Dussmanns Einheiten dürfen nun doch nicht die Schulhöfe unterwerfen
Es sah doch schon so gut aus. Es war ja fast schon perfekt. Dussmanns Schergen wollten und sollten die Neuköllner Schulhöfe unterwerfen. Ich hatte mich innerlich schon auf eine Menge Spaß vorbereitet. Das sind nämlich die Truppen, die in irgendwelchen Einkaufszentren zwar Omis und Volltrunkene quälen können, aber ansonsten eher eine Lachnummer sind. Nachtwächter im Tageslicht.
Wie die Personalpolitik im Hause Dussmann läuft, ist ja leicht daran zu erkennen, das Dussmann sogar unseren unfähigsten Wirtschaftsminister vor Gloß, den Wolfgang Clement in seinen Aufsichtsrat berufen hat. Aber vielleicht ist das eher die Dankbarkeit mit der Dussman sich dafür bedankt, das ihm Clement soviel Arme produziert hat, die selbst für Dussmanns Löhne arbeiten müssen.
Dussmann gegen die Schüler. Das finde ich gut. Schüler - ich war selber mal einer - sind geradezu darauf geeicht, Repression mit Ungehorsam zu beantworten. Je härter also irgendwelche Dussels zuschlagen, desto mehr Gegendruck würden die bekommen. Das muss irgendjemand sogar Herrn Dussmann klar gemacht haben. Ich hätte nicht geglaubt das der irgendwelcher Vernunft zugänglich ist, aber es geschehen eben doch noch Wunder. Jetzt müsste er nur noch den Clement rausschmeißen, aber so große Wunder gibt es nun doch nicht.
Der Bürgermeister von Neukölln Heinz Buschkowsky aus der SPD hat seine Schulen ja schon lange aufgegeben. Anstatt Mittel für viel mehr Lehrer, Soziologen und Betreuer bereitzustellen, setzt dieser SPD-Genosse auf Abschreckung. Aus jedem Schulhof eine Berliner Mauer machen. Völlig merkbefreit. Ich sehe schon Sechsjährige wie sie sich den Weg zu Vorschule freischießen müssen.
Das Thema ist nämlich noch nicht zu Ende. Da wo Dussmann nicht will und sich nicht traut, da werden andere auftreten. Gab es da nicht einen Wachschutz der den Neonazis sehr nah steht und der schon nachgefragt hat?
Egal. Politik ist immer ein Problem auf die schlimmste Art und Weise zu verstärken. Wie man es richtig denken könnte, sagt die Tageskritik
Illegale Grundschule in Bremen aufgeflogen
Es ist schon zum Schreien komisch. Heute lugt hinter jedem Gartenzaun ein Aufpasser hervor, der genau registriert was in seinem Umfeld so passiert, dazu Schäubles Saubermänner, die ihre gierigen Finger, Augen und Ohren in jedem Briefkasten und in jeder Mülltonne haben und dann bringt n-tv diese Nachricht:
Mehr als 14 Jahre lang sind Kinder in Bremen in einer illegalen Grundschule unterrichtet worden. Insgesamt seien mehr als 200 Kinder in der nicht genehmigten Einrichtung dem staatlichen Schulsystem entzogen worden, bestätigte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Bildung.
...
Die Kinder seien mit gefälschten Angaben auf weiterführende Schulen geschickt worden. Aufgefallen sei dies nicht.
...
Eltern hätten vor 14 Jahren versucht, eine freie Schule nach ihrem Sinn zu gründen. Dies war damals jedoch von der Schulbehörde abgeblockt worden. Daraufhin betrieben die Eltern die Schule ohne Genehmigung.
Was für geile Eltern. Wir haben damals nicht den Mut gehabt, und unsere Kinder auf Privatschulen eingeschult, anstatt sie ins staatliche Verblödungssystem zu schicken. Schon damals galt, das Geld den schulischen Erfolg bestimmt. Vielleicht hätten wir unser staatliches Schulsystem schon damals zum Teufel jagen und in ein Eltern- und Lehrer dominiertes Schulsystem umwandeln sollen. Aber uns fehlte der Mut. Wir gingen den Weg des geringsten Widerstandes.
Putzig finde ich, das die Kollegen von der Bremer CDU nun aber sofort reflexartig auf die SPD einschlagen. Anstatt einmal nach den Gründen zu fragen, anstatt einmal nach dem Erfolg dieser illegalen Schule zu fragen. Aber das interessiert die Bremer CDU wie unsere ganzen Arschlochpolitiker ja nicht. Denen geht es nur darum gegen den jeweiligen politischen Gegner zu motzen. In der Sache sind die Herrschaften ja nicht interessiert, zumindest solange nicht, wie sie kein Bestechungsgeld bekommen.
Lehrer mit Lücken
Wie gut das es die EU gibt. Gäbes es sie nicht schon, man müsste sie glatt neu erfinden. Nun hat sie mit einer aufwendigen Untersuchung etwas in Erfahrung gebracht, was Eltern, Schüler und Lehrer schon lange wissen. dpa meldet:
Lehrer haben Lücken
Brüssel - Fachleute der 27 EU-Staaten sehen große Lücken bei der Lehrerausbildung in Europa. Die Kenntnisse vieler Lehrer seien veraltet oder ungenügend, erklärte die EU-Kommission in Brüssel. Das gelte für den Umgang mit Computern ebenso wie für Sprachkenntnisse oder pädagogisches Wissen. Um Abhilfe zu schaffen, legte die Brüsseler Behörde Vorschläge zur Verbesserung der Lehrerausbildung vor, die gemeinsam mit den Mitgliedstaaten erarbeitet worden waren.
Die Lücken sehen wir alle. In fast allen Berufen. Bildung und Weiterbildung funktionieren mehr schlecht als recht. Einmal aus der Schule,Universität oder Berufausbildung heraus, gibt es kaum noch Anreize und nur ganz wenige kostenfreie Angebote. Zwar treiben da einige Fernlehrinstitute ihr seltsames und oft ziemlich teueres Spiel und es gibt auch Volkhochschulen in denen die Kunst des Origami und shamanisches Tanzen gelehrt werden, aber ansonsten ist es dunkel.
