Unter dem Motto "Wir haben es satt" demonstrierten gestern in Berlin 22.000 Menschen gegen die herrschende Agrarpolitik, die vom Profitgedanken geleitet wird. Ein breites Bündnis fordert eine Wende hin zu Leitlinien, die unser aller gesundheitlichen und ökologischen Interessen dienen, nebst fairen Handelsbeziehungen unter den internationalen Gemeinschaften.
Gemeinsame Pressemitteilung des Demonstrationsbündnisses "Wir haben es satt!" vom 22. Januar 2011
Berlin: Unter dem Motto "Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten" haben heute in Berlin 22.000 Teilnehmer für eine grundlegende Reform der Agrarpolitik, die Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft und besseren Verbraucherschutz demonstriert. Bei der bislang größten Demonstration dieser Art zogen Bauern, Umweltschützer, Imker und Verbraucher gemeinsam vom Berliner Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor.
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EU-Agrarpolitik auf Veränderungskurs
Agrarkommissar Dacian Ciolos, der Ende letzten Jahres Mariann Fischer-Boel abgelöst hat, scheint eine Richtungsänderung in der EU-Agrarpolitik einzuschlagen. Soviel wird deutlich, auch wenn noch nicht viele Details besprochen sind. "Greening" nennt er sein Programm, dessen Ziele für Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft (einerseits) stehen, aber andererseits auch für Ernährungssicherheit und ebenso für Umwelt- und Klimaschutz. Subventionszahlungen sollen künftig nach veränderten Maßstäben verteilt und auch an das öffentliche Interesse gekoppelt werden.
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Biogas: Ambitioniertes Kunstprojekt gescheitert
Peter Fend ist ein Künstler und Visionär. Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffen des 1950 in Ohio geborenen US-Amerikaners steht die natürliche Umwelt und dabei alles, was mit Wasser zu tun hat. Die Europäische Kulturhauptstadt Ruhr muß allerdings 2010 auf seinen Beitrag verzichten.
Presseerklärung von Roland Schnell: "Keine Erleuchtung durch Biogas in der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010"
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Presseerklärung von Roland Schnell: "Keine Erleuchtung durch Biogas in der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010"
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Von Wildtieren, Nutztieren und Menschen
Gestern Nacht lief in Arte ein Bericht von Molly Direen über Landwirtschaft in England, mit dem Titel "Unser täglich Fleisch" von 2007. Eigentlich wollte ich gleich wegschalten, weil es anfangs um die Fuchsjagd ging, (nicht unbedingt mein Thema!), die englische Variante, wo eine Meute Hunde den Fuchs verfolgt, und die Reiter mutig hinterher jagen. 2005 hat man das nach langen und harten Auseinandersetzungen verboten. Zur Freude von Ökologen und Tierschützern und zum Entsetzen der Landbevölkerung. - Ich habe dann doch nicht weggeschaltet, weil angekündigt wurde, dass man sich mit der Landwirtschaft beschäftigen wolle und dabei vor allem die Lage der Nutztiere betrachten werde. Es würde ein sehr offener und ehrlicher Bericht werden ...
Und schon sieht man Bilder, wo kerngesunde Kälber getötet wurden. Warum? Weil es sich um unerwünschte Kreuzungen zwischen zwei Rinderrassen handelte, deren Fleisch absolut unverkäuflich ist. Das heißt, das Kalb ist das Futter nicht wert, das es fressen würde. Stattdessen kostet sogar das Töten der Tiere noch Geld. Die beteiligten Personen zeigten alle Scham und Abscheu davor, gesunde Tiere zu töten. Aber sie wären dazu gezwungen, völlig gegen ihr eigenes Gefühl.
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Und schon sieht man Bilder, wo kerngesunde Kälber getötet wurden. Warum? Weil es sich um unerwünschte Kreuzungen zwischen zwei Rinderrassen handelte, deren Fleisch absolut unverkäuflich ist. Das heißt, das Kalb ist das Futter nicht wert, das es fressen würde. Stattdessen kostet sogar das Töten der Tiere noch Geld. Die beteiligten Personen zeigten alle Scham und Abscheu davor, gesunde Tiere zu töten. Aber sie wären dazu gezwungen, völlig gegen ihr eigenes Gefühl.
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Der Gorleben Betrug
Gorleben entstand aus Rache. Niedersachsens Ministerpräsident Ernst Albrecht, der Vater von Ursula Zensursula von der Leyen wollte sich an der DDR rächen, weil die gewagt hatte ihr Atomendlager nach Morsleben zu verlegen und natürlich auch an der DDR an sich und den Menschen in ihr, einfach weil sie existierten.
Der Salzstock Gorleben ist nach Angaben des Geologen Gerd Lüttig in den 1970er Jahren vorrangig aus politischen Gründen zur Untersuchung als mögliches Atommüllendlager ausgewählt worden. Unter fachlichen Aspekten sei Gorleben nur zweite Wahl gewesen, sagte Lüttig am Freitag der Nachrichtenagentur ddp. Der emeritierte Professor war damals maßgeblich an der Suche eines Endlager-Standortes beteiligt.
