Seltsames zum Neuen Jahr
Wer schon einmal ausprobiert hat sich in einer gutsortierten Kneipe längst die Reihen der Schnapsflaschen zu saufen, der weiß, dass es keine schlimmere Form des Selbstabschusses gibt. Aber die Sänger waren tapfer und so folgte der Aquavit auf den Korn, der Wachholder auf den Weinbrand und bei Oma Else gab es den Kräutergeist. Das wirkte sich zwar fördernd auf die Lautstärke des Gesanges aus und sorgte auch dafür, dass die Sänger selbst in bitterkalten Sylvesternächten nicht mehr froren, aber die Textsicherheit und das Taktgefühl litt doch stark unter dem Alkohol. Wer zu den letzten gehört die von einer solchen Truppe besungen wurde, hatte ein Vergnügen daran, wie sich andere zum Nappel machten. Als Kind war das besonders spannend, weil sich ja nicht nur die ortsbekannten Besaufskis auf diese Runde machten sondern auch die ernsthaften Handwerksmeister und Vorarbeiter aus dem Gesangverein Dickebacke.
Bei uns wurde das Lied nach der Melodie "Vom Himmel hoch" gesungen und manch einer dieser Sänger schien wie Ikarus aber nicht durch die Sonne sondern vom Alkohol aus dem Himmel gepflückt worden zu sein, was dem Autor bis heute noch ein Grinsen ins Gesicht treibt. Vermutlich sind auch die Aussagen einiger prominenter Zeitgenossen zum Jahresende nur auf diese Art und Weise mit dem Geist des Weines oder aus der Schnapsflasche zu erklären. Den Anfang machte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) der nicht nur die Bestechung von Abgeordneten sondern auch die Bestechlichkeit bei Abgeordneten unter Strafe stellen will:
Wenn ausgerechnet Norbert Lammer der ja Lobbyismus und damit Korruption für eine der Säulen der Demokratie hält, ein solches Gesetz fordert, dann vermag man sich vorstellen wie das am Ende aussehen wird. Die frechen Täter werden keine Haftstrafen erhalten sondern offiziell vom Strafrat des Bundestages mit Wattbäuschchen beworfen. Wohin der Hase läuft zeigt doch gerade die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FPD) die zusammen mit anderen Koalitionären fordert über diversen Vorteilsnahmen und die Korrumpierbarket des Bundespräsidenten Wulff doch bitteschön nicht mehr zu reden:
Solche Sätze gerade nachdem bekannt geworden ist, dass Wulff seinen Supergünstigkredit von der BW Bank wohl als Dankeschön für die Rettung dieser Bank und der Badenwürttenbergischen Landesbank bekommen hat, wie zumindest n-tv berichtet, sind schon mehr als purer Hohn. Genau diese Herrschaften sollen ein Gesetz gegen Korruption beschließen, da sieht man förmlich die betrunkenen Sänger des Silvesterabends und stellt sich vor, wie die einen Verein für Nüchternheit gründen. Was Lobbyismus und Korruption in den USA angerichtet haben zeigt ein Artikel des Tagesanzeigers. Leider gibt es keine vergleichbaren Zahlen für Deutschland. Aber alleine Ackermann und die Allianz dürften jeweils zwischen 15 und 30 Milliarden abgezockt haben.
Weil wir gerade bei Ackermann und damit der deutschen Bank sind, soll der scheinbare Sinneswandell des ehemaligen Chefvolkswirtes der Deutschen Bank, des guten Herrn Norbert Walter nicht verheimlicht werden:
Nein, das ist nicht der alte Fuchs der die zu hoch hängenden Trauben einfach als sauer deklariert. Norbert Walter hat in seinem ganzen Berufsleben, oder doch zumindest in dem publik gewordenen Teil, stets Handlungen gegen den Gemeinsinn gefordert und begrüßt. Achtung vor dem anderen, Ehrlichkeit, Verantwortung oder gar Moral konnten ihm nie unterstellt werden. Woher also dieser Sinneswandel.
Heute wo er zusammen mit seinen Töchtern die Walter & Töchter Consult gegründet hat und angesichts der Tatsache, dass das von ihm stets bejubelte System des wirtschaftsfaschistischen Raubtierkapitalismus sich gerade selbst beerdigt, versucht er sich noch mal eben schnell auf die sichere Seite zu retten. Nun will er nichts mehr mit den Hasardeuren und Spekulanten zu tun haben, möchte nicht zu denen gehören, die die Arbeitnehmer bis aufs Blut ausbeuteten und will vor allen Dingen nicht zur Verantwortung gezogen werden.
