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    <title> - Fiktive Geschichten</title>
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    <pubDate>Sat, 01 Aug 2009 18:16:40 GMT</pubDate>

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        <title>RSS:  - Fiktive Geschichten - </title>
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    <title>Massengeiselnahme: Bundestagsabgeordnete im Bundestag mit Mistgabeln festhalten?</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/6959-Massengeiselnahme-Bundestagsabgeordnete-im-Bundestag-mit-Mistgabeln-festhalten.html</link>
            <category>Fiktive Geschichten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (He-Ka-Te)</author>
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            &lt;br/&gt;Volker Bouffier (CDU) hat nun auch vor Anschlägen im Vorfeld der Bundestagswahl gewarnt. Zudem wies er auf die Gefahr von Massengeiselnahmen hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/220/482674/text/&quot; target=&quot;blank&quot; title=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/220/482674/text/&quot;&gt;Süddeutsche&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Es gebe Hinweise, dass &quot;islamistische Terroristen&quot; den Wahlkampf spektakulär nutzen wollten, um mit Anschlägen den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan zu erzwingen, sagte Bouffier der Bild-Zeitung. Als Sprecher der Unions-Innenminister erklärte Bouffier, die Sicherheitsbehörden müssten jedes Szenario in Betracht ziehen und sich entsprechend vorbereiten&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wen würden Sie als Geisel bevorzugen, wenn Sie einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan erpressen wollen würden? Vermutlich wäre die Antwort genau jene, die man als Szenario seitens der Sicherheitsbehörden gar nicht erst in Betracht ziehen würde.&lt;br /&gt;
Ein Terrorakt der ganz besonderen Güte. Was würde ich Terroristen lieben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  
        </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 01 Aug 2009 11:25:00 +0200</pubDate>
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    <category>Abgeordnete</category>
<category>Bundestag</category>
<category>Deutschland</category>
<category>Geiselnahme</category>
<category>Terror</category>
<category>Wahl 09</category>

</item>
<item>
    <title>Anonymous interna</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/6499-Anonymous-interna.html</link>
            <category>Fiktive Geschichten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Helene Doomsday)</author>
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            &lt;br/&gt;Haben Sie eigentlich eine Ahnung gegen wen Sie da kämpfen? Oh ja, ich weiß - Sie wissen das sehr wohl. Sie sind aber einer von der Sorte, die schon immer gegen die kämpften. Sie gehören zu den Unverbesserlichen, zu denen die schon immer deren Feinde waren. Gegen die die immer gekämpft haben und dies noch immer tun. Erfolgreicher als früher, weil sie heute die Mittel haben es ihnen so schwer wie nie zuvor zu machen. Selbst das &quot;Erkennen können&quot; haben sie unter Kontrolle. Und Sie denken nach wie vor, dass Sie es schaffen könnten die zu besiegen? Wie naiv sind Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie Geld brauchen oder haben; wenn Sie helfen können andere von ihnen zu überzeugen; wenn Sie in der Position des Einflusses sind.. dann dürfen Sie Kontakt aufnehmen - anderen Falls schweigen Sie lieber. Es ist besser für Sie. Glauben Sie mir.&lt;br /&gt;
Auch wir können nicht viel ausrichten, ... aber wir brauchen den Job... um unsere Familien zu ernähren. Wir wissen seit Jahren was hier läuft und durch welche Leute dies finanziert wird. Machen wir den Mund auf; rücken wir ihnen zu nahe..., seien Sie sich bewusst über diese Aussage: Zum nächsten Dienstbeginn dürfen wir einen Karton mitbringen - zum räumen unseres Büros.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hilfe können Sie nicht erwarten. Auch nicht wenn es unsere gesetzliche Aufgabe ist. Unsere primäre Aufgabe besteht nur darin, dass Schlimmste von denen abzuhalten, abzuwenden. Jegliche Fahndung in deren Richtung hat im Sand zu verlaufen. Erzählen Sie dieses jemandem, wird man Ihnen nicht glauben. Finden Sie jemanden der Ihnen hilft, haben Sie nur kurze Zeit autonome Hilfe... dann läuft er über. Tut er dies nicht, wird sein Ruf unwiederherstellbar ruiniert. Es darf niemand wissen wer dahinter steckt. Sie liegen nicht verkehrt, nur - passen Sie auf mit wem Sie sich darüber unterhalten. Passen Sie auf. Auf sich und Ihre Lieben. Dieses Gespräch hat nie stattgefunden - ich bitte Sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  
