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    <title> - Allgemein</title>
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    <pubDate>Wed, 08 Feb 2012 20:49:10 GMT</pubDate>

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    <title>Was ist das für ein Land?</title>
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            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Jörg Fuhrmann)</author>
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            Wohin Deutschland gekommen ist zeigt ein Beitrag auf shz.de. Dort wird darüber berichtet, wie ein Sozialhilfeempfänger aus Kappeln in einer Filiale des Lebensmitteldiscounters Lidl mit einem Gutschein vom Jobcenter bezahlen wollte. Nun kann man über die Thematik dieser Lebensmittelgutscheine im Allgemeinen ja reichlich diskutieren. Es ist sicherlich nicht sehr angenehm, wenn man mit so einem Schreiben an einer Kasse bezahlen muss. Verständlich ist da auch eine gewisse Scham des Betroffenen. Aus diesem nachvollziehbaren Grund hatte sich der gute Mann denn auch von Kappeln nach Süderbrarup begeben. Er wollte in der dortigen Lidl-Filiale, die sich schon alleine aus dem Umstand seiner “Zahlweise” ergebende Demütigung, durch etwas Anonymität mildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was er nicht ahnte war, dass sie dort aber eher noch gesteigert wurde. Denn das Personal dort ließ ihm eine Behandlung angedeihen, die nicht nur rechtswidrig sondern auch äußerst respektlos war. Auf seine Anfrage ob er mit dem Schreiben des Jobcenters aus Kappeln auch bei Lidl in Süderbrarup bezahlen könne wurde ihm laut shz.de das Folgende mitgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;… dass er mit seinem Gutschein zwar einkaufen könne - allerdings keine Markenprodukte. Der Hinweis der Kassiererin war eindeutig: Erlaubt seien ihm nur Lidl-eigene Artikel. [Quelle : &lt;a href=&quot;http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article/111/discounter-schraenkte-auswahl-fuer-hartz-iv-empfaenger-ein.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;shz.de&lt;/a&gt;]&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nun meint, das hinge mit den Vorgaben des Jobcenters oder aber aber der Geschäftpolitik von Lidl zusammen, der irrt. Nein, die waren es diesmal nicht. Aber gerade das hat mich auch so erschüttert. Nicht das mich all die Frechheiten, Rechtsbrüche und sonstigen Schweinereien der Jobcenter nicht interesseiern. Aber hier ist es etwas Anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist dieses Erkennen wie sehr das menschenverachtende, neoliberale Gedankengut bereits alle Schichten der deutschen  Gesellschaft erfasst hat. Wie es zu einer totalen Endsolidarisierung geführt hat. Denn genau das macht dieser Vorfall deutlich.  Der verantwortliche Mitarbeiter in dieser Lidl-Filiale hat nicht etwa versucht einem Menschen, dem es offensichtlich schlechter geht als ihm, im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, behilflich zu sein. Nein, er hat nicht einmal einfach nur Dienst nach Vorschrift gemacht. Er hat sogar gegen die Vorschriften seines Arbeitgebers verstoßen um sich, über einen anderen Menschen zu erheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer derzeit in Deutschland im Einzelhandel arbeitet gehört meist nicht mehr zu den Gewinnern dieser Gesellschaft. Die Arbeitszeiten, der Druck zu mehr Umsatz und die meist schlechte Bezahlung. Dazu kommt oft auch noch, dass viele sogenannte Kunden mit der die-müssen-ja-Einstellung die Mitarbeiter des Einzelhandels als eine Art Fußabtreter betrachten. Bei all dem sollte man doch etwas Nachsicht und Solidarität mit Schwächeren erwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wie hier gesehen ist das weit gefehlt. Denn offensichtlich reicht es selbst wenn man eigentlich zu den Verlierern im Rennen um das goldene Kalb gehört, sich dem der noch hinter einem ist gegenüber, wie einer der Gewinner zu verhalten. Ich weiß nicht was die Ursachen dafür sind. Reichen wirklich Überheblichkeit Neid und Missgunst? Oder sind da auch Angst und mangelndes Selbstwertgefühl mit im bösen Spiel? Wie es auch sei. Auf jeden Fall ist da eine Saat aufgegangen, deren Triebe noch sehr viel giftiger werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ … ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Beitrag erscheint sowohl in meinem &lt;a href=&quot;http://www.ordnungspolitik.at&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; als auch, nach langer Zeit mal wieder bei Entenhaus. 
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    <pubDate>Sun, 05 Feb 2012 12:31:58 +0100</pubDate>
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    <category>hartz 4</category>
<category>hartz-iv</category>
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<category>schleswig-holstein</category>
<category>süderbrarup</category>

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    <title>Von Ecken und Interessen Teil 2</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/9587-Von-Ecken-und-Interessen-Teil-2.html</link>
            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Martin Süß)</author>
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            Gestern war nun diese große Demo in vielen Weltmetropolen. Ich war unentschieden, ob ich hingehe, mich daran beteilige. Aufgerufen hatten viele dazu, man ist ja vernetzt. Geschafft hätte ich es auch noch, als ich zum Frühstück das Radio einschaltete. Doch da erklang das erste Lied. „be nobody&#039;s fool“ sang jemand immerfort. Ältere Mitmenschen kennen es, und so müssen es auch junge Popsternchen auf Wunsch ihrer Imageberater immer mal wieder neu interpretieren. Mein großes Vorbild Nietzsche wagte sich absichtlich provokant mit unzeitgemäßen Betrachtungen ans Licht der gebildeten Öffentlichkeit seiner Zeit. Zeitgenossen von mir können meist ein aus dem Zusammenhang gerissenes Zitat Nietzsches wiedergeben, und halten ihn darob für einen Frauenhasser. Sei s drum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist heute, und da hatte ich versprochen, über corners und Impulse für unser Handeln zu schreiben, darüber, wie beide zusammenhängen. Corners sind laut dem deutschen Forbes Magazin vor allem in Asien anzutreffende Gruppen sehr solventer Investoren. Die wollen trotz der Nicht-Existenz von Verkaufsoptionen auf Firmen und Branchen natürlich auch mal richtig viel Geld machen, Geld so richtig fett vermehren, und drücken den Kurs eines Unternehmens, das ehedem im nächsten Abrechnungszeitraum hohe Erfolgsaussichten hat, dergestalt, dass sie mit ihren großen Geldvermögen die Nachfrage am Aktienmarkt vorübergehend verknappen. Sie kaufen einen Großteil der am Markt gehandelten Papiere, (Aktien, aber auch Call-Optionen) und setzen so einen Trend. &lt;br /&gt;
Während der achtziger Jahre ging das hier in Zentraleuropa mal so ähnlich: Es gab zwar in der DDR keine Börse mehr, den Platz, die Bahnstation, an der die Börse mal stand, hatten die Behörden umbenannt, und doch ließ sich durch entsprechende Meldungen im Feindsender der geteilten Frontstadt Hysterie und Panik verbreiten. Butter, so hieß es, werde bei den späteren Brüdern und Schwestern im Osten bald richtig rar, und eben jene sollten rasch gehen, sich die letzten noch angebotenen Butterstücken kaufen. Nun war die DDR nicht gerade eine Überflussgesellschaft, in der ständig zu viel produziert und hinterher weggeworfen wurde. Es gab auch keine Obdachlosen, Hartz-IV-Betroffene und Gammelläden, wo von der Sozialpolitik Benachteiligte sich die abgelaufenen Lebensmittel mühsam erstehen mussten, für die die Spender-Firmen extra Umsatzsteuer-Abschreibungen erhalten. Da beinahe jeder DDR-Bürger dem Reiz des Verbotenen, den Feindsender zu hören, erlag, gab &#039;s plötzlich wirklich keine Butter mehr in Konsum und HO-Geschäften...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„I lie down and shiver-&lt;br /&gt;
