Die angebliche Springer Kampagne gegen Wulff
Es geht nur darum die Werbefläche möglichst attraktiv zu gestalten und viele Blicke auf sie zu ziehen damit man dem Werbetreibenden möglichst viel Geld für diese Fläche abnehmen kann. Dabei ist es völlig egal, ob die sogenannten Nachrichten die die freien Flächen zwischen der Werbung ausfüllen, wahr oder unwahr sind. Es kommt auch nicht darauf an, ob sie von Belang sind. Es geht lediglich darum, ob sie von vielen Leuten wahrgenommen werden.
Ein klassisches Beispiel für diese Art von Journalismus sind die Krebsheilmittel. Auf Seite 1 im Titel steht der Hinweis auf ein neues Krebsmittel, das wirklich alle heilt. Auf Seite 3 und Seite 14, wird dann erwähnt, dass das Mittel erst im Test und vermutlich erst in 12 Jahren verfügbar ist. Würde diese wirkliche Information auf Seite 1 stehen, würde kein Mensch das Blättchen mitnehmen, aber so wird es gekauft und rund um den Krebsartikel haben sich viele Werbungen für tolle Krebsmittel angesiedelt und die Inserenten verdienen sich am Kummer der Krebserkrankten und derer Angehöriger eine goldene Nase. Logischerweise werden die immer wieder solche Krebsartikel fordern und in derem Umfeld ihre Werbung schalten. Die Medien suchen also geradezu nach solchen Nachrichten.
Das ist aber keine Kampagne sondern lediglich wirtschaftliches Interesse. Ganz zu Anfang meiner eigenen "bürgerjournalistischen" Tätigkeit noch in der Schülerzeitung habe ich den Fehler gemacht, die Reaktionen auf meine Artikel als Maßstab für deren Wichtigkeit zu nehmen und versucht meinen Lesern nach der Schnauze zu schreiben. Man schneidet sich selbst ins eigene Fleisch und beschneidet seine Möglichkeiten bis man niemanden mehr interessiert. Heute schaue ich nie danach was einzelne Artikel an Lesern oder Kommentaren gebracht haben. Ich schreibe was meiner Meinung nach geschrieben werden muss.
In einer Zeitung, beim Radio oder Fernsehen und selbstverständlich auch in den Online-Medien gibt es diese Freiheit zumeist nicht. Man hat ein Ressort, Chefredakteure geben Themen vor und nicht zuletzt will die Anzeigenabteilung Berichte zu bestimmten Themen um so leichter Werbeflächen vermarkten zu können. Außer in ganz wenigen Fällen ist Journalismus heute immer Auftragsjournalismus, also von den Vorgaben anderer abhängig. Deshalb gibt es ja auch keinen freien Journalismus innerhalb der Systemmedien. Aber auch in sogenannten linken Medien ist dies nicht wesentlich anders.
Medien gehören meist Verlagshäusern und diese Häuser besetzen eine Marke. Bei Springer sind es die ewig Gestrigen, wie die Heimatvertriebenen, aber auch die Ultrarechten die via Broder betreut werden müssen, auch wenn man damit rechten Massenmördern wie Breivik die theoretische Grundlage ihres Handels liefert. Mohn/Bertelsmann kommt aus der pietistischen Ecke und sieht sich als Erzieher einer dummen Menschheit, die nur durch die Weisheiten des Bertelsmannglaubens ihr Seelenheil finden kann. Die sogenannten öffentlich-rechtlichen sind die Stimme der Politiker die sie steuern und auch bei allen anderen Häusern lässt sich die Marke erkennen.
Neben den Werbekunden, den Interessen der Chefredaktion und der Anzeigenabteilung bestimmt also auch die vermeintliche Marke des Hauses die Inhalte seiner Medien. Natürlich ist die Marke weitgehend identisch mit den Ansichten der Inhaber, denn schließlich sind sie es, die die Marke unter anderem durch Auswahl der Chefredaktionen selber prägen. Natürlich wird niemand einem Journalisten sagen, dass er eine bestimmte Meinung nicht äußern darf, aber ein Hinweis darauf, dass diese Meinung nicht dem Stil des Hauses entspricht, reicht auch aus, um berechtigte Existenzängste des Mitarbeiters zu wecken. Selbstverständlich rufen Friede Springer oder Liz Mohn nicht direkt bei einem ihrer Journalisten an, aber um sehr schnell Einfluss zu nehmen ist dies auch nicht nötig. Die Befehlsketten von oben nach unten funktionieren extrem gut.
Wer als Journalist in diesem Wissen schreibt, hat also neben all den bereits beschriebenen Einflüssen auch noch eine innere Zensurschere eingebaut. Er legt jedes Wort auf die eigene Goldwaage um sicher zu sein, dass er die Meinung seines Blattes und damit die Meinung seiner Chefredaktion, seiner Inhaber und seiner Werbekunden vertritt und niemanden stört. Was übrig bleibt sind rundgeschliffene Wortkiesel, die niemandem weh tun aber auch niemanden interessieren. Dieser Informationsbrei mit wenig Gehalt lockt naturgemäß aber keine Leser hinter dem Ofen hervor, also muss etwas Pfeffer in ihn hineingebracht werden.