        </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 20 May 2009 17:38:00 +0200</pubDate>
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    <category>hintergrund</category>
<category>interna</category>
<category>korruption</category>
<category>macht</category>
<category>marionetten</category>

</item>
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    <title>Die Wächter im Inneren (Aufzeichnungen aus der Zukunft)</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/4622-Die-Waechter-im-Inneren-Aufzeichnungen-aus-der-Zukunft.html</link>
            <category>Fiktive Geschichten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Florian S.)</author>
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            &lt;em&gt;Eines Tages erhielt ich eine e-Mail, die unter mysteriösen Umständen den Weg zu mir gefunden hat. Ich wurde darin aufgefordert, die Aufzeichnungen zweier Menschen zu veröffentlichen. Dieser ungewöhnliche Briefwechsel, der mir zugeschickt wurde, würde angeblich in einigen Jahren stattfinden. Jene Ereignisse und Umstände, von denen darin die Rede ist, sollen bald eintreffen und unsere Gegenwart bestimmen. Was allerdings für uns in der Zukunft liegt, das ist für meinen Informanten - laut seinen Angaben - bereits Vergangenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile konnte ich immerhin einige seiner Hinweise verifizieren und damit seine Glaubwürdigkeit bestätigen. Mir liegen bereits umfangreichere Informationen über meine Kontaktperson vor, wie z.B. Name und &quot;Vita&quot;. Dennoch sollte die Anonymität meines freundlichen Informanten aus der Zukunft bewahrt bleiben. Ich darf nur so viel erwähnen, dass er einer wichtigen Gemeinschaft angehört, von der einige Menschen in absehbarer Zeit etwas erfahren werden.&lt;br /&gt;
Darüber hinaus konnte ich mehrmals auf seine Nachrichten antworten und ihm auch Fragen stellen. Meine gesamte Korrespondenz lag ihm bereits vor, dennoch antwortete er mir chronologisch.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;u&gt;«Die Wächter im Inneren»&lt;/u&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die nun folgenden Briefe enthalten die üblichen Kennziffern auf dem Umschlag. Zum besseren Verständnis habe ich den ersten beiden Briefen die Bedeutung der Identifikationsnummern beigefügt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg an Venus:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;An: W91-VM4223 / In: DE-W83S7 / Datum: D101348&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Liebe Venus. Schreibe keine e-Mail mehr. Halte Dich kurz. Auch kein Telefon, bitte! Briefe sind vermutlich geeigneter. Bei Kontrollen kann nicht viel gefunden werden... Kuss, Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Venus an Georg:&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;An: M39-GD7768 / In: DE-E42S3 / Datum: D101948&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Lieber Georg. Ich verstehe. Vermisse Dich. Briefe – wie romantisch. Ohne Visualisierung. Mein alter Kugelschreiber, erinnerst Du Dich? Damals, an der Zentraluniversität. Mir geht es gut. Bei Dir, Deine Venus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;W91-VM4223 / DE-W83S7 / D102348&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Liebe Venus. Brief unversehrt! Papier duftet nach Dir... Mein Bruder ist sehr krank. Seit seiner Temporärportierung in eine Work-Cell. Bin besorgt... dennoch, ich lache gerne. Spaziere oft im Wald und muss an Dich denken. Kuss, Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;M39-GD7768 / DE-E42S3 / D102748&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Lieber Georg. Brauchst Du Health-Points? Ich schicke Dir welche, eine Registrierung ist nicht notwendig. Kennst Du noch Michael aus Sektor 4? Er müsste bei Dir in der Stadt sein. Ich möchte Dich sehen, nur kurz am Screen. Einen habe ich mir neben das Bett angebracht. Ich kann kaum schlafen. Bei Dir, Deine Venus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;W91-VM4223 / DE-W83S7 / D103148&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Liebe Venus. Vertraue dem Screen