in your golden river.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
(COIL)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für ein schlüpfriger Reim, was für eine Überleitung! Um Gold soll es jetzt gehen. Gold müsse man unbedingt haben, ruft es besonders seit dem Konkurs der Gebrüder Lehman im Jahre 2008 von überall her. Wer eine Publikation veröffentlicht, hat in Goldhändlern stets gute Anzeigenkunden. Gold ist das Krisenmetall, weil sein Gehalt in den Münzen für den Handel immer mehr reduziert wurde. Immer mehr in Umlauf befindliche Münzen hatten nicht mal mehr einen goldenen Überzug und büßten notwendig an Wert ein. Während Gold keine Zinsen abwirft, macht es die Angst der Menschen vor jeder Krise richtig teuer. Hier hat man irgendwie akzeptiert, dass es nicht von alleine mehr werde. Nur zu Beginn der neunziger Jahre, nach dem Zusammenbruch des Ostblocks, wurde kurze Zeit kolportiert, das gelbe Edelmetall habe seine Rolle als Krisenmetall verloren. Über die sagenhaften Goldreserven der SED-Führung sprachen manche gern. Hatte da jemand den Kurs künstlich unten gehalten? Pünktlich 1995, am Höhepunkt der verdeckten Aktivitäten in Jugoslawien, die ab 1999 zu den Nato-Bombardements führten, stieg der Goldpreis kontinuierlich an, und hat bis neulich nur eine Richtung gekannt. Ein Schelm, wer da Böses denkt! Theo Waigel, damals gesamtdeutscher Finanzminister, wollte die strategischen Goldreserven der Bundesrepublik verhökern und durfte nicht. War das Gold womöglich gar nicht mehr im Lande, nicht mehr in Europa? „Pfui! Verschwörungstheorie!“ höre ich schon das vielfache Echo auf meine Frage, will sie hier aber gar nicht klären,&lt;br /&gt;
lediglich zum Nachdenken und Diskutieren anregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die an einer Corner Beteiligten machen es in der Zwischenzeit, nachdem sie einen Wert zu besonderer Steigerung auserkoren haben, ähnlich wie der Liebe Gott: sie lehnen sich zufrieden zurück und freuen sich daran, wie das, was sie so fachkundig angefasst haben, wächst und gedeiht. Und verkaufen ihre Anteile alle auf einmal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit März wurden wir der Umsturzpläne in Libyen gewahr, der Aktivitäten einer Koalition der Willigen, die westliche Wertedemokratie auch gegen das Libysche Volk zu verteidigen, federführend war diesmal Frankreich. Sarkozys Frankreich. Inzwischen kann man lesen, dass Oberst Muammar Gaddafi im März libysche, in Frankreich gehaltene Konten habe auflösen wollen, und so der westlichen Wertegemeinschaft gar nichts anderes übrig blieb, als den Volkshelden in seinem Lande zu jagen, sein Volk mit DU-Munition und anderen Hochtechnologiewaffen zu beglücken. Der erste signifikante Einbruch des Goldkurses erfolgte Ende August, und wieder hieß es, der sei dem libyschen Gold zu verdanken, das gefunden, abtransportiert und plötzlich auf den internationalen Goldbörsen gehandelt wurde. Doch, als Gaddafis Gold eskomptiert war, was hat den nächsten, ungleich stärkeren Preiseinbruch hervorgerufen?&lt;br /&gt;
Auch das findet man versteckt hier und da in Berichten über Warren Buffett und Co. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben Sie davor Gold gekauft, ärgern Sie sich nicht, denn eine vorübergehende Konsolidierung bietet nach altem Börsenlatein stets die Chance, günstiger einzusteigen, eine Position günstig auszubauen. Und außerdem wird der Euro immer schwächer. Wenn das so viele sagen, muss es doch stimmen, nicht wahr? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.gold.de/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.gold.de/tools/chart/b/goldkurs_1monat_euro.jpg&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird wieder Zeit für ein Bibelzitat. Bei Matthäus 25:13 heißt es: &lt;em&gt;„Darum wachet! Denn ihr wißt weder Tag noch Stunde.“&lt;/em&gt; Dieser Vers ist die Schlüsselstelle für Zeugen Jehovas, wahren Fachleuten für den Untergang, den Weltenbrand vor der Entrückung der Guten. Mit &lt;em&gt;„ihr“&lt;/em&gt; waren wie immer wir anderen gemeint. Zeugen Jehovas mit wahrem Gottvertrauen wussten schon dann und wann, wann es so weit sein würde, dass die Welt untergehe. Wegen dieser Stelle aus dem Neuen Testament sieht man Jehovas Zeugen in aller Regel auch nicht lachen, denn wehe dem Zeugen, der zur Stunde der Entrückung lachend angetroffen werde. Dem bliebe in der Folge nur noch das Wehklagen im Angesicht des Fegefeuers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun waren laut der Berliner Zeitung gestern Tausende zu den Protesten erschienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Versorgung der heimischen Wirtschaft sind die Volks-, Raiffeisen und Sparkassen viel wichtiger als die internationalen Großbanken. Diese Institutsgruppen haben 2008 bis 2010 die Wirtschaft vor dem Totalkollaps bewahrt. Jetzt senkte Moody&#039;s ihr Rating der Nord LB auf D+, die drittletzte Stufe, weiter gibt es noch D, D- und E.   Sicher wird es für die Nord LB als einem der Spitzeninstitute der Sparkassen nun schwieriger, sich günstig mit Liquidität zu versorgen. Man darf annehmen, dass bald auch HeLaBa, WestLB, Bayern LB und LBBW wieder beschossen werden. Die Sparkassen werden sich künftig nicht mehr so risikofreudig bei Unternehmenskrediten zeigen. Die Prüfung der Abstufung der Deutschen Bank wird natürlich in den Medien ungleich stärker reflektiert, doch die kleine &quot;Randnotiz&quot; der Nord LB führt in der realen deutschen Geschäftswelt zu größeren Verwerfungen, konnte ich den Worten eines Herzogs vom gelben Blog entnehmen. Danke Volker fürs Weiterleiten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was haben die Demonstranten erreicht? &lt;em&gt;„Wandelt sich der systemstützende Protest in einen systemstürzenden?“&lt;/em&gt; fragt Robert Grözinger auf eigentümlich frei und vergleicht die Demo von gestern mit der vom 4. November 1989, als SED-Funktionäre, kommunistische Künstler, Schauspieler, Literaten und andere Aktivisten mit einer Großdemonstration versuchten, die brodelnde, systemgefährdende Unruhe in der DDR in reformerische, im Grunde aber systemstützende Bahnen zu lenken. Weiter führt er aus, dass der Wutpegel in den USA, wo die Bewegung entstand, noch nicht mit der damaligen Verbreitung des Zorns in der DDR vergleichbar sei, doch erinnere ihn die reformistische Natur der Forderungen, die Ausklammerung der Wurzeln des Übels gestern, an die Versuche von damals, den drohenden Sturz der herrschenden Klasse doch noch zu verhindern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zurück zu meinem gesellschaftlichen Diskurs. &lt;br /&gt;