Der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) habe 1977 den Salzstock im Kreis Lüchow-Dannenberg als Standort benannt, um sich an der DDR zu rächen. «Er wollte einen Standort in der Nähe der damaligen Zonengrenze haben, weil die Ostzonalen uns die Geschichte mit ihrem Endlager Morsleben eingebrockt hatten», sagte Lüttig. Morsleben liegt in Sachsen-Anhalt dicht an der Grenze zu Niedersachsen.
Durch Gespräche mit Kollegen aus der DDR hätten niedersächsische Geologen und die Landesregierung schon damals gewusst, «dass Morsleben Defekte hatte», sagte Lüttig. Der Schacht sei «technisch nicht in Ordnung» gewesen und es habe Wasserzuflüsse gegeben. «Wir befürchteten immer, und das hat Herrn Albrecht auf die Palme gebracht, dass Morsleben eines Tages absaufen würde und radioaktive Wässer in Richtung Helmstedt fließen könnten». Der Ministerpräsident habe daraufhin erklärt, «dann machen wir das auch».
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Alternative Energien - Träume, Schäume, Tricksereien
In der letzten Woche war Desertec das große Thema, weil ein paar deutsche Großkonzerne jetzt auch endlich mal über die Möglichkeit der Gewinnung von elektrischer Energie durch solare Themalkraftwerke laut nachgedacht haben. Das ist in Wirklichkeit allerdings nicht mehr als ein Köder, der die Gewinnung von Energie in den Händen der Großkonzerne halten soll.
Es ist aber leider noch nicht einmal ein ernsthafter Denkanfang. Selbstverständlich erhalten die Wüstenfläche der Erde in 6 Stunden mehr Sonne als auf der Erde in einem Jahr verbraucht werden und tatsächlich ist ein großer Teil der Entwicklungsarbeit für Gewinnung und Transport bereits erledigt. Die erforderliche solare Technologie wurde bereits im Juli 2008 auf Duckhome beschrieben. ["Alternative Energien - Träume, Schäume, Tricksereien" mehr »]
Feldhase und Orang-Utan
Es gibt noch gute Nachrichten, auch wenn sie immer seltener werden. Vielleicht werden sie auch nur vom allgemeinen Geschrei übertönt, oder man ist zu betriebsblind, um sie zu bemerken. Die erste gute Nachricht stammt vom Feldhasen.
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Natürlich gibt es keine Klimaerwärmung
Was muss man sich da nicht alles anhören. Der kalte Winter hat doch gezeigt, dass es keine Klimakatastrophe gibt. Alles nur Lügen. Die Fachleute, die einer immer weiter gehenden Umweltverschmutzung das Wort reden oder als Angestellte einer Firma wie Arcellor Mittal wohl für die Interessen der Firma bloggen, feierten ihr Fest. Wie immer lagen sie falsch. Ein kalter Winter beendet die stetige Klimaerwämung nämlich nicht. Es ist nur ein Teil von ihr.
Wer wissen will was wirklich los ist, der muss nur die Augen in den Medien aufhalten und nach den vielen kleinen Dingen suchen. Die Nasa berichtet aus der Arktis dass gerade jetzt zum Zeitpunkt der größten Eisbildung das arktische Meereis so dünn wie nie zuvor ist. ["Natürlich gibt es keine Klimaerwärmung" mehr »]
Wer wissen will was wirklich los ist, der muss nur die Augen in den Medien aufhalten und nach den vielen kleinen Dingen suchen. Die Nasa berichtet aus der Arktis dass gerade jetzt zum Zeitpunkt der größten Eisbildung das arktische Meereis so dünn wie nie zuvor ist. ["Natürlich gibt es keine Klimaerwärmung" mehr »]
Schwimmender Fischkot ist Forschung in Deutschland
Nein, so einen Blödsinn denkt sich Duckhome wirklich nicht aus. Dafür haben wir weit besser bezahlte Kräfte, Alexander Brinker von der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg macht solche Dinge für uns und lässt uns dann bepressemitteilen, was er denn so an wichtigen Erkenntnissen gewonnen hat.
Damit in Zukunft Aquakulturen noch umweltfreundlicher werden, arbeiten Wissenschaftler der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg http://www.landwirtschaft-mlr.baden-wuerttemberg.de an der Entwicklung von innovativem Fischfutter, das den Fischkot schwimmfähig und damit leicht abschöpfbar macht. Da der globale Fischkonsum stetig ansteigt und weltweit 75 Prozent der natürlichen Bestände überfischt oder teilweise erschöpft sind, kommt der kontrollierten Fischzucht in Aquakulturen steigende Bedeutung zu. Die deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU http://www.dbu.de fördert umweltschonende Aquakultur in Kreislaufanlagen mit 350.000 Euro.["Schwimmender Fischkot ist Forschung in Deutschland" mehr »]
"Da die vollständige Reinigung und Aufbereitung des Wassers technisch schwierig ist, haben wir nach neuen Lösungen gesucht", so Alexander Brinker von der Fischereiforschungsstelle Baden-Württemberg im pressetext-Interview. Die sichere und nahezu vollständige Entfernung der Ausscheidungsstoffe aus dem Kreislaufsystem sei allerdings eine echte technische Herausforderung. Die feinen Fischkotpartikel verteilen sich gleichmäßig im gesamten Wasser und lassen sich nur bedingt und mit großem Energieaufwand herausfiltern. "Die Filterung ist aber notwendig, da sonst die Wasserqualität beeinträchtigt wird", so der Forscher. "Im schlimmsten Fall gerät das gesamte Kreislaufsystem aus dem Gleichgewicht und der Betrieb der Anlage lässt sich aus Sicherheitsgründen nicht mehr aufrecht erhalten." Mit einem dem Fischfutter beigefügten pflanzlichen Polysaccharid ist es den Forschern gelungen, das Problem zumindest teilweise zu lösen. "Damit konnten wir den Kot stabilisieren und dann leichter filtrieren."