Die Medien brauchen Angriffsziele an denen sie ihren "angeblichen Wert" beweisen können. Natürlich müssen diese Ziele bedeutungslos sein. Es darf keine Kritik am herrschenden System sein, nichts gegen das Großkapital, Steuerhinterzieher müssen geschützt werden und Politiker die an der Macht sind, dürfen auch nicht beschädigt werden, weil dies ja den Interessen derer widersprechen würde, die sie an die Macht gebracht haben. Die Auswahl der Skandale ist also sehr begrenzt.
Die 70-jährige Oma die einen Autounfall hat, reicht nicht einmal für einen Sturm im Wasserglas, auch wenn man an ihrem Beispiel wieder fordern kann, dass die Alten nicht nur keine Rente bekommen, sondern auch kein Auto fahren sollen. Wen schert es, dass sie unschuldig war und 50 Jahre unfallfrei. Interessanter sind da schon die Showstars. Also nicht die großen, die repräsentieren ja auch Macht und sind für die Sender wertvoll. Nein das Kroppzeug. Die B-, C-, bis Z-Promis. Da schadet man niemand und sie selbst zählen ja nicht. Da werden Sternchen zu Stars hochgeschrieben und wieder zerstört. Angebliche Trompeter heute zu Weltstars erklärt und morgen wird behauptet sie hätten gar keine Ahnung vom Tuten und Blasen.
Wunderhübsche Sandburgen mit Home-Storys und herzergreifenden Geschichten werden da aufgebaut und wie von mutwilligen Kindern wieder zerstört. Natürlich macht das ganze keine Sinn. Selbstverständlich ist es völlig egal wer nun hintenrum oder beidseitig begabt ist und ob X nun noch einen Schwanz hat oder schon operiert wurde. Aber es bringt Storys. Keine Nachrichten aber immerhin Geschichten. Als Soraya noch Frau des persischen Schahs war, lebte eine ganze Branche, die bunten Blätter von solchen Nachrichten. Heute muss die ganze Medienwelt davon leben und sie sind genauso unwichtig wie Ende der fünfziger Jahre.
Dann gibt es natürlich immer noch die Arbeitnehmer die zuviel Lohn fordern, aber da muss man vorsichtig sein. Journalisten sind auch Arbeitnehmer und an so einem Fernsehsender kann mal einfach eine alte Neujahrsansprache eines Bundeskanzlers wiederholt werden, oder Druckereien streiken. Da ist einfacher auf die Sozialhilfeempfänger und später auf die Hartz-IV Opfer einzuschlagen. Florida Rolf und wie sie alle hießen wurden stets von neuem als Wildsau durchs mediale Dorf gejagt. Das freut natürlich auch die Inhaber und das Großkapital das die Anzeigen bezahlt. Je weniger die Armen bekommen desto mehr bleibt für die Reichen.
Aber natürlich müssen auch von Zeit zu Zeit einmal "Große" fallen um wenigsten den Schein zu wahren. Auch das ist relativ einfach. Sogenannte Größen aus Wirtschaft und Politik haben eben nicht immer nur Freunde. Wenn sie gar mächtige und bei den Medien einflussreiche Feinde haben, dann geht das Ganze relativ zügig. Natürlich kann es auch mal vorkommen, dass die Medien zum Abschuss eines solchen "Großen" auch falsche Behauptungen publizieren, aber normalerweise ist das gar nicht nötig. Es reicht einfach die über Jahrzehnte hinweg gesammelten Fakten und Vermutungen auszuwerten.
Selbst ein im Verhältnis zu Springer und Mohn/Bertelsmann nicht einmal schülerzeitunggroßes Internetblättchen wie Duckhome bekommt eigentlich fortlaufend irgendwelche anonyme oder auch personifizierte Informationen, die entweder mit den eigenen Mitteln nicht nachprüfbar sind und deren Verbreiter nicht genannt werden dürfen, weil sie um ihre Existenz fürchten. Vieles davon ist offensichtlicher Quatsch, aber einiges klingt sehr wahr. Anders als Duckhome kann es sich Springer leisten hinter solchen Informationen hinterherzurecherchieren und die Fakten zu bringen.
Wenn Duckhome über einen der großen, reichen und Mächtigen berichtet, schlägt sofort die Hamburger Zensurskammer des Herrn Buske zu und selbst Beweise werden nicht gewürdigt, weil diese Art von Hamburger Landjustiz ihre Urteile schon vorher fertig in der Tasche hat. Bei Duckhomes Leseranzahl wird auch keine Welle ausgelöst, die Systemmedien werden offiziell nicht reagieren, selbst wenn sie von Buske und seinem Lieblingsfreund in ähnlicher Weise malträtiert werden. Bringt aber der Springerverlag eine ähnliche Meldung, dann beginnt ein Wettlauf.
Alle anderen Medien müssen sich positionieren, müssen selbst Stellung beziehen. Ist Springer mit seinem Abschuss erfolgreich würde dieser Verein ansonsten mehr Aufmerksamkeit, also mehr Leser und damit mehr Werbegeld an sich binden. Es geht nicht um Wahrheit sondern lediglich um Wettbewerb. Wenn aber die gesamte Meute der Systemmedien an einer Person recherchiert und dadurch auch gleichzeitig noch die Tippgeber und Privatfeinde des Betroffenen geweckt werden, gibt es nichts, was unter der Decke bleiben könnte.