Ist es nicht so, dass Börsianer immer mal kopflos handeln, in wenigen Sekunden Verkaufsaufträge ausgeführt werden, die Verluste minimieren sollen und so eine Kettenreaktion mit anderen Verlustreduzierungsaufträgen auslösen? Oder ist, wie auch oft gehört, der Euro gemessen an der Wirtschaftsleistung der EU-Mitgliedsstaaten unterbewertet?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wer die Welt mit Angst regiert&lt;/em&gt;, lautet der Untertitel eines sehr informativen Buches. Wer die Welt mit Angst regiert, sorgt für steigende wie fallende Goldkurse, für Demonstrationen wie für Staatspleiten, für Präventivkriege und Zustimmung dazu in der Gesellschaft, wenigstens einem Teil davon. Divide et impera. Auch am Handel mit Edelmetallen und Derivaten können viele nicht teilnehmen, bilden die Beteiligten eine kleine Gruppe. Wer die Welt mit Angst regiert, kommt vor Lachen über die ausgelöste Unruhe, die vielen ausgelösten Bewegungen und Gegenbewegungen abends nicht in den Schlaf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollen wir uns in guten wie in schlechten Zeiten manipulieren lassen, oder lernen wir endlich wieder, unsere Urteilskraft zu benutzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 16 Oct 2011 12:27:45 +0200</pubDate>
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    <category>BayernLB</category>
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    <title>Frauentausch war gestern, jetzt kommt die taz</title>
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            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Jörg Fuhrmann)</author>
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            Die Diskreditierung der Bezieher von Hartz4 gehört mittlerweile zu den deutschen Medien wie der Gestank zum faulen Fisch. Normalerweise wird dafür aber immer gerne der gemeine Durchschnittsproll hergenommen. Der quasi klassische Unsympath aus der Plattenbauwohnung. Der seine Tage auf Kosten der Allgemeinheit kettenrauchend und biersaufend vor der Mattscheibe des Krawallfernsehens verbringt. Dabei in schlechtem Deutsch und mit seiner ganzen Ungebildetheit die Gesellschaft für sein Elend verantwortlich macht. Das typische Feindbild jedes zivilisierten Menschen eben. Mit solchen Leuten hält sich das Mitgefühl dementsprechend in sehr engen Grenzen. Doch mit der weiteren Ausbreitung von Hartz4 über das Prekariat hinaus nutzt sich die Masche langsam ab. Plötzlich wird deutlich, dass auch die vormals so sichere Mittelschicht schon längst am Abgrund steht. Denn bei der Umverteilung von Unten nach Oben ist das Ganzunten mittlerweile ausgelutscht. Da lässt sich beim besten Willen nichts mehr heraus pressen. Nun ist man also eine Gesellschaftsschicht höher am aussaugen. Damit das ungestört möglich ist wird aber eine Ruhigstellung der Betroffenen benötigt. Hier wird der bisherige Weg einfach fortgesetzt. Schließlich hat es sich bewährt, durch die Bedienung von Ressentiments, die nötigen Vorurteile zu schaffen, welche eine Solidarisierung verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings gilt es diese etwas zu modifizieren. Es muss dem Lebensumfeld und dem Intellekt der Betroffenen angeglichen werden. Schließlich sollen Angst und Ablehnung möglichst nah heran an die Herde. Was nützt der beste Hirtenhund, wenn die Schafe meinen, sein Gebell ist weit weg. Ein Beispiel für diese modifizierte Hartz4-Hetze hat Susanne Messmer mit ihrem Artikel &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/Alleinerziehende-Hartz-IV-Empfaengerin/!77176/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;„Annas Träume“ vom 31.08.2011 auf taz.de&lt;/a&gt; abgeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wird in einer herzlich wirkenden Rührseligkeit über das Leben einer alleinerziehenden Mutter aus Berlin berichtet. Wie gesagt, es geht um keine Cindy oder Mandy, die sich, nach abgebrochener Schule, mit Zigaretten und Sonnenstudiobesuchen durch den Alltag schlägt. Nein, hier heißt die Arme natürlich Anna. Sie muss so heißen, denn dieser Name geht der Zielgruppe ordentlich nahe. Die gute arme Anna mit der lieben und so aufgeweckten Mathilda. Das geht zu Herzen. Soll es auch. Denn je gebildeter die Leute sind, um so wahrscheinlicher ist auch ein kritisches Hinterfragen. Darum sollte man das Gift bei diesen Leuten auch besser über das offenen Herz injizieren. Über den Blutkreislauf erreicht es dann schon das Gehirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau das tut Susanne Messmer in ihrem Artikel. Indem sie mehr und mehr von Annas Leben, ihrem Alltag und ihren Einstellungen berichtet, gibt sie Tröpfchen um Tröpfchen hinzu. Dabei steigert sie gekonnt die Dosis. Was mit der Beschreibung von Annas Wohnung, selbstverständlich in Berlin-Mitte, beginnt steigert sich über Sätze wie die Folgenden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&quot;Irgendwas mit Stadtentwicklung wäre toll&quot;, sagt sie, und denkt an eine Auftragsarbeit an der Uni. Sie musste Passanten befragen, und es gab sogar Geld. Das war vor knapp zehn Jahren. Damals verkaufte Anna noch hauptsächlich Drinks in Bars, die heute in jedem Reiseführer stehen. Dann ging sie nach Südafrika. Als sie zurückkam, verliebte sie sich und wurde schwanger. &quot;Ein Kind zum passenden Lebensabschnitt zu planen, das ist eben nicht mein Ding&quot;, sagt sie. Und jetzt? Kellnern geht mit Mathilda nicht mehr. Die Uni ist so lange her. Anna weiß nicht, wo sie anfangen soll. Sie bräuchte mehr Zeit. [Quelle : &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/Alleinerziehende-Hartz-IV-Empfaengerin/!77176/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;taz.de&lt;/a&gt;]&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis zum endgültigen Kopfschütteln, über eine menschliche Existenz die trotz eines Studiums der Sozialwissenschaften nicht in der Lage ist ihr Leben, selbst in den Griff zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bleibt man dann am Ende mit jenem Gefühl zurück, was erreicht werden sollte. &lt;em&gt;Die ist doch selbst Schuld, nur ihre kleine Tochter kann einem wirklich Leid tun.&lt;/em&gt; Man kann sagen wenn es um Hartz4-Hetze 2.0 geht, dann hat Frau Messmer hier wirklich ein Meisterstück abgeliefert. Es kann also munter weitergehen. Denn auch die neue Herde für die Schlachtbank hat wieder einen Hirtenhund gefunden. Passender Weise eben nicht RTL sondern die taz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ … ] &lt;br /&gt;
- parallel veröffentlicht im &lt;a href=&quot;http://www.ordnungspolitik.at/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weblog&lt;/a&gt; und im Entenhaus / 04.09.2011&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 04 Sep 2011 14:11:00 +0200</pubDate>
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    <category>die tageszeitung</category>
<category>hartz4</category>
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<category>susanne messmer</category>
<category>taz</category>

</item>
<item>
    <title>Ubuntu 11.04 Natty Narwhal - eine herbe Entäuschung</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/9116-Ubuntu-11.04-Natty-Narwhal-eine-herbe-Entaeuschung.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Jochen Hoff)</author>
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                         &lt;br /&gt;