Keine Internetschule oder Internetuniversität für jedermann. Keine theoritsche Berufskunde im Internet. Selten mal Abendschulen, die aber als reine Präsenzschulen, die Hürden sehr hoch legen. Jede nur denkbare Unterrichtsstunde wird tausende Male im Jahr gehalten. Aber keine wird aufgezeichnet und ins Netz gestellt. Unterrichtsmaterialen werden in tausenden von Stunden erarbeitet, kommen aber selten bis nie über das Umfeld des einzelnen Lehrers hinaus.
Klar sollten wir unsere Lehrer besser ausbilden. Aber nicht nur die Lehrer sondern alle. Dafür brauchen wir Angebote. Dringend.
Fehlende Tochter
Töchterchen ist jetzt erwachsen. Hat das erste Mal bei Oma übernachtet. Alles gut gelaufen. Trotzdem irgendwie ein seltsames Gefühl. Zum einen die Freude. Das Kind wollte nicht zur Schlafenszeit schreiend nach Hause, sondern erklärte per Telefon, das es bis zum Dunkelwerden aufbleiben würde. Hihi. Da lachen ja die Hühner. Die Junge Dame hat ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis. Wenn die müde ist schläft die.
Aber es gibt auch einen kleinen Stich. Man muss loslassen. Natürlich nur ein Zipfelchen. Aber man weiß, das dies nur der Anfang des Loslassens ist. Das man von jetzt ab, ständig etwas mehr loslassen muss. Als erfahrener Vater weiß man auch das es mit rasender Geschwindigkeit weiter geht.
Trotzdem darf man nicht festhalten. Menschen und vor allem Kinder brauchen Freiheit. Es ist egal ob Elternliebe fesselt oder Ketten. Beides kann die gleiche Wirkung haben.
Unser Mittlerer, also ihr kleiner Bruder war nicht ganz so begeistert. Des Abends hatte er das Vergnügen, das die Teerarbeiter noch zu beobachten waren, aber dann fehlte ihm sein Schwesterherz doch deutlich. Naja mit der kann er ja auch so herrlich rumstänkern. Als ich heute morgen vorschlug, wir könnten das Lenchen doch verkaufen, bekam ich aber richtig Mecker. Er hat sein Lenchen lieb und die wird nicht verkauft und ich muss nach Timbuktu.
Timbuktu ist der Ort, zu dem bei uns jeder geschickt wird, der grad übrig ist, oder Mist gebaut hat. Irgendwann werden wir wirklich mal nach Timbuktu fahren, nur um nachzusehen wie es dort ist.
Danke Frau Merkel, danke Herr Wulff, danke Herr Steinmeier!
Wir erinnern uns, das sich unsere Bundesangela, die zwar noch kein Kind zustande gekriegt hat, aber überall ihr dummes Geschwafel loswerden muss, das Herr Wulff, der sich freut wenn Arbeitsplätze in Niedersachsen wegfallen und das der Außenminister, der Kurnaz vergraben wollte, sich für Vergewaltigung ausgesprochen haben, indem sie auf die türkische Justiz einzuwirken versuchten, um den Verdacht eines sexuellen Mißbrauchs herunterzuspielen und zu relativieren.
Das unsere Politiker nichts taugen ist ja genauso bekannt, wie das der Fisch am Kopf zu stinken beginnt. Das Thema wurde von mir hier, hier und hier aufgegriffen.
Einige meinen zwar es ging unseren Politschranzen nur darum, die Türkei madig zu machen, aber ich glaube angesichts des Sachsensumpfes und der vornehmen Zurückhaltung unserer Bundesanwaltschaft und des Justizministeriums, das sexuelle Vergehen wie auch die Jugendgewalt, einfach langsam aber sicher, aus der Strafbewehrung herausgenommen werden sollen, weil unsere Justiz voll damit ausgelastet ist, mögliche Gegner der Schäuble- / Merkeldiktatur festzustellen und für eine spätere tiefergehende Behandlung zu katalogisieren.
Wer diesen Fall verfolgt hat wird sich über diese Geschichte nicht wundern.
Laut Kriminalstatistik stieg der Anteil jugendlicher Tatverdächtiger bei Vergewaltigungen und sexuellen Nötigungen von 5,4 Prozent 1990 auf 11 Prozent 2006.
Die Erklärung ist ganz einfach. Wer wie Koch und andere Landespolitiker, Lehrerstellen und Polizei in Bürgernähe abbaut, aber jede Menge Geld für politische Schnüffelei ausgibt wie Schäuble, der darf sich nicht wundern, wenn Erziehung in der Schule und in der Gesellschaft praktisch ausfällt. Wer noch dazu wie Schäuble, ständig selbst hart an der Grenze der Gesetze operiert oder diese auch schamlos verletzt, der gibt ein Beispiel, das Nachahmer geradezu herausfordert.
Korrupte Politiker und neoliberale Wirtschaftsfaschisten von der INSM und Mohn/Bertelsmann die einem ganzen Volk jede Hoffnung geraubt haben und angebliche Wissenschaftler, die sich für jeden Dreck eine Erklärung zusammenlügen, sind der Brückenstein.
Die Jugend spielt nur das wieder, was ihr der Alltag der Erwachsenen vorgibt. Rücksichtslosigkeit und Unsolidarität sind ja von interessierten Kreisen wie auch der FDP, zum Markenzeichen des Erfolges erhoben worden. Wir können aber nicht beides haben. Anstand und Schäuble. Ehrlichkeit und FDP, INSM und Mohn/Bertelsmann. Demokratie und gekaufte Politiker. Wissenschaft und Hüther oder Ifo-Institut. Moral und unsere Medien.
Wir sind das Volk und wir sollten des uns nicht mehr gefallen lassen, das unsere Sprache in ein fieses Neolibsprech verdreht wird, das Schäuble unsere Verfassung verbiegt und uns auspioniert, das unsere Poltiker sich kaufen lassen und das INSM und Mohn/Bertelsmann die Medien beherrschen. Es geht auch nicht das sogenannte Volkswirtschaftler den Begriff Wissenschaft, in den Begriff dreiste Lüge umdeuten dürfen.