nicht. Alles kommt ins Archiv. Mein Bruder hat kein Universal-Account, Health-Points nutzlos. Habe von Michael seit Jahren nichts mehr gehört. Pflege wenige Kontakte, Du weißt doch. Freundschaft wurde zur Ware... Kuss, Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;M39-GD7768 / DE-E42S3 / D110548&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Lieber Georg. Ich weiß nicht wie ich helfen soll. Bald darf ich umsiedeln. Dann sehen wir uns vielleicht wieder. Ich wurde befördert, Leistung macht sich irgendwann bezahlt. Anfangs war ich hier noch sehr besorgt. Mein Misstrauen war grundlos. Hast Du Dich schon um Deine Gen-Zertifizierung gekümmert? Bald wird alles gut. Bei Dir, Deine Venus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;W91-VM4223 / DE-W83S7 / D111148&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Venus, es wird immer komplizierter. Kann nicht mehr weg. Verweigere die Knochenmarkspende bei Ausreise. Eine Lüge – damit wird niemand gerettet. Mutter ist – wie Du weißt - gestorben, sie wurde nicht behandelt. Es macht keinen Sinn, verstehst Du nicht? Die Demonstrationen wurden niedergeschlagen, gestern. Die Gefühle bleiben. Kuss, Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;M39-GD7768 / DE-E42S3 / D111548&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Lieber Georg. Es gibt Lösungen. Wenn Du doch nur Zugeständnisse machen könntest. Ich mache mir Sorgen. Aber nicht so sehr wegen der Ereignisse,- sondern um Deine Einstellung. Die Staatenfirma hat für unsere Zukunft vorgesorgt. Unsere Opfer dienen dem gemeinsamen Erfolg. Was wäre, wenn wir angegriffen werden? Wir sind in Sicherheit. Bei Dir, Deine Venus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;W91-VM4223 / DE-W83S7 / D111948&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Liebe Venus. Du hast schon immer den Mittelweg gesucht. Aber unser Leben ist keine Tabelle, keine Checkliste zum abarbeiten. Meine Wünsche und meine Hoffnungen lassen sich nicht kommerzialisieren. Aus Controlling wurde tatsächlich Kontrolle. Die Überwachung ist doch nur ein dämlicher Nebeneffekt. Zu viel geschrieben... dennoch – mir fehlen die Worte. Von Angesicht zu Angesicht könnte ich es Dir jetzt vielleicht erklären. Kuss, Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;M39-GD7768 / DE-E42S3 / D112348&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Lieber Georg. Ich kann Dich verstehen. Du müsstest wissen, was ich empfinde. Vor meinen Augen spielen sich jedoch ganz andere Dinge ab. Die globale Wirtschaftsagenda nutzt uns allen früher oder später. Du solltest die Aufbruchstimmung miterleben. Sieh nur genauer hin. Es ist nicht alles schlecht. Hast Du vor, Dich wieder mit den Leuten der Gedankenrenaissance zu treffen? Bei Dir, Deine Venus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;W91-VM4223 / DE-W83S7 / D112848&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Venus, unsere Ansichten waren nie dieselben. Aber war und ist es nicht etwas anderes, das uns verbindet? Die Menschen sprechen so wenig von Liebe. Fast nur von Angst und Geld. Oder sie sind leicht zufrieden zu stellen. Und einige wollen einfach bloß überleben. Nicht hier, sondern anderswo... ich glaube den Hochglanzprophezeiungen nicht. Habe jetzt keinen einzigen Screen mehr bei mir. Kuss, Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;M39-GD7768 / DE-E42S3 / D120248&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Georg, ich soll vorübergehend nach DE-E49S1. Wahrscheinlich können wir uns noch dieses Jahr sehen. Es wäre schön, mit Dir das Neujahr zu feiern. Bei Dir in Sektor 7 findet doch das große Fest der European Company statt. Wie wäre das? Ich bekomme Eintrittserlaubnis, für uns beide! Bis dahin habe ich noch etwas Geschäftliches zu erledigen. Freust Du Dich? Bei Dir, Deine Venus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;W91-VM4223 / DE-E49S1/ D120748&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Liebe Venus. Du bist seltsam. Bin nicht verwundert darüber. Du hattest mich ja gefragt: Ja, habe mich gestern mit einer Gruppe der Gedankenrenaissance getroffen. Endlich unter gleichgesinnten Menschen, es war angenehm. Frag nicht wann und wo genau, auch nicht mit wem. Du kennst sie nicht. Ich freue mich auf Dich, nicht auf das Fest. Kann nicht nachvollziehen, warum sich so viele Leute in Wartelisten führen lassen, um an sogenannten öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen