Die junge Welt hat mich zutiefst beschämt
Zwar hatte ich, bevor ich den Artikel veröffentlichte, in der Redaktion angerufen und war einmal abgewiesen worden, weil mein Ansprechpartner angeblich nicht da sei, beim zweiten Mal wurde ich mit "Kein Kommentar" beschieden. Das ist verständlich. Schließlich bin ich ja nur Blogger und kein Journalist. Das kommt öfter vor und nur die wenigsten kapitalistischen Unternehmen sind mittlerweile so schlau geworden, lieber Fragen zu beantworten und einen vernünftigen Bericht zu bekommen, anstatt abzublocken und Prügel zu beziehen.
Dass ich als erklärter Linker mit der der JW anders umgehen müsste als mit Springers Bild oder Mohns Stern erschließt sich mir nicht. Gerade meine Freunde und politischen Verbündeten müssen moralischer, ehrlicher und anständiger handeln, als meine politischen Gegner. Von Springer erwarte ich kein anständiges Verhalten und wäre zutiefst überrascht wenn ich dort so etwas finden würde. Bei der JW gehe ich davon aus, dass sie sich anständig verhält. Aber mit dieser Ansicht stand ich wohl so ziemlich alleine da wie die Kommentare zum Artikel zeigten. Natürlich gab es auch ein paar sogenannte Blogger die sofort bereit standen mich in meine Schranken zu verweisen. Da fällt mir dann immer die deutsche Eiche ein, der es egal ist welche Sau sich an ihr den Rücken kratzt.
Das aber ist ja nun alles Vergangenheit. Ich konnte am Montag mit Herrn Schölzel telefonieren, der sich auch bereit erklärte ein paar Fragen zu beantworten. Um jede Fehlinterpretation und spätere Irritationen zu vermeiden, bot ich an, ihm die Fragen schnell per Email zu übermitteln und somit auch Hörfehler auszuschließen. Gesagt getan, ich schoss die Fragen schnell ab und harrte dann der Antwort, die mich auch prompt am Dienstag erreichte. Da Herr Schölzel verhindert war, antwortete mir Herr Rüdiger Göbel, der als Journalist bei der JW arbeitet.
Herr Göbel machte mir im Namen der JW meine Unzulänglichkeiten mehr als deutlich und zeigte in seiner Antwort wie ernst er und die JW mit Kritik umgehen und wie sehr sie sich darum bemühen andere Menschen und ihre Unzulänglichkeiten herauszuarbeiten. Er lieferte zu meinen Fragen eine Stellungnahme, die nicht nur den Unterschied zwischen Bloggern und Journalisten klar macht, sondern auch meine Rechtschreibschwäche in liebenswerter Weise herausarbeitete. Damit auch andere daran teilhaben können, hier die Antwortmail im Volltext.
Nun ja. Grammatikalisch und im Rahmen der Rechtschreibordnung sowie in sprachlicher Form ein beeindruckendes Stück Literatur mit einer guten Portion Humor. Da kann man nur begeistert sein. Und wie gesagt, ich bin aufgrund meiner Unzulänglichkeiten zutiefst beschämt. Trotzdem muss ich nun aber mal zum ernsten Teil der Dinge kommen.
Herr Göbel ist verbittert darüber, das die Junge Freiheit, dieses Naziblatt, meinen Bericht aufgegriffen hat. Ich freue mich auch nicht darüber. Aber Herr Göbel erinnert mich da ein wenig an Herrn Wulff. Nicht ich bin es der versucht einen hat, einen Journalisten so mies zu bezahlen wie es der Geschäftsführer der JW tat und ich habe auch nicht jede Stellungnahme vermieden, sondern die JW. Es ist übrigens die Aufgabe der Medien, und ein Journalist wie Göbel sollte das eigentlich wissen, derartige Dinge öffentlich zu machen, wenn sie anders nicht geklärt werden können.
Ich habe ja nicht darüber berichtet, dass Herr Koschmieder seiner Lebensgefährtin angeblich einen Job im Marketing der JW beschafft hat, obwohl ich darüber schon länger informiert war. Ein solcher Bericht wäre unnötig gewesen und hätte niemandem genutzt, aber der JW geschadet. Es ist allerdings ein Unterschied, wenn sich die JW gegenüber ihren Arbeitnehmern wie ein drittklassiger Raubtierkapitalist verhält. Dann muss berichtet werden um derartige Zustände abzuschaffen.
Natürlich sind die Antworten des Herrn Göbel auf meine Fragen, die ja die offizielle Antwort der JW sind, keine Antworten. Vermutlich hat er gehofft, dass ich nunmehr schweigen und mich schämen würde. Natürlich schäme ich mich nicht. Wer hat noch nie auf den Sendeknopf gedrückt bevor eine Mail fertig war. Das ist blöd, bringt mich aber nicht wirklich in Verlegenheit. Rechtschreibfehler bekommt man bei mir übrigens umsonst und in Mengen. Ich hatte viel zu lange viel zu gute Sekretärinnen und als Interpunktion bei mir in der Schule dran war, muss ich gerade mit Susanne - aber das gehört hier vielleicht nicht hin.
Die JW kann also keine Antworten auf meine Fragen geben. Das ist mir dann eigentlich Antwort genug. Alle Vorwürfe aus dem Ursprungsartikel über die sittenwidrige Bezahlung und einen schon stalinistisch zu nennenden Umgang mit Menschen sind scheinbar zutreffend. Selbst da wo Goebel in der Sache zu antworten scheint, lügt er. Es war nicht der Betriebsratsvorsitzende der einen Vergleich über externe vorgeschlagen hat, sondern ein Betriebsratsmitglied. Es gibt keinen Tarifvertrag mit Verdi sondern lediglich eine Öffnungsklausel und und und.