Wir sind das Volk. Es ist unser Land. Es wird Zeit mit dem Aufräumen zu beginnen.
Österreich ist in seinen Dummheiten doch sehr deutsch
Robert Misik setzt sich mit dem mehrgliedrigen Schulsystem auseinander und bedauert das in Österreich wieder einmal ein hoffnungsvoller Ansatz schon gescheitert ist, bevor wirkliche Überlegungen angestellt werden durften. Da ist sich der schwarze Block mit den Ultrakonservativen und vorgetäuschten Liberalen in Deutschland einig. Da sind die Österreicher sehr deutsch in ihrer Dummheit.
Es nützt auch nicht, wenn man diesen Leuten das finnische Beispiel vor Augen führt:
Das finnische System ist leicht erklärt – aber das Erfolgsgeheimnis liegt im Detail. Es gibt eine Einheitsschule für alle 6- bis 14jährigen. Wer nicht mitkommt, wird nicht abgeschoben, sondern mitgenommen. „Sozialistischer Einheitsbrei“, wie die Kritik von konservativer Seite lautet, ist das dennoch keiner: Die Schulen selbst sind innerlich hoch differenziert, und jede Schule ist anders – denn sie sind viel autonomer als die hiesigen.
Das ist das Prinzip. Die gute Nachricht: Man könnte dieses Prinzip kopieren. Die schlechte Nachricht: Mit der Kopie des Prinzips alleine wäre es wohl nicht getan. Denn die finnische Bildungspolitik ist von einer Philosophie getragen, die tief in der politischen Kultur des Nordlicht-Landes verwurzelt ist. Finnland ist ein dünn besiedeltes Land am Rande der Welt. „Wir brauchen hier jeden, hoffnungslose Fälle können wir uns nicht erlauben“, fasste Jukka Sarjala, der Präsident des Zentralamtes für Unterrichtswesen in Helsinki schon vor Jahren die Grundhaltung der Finnen zum Schulsystem zusammen.
Autonome Schulen die hochdifferenziert auf die Bedürfnisse ihrer Schülere und deren Hintergrund reagieren können. Das klingt wie ein Traum. Viel wichtiger ist jedoch der Satz:
„Wir brauchen hier jeden, hoffnungslose Fälle können wir uns nicht erlauben“
Das ist der große Unterschied. Bei uns erzählen wir den Jungen, den Arbeitenden wie den Alten seit fünfzehn Jahren ständig, das sie alle überflüssig sind. "Wir brauchen euch alle nicht!" tönt es ständig aus allen neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Lautsprechern. Haut ab. Ihr taugt nichts.
Die ganz alte Wahrheit, das wir jeden brauchen. Jeden mit seinen Stärken und Schwachen. Diese Wahrheit wurde zugelogen. Von den Ackermännern, den Kannegiesser und den Mohn. Wir brauchen jeden. Unbedingt.
Das bedeutet im Umkehrschluss, das wir jeden fit machen müssen. Vom Kind bis zum Greis. Wir brauchen sie nämlich alle. Also bilden wir die Kinder in geeigneten, durchlässigen Schulen, ohne frühzeitige Festlegung auf irgendwelche Endziele, umfassend aus. Erlauben wir den Menschen zwischen Berufsausübung und Bildung zu wechseln. Wir müssen uns alle ständig weiterentwickeln und das heißt in erster Linie weiterbilden, ohne dabei soziale Kompetenzen zu vernachlässigen.
Natürlich bietet sich die Gesamtschule als Ganztagesschule an. Gar keine Frage. Aber das darf nur der Anfang sein. Wir haben schon auf zu viele großkotzig verzichtet, die wir jetzt sehr gut brauchen könnten. Wir brauchen die Schule zu jeder Zeit. Fernunterricht per Internet. Mit Videos, Lehrmaterial, Tutorenchat, Präsenzunterricht an den Wochenenden. Aber natürlich auch mit Leistungskontrolle. Leistung ist ja nichts Falsches, wenn die Leistungskontrolle nicht dazu benutzt wird, zu diffamieren sondern weiterzuhelfen, dann ist Leistungskontrolle auch sozial. Natürlich brauchen wir so nicht nur die Schule, sondern auch die Hochschule, die theoretische Berufsausbildung und die Universität.
Sebstverständlich ist Bildung. wie Information, eine Holschuld. Aber ich kann mir nur das holen, was auch real angeboten wird. Daran scheitert unser System immer wieder. Am mangelnden Angebot. In der Schule fehlen die Lehrer und die Ausstattung. Auf dem zweiten Bildungsweg passt gar nichts, alles muss mit viel Aufwand gangbar gemacht werden. Aber wir erlauben uns in Deutschland ein milliardenteures Gebührenfernsehen, das seinen Bildungsauftrag im Wiederholen von Schwachsinn sieht.
Wir zahlen Hartz IV und Arbeitslosengeld, ohne damit eine Weiterbildungspflicht zu verbinden. Wir finanzieren zweifelhafte Weiterbildungen, an denen noch zweifelhaftere Unternehmen verdienen. Warum erweitern wir nicht unser bestehendes Bildungssystem rund um die Uhr. Wir haben das Geld und die Technik ist im Internet schon lange kostenlos vorhanden. Sogar Teile der Lehrinhalte gibt es schon. Machen wir ernst, machen wir Bildung. Bildung für jeden, jederzeit.
Zu viel Geld für Familien
Peer Steinbrück hat uns ja schon lange gesagt, das er die Gelder der Familienkasse umschichten will um Mittel für die Kinderkrippenplätze und ein wenig Förderung des Großkapitals hinzubekommen. Sein Verteilungsverhältnis ist klar. Ein Euro für die Kinder, eine Million Euro für seine Freunde.
Die CDU/CSU hat nun mal den ersten Indianer, in Form des CDU-Haushaltsexperten Ole Schröder, losgeschickt, der zunächst einmal die Kindergeldzahlungen an Kinder über 18 stoppen will. Er argumentiert treuherzig damit, das es da doch Bafög und Kredite gibt. Das wird seine Freunde in den Banken freuen. Jetzt sollen sich schon die Auszubildenden verschulden, damit die Banken besser verdienen. Tilt before start.