zu dürfen. Dich erwartend, Dein Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;M39-GD7768 / DE-E42S3 / D121148&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Lieber Georg, Du hast mit mir die notwendigen Zukunftsreformen durchgemacht. Die letzten Schritte können wir gemeinsam gehen. Warum zweifelst Du nur? Wir gehören zusammen, so wie es sein soll. Ich weiß, dass wir es schaffen und dass Deine Bedenken unbegründet sind. Es wird schön. Und auf der Feier wirst Du Dich amüsieren. Vielleicht knüpfst Du die richtigen Kontakte und kannst wieder als Lehrer vermittelt werden. Das hast Du Dir doch damals gewünscht, bevor Du abgelehnt wurdest. Sei nicht so starrköpfig, Deine ständige Kritik schadet Dir nur. Es schadet uns. Kannst Du meine Einstellung akzeptieren? Bei Dir, Deine Venus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;W91-VM4223 / DE-E49S1/ D121748&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Begreifst Du es nicht? Mein Tun, mein Engagement wurde mir stets vorgeworfen. Viele Menschen haben diesem Druck nicht mehr ausgehalten, sie suchten den Tod oder wurden in den Wahnsinn getrieben. Wir sind keine Roboter. Wofür haben wir unsere Technologie und die Maschinen? Ich bin nicht programmierbar. Zum Glück können unsere Gedanken nicht gelesen werden. Du weißt nicht, was in einigen Menschen tatsächlich vorgeht. Du ahnst es nicht einmal, weil Du Deine Augen vor dieser Wirklichkeit nur verschließen kannst, damit Du funktionierst. Beende die Diskussion, - es ist ein Risiko. Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;M39-GD7768 / DE-E42S3 / D122048&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Georg, nicht jetzt, wehre Dich nicht. Es ist nicht mehr weit, dann haben wir es geschafft. Die stärksten werden gewinnen. Die Mühe wird nicht umsonst sein. Was kümmern Dich immer die anderen? Denkst Du nicht an uns? Sag mir, wer Dich wieder auf die falsche Bahn gelenkt hat. Wer sind die Scharlatane aus dieser umherspukenden Gedankenrenaissance? Du hast doch mitbekommen, was für nutzlose Leute auf die Straßen gegangen sind und eine Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellen. Sie wollen nur alles kaputt machen, was andere mühsam aufgebaut haben. Und das willst Du aufs Spiel setzen? Dein Leben riskieren? Für was? Ich bin in genau einer Woche in Deinem Sektor. Bei Dir, Deine Venus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;W91-VM4223 / DE-E49S1/ D122348&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Venus, falls dieser Brief Dich noch erreicht: Vor uns liegen dunkle Zeiten. Doch Du befürwortest die totale Finsternis. Habe von den Plänen des Rates der European Company gehört. Werde nicht mit Dir kommen. Mein Körper gehört mir und nicht der Biowirtschaft. Eigenartig, ich glaubte, Dich gestern auf der anderen Straßenseite gesehen zu haben. Dann warst Du plötzlich verschwunden. Irgendetwas passiert in nächster Zeit, ich spüre es. Das Innenleben kann nicht überwacht werden. Dein Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;M39-GD7768 / DE-E42S3 / D122748&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Lieber Georg, ich werde erst am Neujahrstag kommen und Dich abholen. Die Ausschreitungen werden immer größer. Das Friedensnetzwerk hat mich in die Gefährderzonen geschickt, um mit der militärischen Industry Security einen Aufstand der umherschweifenden Blöcke zu verhindern. Glaubst Du noch immer, ich erzähle Märchen? Unsere globale Sicherheit ist nun offensichtlich vor Deiner Haustür bedroht. Bis dann. Bei Dir, Venus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;M12-MT7741 / DE-E42S4 / D123148&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Michael, es ist so weit. Vertraue Venus nicht, ich zweifle. Geh zu meinem Bruder. Hilf ihm so weit wie möglich. Morgen wird die Staatenfirma mit den Implantaten beginnen. Die erste Welle findet auf dem Fest der EC statt. Ich weiß nicht, ob wir uns wieder sehen werden. Ich danke Dir für alles. Vergiss niemals was passiert ist und geschehen wird. Sei vorsichtig. In ewiger Freundschaft, Georg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;M23-BB6660 / DE-Z1 / D010149&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Sehr geehrter Herr Präventivratsvorsitzender. Mein Persönlichkeitsauftrag ist erfüllt. Die Dokumente liegen bei. Den Fall M12-MT7741 habe ich an die zuständigen Stellen übergeben. M39-GD7768 konnte abgefangen und bei seinem Putschversuch eliminiert werden. Ich möchte Sie bitten, mich nun in die Aufklärungseinheit „Final Solution“  zu versetzen. Die Gedankenrenaissance ist noch nicht gänzlich aufgelöst. Freie Grüße, Lifeguard Venus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Thu, 18 Dec 2008 21:08:18 +0100</pubDate>