Wir haben es bei der JW also nur scheinbar mit einem Unternehmen zu tun, das antikapitalistisch ist und die Ziele einer sozialistischen Gesellschaft verfolgt. In Wirklichkeit geht es darum einen Geschäftsführer und ein paar hartgesottene überhebliche Funktionäre zu versorgen, die die Maßstäbe, die sie an andere anlegen, für sich selbst natürlich nicht gelten lassen wollen. Ein Trauerspiel.
Natürlich habe ich auch Verdi angeschrieben und ich weigere mich die Mätzchen in der Schreibweise mitzumachen. Ich habe meine Fragen Herrn Andreas Splanemann vorgelegt und extra drauf hingewiesen, dass ich eine Beantwortung aus dem zuständigen Bereich für reichlich problematisch halte, da der zuständige Verdi Mitarbeiter Herr Andreas Köhn zu den Freunden des Geschäftsführers der JW zählt und ich dies für eine Freundschaft im Wulffschen Sinne halte, die nicht frei von Anrüchigkeiten sein könnte. http://duckhome.de/tb/archives/7752-Pressemitteilung-der-Freien-ArbeiterInnen-Union-FAU.html
Auf Nachfrage teilte mir Herr Splanemann mit, dass er meine Fragen an die zuständige Stelle weitergeleitet habe und ich mich doch bitte mit jemandem dort in Verbindung setzen sollte. Auf meine Vorhaltung bezüglich des Herrn Köhn wurde er etwas böse und meinte, dass er keine Kapazitäten für die Beantwortung meiner Fragen frei habe und machte mich darauf aufmerksam, dass ich rechtliche Probleme bekommen würde, wenn ich ihn zitiere. Ich sagte ihm, dass ich ständig rechtliche Probleme bekomme, wenn ich berichte und das gewohnt sei. Tatsächlich drohen mir fast immer die Leute mit dem Richter, die sich getroffen fühlen. Mein Großvater, dessen dumme Sprüche mich noch einmal an den Bettelstab bringen werden, pflegte in solchen Fällen immer zu sagen: "Es sind die getroffenen Hunde die jaulen!". Natürlich gibt es weder bei Verdi noch in der JW Hunde und schon gar keine getroffenem. Es handelt sich überall um nette arbeitsame Menschen.
Weil wir gerade bei netten Menschen sind. Erinnert sich noch jemand an das Babylon Kino in Berlin, eine halbstaatliche Einrichtung in der die Geschäftsleitung willkürlich die Löhne kürzen wollte, was dazu führte, dass sich die Arbeitnehmer in der Freien Arbeiter Union (FAU) organisierten und sich wehrten. Als Gegner hatten die Arbeitnehmer aber nicht nur die Geschäftsleitung sondern auch Andreas Köhn der bei Verdi für den Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie in Berlin und Brandenburg zuständig ist.
Dessen wichtigstes Bestreben war dann auch nicht, die Interessen der Arbeitnehmer wahrzunehmen. Stattdessen erklärte er die Babylon Geschichte zur Chefsache und handelte, vermutlich ohne jemals gerufen worden zu sein, einen Dumping-Tarifvertrag aus, der weit unter den offiziellen Tarifen von Verdi liegt. Genau der gleiche Andreas Köhn von Verdi, war auch in den mysteriösen Haustarifvertrag der JW verstrickt und gilt zudem als persönlicher Freund des Geschäftsführers der JW. Das muss nichts besagen, könnte aber vieles erklären.
Was nützen die schönsten Tarifverträge die Verdi und andere DGB Gewerkschaften aushandeln, wenn sie von ihren eigenen Leuten unterwandert werden. Es ist verständlich, dass Verdi unter diesen Bedingungen lieber keine Antwort für Duckhome hat, als die Wahrheit offen zu legen. Nützen tut das Verdi allerdings auch nichts. Denn irgendwer quatscht immer, oder die Wahrheit kommt so oder so ans Licht. Duckhome wird gerne solche Spezialtarifverträge und ihre Entstehungsgeschichte veröffentlichen und auch ganz sicher weiterhin über die JW und die Zustände dort berichten.
NB. Wer Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet, darf die am Bildschirm selbstverständlich korrigieren. Viel Vergnügen. Aber Vorsicht mit dem Tipp Ex.

Dass ich als erklärter Linker mit der der JW anders umgehen müsste als mit Springers Bild oder Mohns Stern erschließt sich mir nicht. Gerade meine Freunde und politischen Verbündeten müssen moralischer, ehrlicher und anständiger handeln, als meine politischen Gegner. Von Springer erwarte ich kein anständiges Verhalten und wäre zutiefst überrascht wenn ich dort so etwas finden würde. Bei der JW gehe ich davon aus, dass sie sich anständig verhält. Aber mit dieser Ansicht stand ich wohl so ziemlich alleine da wie die Kommentare zum Artikel zeigten. Natürlich gab es auch ein paar sogenannte Blogger die sofort bereit standen mich in meine Schranken zu verweisen. Da fällt mir dann immer die deutsche Eiche ein, der es egal ist welche Sau sich an ihr den Rücken kratzt.