Manche überleben politisch einen solchen Angriff, wie das Beispiel Wolfgang Schäuble zeigt, der zwar Schmiergelder, die als Parteispenden getarnt waren, vom Waffenschieber übernahm und ein paar Jahre in seiner Karriere gestoppt wurde, zum Schluss aber erst Polizeiminister und dann Finanzminister werden konnte. Andere wie Peter Hartz werden verurteilt, dürfen aber ihr System der Menschenverachtung zumindest im Saarland erneut ausleben und nur die Angst vor den Menschen verhindert, dass dieser Mann wieder bundesweit gegen die Arbeitslosen tätig wird. Nur wenige müssen ganz zurück ins Glied, wie Laurenz Meyer oder Klaus Zumwinkel. Guttenberg zählt in diesem Zusammenhang nicht, bei dem sind die Medien nur halbherzig aufgesprungen und unterstützen bereits seit Monaten seine Rückkehr.
Grundsätzlich verhalten sich die Medien wie ein Wolfsrudel. Sobald der erste Wolf ein jagdbares Wild entdeckt hat, stürzen sich alle in einer konzertierten Aktion auf dieses Wild. Dabei ist von Anfang an klar, wie die Beute am Ende verteilt wird. Es ist eine Frage der Rangordnung. Während sich das Wolfsrudel allerdings von der Jagd ernähren muss, ist für die Medien die Jagd das Ziel. Nur solange sie über die Jagd berichten können bringt die Geschichte Leser. Am Ende der Jagd bleibt nur bei allen ein schaler Geschmack, weil ja nicht wirklich etwas zum Besseren verändert wurde. Ein Täter wurde erlegt, die anderen Täter machen unbehelligt weiter. Die Opfer einen solchen Medienjagd aus dem Bereich der "Großen" sind übrigens niemals unschuldig. Die Fakten stimmen und beweisen ihre Schuld. Mitleid ist also fehl am Platze.
Damit sich die gesamte Medienmeute auf ein Opfer stürzt, braucht es also keinerlei Verschwörung oder Abstimmung im Vorfeld. Das Rudel reagiert wie ein Rudel eben reagiert. Ganz ohne Absprachen. Natürlich bleibt dann immer noch die Frage, warum irgendein Haus die Jagd eröffnet und damit die Meute aktiviert. Oft sind es persönliche Animositäten zwischen Inhaber oder Verlagsleitung und der betreffenden Person. Häufig Kleinigkeiten, wie mangelnde Höflichkeit oder abgeschlagene Interviewwünsche. Auf die gleiche Art entstehen die Streite über Gartenzäune. Das hat nichts mit Logik oder Vernunft zu tun, da streiten sich die Kinder um die Puppenlappen.
Ganz große Häuser wie vor allem Springer und Mohn/Bertelsmann haben natürlich darüber hinausgehend auch noch eine politische Idee, die sie durchsetzen wollen. Auch dabei muss bedacht werden, dass sie für diese Idee unter anderem auch in Form von Werbung bezahlt werden. Werbungskosten werden ja von der Steuer abgesetzt, können also locker vom Großkapital als Sponseringgelder für bestimmte politische Ideen verwandt werden, ohne das es wirklich eigenes Geld kostet. Mit einer Medienmacht wie sie Springer oder Mohn/Bertelsmann haben können natürlich politische Eckpunkte eingeschlagen werden, an denen sich Regierungen zu orientieren haben, wollen sie weiterhin das Lob dieser Medien.
Was aber geschieht wenn eine Regierung plötzlich nicht mehr bereit ist sich an diese Eckpunkte zu halten, weil sie sich zum Beispiel vor ihrem Volk und dessen Reaktionen fürchtet. Dann müssen die Medien eingreifen und ihre Macht zeigen. Dies geschieht am einfachsten, in dem man schwache, aber wichtige Mitglieder dieser Regierung angreift und somit wie ein böser Hund mal eben die Zähne zeigt. Im Normalfall wird die Regierung einknicken und das tun, was das Großkapital über die Medien verlangt. Aber nicht immer ist das möglich. Zur Zeit ist sich das Großkapital auch nicht einig wie es weitergehen soll und damit kommt es darauf an wer die besten Verbindungen zu den sogenannten Leitmedien, den Leitwölfen hat.
Gerade am Beispiel Springer lässt sich leicht festmachen, dass dieses Haus immer wieder Leute nach oben schreibt. Wulff, aber auch Peter Hartz sind typische Beispiele. Auch Sarrazin mit seinen perversen Übertragungen aus seiner selbstgestrickten Pferdegenetik auf den Menschen passt da gut hinein. Das gleiche gilt für diverse Sternchen. Je mehr sich Leute wie z.B. Wulff mit Homestorys und ähnlichem in die Obhut von Springer begeben, desto mehr müssen sie sich öffnen und verraten unwillkürlich Dinge, die sie besser für sich behalten hätten, weil sie später gegen sie verwandt werden können und werden.
