BLOCHTHESEN
Gastbeitrag
von
Gerhard Zwerenz
Ingrid Zwerenz
Postscript
Richard Albrecht
Sechzehnte Flaschenpost
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DIE PILLE UND MEHR
DIE PILLE UND MEHR
Drei KurzTexte
von Ines Fritz
FÜNFZEHNTE FLASCHENPOST AN DIE NACHGEBORENEN
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AUGENHÖHE
von Wilma Ruth Albrecht
wiesenhausblatt
„Augenhöhe“
Buchvorstellung
Jörg Roesler will mit seinem Buch eine vergleichende Wirtschafts- und Sozialgeschichte beider deutschen Staaten von 1945 bis 1990 vorlegen und die Entwicklung beider Staatssysteme gleichberechtigt - „auf gleicher Augenhöhe“ - und rein sachlich betrachten.
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Aufgelesen und kommentiert 2010-11-12
Leiharbeit und befristete Jobs: Jung, ausgebildet, prekär beschäftigt
400-Euro-Jobs: Beschäftigte zweiter Klasse
Hartz IV: Wer krank ist, muss trotzdem zum Jobcenter
Aufstocker verlieren Hartz-IV-Anspruch bei Erkrankung
Rekordhoch bei Privat-Insolvenzen
Einkommen, Bildung oder Gesundheit: Deutschland verliert den Anschluss
Kriminalität: Mehr Bildung = weniger Verbrechen
Der Umgang mit Kunden in der Versicherungsbranche ist ein Fall für den Gesetzgeber
Minister macht sich mit Uralt-Rede zum Gespött
Schwarz/Gelbe Gesundheitsreform bringt Privatkrankenkassen dreistelligen Extragewinn
Minister Niebel (FDP) will sein Ministerium um weitere 200 Mitarbeiter aufstocken
Wirtschaftlichkeit von "Stuttgart 21" wird immer stärker angezweifelt
Debatte Bürgerbeteiligung: Die Angst der Politiker vor dem Volk
Niedersachsens Umweltminister Sander (FDP) will alternative Atommülllager prüfen
Castor: Polizei schießt Kletterer mit Reizgas aus den Bäumen
Castor: Polizei sabotierte die geparkten Trecker der Bauern
Reißerische Medienberichterstattung über die friedlichen Castor-Proteste
Berlin: Parlament stimmt für Polizei-Identifikationsschilder
NRW: Rot/Grün gegen Polizei-Identifikationsschilder
BILD-Kampagne wegen Gregor Gysis Audi-Parkplatz bei Castor-Protesten
Lage in Griechenland verschlechtert sich: Arbeitslosigkeit und Staatsdefizit steigt
V-Mann stiftete 18-jährigen zur Erstellung von Drohvideos an
Kleiner Geschichtskurs zur DDR
Minister Rösler (FDP) stellt Gesundheitsreform auf solides Fundament ["Aufgelesen und kommentiert 2010-11-12" mehr »]
Merkel, Konterrevolution und ein Leserbrief mit Verschwörungstheorie
Es ist nur allzu natürlich, dass ein Autor der so schreibt wie ich, auch regelmäßig Prügel bekommt. Einige tun das in Kommentaren, andere gebrauchen das Kontaktformular und einige schreiben mich direkt an. Mein Artikel über Merkels Exportwahn hat nicht etwa die Freunde der Frau Merkel - so sie denn welche hat - ereifert, sondern einen häufigen Leser in Wut versetzt und der hat sich diese Wut vom Herzen geschrieben. Schreibfehler sind übrigens dieser Wut und nicht seinem Unvermögen zuzuschreiben. ["Merkel, Konterrevolution und ein Leserbrief mit ... »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-09-14
Berufseinsteiger bekommen kaum noch feste Stellen
Die LINKE deckt auf: Jeder Zehnte in Pflegebranche muss "aufstocken"
BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker will Frühverrentung abschaffen
Gesundheitsreform: Eine Milliarde Euro Umverteilung zugunsten privater Krankenkassen
Einkommen mit und ohne Leistung
Hypo Real Estate: 40 Milliarden Euro im Schnelldurchlauf
Finanzmarktregulierung? Nein, eher Samthandschuhe für Selbstgerechte
Beutezug Ost: Die Treuhand und die Abwicklung der DDR
Atomstrom-Exporte: Sieben Atomkraftwerke könnten sofort stillgelegt werden
Schwarz/Gelber Atomdeal: Verfassungsrechtler prophezeien Schlappe vor BVerfG
Thilo Sarrazin hat Migrationsprobleme selbst verschärft
Wissenswertes zur Bundeswehrreform ["Aufgelesen und kommentiert 2010-09-14" mehr »]
Was hat die DDR mit NRW zu tun?