"Wir arbeiten nun allerdings daran, ein spezielles Futtermittel für Forellen zu entwickeln, nach dessen Aufnahme die Fische schwimmfähigen, festen Kot erzeugen, der sich leicht von der Wasseroberfläche abschöpfen lässt", so Brinker.
Klimawandel, Sonnenflecken und Merkels Unlust
Angela Merkel hat die Lust am Klimawandel verloren. Die Reisekanzlerin und Schönwetterstaatsmännin steht schon bei der kleinsten Krise kotzend an der Reeling. Nun gut, das war nicht anders zu erwarten. Endlich hat Deutschland seine angestammte Merkel wieder. Da hängen die Mundwinkel und die Tränensäcke, sie sieht wieder so beschissen aus, wie sie regiert. Das erste ihrer Jahrtausendprojekte, das sie nun in der Weltwirtschaftskrise über die Klinge springen lässt, ist die Sache mit dem Klimawandel.
Der wird jetzt einfach geleugnet. Zwar blubbert sie noch ein wenig von Anstrengungen, aber der Klimawandel ist weg von ihrer Agenda, wie so ziemlich alles, was Arbeit und Überzeugungsmaßnahmen bedeutet. Allerdings scheint sich die Natur nicht allzusehr um ihre Ansichten zu kümmern. Alle Beobachtungsdaten sprechen von einer messbaren Erderwärmung im Verhältnis zu den Daten, die die Menschen früher erhoben haben. ["Klimawandel, Sonnenflecken und Merkels Unlust" mehr »]
Keine Schmelze der Polkappen
Jede(r) hier hat die Reportage der BBC über den Rückgang der Eisdecken in der Gegend um Nord- und Südpol, die Zerstörung des Lebensraumes für Eisbären und Seerobben mindestens einmal gesehen.
Das Gute dabei:
Obgleich die Mutter- oder wenigstens die Amtssprache der Mitarbeiterinnen der British Broadcasting Corporation angelsächsisch, also englisch ist, wurde der Beitrag für das deutsche Fernsehpublikum so gut in unsere Amtssprache übertragen, dass er ohne Mühen auch für nicht des Englischen Mächtige in der BRD erfaßt werden kann.
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Aufgelesen: 74
• Nach vorne schauen, weiter so, bla bla bla
• Lies Liz!
• Ostdeutsche Universitäten schließen, aber zackzack!
• Im Brennpunkt es irdischen Fiebers
• Arbeitsplatz total kaputt ["Aufgelesen: 74" mehr »]
In Asse II will es keiner gewesen sein und keiner hats gesehn
Die Spatzen pfeifen es ja schon seit Ewigkeiten von allen Dächern, das Asse II in rücksichtslosester Art und Weise das Leben in Braunschweig, Barsinghausen und Bremen und vielen anderen Orten bedroht. Die kriminelle Verantwortungslosigkeit der Atomindustrie und ihrer wissenschaftlichen Helferlein ist ebenso seit langem bekannt. Bis heute gibt es übrigens keine staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen die Helmholtz-Bande aus München, deren Verstöße gegen das Atomrecht und die Gefährdung von Millionen Menschen, die deutsche Justiz nicht interessiert. ["In Asse II will es keiner gewesen sein und keiner hats gesehn" mehr »]
Schmutzige Seiten im Netz
Das Internet ist ein Abbild der Gesellschaft. Licht und Schatten werden auch Netz im abgebildet. Über lange Zeit war Sachkenntnis eine Einstiegshürde, welche die Zahl der Dummen und Trolle beschränkte. Heute sind keine besonderen Kenntnisse mehr nötig und jeder der will kann im Netz sein. Das ist gut, weil so viele neue und interessante Ideen von nicht technikaffinen Leuten auftauchen. ["Schmutzige Seiten im Netz " mehr »]
Asse II und die unendliche Verantwortungslosigkeit der Atomwirtschaft
Es ist wohl an der Zeit für die Betreiber des "Probe"endlagers für mittleren und schwachen radioaktiven Abfall im Bergwerg Asse II, deutlichere Bezeichnungen zu finden. Bei allem was man im Moment weiß, handelt es sich bei dem Helmholtz-Zentrum München (HZM) um eine kriminelle Gruppierung die wiederholt und wissentlich gegen atomrechtliche Bestimmungen verstoßen hat, um ihren wirtschaftlichen Erfolg nicht zu gefährden und die Argumentationskette ihrer Auftraggeber aus dem Atomlager nicht ad absurdum zu führen. ["Asse II und die unendliche Verantwortungslosigkeit der ... »]
