Hörpflicht:
Die instrumentalisierte Zukunftsangst.
Vortrag von Prof. Dr. Gerd Bosbach
Zu hören/sehen in der SWR-Tele-Akademie:
Zu hören/sehen in der SWR-Tele-Akademie
Müssen wir die demographische Entwicklung wirklich fürchten?
Warum wird seit der Jahrtausendwende so viel über Bevölkerungsstatistik gesprochen? Wieso soll die private Rente „demographiefest“ sein? Und wem nutzt das alles?
Gerd Bosbach kennt durch seine langjährige Tätigkeit als Statistikberater in der Politik und im Gesundheitsbereich die Kraft scheinbar objektiver Zahlen - und deren interessengeleitete Interpretation. Aus dieser Erfahrung heraus beschreibt er oft übersehene, wichtige Zusammenhänge. So zeigt der Blick in das letzte Jahrhundert eine massive Alterung ohne Einschnitte in das soziale Netz, ganz im Gegenteil. Bestimmt die Demographie wirklich das Wohlergehen von Gesellschaften oder übernimmt sie nur die Rolle des Sündenbocks, um von anderem abzulenken?
http://www.tele-akademie.de/begleit/video_ta120401.php
Ausgewählte Veröffentlichungen:
Lügen mit Zahlen: Wie wir mit Statistiken manipuliert werden (zus. mit Jens Jürgen Korff). Heyne Verlag, München, 2011
Albtraum Demographie - Die Deutschen sterben aus, die Rente ist nicht sicher. Wie mit der Bevölkerungsstatistik Angst gemacht wird. Außensicht Süddeutsche Zeitung 2.1.2012
Droht eine Kostenlawine im Gesundheitswesen? Irrtümer und Fakten zu den Folgen einer alternden Gesellschaft (zusammen mit Klaus Bingler). Soziale Sicherheit 1/2008
Demografische Entwicklung - Realität und mediale Aufbereitung. Berliner Debatte Initial 3/2006
Kein Anlass zu Furcht und Panik – Fakten und Mythen zur „demografischen Katastrophe“ (mit Klaus Bingler). Deutsche Rentenversicherung (Hrsg.: Verband Deutscher Rentenversicherungsträger). 11-12/2004
Politik mit dem Hammer: Wie Statistik instrumentalisiert wird, Ludwig-Erhard-Stiftung: Orientierungen zur Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik. Heft 100, 6/2004
Demografische Entwicklung – nicht dramatisieren. Gewerkschaftliche Monatshefte 2/2004
Warum erreichen diese Erkenntnisse nicht unsere Politiker?
Und auch nicht das Gros der Bürger?
Wieviel oder was bedarf es, um jemandem den Verstand weg zu bezahlen, damit er freiwillig das tut, was die profitierenden Wirtschaftskonzerne/Banken/Versicherungen wollen?
Kritische Journalisten macht man so mundtot:
Quelle:
NDR-ZAPP
Im Anschluß ans Referat hier (m)ein Hinweis auf einen besonders aparten „Privatisierung“sinteressenten, den Herrn Rürup:
Wer sich in diesem Blog umschaut könnte bemerken, daß auch hier und nicht erst seit vorgesternmorgen der neuste Coup des Herrn Maschmeyer (-> http://www.mr-ag.com/de/startseite.html) kritisch be(ob)achtet wurde. Mit dabei als Matschmeyers AG-Partner nach seiner „Karriere“ als VWL-Lehrstuhlprofessor (emeritiert) und Regierungsspitzenberater (außer Diensten) Bert Rürup.
Das politökonomische Handeln dieses SPD-geförderten Herrn, dessen postmoderne Politfäkalie auch in diesem Blog Anfang 2011 (-> http://duckhome.de/tb/archives/8775-RUERUPISSMUS.html) kritisiert wurde und bei dem schon lange nix mehr ist mit „Dem Volke dienen“, bei dem´s vielmehr nur noch darum geht, reichlich „Am Volke verdienen“ - das Handeln dieses Herrn, der wissen dürfte, was er tut, empfinde ich als besonders verwerflich ...
Hier etwas von der Uni-Darmstadt zu diesem "ehrenwerten" Prof. Rürup:
http://www.gerechterente.net/de/symposium/anmerkungen-zu-professor-ruerup/
Meine Güte, sowas holt sich die Politik als "Wirtschaftsweiser".
Schade, daß junge Familien diesen geschäftlichen Widersinn oft nicht mehr durchschauen .
Wer kann uns zwingen, für die Rente zu leben?
gehen wir mal von den Otto Normalo-Arbeitnehmern aus.
Völlig klar, deshalb muss der Druck der künstlich produziert wird, von den jungen Familien genommen werden, in dem Alter kann man sich noch gar nicht über die Dimensionen klar sein, es sind ganz andere Alltagsprobleme zu bewältigen.
Die grundllegende Daseinsvorsorge, die Lebensrisiken dürfen nicht der Gewinnmaximierung unterworfen sein,
Gut durchdacht:
http://www.altersdiskriminierung.de/download/Positionspapier-12-12-2011.pdf
„ […] Wo Gerechtigkeit nicht einmal erstrebt wird, wo die Gleichheit, die den Kern der Gerechtigkeit ausmacht, bei der Setzung positiven Rechts bewußt verleugnet wurde, da ist das Gesetz nicht etwa nur ‚unrichtiges‘ Recht, vielmehr entbehrt es überhaupt der Rechtsnatur. Denn man kann Recht, auch positives Recht, gar nicht anders definieren als eine Ordnung und Satzung, die ihrem Sinne nach bestimmt ist, der Gerechtigkeit zu dienen.“
Gustav Radbruch, Gesetzliches Unrecht und übergesetzliches Recht; in: Süddeutsche Juristenzeitung, 1 (1946) 5: 105-108; Gesamtausgabe Radbruch, ed. Arthur Kaufmann, vol. III, Heidelberg 1990: 83-93; vgl. in diesem Blog -> http://duckhome.de/tb/archives/9235-DER-ANSCHEIN-DES-RECHTS.html sowie zur sogenannten "Radbruch-Formel"
-> http://de.wikipedia.org/wiki/Radbruchsche_Formel
Freundliche Grüße von Richard Albrecht