Die Koalitionsverhandlungen in NRW sind laut der SPD-Landesvorsitzenden Hannelore Kraft unter anderem daran gescheitert, dass die LINKE relativierenden Äußerungen zur DDR-Vergangenheit gemacht habe. Wie bitte. Die LINKE in NRW kann eigentlich gar keine Äußerungen zur DDR machen, weil die Mehrheit der Mitglieder dort, die DDR nie erlebt haben und der erhebliche Anteil an Trotzkisten und Maoisten in der NRW LINKEN eher mit Verfolgung, als mit Anerkennung durch die DDR hätte rechnen müssen.
Witzigerweise war die NRW-LINKE sogar bereit den Satz: "Die DDR war eine Diktatur!" zu unterschreiben. Aber das alles durfte Frau Kraft nicht reichen, weil Herr Gabriel und die neoliberalen im SPD Bundesvorstand ja bereits beschlossen hatten, dass es rot-rot-grün nicht geben sollte. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Sylvia Löhrmann war ernüchtert, weil die LINKE ihre Regierungsmitgliedschaft nicht gleich mit der Entlassung von Landtagsangestellten beginnen wollte. Sie sollte vielleicht weniger trinken. ["Was hat die DDR mit NRW zu tun?" mehr »]
Ein Akt der Befreiung: "Die Mauer muss weg!"
Dieses Jahr ist das 20. Jahr des Mauerfalls und das 60. Jahr des Grundgesetzes.
Das Grundgesetz der Bundesrepublik steht in direktem Zusammenhang zum Völker- und Menschenrecht. In sofern kann der Fall der Mauer, die Menschen 40 Jahre lang voneinander trennte, als demokratischer Akt gewertet werden. Gerade in diesen Tagen landen meine Gedanken über Demokratie aber in einen ganz anderen Erdteil. Auch dieser steht unweigerlich mit dem Grundgesetz Deutschlands in direkter Verbindung.
Ich spreche von Israel.
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Heuchler und Meuchler
Mit freundlicher Genehmigung durch den Redaktionsleiter der Zeitschrift RotFuchs, Dr. Klaus Steiniger
Ausgabe 142
Eifer und Geifer
Dort, wo im „Wendeherbst“ 1989 irgendein als Bürgerrechtler firmierender und angeblich einen „besseren Sozialismus“ einfordernder DDR-Hasser hingespuckt hat, steht heute ein Gedenkstein zur Erinnerung an einen unbeugsamen Freiheitskämpfer. Fast jeder stinknormale Knast beherbergt inzwischen ein sogenanntes
Opferkabinett. Und selbst in den einstigen Konzentrationslagern der Hitlerfaschisten ist man bemüht gewesen, die heldenhafte Geschichte des Widerstandes in das Prokrustesbett des Antikommunismus zu zwängen.
Der Sommerschlußverkauf für Lügenstories aller Art strebt seinem diesjährigen Höhepunkt zu. Im November begeht die Kamarilla der Hetzer und Heuchler das, was sie als „Mauerfall“ bezeichnet. Sämtliche Schleusen werden geöffnet, um wahre Sturzbäche einer schwarz-gelben, bisweilen auch rosafarbenen oder grünlichen
Brühe über Land und Volk hereinbrechen zu lassen. Der antikommunistische Dauerbeschuß hat ohne Zweifel eine gewisse Wirkung erzielt, die allerdings mehr und mehr verpuffen dürfte. Denn jede Überdosis ist kontraproduktiv. Millionen früheren DDR-Bürgern und Klarsichtigen im Westen hängt die ewige Unrechtsstaatsund Stasi-Leier längst zum Halse heraus. Sie wollen, daß man ihnen endlich wieder reinen Wein einschenkt.