Das Merkel Atom Komplott
Einer der großen Vorteile die Angela Merkel hat, ist zweifelsohne, dass man sie nicht ernst nimmt. Als sie noch Kohls Mädchen war, sah sie immer so bescheuert aus, dass man noch am lachen war, während sie ihre Schäfchen ins Trockene brachte. Wenn sie irgendwo auffiel, wie zum Beispiel beim Endlager Morsleben dessen Weiterbetrieb sie als Umweltministerin durchsetzte, dann dachte man immer daran, dass Kohl ihr das befohlen hatte. ["Das Merkel Atom Komplott" mehr »]
Der Spiegel und die Förderung des unentdeckten Öls in der Arktis
Man muss schon ziemlich dämlich sein, um als Neoliberaler durch die Welt gehen zu können. Ewiges Wachstum, 25 Prozent Rendite und Reichtum für wenige erfordern nicht nur Armut für viele sondern eben auch ständig neues Öl. Ohne Öl ist ganze schöne Globalisierung so ziemlich im Arsch. ["Der Spiegel und die Förderung des unentdeckten Öls in der ... »]
Aufgelesen: 48
• Wenn Sieger Spaß haben
• Vor 12.700 Jahren: Extrem schneller Klimawandel in Europa
• Geld oder Leben - Klare Prioritäten beim US-Militär
• Christliche Betriebssysteme
• Abology ["Aufgelesen: 48" mehr »]
Monsanto und Bayer schuldlos - Studie erklärt Bienensterben
Ach ja. So streng "wissenschaftliche Studien" sind eine feine Sache. Sie dienen immer mehreren guten Zwecken. Zum einen bezahlen sie wirklich sinnvolle Forschungsarbeit in Ländern wie den USA und Kanada, die Bildung und Forschung ja nicht mehr staatlich fördern und somit dem freien Spiel der unfairen Kräfte überlassen. ["Monsanto und Bayer schuldlos - Studie erklärt Bienensterben" mehr »]
Kurzkommentar 2008-07-27
• 100 Angestellte von Atomanlage kontaminiert
• Millionen-Erbe - Unicefs Wille geschehe
• US-Studie: Arktis-Öl könnte Welt-Nachfrage drei Jahre sättigen
• Oswald Metzger in neuem Wahlkreis: - «Ich fühle mich eingeladen»
• UN-Komitee kritisiert anti-islamische Stimmung in Großbritannien ["Kurzkommentar 2008-07-27" mehr »]
Kurzkommentar 2008-07-09
• Flucht von Investoren - Dramatischer Währungsverfall in Asien
• Steigende Temperaturen - Berlin, 41 Grad
• Vertrag mit dem Vatikan – Hitlers erster Triumph
• Dick Marty soll Organhandel aufdecken
• China lässt deutsche Fabriken schließen ["Kurzkommentar 2008-07-09" mehr »]
“Straßenbegleitgrün”-Versuchspflanzung in Rüsselsheim
Ich will nur ganz kurz auf einen Beitrag im Gärtner-Blog hinweisen:
Heute morgen hat mich Kaffeebohne, die im Ort nebenan wohnt und die Mainspitze (hiesige Tageszeitung) liest, auf einen Artikel über eine neuartige Bepflanzung von Grünstreifen-Flächen in Rüsselsheim hingewiesen. Den ich natürlich gleich mit viel Interesse studiert habe und anschließend - ganz rasender Reporter - losgespurtet bin, um eins der Versuchsbeete (Luftlinie ca. 600 m von hier) noch vor der großen Hitze in Augenschein zu nehmen.
Worum geht es?
Verkehrsflächen- und Grünstreifen-Bepflanzung und -Begrünung. Die Anforderung seitens der städtischen Betriebshöfe/Stadt-Gärtner ist ja natürlich immer, dass das Ganze möglichst nicht pflegeintensiv ist, aber trotzdem einigermaßen gut, attraktiv und gepflegt aussieht. Rüss. hat sich m.E. in bezug auf die “Straßenbegleitgrün”-Bepflanzung in den letzten Jahrzehnten nicht unbedingt einen großen Namen gemacht. In vielen Bereichen sind die Grünstreifen halt begrast (im Sommer verbrannt) und mit Büschen versehen, oder dort haben sich wilde Gehölze selbständig angesiedelt.
..
Zum Projekt mit den Rüsselsheimer Betriebshöfen aus dem Artikel zurück:
“Dr. Witt hält nichts von “verzüchtetem und monotonem Rasengrün”, er bevorzugt heimische Pflanzen, wie die Wildform des Löwenmauls, die gelbe Färberkamille oder den Steppensalbei. Über ein Netzwerk mit Produzenten erhält er die entsprechenden Materialien.