Das aber ist ja nun alles Vergangenheit. Ich konnte am Montag mit Herrn Schölzel telefonieren, der sich auch bereit erklärte ein paar Fragen zu beantworten. Um jede Fehlinterpretation und spätere Irritationen zu vermeiden, bot ich an, ihm die Fragen schnell per Email zu übermitteln und somit auch Hörfehler auszuschließen. Gesagt getan, ich schoss die Fragen schnell ab und harrte dann der Antwort, die mich auch prompt am Dienstag erreichte. Da Herr Schölzel verhindert war, antwortete mir Herr Rüdiger Göbel, der als Journalist bei der JW arbeitet.
Herr Göbel machte mir im Namen der JW meine Unzulänglichkeiten mehr als deutlich und zeigte in seiner Antwort wie ernst er und die JW mit Kritik umgehen und wie sehr sie sich darum bemühen andere Menschen und ihre Unzulänglichkeiten herauszuarbeiten. Er lieferte zu meinen Fragen eine Stellungnahme, die nicht nur den Unterschied zwischen Bloggern und Journalisten klar macht, sondern auch meine Rechtschreibschwäche in liebenswerter Weise herausarbeitete. Damit auch andere daran teilhaben können, hier die Antwortmail im Volltext.
Sehr geehrter Herr (soviel Zeit muß sein) Hoff,
Herr (soviel Zeit muß auch hier sein) Schölzel ist zu wichtigen Terminen außer Haus und hat mich daher gebeten, Ihre Anfrage in dem von Ihnen gewünschten Zeitraum zu beantworten.
Vorneweg, es freut mich zu lesen, daß Sie „hinter der politischen Linie der jW“ stehen, wenn auch, wie Sie einschränkend betonen, nur „ausdrücklich im wesentlichen“. Das fällt bei der Lektüre Ihres „Duckhome“-Beitrages „Junge Welt – Da grinst Stalin freundlich aus seiner Gruft“ zu der von Rainer Balcerowiak angestrengten arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung nicht sofort auf. Nicht zuletzt ob des positiven Zuspruchs verwundert es mich, daß Sie die nun an uns gerichteten Fragen nicht vor Verfassen und Veröffentlichung gestellt haben. Aber dann hätten Sie natürlich auch nicht eine so passable Grundlage für die „Schmutzige Wäsche“ in der aktuellen Ausgabe der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ bereiten können, die Ihrem an anderer Stelle bekundeten Faible für Querfront-Politik ja nicht quer liegen dürfte.
Ihre Fragen erlaube ich mir in der gebotenen Ernsthaftigkeit wie folgt zu antworten:
1.) Ist es richtig, dass das Angebot, welches Herr Koschmieder Herrn B. gemacht hat für diesen einen Nettolohnverlust bedeutet hätte?
Uns sind die gesamten monatlichen Bezüge von Rainer Balcerowiak nicht bekannt, eine qualifizierte Beantwortung ist daher nicht möglich.
2.) Ist es richtig, das Verdi im Rahmen ihres Haustarifvertrages Löhnen zugestimmt hat, die bei anderen Verlagen als sittenwidrig gelten würden?
Nein, und wenn Sie mir den kleinen Hinweis erlauben: Bei „das“ fehlt ein „s“, bei ver.di ein Punkt.
3.) Ist es richtig, das ihr Betriebsratvorsitzender einen Vergleich über eine externe Stelle vorgeschlagen und Herr B. dieser Methode zugestimmt hatte, während ihre Geschäftsführung lieber die Reißleine zog?
Nein. Soweit mir bekannt, gehört unser Geschäftsführer nicht zum Traditionsverband der Freunde der NVA-Fallschirmjäger, eine Reißleine dürfte er also nicht gezogen haben können. Zu „das“ siehe Hinweis Antwort 2. Auch der Betriebsratsvorsitzende freut sich über zwei „s“. Anredepronomina, gestatten Sie mir auch diese Bemerkung, um Sie vor künftigen Mißhelligkeiten zu bewahren, werden im Deutschen durchaus groß geschrieben.
4.) Gibt es Leute in ihrem Hause die eine der Arbeit des Herrn B. vergleichbare Tätigkeit ausüben, aber bei deutlich mehr Geld bekommen, als sie diesem angeboten haben?
Nein, es gibt keinen anderen Kollegen, der im Weinvertrieb tätig ist. Das Wort „bei“ in Ihrer Frage erfüllt, das nur nebenbei bemerkt, keinerlei Funktion. Oder bei wem bekommt wer deutlich mehr Geld?
5.) Glauben sie, dass die Bezahlungsregeln in ihrem Haus transparent sind?
Ja. Ich möchte aber an dieser Stelle darauf hinweisen, trotz meiner Tätigkeit in der katholischen Kirche in jungen Jahren im Allgemeinen nicht gläubig zu sein.
6.) Im Rahmen des Berichtes von Duckhome haben sich in den Kommentaren ja ehemalige und aktuelle Mitarbeiter ihres Hauses beteiligt, von denen einige über starke Probleme bei der Findung von fairen Gehältern berichteten. Kann es nicht sein, dass B. nur Dinge thematisiert hat, die schon lange virulent unter ihren Mitarbeitern diskutiert werden?
Nein. Ich möchte an dieser Stelle aber darauf hinweisen, daß nur Sie wissen, von welchen Rechnern aus bei „Duckhome“ getrollt wird. Ich kann also nicht beurteilen, wer sich in Entenhausen mit welcher Identität zu Wort gemeldet hat – und hinter wie vielen eine multiple Persönlichkeit steckt ...
7.) Es ist logisch, dass die JW nicht die Löhne kapitalistischer Unternehmen bezahlen kann, ist es dann aber nicht wichtig, die Bezahlungsregeln für alle wirklich transparent zu machen und auf die sogenannten und von vielen Seiten bestätigten Nasenprämien zu verzichten?