Ein Wort zu jenen, die sich mit Eifer und Geifer an gewissen Novemberdaten berauschen und trunken vom Taumel der Sieger auf Zeit jedermann die Ewigkeit ihrer gerade vom Krisenfieber geschüttelten Ordnung einreden wollen. Vor 20 Jahren ist in Deutschland und Europa – bei der UdSSR etwas zeitversetzt – die neue Welt des lange erfolgreich aufstrebenden, dann aber in arge Turbulenzen geratenen Sozialismus zusammengebrochen. Er fiel im Trommelfeuer eines materiell überlegenen Gegners, der ihn schon in der Wiege hatte erdrosseln wollen, aber auch durch Inkompetenz in der Stunde der Bewährung gelähmter Steuerleute auf der Brücke. Sie gaben die Zukunft kampflos auf.
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Gauck hat ein freies Land und einen Rechtsstaat
Der ehemalige Beauftragte für die Stasi- Unterlagen, Joachim Gauck, hat sich gegenüber dem Handelsblatt ausgekotzt und lässt damit sein kindliches Denken offensichtlich werden:
Die Freude an der Freiheit hat sich in Furcht vor der Freiheit verwandelt.["Gauck hat ein freies Land und einen Rechtsstaat" mehr »]
Ich bin empört über politische Nostalgie, weil sie die harten Tatsachen der Diktatur ständig ausblendet.
Wir sind ein freies Land, wir haben Grundrechte und sind ein Rechtsstaat. Das hatte ich 50 Jahre meines Lebens nicht
Herzlichen Glückwunsch: Heinrich Hannover
Leicht hatte er es nicht. Aber wer hatte das schon. In den Wirren des Krieges geschah so einiges was man sich nicht hatte vorstellen können. Familien wurden zerrissen, ihre Lebensgrundlagen auf den Kopf gestellt, verschleppt, getötet oder gar alles auf einmal. Heinrich Hannover hat viel erlebt -vielleicht nicht mehr oder weniger als andere auch, aber oftmals doch eher etwas anders. Seine Erlebnisse vom Krieg machten ihn zu dem was er heute ist, ein Jurist und bekannter Strafverteidiger in vielen politisch geführten Prozessen und zu dem ein Pazifist sowie Antimilitarist. Er zeigte in seinen Büchern auf, daß eben nicht immer alles mit rechten Dingen zu ging.
Werke wie "Politische Diffamierung der Opposition im freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat", "Schubladentexte", "Politische Verfolgung in der Bundesrepublik" und die zusammengefassten "Erinnerungen eines unbequemen Rechtsanwalts" sprechen Bände und geben klar Auskunft über das Rechtsverständnis jener Bundesrepublik seiner Zeit. Seine, in Gerichtssaälen wahrgenommene, Realität liest sich wie ein Krimi. Tatort: Deutsche Justiz.
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Nachlese zum „Tag der Deutschen Einheit“
Von Hans Fricke am 5. Oktober 2009 auf Saarbreaker
Kaum einer der führenden Politiker unseres Landes, die am 3. Oktober mit selbstzufriedenen Mienen und nicht minder selbstzufriedenen Reden und Erklärungen per Bildschirm Gäste in bundesdeutschen Wohnzimmern waren, wird in seiner Feierlaune einen Gedanken daran verschwendet haben, dass zur Bilanz von 19 Jahren deutsche „Einheit“ neben vielen anderen sozialen Ungerechtigkeiten die skandalöse Tatsache gehört, dass immer mehr lohnabhängig Beschäftigte gezwungen sind, nur noch für Miete, Strom und Lebensmittel in bescheidenem Umfang zu arbeiten.
Unbezahlte Überstunden, gar nicht oder nur dürftig bezahlte Praktikanten, Löhne von zwei und drei Euro pro Stunde, Menschen, die trotz harter Arbeit, einer 60- und mehr Stundenwoche nur noch durch staatliche Leistungen überleben können und Chefs, die sogar die Trinkgelder ihrer Beschäftigten kassieren, macht das von ver.di und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten initiierte „Niedriglohn-Barometer deutlich.
