Der Traum vom Literaturpreisträger
Diesertage träumte ich wirklich vom wirklichen Literaturpreisträger Deutschland (LPTD), was verdeutlicht, daß es sich folgend nicht um mich selbst handeln kann;-). Denn dieser, der realexistierende LPTD, hätte fast den Dritten Weltkrieg ausgelöst: Iranische Geheimdienstleute, seit dem Blaupausending zu Björns Zeiten immer schon an gutes Leben und Hausfrauskost in einer Lübecker Patriziervilla gewöhnt, eposteten (in Wirklichkeit natürlich hochpersisch-verschlüsselt) diesen dem LPTD zugeschriebenen Satz nach Teheran:
„Ahmadinedschad, Du Hund“. Am nächsten Tag stand der Geschäftsträger auf der Wilhelmstraßenmatte und wurde förmlich vorstellig beim neuen Vizekanzler, über den gute Zungen seit Jahren behaupten, er wäre auch in der neuen Gesamtregierung wieder der einzige, der selbständig ein dienstlich angefertigtes „Memo“, das länger ein DIN-4-Blatt ist, verständig lesen könnte (was insofern verwundert, da er einem ondit zufolge promovierter deutscher Volljurist sein soll) ... aber wie auch immer: Der AA nahm wie schon der Name sagt die iranische Protestnote entsprechend steinmeierisch entgegen und vortrug auch rasch bei seiner Scheffin: Merkel telefonierte übern Großen Teich auf der roten Leitung mit George Doubbleyou – nickname: the 2nd –, woraufhin Bushman vorschlug, daß Steinmeier seinem Soziparteigenossen in Lübeck gründlich die Leviten zu lesen habe, was unverzüglich geschah im Fax-Brief an den „werten Genossen LPTD“ (in Wirklichkeit schrieb Steinmeier natürlich: „Lieber Genosse Günter“ o h n e Nachnamen wegen der beiden hinteren Doppelkonsonanten...). Dieser, der LPTD also, inzwischen auch schon achtzig und geschwächt weniger vom ständigen Pfeiffenkopffüllen als vielmehr durch seine Doppelbürde als vielfältiger Preis- und zahlreicher Ordensträger sowie seine Gruppe-47-Denkmalsrolle als deren einzig noch lebende Moralinstanz, der LPTD konnte sich jedenfalls nicht erinnern ob er heuer noch, schon wieder, derzeit nicht, aus Gründen nicht mehr oder grundsätzlich nicht SPD-Mitglied war und ließ sein Sekretariat dementieren, was den nicht nur aus Schlapphüten bestehenden Bundesnachrichtendienst/BDN, früher Pullach bei München, nächstens Scharnhorst in Berlin, aktivierte. Schließlich ging es unmittelbar um nicht weniger als angebliche „Beleidigung“ des so gegen- wie widerwärtig amtierenden iranischen Staatspräsidenten und mithin um das internationale Staatsverbrechen „defamation“, „libel“, „insult“ (also „Beleidigung“) eines islamischen Staatsfunktionärs durch „westliche“ Karikaturen, Cartoons, Witze, Sprüche und dergleichen ... Da in diesem
Blog nur
Kurztexte publiziert werden – hier nur soviel: Wie Sie ganz richtig vermuteten, konnte der drohende und durch EU-Atomwaffenbombardierung jederzeit technisch mögliche Dritte Weltkrieg (JTMDW) noch einmal rechtzeitig abgewendet werden. Der senile LPTD hatte nämlich, wie der BND herausfand, seine - auf den Namen „Nadine“ getaufte - Tigerkatze auf seinem (nun nicht mehr furchtbaren) Schoß zärtlich streichelnd, nur gebrummelt:
„Ach, Nadine, schad, daß Du kein Hund bist ...“
[Zuerst in: moz.art1. UnabhängigesHalbWochenMagazin (UHWM) für post-68´er-Netzmeinungen über Justiz – Kultur – Gesellschaft - Wissenschaft - ZeitGeisterei, 1. Jg. (2007/08): 111; © Autor 2012 (renewed)]
Richard Albrecht ist unabhängiger Sozialforscher & freier Autor in Bad Münstereifel und veröffentlicht seit Oktober 2010 regelmäßig unregelmäßig in diesem Blog ->
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flaschenpost. - Der Autor publizierte in den letzten Jahren vor allem in wissenschaftlichen Zeitschriften wie
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