Am 12. März, einem arbeitsreichen Tag, wurden diese in Rüsselsheim nun gesät und gepflanzt, nachdem Mitarbeiter der Betriebshöfe die Flächen vom alten Bewuchs gesäubert, ausgekoffert, sowie mit Sand, Kies, Schotter und Kompost vorbereitet hatten. Bewusst wurden auf den drei Verkehrsflächen jeweils verschiedene Untergründe angelegt, um die Anpflanzung zu testen. Es handele sich hier um ein deutschlandweit einmaliges Pilotprojekt, …”
Sehr schön, dass das auch noch direkt vor meiner Haustüre liegt. Deswegen bin ich gleich mal losgestürmt, um einen Blick auf dieses attraktive Wunder der Pflegeleichtigkeit (”Und einfach ist es auch: Gewässert wird nicht, das überlässt man alles der Natur. Und nur einmal - statt bisher dreimal - wird gemäht, …”) zu werfen. :-)
Das ist die Straße, an der eines der Versuchsbeete liegt. Sie geht von Rüsselsheim aus an Königstädten, den Ortsteil, in dem ich wohne, vorbei.
Schaut euch doch bitte mal die Fotos im Gärtner-Blog an. Das muss doch auch in anderen Städten gehen und wäre eine echte Alternative die zu dem vermutlich viel weniger kostenintensiv als die jetzige Mäherei hier in Berlin ist.
Da die Berliner ja sogar die Bäume bewässern, wäre hier vermutlich noch mehr zu erreichen, aber sicher in anderen Städten auch. Einfach mal die Damen und Herren Abgeordnete oder Stadtverordnete treten.
Kurzkommentar 2008-06-30
6400 Arbeitsplätze bei Siemens Deutschland fallen weg
Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hat das Siemens-Management vor, im Zuge der geplanten Einsparungen von 1,2 Milliarden Euro weltweit 17.200 Stellen abzubauen, davon in den nächsten zwei Jahren allein 6400 in Deutschland.
Bereits jetzt überwiegen die Auslandsaktivitäten mit 430.000 Mitarbeitern weltweit und nur 130.000 in Deutschland deutlich, und der überproportionale Abbau im Heimatland des Konzerns beschleunige die "schleichende Abwanderung" weiter, warnte ein hochrangiges Betriebsrats-Mitglied.
Es war klar, das Löschers Kurs zu Massenentlassungen führt. Es stellt sich aber gleichzeitig die Frage ob Siemens überhaupt noch als deutsches Unternehmen zu betrachten ist. Wir subventionieren Siemens an allen möglichen Stellen, damit Siemans deutsches Steuergeld ins Ausland trägt. Das macht keinen Sinn.
Es macht auch keinen Sinn weiter Forschungen bei Siemens zu subventionieren, da entweder die Ergebnisse als Patent verkauft, in der Schublade gebunkert oder bestenfalls im Ausland umgesetzt werden. Siemens hat die Freiheit zu gehen wohin es will, aber wir sollten damit aufhören diesen Konzern auch noch zu hätscheln.
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"Bei Ölpreis von 135 Dollar funktionieren Airlines nicht mehr"
Luftfahrtexperte Philipp Goedeking kritisierte Boeing und Airbus in dem Magazin als "Berufsoptimisten", die die Gefahr einer konjunkturellen Talfahrt nur "ausgesprochen zurückhaltend" berücksichtigten.
Er bezweifelte zudem, dass etwa Air Berlin "die bestellten 25 Langstreckenflieger Boeing 787 noch braucht". Der Lufthansa-Partner JetBlue 21 hat "Spiegel Online" zufolge bereits erteilte Flugzeugbestellungen bei Airbus für fünf Jahre zurückstellen lassen. Auch Delta Air Lines hat 34 ihrer 36 bestellten Boeing-Jets vorab an Dritte weiterverkauft. Bei der indonesischen Lion Air ist ebenfalls nicht sicher, ob sie ihre Pläne verwirklicht, ihre Flotte von 46 Flugzeugen mit weiteren 168 Boeing 737 fast zu verfünffachen. Auch die ungarische Wizz Air, die zu ihren 17 Airbus-Jets weitere 74 bestellt hat, will nach Auskunft einer Sprecherin "die Kostenschraube fester anziehen".
Goedeking hat recht. Die Luftfahrtgesellschaften haben einfach zu lange auf den Weiterbetrieb der alten Spritzfresser gesetzt und es ist leicht vorhersehbar, das es vielen an den Kragen gehen wird. Luftfahrt auf der Kurzstrecke ist etwas, was man sich bald nicht mehr leisten kann, weil der Verbrauch bei Start und Landung überproportional hoch ist.
Gleichzeitig werden die Transporte per LKW rabiat zurückgehen müssen. Den LKW als rollendes Lager zu verstehen und leere LKW durch ganz Europa zu schicken wird bald nicht mehr funktionieren.