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Ich habe meine Wahl getroffen
Meine Stimmen zur Landtagswahl in Brandenburg und auch zur Bundestagswahl habe ich per Briefwahl abgegeben. Für mich ist eine demokratische Wahl noch immer ein hohes Gut. Es mag sein, dass das bundesdeutsche Parteiensystem und die damit verbundene Verhältniswahl nicht optimal sind. Doch aus meiner Sicht sind sie immer noch besser, als das Wahlrecht, welches mir bis vor zwanzig Jahren zugebilligt wurde. Denn mit dem Sinn des Wortes wählen hatte das nicht sehr viel zu tun. Denn wenn man eine Wahl als eine Entscheidung zwischen Alternativen betrachtet, dann war das keine Wahl. Denn wie sollte man sich denn zwischen Alternativen entscheiden. Es gab keine. Man konnte einen Zettel nehmen, diesen falten und in eine Wahlurne stecken. Damit hatte man dann automatisch gewählt. Die Einheitspartei und deren Blockflötenanhang. Selbstverständlich konnte man seinen Stimmzettel ungültig machen. Dazu mussten man mit ihm einfach etwas anders tun als ihn falten und in die Urne stecken. Denn jede Abweichung von diesem Vorgehen machte den Stimmzettel automatisch ungültig. Einfach nicht wählen war auch möglich, aber nicht so einfach wie es klingt. Doch dazu später. So gesehen war das also die einzigen Alternativen.
["Ich habe meine Wahl getroffen" mehr »]Auszüge aus 'Ehrliche Auskünfte': Lächerliche „Stasi“-Hysterie und Weiße Schimmel, schwarze Rappen
Mit freundlicher Genehmigung durch den Redaktionsleiter der Zeitschrift RotFuchs, Dr. Klaus Steiniger
Sonderbeilage der Ausgabe 140:
Auszüge aus: Ehrliche Auskünfte
Abschnitt: Lächerliche „Stasi“-Hysterie
Ein Wort zur Diktatur: Natürlich war auch unser Staat als Demokratie anderer Art eine Herrschaftsform. Und ohne Zweifel übte er seine Macht – wie jeder Staat – mit den Mitteln der Macht (Staatsapparat, Polizei, Justiz, Geheimdienste u. v. a.) aus. In diesem Sinne war er durchaus eine Diktatur. Es fragt sich eben nur, wer in wessen Interesse welche Macht mit welchen Mitteln, welchem Ziel und welchen Inhalten ausübt. Und da, so meine ich, brauchten wir uns hinter keinem anderen sich noch so demokratisch gebärdenden Staat zu verstecken. Natürlich waren die Mittel und Methoden andere, weil ja auch das Wesen des Gesellschaftssystems ein anderes war. Daher paßte das den angeblich so „freiheitlichen Demokratien“ des Westens nicht in den Kram. Sie rieben sich daran, daß unsere Demokratie ein Staat der Arbeiter und Bauern war und bekämpften ihn von der ersten Stunde mit nachweisbar verbrecherischen Mitteln. Deshalb kann es nicht verwundern, daß wir die Möglichkeiten der Diktatur auf unsere Weise nutzen mußten, ohne dabei die Demokratie einzuschränken.
Das ist übrigens in jedem anderen Staat ähnlich – allerdings unter umgekehrten Vorzeichen. Als Popanz wurde nach der angeblichen Wende die „Stasi“-Hysterie aufgebaut. Dazu ist zweierlei zu sagen: Erstens gibt es in jedem modernen Staat (so auch in der BRD) einen Geheimdienst oder gleich mehrere, die nach innen und außen wirken. Das mag nicht jedem gefallen, ist aber in den politischen Auseinandersetzungen unserer Zeit nun einmal nicht anders. Jeder Staat, der sich über andere aufregt, sollte zuerst vor der eigenen Tür kehren. Denn wie man mit verfälschten Geheimdienstinformationen Kriege vom Zaun brechen kann, haben uns die Musterdemokratien der Sonderklasse mit ihren Überfällen z. B. auf Nordvietnam, Grenada, Jugoslawien, Irak und Afghanistan vorgeführt. All die Aufregung über die DDR-„Stasi“ ist eigentlich lächerlich, maßlos aufgebauscht und sinnentstellend. Zweitens meine ich, daß mit dieser Hysterie Tausenden großes Unrecht zugefügt wurde und noch immer wird. Ich kenne selbst viele Menschen, die damit ins soziale Abseits gedrängt wurden, obwohl sie grundehrliche Leute waren und sind.
["Auszüge aus 'Ehrliche Auskünfte': Lächerliche ... »]
Legenden und Illusionen
Gastbeitrag Hans Fricke am 13. Juli 2009
Nichts ist den Legenden und Illusionen, die seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland über sie verbreitet werden und in diesem Jubiläumsjahr eine neue Blüte erleben, abträglicher, als wenn man ihnen auf den Grund geht und sie an der gesellschaftlichen Realität misst. Das gilt neben anderen gängigen Begriffen insbesondere für die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“, den „Rechtsstaat“ und „Sozialstaat“ BRD.