Aber Ole Schröder ist ja gar nicht so, er ködert uns, damit das er neugeborenen Kindern doppeltes Kindergeld zahlen will, bis zum 7. Lebensjahr. Weil da die Familien doch weniger verdienen. Der Mann ist immerhin Haushaltsexperte. Was er sonst in meinen Augen alles noch ist, schreibe ich lieber nicht, das wird mir einfach zu teuer.
Kauder winkt zwar erst mal ab, aber wir dürfen sicher davon ausgehen, das Kindergeld wird auf 18 Jahre beschränkt. Was brauchen die zukünftigen Arbeitslosen auch eine Ausbildung. Dazu werden sie wahrscheinlich die Kinderfreibeträge halbieren und weitere Kindergelderhöhungen einfrieren, um nach Münteferings Plan, die Krippen zu finanzieren.
Der Betrug am Bürger geht wie gehabt weiter.
Johannes Singhammer MdB: Herdprämie darf nicht Herdprämie genannt werden
Ich versteh die Bayern eh nur schwer und die von der CSU meist gar nicht. Da gibt der Singhammer extra eine Pressemitteilung damit wir zu der Herdprämie der CSU nicht Herdprämie sagen.
Google findet den Begriff Herdprämie zur Zeit 1600 mal und den vom singenden Hammer gewünschten Begriff Erziehungsbonus 11.400 mal. Was will der also. Nur 12 Prozent sagen Herdprämie. Aber ändern tut das auch nichts. Denn sein Erziehungsbonus wird dann eben durch die Beschreibung Fernhalteprämie vom Arbeitsmarkt für Mütter oder ähnliches ersetzt.
Egal wie schön das Wort auch immer ausgewählt wird, der alte braune Geist mit dem Mutterkreuz am heimischen Herd kommt immer wieder durch. Marketing ist machtlos gegen Inhalte. Die CSU will die Frauen am Herd festhalten und wünscht sich eine möglichst kurze Kette.
Als Mann bin ich ja manchmal versucht zuzustimmen, aber ick trau mir nicht. Die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen schlägt eine gute Kelle und außerdem müsste ich dann ständig die Kinder in den Kindergarten, zum Sport, zur Theatergruppe, zum Ballett und sonstwo hin bringen. Nö Singhammer, ich kann mit einer emanzipierten und arbeitenden Frau leben und unsere Kinder auch. Wenn du das nicht kannst, dann nimm deine Herdprämie, kauf deiner Frau eine Burka und schleicht euch in die bayrischen Berge. Ich schätze aber deine Frau wird dir, wenn du mit der Burka ankommst, solange aufs Haupt hauen bis du lachst und dann weil du lachst.
Singhammer und die CSU, wenn ihr Frauen einsperren wollt dann macht das mit euren und lasst uns in Ruhe.
Morgen, Morgen nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
Etwas fauleres und unfähigeres als deutsche Politiker wird sich wohl nur schwerlich finden lassen. Deshalb verwundert es auch niemanden, das aus den Spitzengesprächen der Koalition nichts als heiße Luft herauskommt. Der Bundesuterus von der Leyen kreiste und gebar nichts. Aber 2013 da will man dann richtig zur Sache kommen. Dann wird man aber sofort. Dann fangen wir gleich an.
Otto Reutter kannte das schon. Besser kann man die Arbeitsweise unserer Politkomiker auch heute nicht beschreiben.
Der Maurer von damals der wird schon noch irgendeinen guten Tag erwischt haben und nach vielen Tagen wird der Stein oben eingebaut sein. Bei unserer Politik ist das anders. Die werden nach vielen Tagen neu gewählt oder auch nicht. Aber egal, zuständig sind sie dann eh nicht mehr. Denn das war ja früher, zu anderen Zeiten und mit ganz anderen Leuten.
Es wird also keine zusätzlichen Krippenplätze geben, aber gut das man mal darüber gesprochen hat. Die Zeitung hat was zu berichten und Stoiber der abberufene Bayernchef auf und Beck der SPD-Chef den die SPD nicht ersetzen kann, weil sie niemanden mehr hat, die standen zusammen und verkündeten die Beerdigung.
Dabei haben sie gleich das Thema Mindestlohn mitbeerdigt. Aber im Ernst wer hätte anderes erwarten. Auslaufmodelle unter sich. Die würden weder Stein noch Leiter erkennen.
Die Steigerung von faul ist übrigens nicht faul, fauler am faulsten, sondern faul, stinkfaul, zum stinken zu faul und Politiker.
Rohstoff Bildung - Bildung 2.0
An allen Ecken und Kanten erzählt uns irgendjemand wie wichtig Bildung ist. Dann klatschen alle und Redner wie Zuhörer setzen sich hin und warten bis der Anfall vorbei ist. Die größten Schreihälse kürzen am heftigsten am Bildungsetat. Kindergartengebühren, zusätzliche aber dringend erforderliche Schulbücher, Nachhilfe und Studiengebühren sowie Bafögrückzahlungen machen Bildung für den Einzelnen und seine Familie zu einer Großinvestition.
Natürlich könnte man unser bisheriges Bildungssystem verbessern, modifizieren, ja vielleicht sogar den heutigen Bedürfnissen und Erkenntnissen anpassen. Aber das würde unter den heutigen Verhältnissen ca. 200 Jahre dauern und wahrscheinlich hätte man dann gerade den ersten Schritt getan.
Bildung ist etwas das Open Source sein sollte. Jederzeit an jedem Ort für Jedermann verfügbar. Bildung muss sich anbieten, ja hinter dem Bildungsunwilligen hinterherlaufen. Wir brauchen eine Bildungskultur, in der Bildungserfolge Statussymbole sind.
Bildung 2.0 kann sich anfänglich eigentlich nur an die durch den Rost gefallenen wenden. Jenen die zwar schreiben und lesen grundsätzlich beherrschen, deren Bildung aus unterschiedlichen Gründen aber an den verschiedensten Stellen ohne Abschluss oder ohne echte Kenntnisse endete. Das bringt aber sofort ein sehr menschliches Problem mit sich. Scham. Die meisten können zugeben das sie nicht singen, tanzen oder schwimmen können, aber kaum einer ist bereit und in der Lage über Bildungslücken zu reden. Scham.