Ich bin, oder besser ich war bis gestern Abend bekennender Ubuntu-Fan. Ich habe mich wirklich und ehrlich auf das neue Ubuntu gefreut und auch auf die Oberfläche Unity, weil es an der Zeit ist etwas für eine leichtere Bedienung zu tun, wie es auch Gnome mit Gnome 3 versucht hat. Ja, ich wusste das Unity noch nicht fertig ist und genau wie Gnome 3 eher noch hinkt. Aber die Dinge entwickeln sich nur, wenn man sie so früh wie möglich ausprobiert und begleitet.  Also habe ich Ubuntu 11.04 als Upgrade installiert. Auf meinem Netbook, dem Samsung NC10. Die Installation verlief problemlos wie immer. Schließlich ist das Ubuntu und dann startete der schicke Narwal zum ersten mal. Alles funktionierte auf den ersten Blick, sogar mein Hintergrundbild hatte überlebt. Schön. Unten fehlte die alte Schaltleiste mit dem Fenstermanager und einigen wichtigen Programmen, aber das war egal. Das konnte man ja neu bauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür gibt es an der linken Bildschirmseite eine Reihe von Icons, die viel zu groß sind und viel zu viel Bildschirm klauen. Gut ich bin ein Extremuser. Ich habe nicht selten bis zu 60 Instanzen des Firefox auf insgesamt 18 Fenstern am laufen, dazu TweetDeck, Chrome für bestimmte Anwendungen, manchmal auch noch Opera, wenn ich für Leser oder andere etwas einpflege. Dazu ein paar Textverarbeitungen, diverse Hilfsprogramme und und und. Ich bin ein User ohne Platz. Und den Platz auf dem Bildschirm brauche ich. Den kann ich nicht an ein Bildchenmenue verschenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nun gut. Vielleicht bringen diese Bildchen ja irgendetwas. Ich fahre mit Trackpad mal rauf und runter. Kotz! Das dauert gefühlte Jahre und die Bilder sagen mir noch nichts, aber es gibt Texte dazu. Schick ist irgendwie anders. Also teste ich die Icons. Das oberste ist mein persönlicher Ordner. Wie bitte. Ich habe mindestens 6 Ordner auf meinem Rechner die ich ständig brauche und noch mindestens 3 auf anderen Rechnern, dazu kommen die Clouds. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zweites Icon kommt der Firexfox. Ah. Da haben sie mir die Tabs wieder eingebaut, die ich wie die Pest hasse. Ich brauche neue Fenster die ich auf Bildschirmfenster je nach Thema verteilen kann und keine Tabs. Auf die Schnelle lassen sich die Tabs auch nicht wegsperren. Dafür fehlt die Leiste mit der Chronik und den Extras, die sich auf die schnelle auch nicht installieren lässt. Also viel Arbeit bis dieser Fuchs feurig und zu gebrauchen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür verschwinden die Menueicons wenn der Fuchs arbeitet. Erinnert an Windows 386. Ein Prozess zur gleichen Zeit. Steinzeit. Dann folgt dreimal LibreOffice. Braucht zum Laden genau die gleiche Ewigkeit die jede andere dieser Office-Versionen brauchte und ist ebenso unbrauchbar. Dafür gibt es am Fenster keinen Knopf mehr, mit dem man den Dreck zumachen kann. Man muss über File und ein langes Auswahlmenue nach ganz unten auf Exit scrollen. Das ist ein echter Fortschritt. Aber zum Glück kriegt man den Mist schnell aus dem Starter wie sich das ulkige Menue nennt gelöscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ubuntu One ein eigenes Icon hat ist wohl mehr als übertrieben, aber dafür wird die Verbindung zur Dropbox nicht mehr angezeigt. Dabei war das nützlich. Zumindest ist durch das Löchen von LibreOffice der Fensterumschalter in Klickreichweite gekommen. Oh wie produktiv 4 magere Fensterchen. Mit Rechtsklick keine Einstellmöglichkeiten. Aber dafür zeigt er mir die gerahmten Fensterchen. Langsam werde ich böse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klicken wir doch mal auf Anwendungen. Oh wie schick. Er zeigt mir die am häufigsten genutzten Anwendungen, dazu die installierten und auch welche die ich jetzt herunterladen kann. Ick werd irre. Aber halt da oben rechts am Rand gibt es unter Alle Anwendungen ein Menue wie wir es bisher kannten. Wieder ein Volkswandertrag mit Touchpad. Juchu. Das sieht einigermaßen brauchbar aus. Gehen wir doch mal auf System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es die Aktualisierungsverwaltung und die Konfiguration des Anmeldebildschirms und man darf Benutzer und Gruppen verwalten und selbstverständlich neue Software installieren. Ich hab sicherlich ein paar hundert Menschen Ubuntu empfohlen und es auch sicher hundertmal für andere installiert. Wie erklär ich den Omas nun, dass sie nichts installieren sollen. Ha, da sehe ich, das noch weitere 13 Ergebnisse angezeigt werden können. Ah. Da sind die restlichen Systemprogramme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Frage an die Entwickler dieses Irrsinns. Habt ihr wirklich schon mal mit einem Computer gearbeitet? Ubuntu ist ein Produktionssystem. Jeder weitere Klick, jeder zusätzliche Mausweg hindert die Leute daran produktiv zu sein. Habt ihr sie noch alle? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Unity ist absolut unbenutzbar. Es macht Arbeit, verführt zu leichtfertigen Programminstallationen und einem Riesenaufwand an Mausschubserei. Es ist unbrauchbar und eine Schande für die Ubuntu-Entwickler. Oh sicher man kann einiges umbauen, es etwas produktiver hinbekommen, aber viel bringen wird das nicht. Wie damals bei KDE 4 hat man sich einfach zu viel vorgenommen und vollständig versagt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich werden jetzt wieder die Schreihälse kommen die mir sagen aber du musst Unity doch nicht benutzen. Bleib doch einfach beim alten Gnome-Standard. Das ist eine tolle Empfehlung. In einem halben Jahr kommt eine neue Version und dann gibt es vermutlich gar kein Gnome mehr. Ich kann also eine Entscheidung nur vertagen. Vielleicht sogar um zwei Jahre bis es keine Updates mehr gibt für den miesen Narwal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das ist Quatsch. Wenn ich eine Distribution nutze, ist es sinnvoll vorne mit dabei zu sein, um sie auch mit meinen begrenzten Möglichkeiten nach vorne zu bringen. Das geht am besten bei der täglichen Arbeit. Da kann man sich auch ein paar Workarounds leisten, aber die grundsätzliche Möglichkeit des produktiven Arbeitens muss gegeben sein. Das ist mit Ubuntu und Unity nicht mehr der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, es ist einfach über Anwendunge-&gt;System-&gt;Anmeldebildschirm wieder zurück auf UbuntuClassics also die alte Gnome Variante umzuschalten. Aber es ist auch ein Anfang vom Ende der Zusammenarbeit mit Ubuntu. Man wird sich die verschiedenen Gnome Varianten anderer Distributionen ansehen müssen, was wurde aus KDE und der absolut tödlichen Libnepomurx, die jede professionelle Arbeit unmöglich machte? Vielleicht erklärt sich ja auch Ubuntu noch einmal und verspricht Besserung. Es bleibt ein Schwebezustand und ein verdammt unglückliches Gefühl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://flattr.com/thing/175291/Ubuntu-11-04-Natty-Narwhal-eine-herbe-Entauschung&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img src=&quot;http://api.flattr.com/button/flattr-badge-large.png&quot; alt=&quot;Flattr this&quot; title=&quot;Flattr this&quot; border=&quot;0&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 26 Apr 2011 08:07:56 +0200</pubDate>
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    <category>enttäuschung</category>
<category>linux</category>
<category>natty narwahl</category>
<category>ubuntu</category>
<category>unbrauchbar</category>
<category>unity</category>

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<item>
    <title>KULISSENKULTUR</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/8511-KULISSENKULTUR.html</link>
            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Richard Albrecht )</author>
    <content:encoded>

            
            &lt;strong&gt;THEATRALISCHE KULISSENKULTUR&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Mediengeschichtlicher Hinweis nach Hannah Arendt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Albrecht&lt;br /&gt;