Mag es den Regierenden und den Massenmedien vor 1990 noch mehr oder weniger gelungen sein, diesen Begriffen den Anschein einer gewissen Glaubwürdigkeit zu geben, so hat sich die Situation während der vergangenen 20 Jahre sichtbar gewandelt.
Kaum jemand, der politisch ernst genommen werden möchte, wird angesichts der dramatischen Folgen des jahrzehntelangen sozialen Raubbaus und der Verteilung von unten nach oben noch behaupten wollen, die BRD sei ein Sozialstaat. Wozu auch? Der andere deutsche Staat, der erwiesenermaßen ein sozialer Staat war und deshalb bei Verhandlungen über soziale Fragen in der BRD unsichtbar mit am Tisch saß und mit seiner Sozialpolitik die Entscheidungen beeinflusste, existiert nicht mehr, sodass der Imperialismus in Hausherrenmanier nach vier Jahrzehnten erzwungener relativer Zurückhaltung endliche wieder sein wahres Gesicht zeigen und mit den „Sozialpartnern“ und Empfängern sozialer Leistungen Tacheles reden kann.
Lesen Sie den kompletten Beitrag auf: moltaweto.wordpress
Aufgelesen 178
● Tausende Stasi-Spitzel im öffentlichen Dienst
● Musste ein Land lernen zu «verschwinden»?
● Die Mauer kommt zurück
● Die Organisierung des sozialen Krieges
● Die Geschichte der Zensurversuche
● Politik erhöht Banken-Eigenkapital
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„Demokratischer Rechtsstaat“ BRD - eine Illusion
Von Hans Fricke am 24. Juni 2009
Aus dem Partnernetzwerk
Solange die Bundesrepublik Deutschland existiert, solange bemühen sich die Herrschenden, assistiert von den Konzernmedien, den Bundesbürgern die Illusion zu vermitteln, sie würden in einem Rechtsstaat leben, dem die demokratische Willensbildung des Volkes, des „Souveräns“, wesenseigen sei. Dabei bedarf es nur eines Minimums an kritischer Sicht und Erinnerungsvermögen, um die Haltlosigkeit dieser Bemühungen zu erkennen.
Allein die Fremdbestimmtheit des Zustandekommens des Grundgesetzes und der Gründung der BRD - beides erfolgte auf der Basis eines Befehls der westlichen Militärgouverneure - und der Inhalt dieses Grundgesetzes machen deutlich, was es mit demokratischer Willensbildung des Volkes und mit Rechtsstaatlichkeit in Wahrheit auf sich hat.
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Darf es ein bißchen DDR sein?
Mit freundlicher Genehmigung durch den Redaktionsleiter der Zeitschrift RotFuchs, Dr. Klaus Steiniger
Ausgabe 137 Extra:
Wie man in der BRD sozialistische Erfahrungen verleugnet und nutzt
Im vergangenen Jahr erschien ein Buch mit dem Titel „Das Kapital, ein Plädoyer für den Menschen“, das es schnell auf die Bestsellerliste brachte. Der Autor ist Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising. Bewußt knüpfte er an das dreibändige Werk von Karl Marx an, der 1883 starb und dessen „Kapital“ inzwischen angesichts der hierzulande grassierenden Krisen und Pleiten wieder als begehrter Lesestoff und zugleich als Vermächtnis, nicht aber aus Nostalgie, auf großes Interesse stößt.
Der Erzbischof zitiert in einem „Spiegel“-Interview (Nr. 44/2008) u. a. einen Grundgedanken aus der Enzyklika „Centesimus annus“ von Johannes Paul II. Dort heißt es:
„Wenn der Kapitalismus die Grundprobleme der Gerechtigkeit, der Solidarität, der Freiheit des Menschen nicht wirklich löst, sondern Gräben neu aufgerissen werden, dann kommen die alten Ideologien wieder.“
An anderer Stelle liest man:
„Wir stehen alle auf seinen Schultern (gemeint ist Karl Marx), weil wir uns in der Geschichte und Geistesgeschichte an ihm abarbeiten – positiv oder negativ. In seiner Analyse der Situation im 19. Jahrhundert kommt Marx auf viele Punkte, die unbestritten sind.“
Nicht, daß ausgerechnet Erzbischof Marx dem Marxismus in irgendeiner Weise das Wort redet. Vielmehr warnt er davor, daß die Erkenntnisse von Karl Marx eine Renaissance erleben könnten.