Logischerweise kann Abhilfe aber erst nach der Erkenntnis des Mangels erfolgen. Als erstes wird also eine Möglichkeit gebraucht, den Mangel anonym zu erkennen. Dafür eignet sich das Internet wie kein anderes Instrument, wenn wir mal die Kontrollsucht von Herrn Schäuble und anderen Terroristen vergessen. Der erste Schritt wären virtuelle Prüfungen der Kenntnisse in den einzelnen Fächern und Jahrgangstufen, die jeder für sich alleine, unbeobachtet machen kann.
Dann brauchen wir den Lehrstoff jedes Fachs von der Vorschule bis zum Abitur, die Inhalte aller Vorlesungen zu allen Studien- und Ausbildungsgängen, die Inhalte aller Berufs- und Fachschulen, als virtuelle Lehrstunden im Netz. Dazu virtuelle Tests und Prüfungen zur eigenständigen Erfolgskontrolle.
Das ergibt ein sich selbstreferenzierendes Lernen aus Lernphase und Kontrolle. Bei positivem Ergebnis der Kontrolle, kommt die nächste Lernphase, ansonsten eine Wiederholungsphase. Dazu das Angebot von Präsenztutorien für die an den Wochenenden und Abenden die vorhandenen Schulen genutzt werden können.
Für die ständige Betreuung stehen uns Chaträume, Mailinglisten, Foren und Wikis zur Verfügung. Die Werkzeuge sind alle vorhanden und müssten nur zusammengefasst werden. Ein Internettutor könnte große Mengen von Schülern gleichzeitig betreuen, was die Kosten gering hält.
Der tägliche Unterhalt dieses Bildungssystems wäre billig, er läge in der Größenordnung von drei bis vier Gesamtschulen und würde nur steigen, wenn immer mehr Leute zugreifen und ihre Bildungsziele höher stecken. Aber diese Kosten, in der Weiterbildung würden sich sehr schnell in höheren Steuereinnahmen auszahlen.
Das bisherige Bildungssystem wäre in keiner Weise beeinträchtigt. Alle staatlichen Prüfungen würden vom bisherigen System abgenommen. Virtueller Unterricht gilt nicht als Ersatzschule für schulpflichtige Kinder und Jugendliche, weil denen in der Schule über die Bildungsinhalte hinaus, auch Sozialverhalten beigebracht werden soll, was die ständige Interaktion mit der Gruppe erfordert.
Ein Problem könnte sich allerdings für die bisherige Schule ergeben. Schüler die vom Normalunterricht nicht ausreichend gefordert sind, würden vermutlich neue Lerninhalte von Folgejahren aus dem Netz lernen und den Druck auf Lehrer und schwächere Schüler erhöhen. Da hilft nur dir vorzeitige Versetzung der Leistungsstarken und eine umfassende Betreuung der Schwachen.
Der Haken an Bildung 2.0 ist das dieses System beim Start sehr teuer ist und an den Besitzständen der bisherigen Fernlehrinstitute knabbert. Bis auf die Leistungen der Fernuni Hagen, müssten alle Inhalte im Prinzip neu geschaffen werden. Das kostet wahrscheinlich so um die zwei bis Milliarden Euro wenn es richtig gut gemacht sein soll. Allerdings wäre dieses Geld bestens angelegt. Vielleicht lässt sich ein großer Teil der Kosten auch über eine zielgruppengenaue und dezente Werbung refinanzieren. Das klappt auf jeden Fall für die notwendigen Tutoren und die Weiterentwicklung in der Zukunft.
Ich weiß nicht wie viele arbeitslose oder verrentete Lehrer, Professoren, Ingenieuere, Wissenschaftler und Techniker wir zur Zeit zur Verfügung haben. Wie viele Kameraleute und Regisseure, wie viele Sprecher, Wissenschaftsredakteuere und Autoren sofort gerne an eine solche Aufgabe gehen würden. Aber ich glaube das es sehr viele sein werden.
Wenn wir schon unseren Staat nicht bewegen können, dann bewegen wir uns doch einfach mal selbst.
Kinderschutzbund will frühe Hilfe für vernachlässigte Kinder
meldet gerade dpa. Finde ich eine gute Idee. Am besten wäre es doch wohl Vernachlässigung zu verhindern. Aber das geht ja nicht. Die INSM und Professor Unsinn wollen ja, das die alleinerziehende Mutter noch drei Nebenjobs annimmt um über die Runden zu kommen. Ist eigentlich Verführung zur Vernachlässigung strafbar?
Beispielhafte Verantwortungsträger
Beginnen wir mit Herrn Oettinger, dem Naziunterstützer, der jetzt seinen Redenschreiber für das zur Verantwortung zieht, was er selbst bei der Beerdigung des Nazirichters und Mörders Filbinger gesagt hat. Starke Leistung Herr Oettinger. Wen wird er wohl dafür entlassen, das er Ermittlungsergebnisse der Polizei frühzeitig ausgequatscht hat. Wahrscheinlich den Polizisten, der ihn informierte. Der hätte doch wissen müssen, das Oettinger ein Idiot ist, der das Wasser nicht halten kann.
Gut ist auch das die Herren Ackermann und Cromme so verantwortlich sind, bei Siemens den Pierer, den Kleinfeld und weitere Vorstände rauszuschmeißen. Könnte ja sonst noch jemand auf die Idee kommen, das sie im Aufsichtsrat die Aufsicht über das Unternehmen hatten und verantwortlich sein könnten. Gut Ackermann und Verantwortung, das geht nicht zusammen, aber hatte Cromme nicht irgendwelche Regeln aufgestellt? Ist ja auch egal die sollten ja nur für die Anderen gelten.
