie nicht das Glück einen Älteren zu treffen?
Die EU will groß sein wie USA oder PR China.
Die chinesische Ratingagentur Dagong hat die USA herabgestuft. (bereits mehrfach).
Nun will die chinesische Regierung in den nächsten Jahren im Binnenland aufbauen und die ländlichen Regionen auf-/ausbauen. Dazu sollen ausgeliehene Gelder aus USA verwendet werden.
Na klingelts?
Wenn PR China sein Gelder zurück haben möchte von USA und investieren in z.B. Ausbau der Bahnen, Waser- und Elektroversorgung, dann werden sie wohl kaum in USA einkaufen. Ein Teil der Gelder wird nach EU fliessen. Da die USA dann von China herabgestuft werden wird werden die Umsätze für die EU schon beim erarbeiten immer kleiner.
Die USA muß die "bösen" Chinesen stoppen. Die wollen ihr Geld zurück. Die Russen stehen im Weg. Afghanistan funktioniert nicht so wie gewünscht.
Im Grunde ist die PR China der einzige Staat der dem Großkapital noch im Weg steht. (seit einigen hundert Jahren). MACHT EUCH DIE ERDE UNTERTAN.
Die Masse der kapitalgläubigen Gesellschaft wird willig an die Waffen eilen. Ich hoffe sie (wir) verlieren. Ein "Nürnberger-Prozess" für USA und EU in z.B. "Shanghai". Ob sich da die großen Ratten wieder freikaufen können?
Ansonsten kann ich Dir lieber Jochen nur zustimmen.
Eine Regierung die Berater benötigt ist bereits ebenso kaputt wie ein Unternehmen, das sich von Beratern den Rest geben läßt.
Wo zum Teufel bleibt Bakunin und die Jura-Konföderation?
Gruß aus Baden
dankeschön. Einfach nur den Frust von der Seele geschrieben. Duckhome und Jochen bieten mir dafür einfach eine Gelegenheit. Dafür habe ich zu danken.
Gruß aus Baden