Warum aber wurde Wulff aktuell zum Opfer. Da gibt es zwei Theorien. Die eine besagt, dass mit dem erzwungenen Rücktritt von Wulff ein Signal an Angela Merkel ausgesandt werden soll, das besagt, dass Springer in der Lage ist, ihre ganze Regierung und vor allem sie selbst zu kippen. Zweifelsohne ist Springer sehr mächtig und für eine Demokratie viel zu mächtig, aber diese Theorie ist sehr weit hergeholt. Wer sollte denn die Merkel ersetzen? Die hat doch jeden gejätet oder versetzt der ihr gefährlich werden könnte. An einer CDU/CSU in der Opposition haben aber weder Springer noch das Großkapital ein Interesse.
Die andere Theorie geht davon aus, dass ein geschwächter Wulff automatisch eine gestärkte Merkel bedeutet. Die Menschen sehen wieviel Arbeit sie durch diesen vermaledeiten Wulff hat und wie sehr sie leidet. Sie gewinnt Sympathie dafür, dass sie den Wulff opfert, der wahrscheinlich eh nicht zu halten gewesen wäre, da Urlaubsreisen von ihm und seinem Pressesprecher, die Kredite und einiges anderes nicht mehr unter dem Deckel zu halten waren.
Angela Merkel hat beste Kontakte zu Liz Mohn und zu Friede Springer. Wer glaubt, dass sich dieses Damenkränzchen gegenseitig opfert, der glaubt auch, das Wasser den Berg rauffließt. Es ist gut wenn Wulff geht. Ein, der SPD genehmer Nachfolger würde den Übergang in eine große Koalition vereinfachen. So wie sich die CDU im Saarland von der FDP getrennt hat, wird sie das im Bund auch bald tun müssen. Die CDU/CSU kann es sich nicht leisten mit einer verwesenden FDP an der Seite zu regieren. Die Geschichte im Saarland war von langer Hand vorbereitet und eine willige SPD, die Opposition nun mehr als Scheiße findet, will um jeden Preis wieder an die Futtertröge der Macht.
Wo gehobelt wird, da fallen halt Späne. Manchmal auch Bundespräsidenten und das ist in diesem Fall sehr gut so.

Ein klassisches Beispiel für diese Art von Journalismus sind die Krebsheilmittel. Auf Seite 1 im Titel steht der Hinweis auf ein neues Krebsmittel, das wirklich alle heilt. Auf Seite 3 und Seite 14, wird dann erwähnt, dass das Mittel erst im Test und vermutlich erst in 12 Jahren verfügbar ist. Würde diese wirkliche Information auf Seite 1 stehen, würde kein Mensch das Blättchen mitnehmen, aber so wird es gekauft und rund um den Krebsartikel haben sich viele Werbungen für tolle Krebsmittel angesiedelt und die Inserenten verdienen sich am Kummer der Krebserkrankten und derer Angehöriger eine goldene Nase. Logischerweise werden die immer wieder solche Krebsartikel fordern und in derem Umfeld ihre Werbung schalten. Die Medien suchen also geradezu nach solchen Nachrichten.
Das ist aber keine Kampagne sondern lediglich wirtschaftliches Interesse. Ganz zu Anfang meiner eigenen "bürgerjournalistischen" Tätigkeit noch in der Schülerzeitung habe ich den Fehler gemacht, die Reaktionen auf meine Artikel als Maßstab für deren Wichtigkeit zu nehmen und versucht meinen Lesern nach der Schnauze zu schreiben. Man schneidet sich selbst ins eigene Fleisch und beschneidet seine Möglichkeiten bis man niemanden mehr interessiert. Heute schaue ich nie danach was einzelne Artikel an Lesern oder Kommentaren gebracht haben. Ich schreibe was meiner Meinung nach geschrieben werden muss.
In einer Zeitung, beim Radio oder Fernsehen und selbstverständlich auch in den Online-Medien gibt es diese Freiheit zumeist nicht. Man hat ein Ressort, Chefredakteure geben Themen vor und nicht zuletzt will die Anzeigenabteilung Berichte zu bestimmten Themen um so leichter Werbeflächen vermarkten zu können. Außer in ganz wenigen Fällen ist Journalismus heute immer Auftragsjournalismus, also von den Vorgaben anderer abhängig. Deshalb gibt es ja auch keinen freien Journalismus innerhalb der Systemmedien. Aber auch in sogenannten linken Medien ist dies nicht wesentlich anders.
Medien gehören meist Verlagshäusern und diese Häuser besetzen eine Marke. Bei Springer sind es die ewig Gestrigen, wie die Heimatvertriebenen, aber auch die Ultrarechten die via Broder betreut werden müssen, auch wenn man damit rechten Massenmördern wie Breivik die theoretische Grundlage ihres Handels liefert. Mohn/Bertelsmann kommt aus der pietistischen Ecke und sieht sich als Erzieher einer dummen Menschheit, die nur durch die Weisheiten des Bertelsmannglaubens ihr Seelenheil finden kann. Die sogenannten öffentlich-rechtlichen sind die Stimme der Politiker die sie steuern und auch bei allen anderen Häusern lässt sich die Marke erkennen.