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In der BRD angekommen?
Mit freundlicher Genehmigung durch den Redaktionsleiter der Zeitschrift RotFuchs, Dr. Klaus Steiniger
Ausgabe 137:
Ideologisch nackt und entwaffnet
Wenn die selbsternannten Eliten der BRD von früheren DDR-Bürgern verlangen, sie müßten endlich im Staat der Hundts und Ackermanns „ankommen“, dann ist das blanker Hohn. In Wirklichkeit meinen sie ja etwas ganz anderes: Die „Ostler“ sollten sich – ideologisch nackt und entwaffnet – zum als „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ mit „sozialer Marktwirtschaft“ verklärten kapitalistischen System bekennen. Das fordert man übrigens seit Jahr und Tag auch von all jenen im Westen, welche ebenfalls niemalsin dieser Gesellschaft brutalster Ausbeutung der meisten und schamlosester Bereicherung weniger angekommen sind.
Es wäre grotesk gewesen, Max Reimann oder Herbert Mies so etwas anzutragen! Worum geht es? Ohne Zweifel handelt es sich um den Kern der Dinge: die Klassenfrage. Sie eindeutig beantworten zu können, erfordert mehr als gesunden Menschenverstand. Der Kompaß, der aus dem Labyrinth herausführt, heißt Klassenbewußtsein.
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Neue Staatslegende über den Tod von Benno Ohnesorg - Geschichtsumdeutung mit Kopfschuß
Am 25. Mai machte uns Herr Von Kirchbach auf folgenden Artikel aufmerksam:
Neue Staatslegende über den Tod von Benno Ohnesorg - Geschichtsumdeutung mit Kopfschuß
Von Hans-Detlev v. Kirchbach
Ja, kam nicht Rudi Dutschke auch aus der Zone?! - Angesichts dieser "neuen Wende", so wiederum der Spiegel, sollte unser Erinnerungsmuseum aber auch konsequent ummöbliert werden. Etwa so: Die Berliner Polizei war, soweit sie nicht selbst vom Ulbrichtregime gesteuert wurde, grunddemokratisch; die Bildzeitung, für die heute H.M. Broder gute Worte einlegt und Alice Schwarzer wirbt, war - und ist - ein Kulturblatt von zutiefst humanistischer Gesinnung; der Shah von Persien war ein zu Unrecht von Bahman Nirumand beschimpfter gütiger Wohltäter des Volkes, und die von der Berliner Polizei tatkräftig unterstützten Jubel- und Prügelperser waren keine Schläger, sondern eine Volkstanzgruppe im Rahmen des deutsch-iranischen Kulturaustausches.
Lesen Sie den kompletten Artikel auf: NRhZ.de
Informationen:
Vom Wehrmachtsoffizier und Leberwurst-Taktiken - vom Füchse jagen, Jubelpersern und der Zauberflöte
Der Schah galt uns allen als brutaler Tyrann
Der Bundespräsidentendarsteller
Fangen wir erst einmal ganz klein an: Der Posten unseres Bundespräsidenten, kurz BundesPräservativ genannt, ist ein rein repräsentativer ohne eigentliche Machtbefugnisse. Dies ist wichtig um zu verstehen, warum ständig solche Zäpfchen in dieses Amt gebracht werden und keine echten Menschen.
Das Amt des Bundespräsidenten sollte nicht nur der Gewaltenteilung dienlich sein, sondern gleichzeitig auch der Bundesrepublik Deutschland (in den Jahren vor 1990) einen offiziellen Repräsentanten bieten, mit dem sie in der Welt ihre Waren feilbieten konnte. Ansonsten besitzt dieses Amt so viel Biss wie eine vergammelte Torte, da der Bundeskanzler bei uns sowieso tun und lassen kann, was er will, ohne Konsequenzen zu fürchten. [Schlimmstes Beispiel: Wiedervereinigungs-, Jahrtausendkanzler und T€uro-Bringer Dr. Helmut Kohl.]
Der jetzige Amtsinhaber jedoch stellt eine ganz besondere Personalie dar, deshalb mußte ich ein wenig recherchieren. Zum ersten: Er ist ein Reichsdeutscher, kein Westdeutscher. Diese Vermutung ergibt sich daraus, wenn man sich einmal anschaut, wo denn BundesPräservativ Köhler (der Vollhorst) geboren worden ist: Skierbieszów, Polen.