Wie andere wird er sich in wenigen Monaten darauf berufen, dass er doch immer gewarnt habe und falls er für sein Handeln vor Gericht kommt, wird er von Befehlsnotstand faseln und dass er nur das getan habe was ihm Josef Ackermann und andere befohlen hätten. Er wird sich selbst zum harmlosen Mitläufer stilisieren. Aber man erinnert sich noch bis heute an die längst toten besoffenen Sylvestersänger, wie sie mit Mühe die Haustür fanden und ihren Text nicht mehr zusammenbekamen und niemand wird vergessen wofür Norbert Walter stand und in Wirklichkeit wohl auch immer noch steht. Für die totale und hemmungslose Abzocke. Egal was er heute sagt. Auf Duckhome gibt es Beweise genug.
Die Krönung der besoffenen Meldung aber lieferte das Demoskopie-Instituts YouGov für Springers Bildzeitung und lieferte eine wirkliche gelungene Propaganda genau im Sinne des Großlkapitals:
Wenn man diesem Institut glaubt ist in Deutschland alles in schönster Ordnung. Welche Mengen an Alkohol oder anderen Drogen mögen wohl die angeblich Befragten genossen haben. Vielleicht wurde sich die Befragung aber auch ganz gespart und einfach nur gewichtet. So hat ja schon Frau Noelle-Neumann von Allensbach sich die Daten so zurechtgebogen wie sie und ihre Auftraggeber sie brauchen konnten.
Also alles bleibt wie es immer war. Allen Lesern, Freunden und Autoren ein schönes und erfolgreiches Jahr 2012. Halten wir uns an Heinz Erhardt.

Bei uns wurde das Lied nach der Melodie "Vom Himmel hoch" gesungen und manch einer dieser Sänger schien wie Ikarus aber nicht durch die Sonne sondern vom Alkohol aus dem Himmel gepflückt worden zu sein, was dem Autor bis heute noch ein Grinsen ins Gesicht treibt. Vermutlich sind auch die Aussagen einiger prominenter Zeitgenossen zum Jahresende nur auf diese Art und Weise mit dem Geist des Weines oder aus der Schnapsflasche zu erklären. Den Anfang machte Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) der nicht nur die Bestechung von Abgeordneten sondern auch die Bestechlichkeit bei Abgeordneten unter Strafe stellen will:
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Lammert sagte der WAZ-Mediengruppe (Samstagsausgaben), "die Abgeordneten dürfen sich nicht um eine Regelung drücken". Er erinnerte daran, dass Deutschland bereits 2003 eine UN-Konvention gegen Korruption unterschrieben habe. Man müsse sie in nationales Recht umsetzen.
Auch wenn die Materie zweifellos kompliziert sei, so Lammert, sei es seine "dringende Empfehlung" an alle Fraktionen, sich um eine Lösung zu bemühen. Die Vizechefin der SPD-Fraktion, Christine Lambrecht, kündigte in der WAZ schon für Januar für 2012 eine Gesetzesinitiative an. Als Strafmaß schlägt die SPD bis zu fünf Jahre Gefängnis oder eine Geldstrafe für Abgeordnete vor. >
Wenn ausgerechnet Norbert Lammer der ja Lobbyismus und damit Korruption für eine der Säulen der Demokratie hält, ein solches Gesetz fordert, dann vermag man sich vorstellen wie das am Ende aussehen wird. Die frechen Täter werden keine Haftstrafen erhalten sondern offiziell vom Strafrat des Bundestages mit Wattbäuschchen beworfen. Wohin der Hase läuft zeigt doch gerade die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FPD) die zusammen mit anderen Koalitionären fordert über diversen Vorteilsnahmen und die Korrumpierbarket des Bundespräsidenten Wulff doch bitteschön nicht mehr zu reden:
Führende Politiker der schwarz-gelben Regierungskoalition haben ein sofortiges Ende der Debatte um Bundespräsident Christian Wulff gefordert.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FPD) sagte der in Berlin erscheinenden "Welt am Sonntag" (Neujahr): "Wir sollten jetzt keinerlei Diskussion mehr über das höchste Staatsamt und über die Person des Bundespräsidenten führen. Das richtet nur Schaden an." Regierung und Opposition seien "gleichermaßen in der Verantwortung, das Amt nicht zu beschädigen".