Neben den Werbekunden, den Interessen der Chefredaktion und der Anzeigenabteilung bestimmt also auch die vermeintliche Marke des Hauses die Inhalte seiner Medien. Natürlich ist die Marke weitgehend identisch mit den Ansichten der Inhaber, denn schließlich sind sie es, die die Marke unter anderem durch Auswahl der Chefredaktionen selber prägen. Natürlich wird niemand einem Journalisten sagen, dass er eine bestimmte Meinung nicht äußern darf, aber ein Hinweis darauf, dass diese Meinung nicht dem Stil des Hauses entspricht, reicht auch aus, um berechtigte Existenzängste des Mitarbeiters zu wecken. Selbstverständlich rufen Friede Springer oder Liz Mohn nicht direkt bei einem ihrer Journalisten an, aber um sehr schnell Einfluss zu nehmen ist dies auch nicht nötig. Die Befehlsketten von oben nach unten funktionieren extrem gut.
Wer als Journalist in diesem Wissen schreibt, hat also neben all den bereits beschriebenen Einflüssen auch noch eine innere Zensurschere eingebaut. Er legt jedes Wort auf die eigene Goldwaage um sicher zu sein, dass er die Meinung seines Blattes und damit die Meinung seiner Chefredaktion, seiner Inhaber und seiner Werbekunden vertritt und niemanden stört. Was übrig bleibt sind rundgeschliffene Wortkiesel, die niemandem weh tun aber auch niemanden interessieren. Dieser Informationsbrei mit wenig Gehalt lockt naturgemäß aber keine Leser hinter dem Ofen hervor, also muss etwas Pfeffer in ihn hineingebracht werden.
Die Medien brauchen Angriffsziele an denen sie ihren "angeblichen Wert" beweisen können. Natürlich müssen diese Ziele bedeutungslos sein. Es darf keine Kritik am herrschenden System sein, nichts gegen das Großkapital, Steuerhinterzieher müssen geschützt werden und Politiker die an der Macht sind, dürfen auch nicht beschädigt werden, weil dies ja den Interessen derer widersprechen würde, die sie an die Macht gebracht haben. Die Auswahl der Skandale ist also sehr begrenzt.
Die 70-jährige Oma die einen Autounfall hat, reicht nicht einmal für einen Sturm im Wasserglas, auch wenn man an ihrem Beispiel wieder fordern kann, dass die Alten nicht nur keine Rente bekommen, sondern auch kein Auto fahren sollen. Wen schert es, dass sie unschuldig war und 50 Jahre unfallfrei. Interessanter sind da schon die Showstars. Also nicht die großen, die repräsentieren ja auch Macht und sind für die Sender wertvoll. Nein das Kroppzeug. Die B-, C-, bis Z-Promis. Da schadet man niemand und sie selbst zählen ja nicht. Da werden Sternchen zu Stars hochgeschrieben und wieder zerstört. Angebliche Trompeter heute zu Weltstars erklärt und morgen wird behauptet sie hätten gar keine Ahnung vom Tuten und Blasen.
Wunderhübsche Sandburgen mit Home-Storys und herzergreifenden Geschichten werden da aufgebaut und wie von mutwilligen Kindern wieder zerstört. Natürlich macht das ganze keine Sinn. Selbstverständlich ist es völlig egal wer nun hintenrum oder beidseitig begabt ist und ob X nun noch einen Schwanz hat oder schon operiert wurde. Aber es bringt Storys. Keine Nachrichten aber immerhin Geschichten. Als Soraya noch Frau des persischen Schahs war, lebte eine ganze Branche, die bunten Blätter von solchen Nachrichten. Heute muss die ganze Medienwelt davon leben und sie sind genauso unwichtig wie Ende der fünfziger Jahre.
Dann gibt es natürlich immer noch die Arbeitnehmer die zuviel Lohn fordern, aber da muss man vorsichtig sein. Journalisten sind auch Arbeitnehmer und an so einem Fernsehsender kann mal einfach eine alte Neujahrsansprache eines Bundeskanzlers wiederholt werden, oder Druckereien streiken. Da ist einfacher auf die Sozialhilfeempfänger und später auf die Hartz-IV Opfer einzuschlagen. Florida Rolf und wie sie alle hießen wurden stets von neuem als Wildsau durchs mediale Dorf gejagt. Das freut natürlich auch die Inhaber und das Großkapital das die Anzeigen bezahlt. Je weniger die Armen bekommen desto mehr bleibt für die Reichen.
Aber natürlich müssen auch von Zeit zu Zeit einmal "Große" fallen um wenigsten den Schein zu wahren. Auch das ist relativ einfach. Sogenannte Größen aus Wirtschaft und Politik haben eben nicht immer nur Freunde. Wenn sie gar mächtige und bei den Medien einflussreiche Feinde haben, dann geht das Ganze relativ zügig. Natürlich kann es auch mal vorkommen, dass die Medien zum Abschuss eines solchen "Großen" auch falsche Behauptungen publizieren, aber normalerweise ist das gar nicht nötig. Es reicht einfach die über Jahrzehnte hinweg gesammelten Fakten und Vermutungen auszuwerten.