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Wie sie die DDR erfinden
Mit freundlicher Genehmigung durch den Redaktionsleiter der Zeitschrift RotFuchs, Dr. Klaus Steiniger, am 25. Mai 2009
Ausgabe 132 Extra:
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt
Am 25. Juli 2008 stellte der „Forschungsverbund SED-Staat“ der Freien Universität Berlin sein Buch „Soziales Paradies oder Stasi-Staat?“ vor. Teilergebnisse einer ihm zugrunde liegenden „Untersuchung“ waren schon im November 2007 veröffentlicht worden und hatten bei einigen Politikern für Wirbel gesorgt. Angeblich bewirken „unzuverlässige Erinnerungen“ der Eltern und „schwere Versäumnisse der Schulen“ eine „DDR-Verklärung unbedarfter Jugendlicher“. Den für die Klitterung der SED-Geschichte zuständigen Autoren Monika Deutz-Schroeder und Prof. Dr. Klaus Schroeder ist unbegreiflich, daß Ostdeutsche die DDR heute anders beurteilen, als von offizieller BRD-Seite erwünscht. Selbst zwei Drittel der befragten Westdeutschen (!) lehnten es ab, die DDR als Diktatur zu bezeichnen.
Auch Gruselkabinettsverwalter Hubertus Knabe beklagt „zunehmende Unwissenheit über die SED-Diktatur“.
Brandenburgs Polizeiminister Schönbohm warnt vor einer „systematischen Verherrlichung der DDR“. Merkels sogenannter Ostbeauftragter Tiefensee fordert, „die Fakten über Unterdrückung, Mauer-Tote, Stasi Spitzel, Folter-Knäste und den Konkurs der DDR-Wirtschaft“ stärker im Geschichtsunterricht zu behandeln. Herr Köhler, Bundespräsident, erzählt Schülern, die er im Schloß Bellevue empfängt, Lebensglück habe es für DDR-Bürger „nicht wegen, sondern trotz des SEDRegimes“ gegeben. Da fragt man sich doch unwillkürlich, ob von BRD-Seite noch immer nicht genug getan worden ist, um die DDR zu verunglimpfen.
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Verschwiegene Geschichte
Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte auf Duckhome.de durch Heinrich Hannover am 22. Mai 2009
Erschienen auf Heinrich-Hannover.de
Bei Gesprächen mit jungen Menschen ist mir immer wieder aufgefallen, daß nur geringe Kenntnisse über die historische Entwicklung nach dem Ende des 2. Weltkrieges vorhanden sind. Bezeichnend für diese Wissenslücke sind die in einer Sondernummer der „Zeit“ (April 2005) veröffentlichten Antworten junger Autoren, die für ein vom Landestheater Tübingen veranstaltetes Festival Stücke über das Ende des 2. Weltkriegs geschrieben hatten, also über ein gewisses Maß von Geschichtskenntnissen verfügen sollten. Der eine sagte:
Nach 1945 kommt für mich ganz schnell der Mauerbau. Dazwischen ist wenig...
Oder ein anderer:
Ich denke bei 1945 auch sofort an 1968, weil mein Blick aufs „Dritte Reich“ extrem geprägt ist durch die 68er-Generation, vor allem durch unsere Lehrer. Zwischen heute und 1945 ist dann vielleicht nur noch der Mauerfall. So verdichtet sich für mich deutsche Geschichte.
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Und dann war da noch Stephan Hilsberg - Noch-MdB der SPD
Vernünftig erscheint sie mir nicht. Es bleibt das schale Gefühl, dass in dem erkennbaren Wunsch der Leute, nach jemanden „aus der Region“, „von hier“ sich nicht die regionale Verankerung niedergeschlagen hat, sondern die Weigerung über das Zeitalter von Braunkohle und ostdeutscher regionaler Gefühligkeit hinauszuschauen. Sie sind die Vertreter einer modernen europäischen Region, aber mental sind sie noch in der alten Industriegesellschaft, die unseren Wohlstand nicht sichern kann und im Saldo Arbeitsplätze verliert.["Und dann war da noch Stephan Hilsberg - Noch-MdB der SPD" mehr »]





