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    <category>Gemeinschaft</category>
<category>Gesellschaft</category>
<category>Zukunft</category>

</item>
<item>
    <title>Gedanken zum Tag</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/4157-Gedanken-zum-Tag.html</link>
            <category>Fiktive Geschichten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (morbus kitahara)</author>
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            Ich verhülle mal wieder die Gliederpuppe auf den Friedhof der Gedanken, wo am Boden eine Tür mit einer Diele verrammelt, von Brachvögel und Krähen bewacht scheint. Eine Tür worauf vermerkt steht: Im Westen nichts neues...  Und so hocke ich vor jenem Boden, die Höhlung meines Gedankenraums vorsichtig abtastend, weil ich mal wieder der letzter auf die Beerdigung der Moral war. Dieses Drama war nicht nur dem Menschen gewidmet, sondern das Mensch-Sein an sich; denn wir verkaufen uns. Rücken zusammen, wollen uns aber kaum näher sein: Kaum nah in Gedanken; nah in Berührung; nah am Ort unserer Geburt; wo wir noch unschuldig an das Gute im Menschen glaubten. Und wir geben ihnen Namen, die Verführer unserer Gedanken. Wir heben sie hoch und lassen uns von der relativen Schönheit blenden, welche aus Versprechen, wie aufgewärmtes Harz, in uns hinein tropfen... Merken zu spät, wie der Frosch im Wasserbad, dass es uns die Eingeweiden zerkocht... all diese Lügen aus Mündern von Politiker, Bosse und Magnaten...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stehen am Friedhof unser selbst und beobachten das wegfahren des Kutschers. Die Räder tief im Schlamm vergraben, und die Spiegelung unserer Wut auf den Bock gesetzt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird Zeit die Diele zu entfernen und die Tür einzutreten... Denn die Gliederpuppe erblindet allmählich immer mehr...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein klasse kurzes Filmchen zum Thema: Wahn und Zirkus. Gefunden in &quot;The New Yorker&quot;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://link.brightcove.com/services/link/bcpid1827871374/bctid2461958001&quot;&gt;Newyorker&lt;/a&gt;  
        </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 24 Nov 2008 14:52:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.duckhome.de/tb/archives/4157-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Der Stein der Weisen</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/3819-Der-Stein-der-Weisen.html</link>
            <category>Fiktive Geschichten</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Jochen Hoff)</author>
    <content:encoded>

            
                             &lt;br /&gt;
Professor Manfred von Reuchlin, Ritter des Templerordens, mehrfacher Doktor der Chemie und Biologie, saß einsam vor der großen Fensterscheibe seines Wohnzimmers und blickte hinaus in das Schneechaos, das teilweise von den Lampen der Sicherheitsanlagen, erhellt wurde. Ab und an blitzten auch an den fast unsichtbaren Berghängen Lichter auf, die bezeugten, dass die Wachen auch in dieser Nacht ihrer Aufgabe nachkamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neujahrsnacht in den Bergen. Bis auf die Wachen und einige Tierpfleger lag der riesige, teils unterirdische Laborkomplex völlig verlassen in diesem schlecht zugänglichen Seitental.                &lt;br /&gt;
Neujahrsnacht in den Bergen. Der Professor hob grüßend das Glas zu den unsichtbaren Gipfeln. Dies also war die Stunde seines größten Triumphes. Vielleicht sogar die Stunde des größten Triumphes der Menschheit. Nur würden ihm keine Triumphbögen errichtet werden. Er rechnete eher damit, dass ihm die Menschheit alle Flüche derer sie fähig war, nachsenden würde, wenn sie wüsste, welche Chance ihr mit den Entscheidungen dieser Nacht genommen werden sollte. Aber wie schon einmal, im frühen Mittelalter, würde die Menschheit auch diesmal ahnungslos bleiben. Das war zumindest seine einzige Hoffnung. Damals war das Wissen der Alchemisten zusammen mit ihnen und einem ganzen Kloster für viele Jahrhunderte untergegangen. Heute würde ein Feuer alleine nicht mehr helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er griff zum Telefon, die Nummer des Palazzo del Sant&#039;Uffizio in der Vatikanstadt hatte er schon vor Tagen nachgesehen. Das letzte Mal hatte  er die 003906 beim Tod seiner einzigen Tochter gewählt, doch auch die wohl am höchsten angesiedelte Telefonseelsorge konnte ihm damals nicht weiterhelfen. Heute jedoch würde er bereitwillig Hilfe erhalten. Er schaltete den Lautsprecher ein. Doch zunächst kamen nur die Wählgeräusche und dann das armselige Fiepen, mit dem sich die Verschlüssungssysteme auf einen gemeinsamen Code einigten. Er lächelte, bei dem Gedanken, wie oft in den vergangenen Jahren die Systeme gegen neue ausgetauscht worden waren, weil die angeblich unknackbaren Codes von Schülern und Studenten wie Nüsse aufgebrochen worden waren. Endlich ertönte ein Freizeichen, und nach dem dritten Signal, wurde abgenommen. Wie zu erwarten, begrüßte ihn selbst zu dieser nachtschlafenden Zeit eine Stimme in bestem Latein: &quot;Hier ist das päpstliche Sekretariat für besondere Fragen. Womit kann ich ihnen helfen?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Professor antwortete in bestem Altgriechisch. &quot;Professor Reuchlin  hier, ich muss sofort den Kardinal sprechen.&quot; Bevor die Gegenseite antworten konnte, fügte er noch hinzu: &quot;Ja, ich weiß, wie spät es ist, wecken Sie den Kardinal und sagen Sie ihm, dass ich ihn unbedingt allein sprechen muss.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester auf der anderen Seite war ausreichend geschult, um sofort zu reagieren. &quot;Wollen Sie warten, oder sollen wir Sie kurzfristig zurückrufen?&quot;, erfolgte die Antwort ebenfalls in Altgriechisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ich warte, und der Kardinal soll sich anziehen, es wird ein langes Gespräch.&quot; Der Professor schenkte sich das zweite Glas Wein dieser Nacht ein. Aus dem Lautsprecher drang die Stille eines leeren Büros, das nach kurzer Zeit von Vermittlungsgeräuschen und einem weiteren Fiepen des Verschlüsselungssystems abgelöst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Manfred, du um diese Zeit? Ist es nicht ein bisschen früh für einen Neujahrsanruf, und viel zu spät für einen mitternächtlichen Gruß?&quot;, ertönte die Stimme des Kardinals in klarem Deutsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wir haben ein ernsthaftes Problem&quot;, antwortete der Professor in Altgriechisch. &quot;Eminenz, lassen Sie uns lieber die Sprache wechseln. Selbst wenn wir abgehört werden, gibt es da kaum Übersetzer, die nicht in unseren Diensten stehen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kardinal antwortete nun auch in Altgriechisch. &quot;Meinetwegen, aber unsere Verschlüsselungssysteme sind heute so gut, und wer sollte uns abhören? Ich hab mittlerweile ein solches Telefon sogar am Bett und kann gemütlich liegend mit dir telefonieren. Aber ihr Wissenschaftler seid ja immer Geheimniskrämer, viel schlimmer, als es die Kirche jemals war.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Eminenz, Sie erinnern sich an das Glas mit den Oligoneuriella rhenana, im Imagostadium, die ich ihnen vor einem Jahr im Hochsicherheitslabor zeigte. Ich habe sie heute getötet.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ach, Sie und ihre komischen Fliegen. Die Dinger sahen doch lustig und harmlos aus in ihrem Glas, wenn auch nutzlos. Rufen Sie mich deshalb an? Wollen Sie eine Absolution für den Mord an ein paar Fliegen? Das wäre dann die komischste Telefonseelsorge meines Lebens.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Eminenz, es waren keine Fliegen, sondern Ephemeroptera, die gemeinhin als Rheinmücken, oder Eintagsfliegen bezeichnet werden, aber auch keine Mücken sind, sondern eine eigenständige Gattung. Aber egal. Das Besondere an dieser Oligoneuriella-Unterart ist, dass sie normalerweise nur 40 – 50 Minuten im Imagostadium überlebt und wie alle Eintagsfliegen in dieser Zeit keine Nahrung aufnimmt. Meine haben 15.000 mal so lange gelebt und sind geflogen, ohne zu verhungern.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Was heißt Imago und was bedeutet das für uns? Wollen Sie andeuten, Sie hätten den Stein der Weisen gefunden?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Eine Eintagsfliege wird als Ei gelegt und entwickelt sich zunächst im Wasser zur Larve. Aus der Larve wird ein Subimago, bei dieser speziellen Art nach einem Jahr.  