Deshalb ist es ein gefährlicher Wahnsinn gerade jetzt die Bahn zu verschenken, nur damit Mehdorn und Tiefensee abzocken können. Ich halte es für sinnvoller den Beiden und allen anderen Beteiligten die Summen, die sie sonst als Bestechungsgeld bekämen einfach so auszuzahlen und sie dann zu entlassen. Wir würden weniger Geld verlieren, wären ein paar absolut unfähige Leute los und hätten unsere Bahn noch, die von Tag zu Tag wichtiger wird.
Wenn wir Mehdorn und Tiefensee machen lassen, haben wir beim Höhepunkt der Ölkrise die Bahn in der Fläche vollständig erledigt. Deren einziges Ziel ist ja die Bahn zu zerstören.
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Gabriels Idee von der "Brennelemente-Steuer"
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat eine neue Idee, um Atomstrom unattraktiver zu machen: Laut Medienberichten plane er, für Atomstrom eine Sonderabgabe von einem Cent einzuführen.
Ich sage jetzt nicht was Sigmar Gabriel ist, aber es fängt mit voll an. Wir brauchen keinen Atomcent, die Atomkraftwerkbetreiber müssen nur das Geld für die Bewachung und Lagerung ihres Mülls an die Staatskasse abführen. Das eine Lagerung in einem Salzstock nicht geht, beweist Asse II mehr als deutlich. Natürlich sind Gabriel seine Wähler scheiß egal, deshalb ist es ihm auch egal wie viele Menschen er gefährdet weil er nicht sofort den Befehl gibt den Dreck aus Asse wieder herauszuholen.
Es bleibt nur eine oberirdische Lagerung in Hallen. Der Zustand der Castoren muss ständig überwacht werden, im Laufe der Zeit wird immer wieder umgepackt werden müssen und auch immer wieder neuer verstrahlter Müll durch defekte Castoren anfallen. Wenn die Energieerzeuger dieses Geld bringen müssen, sind sie sofort pleite und können vom Staat übernommen werden.
Damit ist das ganze Thema vom Tisch. Es gibt Kernkraftwerksbetreiber nur, weil sie für das was sie hinterlassen keine Verantwortung tragen müssen. Geben wir ihnen diese Verantwortung und das Problem ist morgen erledigt.
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Steinbrück warnt: Zinserhöhung könnte falsches Signal sein
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat vor negativen Auswirkungen der erwarteten Leitzinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) auf die Wirtschaftsentwicklung gewarnt.
"Die EZB muss bedenken, dass sie mit einer Zinserhöhung ein falsche Signal setzen könnte, weil diese im Abflauen der Konjunktur prozyklisch wirken könnte", sagte der SPD-Politiker dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" laut Vorabbericht vom Samstag.
Weitere SPD-Politiker appellierten an die Notenbank, die Zinsen nicht wie angedeutet in der kommenden Woche zu erhöhen. "Die EZB sollte die Zinsen stabil halten, um das Wachstum nicht noch zusätzlich zu gefährden", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Wend, dem "Spiegel". Auch der stellvertretende Fraktionschef Ludwig Stiegler äußerte die Hoffnung, dass die EZB angesichts der Konjunkturprognosen und der Entwicklung an den Börsen ihre Entscheidung noch einmal überdenkt. "Da sollte man nicht noch zusätzlich mit dem Hammer eins draufgeben. Ich hoffe, dass die Mehrheit im EZB-Rat vernünftig bleibt."
War klar das die SPD-Politiker die jetzt schon wissen das sie nächstes Jahr von der Gunst der Ackermänner und anderer Neoliberalen leben müssen, weil sie nicht wieder gewählt werden, jetzt schon im Auftrag ihrer Herren unterwegs sind.
Natürlich müssen die Zinsen hoch. Sie müssen sogar gewaltig nach oben. Wir brauchen wenigstens 9,5 Prozent um unsere Wirtschaft wieder in vernünftige Bahnen zu bringen, wenn das überhaupt noch möglich ist. Natürlich gehen dann die ganzen Spekulanten über den Jordan. Ackermann kann gar nicht so schnell rennen wie ihm seine hübsche neoliberale Welt über dem Kopf zusammen bricht.
Wir haben die EU geschaffen um uns von den USA und dem Dollar frei zu machen. Genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Zinsen raufen, Spekulanten erledigen und endlich wieder wirtschaften. Unser Markt ist Europa. Die USA können und müssen wir als verloren aufgeben.
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Niedriglöhne werden immer häufiger
Es sind Zahlen, die nichts Gutes verheißen: Nach Informationen des SPIEGEL erhalten mittlerweile fast ein Drittel aller Beschäftigten weniger als 7,50 Euro brutto die Stunde. Das geht aus neuen Berechnungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Essen hervor. Demnach verdienten zwölf Prozent aller Einzelhandelskräfte oder 317.520 Beschäftigte im Jahr 2006 sogar weniger als fünf Euro pro Stunde. In der Zwischenzeit könne sich die Zahl der Niedriglöhner noch weiter erhöht haben.