Selbst ein im Verhältnis zu Springer und Mohn/Bertelsmann nicht einmal schülerzeitunggroßes Internetblättchen wie Duckhome bekommt eigentlich fortlaufend irgendwelche anonyme oder auch personifizierte Informationen, die entweder mit den eigenen Mitteln nicht nachprüfbar sind und deren Verbreiter nicht genannt werden dürfen, weil sie um ihre Existenz fürchten. Vieles davon ist offensichtlicher Quatsch, aber einiges klingt sehr wahr. Anders als Duckhome kann es sich Springer leisten hinter solchen Informationen hinterherzurecherchieren und die Fakten zu bringen.
Wenn Duckhome über einen der großen, reichen und Mächtigen berichtet, schlägt sofort die Hamburger Zensurskammer des Herrn Buske zu und selbst Beweise werden nicht gewürdigt, weil diese Art von Hamburger Landjustiz ihre Urteile schon vorher fertig in der Tasche hat. Bei Duckhomes Leseranzahl wird auch keine Welle ausgelöst, die Systemmedien werden offiziell nicht reagieren, selbst wenn sie von Buske und seinem Lieblingsfreund in ähnlicher Weise malträtiert werden. Bringt aber der Springerverlag eine ähnliche Meldung, dann beginnt ein Wettlauf.
Alle anderen Medien müssen sich positionieren, müssen selbst Stellung beziehen. Ist Springer mit seinem Abschuss erfolgreich würde dieser Verein ansonsten mehr Aufmerksamkeit, also mehr Leser und damit mehr Werbegeld an sich binden. Es geht nicht um Wahrheit sondern lediglich um Wettbewerb. Wenn aber die gesamte Meute der Systemmedien an einer Person recherchiert und dadurch auch gleichzeitig noch die Tippgeber und Privatfeinde des Betroffenen geweckt werden, gibt es nichts, was unter der Decke bleiben könnte.
Manche überleben politisch einen solchen Angriff, wie das Beispiel Wolfgang Schäuble zeigt, der zwar Schmiergelder, die als Parteispenden getarnt waren, vom Waffenschieber übernahm und ein paar Jahre in seiner Karriere gestoppt wurde, zum Schluss aber erst Polizeiminister und dann Finanzminister werden konnte. Andere wie Peter Hartz werden verurteilt, dürfen aber ihr System der Menschenverachtung zumindest im Saarland erneut ausleben und nur die Angst vor den Menschen verhindert, dass dieser Mann wieder bundesweit gegen die Arbeitslosen tätig wird. Nur wenige müssen ganz zurück ins Glied, wie Laurenz Meyer oder Klaus Zumwinkel. Guttenberg zählt in diesem Zusammenhang nicht, bei dem sind die Medien nur halbherzig aufgesprungen und unterstützen bereits seit Monaten seine Rückkehr.
Grundsätzlich verhalten sich die Medien wie ein Wolfsrudel. Sobald der erste Wolf ein jagdbares Wild entdeckt hat, stürzen sich alle in einer konzertierten Aktion auf dieses Wild. Dabei ist von Anfang an klar, wie die Beute am Ende verteilt wird. Es ist eine Frage der Rangordnung. Während sich das Wolfsrudel allerdings von der Jagd ernähren muss, ist für die Medien die Jagd das Ziel. Nur solange sie über die Jagd berichten können bringt die Geschichte Leser. Am Ende der Jagd bleibt nur bei allen ein schaler Geschmack, weil ja nicht wirklich etwas zum Besseren verändert wurde. Ein Täter wurde erlegt, die anderen Täter machen unbehelligt weiter. Die Opfer einen solchen Medienjagd aus dem Bereich der "Großen" sind übrigens niemals unschuldig. Die Fakten stimmen und beweisen ihre Schuld. Mitleid ist also fehl am Platze.
Damit sich die gesamte Medienmeute auf ein Opfer stürzt, braucht es also keinerlei Verschwörung oder Abstimmung im Vorfeld. Das Rudel reagiert wie ein Rudel eben reagiert. Ganz ohne Absprachen. Natürlich bleibt dann immer noch die Frage, warum irgendein Haus die Jagd eröffnet und damit die Meute aktiviert. Oft sind es persönliche Animositäten zwischen Inhaber oder Verlagsleitung und der betreffenden Person. Häufig Kleinigkeiten, wie mangelnde Höflichkeit oder abgeschlagene Interviewwünsche. Auf die gleiche Art entstehen die Streite über Gartenzäune. Das hat nichts mit Logik oder Vernunft zu tun, da streiten sich die Kinder um die Puppenlappen.
Ganz große Häuser wie vor allem Springer und Mohn/Bertelsmann haben natürlich darüber hinausgehend auch noch eine politische Idee, die sie durchsetzen wollen. Auch dabei muss bedacht werden, dass sie für diese Idee unter anderem auch in Form von Werbung bezahlt werden. Werbungskosten werden ja von der Steuer abgesetzt, können also locker vom Großkapital als Sponseringgelder für bestimmte politische Ideen verwandt werden, ohne das es wirklich eigenes Geld kostet. Mit einer Medienmacht wie sie Springer oder Mohn/Bertelsmann haben können natürlich politische Eckpunkte eingeschlagen werden, an denen sich Regierungen zu orientieren haben, wollen sie weiterhin das Lob dieser Medien.