Es ist nicht logisch, sondern mehr als bedauerlich, daß „junge Welt“ nicht bessere Löhne bezahlen kann. Die Transparenzfrage habe ich bereits unter Punkt 5 beantwortet. Den möglichen Verzicht auf „Nasenprämien“, um Ihre Wortwahl zu verwenden, erfragen Sie bitte bei Pinocchio, dem Weinkolumnisten Ihres Vertrauens.
8.) Ist ihrer Meinung nach ein Nettolohnverlust, wie von Herrn B. verlangt überhaupt eine Maßnahme die jemand mit dem politischen Hintergrund der JW ernsthaft verlangen kann.
Soweit mir bekannt, verlangt Rainer Balcerowiak keinen Nettolohnverlust. Hinter Ihrem "verlangt" fehlt, das nur nebenbei, mal wieder ein Komma.
9.) Ist es richtig, das das Konstrukt was sie als mit Verdi abgeschlossenen Haustarifvertrag bezeichnen, von Herrn Andreas Köhn verhandelt und ist dieser im Wulffschen Sinne eine Freund des Geschäftsführers.
Über Beziehungen von Andreas Köhn und Bundespräsident Christian Wulff ist uns nichts bekannt. Zur „s“-Schwäche siehe Hinweis bei Antwort 2. Auch mit „ver.di“ haben Sie offensichtlich nachhaltige Probleme. Hinter „Konstrukt“ fehlt, auch das nur nebenbei, ein Komma. Dafür hätten Sie sich das zweit „e“ im Wort vor Freund sparen können.
10.) Glauben sie wirklich, dass all die Leute die auf eigene Rechnung ihre Meinung und ihre Sicht der Dinge publizieren mit dem Begriff Troll richtig bezeichnet sind. Ohne mich, den Troll von Duckhome wäre Labournet eben gar nicht auf diese Geschichte gestoßen?
Zu Glaubensfragen möchte ich mich nicht noch einmal äußern. Ich erlaube mir, an dieser Stelle an meinen Hinweis bei Punkt 5 zu erinnern. Über wen Labournet auf die „Geschichte gestoßen“ ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Kopiert wurde dort Ihre Praxis, bei jW vor Veröffentlichung lieber nicht nachzufragen. Ohne Ihren kreativen Umgang mit Fakten durch unterlassene journalistische Standards haben Sie die „Geschichte“ auch in die Junge Freiheit gestoßen. Das ist meinerseits freilich keine Frage, sondern eine Feststellung. Und es ist schon einigermaßen trollig, wenn das ein Grund ist, sich auf die Schultern zu klopfen. Im übrigen gehört auch der „Troll von Duckhome“ durch Kommata abgetrennt.
11.) Und nun eine wirklich blöde Frage? Würden Sie angesichts des Geschehenen noch einmal auf die gleiche Art und Weise vorgehen oder planen sie für die Zukunft breiter abgestimmte und demokratischere Vorgehensweisen.
Die Zeitung von morgen ist noch nicht fertig, „eine wirklich blöde Frage“ muß ich nicht beantworten, oder? Noch dazu, wenn es mit dem Punkt am Ende keine ist. Zumal es langsam eng wird, der Geschäftsführer hat vor den einzelnen jW-Büroräumen zuverlässige DKP-Kader aus dem Redaktionsteam postiert … In der – an anderen Stelle als „defizitär“ bezeichneten – Ladengalerie werden bereits die ersten, als unzuverlässig eingestuften Mitarbeiter mit Marxismus traktiert ...
Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Göbel
PS: Ich bitte um Nachsicht, daß ich ganz orthodox auch im Schriftwechsel mit Ihnen der in „junge Welt“ verwendeten Orthographie verhaftet bleibe, die im Volksmund häufig als „alte Rechtschreibung“ bezeichnet wird. Besser diese als das um sich greifende Einerlei ...
Nun ja. Grammatikalisch und im Rahmen der Rechtschreibordnung sowie in sprachlicher Form ein beeindruckendes Stück Literatur mit einer guten Portion Humor. Da kann man nur begeistert sein. Und wie gesagt, ich bin aufgrund meiner Unzulänglichkeiten zutiefst beschämt. Trotzdem muss ich nun aber mal zum ernsten Teil der Dinge kommen.
Herr Göbel ist verbittert darüber, das die Junge Freiheit, dieses Naziblatt, meinen Bericht aufgegriffen hat. Ich freue mich auch nicht darüber. Aber Herr Göbel erinnert mich da ein wenig an Herrn Wulff. Nicht ich bin es der versucht einen hat, einen Journalisten so mies zu bezahlen wie es der Geschäftsführer der JW tat und ich habe auch nicht jede Stellungnahme vermieden, sondern die JW. Es ist übrigens die Aufgabe der Medien, und ein Journalist wie Göbel sollte das eigentlich wissen, derartige Dinge öffentlich zu machen, wenn sie anders nicht geklärt werden können.
Ich habe ja nicht darüber berichtet, dass Herr Koschmieder seiner Lebensgefährtin angeblich einen Job im Marketing der JW beschafft hat, obwohl ich darüber schon länger informiert war. Ein solcher Bericht wäre unnötig gewesen und hätte niemandem genutzt, aber der JW geschadet. Es ist allerdings ein Unterschied, wenn sich die JW gegenüber ihren Arbeitnehmern wie ein drittklassiger Raubtierkapitalist verhält. Dann muss berichtet werden um derartige Zustände abzuschaffen.