CSU-Landegruppenchefin Gerda Hasselfeldt sagte der Tageszeitung "Die Welt": "Der Bundespräsident hat zu den Vorwürfen ausführlich Stellung genommen und sich persönlich entschuldigt. Eine weitere parteipolitisch motivierte Debatte würde das höchste Staatsamt beschädigen."
Solche Sätze gerade nachdem bekannt geworden ist, dass Wulff seinen Supergünstigkredit von der BW Bank wohl als Dankeschön für die Rettung dieser Bank und der Badenwürttenbergischen Landesbank bekommen hat, wie zumindest n-tv berichtet, sind schon mehr als purer Hohn. Genau diese Herrschaften sollen ein Gesetz gegen Korruption beschließen, da sieht man förmlich die betrunkenen Sänger des Silvesterabends und stellt sich vor, wie die einen Verein für Nüchternheit gründen. Was Lobbyismus und Korruption in den USA angerichtet haben zeigt ein Artikel des Tagesanzeigers. Leider gibt es keine vergleichbaren Zahlen für Deutschland. Aber alleine Ackermann und die Allianz dürften jeweils zwischen 15 und 30 Milliarden abgezockt haben.
Weil wir gerade bei Ackermann und damit der deutschen Bank sind, soll der scheinbare Sinneswandell des ehemaligen Chefvolkswirtes der Deutschen Bank, des guten Herrn Norbert Walter nicht verheimlicht werden:
Der ehemalige Chefökonom der Deutschen Bank und Unternehmensberater, Norbert Walter, hat die Akteure am Finanzmarkt scharf kritisiert.
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Sie handeln nicht miteinander. Sie sind noch immer der Meinung, man könnte durch einen Haken, den man selber schlägt, für sich selber mehr herausholen", sagte Walter im Interview mit dem Deutschlandfunk. Die kooperative Haltung und der Gemeinschaftssinn sei etwas, was in unserer Gesellschaft grundsätzlich, aber in diesem Verhältnis in ganz besonderer Weise verloren gegangen sei - zum Schaden aller Beteiligten.
Konkurrenz und Wettbewerb seinen da nur vorgeschobene Gründe.
Nein, das ist nicht der alte Fuchs der die zu hoch hängenden Trauben einfach als sauer deklariert. Norbert Walter hat in seinem ganzen Berufsleben, oder doch zumindest in dem publik gewordenen Teil, stets Handlungen gegen den Gemeinsinn gefordert und begrüßt. Achtung vor dem anderen, Ehrlichkeit, Verantwortung oder gar Moral konnten ihm nie unterstellt werden. Woher also dieser Sinneswandel.
Heute wo er zusammen mit seinen Töchtern die Walter & Töchter Consult gegründet hat und angesichts der Tatsache, dass das von ihm stets bejubelte System des wirtschaftsfaschistischen Raubtierkapitalismus sich gerade selbst beerdigt, versucht er sich noch mal eben schnell auf die sichere Seite zu retten. Nun will er nichts mehr mit den Hasardeuren und Spekulanten zu tun haben, möchte nicht zu denen gehören, die die Arbeitnehmer bis aufs Blut ausbeuteten und will vor allen Dingen nicht zur Verantwortung gezogen werden.
Wie andere wird er sich in wenigen Monaten darauf berufen, dass er doch immer gewarnt habe und falls er für sein Handeln vor Gericht kommt, wird er von Befehlsnotstand faseln und dass er nur das getan habe was ihm Josef Ackermann und andere befohlen hätten. Er wird sich selbst zum harmlosen Mitläufer stilisieren. Aber man erinnert sich noch bis heute an die längst toten besoffenen Sylvestersänger, wie sie mit Mühe die Haustür fanden und ihren Text nicht mehr zusammenbekamen und niemand wird vergessen wofür Norbert Walter stand und in Wirklichkeit wohl auch immer noch steht. Für die totale und hemmungslose Abzocke. Egal was er heute sagt. Auf Duckhome gibt es Beweise genug.
