Was soll denn dieses Getue vom “vom kaum zu begreifen” und dem “falschen Film” wie wir es durch
FOCUS-Online vernehmen mussten. Diese Scheinheiligkeit tut doch nun wirklich nicht not. Wir wissen doch, genauso wie sie, nur zu ungut warum ihnen der Großinquisitor, ich nenne ihn immer gerne freundschaftlich unseren Ratz, das Purpurkäppchen aufgestülpt hat. Aus dem selben Grund, der auch ihn auf seinen unseeligen Thron gehievt hat.
Darum können wir doch ruhig klare Worte reden Woelki. Schließlich sind sie nicht der für das bequeme Hinterland des deutschen Katholizismus. Die oberbayrische Verlogenheitsidylle oder das gute alte rheinische Bigotterieparadies. Nein Woelki, sie stehen an der vordersten Front. Sozusagen im Sodom des 21. Jahrhunderts. Ihr Posten ist die gottlose Hauptstadt eines Reiches, dem schon wieder das heilig römische abhanden kommt. Immer schwächer wird der Griff, mit dem ihr dieses Land an der Leine führen könnt. Vorbei sind die Bonner Zeiten, in denen dafür noch eine Hand reichte. So dass man sogar noch die zweite frei hatte für die Hosentürchen der Messdiener.
Darum braucht es eben einen entschlossen Zupackenden, einen der fähig ist den nötigen Kreuzzug zu führen. Sie Woelki sind eben dieser Jemand. Weil sie nicht einer von diesen fettleibigen Genusspfaffen sind. Die könnten es nie aufnehmen mit der ganzen Teufelsbrut im dämonischen Berlin. Und was sind das doch da für Abgründe. Protestanten, Schwule, Kommunisten, Muselmanen und eine immer größer werdende Zahl von Gottleugnern hat sich in diesem Sündenpfuhl versammelt. Wie man hört sollen sogar die Jesusmörder sich dort wieder vermehrt sammeln. Für die hat zwar der Ratz seine Piusarmee. Doch sind der zur Zeit in Deutschland noch etwas die Hände gebunden. Es braucht also einen harten, einen ganz harten, Knochen auf diesem Schlachtfeld des rechten Glaubens. Sozusagen einen Doppelnullagenten des heiligen Stuhlganges.
Das ist der Grund warum sie in Berlin sind, und warum man sie zum Kardinal gemacht hat, Sie und wir wissen das! Also verstellen sie sich nicht. Dieser James Bond nennt doch auch immer seinen Namen. Eiskalt und ohne jeder Verschleierung. Woelki, dann können sie das wohl auch tun. Also das mit dem Namen nennen und die Bösen jagen. Was der sonst noch tut dürfen sie ja nicht. Jedenfalls nicht so öffentlich wie der.
So wo wir das nun geklärt haben Woelki, heißt es weiter im Thema. Da gibt es nämlich gerade Einiges zu tun. Das protestantische Schlachtschiff und sein hugenottisches Beiboot könnten sonst den Hafen im Schloss Bellevue falsch besetzen. Der ist zwar strategisch nicht der Wichtigste. Doch phsychologisch hat er einige Bedeutung. Nun war zwar der letzte Hafenkapitän dort einer von Euch. Doch eben nicht einer eurer Standfestesten. Wohl zu sehr verleitet vom Rock seines zweiten(!) Weibes ist er schwach gewesen. Ein leichtes Opfer für die Unrechtgläubigen und ihre respektlose Schnüffelmeute. Die welche auch aufmüpfig und vorlaut geworden war, weil einige Brüder und Schwestern im Glauben oft zu schwach bei manchem kleinen Dirndln oder Buben waren.
Doch das ist der schmutzige Schnee von gestern. Zurück zur Schlammschlacht von heute. Ein missionswütiger Luther-Bischoff, ein dummfaselnder Reformantenpfaffe und eine Protestantenemanze sind da im Loskessel zum neuen Hafenkapitän. Sie sehen Woelki es ist Gefahr im Verzug. Nun denn, dann mal schnell die Pupurkampfhaube über den Dogmaschäldel gestülpt und ran an die Bouletten. Der Teufel und seine irdischen Herrscharen schlafen eben nie.