Natürlich sind die Antworten des Herrn Göbel auf meine Fragen, die ja die offizielle Antwort der JW sind, keine Antworten. Vermutlich hat er gehofft, dass ich nunmehr schweigen und mich schämen würde. Natürlich schäme ich mich nicht. Wer hat noch nie auf den Sendeknopf gedrückt bevor eine Mail fertig war. Das ist blöd, bringt mich aber nicht wirklich in Verlegenheit. Rechtschreibfehler bekommt man bei mir übrigens umsonst und in Mengen. Ich hatte viel zu lange viel zu gute Sekretärinnen und als Interpunktion bei mir in der Schule dran war, muss ich gerade mit Susanne - aber das gehört hier vielleicht nicht hin.
Die JW kann also keine Antworten auf meine Fragen geben. Das ist mir dann eigentlich Antwort genug. Alle Vorwürfe aus dem Ursprungsartikel über die sittenwidrige Bezahlung und einen schon stalinistisch zu nennenden Umgang mit Menschen sind scheinbar zutreffend. Selbst da wo Goebel in der Sache zu antworten scheint, lügt er. Es war nicht der Betriebsratsvorsitzende der einen Vergleich über externe vorgeschlagen hat, sondern ein Betriebsratsmitglied. Es gibt keinen Tarifvertrag mit Verdi sondern lediglich eine Öffnungsklausel und und und.
Wir haben es bei der JW also nur scheinbar mit einem Unternehmen zu tun, das antikapitalistisch ist und die Ziele einer sozialistischen Gesellschaft verfolgt. In Wirklichkeit geht es darum einen Geschäftsführer und ein paar hartgesottene überhebliche Funktionäre zu versorgen, die die Maßstäbe, die sie an andere anlegen, für sich selbst natürlich nicht gelten lassen wollen. Ein Trauerspiel.
Natürlich habe ich auch Verdi angeschrieben und ich weigere mich die Mätzchen in der Schreibweise mitzumachen. Ich habe meine Fragen Herrn Andreas Splanemann vorgelegt und extra drauf hingewiesen, dass ich eine Beantwortung aus dem zuständigen Bereich für reichlich problematisch halte, da der zuständige Verdi Mitarbeiter Herr Andreas Köhn zu den Freunden des Geschäftsführers der JW zählt und ich dies für eine Freundschaft im Wulffschen Sinne halte, die nicht frei von Anrüchigkeiten sein könnte. http://duckhome.de/tb/archives/7752-Pressemitteilung-der-Freien-ArbeiterInnen-Union-FAU.html
Auf Nachfrage teilte mir Herr Splanemann mit, dass er meine Fragen an die zuständige Stelle weitergeleitet habe und ich mich doch bitte mit jemandem dort in Verbindung setzen sollte. Auf meine Vorhaltung bezüglich des Herrn Köhn wurde er etwas böse und meinte, dass er keine Kapazitäten für die Beantwortung meiner Fragen frei habe und machte mich darauf aufmerksam, dass ich rechtliche Probleme bekommen würde, wenn ich ihn zitiere. Ich sagte ihm, dass ich ständig rechtliche Probleme bekomme, wenn ich berichte und das gewohnt sei. Tatsächlich drohen mir fast immer die Leute mit dem Richter, die sich getroffen fühlen. Mein Großvater, dessen dumme Sprüche mich noch einmal an den Bettelstab bringen werden, pflegte in solchen Fällen immer zu sagen: "Es sind die getroffenen Hunde die jaulen!". Natürlich gibt es weder bei Verdi noch in der JW Hunde und schon gar keine getroffenem. Es handelt sich überall um nette arbeitsame Menschen.
Weil wir gerade bei netten Menschen sind. Erinnert sich noch jemand an das Babylon Kino in Berlin, eine halbstaatliche Einrichtung in der die Geschäftsleitung willkürlich die Löhne kürzen wollte, was dazu führte, dass sich die Arbeitnehmer in der Freien Arbeiter Union (FAU) organisierten und sich wehrten. Als Gegner hatten die Arbeitnehmer aber nicht nur die Geschäftsleitung sondern auch Andreas Köhn der bei Verdi für den Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie in Berlin und Brandenburg zuständig ist.
Dessen wichtigstes Bestreben war dann auch nicht, die Interessen der Arbeitnehmer wahrzunehmen. Stattdessen erklärte er die Babylon Geschichte zur Chefsache und handelte, vermutlich ohne jemals gerufen worden zu sein, einen Dumping-Tarifvertrag aus, der weit unter den offiziellen Tarifen von Verdi liegt. Genau der gleiche Andreas Köhn von Verdi, war auch in den mysteriösen Haustarifvertrag der JW verstrickt und gilt zudem als persönlicher Freund des Geschäftsführers der JW. Das muss nichts besagen, könnte aber vieles erklären.
Was nützen die schönsten Tarifverträge die Verdi und andere DGB Gewerkschaften aushandeln, wenn sie von ihren eigenen Leuten unterwandert werden. Es ist verständlich, dass Verdi unter diesen Bedingungen lieber keine Antwort für Duckhome hat, als die Wahrheit offen zu legen. Nützen tut das Verdi allerdings auch nichts. Denn irgendwer quatscht immer, oder die Wahrheit kommt so oder so ans Licht. Duckhome wird gerne solche Spezialtarifverträge und ihre Entstehungsgeschichte veröffentlichen und auch ganz sicher weiterhin über die JW und die Zustände dort berichten.