Oliver Haustein-Teßmer lamentiert in der Welt über den vermeidbaren Tod am Arbeitsplatz, nennt aber dabei natürlich nicht unseren Arbeitgeberpräsidenten Hundt der die Unfallversicherung dahingehend reformieren will, das sie nicht mehr existiert und mit seinen neoliberalen Mitstreitern ständig mehr Leistung bei weniger Lohn und längeren Arbeitszeiten fordert. Aber Hundt, Kannegießer und die INSM sind ja mit Springer in der gleichen neoliberalen Religionsgemeinschaft. Wenn die Menschen durch immer mehr Druck töten oder verletzen und ihnen gleichzeitig die Versicherung stehlen, dann ist das sehr verantwortungsvoll. Für die eigene Brieftasche und die zehn Prozent der Deutschen, denen neunzig Prozent Deutschlands gehört.
Jürgen Goldfuss, ein Management-Coach und Bestsellerautor, mährt sich im Handelsblatt darüber aus, das die Kollegialität in den Betrieben auf der Strecke geblieben ist. Er weint den Zeiten nach
als ein Kollege am Krankenbett erschien mit einem Blumenstrauß, als man nach Genesung von einer Krankheit mit echter Wiedersehensfreude empfangen wurde, als der Gruß auf dem Flur noch zur Normalität gehörte. Und als der Kollege nach einem Skiunfall von der Personalabteilung unaufgefordert einen Parkplatz in der Nähe seines Arbeitsplatzes zugewiesen bekam, kostenlos.
und tut damit so, als ob es nicht seine Beraterzunft und die Schreiberlinge des Handelsblattes gewesen wären, die immer fein artig nach der neoliberalen Glaubenslehre, die Menschen gegeneinander gehetzt hätten. In den Zeiten wo sich ein Ackermann und eine Familie Mohn schamlos bereichern und die Steuerzahler dafür aufkommen müssen, ist kein Platz mehr für Kollegen. Morgen kommt ein Unternehmensberater und empfiehlt wieder Entlassung. Die Leute haben Angst, da ist kein Platz für Freundschaft und genauso wurde es doch gewollt. Das ist die Art der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten Verantwortung zu tragen.
Gestapo-Schäuble weiß, dass der Verfassungsschutz illegal Online-Durchsuchen macht und mißachtet Gerichtsurteile. Er stoppt das offiziell erst dann, als ihm zu viele an den dürren Hals wollen und droht aber gleichzeitg, das er die Gesetze schon zurechtbiegen wird. Zusammen mit seinen verantwortungsvollen Freunden Bosbach, Beckstein und Wiefelspütz. Gegen die Menschen um jeden Preis. Er will Deutschland meinungsfrei melden können. Wahrscheinlich macht er die letzte Meldung dann an sich selbst.
Auch unsere Justiz zeigt Verantwortung in Wuppertal bekämpft ein völlig durchgeknallter Staatsanwalt die Babyklappe durch gnadenlose Verfolgung der Mütter und gegen jede Gerichtsentscheidung.
In Frankenthal hat die Staatsanwaltschaft schon eine Verantwortliche für den verhungerten Hartz-IV-Nichtempfänger gefunden. Sie ermitteln gegen dessen unternährte Mutter. Natürlich gibt es keine Ermittlungen gegen die Behörden, die die beiden alleine ließen. Behörden und Staatsanwaltschaften dürfen unverantwortlich handeln, das scheint dazu zu gehören. Aber sie finden immer andere die verantwortlich sind.
Auch in Berlin ermittelt die Staatsanwaltschaft nur gegen die Mutter, die ihre Kinder über Wochen und Monate praktisch allein ließ. Natürlich ist die Mutter verantwortlich, aber diese Verantwortlichkeit schränkt sich doch sehr stark ein, wenn man der Deutschland-Debatte und ihrem Bericht "Erziehungsauftrag justiziabel machen!" folgt.
Demnach wird die Mutter und damit die ganze Familie bereits seit 1998 vom Jugendamt betreut wurde und sich sowohl der Hausbesitzer beim Jugendamt gemeldet hatte, als auch die Mutter dem Jugendamt den Zutritt zur Wohnung verweigerte. Gestern Abend trötete dazu noch die Leiterin des zuständigen Jugenamtes in irgendein Mikrophon, das der Zwölfjährige, der die Familie notdürftig zusammen gehalten hatte, so schlau gewesen sei, Schule und Jugendamt zu täuschen.
Gut das ich die Dame nicht in Reichweite meiner Füße hatte. Der Tritt wäre nicht nur eine Körperverletzung gewesen, sie würde auch noch die nächsten zehn Jahre auf einer Erdumlaufbahn kreisen. Das muss man sich vorstellen. Da versteckt sich eine unfähige und wahrscheinlich auch unwillige Behörde hinter einem Zwölfjährigen. Wenn Schule und Jugendamt sich von einem Zwölfjährigen täuschen lassen, dann gehören sowohl die Lehrer als auch die Jugendamtsmitarbeiter nicht auf ihre Posten. Aber Verantwortung tragen ja immer nur andere. Es wird sich ein Richter finden, der die Mutter verurteilt und die Verantwortlichen aus Jugendamt und Schule werden als Zeugen aussagen, sich wichtig fühlen und auch noch Zeugengeld kassieren.
Bei soviel beispielhafter Verantwortung fällt mir nur eines ein, das Ende der Fahnenstange ist zwar längst erreicht, aber es wird genauso verantwortungslos weitergehen.
Und dann waren da noch die Gehwegradfahrer
Radfahren ist vernünftig und gesund. Solange man ein Fahrrad benutzt und sich an die Regeln hält. Dia anderen Radfahrer, die nach oben buckeln und nach unten treten, sind überflüssig oder Politiker, was ja auch nur ein anderes Wort für überflüssig ist.
Radfahrer und Regeln. Fängt beides mit R an, scheint aber irgendwie nicht zusammen zu passen. Nein, nicht der pubertierende Schnösel auf dem Bild. Der darf auf dem Gehweg fahren. Geistig ist der noch unter sechs und hat auf dem Radweg und der Fahrbahn nichts verloren. Den meine ich nicht.