&lt;a href=http://www.denken-lernen.org target=&quot;blank&quot;title=&quot;denken-lernen&quot;&gt;denken-lernen&lt;/a&gt; Als politische Wissenschaftlerin hatte sich Hannah Arendt (1906-1975) auch politikgeschichtlich im Zusammenhang mit ihrer Deutung des Status gesellschaftlicher Paria(h)s mit Prominenz als medienvermittelter Bekanntheit und „Berühmtheit“ beschäftigt. Sie sah die Begründung in dem, was sie operettenhafte „theatralische Kulissenkultur“ der „Kulturberufe“ im allgemeinen und des „Theaterwesens“ im besonderen nannte und was später das „Starwesen“ Hollywoods ausmachen sollte, schon „vor seiner Verbreitung durch den Film“ in der Vorkriegsmetropole Wien und der „Kulissenkultur in Österreich […] vollständig vorgebildet“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Hannah Arendt kritisierte die sich immer dann, wenn „das Theater als Realität“ gilt, ergebende „Verkehrung und Verwechslung von Sein und Schein“: der mimischtheatrale „Maßstab der Größe ist ausschließlich der gegenwärtige Erfolg“. Jeder aufs Jetzt und Hier  verkürzte „gegenwärtige Erfolg“ im „Kulturbetrieb“ verwechselt – so Arendt – auch „die Bedeutung von Autoren mit der Auflageziffer ihrer Werke“. Was sich als „Elite der Auserwählten“, „Kaste berühmter Männer“ und „Gesellschaft der Berühmten“ selbst verstehe und im „Kulturbetrieb“ dargestellt werde - sind nach Arendt „gesellschaftlich gesehen [...] Parias“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Der Ruhm, der Erfolg, war ein Mittel gesellschaftlich heimatloser Menschen, sich eine Heimat, sich eine Umgebung zu schaffen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere jüdische Schauspieler, Künstler, Intellektuelle, Autoren und Publizisten bedurften als „gesellschaftliche Paria“ des „schützenden Kleides des Ruhmes“ als „eine Art Heimatrecht in der internationalen Elite der Erfolgreichen“. Auch diese Zugehörigkeit erwies sich jedoch als Illusion. Die &quot;internationale Gesellschaft der Berühmten“ wurde „das erste Mal im Jahr 1914 zersprengt, bevor sie 1933 endgültig unterging.“(1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Hannah Arendt, The World of Yesterday [1944]; zitiert nach: Die verborgene Tradition. Acht Essays. Frankfurt/Main 1976: 74 ff., hier 83 f.; The Origins of Totalitarism [1951]; zitiert nach der letzten erweiterten deutschsprachigen Ausgabe: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. München-Zürich 1986: 102 ff., hier 106; vgl. Richard Albrecht, „Das totalitäre Phänomen“: Zur politischen Soziologie des Totalitarismus der deutsch-jüdischen Autorin Hannah Arendt; in: soziologie heute, August 2010: 3 (2010) 12, 32-35; ebenda, Oktober 2010: 3 (2010) 13, 36-38&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richard Albrecht&lt;br /&gt;
eingreifendes.denken@gmx.net&lt;br /&gt;
http://eingreifendes-denken.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
© Autor (2010)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 12 Oct 2010 10:36:05 +0200</pubDate>
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    <category>grundkurs soziologie</category>
<category>hannah arendt</category>
<category>kulissenkultur</category>
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<category>schwindelstrukturen</category>
<category>soziologie heute</category>
<category>theaterwelt</category>

</item>
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    <title>Der Prozess ein Lehrstück . . . . </title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/8087-Der-Prozess-ein-Lehrstueck-.-.-.-..html</link>
            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (AntjeS)</author>
    <content:encoded>

            
            . . . . . wie  &lt;a href=&quot;http://www.duckhome.de/tb/archives/8036-David-gegen-Goliath-Recht-gegen-kapitale-und-politische-Macht-oder-wie-Unrecht-zu-Recht-gedreht-werden-soll.html&quot; title=&quot;hier&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;  schon eindrucksvoll beschrieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Wolf-Dietrich Hufenbach vom Bürgerportal Wilhelmshaven schreibt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&quot;Der Prozeß wird zusehens interessanter, da die Anklageschrift den eigentlichen Grund für die &quot;Anschuldigungen&quot;, die Günter E. Völker gegen die Unternehmenspraxis der LzO und die &quot;Duldung&quot; durch das Oldenburger Landgericht sowie die Landesregierung vorbringt systematisch ausklammert, so die Ausführungen der Verteidiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lediglich die Anschuldigungen gegen LzO Aufsichtsratsmitglieder und Richter und wie diese formuliert und verbreitet wurden sind Gegenstand der Verhandlung, nicht der aus der NS-Zeit stammende Paragraf 16 Absatz 2 aus dem Jahre 1933, der es der LzO &quot;gestattet&quot;, sich selbst sogenannte &quot;Titel&quot; auszustellen, um Vermögen, Grundbesitz oder Immobilien ohne richterlichen Beschluss pfänden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorsitzende Richter Plagge argumentierte, dass der NS-Paragraph möglicherweise überholt sei, was aus dem Munde eines eigentlich informierten Richters reichlich schwammig klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entweder es ist Recht oder nicht, denn ein Sonderrecht gibt es nach dem Grundgesetz nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Richter hätte man eigentlich auch einmal die Pflicht sich zu erkundigen, ob der angesprochene NS-Paragraph nicht sogar verfassungswidrig ist, entgegen dem heute geltenden niedersächsischen Sparkassenrecht aus dem Jahre 2004.&quot; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.buerger-whv.de/vorschau/cms/index.php?e1=143&amp;e2=6001&amp;e3=6056&amp;e4=7138&quot; title=&quot;hier weiter&quot;&gt;hier weiter&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Prozeß wird zunächst am 2. und 8. Juni 2010 vor dem Landgericht Oldenburg weiter verhandelt und dürfte an Spannung weiter zunehmen.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der nächste Termin ist für den 22.Juli angesetzt!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 02 Jun 2010 21:55:56 +0200</pubDate>
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</item>
<item>
    <title>Radioaktives Grundwasser</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/7991-Radioaktives-Grundwasser.html</link>
            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (He-Ka-Te)</author>
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            &lt;br/&gt;Im US-Bundesstaat New Jersey hat radioaktiv kontaminiertes Wasser, das aus einem dortigen Atomkraftwerk ausgetreten ist, das Grundwasser erreicht. Behörden befürchten nun, dass das konterminierte Wasser die Brunnen erreichen könnte.&lt;br /&gt;
Erst am 8. April erhielt das älteste US-Atomkraftwerk Oyster Creek eine 20 jährige Laufzeitverlängerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Quelle:&lt;/em&gt; &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/blogs/2/147583&quot; target=&quot;blank&quot;&gt;Telepolis&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  
        </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 09 May 2010 10:36:00 +0200</pubDate>
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    <category>AKW</category>
<category>Grundwasser</category>
<category>Laufzeitverlängerung</category>
<category>Radioaktiv</category>

</item>
<item>