NB. Wer Rechtschreib- oder Grammatikfehler findet, darf die am Bildschirm selbstverständlich korrigieren. Viel Vergnügen. Aber Vorsicht mit dem Tipp Ex.

Tags für diesen Artikel: abzocke, andreas köhn, die linke, junge welt, lohndumping, rechtschreibung, scheinselbstständig, selbstständig, tariflohn, tarifvertrag, verdi, verlag, zeitung
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Natürlich was es blöd eine Mail zu verschicken die ich nebenbei ohne zu denken nur mal runtergetippt hatte, Aber seine Reaktion macht mir Spaß.
Oberster Grundsatz richtig befolgt: Nicht den Humor verlieren! Hahaha, weiter so!!!
ich hätte ihm empfohlen, bei der zuständigen stelle in seinem familiennamen das "g" durch ein "p" zu ersetzen, einfach um künftigen irritationen vorzubeugen.
für meine begriffe zahlt die JW allerdings tatsächlich zu hohe gehälter, aber das wird sich wohl mit sinkender käuferzahl bald ändern...
so gesehen wäre eine namensänderung in der von mir vorgeschlagenen weise für herrn göbel dann doch wieder kontraproduktiv für die jobsuche... (es sei denn, der professor für demagogie auf dem heiligen stuhl in rom stellt ihn ein)
Mit einem wehmütigen Erinnerungslächeln.
Susi
1. R. Göbel ist bei "junge Welt“ nicht irgendwer. Sondern stellvertretender Chefredakteur dieser linken Tageszeitung. Er gilt, laut Wikipedia, einer der Autoren der jungen Welt, die „überwiegend einen antiimperialistischen Ansatz“ vertreten. Ausweislich seines NVA-Verweises Punkt 3.) kannte sich R. Göbel bei den DDR-„Streitkräften“ aus.
2. Die Rechtschreibung von J. Hoff ist grauenhaftest und unzumutbarst. Darauf gründet R. Göbels scheinsarkastische, immer wieder auf J. Hoffs fehlerhaftes Deutsch verweisende, Antwort. Diese ist das Schreiben eines besserwisserisch-pubertierenden Oberschülers und nicht das eines leitenden Zeitungsredakteurs. Unter so einem würde kein selbstbewußter, erfahrener Journalist auch nur einen Berufsarbeitstag arbeiten wollen / können.
3. Zur Sache sagt R. Göbel weniger als wenig. Das ist in inhaltlicher Hinsicht noch peinlicher als J. Hoffs Schriftdeutsch es in formaler Hinsicht ist.
PS. Ich liefere gleich noch ein paar Buchstaben mit, falls in meiner Bemerkung etwas fehlt: s,s,s,a,e,i,o,u,
(.,-;:_....)
Ein Land in dem der Mörder Filbinger und sein Bewunderer Oettinger Ministerpräsidenten werden konnten ist ein gutes Land für Nazis und die Rassisten der jungen Freiheit nehmen da natürlich eine herausragende und bestens versorgte Rolle ein.
"Ihre Fragen erlaube ich mir in der gebotenen Ernsthaftigkeit wie folgt zu antworten:"
Grammatikalischer und inhaltlicher Blödsinn. Setzen 6
Wer bei dieser Geschichte um Herrn Balcerowiak im Recht ist, kann ich nicht beurteilen. ich weiß aber, dass jemand der im Recht ist, nicht so reagiert, wie Herr Göbel. Denn wenn man Argumente hat, kann man die ja sachlich aufzählen.
Ich habe die jW immer gerne gelesen, trotz vieler haarsträubender Berichte fanden sich auch immer wieder Artikel und Themen, die es so anderswo nicht gab, auch nicht in der taz ode rim ND. Ich werde mein Abo jedoch kündigen, denn für Leute, die auf Kritik wie beleidigte kleine Kinder reagieren möchte ich mein bisschen Geld dann doch nicht ausgeben
Lieber Herr Göbel,
für etwaige Kommafehler bitte ich schon jetzt recht herzlich um Nachsicht.
Koschmieder, Göbel etc.) ist einmal, wie weit diese Linke (immer noch? schon wieder?) von einer Gemeinschaft der Freien und Gleichen entfernt ist und was für verducktes P. [...] heuer die Mehrheit der jW-Redakteure (bzw. -Autoren) ist. (Ach ja: Wulff ist jetzt weg. K. noch nicht.)
Das führt dazu, daß die Redakteure nicht bei der Genossenschaft angestellt sind, sondern beim Verlag, in dessen "operatives Geschäft", zu dem die Personalpolitik gehört, sie sich nicht einmischt.
Es wird nun argumentiert, daß mittels dieser 52%-Mehrheit die demokratisch verfaßte Genossenschaft umnfassenden Zugriff auf den Verlag habe.
Das GmbH-Recht sieht aber einige Möglichkeiten vor, die Minderheitsanteilseigner zu schützen. Solche Schutzvorschriften müßten im Gesellschaftervertrag des Verlages fertgelegt worden sein. Leider wird dieser im Gegensatz zum Statut der Genossenschaft von der JW nicht veröffentlicht.
Weiss hier jemand, wie man an diesen Vertrag kommen kann ?
Die Bilanz des Verlages ist übrigens über den Bundesanzeiger öffentlich:
https://www.ebundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet
Ich bin auch in der Genossenschaft und habe es auch schon mal so miterlebt.
Da macht man eher durch Masseneintritte aus der FDP eine sozialistische Partei als daß sich bei der jW etwas ändert. Schade, aber so ist es nun mal.