Aber was ist mit der Mittzwanzigerin, die mit Helm und unter lautem Geklingel sich machtvoll ihren Weg auf dem Bürgersteig zwischen Werbeplakaten Kaffeehaustischen, spielenden Kindern und der Schlange an der Eisdiele bahnt und auf leises Murren der Fußgänger sofort kreischend fordert, das die doch alle zuhause bleiben können, wenn denen das nicht passt. Dabei fährt sie in Fahrtrichtung, keinen Meter von einem breiten Radweg entfernt. Aber der ist rot. Vielleicht gefällt ihr die Farbe nicht, oder sie versucht Kontakt zu ihren Mitmenschen aufzunehmen. Komische Art der Kontaktaufnahme.
Was ist nur mit dem Endvierziger. Ihn sehe ich täglich. Sicher der Bürgersteig ist breit, aber durchbrochen von drei Ausfahrten, davon eine Tankstelle. Er hat es eilig, oder er trainiert für die Tour de France. Ob er vielleicht gedopt ist und deshalb was am Hirn hat. Als er wieder mal auf mich, meine und fremde Kinder, sowie ein paar spielende Kinder zurast, reicht es mir. Ich stelle mich in seinen Weg. Damit hatte er nicht gerechnet.
Wen ich irgendjemand im Weg stehe ist das ein Hindernis. 1,93 Meter groß und aus der Gewichtsklasse der Elefanten. Kleinwagen brauchen Tankstops um mich zu umkurven. Er klingelt und schätzt die Lage ein. Ich grinse ihn an. Meine Kinder, ein paar Nachbarn und die Hunde werden aufmerksam. Er sieht meinen Blick und stoppt lieber. Wahrscheinlich hat er ausgerechnet wie lang meine Arme sind und ich hätte sie benutzt um ihn anzuhalten.
Ich gehe gleich einen Schritt nach vorne, so das ich sein Vorderrad zwischen meinen Beinen habe. Er kann nicht mehr weg, ohne meine Jeans zu beschmutzen. Das wäre der Hose und mir egal, kann er aber nicht wissen. Er fragt mich ob ich völlig bescheuert bin. Ich nicke freundlich und sage: " Ja, bin ich. Aber trotzdem einen schönen guten Tag. Ich wollte sie nur auf eine Modernisierung in unserer Stadt aufmerksam machen."
Er: "Häh. Ich habs eilig."
Ich: "Das heißt nicht Häh, sondern wie bitte, und wenn sie mich nicht unterbrechen geht es viel schneller"
Er schaut mich zweifelnd und ein wenig ängstlich an. Vielleicht bin ich ja wirklich irre.
"Also mein Freund, " dabei grinse ich ihn furchterregend an, wie meine Nachbarn später meinen. "unser Berliner Senat hat weder Kosten noch Mühen gescheut und in Berlin etwas völlig ungewöhnliches eingeführt. Wir haben die Verkehrswege von einander getrennt. U-Bahnen fahren unter der Erde, S- und Straßenbahnen auf eigenen Gleiskörpern und Autos auf der Straße. Fußgänger bewegen sich auf Bürgersteigen oder Gehwegen. Es gibt sogar ganze Fußgängerzonen. Wichtiger für sie ist aber, das es auch eigene Wege für Radfahrer gibt. Das nennt man Radwege ..."
Er ist kurz vor der Explosion. "Hälst du Arsch mich eigentlich für völlig bescheuert ..."
"Bitte keine Fangfragen, ohne Beisein meines Anwaltes, aber in dem Fall will ich einfach mal großzügig sein. Ja. Ich halte dich für völlig bescheuert und für völlig verantwortungslos, sonst würdest du einfach den Radweg benutzen."
Er schnappt nach Luft, überprüft mit den Augen noch mal meine Ausmaßes und tönt dann: "Ich kann fahren wo ich will, das ich mir doch nicht verbieten und wenn du mir jetzt nicht aus dem Weg gehst, rufe ich die Polizei, das ist ja Nötigung."
Ich grinse wieder: "Du hast recht das ist Nötigung, wie du über den Gehweg jagst, möchtest du mein Handy um die Polizei zu rufen, oder hast du ein eigenes?"
Er resigniert, reißt sein Fahrrad zurück, und schiebt es rennend über den Gehweg, den Radweg auf die Fahrbahn, wo er aufspringt und davonjagt. Durch das Hupen der wütenden Autofahrer höre ich noch wie er mich im Wegfahren beschimpft.
Ein Nachbar erklärt mir das der Typ Grundschullehrer ist. Na dann wundert mich gar nichts mehr.
Man muss keinen Kult aus der Radfahrerbeschimpfung machen, wir alle verhalten uns verkehrt im Verkehr, ob aus Unwissen, oder wie ich meist aus stinkender Faulheit. Das wäre kein besonderes Thema. Aber es scheint das immer mehr Radfahrer frei drehen. Wer auf das Bild des dummen Jungen klickt, sieht die ersten Gegenreaktionen, die auch nicht für gut halte.
Ich habe dann mal rumgefragt bei einigen Radfahrern. Meist ist es Faulheit, um abzukürzen, oder weil man in die Auslage eines Geschäftes sehen will. Aber ein Punkt kam mehrfach. Die PIN AG mit ihren Verteilern macht das doch ständig. Das ist leider richtig und meine alte Aufregung über diesen Verein, hat nur dazu geführt, das sie nicht mehr bei mir klingeln. Auf dem Gehweg sind die nach wie vor lebensgefährlich. Aber damit habe ich mich abgefunden. Nachdem die, die Post für den öffentlichen Dienst transportieren, haben sie scheinbar keine Gesetze mehr zu befolgen.
Übrigens ein Radfahrer der bei uns den Hügel runterrast, kommt auch als ungeübter leicht über 40 km/h, was das bei einem Aufprall mit einem Kind bedeutet, brauche ich wohl nicht näher zu erklären.
Die Hammel sind mal wieder gesprungen
Es war ein lustiger Tag im Reichstagsgebäude, das zur Zeit vom deutschen Bundestag okkupiert wird. Zunächst einmal hat ein Trüppchen Aufrechter darauf hingewiesen, das dieses Gebäude schon lange nicht mehr "Dem deutschen Volke" dient und kurzerhand vor der bekannten Aufrschrift ein Transparent aufgehängt, das den Text "Der deutschen Wirtschaft" beinhaltete. Leider auch zu kurz gedacht. Wäre das Haus für die deutsche Wirtschaft könnten wir alle zufrieden sein. Es ist aber nur für das "Internationale Großkapital und sonstige Abzocker" gedacht und vertritt ausschließlich deren Interessen. Die zahlen halt besser und bieten hinterher bessere Jobs.
