Seit meiner StudieZeit veröffentliche ich Texte. Seit 40 Jahren. Und seit 30 Jahren „professionell". Seitdem bin ich Mitglied (nicht nur „Wahrnehmungsberechtigter“) der
VG WORT (genauer der derzeit aus 51 Mitgliedern bestehenden Gruppe III: Wissenschaft):
„Die Verwertungsgesellschaft WORT wurde im Februar 1958 gegründet. Sie ist ein Rechtsfähiger Verein kraft Verleihung, in dem sich Autoren und Verlage zur gemeinsamen Verwertung von Urheberrechten zusammengeschlossen haben.
Zweck des nicht gewinnorientierten Vereins ist es, die ihm vertraglich anvertrauten Nutzungsrechte und Vergütungsansprüche seiner Mitglieder und Wahrnehmungsberechtigten treuhänderisch wahrzunehmen. Dies bedeutet unter anderem, eine angemessene Vergütung der Autoren und Verlage sicherzustellen und Geld von denjenigen zu kassieren, die das geistige Eigentum anderer nutzen. Die aus zahlreichen Quellen vereinnahmten Gelder werden anschließend nach festgelegten Verteilungsplänen an Autoren und Verlage weitergeleitet.
Wie alle Verwertungsgesellschaften steht die VG WORT unter der Staatsaufsicht des Deutschen Patent- und Markenamtes.
Die VG WORT kann in juristischen Einzelfällen keine Rechtsberatung leisten.“[1]
Es folgen Zitate aus der Präambel von
FREISCHREIBER. Mit welcher Organisation ich nichts zu tun habe. Freilich meine, daß das „Positionspapier der Freischreiber zur geplanten Urheberrechts-Reform" (Ende Januar 2012)[2] wichtig (und auch richtig) ist ... auch wenn ich manche Formulierungen (nicht nur "Wir alle haben"), höflich gesagt, peinlich finde:
„Ohne freie Journalisten sind Medien in Deutschland heute nicht mehr denkbar: Tageszeitungsredaktionen hätten Mühe, ihre Seiten zu füllen, Rundfunkanstalten müssten den Betrieb einstellen und auch viele Magazine und Onlinemedien könnten einpacken ohne Freie, die ihnen die Inhalte liefern. Unser Anteil am Zustandekommen von Zeitungen, Zeitschriften, Internetangeboten sowie Fernseh- und Radiosendungen wird auch in Zukunft weiter steigen.
Trotzdem: […] Verlage und Rundfunkanstalten diktieren die Honorare und Allgemeinen Geschäft bedingungen, verlangen immer häufiger das Abtreten sämtlicher Nutzungsrechte für ein einmaliges Honorar, das noch dazu immer geringer angesetzt wird. Und sie bedienen sich aus einem Haufen versprengter Einzelkämpfer. Auf diese Weise bauen die Verlage ihre Online-Angebote aus und verdienen zusätzlich an DVDs, Büchern und anderen Mehrfachverwertungen - Früchte unserer Arbeit, für die wir keinen Cent bekommen […]
Wir alle haben diesen Beruf gewählt, weil wir ihn lieben und als einen Pfeiler lebendiger Demokratie begreifen. Und viele freie Journalisten haben sich ganz bewusst für die Selbständigkeit entschieden. Wir liefern flexibel und zuverlässig auf die Wünsche der Redaktionen zugeschnittene Produkte, wir liefern wertvolle Ideen, saubere Recherche, gut geschriebene Texte, kurz: Qualität.
Ein seriöser Journalismus und professionell arbeitende Journalisten sind in unserer globalisierten Welt und Informationsgesellschaft besonders wichtig: um Informationen einzuordnen, unabhängig zu berichten und Hintergründe zu recherchieren, die nicht in Pressemitteilungen oder online zu finden sind. Doch gute Texte, sorgfältige Recherche und Erfahrung kosten Geld und sind nicht zu Dumping-Preisen zu haben. Wer Qualität und unabhängige Berichterstattung will, muss sie auch angemessen bezahlen.
Mit Sorge beobachten wir jedoch, dass Medienunternehmen zunehmend an Inhalten und Qualität sparen. Dem wollen wir nicht tatenlos zusehen.
Freischreiber, der Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten, setzt sich für die Belange freier Journalisten und die Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit ein: Wir wollen, dass die Öffentlichkeit erfährt, unter welchen Umständen heute Medien entstehen.
Dass es immer mehr Freie sind, die in ihren Zeitungen und Magazinen schreiben oder Beiträge für Radio und Fernsehen liefern. Wir wollen dazu beitragen, dass Journalismus glaubwürdig bleibt und gleichzeitig kreativ, überraschend, informativ, ernsthaft und unterhaltsam. Dafür brauchen wir faire Arbeitsbedingungen, vernünftige Bezahlung, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Redaktionen – und Verleger und Intendanten, die ihrer Verantwortung für Unabhängigkeit und Pluralismus in der Medienlandschaft gerecht werden.“[3]
[1]
http://www.vgwort.de/die-vg-wort.html
[2]
http://freischreiber.de/home/der-„dritte-korb“-darf-kein-maulkorb-für-urheber-werden-das-positionspapier-der-freischreiber-z
[2]
http://freischreiber.de/sites/default/files/Freischreiber_Präambel.pdf
e-Postadresse des Autors
eingreifendes.denken@gmx.net