Habe mein Abo-Kündigungsschreiben heute schon getippt, werde den Prozeß am Montag abwarten und es dann zeitnah abschicken.
Wenn die jW den Prozess verliert, kannst Du Dir das Porto fürs Kündigungsschreiben sparen, denn dann ist das Ziel erreicht und die jW muss eingestellt werden.
Das regelt dann aber die Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Der Prozess bringt erst einmal gar nichts. Der Verlierer geht auf jeden Fall in Revision und in wenigen Jahren dann haben wir ein abschließendes Urteil.
Wenn die JW schließen müsste, dann sicher nicht wegen dieses Prozesses. Da zeigt ein Blick in die Bilanzen ganz andere Nöte und wirft die Frage auf, ob die JW nicht vielleicht schon heute insolvent ist, was aber wohl niemand wünscht. Auf jeden Fall müsste ein verantwortungsvolles Managementalle Kosten auf den Prüfstand stellen und sich vor allem darauf besinnen, das eine Zeitung erstellt werden soll und es nicht um die Schaffung von Verwaltungsstellen geht.
Davon abgesehen ist die Antwort von Herrn Göbel tatsächlich ein wenig arrogant. Aber nobody ist perfect!
"Junge Welt wird herausgegeben von 1213 Genossinnen und Genossen (Stand 7.Februar 2010)."
Gelesen in junge Welt vom 18./19.Februar 2012.
Das sind sieben mehr als bei der letzten Feststellung.
Wenn man übrigens in den eigenen Reihen nicht für die Einhaltung von Recht, Gesetz und minimalem Anstand sorgen kann, wie will man dann den Gegner dazu zwingen. Übergeordnete Ziele sind nichts anderes als Ausreden um einem selbst jedes Fehlverhalten und jede Treulosigkeit zu erlauben.
Für die Gewerkschaften und die SPD war der Verrat an den Arbeitnehmern auch aus übergeordneten Gründen alternativlos. Sie wollten sich bereichern.
Dieser Satz ist grandios! Wie es aussieht wurde diese abgegriffene Metapher ja in der Klüßendorfschen "Marketingabteilung" ausgedacht. Jene Frau Klüßendorf die den brillianten Journalismus der jW demonstriert hat, indem sie gerade von ihrem schönsten Urlaubserlebnis mit Fidel Castro wie ein aufgeregter Teenie-Groupi berichtet hat http://www.jungewelt.de/blogs/havanna2012/index.php?id=929
Was die Brillianz der jW betrifft so funktioniert die so, dass man die selben Meldungen von den Nachrichtenagenturen übernimmt, die alle anderen Zeitungen auch beziehen und diese dann auf links bürstet.
Komischerweise ist es dagegen die "gleichgeschaltete Konzernpresse", die immer wieder Skandale in diesem Land aufdeckt. z.B dass der Bundespräsident scheinbar korrupt und diverse andere Schweinerein. Und von wem ist den die Presse gleichgeschaltet? Von der Regierung? Vom Verfassungsschutz? Von Frau Merkel persönlich? Dafür mussten aber in letzer Zeit erstaunlich viel Riegierungsmitglieder gehen.
Natürlich: so schön wie in der DDR ist es nicht mehr. Da gab es ja keine gleichgeschaltete Staatspresse. Sämtliche Zeitungen der SED-Bezirksleitungen und die jW das ND waren vollkommen frei in ihrer Berichterstattung. Ich erinnere mich wemütig an diesen brilliant-kritischen Journalismus, der nur Lobeshymnen über diesen Staat abdruckte.
Im Gegensatz dazu ist die heute angeblich gleichgeschaltete Presse tatsächlich ein Hort der Freiheit.
Die jw ist echt ein Sammelbecken für Verschwörungstheoretiker jeder Art. Wie groß die journalistische Brillianz der jW ist kann man auch hier schön nachlesen: http://www.bildblog.de/ressort/junge-welt/
Wenn man die dunkelrote Brille mal absetzt, wird man sehen, dass die junge Welt eher der Putzerfisch unter den Haien der Presselandschaft.
"Ich muß mich manchmal immer noch kneifen lassen, um es zu glauben. Ich habe mir das immer gewünscht, aber nie für möglich gehalten. Als ich dann vom Comandante das Wort bekam, für die junge Welt zu sprechen, bin ich vor Nervosität fast gestorben." Wirklich brilliant.
Als ich das gelesen habe, musste ich mich auch erst mal kneifen, um es zu glauben.Ich hatte mir das nie gewünscht und nie für möglich gehalten, dass man soviel Devotheit in so wenig Worte packen kann. Als ich dann dieses Interview las, wäre ich vor lachen fast gestorben.
Die jW muss aufpassen, dass ihre Marketingchefin nicht von Jung von Matt, fischerAppelt oder der BILD-Zeitung abgeworben wird.
Gönnen wir den beiden ihre Freude.
"Die jw als kleiner, aber brillianter und vor allem 'linker' Fisch ... Wie es aussieht wurde diese abgegriffene Metapher ja in der Klüßendorfschen "Marketingabteilung" ausgedacht." - - Nein, das mit dem kleinen, aber brillianten Fisch ist absolut nur "auf meinem Mist gewachsen"! Also bitte nicht auch das noch der jw in die Schuhe schieben.