    <title>Biogas: Ambitioniertes Kunstprojekt gescheitert</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/7692-Biogas-Ambitioniertes-Kunstprojekt-gescheitert.html</link>
            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Luise)</author>
    <content:encoded>

            
            Peter Fend ist ein Künstler und Visionär. Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffen des 1950 in Ohio geborenen US-Amerikaners steht die natürliche Umwelt und dabei alles, was mit Wasser zu tun hat. Die Europäische Kulturhauptstadt Ruhr muß allerdings 2010 auf seinen Beitrag verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Presseerklärung von Roland Schnell: &quot;Keine Erleuchtung durch Biogas in der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010&quot; &lt;br /&gt;
 Schon im April 2009 hatte er ein Projekt »Feuer und Flamme für Flüsse« vorgestellt: Biogas sollte aus dem Aufwuchs von drei Gewässern im Ruhrgebiet gewonnen werden. Fend wollte damit zeigen, daß »es nicht nur möglich ist, Biomasse aus der Natur zu entnehmen, ohne diese zu schädigen, sondern, daß die Natur dadurch sogar gestärkt werden kann.« Er stellte einen Bezug zum Rhein-Herne-Kanal her, der im Jahr 1914 fertiggestellt wurde. Den dann folgenden Krieg hatte Fend bereits 1992 in seinem Beitrag zur Dokumenta als Krieg um fossilen Kohlenstoff als Energieträger interpretiert. Er wollte 2010 zeigen, daß es jenseits der begrenzten Vorräte, um die Ölgesellschaften Kriege führen lassen, einen unerschöpflichen Rohstoff aus der Natur gibt und das sogar in einer dicht besiedelten Industrielandschaft. Als integraler Teil einer Kunstaktion sollten die Besucher selbst beim Ernten der Biomasse Hand anlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt im Ruhrgebiet steht in der Tradition der »Ocean Earth Construction and Development Corporation«, die 1980 Fends Ruhm begündet hat und von der New York Times als »Mischung zwischen Konzeptkunst, Aktivismus und Unternehmergeist« gefeiert wurde. Es benenne brennende Umweltprobleme duch den Einsatz von Kunst als Design.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Matzner, Kurator der EMSCHERKUNST.2010 war begeistert von Peter Fends Konzept und auch die Emschergenossenschaft reagierte zunächst positiv. Die Energie aus dem Biogas sollte in einer Art Teehaus mit dem Titel »Erneuerbar« visualisiert werden. Die Biogasanlagen sollten teils fahrbar, teils auf Schwimmkörpern montiert sein und zwischen den Stellen, an denen Wasserpflanzen geerntet werden und dem Ort der Biogasnutzung pendeln. Ein Kunstprojekt, dessen Realisierbarkeit im Auftrag von Peter Fend mit Experten und Praktikern aus dem Bereich der anaeroben Vergärung abgeklopft worden war. Zum wissenschaftlichen Stab gehörten unter anderem Shane Carter vom Clean Energy Centre in Neuseeland, der dort in verschiedenen Forschungseinrichtungen tätig war und eine nationale Biogaskonferenz organsiert hatte, und Dr. Carl Henderson, ein erfahrener Biochemiker aus der Industrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch EMSCHERKUNST.2010 traute diesem Sachverstand nicht und damit begann ein Drama, das den Künstler schließlich zum Rückzug aus einem Projekt nötigte, dessen Vorbereitungen er monatelang aus eigener Tasche vorfinanziert hatte. Dr. Simone Timmerhaus, als Vertreterin der Emschergenossenschaft begann an der »Machbarkeit« zu zweifeln und so wurde das Fraunhofer Institut UMSICHT in Oberhausen eingeschaltet, das um eine Beurteilung gebeten wurde. Obwohl Fend immer wieder betonte, daß es wichtig sei, den Sommer 2009 zum Anlegen eines Vorrats an Biomasse zu nutzen, bewegte sich nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei entwickelte sich gerade im Sommer 2009 die Wasserpest im Baldeneysee zur Plage. Zusammen mit dem Filmemacher Saschko Frey, der das EMSCHERKUNST.2010 -Projekt seit 2008 dokumentiert, produzierte Fend ein Video. Es zeigt, wie er in kurzer Zeit und mit einfachen Mitteln große Mengen an aquatischer Biomasse abschöpfen konnte. Derweil schwieg sich das Fraunhofer Institut darüber aus, welche Pflanzen geerntet werden könnten und wie die Vorbehndlung und Hydrolyse gestaltet werden müßte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich übergab der Dr.-Ing. Eckehard Weidner den Bericht des Fraunhofer-Instituts UMSICHT, in dem es heißt, daß über die Idee von Peter Fend zur Gewinnung von Biogas aus Wasserpflanzen in der wissenschaftlichen Literatur wenig zu finden gewesen sei und daß das Thema neu für das Institut sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. November teilte die Emschergenossenschaft mit, daß sie alles, was mit der Erzeugung von Biogas zu hätte, selber machen könnte. Dem Künstler wurde ein Vertrag vorgelegt, in dem von diesen essentiellen Aspekten seiner Kunstaktion keine Rede mehr war und seine Rolle auf den Betrieb eines Pavillions unter dem Namen »Erneuerbar« reduziert wurde. Die Emschergenossenschaft wollte auch Besuchern keinen Zugang zu den Stellen gewähren, an denen Wasserpest geerntet werden konnte. Nicht einmal eine Begehung der Stelle des geplanten Pavillions wurde dem Künstler gestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember 2009 schickte schließlich Dipl.-Ing. Joachim Krassowski vom Fraunhofer Institut eine Email, in der er mitteilte, daß es mit der anaeroben Vergärung von Wasserpest überhaupt keine Erfahrungen gäbe und noch viel Entwicklungsarbeit erforderlich sein. Allein dafür wurde dann eine halbe Million € angesetzt, mehr als Doppelte dessen, was Fend für die gesamte Kunstaktion veranschlagt hatte. Nun hatte Peter Fend engültig den Eindruck, daß er ausgebootet werden sollten und stieg aus dem Vertrag mit EMSCHERKUNST.2010 aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Nachhinein glaubt Peter Fend auch zu verstehen, wie es noch im September dazu kam, daß ihn das Fraunhofer Institut dazu bringen wollte, statt des von seinen Fachleuten entwickelten Konzepts einen transportablen Biogas-Mini-Reaktor der Firma PlanET in Gelsenkirchen einzusetzen. Es könnte damit zu tun haben, daß diese Firma am 9. Juni 2009 von NRW Wirtschaftsministerin Christa Thoben einen Zuwendungsbescheid über 71.000 € für das Projekt »Nachhaltiges Biogas« mit einem Volumen von 450.000 € zusammen mit Gelsenwasser und dem Fraunhofer Institut erhalten hat. Fend hatte das Ansinnen abgeleht, was ihm möglicherweise den Kopf gekostet hat, weil ihm der elektrisch beheizte Mini-Fermenter als absolut ungeeignet für sein ökologisch motiviertes Konzept erschienen ist. Sein Vorschlag, den Fermenter zu kaufen und umzurüsten, wurde abgelehnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige Tage später wurde ihm jeder Einfluß auf die Ernte der Biomasse, die Aufbereitung und die Biogastechnik entzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So muß die Europäische Kulturhauptstadt Ruhr auf ein Kunstwerk verzichten, das in der Tradition von Joseph Beuys (1921 – 1986) steht, einem Künstler, der im Ruhrgebiet heimisch war und an der Kunstakademie Düsseldorf gelehrt hat. Fend bezieht sich konkret auf die Installation »Fettecke« aus dem Jahr 1982. Fend begreift Methan den ersten in der Reihe der Kohlenwasserstoffe. Beuys hatte gesagt »Alles muß durch die Fettecke« und so geht für Fend in einer Ökonomie der geschlossenen Kohlenstoffkreisläufe alles durch das im Biogas enthaltene Methan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Erkenntnis, dessen Verbreitung in einem spektakulären Kunstprojekt dank kleinlicher Eifersüchteleien der Forscherzunft an der Ruhr ausgebremst wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einzelausstellungen von Peter Fend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 Bet and Win - Unit 2 Gallery, London (England)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 &quot;Parallelprojekte. Vorschläge für Condoleezza Rice&quot; - Galerie Christian Nagel - Berlin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1995 Landkraft - Ocean Earth - Künstlerhaus Palais Thurn &amp;amp; Taxis BV:BKV, Bregenz&lt;br /&gt;