Der Schritt über das Subimago ist übrigens ziemlich einzigartig. Es ist das einzige flugfähige Insekt, das sich nach Entwicklung der Flügel nochmal häutet und damit vom Subimago zum Imago wird. Und nun zum zweiten Teil ihrer Frage. Ja, wir haben den Stein der Weisen entdeckt, oder das ewige Leben, aber wahrscheinlich eher die ewige Verdammnis.  Es ist auch kein Stein, obwohl amorpher Graphit und dessen katalytische Eigenschaften eine Rolle dabei gespielt haben, genau wie embryonale Stammzellen, der unterschiedlichsten Lebewesen,  aber auch einige Lanthanoide und Actinoide. Aber das wollen Sie sicher gar nicht so genau wissen. Ich hatte Sie gewarnt, als Sie mich baten, ich möge mich quasi als heimlicher Vertreter der Kirche an die Spitze dieser Forschungen zu stellen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Nein, Manfred, bleiben Sie mir bloß mit Ihrem Fachchinesisch vom Leib. Aber was bedeutet das, die Fliegen leben ewig und brauchen dabei keine Nahrung? Das ist doch nicht auf Säugetiere oder den Menschen übertragbar? Wir hatten letztens erst die Anfrage, ob es mit den Glaubensregeln vereinbar sei, Schweinelebern in Menschen zu verpflanzen, und konnten uns um eine Antwort drücken, da die Wissenschaft noch nicht so weit ist. Und, Manfred, natürlich habe ich Sie gebeten, für uns diesen Zweig der Wissenschaft zu überwachen. Sie waren prädestiniert dazu wie kein anderer. In einem Kloster hätten Sie uns nicht viel genützt.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Eminenz, meine Experimente mit den &#039;Fliegen&#039; sind übertragbar. Wir haben die gleichen Versuche an Mäusen und menschlichen Stammzellen gemacht. Im Prinzip wirkt das Ganze wie ein Reparaturgen. Wo normalerweise der Alterungsprozess durch Fehler beim Kopiervorgang des  Zellkerns eintritt, verhindert unser Gen genau das. Ja, es behebt sogar bereits vorhandene Fehler, wobei wir allerdings nicht wissen, wie die Fehlererkennung funktioniert. Dies bedeutet, dass Zellen sowohl gegen Krankheiten wie auch Strahlung und Gifte praktisch immun werden. Selbst fast tödliche Schnittverletzungen heilen so schnell, dass man dabei zusehen kann.  Allerdings ...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Aber das ist doch hervorragend, Manfred, und für die verbotenen Versuche mit menschlichen embryonalen Stammzellen hatten Sie schon von Anfang an unsere Absolution. Sonst hätten Sie ja gar nicht glaubwürdig arbeiten können. Wann beginnen Sie mit den Versuchen an Affen oder am Menschen? Stellen Sie sich vor, eine Menschheit ohne Krankheiten und Hungersnöte. Wie hoch sind die Produktionskosten und wie könnten wir sie verteilen?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Eminenz, ich habe bereits einen Versuch an mir selbst vorgenommen. Die Ergebnisse sind die gleichen. Ich brauche nur noch Bruchteile meiner früheren Nahrungsmenge und weniger als ein Tausendstel der normalen  Sauerstoffsmenge. Aber Sie verstehen das Problem nicht. Die Menschen würden nach meinen jetzigen Hochrechnungen ein paar tausend Jahre alt. Ebenso jedes Tier oder Insekt. Und das bei gleichbleibender Fruchtbarkeit, wie meine Mäuse zeigen. Es gibt kein Produktions- oder Verteilungsproblem.&lt;br /&gt;
Das Gen ist vererbbar und sowohl durch Speichel, Blutübertragung als auch durch Geschlechtsverkehr übertragbar. Einmal in die Welt gesetzt, lässt es sich durch nichts wieder zurückholen. Es ...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Manfred, Mensch, freuen Sie sich doch. Selbst die Überbevölkerung ist ein Problem, das wir lösen könnten. Im Zweifelsfall stehen uns Millionen von Planeten zu Verfügung. Wir ...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Sie wollen es einfach nicht verstehen. Natürlich sind alle Probleme lösbar, die meisten sogar leicht. Aber die Menschen werden sich ändern. Wer Tausende von Jahren leben kann, hat mehr zu verlieren. Die Menschen haben Zeit zum Denken. Wem, Eminenz, wollen Sie noch ein Paradies nach dem Tode versprechen, wenn wir eines auf der Erde haben? Wer braucht einen Gott, wenn er nicht in Hunger, Krankheit und Not gefangen ist? Die Erlösten brauchen keinen Erlöser. Vor allem, wie wollen Sie einen gütigen, allwissenden Gott darstellen, der in seiner Schöpfung, einen solch gravierenden Fehler im Bauplan hatte? Jedes Kind wird in der Schule lernen, welchen grandiosen Fehler Gott gemacht hat und dass die Menschen Gott korrigieren mussten. Wir reden über das Ende jeder