Die Krönung der besoffenen Meldung aber lieferte das Demoskopie-Instituts YouGov für Springers Bildzeitung und lieferte eine wirkliche gelungene Propaganda genau im Sinne des Großlkapitals:
Demnach erwarten 43 Prozent der Befragten, dass 2012 für sie persönlich "besser" wird als das ablaufende Jahr. Nur 33 Prozent glauben das nicht.
Bei den 25 bis 34 Jährigen ist der Optimismus mit 71 Prozent am größten. Job-Angst gibt es für die Deutschen demnach so gut wie kaum noch. Nur zwölf Prozent der Befragten haben "eher große" Sorge um ihren Arbeitsplatz; dagegen haben 28 Prozent "eher geringe" Sorgen.
Und für satte 53 Prozent sind Jobverlust-Ängste überhaupt "nicht vorhanden". Auch beim Euro überwiegt die Zuversicht. Nur 20 Prozent denken, dass der Euro 2012 auseinander bricht.
Wenn man diesem Institut glaubt ist in Deutschland alles in schönster Ordnung. Welche Mengen an Alkohol oder anderen Drogen mögen wohl die angeblich Befragten genossen haben. Vielleicht wurde sich die Befragung aber auch ganz gespart und einfach nur gewichtet. So hat ja schon Frau Noelle-Neumann von Allensbach sich die Daten so zurechtgebogen wie sie und ihre Auftraggeber sie brauchen konnten.
Also alles bleibt wie es immer war. Allen Lesern, Freunden und Autoren ein schönes und erfolgreiches Jahr 2012. Halten wir uns an Heinz Erhardt.

Tags für diesen Artikel: abgeordnete, abzocke, ackermann, deutsche bank, korruption, lammert, norbert walter, vorteilsname, wirtschaftsfaschismus, wulff
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Gerade stolperte ich ueber eine durchaus nachvollziehbarere Anal'yse:
"Progressive Paralyse"
"Durch Entartung der Hirnrinde bedingte Geistesstörung, die zur völligen Verblödung führt.
Syphilitische Schädigung des Rückenmarks.
Fortschreitenden Degeneration des Nervengewebes.
Wesensveränderungen bis hin zur Demenz, Wahnideen (klassisch: „Größenwahn“, d. h. Größenideen), mitunter Raptus-artige Anfälle und häufig Halluzinationen.
Raptus = ist ein psychopathologisches Symptom, das durch auffällige katatone Erregtheit, Hyperkinesie, stereotype Bewegungsabläufe und Aggressivität (Eigen- (Suizid) bzw. Fremdgefährdung) charakterisiert ist. Es tritt bei der katatonen Schizophrenie und auch anderen psychischen Störungen auf."
In Bezug auf den Apparat-Politik und seine Folgen, waere dies doch nahezu dringlichst Relevant.
http://tammox.blogspot.com/2011/12/historische-parallelen.html
RECHT HAT ER, der Lammert, auch wenn er in der falschen Partei ist. Denn was ist denn Lobbyismus?
Lobbyismus ist eine Form der Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft. Mittels Lobbyismus versuchen Interessengruppen - ALSO AUCH GEWERKSCHAFTEN, INTERESSENVERTRETUNGEN VON ARBEITSLOSEN oder auch NGO`s das Handeln von Politik zu bewegen, außerdem versuchen sie, die öffentliche Meinung durch Öffentlichkeitsarbeit zu beeinflussen ...
Worin besteht die Korruption, die von GEWERKSCHAFTEN, INTERESSENVERTRETUNGEN VON ARBEITSLOSEN oder auch NGO`s ausgeht? Was ist also grundsätzlich falsch am Lobbyismus?
Es ist Zeit, daß wir einsehen, daß es fahrlässig ist, uns gegeneinander auszuspielen. Wir brauchen alle einander.
Ganz einfach, wer das meiste Geld ausgibt und die meisten Lobbyisten hat bestimmt die Spielregeln, die Untersuchungsergebnisse, die "wiisenschaftlichen Ergüsse" etc.
Wie wär's denn wenn man die Wahrheit ganz alleine stehen ließe ohne sie 1000 x zu verdrehen und solange umzubiegen bis sie ins eigene Konzept passt.
Mit diesen übermächtigen Lobbygruppen zemetieren wir den Status Quo, es gibt keinen wirklichen wissenschaftlichen Fortschritt, denn der darf nur im Rahmen des bestehenden Systems passieren, alles andere wird platt gemacht.