1993 Neue Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum, Graz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 Galerie Christian Nagel - Köln&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 10 Feb 2010 13:37:21 +0100</pubDate>
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    <category>biogas</category>
<category>europäische kulturhauptstadt ruhr</category>
<category>forschung</category>
<category>kunst</category>
<category>ökologie</category>

</item>
<item>
    <title>Baumängel in der Hütte der Kanzlerin – Umzug zwecks Sanierung</title>
    <link>http://www.duckhome.de/tb/archives/7617-Baumaengel-in-der-Huette-der-Kanzlerin-Umzug-zwecks-Sanierung.html</link>
            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Ines)</author>
    <content:encoded>

            
            Es tropft im Kanzleramt, diesmal nicht verursacht durch die Speichelleckereien der Hofschranzen, sondern real durch die Decke. 250 Milliönchen verschlang einst die Errichtung des Glasbaukastens, neun Jahre später nach dem Erstbezug ist die Sanierung fällig. Baupfusch, Garantie abgelaufen. Mutti packt die Koffer und zieht in ein anderes Gebäudeteil um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://Baumängel in der Hütte der Kanzlerin – Umzug zwecks Sanierung&quot; title=&quot;Baumängel in der Hütte der Kanzlerin – Umzug zwecks Sanierung&quot;&gt;Baumängel in der Hütte der Kanzlerin – Umzug zwecks Sanierung ...&lt;/a&gt; Vermeintlich würde man dieser Mitteilung keinerlei  Beachtung schenken, schließlich wird die Republik, deren Einwohner sich die Etikette von Fleiß, Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit sowie das qualitative Arbeiten („deutsche Wertarbeit“) zu Eigen gemacht haben, seit Jahren von diversen Hiobsbotschaften in Richtung Baumängel an öffentlichen Gebäuden überzogen.&lt;br /&gt;
Diese Bauobjekte - in der Regel durch die Geld sparende Kooperation der Public Private Partnership hervorgegangen -  sichern den privaten Bauunternehmen finanziellen Erfolg und dem Staat die lästige Pflicht sich um ihre Gewerke selbst zu kümmern. &lt;br /&gt;
Rückmietung und Nutzung über 30 Jahre - sparen im Sinne der Lobbyfreundschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch wenn es um die Neubauten der Regierung geht, dann ruft dies vermeintlich  den &lt;strong&gt;Bonn-Berlin Beschluss&lt;/strong&gt; ins Gedächtnis. In einem Jahr jährt sich die, mit einer knappen Mehrheit von 338 zu 320 Stimmen am 20. Juni 1991 geführten, Berlin Debatte zum 20. Mal. Die Entscheidung, dass der Regierungssitz nach Berlin verlegt wird, löste seinerzeit heftige Diskussionen aus. Es wäre zu müßig einzelne Argumentationen aufzulisten. &lt;br /&gt;
20 Jahre später verblasst allmählich die Erinnerung an das Bundeshauptdorf Bonn.&lt;br /&gt;
Berlin hingegen ist zu jener Metropole geworden, die sich die Mehrheit der Befürworter des Bonn-Berlin Umzuges gewünscht haben. &lt;br /&gt;
In kleinen melancholischen Rückbesinnungsmomenten möge der ein oder andere sich fragen, was wäre wenn….&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst wäre zu konstatieren: Der Verbleib der Regierung an alter Wirkungsstätte hätte erhebliche Gelder eingespart. &lt;br /&gt;
Die Kosten des Umzugs enden bis heute nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bonn strauchelt, zwischen ehemaligen Hauptstadtruhm und kleinbürgerlicher Dienstleistungsstadt. DAX- notierte Unternehmen wie Telekom, Post/DHL und Postbank haben sich breit gemacht, Arbeitsplätze geschaffen und beherrschen das Stadtbild. Neben dem Posttower fristet der „Lange Eugen“ (ehemaliges Abgeordnetenbürohaus) ein architektonisches klägliches Dasein. Seit April 2006 beherbergt das Haus insgesamt elf Organisationen der Vereinten Nationen. Es ist das Zentrum des am 11. Juli 2006 von UN-Generalsekretär Kofi Annan eröffneten „UN-Campus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internationalität hat die Stadt sich auf die Fahnen geschrieben, der ehemalige Glanz durfte nicht verblassen. Bauprojekte wie das World Conference Center zeugen von dem Versuch Bonns, sich in die vorderste Liga der Konferenzzentren dieser Welt zu bugsieren. Wäre es nur gelungen, dieses Prestigeprojekt ohne die Hilfe eines Heuschreckeninvestors zu realisieren. &lt;br /&gt;
Seit Wochen steht die Großbaustelle mehr oder weniger still. Der Investor ist abgetaucht, die Betreiberfirma insolvent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Bis Anfang 2009 wurden die Kosten für den Bau mit einem Kredit der Sparkasse KölnBonn in Höhe von 74 Mio. € und von dem Investor aufgebrachte Mittel finanziert. Weiterer Förderer mit 36 Mio. Euro ist das Land Nordrhein-Westfalen. Unterstützt wird die Erweiterung des Kongresszentrums zudem vom Bund mit Grundstücken im Wert von 43,5 Mio. Euro und Rücklagen aus den Ausgleichsvereinbarungen des Berlin/Bonn-Gesetzes in Höhe von 51,6 Mio. € (Stand: Dezember 2009).  Damit soll die Bundesstadt Bonn als Standort internationaler Organisationen, insbesondere der Vereinten Nationen, ausgebaut werden. Die Rücklagen sollen dazu dienen, mögliche Mindereinnahmen durch die Zinseinnahmen auszugleichen. Reichen diese nicht aus, sollen die Rücklagen selbst herangezogen werden und notfalls muss die Stadt die entstehenden Kosten tragen.&lt;br /&gt;
Quelle:  wikipedia&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &lt;em&gt;„Glücksfall von Bonn“&lt;/em&gt; (zitiert gemäß  Bonns Ex-Oberbürgermeisterin) entpuppt sich zunehmend als Millionenfalle. Mittlerweile beträgt die Finanzierungslücke geschätzte 60 Millionen Euro. &lt;br /&gt;
Verzweifelt werden neue Investoren gesucht, bis dato ohne Resultat.&lt;br /&gt;
Die Stadt ist durch die finanzielle Mehrbelastung in eine Krise geraten. Dennoch ermuntert sie das nicht, darüber nachzudenken, künftige Großprojekte von vornherein zu unterlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ihrem Wahn die kleine Stadt am Rhein auf internationale Spitzenplätze zu erheben, ist die nächste Großbaustelle im Visier: Das &lt;strong&gt;Festspielhaus Bonn&lt;/strong&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Ehren des verstorbenen Sohnes der Stadt Ludwig van Beethoven, soll in Bonn ein zweites Bayreuth entstehen. &lt;br /&gt;
Die Kosten würden brüderlich geteilt: Errichtung und Bau finanzieren die großen Unternehmern Telekom, Post/DHL und Postbank. Die alte Beethovenhalle werde  abgerissen und auf dem freien Grund entstünde ein neues Haus der kulturellen Kunst.&lt;br /&gt;