Religion. Auch über das Ende der Wirtschaft. Die neue Menschheit würde ganz andere Prioritäten setzen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am anderen Ende der Leitung herrschte tiefes Schweigen. Der Professor schaute in den Schnee, aber das Bild hatte sich nicht verändert. Er wusste, dass er dem Kardinal soeben eine große Last auferlegt hatte, und wartete geduldig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer kleinen Ewigkeit räusperte sich der Kardinal. &quot;Entschuldigung, Professor, ich hatte wirklich nicht verstanden. Meine Aufgabe ist es zwar, auf die Einhaltung der Regeln unserer Kirche zu achten beziehungsweise diese auszulegen, aber an ein solches Problem habe ich noch nie gedacht.&lt;br /&gt;
Aber Sie haben Recht und Sie hatten mich von Beginn an gewarnt. Gibt es die Selbstvernichtungseinrichtung für den Komplex noch, die Sie mir bei meinem letzten Besuch zeigten? Sie müssen damals schon geahnt haben, dass dieser Zeitpunkt kommen würde. Ich hab es nur für Wichtigtuerei gehalten.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ja, die Einrichtung ist funktionsbereit. Ich habe sie bereits scharf geschaltet. Morgen um elf ist eine Versammlung aller Mitarbeiter. Aber die Selbstvernichtung allein wird nicht reichen. Rettungstrupps könnten früher oder später eindringen. Wir brauchen eine langfristige Lösung, die die Menschen für ein paar tausend Jahre am Betreten hindert.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wie nah sind andere Forschungseinrichtungen an Ihrem Ergebnis? Wer weiß außer Ihnen noch Bescheid? Könnte einer Ihrer Mitarbeiter kontaminiert sein? Ich habe Sie schon verstanden, aber ich kann diesen Schritt nur dann gehen, wenn ich sicher sein kann, dass er erfolgreich ist. Morden ohne Grund ist auch mir ein Graus.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Alle anderen Forschungsreinrichtungen haben ihre Schwerpunkte auf die Erforschung der Stammzellen gelegt. Niemand außer mir ist kontaminiert. Die Mitarbeiter wissen nur sehr wenig, aber gute Befragung könnte vieles zum Vorschein bringen und meine Versuche nachvollziehbar machen. Es sind insgesamt fast tausend Menschen und auch ich hasse Morde. Nur mein Assistent Dr. Jörg Römer weiß Genaueres, wenn er auch die Zusammenhänge nicht kennt. Er hat gesehen, wie schnell Verletzungen bei mir und den Mäusen heilen. Und er hat eine Tochter, die im Koma liegt. Es ist abzusehen, wann er mich um das Mittel bittet, das seine Tochter retten wird.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Gut, Manfred, ich werde meinen Teil der Last tragen. Ich habe die größte Hochachtung vor Ihnen. Die Kirche wird es Ihnen nicht danken können, weil sie es nie erfahren wird.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Eine Bitte hätte ich noch, Kardinal ...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ja, Manfred, dir sind deine Sünden vergeben. Ego te absolvo.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein letztes Klicken in der Leitung und der Professor war für den Rest des Tages und seine letzte Nacht mit seinen Gedanken allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Morgen des 2. Januar fuhr Dr. Jörg Römer auf der Autobahn in Richtung Alpen. Für den prächtigen Neujahrsempfang würde er viel zu spät kommen. Aber das war ihm egal. Er würde seinem Professor beichten müssen, dass er das neue Mittel seiner Tochter verabreicht hatte und diese aus dem Koma erwacht war. Natürlich würde er seine Stellung aufgeben müssen, aber im Vergleich zu dem, was ihm geschenkt worden war, bedeutete dies keine Last für ihn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 150 km vor seinem Ziel zwang ihn ein Lichtblitz zum Anhalten. Er konnte sich gerade noch auf die Standspur retten. Der Blitz war wie ein Trichter geformt gewesen und nun folgte ihm die typische pilzförmige  Wolke. Zwar wehte plötzlich ein starker Wind über das Land, aber die Berge hatten sowohl die Strahlung als auch den Sturm abgeschirmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er nach einigen Minuten weiterfuhr, meldete das Autoradio den Absturz eines Kampfflugzeuges in einem Bergtal, bei dem auch eine kleinere Nuklearwaffe sich selbst gezündet hatte. Die Bürger wurden davor gewarnt, sich dem Tal und seiner Umgebung zu nähern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Sun, 26 Oct 2008 05:18:00 +0100</pubDate>
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