Es gibt auf diese Erkenntnisse nur eine Antwort. Wir brauchen sofort einen Mindestlohn von 10 Euro der flächendeckend eingeführt werden muss. Dazu muss eine Arbeitszeitverordnung eingeführt werden die eine Mindestschichtdauer von fünf Stunden und eine Mindestarbeitszeit von 20 Wochenstunden vorsieht die zum Mindestlohn bezahlt werden müssen.
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15.000 Jahre alter Eisbohrkern dokumentiert drastische Temperaturschwankungen
Die Erforschung von Luftzusammensetzung und Temperaturableitungen aus den Bohrkernen von Eisbohrungen ist eines der ganz spannenden Themen der aktuellen Wissenschaft. So wissen wir schon seit einigen Wochen, das noch nie in den vergangenen 800.000 Jahren die Konzentrationen der Treibhausgase Kohlendioxid und Methan in der Atmosphäre so hoch waren wie heute.
Forscher der Universität Bern habe jetzt eine Methode entwickelt, aus Eis die aktuellen Temperaturen bei der Entstehung dieses Eises abzuleiten:
Ein 15’000 Jahre alter Eisbohrkern aus Grönland brachte es an den Tag: Am Ende der letzten Eiszeit erwärmte sich das Klima im Nordatlantik quasi von einem Jahr auf das andere, viel schneller als bisher vermutet. Die Forschergruppe, an der das physikalische Institut der Universität Bern beteiligt war, wies dies anhand einer hoch auflösenden Messung von Wasserisotopen und Staubkonzentrationen im Eiskern in nie gekannter Genauigkeit nach.
Ihre Ergebnisse zeigen, dass sich das Klima in Grönland vor 14’700 Jahren innert weniger Jahrzehnte um über zehn Grad Celsius erwärmte. Die Zirkulation der Atmosphäre änderte sich dabei noch schneller – im Verlauf von nur ein bis drei Jahren. Auf den Wärmeschub folgte eine Abkühlung, die zwei Jahrhunderte dauerte. Dann kam der zweite Wärmeschub: Das Klima erwärmte sich innerhalb von 60 Jahren erneut um zehn Grad. «Das sind erstaunlich starke Temperaturschwankungen», wird der in Bern tätige Physiker Hubertus Fischer zitiert.
Die Messmethode an sich erscheint schlüssig, allerdings sollten bei aller Euphorie nicht vergessen werden, das sich die Daten zunächst einmal auf eine lokale Situation beziehen. Aus dem Artikel geht leider nicht hervor, woher die eingelagerten Stäube stammen und auch beim Wissenschaftsmagazin Science gibt es keinen Hinweis.
Deshalb ist nicht klar ob es sich um ein lokales Phänomen oder eine weltweite Entwicklung gehandelt hat. Das ist unser großes Problem bei allen Erkenntnissen die wir gerne in bessere Vorhersagen umwandeln möchten. Wir wissen immer noch viel zu wenig um aus einem Schnitt, wie ihn eine Bohrprobe darstellt auf die globale Entwicklung zu schließen.
Deshalb wäre es fahrlässig die Temperaturschwankungen die der Mensch durch fossile Brennstoffe verursacht hat, zu vernachlässigen, weil es ja immer schon Schwankungen gegeben hat. Wir wissen nicht was diese Temperaturwechsel in jener Zeit den Menschen, Pflanzen und Tieren angetan haben und können deshalb nicht aus dem Vorhandensein von Menschen, Pflanzen und Tieren ableiten, das wir jede ökölogische Krise überleben und schon gar nicht wie schwer das werden könnte.
Auch wenn solche Ermahnungen nichts nützen, da die Seiten im Netz die für ungehinderten Naturverbrauch stehen wie PI und Ökologismus.de, weiterhin verharmlosen und zum Abbau aller Beschränkungen aufrufen werden. Es gibt eben Dummheiten die sich nicht bekämpfen lassen.
Dumm wie Glos
Mein Gott was ist dieser Wirtschaftsminister und sein ulkiges Ministerium doch für eine Blamage. Da lassen sie diesen bayrischen Intelligenzler nach Dschidda fahren und keiner sagt ihm das Peak Oil in Saudi-Arabien ist:
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat eine deutliche Erhöhung der Ölfördermengen und eine engere Kooperation von Förder- und Verbraucherländern gefordert, um den Ölpreisanstieg zu stoppen.
"Der Ölmarkt braucht zum jetzigen Zeitpunkt vor allem ein starkes Signal auf der Produktionsseite", sagte Glos laut Redetext am Sonntag auf dem Krisengipfel in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda. Der Sorge vor einem Versorgungsengpass müsse "durch eine deutliche Erhöhung der Produktion entgegengewirkt werden." Eine Förderausweitung wäre auch das richtige Signal an die Finanzmärkte, nicht weiter auf steigende Ölpreise zu setzen.
Was ist eigentlich an dem Signal der Saudis noch misszuverstehen:
Der weltgrößte Ölproduzent Saudi-Arabien ist nach den Worten von König Abdullah grundsätzlich zu weiteren Produktionserhöhungen bereit, um die Preisexplosion bei dem begehrten Rohstoff zu stoppen.