Dann wollten die Abgeordneten der Opposition doch tatsächlich unsere Laienministerin für
Familie, Ursula von der Leyen im Parlament sehen, als wenn die zwischen ihren Presseauftritten zur Vorbereitung einer eigenen Kanzlerschaft, noch Zeit für solchen Unfug wie Demokratie und Parlamente hätte. Das es um ihr angebliches Lieblingsthema, nämlich den Ausbau der Kinderbetreuung ging, spielte auch keine Rolle, das sie hat ja nur aufgebracht um irgendetwas zu haben, mit dem sie sich bekannt machen und profilieren kann.
Aber die Parlamentarier waren sauer. Sie sollten bei schönstem Sonnenschein in diesem Scheiß-Parlament sitzen während Urselchen sich vergnügte. So nicht sagten sie und forderten eine Abstimmung darüber ob die Olle erscheinen müsse. Dazu wurde der Hammelsprung eingesetzt den ich ja leider schon einmal ausführlich beschrieben habe. Dabei mag ich es wenn die Hammel springen müssen. Es passt so direkt in mein Bild von der deutschen Politik, wie sie ihren Leithammeln folgen. Im wahren Leben gibt es bei der Schafschlachtung immer Judasse die als Leithammel die anderen unter das Messer führen und deshalb überleben dürfen. Ein herrliches Bild.
Aber heute half alles telefonieren nichts. Es kamen zuwenig Hammel zusammen, Frau von der Leyen musste nicht antreten, sie hätte eh nicht gewusst was sie sagen sollte, es hat ihr doch niemand etwas aufgeschrieben. Die anderen Hammel bekamen frei, weil es nicht genug dumme Hammel waren die sich dort rumtrieben. Ich gönne unseren Parlamentariern wenn sie frei haben. Dann können sie wenigstens nicht jedem Mist rechtsgültig zustimmen.
Ob die fehlenden Hammel nun Gehaltsabzüge kriegen, weil sie ihre Pflicht nicht getan haben. Ich glaube eher nicht. Verantwortung, Einsatzfreude und Fleiß wird ja nur von Hartz IV Empfängern und den kleinen Arbeitern und Gehaltsempfängern verlangt. Unsere Politiker haben keine Pflichten. Nur offene Hände und Taschen.
Nur gut, das die sonst nichts zu tun haben
Wenn ich aus einem Bundesland, dessen Regierung unfähig ist einen Bären einfangen zu lassen und seine ständigen Gammelfleischskandale nicht in den Griff bekommt folgende Top-Meldung bei n-tv lese, dann haut es mir nicht nur den Draht aus der Mütze sondern auch sämtliche Stangen aus dem Korsett.
Folgende furchtbare strafbare Handlung wurde von den bajuwarischen Ordnungshütern aufgenommen:
Die Polizei hat in München vor dem Konzert der Band (Tokio Hotel) am Dienstag die Personalien von 400 Fans aus ganz Deutschland notiert, von denen die jüngsten gerade einmal zehn Jahre alt waren. Die Teenager hatten teils schon am Montag, vor allem aber seit Dienstagmorgen vor der Olympiahalle ausgeharrt, um abends als erste eingelassen zu werden und Plätze ganz nahe an der Bühne zu bekommen.
Die Namen und Anschriften wurden den Schulen und den Erziehungsberechtigten mitgeteilt. "Wir gehen davon aus, dass die allermeisten der Kontrollierten ihrer Schulpflicht nicht nachgekommen sind", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Damit die Beamten wussten, wer schon überprüft worden war, erhielten alle einen roten Dienststellenstempel auf den Handrücken -"freiwillig", wie der Sprecher betonte. Das weitere Vorgehen sei nun allein Sache der betreffenden Schulleitungen.
Noch schlimmer ist aber der nächste Satz:
Die Berliner Polizei will dem Münchner Vorbild folgen und an diesem Donnerstag vor dem Tokio-Hotel-Konzert im Velodrom ebenfalls nach Schulschwänzern Ausschau halten.
Den Bayern halte ich einfach zugute, das sie die Welt um sich herum nicht verstehen. Der bayrischen Staatskanzlei und dem bayrischen Landesamt für Verfassungsschutz, sowie der bayrischen Polizei scheint ja extrem langweilig zu sein.
Wenn aber meine Berliner bei einem solchen Unfug mitmachen, dann sollte der Herr Polizeichef sehr genau darauf achten, das nicht durch den fehlerhaften Einsatz von Kräften, an anderer Stelle der Stadt Menschen zu Schaden kommen. In dem Fall würde ich ihn nämlich bis zum europäischen Gerichtshof für den Schaden haftbar machen.
Ich mag Tokio Hotel nicht, weil die Musik und damit in meinen Ohren Lärm machen. Meine Lebensabschnittsgefährtin und meine Kinder finden sie toll. Wären meine Kinder schulpflichtig hätte ich nur zwei Möglichkeiten. Dem Lehrer schreiben, das meine Kinder zu Tokio Hotel gehen und er sich seinen Unterricht klemmen kann und dann die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen mitschicken, oder sogar zitternd dulden das Töchterchen oder Söhnchen alleine durch die Landschaft dackelt.
Aber das Geld das dieser Schwachsinn gekostet hat und die Angst vor der Polizei und diesem Staat die den Kindern damit eingeplanzt wurde, die wird sich mit Sicherheit noch irgendwann rächen. Gerade die Bayern die viel zu wenig Leute zum Abitur bringen, weil sie die Kosten sparen und lieber Leute aus anderen Gegenden abwerben, sollten solche Spiele unterlassen.
Hätte einer dieser Beamten mein Kind gestempelt, würde ich den Münchner Polizeipräsidenten stempeln. Allerdings völlig ohne Stempelfarbe. Oh Herr, schmeiß Hirn vom Himmel. Ein ganz klein wenig bitte auch nach Bayern, selbst wenn die nichts damit anfangen können.



