Was aber geschieht wenn eine Regierung plötzlich nicht mehr bereit ist sich an diese Eckpunkte zu halten, weil sie sich zum Beispiel vor ihrem Volk und dessen Reaktionen fürchtet. Dann müssen die Medien eingreifen und ihre Macht zeigen. Dies geschieht am einfachsten, in dem man schwache, aber wichtige Mitglieder dieser Regierung angreift und somit wie ein böser Hund mal eben die Zähne zeigt. Im Normalfall wird die Regierung einknicken und das tun, was das Großkapital über die Medien verlangt. Aber nicht immer ist das möglich. Zur Zeit ist sich das Großkapital auch nicht einig wie es weitergehen soll und damit kommt es darauf an wer die besten Verbindungen zu den sogenannten Leitmedien, den Leitwölfen hat.
Gerade am Beispiel Springer lässt sich leicht festmachen, dass dieses Haus immer wieder Leute nach oben schreibt. Wulff, aber auch Peter Hartz sind typische Beispiele. Auch Sarrazin mit seinen perversen Übertragungen aus seiner selbstgestrickten Pferdegenetik auf den Menschen passt da gut hinein. Das gleiche gilt für diverse Sternchen. Je mehr sich Leute wie z.B. Wulff mit Homestorys und ähnlichem in die Obhut von Springer begeben, desto mehr müssen sie sich öffnen und verraten unwillkürlich Dinge, die sie besser für sich behalten hätten, weil sie später gegen sie verwandt werden können und werden.
Warum aber wurde Wulff aktuell zum Opfer. Da gibt es zwei Theorien. Die eine besagt, dass mit dem erzwungenen Rücktritt von Wulff ein Signal an Angela Merkel ausgesandt werden soll, das besagt, dass Springer in der Lage ist, ihre ganze Regierung und vor allem sie selbst zu kippen. Zweifelsohne ist Springer sehr mächtig und für eine Demokratie viel zu mächtig, aber diese Theorie ist sehr weit hergeholt. Wer sollte denn die Merkel ersetzen? Die hat doch jeden gejätet oder versetzt der ihr gefährlich werden könnte. An einer CDU/CSU in der Opposition haben aber weder Springer noch das Großkapital ein Interesse.
Die andere Theorie geht davon aus, dass ein geschwächter Wulff automatisch eine gestärkte Merkel bedeutet. Die Menschen sehen wieviel Arbeit sie durch diesen vermaledeiten Wulff hat und wie sehr sie leidet. Sie gewinnt Sympathie dafür, dass sie den Wulff opfert, der wahrscheinlich eh nicht zu halten gewesen wäre, da Urlaubsreisen von ihm und seinem Pressesprecher, die Kredite und einiges anderes nicht mehr unter dem Deckel zu halten waren.
Angela Merkel hat beste Kontakte zu Liz Mohn und zu Friede Springer. Wer glaubt, dass sich dieses Damenkränzchen gegenseitig opfert, der glaubt auch, das Wasser den Berg rauffließt. Es ist gut wenn Wulff geht. Ein, der SPD genehmer Nachfolger würde den Übergang in eine große Koalition vereinfachen. So wie sich die CDU im Saarland von der FDP getrennt hat, wird sie das im Bund auch bald tun müssen. Die CDU/CSU kann es sich nicht leisten mit einer verwesenden FDP an der Seite zu regieren. Die Geschichte im Saarland war von langer Hand vorbereitet und eine willige SPD, die Opposition nun mehr als Scheiße findet, will um jeden Preis wieder an die Futtertröge der Macht.
Wo gehobelt wird, da fallen halt Späne. Manchmal auch Bundespräsidenten und das ist in diesem Fall sehr gut so.

Tags für diesen Artikel: friede springer, liz mohn, machtmissbrauch, medienmacht, merkel, mohn/bertelsmann, springer, verschwörung, wulff
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Die erste Theorie hat den kleinen Denkfehler, das der Rücktritt von Wulff nicht erzwungen werden kann, denn wenn er nicht zurücktreten will, macht er es nicht. Und niemand kann das ändern. Also ist die erste Theorie schon in Rauch aufgegangen, doch sei dazu gesagt, das die mächtigsten Frauen in der Bundesrepublik tatsächlich Liz Mohn und Friede Springer sind, denn wenn die wollen das Merkel keine Kanzlerin mehr sein soll, wird es so sein!
Was die zweite Theorie angeht unterliegt man dort auch einer Fehlbeurteilung, denn es wird wohl eher so sein, das Merkel dann ein echtes Problem haben wird, denn es ist IHR Präsident, der letztendlich doch nur als Mittler der CDU/CSU und FDP darstellt, eine Marionette der Regierungskoalition.Müsste Wulff gehen - wie auch immer er "überzeugt" werden würde - hätte Merkel ein Problem; wäre es tatsächlich andersherum, hätte Sie ihm schon lange die Leviten gelesen und ihn irgendwie aus dem Amt gescheucht. So gesehen taugen beide Theorien nicht viel.