Konkrete neue Zahlen nannte Abdullah zur Eröffnung des Öl-Krisengipfels in der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda am Sonntag aber nicht. Er kündigte jedoch Initiativen an, um den armen Ländern mit Milliarden-Mitteln zu helfen, die Folgen der hohen Ölpreise zu bewältigen.
Getreu dem alten Radio Eriwan-Prinzip sind die Saudis natürlich gerne bereit die Ölförderung zu steigern, aber noch viel lieber wollen sie ein Trostpflaster von ein paar Milliarden an die ärmeren Länder spenden und der reiche Westen soll dabei helfen. Sie können ihre Fördermenge einfach nicht mehr erhöhen. Selbst die zuletzt angekündigte Erhöhung um 500.000 Barrel Öl pro Tag, war mehr Wunschtraum als Wirklichkeit.
Selbst wenn man die eine oder andere zusätzlich Pumpe aufbaut könnte man bestenfalls nur noch unbedeutende Steigerungen erreichen und würde damit aber die Restlaufzeit der Felder zusätzlich verkürzen. Das können die Saudis gar nicht tun ohne sich selbst zu gefährden.
Die saudische Herrscherfamilie tanzt schon lange auf einem Vulkan dessen Ausbruch durch immer neues Geld verhindert werden konnte. Im Land wollen die Traditionalisten im Sinne eines Osam Bin Laden zurück ins Mittelalter und die Jugend will die Traditionen abwerfen um in westlicher Freiheit zu leben. Es war das Öl und der Reichtum auf Ewigkeit, der den saudischen Thron stützt und das Land zusammenhält.
Würden die heute öffentlich Peak Oil eingestehen wäre dieses Bindemittel weg. Es macht nämlich einen entscheidenden Unterschied ob der Reichtum erst in 50 Jahren kleiner wird oder in 20 Jahren. Ein Peak Oil das nach Meinung vieler Experten in Saudi-Arabien im Jahr 2005 lag, bedeutet bei normaler Weiterproduktion das vielleicht noch 25 Jahren in immer bescheidener werdenden Mengen exportiert werden kann und dann der Eigenverbrauch für ca. weitere 20 Jahre übrig bleibt.
Das alles beruht aber auf Rechnungen, die davon ausgehen das die Saudis nicht gelogen haben. Es stimmt nur dann, wenn nicht immer wieder der Ölhahn etwas weiter als im Opec-Konsens beschlossen, aufgedreht wurde. Es ist aber durchaus denkbar, das auf solchen Wege einige Jahresfördermengen abgepumpt wurden, die in keiner Statistik auftauchen. Bei zwei oder drei Jahren ist das kein Problem, was aber wenn es sich um 10 oder 20 Jahre handelt?
Fest steht das die Märkte den saudischen Fördermengenzusagen nicht mehr trauen. Fest steht auch, das Wolfgang Pomrehn in Telepolis und Francis Byrne in "Linke Zeitung" zeichnen die Situation faktisch genau auf. Da hilft es auch nicht die beiden in eine linke Ecke zu stellten. Geologie ist nicht sonderlich politisch.
Wer also unseren bayrischen Kaltdampfplauderer Glos auf eine solche Veranstaltung mit dieser Vorbereitung und diesem öffentlichen Anspruch schickt, der ist entweder naturdoof, hat seine Hausarbeiten nicht gemacht oder verfolgt ein anderes Ziel. Genau um dieses andere Ziel geht es.
Die deutschen haben beim Waldsterben und bei anderen Umweltthemen immer schnell reagiert. Was im übrigen der Grund ist, das dieses Waldsterben von den Naturvernichtern um Mittal, Okologismus und PI, jetzt geleugnet werden kann. Wenn Peak Oil in den deutschen Köpfen angekommen ist, wird ein so schnelles Umdenken beginnen das es unseren Politclowns schon jetzt vor Angst das Mark erschüttert.
Sobald die Bevölkerung mitbekommt wie sehr sie belogen wurde, dürfte ein Aufschrei der Wut durch die Menschen gehen. Jedes Jahr um das uns die Glos, Merkel, Steinbrück und Co. betrügen ist nämlich unwiederbringlich dahin. Steht für ein Abfedern der Situation nicht mehr zur Verfügung. Da ist es logisch das uns jemand wie Tiefensee erklärt das Luftfahrt praktisch grüne Technologie ist und wir nicht darüber schimpfen sollen und das die Bahn in der Fläche zerstört werden muss.
Die Damen und Herren Politiker wollen Zeit gewinnen. Zeit um ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen, Zeit für ihre neoliberalen Auftraggeber. Aber es wird nicht funktionieren. Die Medien werden weltweit unruhig, weil es an allen Stellen aus dem Internet zu hören ist, das dieses Ölzeitalter seinem Ende zugeht. Das ist unvermeidlich. Wir können einen sanften Übergang gestalten oder es zu einem Bruch kommen lassen.
Ein sanfter Übergang würde verantwortliche Politiker und Manager erfordern die wir leider nicht mehr haben.






