Und zum Thema "gleichgeschaltete Staatsmedien und Konzernpresse": Diese Schreiberlinge decken immer nur dann Skandalewa in diesem Land auf, wenn es politisch korrekt ist und eine Kampagne ausgerufen wurde (z.B gegen den Buprä Wulff http://juergenelsaesser.wordpress.com/2012/02/17/neue-angriffswelle-70-spekulanten-contra-wulff/). Was den Mechanismus der Gleichschaltung betrifft: Schon mal was von 'stillschweigender, präemptiver Selbstzensur' oder 'vorauseilendem Gehorsam' gehört? Die Springerpresse hat zudem repressive Redaktionsrichtlinien - davon schon mal gehört?
Da beschwert sich ein Chefredakteur, der jahrelang seine besten Freunde bespitzelt hat über die heutige Spitzelei in der BRD. Das ist glaubwürdiger Journalismus. Und Jürgen Elsässer ist natürlich eine seriöse Quelle und deine Fremdwörter find ich auch ganz dufte. Erinnert mich bisschen an den alten Einsteinsatz "Das Einfache kompliziert auszudrücken ist die Genialität der Schwachköpfe." Und wenn man argumentativ gar nicht mehr weiter kommt, bezeichnet man andere wahlweise als Nazi, Geheimdienstmitarbeiter oder als Agent der Springerpresse. Das ist alles wirklich lustig und ich schätze dich für deine ebenso Argumentafreien wie humorvollen Auslassungen - vor allem weil man hinter jedem Buchstabe deine vor Empörung und Wut zitternden Finger spürt. Das macht Spaß. Wirklich. Ehrlich. Grüße an Elsässer - ich dachte eigentlich der wäre bei der jW in Ungnade gefallen.... klingt für mich nach Verzweiflung. Ob das deinen Chefs bei der jW gefällt... Mensch, Mensch mach kein Mist
Die Genossen von der Stasi haben sich übrigens meist schnell selbst geoutet, die wirklichen Verräter kamen aus dem Westen. Bei dem was der Göbel da so zu verteidigen versucht, wäre er zu DDR Zeiten mit etwas Pech von der Normannenstraße nach Hohenschönhausen gebracht worden. Lohndrückerei und Sozialbetrug waren nämlich keine Staatsziele der DDR und deshalb wäre es unklug gewesen, so etwas zu verteidigen.
Die DDR unterdrückte die individuelle Freiheit, aber das tat die BRD auch. Sicher war ein Berufsverbot nicht so hart wie der gelbe Jammer in Bautzen, aber im Endeffekt ging es um die gleichen Unterdrückungsziele.
Eigentlich sollten alle der Jungen Welt dankbar sein. Macht sie doch sehr deutlich, woran die Idee des Sozialismus in Wirklichkeit gescheitert ist.
An den Opportunisten die sie für den eigenen Vorteil verarten. Dabei alle die mundtot machen, die aus Sorge um die Idee deren Fehlentwicklungen bennnen.
Das ist aber einfach das Wesen der Theologie, dass sie keine anderen Götter als die eigenen neben sich duldet. Das ist übrigens gut für diejenigen die schwach im Glauben sind oder die einen kraftlosen Glauben haben. Sie werden dadurch gestützt. Auf alle anderen wirken sie natürlich lächerlich. Aber es ist nur Schwäche.
merken Sie wirklich nicht, wessen Geschäft Sie hier betreiben? So dumm sind Sie doch nicht. Ist Ihnen nicht klar, dass Sie sich für eine Kampagne instrumentalisieren lassen, hinter der bestimmte Kreise, wie BAK-Shalom oder die Linkspartei-"Realos" stehen?. Wenn Ihnen wirklich was an der jungen Welt liegt wie sie immer behaupten, sollten Sie ihre Blogtexte und die Kommentare schnellstmöglichst löschen. So nützen sie nur dem Feind!!!
"Die Lehren von Karl Marx sind wahr, weil sie mächtig sind!"
Ich sagte damals, dass diese Aussage wohl nicht ganz richtig sei. Schließlich würde sie Marx ziemlich diskreditieren. Wurde dann aber harsch darüber belehrt, dass das alles so stimme und ich nur die Auffassung des Klassenfeindes vetrete.
Was meinen sie Herr/Frau ohne Mut zum eigenen Namen? Wer spielte damals und wer spielt heute dem "Feind" in die Hände?
Für mich waren Blogtext und Kommentare recht aufschlussreich.
Werde die junge Welt danach noch mehr unterstützen.
The President and the Press Address before the American Newspaper Publishers Association
President John F. Kennedy
Waldorf-Astoria Hotel, New York City
April 27, 1961
...
You may remember that in 1851 the New York Herald Tribune under the sponsorship and publishing of Horace Greeley, employed as its London correspondent an obscure journalist by the name of Karl Marx.
We are told that foreign correspondent Marx, stone broke, and with a family ill and undernourished, constantly appealed to Greeley and managing editor Charles Dana for an increase in his munificent salary of $5 per installment, a salary which he and Engels ungratefully labeled as the “lousiest petty bourgeois cheating.”
But when all his financial appeals were refused, Marx looked around for other means of livelihood and fame, eventually terminating his relationship with the Tribune and devoting his talents full time to the cause that would bequeath the world the seeds of Leninism, Stalinism, revolution and the cold war.
If only this capitalistic New York newspaper had treated him more kindly; if only Marx had remained a foreign correspondent, history might have been different.
http://www.jfklibrary.org/Research/Ready-Reference/JFK-Speeches/The-President-and-the-Press-Address-before-the-American-Newspaper-Publishers-Association.aspx
Gefunden hier:
Diskriminierung zweier Studentinnen an der FH Düsseldorf
http://www.diebandbreite.de/beschneidung-der-wissenschaft-an-der-fh-dusseldorf/