Für den künstlerischen und technischen Betrieb des Beethoven Festspielhauses soll eine Stiftung verantwortlich sein. Stiftungsanwärter: der Bund,  die Stadt Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis, die Sparkasse KölnBonn, der Bonner Kulturrat und die drei großen Unternehmen. Ferner stellte das Land Nordrhein-Westfalen 4 Millionen für den Betrieb des Hauses in Aussicht  - eine Million Euro pro Jahr, obgleich lediglich für vier Jahre zugesichert,  denn die Mittel ständen jährlich unter Haushaltsvorbehalt und sollten auch nur zur Finanzierung spezieller Musik-Projekte ausgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geldgeber für das Stiftungskapital: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat 39 Millionen Euro für die Stiftung Festspielhaus Ludwig van Beethoven bewilligt, weil er die Pflege von Beethovens Vermächtnis als nationale Aufgabe ansieht. Die Sparkasse KölnBonn beabsichtigt fünf Jahre lang jeweils eine Million Euro in die Stiftung einzubringen. Überdies erklärte der Rhein-Sieg-Kreis drei Millionen Euro zum Stiftungskapital beizusteuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht um Geld, was weder der Bund, noch das Land, ebenso die Kommunen derzeit haben. &lt;br /&gt;
Die Festspielhaus Initiatorin ist zwischenzeitlich verstorben. Bei einem Spitzengespräch in der vergangenen Woche trat indes ein anderer freudig auf, Peer Steinbrück, der ehemalige Bundesfinanzminister. Während der letzten Tage seiner Amtszeit hat er sich in der Krise nicht mit Ruhm bekleckert, nun tummelt er sich im Kleinstadtmilieu und fördert das, was er in der Vergangenheit zusammen mit Freund Roland herunterfahren wollte, die Subventionen. &lt;br /&gt;
Die Fördermittel der öffentlichen Haushalte bedienten hier eine reiche Klientel. Kartenpreise zwischen 200 und 50 Euro sind dem Publikum vorbehalten, die sich diesen Luxus leisten können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine 500 m Luftlinie von der mit der Abrissbirne bedrohten Beethovenhalle (Platz des neuen Festspielhauses) gammelt die Bonner Oper vor sich hin. Sanierungswürdig, Kostenpunkt 20 Millionen. Das Bonner Theater hingegen ist Mittler von Kultur und Bildung, bedingt durch eine freundliche Preisgestaltung ermöglicht es zum Beispiel auch Kindern weniger betuchten Eltern den Besuch von Veranstaltungen. Realisierte sich jedoch das Projekt Festspielhaus, sind die Tage des Bonner Stadttheaters (Oper eingeschlossen) vermutlich gezählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Währenddessen wird an den Überlegungen gefeilt, wo sparen wir am besten Geld? Bonns Neu-Oberbürgermeister Nimptsch überlegte jüngst laut: an den Schulen…&lt;br /&gt;
Wo sonst?  Als ehemaliger Direktor einer gut geführten Gesamtschule lässt diese Ankündigung erschaudern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor der erste Spatenstich für das neue Festspielhaus geschieht, möchten die Stadtoberen eine Bürgerbefragung durchführen. Ob bei einem Nein alle bisherigen Anstrengungen gestoppt würden? Man zweifelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso wenig, wie man im letzten Jahrhundert den teueren Umzug der Regierung benötigte, bedarf es in Bonn einer großzügigen Beethovenbude für die zahlungskräftige Leistungselite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorkommnisse rund um die Stadt Bonn ständen eigentlich abseits als Provinzposse, aber in Zeiten der Krise und dem Abbau von Sozialleistungen, dem Einstampfen der gesetzlichen Krankenversicherung, sind sie wichtig erwähnt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Roland aus Wiesbaden nach einer allgemeinen „Arbeitspflicht für Hartz IV Empfänger“ giert, müssen die weltmännischen Gebärden in Form von kostenfressenden Prestigeobjekten hinterfragt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jenes Geld, welches die Treuhänder der Allgemeinheit verwalten, gehört den Bürgern nicht den Superreichen dieses Landes oder den Stadtvätern und – müttern, die ihre Stadt in den internationalen Wettbewerb befördern wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier bestünde ein erhebliches Einsparungspotential, zumal die Kommunen in ihrer Pleite überhaupt nicht über das Geld verfügen, welches sie in ihren elitären Träumereien bereits vergeben. &lt;br /&gt;
Das Geld scheint da zu sein, aber eben nur woanders. &lt;br /&gt;
Es ist nicht vorhanden für die Teilnehmer dieser Republik, die durch die Misswirtschaft der Banken, durch Jobabbau, Lohndumping ins gesellschaftliche Abseits gedrängt wurden. Für sie sind nur Worte des Hohns und das ewige Fordern nach Anstrengung sowie der Ruf des Aufstiegswillens vorbehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutti aller Deutschen trifft es da nicht schlecht, denn ihre Hütte wird umgehend saniert. Ob die Kosten nun gedeckt sind oder nicht, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
        </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 18 Jan 2010 06:37:00 +0100</pubDate>
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    <title>Zwangsgebühren I - GEMA und VG-Wort</title>
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            <category>Allgemein</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Jochen Hoff)</author>
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                                     &lt;br /&gt;
Es ist immer problematisch wenn sich der Staat von hoheitlichen Rechten zugunsten privater Unternehmen oder privater Vereinigungen trennt. Sehr häufig werden dann die Interessen der Allgemeinheit und des Einzelnen zugunsten bestimmter Lobbygruppen verletzt. Dies geschieht typischerweise auch bei der GEMA und der VG-Wort sowie ihren Geschwistern VG Bild-Kunst, GVL und CELAS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich geht es um das Urheberrecht oder besser um die Besitzrechte des Großkapitals die geschützt werden müssen. Die GEMA zeigt auch ganz offen, wessen Interessen sie verfolgt. Ein Stück Popmusik, egal mit welchem Aufwand erzeugt, ist ihr 12 Punkte wert. Irgendeine millionste Aufnahme eines abgehalfterten Klassikstücks mit billigster Orchestrierung bis zu 12.000 Punkte. &lt;br /&gt;
                        &lt;br /&gt;
Dabei kommt es dann zu so komischen Auswirkungen wie bei der Sängerin Barbara Clear, die für ihre eigenen Liveauftritte, bei denen sie zumeist auch ihre eigenen Lieder sang, an die GEMA 65.000 Euro Gebühren in 2007 bezahlen musste, wovon sie aber nur 5.000 Euro als Einnahmen zurück bekam. Sie hatte mit 27.000 Euro gerechnet. Selbstverständlich verlor sie ihren Prozess gegen die GEMA, weil die Umverteilung vom kleinen Künstler zu den Futtertrögen des Großkapitals die eigentliche Aufgabe der GEMA ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch lustiger ist die VG-Wort die u.a. den Autor zwar haufenweise ihre idiotischen Pixel in seine Texte setzen ließ, es aber nie zuließ diese auch zu melden. Selbst wenn andere Zähler bereits über 5.000 unique Leser gezählt hatten, sagte das tolle Betrugssystem der VG-Wort, das nicht gemeldet werden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht bei der VG-Wort eben nicht um den Autor, sondern wie bei der GEMA darum, die Interessen des Großkapitals, in diesem Fall der Verlage zu wahren. Dafür bezahlt jeder Bürger, der Datenträger, Drucker oder Scanner kauft seinen Anteil. Es ist nichts anderes als eine Umverteilung von unten nach oben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zwangsgebühren nutzen den Autoren und Musikern nichts. Sie schaden ihnen sogar. Deshalb würde es Sinn machen VG-Wort und Gema sofort per Gesetz aufzulösen. Es ist besser nur keine Einnahmen zu haben, als auch noch Geld dafür ausgeben zu müssen, dass man keine Einnahmen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
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    <pubDate>Tue, 29 Dec 2009 04:19:00 +0100</pubDate>
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