Es muss also noch eine Dritte Möglichkeit geben, die wirklich zutrifft. Auf keinen Fall ist eine eine Kampagne gegen Wulff, das wäre unsinnig anzunehmen.Wer sich die neuste Ausgabe des Spiegel mal zu Gemüte führt würde überrascht sein, was Wulff alles schon über andere Politiker gesagt hat und heute eben weinerlich um Gnade bitte und dabei wieder dreist lügt.
Klar ist nur eines: Wulff muß gehen, denn er hat zwar im Grunde sich selbst geschadet, durch seine arrogante und selbstgefällige Haltung allerdings auch das Amt des Präsidenten schwer beschädigt. Er ist nicht mehr tragbar, weil er absolut Unglaubwürdig geworden ist und seinen Vertrauensvorschuss regelrecht vernichtet hat und nun auch keine Chance mehr bekommen kann, denn die hat er vielfach gehabt und jedes mal selbst zerstört. Wer völlig lernresistent ist kann doch nicht verlangen, das man ihm ständig nur gut zu spricht und ihn nun auch noch für das Opfer der Medien halten soll.
Also bitte, irgendwann ist bei dem gutmütigstem Menschen die Geduld vorbei!
Und jeder andere: Es ist scheißegal, was der Wulff früher gesagt hat, oder wem er ans Bein gepinkelt hat. Der Typ stellt sich quer. Und zwar gegen die gesamte Marionetten-Regierung. Hier geht es um eine Unterschrift, die er leisten soll. Eine Unterschrift, von der er weiß, dass sie das deutsche Volk in eine noch tiefere Knechtschaft führen wird. Und im Gegensatz zu Köhler, kriegt der Wulff seine Gewissensbisse nicht erst nach seinen Unterschriften.
Jeder, der jetzt gegen Wulff ist, der ist gegen das deutsche Volk!
(1) Mal gedankenexperimentell unterstellt - BILD entwickelte seit W´s öffentlich-rechtlichem TV-Kopf- und Kragen-Interview tatsächlich campagnenhafte Züge - was würde das bedeuten?
(2) Zur Causa W. selbst fallen mir nur noch zwei Fragen ein:
Ist es denn nicht mehr die Aufgabe des Revolutionär, Revolution zu machen, des Künstlers, Kunst zu machen und des Klebers zu kleben? Und ist im Deutschen ein Dunkelmann der Gegentyp zu einer Lichtgestalt?
Besten Gruß
Richard Albrecht, 110112
Brot und Spiele eben für das dumme Volk.
Ich glaube nicht, dass die Kettenhunde der Bild losgelassen worden sind, wenn Merkel-Friede-Liz und wer weiß noch, das nicht gewollt hätten.
Denn könnte es noch einen besseren, willigeren Gesetzeabnicker geben als Wulff?
Was hat er also wirklich getan, um in Ungnade zu fallen? Ganz sicher ist das was da hochgekocht wird, nicht der wahre Grund.
Wir müssen alle EX-BuPrä bis deren Lebensende gigantische Apanagen zahlen- egal warum sie aus dem Amt entschwunden sind.
Na, wenigstens wurden sie mal ganz kurz erwähnt.
Und dann folgt eine lange "Tapete" gegen Systemmedien. Wer will da noch behaupten Entenheim wäre gaaaaaaaaanz unabhängig und objektiv.
Salve
Der Tanz um den Wulff dagegen ist gar keine Kampagne. Es ist Dampf aus einem institutionellen Kessel, der unter Druck steht. Wulff ist das Ventil an dem manche sich zu entlasten suchen. Das Ventil schließt nicht richtig, deshalb wird's da noch eine Weile Nebel geben. Andererseits ist die Sachlage so skandalös nun auch wieder nicht dass nochmal richtig Feuer enstünde, es sei denn da käme noch was. Dafür ist der Wulff aber wieder viel zu blass und gewöhnlich.
Viel schwieriger zu deuten ist für mich, was das Ganze über das "System Merkel" aussagt.
Widerspruch: nicht die angebliche "Schwarmintelligenz" im Netz war´s, sondern es begann mit der im Netz veröffentlichten Hachmeister-Recherche und endete entscheidend damit, daß Teile der Rüstungskapitalfraktion des Militär-Komplexes den damaligen BVerMin., zeitungspublizistisch angeführt vom Handelsblatt, weghaben wollten und dann auch recht rasch wegbekamen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Guttenplag
Der Zug rollte schon, als Lutz Hachmeister und fortfolgende aufgesprungen sind.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1399602/
Mein Herr: ich war öffentlich am 23. 12. 2011 für BP-Wulffs Abtritt, genauer auch nicht erst seit vorgestern nachmittag gegen BP Wulffs Antritt, und da ich heute noch für BP-Wulff-Abtritt bin, beschimpfen Sie mich als "Volksfeind", darf ich davon ausgehn, daß Sie solche "Volksfeinde" dann auch am liebsten hängen sehn würden?
Im übrigen vorschlage ich: machen Sie sich, Herr HoHoHo, vom Acker. Und dies am besten subito ... und nehmen Sie ihre rechtsextremen Latrinenparolen bitte a l l e gleich mit.
Mit höflichem Gruß
Richard Albrecht/120112